Dýamirée hatte ihm davon abgeraten, sich dem Ritterlager zu nähern. Diesen Rat hätte er beherzigen sollen, gewiss. Aber, dachte sich Advon Irísolor, als er mit finsterer Miene durch den Wald stapfte, zu dem Zeitpunkt hatte sie nicht wissen können, dass Farbenspiel andere Pläne hatte.

Advon hatte keine Zeit verloren, nur das Eisenzeug hatte er ganz abgelegt und verborgen. In dieser Verkleidung hatten ihn bei den Ritterzelten zu viele Leute gesehen. Also war es besser, sich unauffällig als einfacher Unkundiger im Lager umzusehen. Mit schlichter Tunika, Mantel und Kapuze konnte er sich vielleicht unter die Knechte und Turnierhelfer mischen, ohne erkannt zu werden. Dank eines ganz einfachen Einfärbezaubers nun braungrau und unauffällig gewandet, eilte er vorwärts. Wenn Dýamirée das alte Eisenzeug bei den goldenen Rüstungsteilen fand, würde sie sich denken können, dass er etwas Wichtiges zu erledigen hatte.

Ach was, dachte er. Allein wenn Farbenspiel nicht da ist, wo er sein sollte, wird sie genau wissen, was passiert ist.

Und wenn das Einhorn sich eigenmächtig entfernt hatte, musste er handeln, egal, was Dýamirée davon halten mochte. Nicht auszudenken, wenn Farbenspiel von den Unkundigen erblickt wurde! Nicht nur alle Diskretion und Tarnung wäre dahin. Der schiere Anblick des Hengstes würde unter den Menschen ungebärdige Unruhe auslösen.

Dass Farbenspiel schnurstracks zum Zeltlager unterwegs war, stand außer Frage. Was Farbenspiel in die Nähe der Menschen trieb, das konnte der junge Magier sich denken. Daheim, beim Cielástel, da gaben die arcaval’ay sorgsam darauf acht, dass die Einhörner gebührenden Abstand von Pferden hielten. Wenn sie zu gewissen Zeiten die gewöhnlichen Tiere witterten, ließ sich den Tieren kaum mit Vernunft beikommen. Wenn der wappenlose Ritter so leichtsinnig war, die Stute selbst zu behalten, dann musste es für Farbenspiel dort bei den Rittern nun verlockender duften als jede Nascherei.

Advon dankte Pataghíu im Stillen, dass das Tier zumindest so verständig gewesen war, sich auf dem Boden voran zu bewegen. Seine Trittsiegel auf dem Waldboden waren zwar nicht zu übersehen. Wären Jäger unterwegs, sie hätten einen monströsen Hirsch daraus geschlossen und sich sicherlich unwohl gefühlt. Wäre Farbenspiel jedoch am helllichten Tag über das offene Festgelände geflogen, hätte es einen Tumult gegeben.

Nun, vielleicht würde es ihm gelingen, das Einhorn auf seinem Alleingang einzufangen und zurück zum Versteck zu bringen, bevor Dýamirée aus der Burg zurückkehrte. Er durfte es nur nicht riskieren, dem wappenlosen Ritter und seinem Knappen ausgerechnet jetzt über den Weg zu laufen. Das musste er sich für ein anderes mal aufheben. Denn die Sache auf sich beruhen zu lassen – das kam gar nicht infrage!

Er näherte sich dem Ende des Waldstückes, wo das Ritterlager aufgeschlagen war. Dort verlor sich die Spur des Einhorns, denn Farbenspiel war auf den Pfad gestoßen, der beständig von Reitern und Fuhrwerken benutzt wurde. Unter all den Huf- und Radspuren verwischten die Klauenabdrücke des Einhorns. War Farbenspiel in seiner Erregung etwa dem Pfad gefolgt?

Advon blieb einen Moment ratlos auf dem Weg stehen. Das war unwahrscheinlich. Farbenspiel mochte ungehorsam sein, aber er wusste genau, dass er sich von Menschen fernzuhalten hatte. Aber zwischen den Bäumen hätte er auch nicht auffliegen können.

Ein Karren näherte sich von hinten. Zwei Ochsen stapften gemütlich in Richtung Lager. Das Gefährt war hoch mit Heu beladen und wurde von einem älteren Mann gelenkt. Advon trat beiseite, um ihn durchzulassen.

„Danke! Wohin des Weges? Willst du zum Turnierlager?“

„Ja, genau.“

„Willst du mitfahren? Ich muss da auch hin! Oder hast du es eilig?“

Das kam wie gerufen! Nach dem weiten Fußweg konnten Advons Füße eine Rast gut brauchen. Abgesehen davon: Vielleicht sah man etwas erhöht auf dem Wagen besser, wo neben dem Weg Spuren wieder begannen.

„Wenn es dir keine Umstände macht?“

Der Bauer hielt an. „Iwo“, sagte er. „Muss ich die Fahrt nicht allein machen.“

Der Magier zog sich die Kapuze in die Stirn und kletterte dankbar auf den Wagen hinauf. Der Bauer setzte hinzu: „Und ich brauche wen, der nachher mit dem Heu hilft. Das geht schneller dann. Wird ja langsam dunkel.“

Advon lächelte. Was für ein Schelm. Aber umso besser – das gab ihm den perfekten Vorwand, sich unauffällig unter die Leute zu mischen.

„Bringst du all das Heu ins Lager?“

„Jo. Schon mächtig, was all die Gäule am Tag so fressen.“

„Lohnt es sich?“

Der Bauer lachte. Er schaute ausgesprochen zufrieden sein. „Das kann man wohl sagen, junger Mann! Bringt mir einen fetten Zuverdienst, diesen Herbst. Haben uns auch mächtig Mühe gegeben?“

„Mühe?“

„Jo. Haben besonders gutes Heu gemacht. Soll keiner zu meckern haben von den hohen Herren. Alles für das Fest unserer teirandanja! Soll keiner darben! Die Gäule nicht, und die Gäste auch nicht.“

So erfuhr Advon, dass nach dem Winter alle Bauern der yarlmálon von Wijdlant und Spagor angehalten gewesen waren, einen größeren Anteil von allem bereitzustellen und anzupflanzen, was benötigt wurde, um so viele Gäste zu beherbergen. Natürlich gegen eine großzügige Entlohnung für alles, was über die übliche Versorgung der Burgen hinaus ging.

„Hab eigens eine Wiese mehr gemacht, nur fürs Turnier“, plauderte der Bauer. „Und im Herbst vorher sogar noch von den guten Kräutern eingesät, die den teuren Gäulen so gut schmecken. Jeder trägt was bei für das Fest. Das wird prächtig! Ich freu mich auf das gute Bier aus Grootplen! Hab die großen Fässer schon gesehen!“

„Womit bezahlen die teiranday wohl all die Kosten für die Bewirtung?“, fragte Advon. Dass Geld für Unkundige ein wichtiges Thema warm, hatte er nach dem unerquicklichen Pferdehandel begriffen. Vom Wert der Münzen hatte er immer noch keine Vorstellung.

„Meine hýardora sagt“, belehrte der Bauer ihn verschwörerisch, „was die teiranday für das vasposár löhnen müssen, bringen all die edlen Herren wieder zurück. Geschenke bringen sie der teirandanja, das sag ich dir! Teure Sachen, und haufenweise Edelsteine und so’n Zeug. Da können sie auch gutes Heu für ihre Gäule erwarten.“

Interessant, dachte Advon. Er spähte über die Rücken der Ochsen links und rechts den Weg entlang, während der Bauer ihm wortreich die Kunst des Heumachens darlegte. Dann erhielt sich das vasposár also mehr oder weniger selbst. Manjév musste nur all die Geschenke abgeben, die sich wieder in Geld tauschen ließen. Aber was tat sie, wenn sie Dinge erhielt, die eigens für sie gefertigt waren?

Er schreckte auf, als der Bauer fragte: „Bist nicht von hier, ne?“

„Nein. Ich bin … ich gehöre zum Gefolge eines der Ritter.“

„Zu welchem Herrn denn?“

„Zu … yarl Ycelia“, behauptete Advon. Das war der erste Name, der ihm einfiel. Der des Ritters, der dem Wappenlosen das Eichhörnchen abgeluchst hatte.

Der Bauer musterte ihn überrascht. „Dafür siehste aber ziemlich bescheiden aus. Bei so einem pro… prunkvollen Herrn.“

„Ich bin ein Tagelöhner“, redete Advon sich heraus. „Für die ganz einfachen Aufgaben. Pferde versorgen und so.“

Der Bauer grinste. „Sind die Herren aus dem Eis sich zu fein für, was? Na, scheinst ein netter Kerl zu sein. Ich verrat dir was. Nimm für deinen Herrn von dem Heu ganz unten. Ist besonders gutes.“

Advon dankte und wollte weiter reden, doch da fiel ihm rechts, an einem stachligen Brombeerrankenverhau, etwas ins Auge. Es war winzig, aber so strahlend blau, dass es im herbstfarbenen Wald nicht zu übersehen war, sofern man darauf achtete. Ein duftiges Büschel Schweifhaare.

Hab ich dich! Advon lächelte finster. Allerdings – nun einfach abspringen und querfeldein weiterlaufen, das ging nun nicht. Der redselige Bauer hätte Fragen gestellt. Oder, noch schlimmer, später von dem seltsamen Kerl erzählt, der sich urplötzlich in die Büsche schlug.

„Wir sind gleich da“, sagte der Bauer und bog nach ein paar Karrenlängen in den Wald ab, just in die richtige Richtung. Hier war kein befestigter Weg, aber es gab Tritt- und Fahrspuren, so als hätte sich hier jüngst spontan ein neuer Pfad gebildet. Die Bäume standen weit genug auseinander für ein Fuhrwerk, und das Gelände war eben. „Wir fahren sofort zu den Pferchen.“

Advon war das nur recht. Tatsächlich hatte er sich bei den vorangegangenen Aufenthalten im Turnierlager nur bei den Zelten aufgehalten. In Ermangelung eines eigenen Pferdes hatte es für ihn noch keinen Grund gegeben, sich die improvisierten Stallungen anzuschauen. Nun roch er die Pferde, noch bevor sie aus dem dichten Wald heraus waren.

Vor ihnen öffnete sich eine Lichtung mit einigen verstreuten Bäumen darauf. Dahinter befand sich eine weitläufige Weide, die man mit einfachen Mitteln, aber großem Aufwand als behelfsmäßiges Stallgelände hergerichtet hatte. Mit mannshohen Gattern waren kleine Parzellen abgeteilt, jeweils versehen mit einem großen verspannten Segel, das bei Regen einen trockenen Unterstand hergab. Der Heuwagen war wohl schon erwartet worden, Pferdeknechte und junge Männer in den Farben ihrer Herren eilten herbei. In ihren Pferchen wurden die Pferde unruhig, überall scharrte und schnaubte es. Das eine oder andere Ross wieherte ungeduldig.

„Los!“, rief der Bauer, als Advon zu lange ernüchtert starrte. „Die Gäule haben Hunger! Nimm dir ne Forke und mach zu!“

Advon kletterte auf das Heu und begann, die duftende Last unter den von allen Seiten herbei strebenden Pferdeknechten zu verteilen. Tragetücher und Kiepen wurden ihm entgegengestreckt. „Ein Bund!“, rief ihm hier einer zu, „Ich brauch gleich drei“ der nächste und irgendwo in der Menge beschwerte sich einer, dass am Vortag zu viel Staub im Heu gewesen sei.

Heustaub wirbelte auf und kitzelte Advon in der Nase. Er kam kaum nach damit, die vorbereiteten Heubündel so schnell zu verteilen, wie die Pferde sie einforderten und die Knechte sich damit sputeten. Der Bauer feixte und strich derweil kleine Münzen von den Knechten ein.

Erst als der Wagen sich deutlich gelehrt hatte und Advon die Arme schmerzten wie nach einer harten Kampfübung, kam er dazu, sich genauer umzuschauen. Er schätzte, dass es drei Dutzend Pferche waren, in denen sich mindestens ein oder zwei große Turnierpferde befanden, manche zusammen mit eleganten Zeltern oder Rennern. An jedem Pferch hing ein sorgsam gestaltetes Wappen, das den jeweiligen Besitzer auswies.

Als das Heu bis auf ein paar Büschel abgeladen und alle Pferdeknechte bedient waren, ergriff Advon die Gelegenheit, sich davonzustehlen. Der Bauer erwiderte seinen Abschiedsgruß nur zerstreut. Er zählte mit vergnüglicher Miene das Geld in seinen Beutel. „Vergiss das Heu nicht“, sagte er noch. „Und meinen Gruß an yarl Ycelia!“

Der Magier raffte einen Armvoll Heu zusammen und schlenderte neugierig an den Pferchen entlang. Nun, da die Pferde sich über das Heu hermachten und ihre persönlichen Knechte ihre Aufgabe erledigt hatten, konnte der Magier sich in Ruhe umsehen. Ein Gatter fand er, das kein Wappen trug. Der Schimmel des ruchlosen Ritters und ein bereits etwas mitgenommen wirkender staubfarbener Renner, vermutlich das Reittier des Knappen Rolk, trabten dahinter ungeduldig hin und her. Offenbar fühlte sich heute niemand für ihr Futter zuständig. Advon schaute sich um. Niemand achtete auf ihn, und so schob er das Heu zu den hungrigen Tieren hindurch und ging weiter. Das gestohlene Pferd, die schöne blonde Stute war also nicht hier verborgen. Nun, das wäre auch zu dreist gewesen. Aber was zog dann Farbenspiel hierher?

Am Ende der Pferche trennte ein Baumstreifen die Weide von einer benachbarten Streuobstwiese. Advon wollte bereits umkehren, als er zwischen den Bäumen Pferde wiehern hörte, erst eines, dann noch ein zweites. Er horchte, ging weiter und fand sich schließlich vor einem weiteren Zaun, der ihm bis zur Brust ging. Er umfriedete ein Stück Gelände, das wahrscheinlich im Sommer ein Getreidefeld war, nun aber mit Stroh und Sägemehl ausgestreut  und mit verspannten Seilen unterteilt war. Auch hier waren Knechte und Knappen damit beschäftigt, die Tiere zu versorgen. Allerdings bedienten die Tiere sich von mittig aufgeschichteten Heuhaufen. Advon schaute staunend umher und versuchte gar nicht erst, zu zählen.

„Bei den Mächten“, murmelte er.

Ein Knappe mit einem bunten Gewand und einem grünen Wappen mit einer goldenen Blume darauf hörte das.

„Worüber staunst du?“, fragte er in Advons Richtung und kam näher. Ihm schien kalt zu sein, denn über seinem vornehmen Wappenkleid trug einer einen Wollmantel, den er wie eine Decke um sich gerafft hatte.

„Über die Menge! Das sind ja wohl mehr als sieben Dutzende!“

„Gut geschätzt“, lachte der junge Mann.

„Ich habe noch nie so viele Pferde gleichzeitig gesehen. Warum sind die hier?“

„Na, denkst du, die Herren schleppen ihr Gepäck und ihre Zelte auf dem Streitross mit sich? Die Pack- und Zugpferde sind das. Einige Herren haben ihren Hausrat mit einem Wagen mitgeführt.“

„Und welches gehört wem? Bringt ihr die alle wieder auseinander?“

„Schön wär’s. Aber unsere Eigenen, die erkenne ich. Sind nämlich die besten von allen!“ Der Junge grinste breit. „Beste Feuerblüter, selbst die Packtiere. Da hinten, die drei Schwarzen. Und der Fuchs dort drüben. Prachttiere, nicht wahr?“

„Recht schön“, gab Advon zu, aber er blickte nicht zu den feinen Rappen hin. So sehr er sich umschaute und es unter Pataghíus sinkendem Glanz noch ausmachen konnte – die Stute war nicht zu sehen.

„Ich mag solche mit hellem Fell lieber“, sagte er.

„Tatsächlich? Ich finde, die sind immer so schnell schmutzig, wenn es im Sommer staubt.“

„Die Sandfarbenen, die sind herrlich“, redete Advon weiter. „Solche mit einer blonden Mähne und weißen Füßen.“

„Das stimmt“, bestätigte der Junge arglos. Von Pferden verstand er schließlich etwas. „Sieht man selten, dass die Mähne heller ist als das Fell.“

Advon seufzte. „Hast du hier schon so eines gesehen? Eine Stute vielleicht?“

„Nein“, lachte der Junge. „So eines wäre mir aufgefallen.“ Er grinste. „Für wen arbeitest du?“

Warum lügen? „Für Manjév von Wijdlant“, behauptete er. „Ich bin ein Bote und habe im Lager zu tun.“

Der Junge stieß einen anerkennenden Pfiff aus und nickte Advon respektvoll zu. „Alle Achtung! Für die teirandanja höchstselbst! Na, das ist ja eine Ehre. Da kommen wir nicht mit. “

Advon grinste. „Nett, mit dir gesprochen zu haben. Ich muss weiter.“

„Kommst du zum Umtrunk im Turnierlager?“, fragte der Junge rasch. „Wir würden uns freuen. Du hast bestimmt viel vom Hof zu berichten!“

„Ich weiß nicht“, sagte Advon unbehaglich. Von Umtrünken hatte er vorerst genug.

„Ach komm“, bat der Knappe. „Wir aus Ivaál sind ein netter Haufen, und sogar die aus Ycelia sind gar nicht so hoffärtig, wie sie aussehen. Ist doch ganz schön, mal was ohne unsere Herren …“

Weiter kam er nicht. Bei den Ritterpferden wurde es unruhige. Drei, vier, sicherlich ein Dutzend der teuren Rösser begann, so schrill zu wiehern. Immer mehr Pferde begannen, kehlig zu röhren und schmetternde Laute auszustoßen. Nun mischten sich auf aufgeregte Rufe der Pferdeknechte dazwischen. Irgendwo bearbeiteten Hufe Holzbretter.

„Nicht schon wieder“, seufzte der Knappe aus Ivaál mit einem besorgten Blick auf die Packpferde. Jedes Einzelne hatte aufgehört, zu fressen. Alle Blicke waren dem Wald zugewandt, alle Ohren aufmerksam nach vorn gerichtet.

Dann stieß eine der Stuten ein entzücktes, fast gläsernes Quietschen aus, und sofort waren auch die Packpferde in hellem Aufruhr. Schweife peitschten aufgeregt hin und her und hier und dort erleichterte sich ein Tier plätschernd ins Stroh. Einige Wallache waren anwesend. Manche stampften, anderes wirkten fast verzagt und fraßen stoisch weiter.

„Schon wieder?“, fragte Advon, denn dass er das Getöse nicht hinterfragte, konnte verdächtig erscheinen.

„Seit heute Mittag geht das so“, erklärte der Knappe. „Sind rossige Stuten hier, und all die Hengste nebenan… wenn sich da nur keines von den Turnierpferden verletzt, wenn die aneinandergeraten.“

„Heute Nacht passiert da nichts“, versprach Advon und wandte sich ab. Wenn er jetzt zu lange zögerte, war die Chance vertan. „Mit dem Unfug ist jetzt Schluss.“

„Was?“, fragte der Knappe mit dem Blütenwappen verwirrt. Aber der Magier antwortete ihm schon nicht mehr. Advon ging zurück in den Streuobsthain und wirkte grimmig einen Zauber, der Menschenblicke von ihm abprallen ließ. Dann begann er, zu rennen. Diesmal würde Farbenspiel ihm nicht entwischen.