{"id":4732,"date":"2026-04-17T10:39:36","date_gmt":"2026-04-17T08:39:36","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=4732"},"modified":"2026-04-17T10:53:46","modified_gmt":"2026-04-17T08:53:46","slug":"026-geheime-zutaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2026\/04\/17\/026-geheime-zutaten\/","title":{"rendered":"026: Geheime Zutaten"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-image:url(&#039;https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Thumb_Schattenherzschriftzug.png&#039;);--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column fusion-column-has-bg-image\" data-bg-url=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Thumb_Schattenherzschriftzug.png\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SH_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1991\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p><span class=\"fontstyle2\">\u201eIch bringe Euch Euer Essen\u201c, sagte Isan, setzte ihren Korb ab und reichte Gundald Lebr\u00e9oka eine mit Eintopf gef\u00fcllte Schale und ein St\u00fcck ofenfrisches Brot.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eIst das deine Aufgabe? Du bist doch die Gehilfin der <\/span><span class=\"fontstyle3\">doayra<\/span><span class=\"fontstyle2\">?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eStimmt. Aber ich schuldete einer der K\u00fcchenm\u00e4gde noch einen Gefallen.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Der herzensgute <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarl <\/span><span class=\"fontstyle2\">l\u00e4chelte. Das charmante, vorwitzige M\u00e4dchen erfreute sich in Valvivant gro\u00dfer Beliebtheit, und gewiss w\u00fcrde sie sich in ein, zwei Sommern vor Burschen nicht mehr retten k\u00f6nnen, die sie zur <\/span><span class=\"fontstyle3\">h\u00fdardora <\/span><span class=\"fontstyle2\">haben wollten. Der Ritter hatte keinen Anlass, ihr zu misstrauen.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Au\u00dferdem war dem <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarl <\/span><span class=\"fontstyle2\">die m\u00e4dchenhafte Schw\u00e4rmerei des M\u00e4dchens f\u00fcr Wa\u00fdreth Althopian nicht entgangen, den zu bewachen im Augenblick seine undankbare Aufgabe war. Die vier Ritter im Hofdienst hatten sich verabredet, sich bei der Wache vor der Stube, die man dem Gast zugewiesen hatte, abzuwechseln, bis der <\/span><span class=\"fontstyle3\">teirand <\/span><span class=\"fontstyle2\">zu sich kam. Dessen Zustand hatte sich, den M\u00e4chten sei Dank, seit dem sp\u00e4ten Vormittag stabilisiert. Wann der <\/span><span class=\"fontstyle3\">teirand <\/span><span class=\"fontstyle2\">jedoch wieder aufwachen w\u00fcrde und ansprechbar war, konnte die Heilerin beim besten Willen nicht voraussagen.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eDarf ich <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarl <\/span><span class=\"fontstyle2\">Althopian seinen Anteil bringen?\u201c, fragte Isan schmeichlerisch. \u201eOder m\u00fcsst Ihr das selbst tun?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Lebr\u00e9oka \u00f6ffnete ihr die T\u00fcr. \u201eMach nur, M\u00e4dchen. Ich darf dir aber nicht erlauben, mit ihm zu sprechen.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eIch w\u00fcsste gar nicht, was ich ihm sagen soll\u201c, sagte Isan harmlos und hob die zweite Schale und Brot aus dem Korb.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Wa\u00fdreth Althopian hatte im Fenstererker gesessen und in die Nacht hinausgeschaut, stand aber auf, als das M\u00e4dchen eintrat, sich verneigte und wortlos Schale und Brot auf den Tisch stellte.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eEs \u00fcberrascht mich nicht, dass gerade du es bist, die zu mir kommt\u201c, sagte er. \u201eAber ich muss zugeben, du kommst mir recht. W\u00e4re es dir m\u00f6glich, der \u2026 Dame eine Nachricht von mir zu \u00fcberbringen?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eDu kennst die Regeln, Wa\u00fdreth\u201c, mahnte Lebr\u00e9oka von der T\u00fcr her. \u201eSie darf nicht zu dir reden.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eEs reicht, wenn sie mir zuh\u00f6rt.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eTrotzdem ist es sinnlos. Wenn wir alle nun an dieselbe Dame denken \u2013 die hat bereits am Mittag Valvivant verlassen.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Isan sah, wie diese Nachricht dem <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarl <\/span><span class=\"fontstyle2\">einen Schock versetzte. Seine gerade noch so beherrschte Miene wechselte f\u00fcr einen winzigen Moment zu einem Ausdruck verst\u00f6rter Entt\u00e4uschung. Doch er war zu diszipliniert, um vor ihren Augen zu wanken. Er nickte langsam und senkte den Blick.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Hatte er etwa nicht <\/span><span class=\"fontstyle3\">gewusst<\/span><span class=\"fontstyle2\">, dass die Damen fort waren? M\u00f6glicherweise. Das Fenster seiner Kammer war vom Hof abgewandt, er konnte den Aufbruch somit nicht beobachtet haben. Isan empfand ehrliches Mitleid.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eWarum hast du mir das nicht gesagt, Gundald?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eIch wollte nicht, dass du dar\u00fcber tr\u00fcbsinnig wirst.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eHat sie von der Angelegenheit Kenntnis?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eSicher. Aber es hat nichts mit dem zu tun, was dir geschieht\u201c, tr\u00f6stete Lebr\u00e9oka. \u201eDie <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarlara\u00e9 <\/span><span class=\"fontstyle2\">waren nur auf der Durchreise. Dass <\/span><span class=\"fontstyle2\">sie weiterziehen wollten, war bekannt, seit sie hier ankamen. Dass es ausgerechnet heute geschieht \u2013 ein Zufall.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Isan durfte hier nicht mehr Zeit verbringen, obwohl es liebend gern zugeh\u00f6rt h\u00e4tte, ob zwischen den Rittern noch etwas Wichtiges gesprochen w\u00fcrde. Sie verneigte sich erneut vor den Herren, nahm ihren nun leeren Korb und ging munter summend ihrer Wege. Sie hatte ihre Sache gut gemacht.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Am Grunde des Erbsenmuses lag ein kleines D\u00f6schen. Isan hatte es heimlich mit Siegellack dicht verschlossen, in der f\u00fcr Althopian bestimmten Schale versenkt und darauf vertraut, dass der wachhabende Ritter wohl kaum in dem Brei nach versteckten Botschaften fischen w\u00fcrde. So viel Grund zum Misstrauen gab es schlie\u00dflich auch wieder nicht. Nun blieb nur noch zu hoffen, dass Wa\u00fdreth Althopian nicht \u00fcber seinem Kummer seinen Appetit verloren hatte und die Kapsel auch finden w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Isan nahm sich vor, unbedingt sp\u00e4ter das Geschirr zur\u00fcckzuholen, sich davon zu \u00fcberzeugen und im Zweifel einen zweiten Versuch zu wagen.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Das Lehrm\u00e4dchen der <\/span><span class=\"fontstyle3\">doayra <\/span><span class=\"fontstyle2\">hatte, nachdem die Ritter \u00fcber Wa\u00fdreth Althopians weiteres Schicksal beraten hatten, mit Entsetzen festgestellt, dass die <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarlara<\/span><span class=\"fontstyle2\">\u00e9 von Iva\u00e1l sich zum Aufbruch r\u00fcsteten. Da ihr klar war, dass sie gegen die Reisepl\u00e4ne der Damen nichts ausrichten konnte, sah Isan ihre Hoffnungen auf das neue Leben, das sie f\u00fcr sich und Wa\u00fdreth Althopian geplant hatte, zusammenst\u00fcrzen. Doch da kam eine der Zofen der <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarlara <\/span><span class=\"fontstyle2\">auf sie zu und lie\u00df sie wissen, ihre Herrin w\u00fcnsche, aus der Apotheke der <\/span><span class=\"fontstyle3\">doayra <\/span><span class=\"fontstyle2\">f\u00fcr die Reise etwas Arznei gegen gewisse Leiden der Frauen <\/span><span class=\"fontstyle2\">zu erwerben. Sie warte im Garten hinter dem Haupthaus auf sie. Umgehend.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Das war ungew\u00f6hnlich, denn das M\u00e4dchen h\u00e4tte das Mittel gleich selbst aus Isans H\u00e4nden mitnehmen k\u00f6nnen, wenn sie nur einen Moment gewartet h\u00e4tte. Aber die Zofe bestand auf die pers\u00f6nliche Lieferung in den Garten. Isan versprach, alles zu besorgen und stand kurz darauf mit einem D\u00f6schen mit dem gew\u00fcnschten Kr\u00e4uterextrakt vor der <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarlara <\/span><span class=\"fontstyle2\">von Iva\u00e1l. Die Dame genoss in Gesellschaft ihrer Dienerinnen und j\u00fcngeren Schwester die letzte Zeit bis zum Aufbruch den Duft der pr\u00e4chtigen Rosen. Sie sa\u00df am selben Platz wie in der Nacht zuvor an Althopians Seite, wenn auch mit gr\u00f6\u00dferem Abstand zu den anderen Frauen als zuvor mit ihm. Isan hatte in der Nacht gesehen, wie ihre Schultern sich <\/span><span class=\"fontstyle3\">fast <\/span><span class=\"fontstyle2\">ber\u00fchrt h\u00e4tten.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Isan verneigte sich ehrf\u00fcrchtig und f\u00fchlte sich merkw\u00fcrdig angespannt dabei. Die <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarlara <\/span><span class=\"fontstyle2\">strahlte etwas aus, was das M\u00e4dchen nur sehr vage h\u00e4tte beschreiben k\u00f6nnen. Sie h\u00e4tte nicht gewagt, in ihrer Gegenwart so zu plappern, wie sie es sonst tat. Entsprechend sch\u00fcchtern \u00fcberreichte sie der Dame die verkorkte Schachtel. \u201eIhr seid mit der Anwendung vertraut? Eine Fingerspitze des Pulvers auf einen halben Becher Wein, und\u2026\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eIch wei\u00df\u201c, hatte die <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarlara <\/span><span class=\"fontstyle2\">sie unterbrochen. Dabei hatte sie die Dose achtlos an eines ihrer M\u00e4dchen weitergereicht, das sie umgehend \u00f6ffnete, den Inhalt in ein kristallenes Fl\u00e4schchen umf\u00fcllte und seiner Herrin den leeren Beh\u00e4lter zur\u00fcckgab.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eIch bedauere, was in dieser Nacht in diesen Mauern geschehen ist. Leider ist es uns nicht m\u00f6glich, den Ausgang der Geschichte abzuwarten. Im Gegenteil. Es eilt meine Mutter nun doch sehr mit unserem Aufbruch. Es ist zu schade, dass der hochedle <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarl<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Althopian uns nicht begleiten wird. Meine Mutter hatte tats\u00e4chlich vor, ihn darum zu bitten. Ein so artiger, gebildeter und den M\u00e4chten gef\u00e4lliger Mann h\u00e4tte sich ihres Wohlwollens r\u00fchmen k\u00f6nnen und w\u00e4re uns allen eine willkommene Reisebegleitung gewesen. Das ist unter diesen Umst\u00e4nden nun leider nicht mehr m\u00f6glich. Es w\u00fcrde unser beider Ehre in tr\u00fcbes Licht tauchen.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Isan schaute betr\u00fcbt zu Boden. Die <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarlara <\/span><span class=\"fontstyle2\">sprach mit warmer, ruhiger Stimme, ihre t\u00fcrkisblauen Augen waren voller Freundlichkeit. Was f\u00fcr ein sch\u00f6nes Paar w\u00e4ren sie und der Ritter gewesen! Woher sie wohl von dem Vorfall erfahren hatte? Ob der <\/span><span class=\"fontstyle3\">mynstir <\/span><span class=\"fontstyle2\">in aller Diskretion mit ihrer Mutter geredet hatte? Ob sie doch vorzeitig abreisten, bevor durch Unachtsamkeit ein Ger\u00fccht gestreut w\u00fcrde?<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eWir beide, M\u00e4dchen, du und ich, und auch gewisse t\u00f6richte <\/span><span class=\"fontstyle3\">f\u00e1njula<\/span><span class=\"fontstyle2\">\u00e9 in meinen Diensten wissen, dass der edle Herr unm\u00f6glich in diese ungl\u00fcckliche Angelegenheit verstrickt sein <\/span><span class=\"fontstyle3\">kann<\/span><span class=\"fontstyle2\">. Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass sich die Geschichte zum Guten aufl\u00f6sen wird und die Ehre des Herrn Wa\u00fdreth gel\u00e4utert wird. Mir w\u00e4re daran gelegen, wenn die M\u00e4chte es f\u00fcgen w\u00fcrden, dass er derweil dies hier erh\u00e4lt.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Sie lie\u00df sich von ihrer Schwester ein St\u00fcckchen hauchd\u00fcnnes Papier geben, von dem Isan sehen k\u00f6nnte, dass es mit winzigen Buchstaben beschrieben war. Die <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarlara <\/span><span class=\"fontstyle2\">faltete es zusammen und dr\u00fcckte es am Boden des Arzneitiegels fest. Dann zog sie sich einen ihrer vielen Ringe vom Finger, einen ganz schlichten ohne Stein, dessen Fehlen wohl nicht sofort auffallen w\u00fcrde, und legte ihn dazu.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Schlie\u00dflich lie\u00df sie sich von der ersten Dienerin eine kleine Schere reichen. Vor Isans Augen schnitt sie sich damit eine Str\u00e4hne aus ihrem dunkel gl\u00e4nzenden Haar. Diese umwand sie mit einem Silberf\u00e4dchen \u2013 Isan staunte, was die Zofen alles griffbereit bei sich<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">trugen \u2013 und formte einen zweiten Ring daraus. Auch der kam in das D\u00f6schen hinein. Dann presste die <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarlara <\/span><span class=\"fontstyle2\">den Deckel zu und reichte das K\u00e4stchen zur\u00fcck. Isan streckte vorsichtig die Hand danach aus.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eEr mag all dies an seinem Herzen tragen oder es fortwerfen\u201c, sagte die <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarlara <\/span><span class=\"fontstyle2\">sanft. \u201eDas muss er selbst mit sich vereinbaren. Wenn er mir aber den Ring zur\u00fcckbringt, bevor in Iva\u00e1l die Zeit des fruchtbaren Regens anbricht, werde ich meine Mutter bitten, ihn erneut anzuh\u00f6ren.\u201c Sie z\u00f6gerte und f\u00fcgte leise hinzu: \u201eL\u00e4nger kann ich andere Herren nicht vertr\u00f6sten. M\u00f6gen die M\u00e4chte geben, dass er uns einholt, bevor wir unser Ziel erreichen. Sie haben mich an diesem Ort diesem Herrn begegnen lassen. Wir sind <\/span><span class=\"fontstyle3\">f\u00fcreinander<\/span><span class=\"fontstyle2\">. Ich glaube, du verstehst das.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eWann ist das, Herrin? Das mit dem Regen?\u201c, fragte Isan scheu, die den Lehrern nicht immer aufmerksam zugeh\u00f6rt hatte.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eDann, wenn sein Land im Norden vom Schnee bedeckt wird\u201c, sagte die Dame milde und erhob sich. \u201eUnd wenn dich jemand fragt, M\u00e4dchen, was wir hier zu reden hatten \u2013 ich habe nur ein Mittel f\u00fcr unsere Reise gekauft. Das Zeug in For\u00e9tern taugt mir nichts. Gar nichts.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eIch verstehe, Herrin.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eIch danke dir. Und nun spute dich. Es ist nicht gut, wenn wir zu lange miteinander reden.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eHerrin, eine Frage nur: Warum zieht Ihr ausgerechnet mich ins Vertrauen?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Die <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarlara <\/span><span class=\"fontstyle2\">l\u00e4chelte. \u201eNun \u2026 weil ich wei\u00df, dass er auf dich z\u00e4hlen kann.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Sie war gegangen, ohne sich noch einmal umzudrehen, fort. Isan bemerkte vor Verbl\u00fcffung \u00fcber ihr Gebaren fast nicht, dass die zweite<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Zofe ihr eine gro\u00dfe Silberm\u00fcnze in die Hand dr\u00fcckte, weit mehr als das krampfl\u00f6sende Pulver wert gewesen war.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Geld war lange nicht so wertvoll wie das, was nun irgendwie seinen Weg zu Wa\u00fdreth Althopian finden musste. Aber das war ja nun wirklich keine Zauberei.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Unten in der Halle war die Stimmung ged\u00e4mpft. Nat\u00fcrlich war das Burgvolk von Valvivant in Sorge um den <\/span><span class=\"fontstyle3\">teirand, <\/span><span class=\"fontstyle2\">dessen Abwesenheit sich im Laufe des Tages nicht mehr hatte verheimlichen lassen. Allerdings ging man noch von einer pl\u00f6tzlichen Unp\u00e4sslichkeit aus. Isan hatte tapfer dem Impuls widerstanden, zu plaudern. Es hatte sie alle Willenskraft gekostet, auf die besorgten Nachfragen von allen m\u00f6glichen Leuten hin dabei zu bleiben.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Anklagend stand der Thron verwaist an der Stirnseite der Halle, an der Tafel sa\u00dfen heute nur die drei verbleibenden Ritter. Dass auch <\/span><span class=\"fontstyle3\">yarl <\/span><span class=\"fontstyle2\">Althopian fehlte, sorgte hier und dort f\u00fcr Getuschel. Erste zaghafte Ger\u00fcchte machten die Runde, fielen aber noch nicht auf fruchtbaren Boden.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Isan lie\u00df sich neben Verta nieder und f\u00fcllte sich ihre eigene Schale.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eDu siehst unangebracht zufrieden aus, Kind\u201c, sagte Verta, nachdem sie ihr eine Weile beim Essen zugeschaut hatte.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eIch glaube\u201c, antwortete Isan, \u201edass alles gut wird.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Verta nickte. \u201eDer Zustand des <\/span><span class=\"fontstyle3\">teirand <\/span><span class=\"fontstyle2\">hat sich gebessert, seit du dich sonst wo herumgetrieben hast. Ich denke, er ist au\u00dfer Lebensgefahr, aber nicht, dass er allzu bald wieder unter uns sein mag.\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Isan schaute zu ihrer Lehrmeisterin hin\u00fcber, den L\u00f6ffel <\/span><span class=\"fontstyle2\">nachdenklich im Mund.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eWoher hast du eigentlich gewusst, welche Arznei ihm helfen w\u00fcrde? Hast du geraten?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eJa\u201c, sagte Verta knapp.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">\u201eIch w\u00fcnschte, ich w\u00e4re einmal so klug und erfahren wie du.\u201c Isan a\u00df weiter. Ihre Gedanken kreisten um den Ritter und die Dame und sehr, sehr viel Leidenschaft.<\/span><\/p>\n<p><span class=\"fontstyle2\">Die alte Verta betrachtete das M\u00e4dchen liebevoll und zog sich ihrerseits in ihr Unbehagen zur\u00fcck.<\/span><\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/schattenherz-oder-die-ergaenzte-seele-band-1\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-4732","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-01_schattenherz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4732","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4732"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4732\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4733,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4732\/revisions\/4733"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4732"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4732"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4732"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}