{"id":4681,"date":"2026-02-12T00:15:21","date_gmt":"2026-02-11T23:15:21","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=4681"},"modified":"2026-02-12T00:15:21","modified_gmt":"2026-02-11T23:15:21","slug":"060-tischgespraeche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2026\/02\/12\/060-tischgespraeche\/","title":{"rendered":"060: Tischgespr\u00e4che"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SL_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1992\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p>Manj\u00e9v z\u00f6gerte es bis zum letztm\u00f6glichen Moment heraus. Sie hatte am Fenster gewartet, bis die Bankettg\u00e4ste sich vor der aufsteigenden K\u00e4lte in die Halle zur\u00fcckgezogen hatten. Ged\u00e4mpft h\u00f6rte sie das Gewirr ihrer Stimmen. Der Duft der Mahlzeit zog sacht zu ihr empor. Es war erst das kleine Festmahl, weniger zu ihren Ehren denn zur Begr\u00fc\u00dfung der vornehmen G\u00e4ste, bevor das Interesse sich dem Turnier zuwandte. Das K\u00fcchengesinde hatte viel Zeit und M\u00fche aufgebracht, um eine angemessene Speisenfolge vorzubereiten. Bescheiden genug war, um zum gro\u00dfen Fest gesteigert zu werden, ausreichend erlesen, um dem hohen Gast aus dem benachbarten <em>teirandon<\/em> zu gen\u00fcgen.<\/p>\n<p>Sie durfte es nicht ausreizen. Es w\u00e4re eine Undankbarkeit, die K\u00fcchenmeisterin und ihre Leute zu n\u00f6tigen, alles warm zu halten. Immerhin, man hatte noch nicht nach ihr geschickt.<\/p>\n<p>Die <em>teirandanja<\/em> warf einen bedauernden Blick auf Truda, die tief wie ein Stein schlief. Die wei\u00dfen Bl\u00fcten verstr\u00f6mten einen schweren Duft, herrlicher als jedes Duftwasser, das Manj\u00e9v jemals besessen hatte. So entspannt, so ruhig sah Truda aus.<\/p>\n<p>Aber nein. Tauschen wollte Manj\u00e9v nicht mit ihr. Mochten die M\u00e4chte geben, dass sie noch lange keinen Trost von magischen Blumen ben\u00f6tigte.<\/p>\n<p>Sie seufzte und wandte sich der T\u00fcr zu. In diesem Moment regte Truda sich im Schlaf, ein kleines Zucken ihres Fu\u00dfes nur. Eine der mondwei\u00dfen Bl\u00fcten l\u00f6ste sich und glitt zu Boden. Manj\u00e9v z\u00f6gerte. Dann nahm sie es f\u00fcr ein Zeichen, b\u00fcckte sich und hob die Blume auf. Vor dem Spiegel steckte die <em>teirandanja<\/em> die wei\u00dfe Bl\u00fcte in ihrem vom Edelstaub glitzernden Haar fest und \u00f6ffnete dann die T\u00fcr.<\/p>\n<p>J\u00f3ndere Mor\u00e9aval nahm Haltung an. Der Ritter hatte an der Wand gegen\u00fcber gelehnt und ganz offensichtlich auf sie gewartet. Er trug nun ein vornehmes, mit Bronzef\u00e4den besticktes Gewand und ein leichtes Eisenzeug, das sie noch nicht oft an ihm gesehen hatte. Wahrscheinlich hatte er es ihr zu Ehren anfertigen lassen, genau f\u00fcr h\u00f6fische Anl\u00e4sse wie diesen.<\/p>\n<p>\u201eSeid Ihr bereit, Majest\u00e4t?\u201c, fragte er aufmerksam.<\/p>\n<p>\u201eSteht Ihr schon lange hier?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch geleite Euch hin\u00fcber zu Euren G\u00e4sten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber warum habt Ihr Euch denn nicht bemerkbar gemacht?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch vermutete, Ihr br\u00e4uchtet Zeit, um Euch zu sammeln.\u201c Er verneigte sich. Manj\u00e9v entging nicht, dass er sie intensiver musterte als gewohnt.<\/p>\n<p>\u201eIch sehe albern aus, nicht wahr?\u201c, fragte sie.<\/p>\n<p>\u201eDas fragt Ihr Euren Dienstmann, Herrin?\u201c<\/p>\n<p>\u201eW\u00fcrdet Ihr mir im Ernst antworten?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIhr seid anmutig und liebreizend wie Patagh\u00edus Glanz auf dem Morgentau.\u201c Er l\u00e4chelte. \u201eUnd Euer Gewand ist wundersch\u00f6n.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDanke. Eure <em>h\u00fdardora<\/em> hat mit meiner Mutter den Stoff ausgesucht.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df.\u201c Er bot ihr seine gepanzerte Hand dar. \u201eDarf ich euch f\u00fchren?\u201c<\/p>\n<p>Sie legte ihre Finger auf die seinen. Jetzt wurde es ernst. Nun war sie Manj\u00e9v von Wijdlant, die <em>teirandanja<\/em>. Alle Augen w\u00fcrden auf sie gerichtet sein. Es durfte ihr kein Fehler unterlaufen.<\/p>\n<p>\u201eIst das eine von T\u00edjnjes Blumen?\u201c, fragte er, w\u00e4hrend sie die Treppe hinabstiegen.<\/p>\n<p>Nun, wenn er h\u00f6flich plaudern wollte, war das keine schlechte Bemerkung. \u201eIst es unpassend neben dem Geglitzer?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIm Gegenteil. Diese Blumen bringen Gl\u00fcck, Majest\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>Sie stiegen die Stufe zum Erdgeschoss hinab. Die Burg war fast menschenleer. Manj\u00e9v wusste, dass fast alles Gesinde beim Bankett besch\u00e4ftigt war.<\/p>\n<p>Unten bei der T\u00fcr aber redete noch jemand.<\/p>\n<p>\u201eIch glaube dem Schwindler kein Wort.\u201c<\/p>\n<p>\u201eObwohl der junge Pferdedieb entwichen ist?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas war meine Schuld. Die <em>doyara<\/em> hat ganz recht. Ich hab ihn ja selbst unbewacht zur\u00fcckgelassen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEr kann nicht weit gekommen sein. Wenn wir Waffenknechte ausschicken, dann\u2026\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein. Lassen wir ihn laufen, Daap.\u201c Andri\u00e9r Altabete klang m\u00fcde und sah auch so aus. Manj\u00e9v wusste genau, worum es gerade ging und bem\u00fchte sich um eine \u00fcberraschte Miene. Als die beiden Ritter sie bemerkten, unterbrachen sie ihr Gespr\u00e4ch und verneigten sich. Sie waren \u00e4hnlich pr\u00e4chtig gekleidet wie Mor\u00e9aval. Grootplen hatte sogar seine Amtskette poliert. Die Flammen einer der Feuerschalen bei der T\u00fcr spiegelten sich auf dem Gold.<\/p>\n<p>\u201eWas f\u00fcr ein Pferdedieb?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNichts, was ich nun in raschen Worten erkl\u00e4ren k\u00f6nnte, Majest\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber Ihr wollt ihn laufen lassen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNun, es scheint, dass das fragliche Pferd auch in Freiheit ist. M\u00f6gen die M\u00e4chte es zum Turnierlager f\u00fchren, denn dort ist es nicht.\u201c Daap Grootplen l\u00e4chelte gutm\u00fctig.<\/p>\n<p>\u201eDas hei\u00dft, niemand hat das Diebesgut. Der junge Dummling hat sich nicht mit der unrechten Beute belastet. Vielleicht lernt er daraus, dass die M\u00e4chte Habgier nicht belohnen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd wenn er sich das n\u00e4chste St\u00fcck raubt? Es sind viele reiche Leute hier\u201c, fragte Manj\u00e9v, nur um sich nicht den Anschein zu geben, wie erleichtert sie \u00fcber Advons Entkommen war.<\/p>\n<p>\u201eWir haben nicht die M\u00e4nner \u00fcbrig, die sich jetzt auf die Jagd machen k\u00f6nnten\u201c, erkl\u00e4rte <em>yarl<\/em> Grootplen.<\/p>\n<p>\u201eDie Angelegenheit ist nicht wichtig genug. Au\u00dferdem bin ich ziemlich sicher, dass der tumbe Tropf selbst betrogen wurde. Unsere Waffenknechte werden hier gebraucht.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWozu?\u201c<\/p>\n<p>Altabete antwortete nachsichtig: \u201eWer sonst sollte bei so vielen edlen G\u00e4sten hier f\u00fcr Sicherheit sorgen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWer\u201c, hielt Manj\u00e9v dagegen, \u201esollte etwas \u00dcbles planen?\u201c<\/p>\n<p>Die drei Ritter schauten sie einen Moment lang \u00fcberrascht an. Manj\u00e9v seufzte innerlich. Sie wollte nicht f\u00fcr naiv gehalten werden. Aber wie sonst sollte sie herausfinden, was hier gespielt wurde?<\/p>\n<p>\u201eKommt, edle Herren\u201c, sagte sie w\u00fcrdevoll. \u201eUnd denkt daran: Kein Wort \u00fcber das Schicksal von <em>yarl<\/em> Emberbey, m\u00f6ge er hinter den Tr\u00e4umen Frieden finden.\u201c<\/p>\n<p>So. Damit hatte sie die F\u00fchrung \u00fcber die drei M\u00e4nner \u00fcbernommen. Ein wenig war sie \u00fcber sich selbst \u00fcberrascht. Sie war es gewohnt, in diesem Ton mit L\u00e1as, J\u00e1ndris und Merrit zu reden, nicht mit den gestandenen Rittern.<\/p>\n<p>Die Herren eskortierten sie \u00fcber den Hof, wo sich nur ein paar versprengte Leute aufhielten, darunter Knechte, die Benjus von Valvivant begleitet hatten. Sie k\u00fcmmerten sich um die Pferde, die noch aufgestallt werden mussten. Es war kein junger Mann dabei, der m\u00f6glicherweise Trudas Interesse erregt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Sie nahmen eine kleine Seitent\u00fcr, die zur Kopfseite der Halle f\u00fchrte. Von dort gelangten sie unmittelbar zu der Estrade, wo die Tafel der <em>teiranday<\/em> quer zu den Tafeln und B\u00e4nken in der Halle aufgestellt war. Als Manj\u00e9v in Begleitung der Ritter eintrat, verstummten alle Gespr\u00e4che im Saal. Gut zehn Dutzend vornehmer Personen erhoben sich von ihren Pl\u00e4tzen. Auch K\u00edan\u00e1 von Wijdlant und Asga\u00fd von Spagor standen vom Tisch auf. Offenbar war man \u00fcber die Abwesenheit der <em>teirandanja<\/em> bereits beunruhigt gewesen. Die <em>teiranda<\/em> warf ihrer Tochter einen mahnenden Blick zu. Der Vater wirkte erleichtert.<\/p>\n<p>Nur eine Person war sitzen geblieben. Benjus von Valvivant schaute mit alterstr\u00fcben Augen zu ihr hin\u00fcber, l\u00e4chelte mit wenigen Z\u00e4hnen und sah unglaublich alt aus. Manj\u00e9v lie\u00df sich von Mor\u00e9aval ihren Stuhl zurechtr\u00fccken, gr\u00fc\u00dfte die G\u00e4ste und forderte sie still auf, wieder Platz zu nehmen. Kaum sa\u00df auch der Letzte, str\u00f6mten die Tischdiener herbei und begannen, Wein auszuschenken. In k\u00fcrzester Zeit war der Saal wieder erf\u00fcllt von Gemurmel und Gel\u00e4chter, an- und abschwellend und einf\u00f6rmig wie das Summen eines Bienenschwarms.<\/p>\n<p>Irgendwie hatte man es fertig gebracht, zwei weitere Tischreihen in die Halle zu platzieren. Die edlen Damen und Herren und all die wichtigen Menschen sa\u00dfen dicht gedr\u00e4ngt. Das Kaminfeuer, Kerzen und Lampen auf den Deckenleuchtern schafften so viel Licht, dass die Tafeln gut erhellt waren.<\/p>\n<p><em>Du meine G\u00fcte, <\/em>dachte Manj\u00e9v \u00fcberrascht. <em>Wo haben wir das viele Geschirr her?<\/em><\/p>\n<p>Dann wandte sie sich den Personen zu, die links, rechts und ihr gegen\u00fcber an der Ehrentafel sa\u00dfen. Es waren drei junge M\u00e4dchen, ungef\u00e4hr in ihrem Alter, eine davon etwas j\u00fcnger. Manj\u00e9v kannte keine von ihnen beim Namen, aber wahrscheinlich geh\u00f6rten sie zum Gefolge aus Valvivant.<\/p>\n<p>\u201eEs ist eine Ehre\u201c, sagte die, die an Manj\u00e9vs linker Seite sa\u00df, auf Trudas Platz. \u201eWas f\u00fcr eine Auszeichnung, an Eurem Tisch speisen zu d\u00fcrfen.\u201c<\/p>\n<p>\u201e<em>Ich<\/em> bin geehrt, dass Ihr mir heute Gesellschaft leistet\u201c, sagte Manj\u00e9v f\u00f6rmlich. <em>Wer ist das?,<\/em> dachte sie zugleich. Die M\u00e4dchen kamen ihr bekannt vor, sicherlich war sie ihnen bereits begegnet, mindestens beim letzten gro\u00dfen Turnier in Valvivant. Das, bei dem sie sich von Truda zu dem l\u00e4cherlichen Spiel hatte hinrei\u00dfen lassen, \u00fcber den beliebtesten jungen Ritter abstimmen zu lassen. Wie <em>kindisch<\/em> war das gewesen.<\/p>\n<p>\u201eIhr seht bezaubernd aus\u201c, sagte das M\u00e4dchen gegen\u00fcber. \u201eWas f\u00fcr ein sch\u00f6nes Kleid Ihr tragt. Schlicht und doch geschmackvoll.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDanke.\u201c Musste sie auf so etwas mit einem Gegenkompliment antworten? \u201eEs ist bescheiden gegen das auserlesene St\u00fcck, das Ihr tragt.\u201c<\/p>\n<p>Die junge Edeldame l\u00e4chelte, nicht verlegen, nicht geschmeichelt. Sie sah aus, als h\u00e4tte sie eine andere Bemerkung nicht akzeptiert. Ihr Gewand gl\u00e4nzte seidig, war mit zahllosen Stichen aus Goldgarn verziert und auf Figur geschnitten.<\/p>\n<p>Ein Tischdiener kam heran, einen gro\u00dfen Krug in der Hand. Er schenkte den Damen von dunkelblauem Wein ein.\u00a0 Die <em>yarlaranda<\/em> rechts von Manj\u00e9v hob ihren Kelch. \u201eAuf das Wohl unserer hochedlen Gastgeberin\u201c, sagte aufgeregt. Manj\u00e9v ging dar\u00fcber hinweg, denn selbst ohne einen Ratgeber an ihrer Seite wusste sie, dass sie die Erste zu sein hatte, die den Wein kostete und den Becher hob.<\/p>\n<p>\u201eM\u00f6get Ihr alle eine gute Zeit in Wijdlant verbringen\u201c, sagte sie. \u201eM\u00f6get ihr beim Fest trefflich unterhalten werden, Euer Gl\u00fcck finden und als gute Freundinnen viele Male zur\u00fcckkehren.\u201c<\/p>\n<p>\u201eM\u00f6ge all das den M\u00e4chten gef\u00e4llig sein\u201c, sagte das dritte M\u00e4dchen. Ihr Gewand war streng, fast schmucklos. Umso besser kam ihr Geschmeide auf dem dunklen Stoff zur Geltung. Er prangte in ihrem Halsausschnitt wie auf einem Pr\u00e4sentierkissen aus Samt.<\/p>\n<p><em>Bei den M\u00e4chten,<\/em> dachte Manj\u00e9v. <em>Wie finde ich heraus, wer sie sind, ohne zu fragen? Warum hat man uns einander nicht vorgestellt?<\/em><\/p>\n<p>\u201eIch bin hocherfreut, dass ausgerechnet Euer <em>vaspos\u00e1r<\/em> uns wieder zusammenf\u00fchrt\u201c, sagte die Erste. \u201eIch habe so oft an die kurzweiligen Stunden zur\u00fcckgedacht, seit Ihr uns in Valvivant beehrt habt mit Euren jungen Herren.\u201c<\/p>\n<p>\u201eTats\u00e4chlich?\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs war unvergesslich!\u201c, stimmte die zweite eilig zu, die so voreilig den Trinkspruch ausgebracht hatte. \u201eWir hatten so viel Vergn\u00fcglichkeit miteinander.\u201c<\/p>\n<p>Manj\u00e9v tat, als erinnere sie sich. Nebenan am Tisch waren Vater und Mutter in lebhaftem Gespr\u00e4ch mit dem alten <em>teirand<\/em> und edlen <em>yarlay<\/em> aus anderen <em>teirandon<\/em>. Und das waren nur die V\u00e4ter, M\u00e4nner, die beim Turnier der jungen Leute nicht mittaten. Was geredet wurde, war nicht zu verstehen. Zu laut war ringsum das Geplauder aus mehr als hundert M\u00fcndern.<\/p>\n<p>Manj\u00e9v hielt Hilfe suchend Ausschau nach Mor\u00e9aval. Aber auch die drei Herren sa\u00dfen nun unten im Saal bei den G\u00e4sten. Ihre Pl\u00e4tze am Tisch der <em>teiranday<\/em> hatten sie den G\u00e4sten aus Valvivant \u00fcberlassen. Tijnjes Mutter sa\u00df zwischen ihrem h\u00fdardor und ihrem Vater, zusammen mit einem Paar mit sehr bunten und gl\u00e4nzenden Gew\u00e4ndern, vielleicht aus For\u00e9tern. Oder doch aus Aur\u00f3p\u00e9a? Jedenfalls wurde angeregt geplaudert. Die Herren lie\u00dfen sich nicht anmerken, welche Unruhe der Mord an Alsg\u00f6r Emberbey und der r\u00e4tselhafte Pferdediebstahl ihnen bereitete.<\/p>\n<p>\u201eEs ehrt uns, dass wir heute den Platz Eurer Hofdamen einnehmen und Eure Tischgesellinnen sein d\u00fcrfen. Darf man wissen, wo die beiden sind?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie <em>yarlaranda<\/em> von Mor\u00e9aval begleitet ihrer Gro\u00dfmutter auf der Reise hierher. Und die <em>yarlaranda<\/em> von Emberbey ist \u2026 unp\u00e4sslich.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWie bedauerlich. Ich hoffe, ihr geht es bald wieder besser.\u201c<\/p>\n<p>Das war h\u00f6flich gesprochen, aber sicher nicht so ganz herzlich gemeint, das sp\u00fcrte Manj\u00e9v. Aber wer konnte es den M\u00e4dchen ver\u00fcbeln? Nur auf diese Weise hatten sie es an den hohen Tisch geschafft.<\/p>\n<p>\u201eUnd wo sind Eure Ritter\u201c, fragte die mit dem Geschmeide begierig. \u201eSind sie im Turnierlager?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein. Die jungen Herren sind derzeit nicht in Wijdlant. Morgen oder sp\u00e4testens \u00fcbermorgen treffen sie sicher wieder ein.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWie ungew\u00f6hnlich. Was h\u00e4lt die Herren gerade jetzt fern?\u201c<\/p>\n<p>\u201eSie \u2026 sind in meinem Auftrag unterwegs. Eine wichtige Sache, die vor dem Turnier zu erledigen war.\u201c<\/p>\n<p>Nun schauten alle drei fast ein wenig entt\u00e4uscht drein. Die Vorspeise wurde aufgetragen und brachte einen kostbaren Moment der Ablenkung an den Tisch.<\/p>\n<p>War die mit dem prunkvollen Kleid die <em>yarlaranda<\/em> von Vale\u00eds\u00e9? Wie war doch noch gleich der Name? Und die Durstige \u2026 geh\u00f6rte die \u00fcberhaupt nach Valvivant, oder war bei diesem furchtbaren Turnier selbst G\u00e4stin gewesen?<\/p>\n<p><em>Osse<\/em>, dachte Manj\u00e9v hilflos. <em>Ohne Osse werde ich das nie w\u00fcrdevoll durchstehen! <\/em>Und warum war T\u00edjnje nicht hier? T\u00edjnje h\u00e4tte schnell herausgefunden, wer hier mit ihr am Tisch stand. Oder J\u00e1ndris. J\u00e1ndris h\u00e4tte mit ein paar charmanten Bemerkungen l\u00e4ngst nicht nur die Namen herausgefunden, vermutlich zu T\u00edjnjes leiser Missgunst. Ob Merrit die <em>yarlaranda\u00e9<\/em> im Ged\u00e4chtnis hatte?<\/p>\n<p>Nein. Merrit h\u00e4tte sich f\u00fcr die Namen fremder Damen nicht interessiert. Zumindest nicht so sehr, dass er sie auswendig gelernt h\u00e4tte. Er h\u00e4tte f\u00fcr niemand anderen Augen gehabt als f\u00fcr sie.<\/p>\n<p>Manj\u00e9v a\u00df von ihrer Pastete, nahm winzige Bissen und kaute sehr langsam, um schweigen zu k\u00f6nnen. Die anderen M\u00e4dchen taten es ihr nach, hatten ihre Sch\u00fcsselchen aber viel schneller leer.<\/p>\n<p>\u201eWollen wir wieder den Turnierfavoriten k\u00fcren?\u201c, fragte die Vorlaute. \u201eDenkt nur, all die Wettk\u00e4mpfer aus dem ganzen Weltenspiel! Wie aufregend wird das werden!\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch werde meinen <em>mynstir<\/em> damit beauftragen, eine Liste anzulegen\u201c, schob Manj\u00e9v die Idee von sich weg, noch bevor sie begriff, was sie da sagte. Was tat sie da? Sie konnte doch unm\u00f6glich Osse mit einer solchen <em>Narretei<\/em> empfangen, wo es so viel Ernstes, Schweres gab, wovon niemand erfahren durfte.<\/p>\n<p>\u201eWas glaubt ihr, Majest\u00e4t, werden sich K\u00e4mpfer im Turnier beweisen, die den jungen Herrn aus Valvivant und Wijdlant das Wasser reichen k\u00f6nnen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eHabt Ihr schon einige der entfernteren Herren gesehen?\u201c, schloss sich die mit dem Geschmeide an.<\/p>\n<p>\u201eDen einen oder anderen.\u201c Manj\u00e9v schob ihren leeren Napf beiseite. An dem Tisch unten zu F\u00fc\u00dfen der Estrade, wo an \u00fcblichen Tagen L\u00e1as, J\u00e1ndris und Merrit speisten, sa\u00dfen nun ganz unbekannte Leute. Sie glaubte, sich zu entsinnen, dass einer der M\u00e4nner ihr erst gestern oder am Tag zuvor seinen Sohn vorgestellt hatte. Richtig! Yarl Ghelazia war das, der mit dem sch\u00fcchternen Junker, der kaum ein Wort herausgebracht hatte. Wenigstens das kam ihr wieder in den Sinn!<\/p>\n<p>\u201eMein Vater sagt, der <em>yarl<\/em> aus Ycelia sei ein gef\u00e4hrlicher Gegner, vor dem die Wijdlant-Ritter sich wohl in Acht nehmen m\u00fcssten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas? Ycelia? Der mit dem Pelzumhang und der glitzernden R\u00fcstung?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, eben der.\u201c Die mit dem sch\u00f6nen Kleid l\u00e4chelte, stolz auf das, was sie wusste. \u201eLasst Euch nicht t\u00e4uschen von seinem geckenhaften \u00c4u\u00dferen. Unter dem Glitzern soll sich ein gnadenloser Krieger verbergen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDu liebe G\u00fcte!\u201c Die Vorlaute machte gro\u00dfe Augen. \u201eHoffentlich macht der den \u2026 die anderen jungen M\u00e4nner nicht hin!\u201c<\/p>\n<p>\u201eWelchen Namen habt Ihr da gerade noch rechtzeitig verschluckt?\u201c, fragte die mit dem Geschmeide interessiert. War das vielleicht doch jemand aus der weitl\u00e4ufigen Familie derer von Lebr\u00e9oka? Manj\u00e9v kam nicht dahinter. Eine Magd in ihrem wohl besten Kittel f\u00fcllte ihr eine schwere gew\u00fcrzte Br\u00fche in ihr Sch\u00e4lchen. Bildete sie sich das ein, oder warf die Frau ihr, der <em>teirandanja<\/em>, einen beinahe mitleidigen Blick zu?<\/p>\n<p>\u201eKeinen!\u201c, behauptete die Vorlaute und w\u00fcrde im Gesicht r\u00f6ter als der Wein, den ihr ein Mundschenk nachf\u00fcllte. \u201eIch meine ja nur \u2026 es w\u00e4re doch wirklich schade, wenn die jungen Herren so schnell aus dem Spiel w\u00e4ren.\u201c Sie kicherte etwas zu laut und nahm einen hastigen Schluck.<\/p>\n<p>Manj\u00e9v schaute Hilfe suchend nach den Eltern. Aber die hatten nur Augen f\u00fcr den alten <em>teirand<\/em>.<\/p>\n<p>\u201eKeiner wird einen anderen aus dem Turnier schlagen\u201c, sagte sie abwesend. \u201eZumindest nicht am ersten Tag. Ihr sollt Euer Vergn\u00fcgen wohl bekommen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas gibt es am ersten Tag?\u201c, wollte die mit dem Kleid wissen. War das sicher jemand aus Valvivant? Schlie\u00dflich waren noch genug andere hochedle G\u00e4ste von beiden Seiten des Montaz\u00edel zugegen.<\/p>\n<p>\u201eDas \u00fcbliche\u201c, sagte Manj\u00e9v und begann, sittsam die Suppe zu l\u00f6ffeln. \u201eDie Spielereien. Ihr wisst schon, im Ritt das Schwert vom Boden aufheben, Helme von Pfosten schlagen, Ringestechen und so.\u201c<\/p>\n<p>Die Vorlaute lachte kurz und etwas zu laut auf. Die anderen schauten sie verwirrt an. Das M\u00e4dchen biss sich auf die Lippen und entdeckte die Suppe, die schlagartig viel interessanter wurde. Dann schien auch die mit dem Geschmeide den Witz zu begreifen. Schamvolle R\u00f6te flutete auf ihre Wangen. Rasch wandte sie sich der Suppe zu.<\/p>\n<p>\u201e\u00dcbrigens\u201c, sagte jene mit dem Kleid, die wissend l\u00e4chelte. \u201eStimmt es, was man \u00fcberall zu h\u00f6ren bekommt?\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas h\u00f6rt man denn?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNun, dass Ihr Eure Wahl wohl schon getroffen habt, l\u00e4ngst schon.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df nicht, wovon Ihr sprecht.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIhr m\u00fcsst Euch doch nicht zieren. Es gibt wohl keinen der jungen Herren, der ernsthaft glaubt, Euren Favoriten \u00fcbertrumpfen zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas f\u00fcr ein Favorit?\u201c<\/p>\n<p>Die mit dem Geschmeide legte den L\u00f6ffel beiseite. \u201eNun, es ist doch kein Geheimnis. Ihr m\u00fcsst die gl\u00fccklichste aller <em>fanjula\u00e9<\/em> sein, einen so grandiosen und artigen Galan zu haben.\u201c<\/p>\n<p>Nun, immerhin hatte sie es vermieden, ihn als <em>h\u00fdardor<\/em> zu bezeichnen. Manj\u00e9v schn\u00fcrte es die Kehle zu.<\/p>\n<p>\u201eIch habe noch keine Wahl getroffen\u201c, behauptete sie.<\/p>\n<p>\u201eNicht? Ihr scherzt!\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein. Wie k\u00f6nnte ich eine Entscheidung treffen, ohne zuerst die Auswahl gesehen zu haben?\u201c<\/p>\n<p>\u201eOh\u201c, machte die mit dem Geschmeide anerkennend. \u201eIch habt recht. Wer kann sagen, welche Sch\u00e4tze sich anderswo verbergen!\u201c<\/p>\n<p>Die Vorlaute blickte auf. \u201eIst das wahr?\u201c, fragte sie, so als k\u00f6nne sie nicht glauben, was sie h\u00f6rte. Was zu gut klang, um wahr zu sein. \u201eEs ist noch nichts entschieden?\u201c<\/p>\n<p>\u201eMit Verlaub, Majest\u00e4t\u201c, sagte die mit dem Kleid, fast ein wenig emp\u00f6rt. \u201eWas k\u00f6nntet Ihr f\u00fcr eine bessere Wahl treffen als Herrn Merrit?\u201c<\/p>\n<p>\u201eWer wei\u00df\u201c, sagte Manj\u00e9v und verpackte ihren \u00c4rger in lieblichen Plauderton. \u201eVielleicht stellt sich heraus, dass mir <em>yarl<\/em> Ycelia viel mehr zusagt? Es k\u00f6nnte doch recht unterhaltsam sein,.\u201c<\/p>\n<p>Nun waren die drei gleichsam entweder emp\u00f6rt oder entz\u00fcckt. Manj\u00e9v genoss die Verbl\u00fcffung und den Rest der Suppe.<\/p>\n<p>\u201eIch jedenfalls\u201c, sagte die mit dem Kleid schlie\u00dflich, \u201eich w\u00fcrde Herrn Merrit wohl nicht abweisen wenn \u2026 wenn es sich erg\u00e4be.\u201c<\/p>\n<p>Interessant, dachte Manj\u00e9v d\u00fcster.<\/p>\n<p>\u201eIch auch nicht\u201c, beeilte die Vorlaute sich. \u201eSeit ich ihn beim Fest unseres <em>teirand<\/em> gesehen habe \u2026 es geht mir kaum aus dem Kopf.\u201c<\/p>\n<p>\u201eSo. Wie wunderlich. Ist er denn wirklich so eindrucksvoll?\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber Majest\u00e4t. Ihr m\u00fcsst doch selbst zugehen, dass er \u2026 ausgesprochen gef\u00e4llig ist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eSo schmuck und stark und elegant\u201c, meinte die mit dem Geschmeide vertr\u00e4umt. \u201eSo galant und artig.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd wie geschickt er die Lanze f\u00fchrt\u201c, schw\u00e4rmte die Vorlaute mit rosenroten Wangen.<\/p>\n<p>\u201eUnd diese Augen\u201c, f\u00fcgte die mit dem Kleid hinzu. \u201eDieses feine Gesicht, das L\u00e4cheln und diese geheimnisvollen blauen Augen \u2026\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch mag seine Haare\u201c, sagte Manj\u00e9v gleichm\u00fctig. \u201eIch hatte einmal ein Pferd, das sah \u00e4hnlich aus.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWie ein Feuerblut aus For\u00e9tern\u201c, hauchte die Vorlaute. Manj\u00e9v konnte es trotz der Ger\u00e4uschkulisse h\u00f6ren. Nun schauten alle drei versonnen ins Leere. Derweil wurde der n\u00e4chste Gang aufgetragen.<\/p>\n<p>Nein, dachte Manj\u00e9v besch\u00e4mt. Das war nicht nett von ihr gewesen. Und nicht auszudenken, wenn die M\u00e4dchen herumerz\u00e4hlen w\u00fcrden, dass sie den vortrefflichsten ihrer Ritter mit einem Pferd verglichen hatte.<\/p>\n<p>Merrit w\u00fcrde vor Scham vergehen, wenn er davon erfuhr.<\/p>\n<p>Vor Scham \u2026<\/p>\n<p>Etwa Unfertiges, Fl\u00fcchtiges setzte sich in ihrem Geist fest, Manj\u00e9v dachte nach und schwieg wohl zu lange. Die drei M\u00e4dchen nahmen zaghaft das Gespr\u00e4ch wieder auf. Es schien nun um Turnierpferde zu gehen, aber vermutlich redeten sie \u00fcber etwas ganz anderes.<\/p>\n<p>Bei den M\u00e4chten, und sie waren noch nicht einmal beim Hauptgang angekommen!<\/p>\n<p>Einfach aufstehen konnte sie in dem Gedr\u00e4nge nicht. Der Saal war so voll, und sie f\u00fchlte sich doch ganz allein, inmitten des Geplauders, Gel\u00e4chters und all der guten Speisen. Sp\u00e4ter w\u00fcrde es Musik geben, und vielleicht auch Geschichten.<\/p>\n<p>Was die anderen, die, die sonst an ihrer Seite waren, wohl gerade jetzt erlebten?<\/p>\n<p>\u201e\u00dcbrigens\u201c, drang die Stimme der mit dem Kleid zu ihr durch. \u201eMan hat es vers\u00e4umt, uns einander vorzustellen. Ich bin \u00d3lef\u00e1 Tjiergroen. Mein Bruder Tessor\u00fa tritt beim Turnier an. Sobald unser <em>teirand<\/em> hinter die Tr\u00e4ume geht, werde ich die <em>teirandanja<\/em> von Valvivant sein.\u201c<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/scherbenlied-oder-die-suche-nach-dem-boesen-band-3\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-4681","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-03_scherbenlied"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4681","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4681"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4681\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4688,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4681\/revisions\/4688"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4681"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4681"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4681"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}