{"id":4680,"date":"2026-02-12T00:13:24","date_gmt":"2026-02-11T23:13:24","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=4680"},"modified":"2026-02-12T00:13:24","modified_gmt":"2026-02-11T23:13:24","slug":"059-das-zarte-fleisch-der-krebse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2026\/02\/12\/059-das-zarte-fleisch-der-krebse\/","title":{"rendered":"059: Das zarte Fleisch der Krebse"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SL_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1992\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p>Patagh\u00edus Glanz war g\u00e4nzlich verloschen. Daf\u00fcr schimmerten und funkelte Nokt\u00e1mas Schleier umso pr\u00e4chtiger am tiefblauen Himmel. Ihr Juwel erhellte die Wiese, auf der sie rasteten.<\/p>\n<p>Merrit hatte den Platz gut gew\u00e4hlt, gerade noch rechtzeitig, bevor das letzte Tageslicht schwand. Ein weitl\u00e4ufiges, von Gras und struppigen, abgebl\u00fchten Stauden bedecktes Gel\u00e4nde war es, in Sommerzeiten sicherlich eine fette Weide f\u00fcr Schafe. Der Boden war nun fest, anders als bei den \u00c4ckern, die sie zuletzt \u00fcberquert hatten. Mehrere kleine Baumgr\u00fcppchen reckten hier und da \u00c4ste in die H\u00f6he, von denen bei jedem Windsto\u00df Laub herab segelte. Einen hatten sie gefunden, der starke Wurzeln oberhalb der Erde ausstreckte. Das war als Sitzbank leidlich bequem, besser jedenfalls als der feuchte Erdboden. In ihren Laternen war noch etwas \u00d6l von der vorangegangenen Nacht. Osse hatte alles zusammen gesch\u00fcttet. So hatten sie ein wenig Licht, w\u00e4hrend sie sich f\u00fcr die Nacht einrichteten. Nun beobachtete der junge Mann unverwandt, wie Merrit sich um die Pferde und das Maultier k\u00fcmmerte. Letzteres und das Pferd des sonderbaren Fremden t\u00fcderte er mit gro\u00dfer Sorgfalt. Seinen eigenen Hengst jedoch lie\u00df er frei laufen.<\/p>\n<p>\u201eHast du nicht Angst, dass er dir entwischt?\u201c, fragte Osse, w\u00e4hrend das Streitross sich zielstrebig auf die Suche nach gutem Gras machte.<\/p>\n<p>\u201eDas tut er nicht. Er wei\u00df, dass er in meiner N\u00e4he bleiben muss.\u201c Er lachte. \u201eStell dir nur vor, ich st\u00fcrzte im Kampf aus dem Sattel und er suchte das Weite. Die Treue lernen sie schon als Fohlen.\u201c<\/p>\n<p>Osse streckte die Beine aus und lehnte sich an den rauen Baumstamm. \u201eWie weit ist es noch?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDen Landmarken nach d\u00fcrften bereits in Wijdlant sein. Aber es w\u00e4re unklug, im Dunklen weiterzureiten, abseits des Weges. So gut kenne ich mich nicht aus, als dass ich wie ein <em>keptyen<\/em> den Weg an den Sternen ablesen k\u00f6nnte. Im Augenblick folge ich nur dem toten Fluss.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDem was?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDem Flussbett, das hier mal gewesen ist, bis im Montaz\u00edel etwas zusammengest\u00fcrzt ist und das Wasser umgelenkt haben mag. Aber jetzt ist es zu dunkel.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch habe nichts einzuwenden gegen eine Pause.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDann ist es ja gut. Auch f\u00fcr die Tiere. Das Gras wird sch\u00f6n feucht \u00fcber Nacht. Sie k\u00f6nnen grasen und zugleich ihren Durst l\u00f6schen.\u201c Merrit machte sich an seinem Gep\u00e4ck zu schaffen und f\u00f6rderte einen flachen Metallteller hervor. Aus einem Beutel sch\u00fcttete er etwas Kohlestein darauf. \u201eEs &#8230; tut mir leid, dass ich das Bier versch\u00fcttet habe.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs wird wohl eine Nacht lang auch mit Wasser gehen.\u201c Davon hatten sie noch genug in ihren Kalebassen.<\/p>\n<p>\u201eMorgen Mittag bekommst du wieder etwas Angemessenes zu trinken.\u201c Merrit schaute pr\u00fcfend zur Baumkrone hinauf, stellte sich dann auf eine der Wurzeln und zog sich an einem niedrigen Seitentrieb hoch. Beh\u00e4nde kletterte er in die H\u00f6he, griff dann nach einem kahlen Ast und lie\u00df sich fallen. Das morsche Holz gab nach und brach ab. Merrit landete sicher auf seinen F\u00fc\u00dfen, als sei er eine Katze.<\/p>\n<p>\u201eHier\u201c, sagte er und reichte Osse das m\u00fcrbe Holz an. \u201eAls ob Patagh\u00edu vorherbestimmt hat, dass wir hier vorbei kommen.\u201c<\/p>\n<p>Osse begann, den Ast in kleinere St\u00fccke zu brechen und um den Feuerteller herum aufzuschichten.<\/p>\n<p>\u201eWie genau ist eigentlich der Plan f\u00fcr das <em>vaspos\u00e1r<\/em>? Viel Zeit zum Ausruhen bleibt uns wahrscheinlich nicht, nehme ich an?\u201c<\/p>\n<p>\u201eOffiziell beginnt es erst, wenn wir alle wieder in Wijdlant sind. L\u00e1as, J\u00e1ndris und ich werden feierlich unseren Treueschwur gegen\u00fcber Manj\u00e9v leisten. Diesmal so richtig, mit allem Gepr\u00e4nge und Formalit\u00e4ten. Diesmal mit besonderem Brot, habe ich mir sagen lassen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas w\u00e4re das dritte Mal, wenn ich richtig mitgez\u00e4hlt habe. Es ist lange her. Aber wahrscheinlich hat es ohnehin nur mit Prunk und den richtigen Zeremonien Bestand vor den anderen <em>yarlay<\/em>.\u201c Osse l\u00e4chelte nachdenklich. \u201eAls ob es uns nicht schon damals so ernst gewesen w\u00e4re.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAnschlie\u00dfend \u00fcbergeben wir Manj\u00e9v unsere Geschenke.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDu willst mir wirklich nicht sagen, was du f\u00fcr sie beschafft hast?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein. Nicht jetzt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber die Neugierde plagt mich.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch will dir aber die \u00dcberraschung nicht verderben.\u201c<\/p>\n<p>Osse brach das Holz. Tats\u00e4chlich war es nicht Wissbegier, die ihn bewegte. Aber er war sich nicht sicher, wie er es sonst h\u00e4tte nennen sollen. Etwa Sorge? Oder das Bed\u00fcrfnis, fr\u00fchzeitig zu wissen? Planen zu k\u00f6nnen? Vielleicht auch zu lenken, bevor etwas sich ung\u00fcnstig wenden konnte. Merrit klang so \u00fcberzeugt von sich, so sicher, dass er etwas gefunden hatte, was Manj\u00e9v nicht zur\u00fcckweisen konnte. Vielleicht der letzte Strohhalm, an den er sich klammerte, um ihre Gunst zu gewinnen.<\/p>\n<p>\u201eWenn das alles erledigt ist\u201c, fuhr Merrit fort und brach einen zweiten toten Ast von einem anderen Baum, \u201efindet das gro\u00dfe Fest in der Burg statt. Das ist deine Aufgabe. Wahrscheinlich musst du den ganzen Tag langweilige Gespr\u00e4che mit wichtigen Leuten f\u00fchren. Wir Turnierk\u00e4mpfer sind nicht dabei.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWarum nicht?\u201c<\/p>\n<p>\u201eBei den M\u00e4chten, Osse! Ein gro\u00dfes \u00fcberm\u00fctiges Fest! Alle feiern die <em>teirandanja<\/em> und sind bester Stimmung. Musik und Tanz und Gaukeleien. Es wird erlesene Speisen geben und Getr\u00e4nke. Erlesene Getr\u00e4nke. Viel davon.\u201c Der junge Ritter zertrat den Ast am Boden in handlichere St\u00fccke. \u201eEs w\u00e4re von Vorteil, wenn wir am n\u00e4chsten Tag noch allein in den Sattel k\u00e4men.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIhr k\u00f6nntet tugendsam Ma\u00df halten\u201c, schlug Osse ernst vor. \u201eWie es sich schickt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein, das w\u00e4re zu grausam. Nein, besser, wir geraten gar nicht erst in Versuchung. Am Vorabend des Turniers sind wir also bereits im Turnierlager und bereiten uns in allem Ernst und Stille vor.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDann bist du nicht dabei, wenn mein Vater mir den Ring \u00fcbergibt?\u201c<\/p>\n<p>\u201eVielleicht kann ich es so einrichten, dass ich etwas Dringendes aus meiner Kammer holen muss, wenn es so weit ist. \u2013 Nat\u00fcrlich werde ich da sein. Ich lass dich doch nicht allein mit all den wichtigen Leuten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDanke. Daf\u00fcr verspreche ich dir, keinen Moment beim Turnier zu vers\u00e4umen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas will ich dir geraten haben. So etwas bekommst du ohnehin so schnell in dieser Pracht und F\u00fclle nicht mehr zu sehen. So viele hochedle G\u00e4ste und Wettk\u00e4mpfer werden da sein. Die sollen auch was geboten bekommen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch erwarte von euch dreien, dass ihr Manj\u00e9v zu Ehren euer Bestes gebt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eSicher. Schau mal!\u201c<\/p>\n<p>Merrit lie\u00df von dem Ast ab und schritt auf die d\u00fcrren St\u00e4ngel einer Dornendistel nahebei zu. Dabei zog er sein Schwert und vollf\u00fchrte damit eine geschmeidige Folge von Streichen, w\u00e4hrend er selbst sich drehte und sprang wie ein T\u00e4nzer. W\u00e4hrend Osse noch gleichsam fasziniert und verst\u00e4ndnislos zusah, hatte der Ritter die Pflanzenhalme nicht nur abgem\u00e4ht, sondern gleich noch in gleichm\u00e4\u00dfige St\u00fccke zerteilt.<\/p>\n<p>\u201eSchau\u201c, kommentierte Merrit sein Tun munter. \u201eEin Angreifer, der w\u00e4re jetzt in Scheiben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas hast du ge\u00fcbt,\u201c meinte Osse und legte die letzten \u00c4stchen ab.<\/p>\n<p>\u201eDas hat mir ein Ritter aus For\u00e9tern beigebracht. Ich br\u00e4uchte eigentlich ein anderes Schwert dazu, aber so geht es auch.\u201c<\/p>\n<p>\u201eManj\u00e9v ist sicherlich sehr beeindruckt davon. Es ist l\u00f6blich, dass du dein Wissen erweiterst.\u201c<\/p>\n<p>Merrit schichtete die trockenen Halme \u00fcber der Kohle auf.<\/p>\n<p>\u201eM\u00f6glich\u201c, sagte er knapp.<\/p>\n<p>\u201eHast du es ihr noch nicht gezeigt?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDoch. Aber \u2026\u201c<\/p>\n<p>Er schwieg. Osse wartete geduldig.<\/p>\n<p>\u201eIch glaube nicht, dass Damen einen Blick f\u00fcr diese Dinge haben. Wahrscheinlich sehen sie nur ungest\u00fcme Kerle, die sich scharfes Metall um die Ohren hauen. Gib mir die Laterne.\u201c<\/p>\n<p>Osse reichte das Gew\u00fcnschte hin\u00fcber. Er \u00fcberlegte sich den Einwurf, dass auch ihm die Kenntnis fehlte, die Feinheiten der Waffenkunst zu beurteilen. Aber das h\u00e4tte Merrit sicherlich auch nicht heiterer gestimmt. Also lie\u00df er es bleiben.<\/p>\n<p>Merrit stahl mit einem H\u00f6lzchen von der Flamme, entz\u00fcndete die Halme und blies das Feuer an, bis es die Kohle erreichte. W\u00e4hrend der Ritter es anf\u00e4chelte, begann Osse, das Holz\u00a0 aufzuschichten. Kurz darauf wurde es heller und w\u00e4rmer.<\/p>\n<p>Der junge Ritter lie\u00df sich nieder. Einen Moment lang blickten sie schweigend auf die z\u00fcngelnden Flammen.<\/p>\n<p>\u201eAm ersten Tag gibt es nur Spiele\u201c, fuhr Merrit schlie\u00dflich fort. \u201eDas \u00dcbliche eben. Eine Probe unseres Geschicks. Ringestechen, T\u00fcchlein jagen und all dieses Zeug. Am zweiten Tag wird es ernst. Mann gegen Mann. Nat\u00fcrlich mit stumpfen Waffen.\u201c Er lachte flach. \u201eOder mit blo\u00dfen F\u00e4usten, wenn ich an <em>yarl<\/em> Robst\u00e9nar denke. Die <em>teiranday<\/em> haben eigens die <em>doayra<\/em> Isan einbestellt. Die rechnen damit, dass es was zu flicken gibt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eHerr Daap wird schon darauf achtgeben, dass es keine Unf\u00e4lle gibt. Denk nur, wenn einem m\u00e4chtigen Herrn aus einem anderen <em>teirandon<\/em> etwas zustie\u00dfe.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa\u201c, spottete Merrit. \u201eNicht auszudenken, wenn es zu einem Streit um Land und Leben k\u00e4me, und niemand st\u00fcnde daneben und w\u00fcrde uns die St\u00fcckchen wegnehmen, wenn wir zu wild aufeinander einpr\u00fcgelten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs ist ein <em>Fest<\/em>, Merrit. Keine Fehde und kein Krieg.\u201c<\/p>\n<p>Merrit wandte sich ihm zu. Sein hellblauer Blick schien Osse unschl\u00fcssig zwischen Belustigung und Tadel wanken.<\/p>\n<p>\u201eOsse Emberbey\u201c, sagte der junge Mann dann ernst. \u201eWarst du nicht derjenige, dessen Urahn mit einem einzigen Schuss einen Gro\u00dfteil eines Heeres aus Spagor vernichtet hat?\u201c<\/p>\n<p>\u201eSollte ich stolz darauf sein? Warst du nicht derjenige, dessen Urahn bei der Schlacht um Aur\u00f3p\u00e9a legend\u00e4re Gro\u00dftaten vollbracht hat?\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs hatte keine Wahl.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMein Ahnherr ebenso wenig. Willst du dein Leben in einen Kampf werfen, Merrit? Was ist los mit dir?\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas sollte mit mir los sein?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch frage mich, ob es dich wurmt, dass du niemals den Ruhm tragen wirst, den dein Urahn sich n diesen dunklen Tagen erk\u00e4mpft hat.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDen Ruhm\u201c, sagte Merrit, \u201ehat er erk\u00e4mpft, weil er Leuten damit das Leben gerettet hat. Nicht einen Schritt Land hat er dazugewonnen, nicht eine M\u00fcnze daf\u00fcr bekommen.\u201c<\/p>\n<p>Osse wartete. In Merrits Kopf zuckten Gedanken einher, man sah es an seinen starren Augen, an seinen fast unmerklich zuckenden Lippen.<\/p>\n<p>\u201eSolange es dich gibt, und L\u00e1as und J\u00e1ndris, und auch <em>yarl<\/em> Robst\u00e9nar und die Herren aus Valvivant und anderswo \u2026 so lange muss niemandem mehr ein Leben gerettet werden. Zumindest nicht auf einem Schlachtfeld. Das ist vorbei, die M\u00e4chte seien gelobt daf\u00fcr!\u201c<\/p>\n<p>Merrit lehnte sich zur\u00fcck und blickte ins Feuer. \u201eEs ist gut, dass das vorbei ist. Und wer wei\u00df \u2026 vielleicht wird man uns bald schon nicht mehr brauchen.\u201c<\/p>\n<p>Aha.<\/p>\n<p>Das Feuer qualmte und der Dunst hinterlie\u00df einen schmierigen Film auf Osses Augengl\u00e4sern. Er nahm sie ab, zog ein T\u00fcchlein hervor und begann vorsichtig, das kostbare geschliffene Glas zu putzen.<\/p>\n<p>\u201eDas Weltenspiel ist noch nicht so sicher, als dass die M\u00e4chte auf K\u00e4mpfer verzichten k\u00f6nnen. Und die <em>teiranday<\/em> erst recht nicht. Deine S\u00f6hne und Enkels\u00f6hne werden ihrem ruhmreichen Vater noch lange nacheifern.\u201c<\/p>\n<p>Merrit schnaubte. Abf\u00e4llig? Am\u00fcsiert? Entt\u00e4uscht? Verd\u00e4chtig schnell beugte er sich \u00fcber das Feuer und legte Holz nach. \u201eMeine S\u00f6hne\u201c, murmelte er, gerade so leise, dass Osse es am Flammenknistern vorbei h\u00f6ren konnte.<\/p>\n<p>\u201eWie immer das Turnier ausgeht. Wenn du dich nicht allzu ungeschickt anstellst, wirst du f\u00fcr das <em>teirandon<\/em> viel Ehre und Bewunderung einheimsen. Die andern Turnierk\u00e4mpfer werden es sich zweimal \u00fcberlegen, ob sie dich jemals mit einer scharfen Waffe herausfordern wollen. Ist dir klar, dass du damit Schlimmes verhinderst, bevor jemand daran denken kann?\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber \u2026\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas glaubst du denn, warum der Herr aus For\u00e9tern dir seine Technik anvertraut? Doch nicht, wenn er f\u00fcrchten m\u00fcsste, dass du sie einmal gegen ihn einsetzt.\u201c Osse neigte sich vor und bereute es gleich wieder, denn augenblicklich verschleierten sich die Brillengl\u00e4ser.<\/p>\n<p>\u201eJa\u201c, sagte Merrit leise. \u201eWahrscheinlich werden die Gefechte kommender Tage in Schreibstuben mit Federn ausgetragen. Von Leuten wie dir. Und ganz ohne \u2026 fatale Unf\u00e4lle.\u201c<\/p>\n<p>Er sagte das nicht ver\u00e4chtlich, nicht bitter. Aber so, wie er nun an seinem Feuer sa\u00df, die Arme auf den Knien abgelegt und den Blick irgendwo zwischen dem Feuer und seinen F\u00fc\u00dfen, wirkte er pl\u00f6tzlich ersch\u00f6pft.<\/p>\n<p>\u201eSeit wann bist du ein verhinderter Kriegsheld, Merrit Althopian? <em>W\u00fcrdest<\/em> du gerne im Kampf einen Gegner zerteilen? T\u00e4te dir das gut?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein. Nat\u00fcrlich nicht.\u201c Der junge Ritter vergrub sein Gesicht in den H\u00e4nden. \u201eAch, ich wei\u00df auch nicht, was mit mir los ist, Osse. Es ist \u2026\u201c Er seufzte tief. \u201eVielleicht <em>sollte<\/em> ich jemandem das Leben retten. Das ist wohl das Einzige, was ich noch nicht probiert habe. Mangels Gelegenheit. Ach, verflucht!\u201c<\/p>\n<p>Er bebte, unterdr\u00fcckte mit Gewalt ein Schluchzen und hieb sich dann mit der Faust so fest auf sein Beinzeug, dass es sicher eine Delle gab. Der Hand tat das nicht gut. Der Ritter zischte schmerzhaft auf und schrak aus seiner \u00dcberw\u00e4ltigung heraus.<\/p>\n<p>Osse erhob sich, ging zu ihm hin\u00fcber und setzte sich neben ihn auf die andere Seite des Feuers.<\/p>\n<p>\u201eDas ist deine Schwerthand\u201c, mahnte er. \u201eBrich dir nicht kurz vor dem Turnier die Finger. Zeig her.\u201c<\/p>\n<p>Es war nicht schlimm, nur ein bisschen aufgeschabte Haut dort, wo die Handkante eine Niete getroffen hatte. Es blutete kaum. Osse zog ein sauberes Brillent\u00fcchlein hervor, tr\u00e4nkte es mit etwas Wasser aus seiner Kalebasse und wusch es aus, bevor Schmutz und Ru\u00df hinein geraten konnten. Sicherlich hatte Merrit schon ernsthaftere Blessuren an sich selbst verarztet.<\/p>\n<p>\u201eDu hast so weiche Finger\u201c, sagte er, sicher nur, um das Schweigen zu brechen.<\/p>\n<p>\u201eMeine Narben sind einfach feiner. Was denkst du, wie oft ich mich an Papier schneide.\u201c Osse blickte auf. \u201eMerrit, wir sitzen hier noch eine Weile fest, bis es wieder hell wird. Magst du nicht dein Eisenzeug abnehmen, w\u00e4hrend wir auf Patagh\u00edus neuen Glanz warten?\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd wenn uns jemand angreift, der dir ans Leben will?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJetzt? Hier? Weitab von jeglicher Behausung? Sei nicht albern. Hier lauert kein \u00fcbles Raubgesindel. Die w\u00fcrden sich die Beine in den Bauch stehen, wenn sie warteten, ob jemand kommt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber \u2026.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir bekommen dich auch schnell wieder ger\u00fcstet. Ich habe meinem Vater so oft dabei geholfen. Ich kann das noch.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWarum willst du, dass ich diesen Aufwand mache, wenn wir doch gleich weiter m\u00fcssen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eWeil ich das Gef\u00fchl habe, dass dein Eisenzeug deine Rede einengt. Wann, wenn nicht jetzt, k\u00f6nnten wir uns frei und ohne fremde Ohren unterhalten? Du hast gerade selbst gesagt, dass uns in Wijdlant keine Zeit bleiben wird vor lauter \u2026 Zeremonien und Formalit\u00e4ten. Und lauter hochedlen G\u00e4sten, die sie wahrscheinlich noch in den Schr\u00e4nken unterbringen mussten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas ist es nicht, Osse.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas dann?\u201c<\/p>\n<p>\u201eHast du schon einmal Krebse gegessen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, habe ich. In Virhav\u00e9t und l\u00e4ngs der K\u00fcste ist das nicht un\u00fcblich als Speise. Daheim gab es das nat\u00fcrlich nicht. Mein Vater h\u00e4tte den Koch von seinem Land gejagt, der es gewagt h\u00e4tte, ihm so etwas vorzusetzen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eHat es geschmeckt?\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs war nicht das, was ich erwartet hatte.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWie schmeckt ein Krebs?\u201c<\/p>\n<p>\u201eMild\u201c, gab Osse zu und wusste, dass er gerade das Gegenteil vom Gewollten erreichte.<\/p>\n<p>\u201eSiehst du. Das ist der Grund, weshalb Krustentiere auf der Tafel eines <em>yarl<\/em> nichts zu suchen haben. Wenn man den Panzer aufbricht, ist nur wei\u00dfes Fleisch darinnen, das nicht einmal gut schmeckt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas hab ich nicht gesagt!\u201c<\/p>\n<p>\u201eWozu dann der Aufwand?\u201c<\/p>\n<p>\u201eWarum diese Ziererei? Merrit, wir kennen einander, seit wir Knaben waren. Ich hab dich gesehen, <em>bevor<\/em> du dir dieses Panzerzeug angelegt hat. Und Manj\u00e9v hat dich auch ohne deine R\u00fcstung gesehen, damals.\u201c<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr Manj\u00e9v trage ich das Eisenzeug.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMag ja sein, aber wer hat es dir <em>angelegt<\/em>? Sie? Dein Vater? Dein ruhmreicher Vorfahr, der Leuten das Leben gerettet hat? Oder du dir selbst?\u201c Osse pochte gegen Merrits Brustplatte, wie an eine T\u00fcr. \u201eBist du da drin, Merrit Althopian? Und wenn ja, wo bist du? Versteckst du dich im tiefen Keller? Oder stehst du vor aller Augen auf dem Turm?\u201c<\/p>\n<p>\u201eLass mich!\u201c, fuhr Merrit zornig auf und fuhr hoch. Doch noch bevor er aufrecht stand, verlor er die Fassung. Schluchzend setzte er sich nieder, auf den blanken Boden. Der Ritter kr\u00fcmmte sich zusammen und begann, zu weinen.<\/p>\n<p>Osse wich \u00fcberrascht zur\u00fcck. Das hatte er nicht beabsichtigt. Vielmehr hatte er gehofft, in der verbliebenen Zeit Sinn in die sonderbaren Andeutungen aus den Briefen der M\u00e4dchen und den mitleidsvollen Andeutungen von L\u00e1as und J\u00e1ndris zu bringen. Wenn er es jetzt verdorben hatte, dann gab es wohl keine Chance mehr, einzugreifen und die Dinge auf den richtigen Weg zu bringen.<\/p>\n<p>\u201eErb\u00e4rmlich, nicht wahr?\u201c, kam es dumpf zwischen Merrits Armen hervor. \u201eWie gut, dass mich hier niemand jammern sieht!\u201c<\/p>\n<p>\u201e<em>Ich<\/em> sehe dich jammern\u201c, antwortete Osse sanft. \u201eUnd vielleicht hast du viel zu wenig gejammert in den letzten Wintern.\u201c<\/p>\n<p>Er lie\u00df den jungen Ritter ratlos eine Weile beben und schluchzen. \u201eDarf ich dir das Eisenzeug abnehmen?\u201c, fragte er dann. \u201eEs w\u00e4re doch schade, wenn es durch Salz und Tr\u00e4nen rosten w\u00fcrde, findest du nicht auch?\u201c<\/p>\n<p>\u201eMachst du dich \u00fcber mich lustig?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein. F\u00fcr lose Spr\u00fcche ist J\u00e1ndris zust\u00e4ndig. Ich will, dass dir niemand wehtut. Und ich meine nicht <em>yarl<\/em> Robst\u00e9nar mit seinen F\u00e4usten.\u201c<\/p>\n<p>Merrit seufzte schwer und lehnte ersch\u00f6pft seinen Kopf gegen Osses Knie. Der strich dem Ritter sacht \u00fcber das wei\u00dfblonde Haar.<\/p>\n<p>\u201eDeine Stirn ist ganz hei\u00df.\u201c<\/p>\n<p>\u201eVielleicht ist es ein Fieber.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein. Es ist Manj\u00e9v. Aber ich mag nicht glauben, dass es rohe Begierde ist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eBegierde?\u201c Merrit blickte emp\u00f6rt auf. \u201eWas kommt dir in den Sinn?\u201c<\/p>\n<p>\u201eLiebe?\u201c<\/p>\n<p>\u201e<em>Kann<\/em> es Liebe sein, wenn es unerwidert bleibt?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df nicht.\u201c<\/p>\n<p>\u201eManchmal denke ich nach\u201c, redet Merrit weiter. \u201eManchmal liege ich nachts wach und frage mich, ob es ihr und mir nicht besser t\u00e4te, wenn ich Wijdlant verlie\u00dfe.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDu wei\u00dft, dass das Unfug ist. Abgesehen davon, dass das nicht so einfach geht, solange dich die <em>teriranday<\/em> nicht in Ungnade fortjagen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch k\u00f6nnte Manj\u00e9v zum Ruhm auf eine lange Abenteuerfahrt ausziehen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDu hast zu viele Romane gelesen. Du bist nicht der Smaragdritter. Damen warten nicht auf Heldentaten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eTr\u00e4umst du manchmal? Schlimme Tr\u00e4ume, meine ich, so schlimm, dass sie beim Erwachen weg sind wie eine gel\u00f6schte Kerzenflamme? \u201c<\/p>\n<p>Osse z\u00f6gerte. \u201eJa. Der Docht noch warm, das Wachs weich, das Licht fort.\u201c<\/p>\n<p>\u201eManchmal ist da noch ein kleiner Rest. Bei mir jedenfalls. Wie etwas, das man im Augenwinkel sieht.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd was siehst du?\u201c<\/p>\n<p>Merrit starrte ins Feuer. Der Qualm hatte l\u00e4ngst nachgelassen, das Holz knackte und knisterte. Irgendwo auf der Wiese schnaubte eines der Tiere.<\/p>\n<p>\u201eDie sch\u00f6ne rote Dame\u201c, wisperte er. \u201eHat die rote Dame dich auch schon in deinen Tr\u00e4umen besucht?\u201c<\/p>\n<p>Damit konnte Osse nichts anfangen. Ratlos legte er dem Ritter die H\u00e4nde auf die Schulterplatten. Nach einer Weile sp\u00fcrte er Merrits Finger um die seinen.<\/p>\n<p>\u201eHilf mir raus aus dem Eisen\u201c, wisperte er. \u201eDu hast recht. Es ist albern, im Nirgendwo zu hocken, auf Licht zu warten und nicht atmen zu k\u00f6nnen vor lauter Tradition.\u201c<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/scherbenlied-oder-die-suche-nach-dem-boesen-band-3\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-4680","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-03_scherbenlied"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4680","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4680"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4680\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4687,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4680\/revisions\/4687"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4680"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4680"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4680"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}