{"id":4666,"date":"2026-01-07T19:59:51","date_gmt":"2026-01-07T18:59:51","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=4666"},"modified":"2026-01-07T19:59:51","modified_gmt":"2026-01-07T18:59:51","slug":"055-pferdchen-lauft-galopp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2026\/01\/07\/055-pferdchen-lauft-galopp\/","title":{"rendered":"055: Pferdchen lauft Galopp"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SL_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1992\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p>Venghi\u00e1r Emberbey war ungehalten. Ein turniertaugliches Eisenzeug hatte er sich zwischenzeitlich zusammengesucht und Knechte angewiesen, es zu verpacken. Dann hatte er\u00a0 seine Anweisung widerrufen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hatte man l\u00e4ngst die Vorbereitungen f\u00fcr Alsg\u00f6r Emberbeys Reise zum <em>vaspos\u00e1r<\/em> getroffen. Die hatten unter anderem den Reisewagen vorgesehen, eine zweisp\u00e4nnige Kutsche, auf der das Gep\u00e4ck transportiert werden sollte. Auch der alte <em>yarl<\/em> und seine kleine Tochter w\u00e4ren mit diesem Gef\u00e4hrt gereist, denn sicher h\u00e4tte der alte Mann es nicht geschafft, die zweit\u00e4gige Wegstrecke fortdauernd im Sattel zu bew\u00e4ltigen. Drei Knechte und eines der K\u00fcchenm\u00e4dchen w\u00e4ren mit ihnen gekommen, um ihren Herrn zun\u00e4chst nach Althopian und dann weiter nach Wijdlant zu begleiten. Ein Gefolge, das f\u00fcr den Komfort des <em>yarl<\/em> zu sorgen hatte und sich zum Lohn auf dem Fest h\u00e4tte vergn\u00fcgen sollen. Ob dort nicht die M\u00e4chte zugleich passende <em>h\u00fdardoray<\/em> hingef\u00fchrt hatten?<\/p>\n<p>Viel zu viel Aufwand. Wer brauchte das jetzt noch? Was, wenn im unpassenden Moment jemand etwas Falsches ausplauderte?<\/p>\n<p>\u201eNein\u201c, verf\u00fcgte Venghi\u00e1r knapp. \u201eDen Wagen brauche ich nicht. Ich reise allein. Schafft mein Zeug auf ein Packpferd und macht mein Ross fertig.\u201c<\/p>\n<p>Der Stallmeister und seine beiden jungen Gehilfen schauten betreten drein.<\/p>\n<p>\u201eWas ist? Was soll der halbe Hausstand sich auf den Weg machen, in dieser traurigen Zeit? Hevstrid wird sich darum k\u00fcmmern, dass die Alltagsdinge hier weiter laufen. Cr\u00f3 und Ungro sorgen f\u00fcr die n\u00f6tige Zucht hier am Ort. Ohne l\u00e4stigen Anhang bin ich viel schneller in Wijdlant.\u201c<\/p>\n<p>\u201eHerr \u2026\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas gibt es?\u201c<\/p>\n<p>\u201eHerr, mit welchem Pferd wollt Ihr zum Turnier reisen?\u201c<\/p>\n<p>Venghi\u00e1r runzelte w\u00fctend die Stirn und hatte schon eine barsche Zurechtweisung auf den Lippen. Aber er hielt sich zur\u00fcck. So dumm war der Einwand des Stallmeisters nicht.<\/p>\n<p>\u201eVerflucht\u201c, murmelte er, halb zu sich selbst. \u201eStimmt ja. Der graue Gaul ist fort.\u201c<\/p>\n<p>Er wandte sich um und blickte sich im Stall um. Es waren zu wenig taugliche Pferde anwesend. Die Pferdeknechte begannen, einander verstohlene Blicke zuzuwerfen.<\/p>\n<p>\u201eNun, da das Ross meines Gro\u00dfvaters von diesem unversch\u00e4mten Pferdedieb geraubt wurde\u201c, sagte Venghi\u00e1r, \u201ewerde ich wohl mein eigenes nehmen m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eHerr\u201c, wandte der Stallmeister kleinlaut ein, \u201ewenn Ihr das tut, trefft Ihr wohl nicht rechtzeitig ein.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWieso? Ist es verletzt? Lahmt es?\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs ist ersch\u00f6pft, Herr. Ihr wart damit auf Eurer weiten Reise und danach auf der Jagd nach dem verfluchten Mordstecher. Es braucht eine Weile, um wieder richtig zu Kr\u00e4ften zu kommen.\u201c<\/p>\n<p>Venghi\u00e1r lehnte sich seufzend an die Trennwand, die einen Pferch von der Stallgasse abschied.\u00a0 Gegen\u00fcber hatte sein \u00fcbliches Reittier seinen Platz. Der Hengst stand still da und d\u00f6ste. Besonders feurig sah er in der Tat derzeit nicht aus. Einen Moment zog der junge Mann in Erw\u00e4gung, seinen Stallmeister f\u00fcr dessen Einmischung zu schelten, z\u00fcgelte sich aber. Was n\u00fctzte es, wenn er nun seine Eitelkeit und seinen Willen durchsetzte und am Ende mit dem Gaul nicht ans Ziel kam?<\/p>\n<p>\u201eGut\u201c, sagte er dann. \u201eWelches schlagt ihr mir vor? Ich h\u00f6re.\u201c<\/p>\n<p>\u201eHerr, w\u00e4ren alle unsere Pferde vor Ort, das Rotgescheckte w\u00e4re wohl brauchbar. Aber so haben wir nur im Stall, was Euch entbehrlich schien, bevor Ihr aufgebrochen wart.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas sehe ich selbst. Und nun?\u201c<\/p>\n<p>Der Stalleingang verdunkelte sich kurz. Dann trat jemand ein und gesellte sich zu ihnen. Venghi\u00e1r schloss seufzend die Augen.<\/p>\n<p>\u201eEs hilft wohl nichts\u201c, sagte Hevstrid und streichelte dem Hengst den Hals. \u201eNehmt irgendeines, das noch geradeaus laufen kann, steckt genug Geld ein und kauft <em>yarl<\/em> Althopian ein besseres ab.\u201c<\/p>\n<p>\u201eHalt dich da heraus\u201c, murrte Venghi\u00e1r. \u201eWas verstehst du Weibsbild von Pferden?\u201c<\/p>\n<p>\u201eGenug, um Euch zu beraten. Schlie\u00dflich bin ich doch jetzt die Dame des Hauses, nicht wahr?\u201c<\/p>\n<p>Die Stallknechte starrten sie ungl\u00e4ubig an. Einem blieb der Mund offen stehen angesichts dieser Dreistigkeit.<\/p>\n<p>\u201ePass auf, was du sagst!\u201c, wies Venghi\u00e1r sie mit m\u00fchsamer Ruhe zurecht.<\/p>\n<p>\u201eBitte.\u201c Sie l\u00e4chelte, geradezu anma\u00dfend. \u201eWenn Ihr als letzter ankommen und Euch dann auch noch blamieren wollt. Herr Wa\u00fdreth wird untr\u00f6stlich sein. Sicher h\u00e4tte er Euch angesichts der furchtbaren Umst\u00e4nde einen guten Preis gemacht. Oder Euch eines seiner guten Gestechr\u00f6sser ausgeborgt. Das w\u00fcrde ihm mindestens der Anstand vor Herrn Alsg\u00f6r gebieten,\u00a0 m\u00f6ge er hinter den \u2026\u201c<\/p>\n<p>\u201eSchweig und komm mit!\u201c, fuhr Venghi\u00e1r das M\u00e4dchen an, packte es grob beim Arm und zog es energisch ein paar Schritte beiseite und in einen der leeren Pferche.<\/p>\n<p>\u201eWas bildest du dir ein?\u201cEr d\u00e4mpfte seine Stimme. \u201eWas ist in dich gefahren? Gestern um diese Zeit bist du noch vor mir gekrochen vor Demut. Was ist dir zu Kopf gestiegen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eVorsicht\u201c, zischte sie zur\u00fcck wie eine Natter. \u201eWenn du dich vergisst, dann schreie ich so laut, dass man es noch vor der Mauer h\u00f6rt. Und wie st\u00e4nde es einem hochedlen Herrn an, die Hand gegen ein zerbrechliches Weib zu erheben? Soll es sich herumsprechen, dass in Emberbey nun ein hitzk\u00f6pfiger Grobian herrscht? Einer, der nicht nur alte Diener misshandelt, sondern auch Damen bedr\u00e4ngt?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIrgendwas ist dir in den Verstand gekommen, das nicht hinein geh\u00f6rt!\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas ist so falsch an meinem Verstand?\u201c, fl\u00fcsterte sie giftig. \u201eDu brauchst ein gescheites Pferd. Alle Guten sind mit deinen tumben Idioten unterwegs. Du kannst von Gl\u00fcck sagen, wenn die Strolche sie nicht unterwegs verschachert haben und mit dem Erl\u00f6s \u00fcbers Meer nach Ov\u00e9stola oder noch weiter weg sind. Wo, wenn nicht in Althopian, w\u00fcrdest du ein standesgem\u00e4\u00dfes Ross finden?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch will nicht nach Althopian!\u201c<\/p>\n<p>\u201eNicht? Wohin denn dann?\u201c<\/p>\n<p>Venghi\u00e1r biss sich auf die Lippen. Die Knechte und der Stallmeister schauten befremdet zu ihnen hin\u00fcber. Sie waren allerdings klug genug, nicht n\u00e4her zu kommen.<\/p>\n<p>\u201eDenk nicht, dass ich dir alles durchgehen lasse\u201c, drohte er. \u201eW\u00e4hrend meiner Abwesenheit wirst du genau das tun, was wir besprochen haben. Und denk nicht, dass ich von Eigenwillen nicht erfahre.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df, dass der Hohlkopf aus Rodekliv ein Auge auf mich hat. Ich werde dir keinen Grund geben, zornig auf mich zu sein.\u201c Nun l\u00e4chelte sie wieder, hochm\u00fctig und kalt wie ein Block Eis. \u201eSchlie\u00dflich ist es mein Interesse, dass du zufrieden mit mir bist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eBei den M\u00e4chten\u201c, seufzte er verzagend. \u201eMan k\u00f6nnte meinen, dass irgendetwas in dir ausgetauscht wurde.\u201c Er lie\u00df sie los, stehen und ging bem\u00fcht forschen Schrittes zu seinen Knechten zur\u00fcck. \u201eIch nehme den Schimmel als Packpferd f\u00fcr meine Waffen und das Eisenzeug. Und den Fuchs als Reittier. Alles Weitere wird sich in Wijdlant finden.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd wer soll Euch begleiten?\u201c, fragte der j\u00fcngere Stallknecht sch\u00fcchtern.<\/p>\n<p>\u201eBegleiten? Wozu?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNa, um Euch mit dem Zelt zu helfen. Und falls unterwegs etwas geschieht, damit Ihr Hilfe bekommt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWarst du einer von denen, die zum <em>vaspos\u00e1r<\/em> h\u00e4tte mitreisen sollen?\u201c<\/p>\n<p>Der junge Mann err\u00f6tete bis \u00fcber beide Ohren. Der t\u00f6richte Kerl. Wahrscheinlich tr\u00e4umte er seit Monden von lieblichen M\u00e4dchen, die ihr Herz an einen wie ihn verschenken konnten. \u201eJa, Herr. Herr Alsg\u00f6r hatte es mir versprochen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEin Jammer, dass Herr Alsg\u00f6r nichts mehr zu sagen hat. Aber gr\u00e4me dich nicht. Weibsbilder tun einem nicht so gut, wie man meinen sollte.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEine schlechte Meinung habt Ihr von meinesgleichen\u201c, tadelte Hevstrid.<\/p>\n<p>\u201eIch reise allein!\u201c, entschied Venghi\u00e1r energisch. \u201eUnd keine Widerworte, von niemandem! Es sind genug sichere Nachtherbergen auf dem Weg. Und ein Zelt brauche ich nicht. Denkt Ihr denn, in Wijdlant h\u00e4tten sie f\u00fcr meinen Weitoheim nicht eine komfortable Stube freigehalten? Denkt Ihr, sie h\u00e4tten den alten Herrn und das Kind im Turnierlager untergebracht?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein, Herr. Bestimmt nicht\u201c, murmelte der Stallmeister. Teilnahmsvoll legte er seinem Gehilfen die Hand auf die Schulter. Der junge Mann starrte beherrscht ein paar Strohhalme am Boden an.<\/p>\n<p>\u201eUnd selbst, wenn die ganze Burg bis zum letzten Winkel voller Menschen w\u00e4re, es w\u00e4re meinem Weitvetter wohl eine Freude, seine Stube mit mir zu teilen\u201c, konnte er es sich nicht verkneifen. Hevstrid schnaubte ver\u00e4chtlich, aber leise.<\/p>\n<p>\u201eDen Fuchs, Herr?\u201c, fragte der Stallmeister sachlich. \u201eSchnell ist der ja. Aber wenn dem in der Bahn einer entgegen kommt, wei\u00df ich nicht, wie es ausgeht.\u201c<\/p>\n<p>\u201eBraucht es nicht.\u201c Venghi\u00e1r ging energisch an den Leuten vorbei und ins Freie. Dem erw\u00e4hlten Pferd schenkte er keinen Blick. \u201eDie Albernheit mache ich nicht mit. Ich habe ganz andere Sorgen. An ein paar von den Reiterspielchen nehme ich teil, das gebietet wohl die H\u00f6flichkeit. Und wenn sich jemand am Boden mit mir messen will, bittesch\u00f6n. Aber ich habe es nicht n\u00f6tig, die teirandanja oder irgendeine alberne hochedle <em>f\u00e1njula<\/em> zu beeindrucken. Nicht, nachdem mein Geist schwer ist von der Trauer und der Verantwortung. Nein, ich habe vielmehr Wichtiges mit den <em>teiranday<\/em> zu besprechen. So sie denn ein Ohr f\u00fcr mich haben.\u201c<\/p>\n<p>Er trat auf den Hof hinaus und schaute sich um. Hier und dort ging gesch\u00e4ftiges Gesinde seinen Aufgaben nach. Die <em>opayra<\/em> und die K\u00fcchenmeisterin standen beisammen. Als sie ihn bemerkten, warfen sie ihm einen vorwurfsvollen Blick zu und verneigten sich dann steif. Venghi\u00e1r \u00fcberlegte, ob er die Weibsbilder zur\u00fcck in die Burg scheuchen sollte, aber Hevstrid war ihm auf dem Fu\u00df gefolgt. Bei den M\u00e4chten, was hatte er sich nur f\u00fcr eine Last aufgeladen?<\/p>\n<p>\u201eIch bin nicht so \u00fcbel, wie du denkst\u201c, sagte sie und blieb neben ihm stehen. \u201eDu brauchst auf dem <em>vaspos\u00e1r<\/em> nach keiner anderen zu schauen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNie w\u00fcrde mir das in den Sinn kommen\u201c, murmelte er und versuchte, die geifernden Blicke der <em>opayra<\/em> und des \u00fcbrigen Gesindes zu ignorieren.<\/p>\n<p>\u201eHerr?\u201c<\/p>\n<p>Jemand rief nach ihm. Venghi\u00e1r schaute sich um. Da stand der Wachmann, der Freund des maedlor, an der Torpforte und winkte, um auf sich aufmerksam zu machen.<\/p>\n<p>\u201eWas gibt es?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDa drau\u00dfen\u201c, rief der Mann. \u201eSchaut selbst!\u201c<\/p>\n<p>Das klang dringlich. Venghi\u00e1r ging hin\u00fcber, ohne sich zu sehr zu eilen. Dann wurde er zweier M\u00e4gde gewahr, die mit Eimern und Besen oben auf dem Mauergang standen und wie angewurzelt auf irgendetwas vor den Toren starrten. Auf der anderen Seite, \u00fcber dem Torhaus, stand ein anderer Mann und deutete aufgeregt nach au\u00dfen und unten.<\/p>\n<p>Venghi\u00e1r nahm die n\u00e4chstgelegene Stiege. Von oben sah er sicherlich besser, was dort vor sich ging.<\/p>\n<p>\u201eWas gibt es?\u201c, fragte er und kniff die Augen zusammen. Patagh\u00edus Glanz senkte sich bereits dem Meer entgegen und blendete ihn.<\/p>\n<p>\u201eSchaut doch, Herr\u201c, sagte der Mann. \u201eDer Dunst \u00fcber der Wiese.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNa und? Ein bisschen Nebel.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUm diese Zeit? Bei diesem Wetter?\u201c<\/p>\n<p>\u201eBinnen weniger Herzschl\u00e4ge?\u201c, schloss sich die Magd mit dem Besen an.<\/p>\n<p>\u201eH\u00f6rt!\u201c Hevstrid stand schon wieder neben ihm, nat\u00fcrlich. Sie klebte an ihm wie eine Fliege.<\/p>\n<p>Sie lauschten. Tats\u00e4chlich. Da war ein Ger\u00e4usch. Ein Laut wie fernes Donnergrollen, wenn auch nicht ganz so eindrucksvoll. Venghi\u00e1r glaubte, seinen Ohren nicht zu trauen, als ihm klar wurde, was es war.<\/p>\n<p>\u201eDas Tor zu!\u201c, rief er panisch aus. \u201eSchnell! Macht dicht! Wirds bald?\u201c<\/p>\n<p>Einen viel zu langen Moment z\u00f6gerten die M\u00e4nner unten am Tor, so verdutzt waren sie. Dann st\u00fctzte der Knecht aus Rodekliv herbei. Venghi\u00e1r h\u00f6rte, wie sich der Kettenmechanismus des Fallgitters endlich in Bewegung setzte. Als das schwere Metalltor niedersauste, vibrierte die Mauer, auf der sie standen. Zugleich quietschten die schweren Torfl\u00fcgel in den Angeln. Krachend versiegelte das dicke Holz den das Tor hinter dem Gitter.<\/p>\n<p><em>Eine Zugbr\u00fccke<\/em>, dachte Venghi\u00e1r mit klarem Entsetzen. <em>Wieso gibt es hier weder Graben noch Br\u00fccke?<\/em><\/p>\n<p>Und dann gab der Nebel etwas frei, spie es von sich, wie man einen Zerisienkern ausspuckt. In rasendem Galopp sprengten Pferde aus dem Nebel heraus, hielten genau auf die Burg zu und schlugen mit ihren Hufen tiefe Kerben in die gr\u00e4ulichgr\u00fcne Herbstwiese. Zwei von ihnen hatten Reiter, die aus Leibeskr\u00e4ften und in Todesangst schrien.<\/p>\n<p>Venghi\u00e1r hatte bei mehr als einer Gelegenheit die gro\u00dfen Herden auf dem Land von Wa\u00fdreth Althopian bewundern d\u00fcrfen. Es war ein imposanter Anblick, wenn die Pferdehirten dort die Tiere von Weide zu Weide und \u00fcber das weite Land trieben. Dutzende von Pferden lenkten sie mit Leichtigkeit, so wie es anderenorts die Hirten mit Schafen taten. Das hier, das waren nur acht Pferde, angef\u00fchrt von einem schwarzen Feuerblut, das seinen Reiter offenbar bereits abgeworfen hatte. Es war gesattelt, rannte aber ohne Last. Venghi\u00e1r bildete sich ein, das wei\u00dfe in den Augen des edlen Rosses sehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>Sie werden ungebremst vor das Tor und die Mauer laufen<\/em>, dachte der junge Mann und fand den Gedanken, ganz wider die Vernunft, furchtbar komisch.<\/p>\n<p>\u201eBei den M\u00e4chten!\u201c, kreischte Hevstrid, viel zu dicht an seinem Ohr. \u201eDas sind deine T\u00f6lpel!\u201c<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich. H\u00f6rte man ganz genau hin, konnte man die Angstschreie von Cr\u00f3 und Ungro irgendwo zwischen dem Donnern der Hufe und pumpendem Keuchen der Pferde h\u00f6ren. Eines davon, das schnellste gleich hinter dem Rappen an der Spitzem war der rote Schecke, den er so dringend f\u00fcrs Turnier brauchte.<\/p>\n<p>\u201eNein!\u201c, rief Venghi\u00e1r aus. Er schwenkte die Arme, gestikulierte wild und wie ein Narr, der sich einem Sturm entgegenwirft. \u201eNein! Beiseite! So lenkt doch um!\u201c<\/p>\n<p>Das schwarze Pferd b\u00e4umte sich auf, mitten im rasenden Lauf, schlitterte und riss eine Furche tief in die Erde, knapp bevor es gegen das Tor prallen konnte. Es legte sich fast waagerecht und\u00a0 jagte dann in gestrecktem Galopp an der Mauer entlang, zog den Rest der Herde und die beiden M\u00e4nner mit sich. Das ganze hatte eine solche Wucht und Gewalt, dass es selbst den erfahrensten Reiter aus dem Sattel h\u00e4tte schleudern m\u00fcssen. Aber die beiden waren wie festgeleimt. Sie klammerten sich an H\u00e4lsen und Z\u00fcgeln fest und schrien um ihr Leben.<\/p>\n<p>Venghi\u00e1r stie\u00df Hevstrid und die Magd mit dem Eimer beiseite. Entsetzt rannte er oben auf der Mauerkrone entlang, dem schwarzen Pferd hinterher. Die Klippe! Hinter der Burg war die Klippe, und darunter das brodelnde Meer in der Bucht. Die M\u00f6wen wurden aufgescheucht und stoben als l\u00e4rmender Schwarm \u00fcber die Burg hinweg.<\/p>\n<p>Er hatte erwartet, dass die Pferde in ihrem Wahnsinn einfach \u00fcber das St\u00fcck Wiese hinwegsprengen w\u00fcrden, das einst der Garten der Damen gewesen war. Es konnte nicht anders sein, sie alle w\u00fcrden sich in die Tiefe st\u00fcrzen. Aber als er auf der r\u00fcckw\u00e4rtigen Mauer ankam, schien etwas den Lauf der Pferde zu bremsen.\u00a0 Als sei ihnen ein unsichtbarer Zaun im Weg, jagten die Pferde zuerst nach rechts \u00fcber den Platz, bremsten dann und st\u00fcrzten wieder in die andere Richtung fort.<\/p>\n<p>Cr\u00f3 und Ungro lamentierten. Einer der beiden flehte lauthals zu den M\u00e4chten, der andere rief noch lauter nach seiner Mutter. Der Rappe t\u00e4nzelte, nur eine Arml\u00e4nge vom Rand des Felsens entfernt, b\u00e4umte sich auf und ruderte mit den Vorderbeinen in der Luft. Ob es seinen unheimlichen Herrn losgeworden war? Ob der Schwarzmantel sich den Hals gebrochen hatte? Wie herrlich w\u00e4re das! Venghi\u00e1r beobachtete ohnm\u00e4chtig, wie die Pferde hin und her hetzten, gef\u00e4hrlich nahe am Abgrund, offenbar aber auch nicht mehr n\u00e4her an die Burg herankamen.<\/p>\n<p>Eine Hand legte sich auf seinen R\u00fccken.<\/p>\n<p>\u201eVerschwinde\u201c, raunzte der junge Ritter und strich die Hand beiseite. \u201eLass mich endlich in Ruhe, Weibsst\u00fcck!\u201c<\/p>\n<p>\u201eSeid Ihr Eurer liebreizenden Gef\u00e4hrtin denn so schnell \u00fcberdr\u00fcssig?\u201c Der Schwarzmantel trat neben ihn und beugte sich interessiert \u00fcber die Mauer.<\/p>\n<p>Venghi\u00e1r war, als erstarre ihm das Blut.<\/p>\n<p>\u201eHabt Ihr Eure Sachen schon gepackt?\u201c, fragte der Magier beil\u00e4ufig.<\/p>\n<p>\u201eJ- ich bin beinahe fertig\u201c, stammelte Venghi\u00e1r Emberbey. \u201eIch hatte mich gerade um ein Pferd k\u00fcmmern wollen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd? Welches soll es sein? Eines von denen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDer Schecke.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEine gute Wahl.\u201c Der Schwarzmantel hob die H\u00e4nde ein St\u00fcck weit und sang. Seine Melodie begleitete er mit einer Geste, als raffe er vorsichtig Z\u00fcgel an sich. Der schwarze Hengst und der Schecke l\u00f6sten sich aus der panischen Herde und galoppierten an die Mauer heran. Dort hatte zwischenzeitlich jemand die kleine Pforte ge\u00f6ffnet. Menschen dr\u00e4ngten ins Freie. Einer, Venghi\u00e1r erkannte den jungen Stallknecht, rannte mutig heraus und packte den Schecken beim Halfter. Andere folgten ihm nach, sie schrien aufgeregt durcheinander, wagten sich aber nicht n\u00e4her an die weiterhin sinnlos hin- und herjagenden Pferde heran.<\/p>\n<p>\u201eWo kommt Ihr her?\u201c, fragte Venghi\u00e1r matt.<\/p>\n<p>\u201eIch dachte mir, es freut Euch, wenn ich Eure geistesarmen Handlanger einsammele, bevor sie Eure R\u00f6sser zu Geld machen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas w\u00fcrden sie sich nicht getrauen!\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch seid kein guter Menschenkenner, scheint mir.\u201c Der Magier schmunzelte. \u201eBraucht Ihr die Pferde noch, auf denen sie reiten?\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas habt Ihr vor?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDenkt ihr, ich kann die Tiere ewig halten?\u201c Er \u00f6ffnete die Finger seiner rechten Hand. Die Pferde wendeten und jagten auf die Klippe zu.<\/p>\n<p>\u201eJa!\u201c, schrie Venghi\u00e1r. \u201eJa! Ich brauche sie noch! Haltet sie auf!\u201c<\/p>\n<p>Der Schwarzmantel zuckte die Achseln und ruckte an der Luft.<\/p>\n<p>Alle sechs Pferde wurden von den F\u00fc\u00dfen gerissen, als w\u00e4ren sie kleine Spielzeugtiere auf Rollen, mit denen ein wildes Kind spielte. Die Tiere schrillten panisch und st\u00fcrzten nieder, schlitterten von ihrer eigenen Wucht beschleunigt \u00fcber das Gras und ein St\u00fcck weit in Richtung der Burg, weg von der Klippe. In hohem Bogen segelten Cr\u00f3 und Ungro aus dem Sattel und auf den sicheren Boden. Sie landeten in der entgegengesetzten Richtung, ziemlich nah am Abgrund.<\/p>\n<p>Bis die R\u00f6sser sich aufgerappelt hatten, waren schon Menschen bei ihnen, die sie b\u00e4ndigen konnten. Um die beiden M\u00e4nner k\u00fcmmerte sich niemand. Cr\u00f3 umklammerte ein B\u00fcschel Salzgras und starrte zum Himmel hinauf. Ungro verbarg seinen Kopf unter den Armen. Er schien haltlos zu wimmern.<\/p>\n<p>Venghi\u00e1r atmete auf. Der Magier wandte sich ihm zu. \u201eIch erwarte Euch bei Einbruch der Nacht drau\u00dfen, ein St\u00fcck die Stra\u00dfe nach S\u00fcden entlang. Allein. Nehmt den Schecken und den Falben von denen da unten. Der taugt besser zum Packpferd als der Fuchs.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWoher\u2026\u201c, fl\u00fcsterte Venghi\u00e1r matt und sprach gar nicht erst weiter. Es hatte ohnehin keinen Sinn.<\/p>\n<p>\u201eSorgt Euch nicht um den Zustand der Pferde. Das kann ich richten. Eure unterhaltsamen Trottel werden wahrscheinlich nur wirres Zeug von durchgehenden R\u00f6ssern von sich geben. Mehr sollte nicht in ihrem kleinen Geist h\u00e4ngen geblieben sein. Eure liebreizende Gef\u00e4hrtin hat keinen Ungehorsam von Ihnen zu f\u00fcrchten. Und die Hauptsache ist doch, dass keines der kostbaren Tiere zu Schaden kam, nicht wahr?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNat\u00fcrlich.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd solltet Ihr dennoch z\u00f6gern und Euch eines anderen Planes besinnen\u201c, sagte der Schwarzmantel liebensw\u00fcrdig, \u201eseid unbesorgt. Ich werde Euch wohl abholen. Mit deutlich verminderter Geduld.\u201c<\/p>\n<p>Venghi\u00e1r nickte m\u00fcde, wehrlos. Unten war gro\u00dfer Trubel und Geschrei. Endlich hatte sich auch jemand dazu aufgerafft, Cr\u00f3 und Ungro auf die F\u00fc\u00dfe zu helfen. Venghi\u00e1r sah, wie die beiden sich zitternd an die M\u00e4nner klammerten, die sie recht unsanft st\u00fctzten. So kreidebleich waren beide, dass er es aus dieser Entfernung erkennen konnte.<\/p>\n<p>\u201eIch werde da sein\u201c, murmelte er. \u201eIch werde tun, was ihr verlangt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMit wem redest du da?\u201c, fragte Hevstrid verwirrt und kam z\u00f6gernd n\u00e4her. Als er aufschaute, war der Schwarzmantel verschwunden.<\/p>\n<p>Patagh\u00edus Glanz begann, das Meer golden zu f\u00e4rben. Und Venghi\u00e1r Emberbey begann, lautlos zu kichern.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/scherbenlied-oder-die-suche-nach-dem-boesen-band-3\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-4666","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-03_scherbenlied"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4666","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4666"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4666\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4670,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4666\/revisions\/4670"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4666"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4666"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4666"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}