{"id":4617,"date":"2025-12-15T19:45:58","date_gmt":"2025-12-15T18:45:58","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=4617"},"modified":"2026-01-07T15:26:39","modified_gmt":"2026-01-07T14:26:39","slug":"051-worueber-man-bei-hof-nicht-spricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/12\/15\/051-worueber-man-bei-hof-nicht-spricht\/","title":{"rendered":"052: Wor\u00fcber man bei Hof nicht spricht"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SL_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1992\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p>D\u00fdamir\u00e9e atmete auf. Advon hatte Wijdlant sicher verlassen, ohne dass jemand daran Ansto\u00df genommen h\u00e4tte. Die Hilfe der <em>doayra<\/em> war dabei unsch\u00e4tzbar gewesen. Zuerst hatten sie das Eisenzeug, das Advon am K\u00f6rper getragen hatte, in einem leeren Sack verstaut. Dann war der Ritter, nun in bescheidenem Untergewand und bis zur Unkenntlichkeit mit der Bandage maskiert, zum gro\u00dfen Eingangstor gegangen. Die <em>doayra<\/em> war ihm eifrig vorausgeeilt und hatte dann mit der ihr eigenen Autorit\u00e4t die beiden Torwachen in ein Gespr\u00e4ch verwickelt. D\u00fdamir\u00e9e kauerte derweil in Eichh\u00f6rnchengestalt auf der Mauerkrone oben \u00fcber dem Tor und verstand nur Wortfetzen. Offenbar erkundigte die <em>doayra<\/em> sich eingehend danach, wie man freie Zufahrt zum Hof sicherstellen w\u00fcrde, sollte mehr als ein Fuhrwerk mit einem schwer verletzten Turnierk\u00e4mpfer zugleich eintreffen. W\u00e4hrend sie mit gro\u00dfer Geste und ernster Miene auf die Menschenmenge im Hof deutete, stahl Advon sich im Hintergrund an ihnen vorbei. Dass er zauberte, nahm die Schattens\u00e4ngerin kaum wahr. Es hatte einen sehr, sehr subtilen Bann um sich herum gewoben, wie einen Kokon. Im Grunde war nicht mehr dahinter, als dass er nicht <em>wollte<\/em>, dass ihm ausgerechnet jetzt jemand Beachtung schenkte. Als er das Tor erreichte, warf er einen letzten Blick zu ihr hinauf. D\u00fdamir\u00e9e winkte ihm mit ihrem flauschigen Schweif zu und dankte Nokt\u00e1ma f\u00fcr ihre Gunst. Das war geschafft.<\/p>\n<p>Sie sprang zur\u00fcck zur anderen Seite, sp\u00e4hte zwischen den Zinnen hindurch und wurde gerade noch Zeuge, wie Advon hastig einem Ritter ausweichen musste, der in vollem Galopp auf die Zugbr\u00fccke zuhielt und sich mit lauten Rufen Platz verschaffte. Eine stattliche Statur hatte er und trug einen weizenfarbenen Wappenrock. Yarl Grootplen hatte den Weg vom Turnierplatz bemerkenswert schnell zur\u00fcckgelegt.<\/p>\n<p>Advon balancierte f\u00fcr einen Herzschlag gef\u00e4hrlich nahe am Rand der Br\u00fccke. Aber es ging gerade noch gut, D\u00fdamir\u00e9e atmete auf. Nicht auszudenken, wenn er just in diesem Moment in den Burggraben gefallen w\u00e4re. Advon konnte zwar schwimmen, aber das Wasser h\u00e4tte augenblicklich seine Magie gel\u00f6scht. Alle h\u00e4tten ihn gesehen. Es h\u00e4tte genau das Aufsehen gegeben, das sie vermeiden wollten.<\/p>\n<p>D\u00fdamir\u00e9e flitzte zur\u00fcck zur Hofseite. Wer dort gerade im Weg stand, bildete hastig eine Gasse vor dem Ritter, um nicht niedergeritten zu werden. Der Stallknecht, der zuvor schon <em>yarl<\/em> Altabetes Pferd in Empfang genommen hatte, kam herbeigest\u00fcrzt.<\/p>\n<p>\u201eUnerh\u00f6rt!\u201c, h\u00f6rte D\u00fdamir\u00e9e jemanden emp\u00f6rt ausrufen, wahrscheinlich einen ausw\u00e4rtigen Gast. \u201eWollt Ihr jemanden umbringen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas ist <em>yarl<\/em> Grootplen!\u201c, schnappte sie eine andere Stimme auf. \u201eWarum mag der so eilig sein?\u201c<\/p>\n<p>\u201eOb etwas geschehen ist, dr\u00fcben beim Festplatz?\u201c<\/p>\n<p>Der schnauzb\u00e4rtige Ritter hielt sich nicht damit auf. Er sa\u00df ab und hastete ohne ein Wort weiter, hin\u00fcber zur Halle.<\/p>\n<p>D\u00fdamir\u00e9e rannte auf der Mauerkrone hin\u00fcber zum Hauptgeb\u00e4ude, wuselte dann kopf\u00fcber die Wand hinab und jagte ihm \u00fcber den Hof hinterher. Das war nicht ungef\u00e4hrlich, denn die Leute waren abgelenkt und niemand achtete auf seine F\u00fc\u00dfe.<\/p>\n<p>\u201eDa ist etwas passiert\u201c, fing sie noch auf. \u201eDie <em>yarlay<\/em> so in Hast!\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, habt ihr vorhin gesehen, wie Altabete geschimpft hat?\u201c<\/p>\n<p>\u201eHoffentlich ist es nichts Ernstes!\u201c<\/p>\n<p>\u201eNichts Ernstes? Darum w\u00fcrden sie nicht so r\u00fccksichtslos Leute niederreiten!\u201c<\/p>\n<p>\u201eWer wurde niedergeritten?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIst da vorn am Tor was passiert?\u201c<\/p>\n<p>\u201eWei\u00df jemand, was hier los ist?\u201c<\/p>\n<p>D\u00fdamir\u00e9e h\u00f6rte nicht weiter hin. Sie musste unbedingt Schritt mit dem Ritter halten! In dem Moment, in dem er an den Wachen vorbeiging, w\u00fcrden die M\u00e4nner nicht auf etwas am Boden achten. D\u00fdamir\u00e9e jagte ihm nach. Zum Gl\u00fcck war Grootplen nicht mehr ganz so beh\u00e4nde wie die j\u00fcngeren Herren. Sie sprang und krallte sich am Saum seines schweren Reitmantels fest. Gerade noch rechtzeitig! Die dicke, gewalkte Wolle bot ausreichenden Halt. Und Nokt\u00e1ma war wohl auch der Ansicht, dass es ein guter Plan war. Jedenfalls lie\u00df Grootplen sich durch die kleine zus\u00e4tzliche Last nicht beirren \u2013 wenn er sie \u00fcberhaupt sp\u00fcrte in seiner Gesch\u00e4ftigkeit.<\/p>\n<p>Die W\u00e4chter vor der Halle lie\u00dfen den <em>yarl<\/em> einfach passieren. Grootplen stapfte gru\u00dflos an ihnen vorbei.<\/p>\n<p>Der Saal war pr\u00e4chtig geschm\u00fcckt, aber verwaist. Beide Throne waren unbesetzt. Doch Grootplen wusste, wohin er zu gehen hatte. Das Eichh\u00f6rnchen sprang ab, wuselte hinter seinem R\u00fccken den n\u00e4chsten Wandteppich empor und von dort hinauf zu der Galerie, die um die Halle herum verlief.<\/p>\n<p>Grootplen erklomm die Stiege zur oberen Etage und verschwand dort durch eine Seitent\u00fcr. D\u00fdamir\u00e9e huschte hinterher. Wie gut, dass das Eisenzeug des Ritters laut genug klirrte, um das Patschen ihrer kleinen Pfoten auf den Steinfliesen zu \u00fcbert\u00f6nen.<\/p>\n<p>Der Durchgang f\u00fchrte zu einer Wendeltreppe, die ein St\u00fcck h\u00f6her ins Geb\u00e4ude f\u00fchrte. Oben angekommen, gelangte man an einen Korridor, von dem mehrere T\u00fcren abgingen. Und hier stand tats\u00e4chlich ein weiterer Wachposten. Kein Zweifel \u2013 das waren die pers\u00f6nlichen Gem\u00e4cher der <em>teiranday<\/em> und ihrer engsten Vertrauten.<\/p>\n<p>Auch dieser W\u00e4chter lie\u00df Grootplen anstandslos passieren. D\u00fdamir\u00e9e z\u00f6gerte und sp\u00e4hte dem <em>yarl<\/em> \u00fcber die Kante der letzten Treppenstufe hinweg hinterher. Hier kam sie nicht unbemerkt vorbei. Links und rechts auf dem Treppenabsatz gab es nichts, wo sie sich h\u00e4tte verstecken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mit dem Gangw\u00e4chter wollte sie sich aber nicht aufhalten. Der w\u00fcrde vielleicht versuchen, sie einzufangen, wenn sie an ihm vorbeihuschte. Selbst wenn er sie nicht erwischte, w\u00fcrde das Aufsehen erregen und vielleicht \u00c4rger hervorrufen. Das war das Risiko nicht wert. Sie beobachtete, wie Grootplen in eines der Zimmer auf der rechten, dem Hof zugewandten Seite eintrat. Dann rannte sie die Treppe ein St\u00fcck zur\u00fcck hinab zu einem Lichtschlitz, schl\u00fcpfte dort hindurch und kletterte an der Au\u00dfenmauer entlang, bis dorthin, wo sie das Gemach vermutete.<\/p>\n<p>Sie hatte sich im Weg nicht versch\u00e4tzt. Aber hier kam sie nicht weiter. Ein pr\u00e4chtiges, buntes Bleiglasfenster versperrte ihr den Weg. Darin gab es zwar eine L\u00fcftungsklappe, aber die war geschlossen. Kein Wunder, denn es war k\u00fchl und zugig, hier oben in dieser H\u00f6he.<\/p>\n<p>Das Fenster stellte ein Abbild von Patagh\u00edus Glanz dar, eine helle Scheibe mit einem Strahlenkranz. Wenn am Morgen der echte Glanz auf das Glas traf, musste das von innen \u00e4u\u00dferst beeindruckend aussehen. D\u00fdamir\u00e9e hockte sich auf den Sims, dr\u00fcckte die Wange an die Scheibe und sp\u00e4hte hindurch.<\/p>\n<p>Da waren sie, alle miteinander. K\u00edan\u00e1 von Wijdlant sa\u00df mit m\u00fcdem Blick in ihrem Thronsessel. Der an ihrer Seite war verwaist: Asga\u00fd von Spagor war aufgesprungen und lief unruhig hin und her. Was er redete, war unverst\u00e4ndlich, das Glas lie\u00df nur dumpfes Murmeln hindurch. Aber er sprach wohl zu den <em>yarlay<\/em>, die au\u00dferhalb ihres Blickfeldes standen.<\/p>\n<p>Und da, im Hintergrund, auf einer Bank neben dem Kamin, das sa\u00df Manj\u00e9v und hielt Truda im Arm. Das j\u00fcngere M\u00e4dchen bebte, es weinte. Manj\u00e9v hatte ihre Stirn sanft gegen den Kopf ihrer Hofdame gelehnt und strich ihr gerade eine Tr\u00e4ne von der Wange.<\/p>\n<p>D\u00fdamir\u00e9e schaute zum Kamin. Dann hinauf zum Dach.<\/p>\n<p>Einige Herzschl\u00e4ge sp\u00e4ter kletterte die Schattens\u00e4ngerin kopf\u00fcber durch die Dunkelheit des Kamins, die Ohren gespitzt. Unter ihren Krallen rieselte Ru\u00df hinab, Rauch zog an ihr vorbei und reizte ihre Nase. Das leise Niesen des Eichh\u00f6rnchens hallte seltsam an den gemauerten W\u00e4nden wider.<\/p>\n<p>Dann drang das Schluchzen von Truda Emberbey an D\u00fdamir\u00e9es Ohren. Die Schattens\u00e4ngerin hielt inne und versp\u00fcrt inniges Mitleid. Vorhin noch hatte das M\u00e4dchen unbeschwert geplappert und sich leichtherzige Gedanken \u00fcber junge Burschen gemacht. Jetzt hatte tiefes Lied sie aus ihren Tr\u00e4umen gerissen. Manj\u00e9v fl\u00fcsterte auf ihre Freundin ein, aber aus jeder Silbe klang Hilflosigkeit.<\/p>\n<p>D\u00fdamir\u00e9e lie\u00df sich auf dem R\u00fccksprung nieder, der den Rauchfang mit dem Kamin verband. Das war schon besser. Hier konnte sie sich unter den Dunst ducken und mith\u00f6ren, was der <em>teirand<\/em> seinen Rittern zu sagen hatte. Weiter vor gelangte sie nicht, denn dort knisterte das Kaminfeuer. Zwar nur mit kleinen Flammen, aber der Gestank von angesengtem Pelz h\u00e4tte sie verraten.<\/p>\n<p>\u201e\u2026 wir <em>k\u00f6nnen<\/em> nichts unternehmen!\u201c, h\u00f6rte sie einen der Ritter sagen. \u201eSelbst, wenn wir abk\u00f6mmlich w\u00e4ren, wo sollten wir die Suche beginnen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eWollt Ihr denn unt\u00e4tig bleiben, Altabete? Das Kind ist in Gefahr!\u201c<\/p>\n<p>Kind? D\u00fdamir\u00e9e horchte. Welches Kind?<\/p>\n<p>\u201eDer Schurke kann nicht weiter als zwei Tagesritte von Emberbey weg sein.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, aber in welcher Richtung? Wo wollt Ihr suchen? Ebenso gut k\u00f6nnt ihr mit geschlossenen Augen auf eine Zielscheibe schie\u00dfen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber wir k\u00f6nnen doch nicht nichts tun!\u201c<\/p>\n<p>\u201eMajest\u00e4t\u201c, mahnte <em>yarl<\/em> Mor\u00e9aval, \u201eman <em>kann<\/em> nicht immer etwas tun.\u201c<\/p>\n<p>\u201eRa\u00fdneta\u201c, schluchzte Truda. Sie war dicht beim Feuer, der Kamintrichter verst\u00e4rkte ihre erstickte Stimme. \u201eUnd wenn er Ra\u00fdneta etwas antut?\u201c<\/p>\n<p>Ra\u00fdneta? D\u00fdamir\u00e9e neigte sich vor und h\u00e4tte sich fast die Tasthaare versengt. Den Namen hatte sie schon einmal geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>\u201eKeine Angst, Kind\u201c, sagte die <em>teiranda<\/em>, die es auch geh\u00f6rt hatte. \u201eDer Misset\u00e4ter w\u00e4re leichtsinnig, deiner Schwester etwas anzutun.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa\u201c, best\u00e4tigte <em>yarl<\/em> Grootplen. \u201eEr braucht sie als Schild. Schlie\u00dflich wird er verfolgt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd wenn niemand meine Schwester rettet?\u201c<\/p>\n<p>\u201eEr wird versuchen, so schnell wie m\u00f6glich unterzutauchen.\u201c Das war wieder Mor\u00e9aval. Er klang so besonnen wie zuvor. \u201eEr wird das Kind nur so lange bei sich behalten, wie er schutzlos auf der Flucht ist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd dann?\u201c, platzte Truda heraus, in heller Angst. \u201eWas wird er mit ihr machen, wenn er sie nicht mehr <em>braucht<\/em>?\u201c<\/p>\n<p>\u201eRuhig, Truda. Bestimmt l\u00e4sst er sie einfach laufen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNachdem er meinen Vater <em>ermordet<\/em> hat? Einen alten Mann in seinen letzten Tagen? So einer hat keine Achtung, nicht vor dem Alter, nicht vor einem Kind!\u201c<\/p>\n<p>Also war Alsg\u00f6r Emberbey tats\u00e4chlich gewaltsam hinter die Tr\u00e4ume gegangen. D\u00fdamir\u00e9e seufzte und dachte den Totengru\u00df.<\/p>\n<p>\u201eWas denkt Ihr, Altabete?\u201c, fragte Asga\u00fd von Spagor. Ratlosigkeit klang aus seiner Stimme. \u201eIn welche Richtung mag er geflohen sein?\u201c<\/p>\n<p>\u201eVermutlich nach Virhav\u00e9t\u201c, antwortete der Ritter sachlich. \u201eDas n\u00e4chstgelegene Ziel, um schnell unterzutauchen. In der Stadt gibt es genug <em>b\u00e1chorkoray<\/em>, um zwischen ihnen zu verschwinden. Genug dunkle Winkel, um sich zu verstecken. Und ausreichend Schiffe, um schnell und weit zu verschwinden.\u201c<\/p>\n<p>\u201eOder nach Osten\u201c, sagte Grootplen.<\/p>\n<p>\u201eNach Osten? Wieso nach Osten?\u201c<\/p>\n<p>\u201eWeil mir nicht einfallen w\u00fcrde, weshalb jemand in einem der <em>yarlm\u00e1lon<\/em> diesseits der S\u00fcmpfe einen <em>b\u00e1chorkor<\/em> ausschicken w\u00fcrde, um einen alten <em>yarl<\/em> in seinem Bett niederzustechen.\u201c<\/p>\n<p>Truda weinte auf. D\u00fdamir\u00e9e schlug ihre Krallen in den Stein. Sie f\u00fchlte den Schmerz, als w\u00e4re es ihr eigener. Aber was hatte ein <em>b\u00e1chorkor<\/em> damit zu tun?<\/p>\n<p>\u201eVortrefflich, Herr Daap\u201c, r\u00fcgte die <em>teiranda<\/em>. \u201eIhr habt Feingef\u00fchl wie ein Streithammer.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMajest\u00e4t, ich sprach nur aus, was wir wohl alle denken.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDenken wir alle dasselbe?\u201c, fragte Asga\u00fd von Spagor, wohl verunsichert, welchen Gedanken er sich anzuschlie\u00dfen hatte.<\/p>\n<p>\u201eJa, Majest\u00e4t.\u201c Das war wieder Mor\u00e9aval. \u201eDas Gebiet von Emberbey w\u00e4re eine h\u00fcbsche Erweiterung nach Westen, lie\u00dfe es sich an Ferocriv\u00e9 anschlie\u00dfen. Man k\u00f6nnte damit die l\u00e4stigen S\u00fcmpfe \u00fcber den Seeweg umgehen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eL\u00e4cherlich. Es liegt doch auf der Hand, dass wir uns das nicht gefallen lie\u00dfen! Die Tage vulg\u00e4ren Landraubs sind l\u00e4ngst vorbei!\u201c<\/p>\n<p>\u201eNach Eurer Ehre\u201c, gab Altabete zu bedenken. \u201eUnter der Hand hochedler und tugendhafter <em>teiranday<\/em>, so wie Ihr es seid.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIn den ungez\u00fcgelten <em>yarlm\u00e1lon<\/em> zwischen Sumpf und Felsen mag das anders aussehen. Ihr wisst, was mit der <em>teiranda<\/em> im Osten geschehen ist, als ihre <em>yarlay<\/em> aufgebegehrten.\u201c<\/p>\n<p>D\u00fdamir\u00e9e wusste das nicht. Allerdings tat ihr niemand den Gefallen, es zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>\u201eEs kommt nichts Gutes aus Ferocriv\u00e9!\u201c, schnappte Truda. \u201eUnd aus Rodekliv auch nicht!\u201c<\/p>\n<p>Rodekliv? War das nicht dort, von wo Venghi\u00e1r gekommen war?<\/p>\n<p>\u201eDas mag der Grund daf\u00fcr sein, dass immer wieder Leute versuchen, von dort wegzukommen\u201c, sagte Grootplen. \u201eBerichtete nicht Althopian immer wieder von den armen Weggelaufenen, die auf seinem Land aufkreuzen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eHerr Alsg\u00f6r berichtete \u00c4hnliches. Fr\u00fcher\u201c, sagte Asga\u00fd von Spagor. \u201eSeit ein paar Wintern war damit Schluss.\u201c Yarl Grootplen schnaubte. \u201eWahrscheinlich machen sie es niemandem mehr allzu leicht, zu entwischen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs bringt uns nichts, auf Verdacht eine Schuld zuzuweisen.\u201c K\u00edan\u00e1 von Wijdlant klang ruhig, bed\u00e4chtig. \u201eDie <em>yarlay<\/em> von Ferocriv\u00e9 und Rodekliv haben seit den Chaoskriegen keinen Zank mehr mit anderen <em>yarlm\u00e1lon<\/em> gesucht. Warum sollten sie es nun auf eine so absurde Art beginnen? Die dringlichere Frage ist: Was tun wir nun mit dem, was wir gesichert wissen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eMan wird Fragen stellen. Nach dem Verbleib von Herrn Alsg\u00f6r.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIm Gegenteil. Was geschehen ist, wird sich rasend herumsprechen. Zur Unzeit. Der <em>yarl<\/em> gemordet und die j\u00fcngste Erbin entf\u00fchrt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs wird sich kaum verheimlichen lassen\u201c, wagte nun auch Manj\u00e9v, etwas zu sagen. \u201eSp\u00e4testens zu Osse Emberbey Amtseinsetzung werden sie erwarten, dass sein Vater hier ist, um ihm den Ring zu geben.\u201c<\/p>\n<p>Schlagartig war es still im Raum. Nur Truda weinte leise, und die Flammen knisterten.<\/p>\n<p>\u201eMajest\u00e4t, es wird keine Zeremonie geben k\u00f6nnen\u201c, sagte Mor\u00e9aval schlie\u00dflich.<\/p>\n<p>\u201eWie? Warum nicht?\u201c<\/p>\n<p>\u201eSolange der Mord nicht aufgekl\u00e4rt ist, kann Herr Osse nicht auf das Amt seines Vaters aufr\u00fccken. So will es das Gesetz. Wir brauchen das Bekenntnis des M\u00f6rders. Oder das seines Auftraggebers.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWarum? Osse ist der Erbe! Er ist Herrn Alsg\u00f6rs Erstgeborener, der ihm im Amt nachfolgt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eManj\u00e9v, Kind,\u201csagte K\u00edan\u00e1 von Wijdlant sanft, \u201eso einfach ist es jetzt leider nicht mehr.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber warum?\u201c<\/p>\n<p>\u201eWeil Herr Osse derjenige gewesen sein k\u00f6nnte, der den Mordbuben beauftragt hat\u201c, sagte <em>yarl<\/em> Altabete sachlich.<\/p>\n<p>\u201eDas ist gelogen!\u201c, fuhr Truda auf. \u201eWie k\u00f6nnt Ihr es wagen \u2026\u201c<\/p>\n<p>\u201eGemach!\u201c, fiel Mor\u00e9aval ihr sanft ins Wort. \u201eHerr Andri\u00e9r hat ganz recht. Wenn er es auch etwas anders h\u00e4tte formulieren k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMein Bruder war seit mehreren Wintern bezeugt nicht n\u00f6rdlich des Montaz\u00edel!\u201c<\/p>\n<p>\u201eW\u00e4re das ein Beweis seiner Unschuld? Oder ein Grund, einen Handlanger vorzuschicken?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas ist absurd!\u201c<\/p>\n<p>\u201eNat\u00fcrlich ist es das\u201c, beschwichtigte K\u00edan\u00e1 von Wijdlant. \u201eAber wenn wir von unserer Voreingenommenheit gegen\u00fcber den Ungez\u00fcgelten absehen \u2013 wer, wenn nicht der Erbe, h\u00e4tte ein Interesse am Tod des Vaters? An dem Land, der Burg? Der Bucht?\u201c<\/p>\n<p>Truda schwieg verwirrt. D\u00fdamir\u00e9e staunte \u00fcber die Gedanken, die den Menschen kamen.<\/p>\n<p>\u201eNein\u201c, sagte Manj\u00e9v. \u201eDas ist so unerh\u00f6rt, dass ich es nicht <em>aussprechen<\/em> kann! Warum sollte Osse Emberbey, der brillanteste Verstand und das makellose Herz, das man sich nur vorstellen kann, seinen eigenen Vater ermorden lassen, um etwas zu bekommen, was ihm ohnehin geh\u00f6rt?\u201c<\/p>\n<p>\u201eMajest\u00e4t, niemand hier im Raum hat einen ernsthaften Zweifel an Osse Emberbeys makellosem Herzen\u201c, beteuerte <em>yarl<\/em> Grootplen. \u201eAber wir d\u00fcrfen keinen Unterschied vor unseren Gesetzen machen. Schon gar nicht vor all den hochedlen G\u00e4sten. Soll es ausgerechnet von uns hei\u00dfen, wir w\u00fcrden die Regeln, die so lange Zeit Frieden in Weltenspiel gebracht haben hintanstellen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas w\u00e4re sicherlich Osse Emberbey selbst nicht recht\u201c, setzte der <em>teirand<\/em> hinzu.<\/p>\n<p>\u201eEs gef\u00e4llt mir nicht, dass Osse aus Iva\u00e1l zur\u00fcckkommt und zugleich mit dem Verlust seines Vaters und seiner Unbescholtenheit empfangen wird.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch denke, dar\u00fcber m\u00fcssen wir uns keine Gedanken machen\u201c, meinte der <em>teirand<\/em>. \u201eIm Gegenteil. Osse Emberbey wird derjenige sein, der am meisten auf die Regeln und Riten gibt, die das Weltenspiel in Ordnung halten. Und so die M\u00e4chte es wollen, wird sich bis dahin vielleicht die <em>yarlaranda<\/em> l\u00e4ngst wiederfinden und der Mordbube, der sie entf\u00fchrt hat.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas soll denn Eurer Meinung nach geschehen? In Virhav\u00e9t und dem Umland k\u00f6nnen sie schlecht auf Verdacht s\u00e4mtliche <em>b\u00e1chorkoray<\/em> ergreifen lassen!\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas, Herr Daap, ist schon allein deshalb nicht m\u00f6glich, weil sich so ziemlich alle <em>b\u00e1chorkoray<\/em> zwischen Spagor und Valfront\u00edr hier in Wijdlant zusammenscharen werden. Keiner von ihnen wird sich die Gelegenheit entgehen lassen, sich hier Publikum zu suchen.\u201c Mor\u00e9aval dachte kurz nach und f\u00fcgte hinzu: \u201eTats\u00e4chlich w\u00e4re es von dem Kerl sehr schlau, die <em>yarlaranda<\/em> laufen zu lassen und hier im Gewimmel unterzutauchen.\u201c<\/p>\n<p>D\u00fdamir\u00e9e lie\u00df ihre Gedanken schweifen. Das Spielbrett kam ihr in den Sinn. Die lauteren Ritter und jene, die die Farbe wechselten. Es hat begonnen, dachte sie schaudernd. Nicht so, wie Papa es dachte, oder zumindest nicht sofort. Oder vielleicht nur zum Teil.<\/p>\n<p>\u201eUnd nun? Was k\u00f6nnen wir tun?\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir m\u00fcssen Zeit gewinnen\u201c, sagte die <em>teiranda<\/em>. \u201eWenigstens bis zum Tag der Zeremonien. Wir m\u00fcssen die M\u00e4chte bitten, dass der Verdacht sich bis dahin entkr\u00e4ftet. Bis dahin sollten wir versuchen, den Mord an Herrn Alsg\u00f6r so klein zu halten wie m\u00f6glich.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas?\u201c, begehrte Truda auf. \u201eWie k\u00f6nnt Ihr so reden, Majest\u00e4t! Mein Vater \u2026 er war Euer getreuer Dienstmann!\u201c<\/p>\n<p>\u201eHerr Alsg\u00f6r war f\u00fcr mich wie ein Vater, Truda Emberbey\u201c, sagte Asga\u00fd von Spagor sanft. \u201eIch bin sicher, dass wir in seinem Sinne handeln. Oder glaubst du, er h\u00e4tte gern eine Anklage gegen seinen Sohn gesehen? Oder Gerede, das unter Edlen aus dem ganzen Weltenspiel ausbricht, sobald sich die Kunde von einem gedungenen M\u00f6rder herumspricht?\u201c<\/p>\n<p>\u201eOder von einem <em>yarlm\u00e1lon<\/em> ohne <em>yarl<\/em>?\u201c, erg\u00e4nzte Altabete.<\/p>\n<p>\u201eVenghi\u00e1r ist da\u201c, wisperte Truda geistesabwesend. \u201eEr ist sicher schon dem M\u00f6rder auf den Fersen. Venghi\u00e1r \u2026 jagt so gern. Er schie\u00dft wie kein Zweiter. Das hat man ihm in \u2026 Rodekliv \u2026\u201c Ihre Stimme brach. Manj\u00e9v begann wieder, auf sie einzureden, so sanft, so lieb, wie D\u00fdamir\u00e9e es von ihr erwartete. Manj\u00e9vs Herz mochte kompliziert sein, aber es war so viel Milde darin. F\u00fcr alle, au\u00dfer f\u00fcr den armen Merrit.<\/p>\n<p>\u201eWie halten wir eine Kunde klein, die auf den Taubenschwingen fortreist?\u201c, fragte Grootplen schlie\u00dflich.<\/p>\n<p>\u201eGanz einfach\u201c, antwortete die <em>teiranda<\/em>. \u201eWir sperren sie ein. Oder sieht einer der Herren hier einen dringlichen Grund, warum wir die Nachricht mit Eile weiterschicken sollten?\u201c<\/p>\n<p>Das schien die M\u00e4nner kurzzeitig zu verwirren. Dann sagte Altabete langsam. \u201eNun, wie oft kommt es vor, dass eine Taube \u2026 vom Falken geschlagen wird.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas m\u00fcssten ziemlich viele Falken sein, die den ganzen Schwarm zugleich vertilgen\u201c, wandte der <em>teirand<\/em> ein.<\/p>\n<p>\u201eSelbst wenn die eine oder andere Taube anderswo gelandet ist, westlich des R\u00edflu\u00edr und in Virhav\u00e9t &#8230; wie lange braucht sie zu Fu\u00df oder zu Pferde hierher?\u201c<\/p>\n<p>\u201eLang genug, Herr Daap. Und selbst, wenn ein Ger\u00fccht an uns vorbeihuscht, bin ich sicher, dass Ihr Herren es mit Diskretion bremsen k\u00f6nntet. Nicht wahr?\u201c<\/p>\n<p>Es klirrte viel Eisen im Raum. Die Ritter scheinen sich unbehaglich zu regen. Dann erhob sich die <em>teiranda<\/em>. Der Stoff ihres Gewandes raschelte. Dann trat sie vor den Kamin. D\u00fdamir\u00e9e konnte den prachtvoll bestickten Saum ihres Kleides sehen.<\/p>\n<p>\u201eDu magst es nicht versehen, Truda Emberbey\u201c, sagte K\u00edan\u00e1 von Wijdlant. \u201eAber sei dir gewiss, dies alles tun wir, um Euch zu sch\u00fctzen. M\u00f6gen die M\u00e4chte deine Schwester unversehrt zu uns bringen.\u201c<\/p>\n<p>Truda schluchzte. Und die <em>teiranda<\/em> lie\u00df ein kleines St\u00fcck Papier ins Feuer fallen.<\/p>\n<p>\u201eMeine Herren? Habt Ihr nichts zu tun?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNat\u00fcrlich, Majest\u00e4t. Auf dem Turnierplatz gibt es ein Problem mit den Tischlern. Eine Kleinigkeit, aber ich muss mich darum k\u00fcmmern.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch komme mit Euch, Herr Daap. Ich muss einen Pferdedieb zur Rede stellen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDann geht. Herr J\u00f3ndere, Ihr kommt mit uns. Wir haben die G\u00e4ste schon zu lange warten m\u00fcssen. Manj\u00e9v?\u201c<\/p>\n<p>\u201eMama?\u201c<\/p>\n<p>\u201eBleib mit Truda hier. Hier seid ihr sicher vor Blicken und Fragen. Bleibt ruhig hier, solange es Tr\u00e4nen gibt. Niemand wird euch st\u00f6ren. Dann geht hin\u00fcber ins Haus. Truda, du magst dich den Rest des Tages zur\u00fcckziehen. Manj\u00e9v, wir haben Tafelg\u00e4ste heute Nacht. Die kommen im Wesentlichen, um dich zu sehen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, Mama.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDanke, Majest\u00e4t\u201c, schluchzte Truda.<\/p>\n<p>D\u00fdamir\u00e9e wartete, bis die <em>teiranday<\/em> und die drei Ritter das Gemach verlassen hatten. Dann sprang sie vom Rauchfang herab, verwandelte sich und haschte das Papier aus der Glut, bevor Flammen danach z\u00fcngeln konnten. In einer Wolke aus Asche und Funken glitt sie durch das Feuer und versetzte die <em>teirandanja<\/em> und ihre Hofdame in hellen Schrecken.<\/p>\n<p>\u201eD\u00fdamir\u00e9e!\u201c, rief Manj\u00e9v aus. \u201eWo \u2026\u201c<\/p>\n<p>\u201ePst!\u201c Die Magierin legte ihr den ru\u00dfschwarzen Finger auf die Lippen. Dann entfaltete sie den Zettel und begann, zu lesen.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/scherbenlied-oder-die-suche-nach-dem-boesen-band-3\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-4617","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-03_scherbenlied"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4617","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4617"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4617\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4663,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4617\/revisions\/4663"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4617"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4617"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4617"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}