{"id":4257,"date":"2025-09-08T00:05:38","date_gmt":"2025-09-07T22:05:38","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=4257"},"modified":"2025-09-08T00:05:49","modified_gmt":"2025-09-07T22:05:49","slug":"025-laubengespraeche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/09\/08\/025-laubengespraeche\/","title":{"rendered":"025: Laubengespr\u00e4che"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SL_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1992\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p>Manj\u00e9v war es zugleich hei\u00df und kalt geworden, als sie den wappenlosen Ritter hatte reden h\u00f6ren; hei\u00df vor Scham und kalt vor Entsetzen. Jedes seiner Worte schien direkt an sie gerichtet gewesen zu sein. Aber konnte er wissen, dass es ihr eingefallen war, mit Advon Ir\u00edsolor einen eigenen, <em>heimlichen<\/em> Favoriten ins Turnier zu schicken?<\/p>\n<p>Nein, sicher nicht. Woher sollte er davon erfahren haben? Sicher war es ihr eigenes, lastvolles Gewissen, und der fremde <em>yarl<\/em> aus seinen eigenen Gr\u00fcnden misstrauisch gestimmt. Bei den M\u00e4chten, sie <em>durfte<\/em> sich nichts anmerken lassen!<\/p>\n<p>\u201eEin seltsamer Gast\u201c, sagte K\u00edan\u00e1 von Wijdlant, als sie mit ihrer Tochter und Truda den Garten betrat und auf die Rosenlaube zusteuerte. Sie kamen an einem Gem\u00fcsebeet vorbei, wo der G\u00e4rtner und seine Gehilfen mit Harken und Hacken zugange waren und untereinander sprachen. Als sie ihre Herrin bemerkten, d\u00e4mpften sie ihre Stimmen.<\/p>\n<p>\u201eWas geht hier vor?\u201c, erkundigte die <em>teiranda<\/em> sich arglos.<\/p>\n<p>Der G\u00e4rtner verneigte sich und nahm seinen Strohhut ehrerbietig ab. \u201eHerrin, es sind wohl in der Nacht gierige Tiere in die Burg eingedrungen und hat einen guten Teil des S\u00fc\u00dfkohls verbissen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eTiere? Was f\u00fcr Tiere?\u201c<\/p>\n<p>\u201eHerrin, wenn ich nicht genau w\u00fcsste, dass es kein Hochwild gewesen sein kann, ich w\u00fcrde sch\u00e4tzen, es war mindestens ein Halbdutzend ausgehungerter Windninchen. Aber wir finden keine Spuren. Keine Losung. Nicht einmal ein Haar.\u201c<\/p>\n<p>\u201eVielleicht haben sie sich unter der Mauer durchgegraben?\u201c, fragte Truda.<\/p>\n<p>\u201eNachdem sie durch den Graben geschwommen sind?\u201c Die <em>teiranda<\/em> war am\u00fcsiert. Den G\u00e4rtner fragte sie: \u201eIst noch etwas daran zu retten?\u201c<\/p>\n<p>Wortlos zeigte einer der Gehilfen einen halben S\u00fc\u00dfkohlkopf vor. Truda verbiss sich ein Kichern. Manj\u00e9v war verlegen. Sie wusste ja ganz genau, in wessen Maul die andere H\u00e4lfte gelandet war, wen sie daf\u00fcr sogar gelobt hatte.<\/p>\n<p>\u201eWir ernten die Reste, bevor die Schnecken sie sich holen. In der K\u00fcche k\u00f6nnen sie vielleicht noch ein Essigkraut daraus machen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIgitt\u201c, fl\u00fcsterte Truda. Sie fand S\u00fc\u00dfkohl ebenso scheu\u00dflich wie ihre junge Herrin, einerlei ob eingemacht oder frisch geerntet.<\/p>\n<p>\u201eTut das. Und lasst heute Nacht die Hunde hier im Garten laufen. Vielleicht h\u00e4lt das die Windninchen ab.\u201c Die <em>teiranda<\/em> schenkte den Gartenknechten einen milden Blick und schritt weiter zur Rosenlaube hin\u00fcber. Manj\u00e9v eilte ihr rasch nach. Truda hatte M\u00fche, ihr in sittsamen Schritt zu folgen.<\/p>\n<p>Die Rosen, die die Laube umrankten, waren schon fast abgebl\u00fcht. Aber das gr\u00fcne Laub bot den drei Damen noch genug Schutz, um ungest\u00f6rt zu sein. K\u00edan\u00e1 von Wijdlant lie\u00df sich auf der Bank nieder und schwieg einen Moment, nachdem die jungen Damen Platz genommen hatten.<\/p>\n<p>\u201eManj\u00e9v\u201c, sagte sie dann ernst, \u201edu hast deinen Gast lange warten lassen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEntschuldige, Mama. Ich war so m\u00fcde.\u201c<\/p>\n<p>\u201eHabt ihr zwei die ganze Nacht durch getuschelt und geschwatzt?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein, Mama.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch habe auch ganz fest geschlafen, Herrin\u201c, bekr\u00e4ftigte Truda.<\/p>\n<p>\u201eSorge du daf\u00fcr, dass Manj\u00e9v nicht noch einmal so sehr verschl\u00e4ft, Truda. Mit jedem Tag werden mehr G\u00e4ste eintreffen und vorsprechen wollen. Es geht auf dein <em>vaspos\u00e1r<\/em> zu, Kind. Die Herren sind von weit her gekommen, um dich zu sehen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, Mama.\u201c<\/p>\n<p>\u201eVersuche wenigstens, h\u00f6flich zu sein.\u201c Die <em>teiranda<\/em> l\u00e4chelte. \u201eIch wei\u00df, wie sehr es dich langweilt, aber es ist nun einmal ein wichtiger Anlass. Mit all diesen Herren und einflussreichen Leuten wirst du dich gut stellen und Frieden halten m\u00fcssen. Es w\u00e4re nicht dienlich, wenn du einen von ihnen zur\u00fccksetzt. Das k\u00f6nnte jemanden kr\u00e4nken.\u201c<\/p>\n<p>Manj\u00e9v seufzte. Solche Worte hatte sie seit dem letzten Winter sowohl von ihrer Mutter als auch von ihrem Vater geh\u00f6rt. \u201eIch wei\u00df, Mama. Aber ich bin froh, wenn ich die Sache hinter mir habe.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch finde es interessant\u201c, plauderte Truda. \u201eAll die edlen Herren und jungen M\u00e4nner von weit her \u2026\u201c<\/p>\n<p>\u201eHabt ihr beide euch schon unter den fremden Rittern umgeschaut?\u201c, fragte die <em>teiranda<\/em> und schnupperte beil\u00e4ufig an einer Rosenbl\u00fcte.<\/p>\n<p>\u201eWir waren gestern kurz da\u201c, erz\u00e4hlte Truda. \u201eAber nur ganz kurz\u201c, f\u00fcgte sie eilig hinzu, als sie Manj\u00e9vs warnenden Blick auffing.<\/p>\n<p>\u201eUnd? War schon einer dabei, der dir gefallen hat, Truda?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein. Ich \u2026 hab aber auch nicht richtig geguckt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNun, vielleicht bist du auch noch etwas zu jung f\u00fcr einen <em>h\u00fdardor<\/em>.\u201c Die <em>teiranda<\/em> l\u00e4chelte milde.<\/p>\n<p>\u201eIch bin auch nicht j\u00fcnger als T\u00edjnje\u201c, plapperte Truda in die Falle. K\u00edan\u00e1 von Wijdlant l\u00e4chelte.<\/p>\n<p>\u201eUnd du, Manj\u00e9v? Wie gefallen dir die Herren, die bereits ihre Zelte aufgeschlagen haben?\u201c<\/p>\n<p>Manj\u00e9v err\u00f6tete. Was sollte sie Unverf\u00e4ngliches darauf antworten. \u201eDer <em>yarlandor<\/em> von Ghelazia\u201c, behauptete sie, \u201escheint recht manierlich zu sein. Und der Sohn von <em>yarl<\/em> Tjiergroen, der wird doch sicher auch in den n\u00e4chsten Tagen eintreffen, oder?\u201c<\/p>\n<p>\u201eHattest du nicht vor einigen Tagen gesagt, der <em>yarlandor<\/em> von Tjiergroen sei ein stumpfer Protz?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch kann mich ja geirrt haben, Truda\u201c, antwortete Manj\u00e9v, etwas sch\u00e4rfer, als sie es vorgehabt hatte. \u201eZum Gl\u00fcck habe ich ja \u2026 <em>Auswahl<\/em>, wenn es so weit ist, nicht wahr?\u201c<\/p>\n<p>K\u00edan\u00e1 von Wijdlant schaute von einer zur anderen. Was sie sich dabei dachte, ging aus ihrer Miene nicht hervor.<\/p>\n<p>\u201eIch werde mir jeden Einzelnen anschauen, Mama\u201c, fuhr Manj\u00e9v artig vor. \u201eIch werde f\u00fcr <em>jeden<\/em> im Turnier applaudieren und alle Huldigungen entgegennehmen, ohne einen von ihren vor den Augen des anderen zu bevorzugen. Und wenn die M\u00e4chte mir tats\u00e4chlich einen <em>h\u00fdardor<\/em> schicken, dann werde ich es mir nicht anmerken lassen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs ist schade, dass dir die Sache so einerlei zu sein scheint, Kind. Alle sind aufgeregt und freuen sich auf das gro\u00dfe Fest. Nur du scheinst so zu tun, als sei dir das alles gleich.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas ist es nicht, Mama. Ich wei\u00df doch, wie wichtig es ist. Aber vielleicht ist unter den Rittern und edlen Herren nun einmal keiner f\u00fcr mich dabei. Du hast Papa doch auch nicht bei deinem <em>vaspos\u00e1r<\/em> gefunden, oder?\u201c<\/p>\n<p>K\u00edan\u00e1 von Wijdlant schaute geistesabwesend auf die Rose. Die war bereits \u00fcberbl\u00fcht, duftete herrlich, lie\u00df aber einige Bl\u00e4tter fallen, als sie sie ber\u00fchrte. \u201eNein\u201c, gestand sie dann. \u201eAber ich hatte mein <em>vaspos\u00e1r<\/em>, als ich noch \u2026 ein junges M\u00e4dchen war. Dein Gro\u00dfvater, m\u00f6ge er hinter den Tr\u00e4umen seinen Frieden haben, hatte keine Kosten und M\u00fchen gescheut, eines auszurichten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber dir hat keiner gefallen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs waren die Umst\u00e4nde. Ich <em>wollte<\/em> keinem gefallen, damals. Und sp\u00e4ter \u2026\u201c Sie sch\u00fcttelte den Kopf. \u201eFalsche Zeit, falscher Ort, falsche Erwartungen. Ich flehe zu den M\u00e4chten, dass es bei dir anders sein wird.\u201c<\/p>\n<p>\u201eT\u00edjnje hat eine pr\u00e4chtige Helmzier gefertigt, ganz allein\u201c, tratschte Truda arglos. \u201eSie glaubt \u2026 oh.\u201c Sie unterbrach sich hastig, denn der Rosenbogen, der den Eingang zur Laube darstellte, verdunkelte sich.<\/p>\n<p>\u201eHerr J\u00f3ndere. Da seid Ihr ja. Hat unser Gast die Burg verlassen?\u201c<\/p>\n<p><em>Yarl<\/em> Mor\u00e9aval trat ein und warf Truda einen fragenden Blick zu. Sicher hatte er aufgeschnappt, dass der Name seiner Tochter gefallen war. Nun h\u00e4tte er wohl zu gern gewusst, f\u00fcr wen der Helmschmuck gedacht war. Aber das konnte er nicht offen fragen.<\/p>\n<p>\u201eDieser sonderbare Herr Unbekannt ist wieder auf dem Weg ins Turnierlager\u201c, best\u00e4tigte der Ritter.<\/p>\n<p>\u201eWas haltet Ihr von dem Mann?\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs ist zu schade, dass ich nicht die Gelegenheit hatte, sein Schwert genauer anzuschauen. Vielleicht h\u00e4tte mir eine Meisterpunze einen Hinweis auf die Schmiede gegeben, die es gefertigt hat, und damit einen auf seine Herkunft.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIhr seid wohl neugierig, Herr J\u00f3ndere.\u201c Die <em>teiranda<\/em> war am\u00fcsiert.<\/p>\n<p>\u201eIhr m\u00fcsst doch nur den <em>maedlor<\/em> mit der Wappenrolle fragen\u201c, wandte Manj\u00e9v ein. \u201eVor dem musste er sich doch zu erkennen geben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas ist richtig, Majest\u00e4t, aber der <em>maedlor<\/em> d\u00fcrfte es mir ohne einen triftigen Anlass nicht sagen. Solange er nichts Regelwidriges tut oder sich zuschulden kommen l\u00e4sst, darf er bescheiden ohne Namen antreten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWas macht Euch so misstrauisch?\u201c<\/p>\n<p>\u201eUm ehrlich zu sein, Majest\u00e4t, und wenn Ihr mein Urteil duldet: Es war reichlich ungehobelt von dem Herrn, vor Euren Ohren anzuzweifeln, dass alles beim Turnier mit rechten Dingen zugehe.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas meine ich auch\u201c, sagte Manj\u00e9v eifrig. \u201eGanz recht, Herr J\u00f3ndere. Was f\u00fcr eine \u2026 <em>Unterstellung<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEr wird schlechte Erfahrungen gemacht haben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMerkw\u00fcrdig fand ich ihn auch. Stell dir vor, Manj\u00e9v, er will geh\u00f6rt haben, dass <em>Regenbogenritter<\/em> unter den Wettstreitern sind. So etwas albernes!\u201c<\/p>\n<p>Die <em>teiranda<\/em> und der <em>yarl<\/em> lachten. Manj\u00e9v wurde es schwindelig.<\/p>\n<p>\u201eManj\u00e9v?\u201c K\u00edan\u00e1 von Wijdlant neigte sich zu ihrer Tochter vor. \u201eIst dir nicht wohl?\u201c<\/p>\n<p>\u201eRegenbogenritter?\u201c, kicherte Manj\u00e9v, w\u00e4hrend ihr das Blut in den Adern zu Eiswasser zu gerinnen schien. \u201eSo ein Unsinn. Warum sollten <em>Magier<\/em> bei einem Turnier antreten?\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs ginge nicht gut f\u00fcr uns aus, wenn einer es versuchte. Sie sind unbesiegbar, nicht dazu bestimmt, Mann gegen Mann zu k\u00e4mpfen. Patagh\u00edu hat sie in die Welt gesetzt, um <em>Ungeheuer<\/em> in Schach zu halten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas ist so aufregend!\u201c, rief Truda aus. \u201eWie in den Romanen! Wie in den Geschichten der <em>b\u00e1chorkoray<\/em>!\u201c<\/p>\n<p>\u201eAusnahmsweise \u00fcbertreiben die <em>b\u00e1chorkoray<\/em> in dieser Sache nicht, das ist wahr.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIhr m\u00fcsst es wissen, Herr J\u00f3ndere. Ihr habt einst gegen einen Regenbogenritter gek\u00e4mpft\u201c, sagte Manj\u00e9v. Sie hatte das Gef\u00fchl, dass sie nicht schweigen konnte, so sehr ihr das Herz auch bis zum Hals pochte. Regenbogenritter? Bei den M\u00e4chten, war das ein verr\u00fcckter Zufall? War es m\u00f6glich, dass dieser wappenlose <em>yarl<\/em> Advon und Farbenspiel zu Gesicht bekommen hatte? Hatten sie nicht in der Nacht ganz kurz geglaubt, dass sich ein Mensch in der N\u00e4he aufhielt? Waren sie belauscht worden?<\/p>\n<p>Die Gedanken wirbelten in ihrem Kopf einher wie ein Schneegest\u00f6ber. Nein, das war unm\u00f6glich. Selbst wenn da jemand gewesen war, war er fortgewesen, bevor sie Advon Ir\u00edsolor gebeten hatte, Merrit Althopian, nun &#8230;\u00a0 aus dem Turnier zu <em>vertreiben<\/em>.<\/p>\n<p>\u201eDas ist richtig\u201c, sagte Mor\u00e9aval bescheiden und erntete einen beif\u00e4lligen Blick von Truda. \u201eUnd ich muss es den M\u00e4chten danken, dass ich mit dem Leben davongekommen bin.\u201c<\/p>\n<p>\u201eSelbst wenn sich ein Regenbogenritter beim <em>vaspos\u00e1r<\/em> zeigen w\u00fcrde\u201c, lenkte Manj\u00e9v ein, \u201ew\u00fcrde er sich nicht dazu herablassen, sich mit den Wettstreitern zu messen. Wozu auch? Sie brauchen nichts zu beweisen und haben nichts mit unseren B\u00fcndnissen zu schaffen. In Aur\u00f3p\u00e9a d\u00fcrfen sie nicht einmal die Stadt betreten. Sie halten sich aus nichtmagischen Dingen heraus. Ist es nicht so, Mama?\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs ist nie gut, wenn sich Magier in Menschendinge einbringen\u201c, best\u00e4tigte die <em>teiranda<\/em>. \u201eWir alle wissen das.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNun, wenn es Euch recht ist, Majest\u00e4t, erlaubt mir bitte, dass ich mich mit Herrn Daap berate. Herrn Daap ist unser misstrauischer Freund vielleicht auch schon auff\u00e4llig geworden. Er hat immerhin am meisten mit den Turnieraufbauten zu tun und ist am n\u00e4chsten an den Zelten.\u201c<\/p>\n<p>K\u00edan\u00e1 von Wijdlant dachte kurz nach und nickte dann. \u201eJa, tut das. Herr Daap und mein <em>h\u00fdardor<\/em> werden wohl im Amtszimmer des <em>mynstir<\/em> sein und \u00fcber den Aufbau reden. Vielleicht aber ergibt es Sinn, auch Herrn Andri\u00e9r hinzuzuziehen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch werde mit ihm sprechen.\u201c<\/p>\n<p>Die <em>teiranda<\/em> hob nachdenklich eines der Rosenbl\u00e4tter auf. \u201eEs ist \u00e4u\u00dferst \u00e4rgerlich, dass meine eigenen <em>yarlandoray<\/em> mit Abwesenheit von sich reden machen, w\u00e4hrend ihre Herausforderer von nah und fern herbeistr\u00f6men. Allein L\u00e1as Grootplen sei dabei entschuldigt. Und T\u00edjnje nat\u00fcrlich auch. Die <em>eld-yarlara<\/em> soll schlie\u00dflich nicht ohne Geleit aufbrechen. Was die anderen betrifft \u2026\u201c<\/p>\n<p>\u201eMerrit brauchte <em>ganz dringend<\/em> ein besonders gutes Pferd\u201c, erinnerte Truda sich an den geheimen Plan. \u201eEr kommt sicher gemeinsam mit seinem Vater bald hier an.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWisst Ihr, wie die Reisepl\u00e4ne von Herrn Wa\u00fdreth sich gestalten, Herr J\u00f3ndere?\u201c<\/p>\n<p>\u201eVermutlich wird er sich dem Gefolge von Herrn Alsg\u00f6r anschlie\u00dfen. Ich kann mir denken, dass die Herren zusammen reisen wollen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMein Vater ist nicht mehr so gut zu Pferd\u201c, sagte Truda. Ganz leise war sie pl\u00f6tzlich. \u201eSie werden nicht allzu schnell reisen k\u00f6nnen. Aber sie werden p\u00fcnktlich sein. Ganz bestimmt\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs ist gut, Truda. Es ist eine gro\u00dfe Ehre f\u00fcr uns, dass dein Vater den weiten Weg noch einmal auf sich nehmen will.\u201c<\/p>\n<p>\u201eVenghi\u00e1r wird ihm sicher voraus sein und ihn w\u00fcrdig vertreten. So lange, bis Osse auch eingetroffen ist, meine ich.\u201c<\/p>\n<p>Manj\u00e9v seufzte still und unbehaglich. Auf Venghi\u00e1r Emberbeys Gegenwart h\u00e4tte sie verzichten k\u00f6nnen. Wo immer der Gro\u00dfneffe des alten Emberbey auftauchte, breitete sich so ein seltsamer Missklang, ein Unbehagen aus. Ganz so, als geriete ein Tr\u00f6pfchen Seife in einen Kelch Wein.<\/p>\n<p>\u201eNun, dann sieht es wohl so aus, als sei J\u00e1ndris Altabete der einzige, der ohne guten Grund das Weite gesucht hat, ohne sich glaubhaft abzumelden.\u201c<\/p>\n<p>Mor\u00e9aval l\u00e4chelte. \u201eNun, Majest\u00e4t, sein Vater hat sich bereits etwas einfallen lassen, um seinen Sohn angemessen f\u00fcr diese Keckheit b\u00fc\u00dfen zu lassen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eTats\u00e4chlich?\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch habe Herrn Andri\u00e9r versprochen, es nicht weiterzutragen. Fragt ihn nur selbst.\u201c<\/p>\n<p>Manj\u00e9v lie\u00df die Schultern h\u00e4ngen und schaute schuldbewusst zu Truda hin. Der arme J\u00e1ndris hatte keine Strafe verdient. Schlie\u00dflich war er auf ihr Gehei\u00df unterwegs. Aber nat\u00fcrlich durfte das niemand wissen.<\/p>\n<p>\u201eNun, Herr J\u00f3ndere, dann lasst mich nun mit meiner Tochter allein. Wir haben Frauendinge zu bereden, die Euch in Verlegenheit bringen w\u00fcrden. Bleibt nur in Sichtweite der Laube und sorgt daf\u00fcr, dass niemand uns st\u00f6rt. Truda, du darfst dich entfernen. Schau, ob du etwas zu tun findest.\u201c<\/p>\n<p>Der Ritter verneigte sich und tat, wie ihm gehei\u00dfen. Truda senkte dem\u00fctig den Blick und folgte ihm aus dem Rosengerank. Manj\u00e9v warf ihr einen bedauernden Blick nach und wandte sich dann ihrer Mutter zu. Frauendinge \u2026 als ob sie davon nicht genug hatte. Als ob es nicht Dringenderes zu tun gab! Wie viel sinnvoller w\u00e4re es doch, sich jetzt schnell auf die Suche nach Advon und D\u00fdamir\u00e9e zu machen und um Rat zu bitten! Die Dinge gerieten au\u00dfer Kontrolle, noch bevor das Turnier begonnen hatte \u2013 und alles nur ihretwegen, ihretwegen und wegen \u2026<\/p>\n<p>\u201eManj\u00e9v, Kind\u201c, sagte K\u00edan\u00e1 von Wijdlant sanft. \u201eBitte, lass uns \u00fcber Merrit Althopian sprechen.\u201c<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/scherbenlied-oder-die-suche-nach-dem-boesen-band-3\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-4257","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-03_scherbenlied"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4257","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4257"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4257\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4263,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4257\/revisions\/4263"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4257"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4257"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4257"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}