{"id":4220,"date":"2025-09-05T23:50:06","date_gmt":"2025-09-05T21:50:06","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=4220"},"modified":"2025-09-06T00:16:01","modified_gmt":"2025-09-05T22:16:01","slug":"021-abgefangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/09\/05\/021-abgefangen\/","title":{"rendered":"021: Taubentod"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SL_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1992\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p>Tats\u00e4chlich l\u00f6ste das kleine W\u00e4ldchen ihre dringlichsten Probleme. Sie stie\u00dfen dort auf ein kristallklares B\u00e4chlein, an dem das Pferd saufen und sie ihren Durst stillen konnten. Am Ufer wuchs allerlei gr\u00fcnes Bachkraut, das zwar im Herbst lange nicht mehr so gut schmeckte wie frisch im Fr\u00fchling, aber zumindest den groben Hunger stillte. Die M\u00e4chte hatten sogar einige N\u00fcsse und Eckern tragende B\u00e4ume am Rand ihres Weges wachsen lassen. Gal\u00e9on zeigte Ra\u00fdneta, wie man die Holzfr\u00fcchte geschickt aus ihren stacheligen H\u00fcllen holte und trug ihr auf, reichlich davon zusammenzutragen. Die konnten sie sich sp\u00e4ter \u00fcber einem Feuer r\u00f6sten und einen Vorrat mit sich nehmen. Ra\u00fdneta stellte sich geschickt an und war bald emsig bei der Sache und von ihrer Traurigkeit abgelenkt. Gal\u00e9on machte sich auf die Suche nach essbaren Pilzen, fand aber nur wenige. Am Fu\u00df einer m\u00e4chtigen Nadeltanne stie\u00df er auf eine Stelle, wo ein gr\u00f6\u00dferes Pilzbeet j\u00fcngst abgeerntet worden war. Gal\u00e9on hob den Kopf und lauschte, streckte seine Sinne nach allen Seiten aus. Es schien sich niemand in unmittelbarer N\u00e4he aufzuhalten. Kein Grund zu \u00fcbertriebener Eile also. Aber auch nicht zu Sorglosigkeit.<\/p>\n<p>Als er zu Ra\u00fdneta zur\u00fcckkehrte, pr\u00e4sentierte sie ihm stolz ihre zerstochenen Fingerchen und eine beachtliche Menge Nussfr\u00fcchte, die sie in dem Samtbl\u00fctentuch zusammengeklaubt hatte. \u201eReicht das?\u201c, fragte sie und wartete offensichtlich auf Lob.<\/p>\n<p>\u201eHervorragend. Gib mir deine H\u00e4nde. Und h\u00f6r mir jetzt gut zu. Wir m\u00fcssen, so schnell es geht weiter.\u201c<\/p>\n<p>\u201eSo schnell?\u201c, fragte sie bek\u00fcmmert. \u201eIch bin m\u00fcde!\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir sind immer noch auf der Flucht.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, aber \u2026\u201c, sie druckste herum und brachte dann hervor: \u201eIch sitze schon ganz wund vom Sattel. Ich bin noch nie so lange geritten.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch bedauere, dass ich dir diese Strapazen nicht ersparen kann.\u201c Er lie\u00df ihre H\u00e4nde los und f\u00fcllte die N\u00fcsse in seinen Beutel. \u201eDenk immer an das sch\u00f6ne weiche Bett mit den sauberen Decken, das in Althopian auf dich wartet.\u201c<\/p>\n<p>Sie h\u00f6rte ihm nur halb zu, zu sehr war sie damit besch\u00e4ftigt, ihre nun wieder makellosen Finger zu bestaunen. Der <em>b\u00e1chorkor<\/em> ging zum Pferd. Der Hengst kaute noch gierig an einem B\u00fcschel Bachfarnwedeln und wollte davon nicht eher lassen, bis ihn Gal\u00e9on mahnend an den Z\u00fcgeln vorw\u00e4rts zog.<\/p>\n<p>Ra\u00fdnetas Hunger war die eine Sache, das Pferd ein viel gr\u00f6\u00dferes Problem. Ein so gro\u00dfes Tier konnte nicht tagelang allein von dem zehren, was es im Vorbeigehen am Wegesrand erhaschte. Damit der Hengst durchhielt, h\u00e4tte er genug Zeit zum Grasen ben\u00f6tigt, und die hatten sie nicht. Irgendwo mussten sie Futter beschaffen. Das ben\u00f6tigte das Pferd dringender als er und das Kind Gal\u00e9on f\u00fchrte das Tier zu Ra\u00fdneta hin\u00fcber und hob das Kind wieder in den Sattel.<\/p>\n<p>Als sie aus dem Waldst\u00fcck hinaus ritten, lagen vor ihnen weitere bereits abgeerntete \u00c4cker und Brachwiesen. Das Gel\u00e4nde stieg sacht an, m\u00f6glicherweise bereits ein kleiner Vorgeschmack auf das Hochland, auf das sie sich in dieser Richtung zubewegten. Hier und da erhoben sich einzeln oder in kleinen Gruppen stehende, vom Wind verwachsene B\u00e4ume und Inseln aus z\u00e4hem Gestr\u00e4uch. Das Gras beiderseits des Weges war verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kurz. Wahrscheinlich war hier erst von einigen Tagen eine Schafherde vorbeigezogen. Ein Wegestein, auf den sie nach einiger Zeit stie\u00dfen, wies den Weg querfeldein zu einem Dorf und der ersten Herberge auf der Strecke zwischen Emberbey und Althopian. Der Weg dorthin sollte sich bis zum Abend bew\u00e4ltigen lassen.<\/p>\n<p>Ra\u00fdneta war es auf dem Pferd unbehaglich. Der Sattel war dazu bestimmt, einem Mann in Eisenzeug Halt zu geben. Wahrscheinlich war sie es gewohnt, einen weich gepolsterten Damensattel zu haben, der ihrer Gr\u00f6\u00dfe entsprach, und einen weichg\u00e4ngigen Zelter darunter. Aber sie jammerte nur ganz wenig und so, dass sie vermutlich glaubte, er w\u00fcrde es nicht bemerken.<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe f\u00fchrte schnurgrade durch weite Salzwiesen. Die Sandpfade wandelten sich zu einem \u00fcber viele Generationen festgetretenen Erdweg, den die Menschen im <em>yarlm\u00e1lon<\/em> Emberbey sorgsam in Ordnung hielten. Gal\u00e9on hing seinen Gedanken nach. Dass sie seit Tagesanbruch und bis zu ihrer ersten Rast niemandem begegnet waren, mochte in der d\u00fcnn besiedelten Gegend nicht viel hei\u00dfen. Die D\u00f6rfer, \u00fcber die Alsg\u00f6r Emberbey gewacht hatte, befanden sich eher westlich und \u00f6stlich in Richtung der K\u00fcste und beherbergten vornehmlich Fischer. Auf den Salzwiesen zogen die Hirten mit ihren Tieren hin und her und wenige Feldbauern k\u00fcmmerten sich um die Flecken Acker, wo die Erde urbar genug war, um etwas anzubauen. Aber hier, hinter dem zweiten Waldring, w\u00fcrde es wesentlich schwieriger werden, sich ungesehen zu bewegen. Hier begann der tats\u00e4chlich fruchtbare Grund des <em>yarlm\u00e1lon<\/em>, wo es sich lohnte, Ackerbau zu treiben. Hier gab es D\u00f6rfer, mehr Menschen, die ihren Gesch\u00e4ften nachgingen.<\/p>\n<p>Sie passierten gerade einige Pferde\u00e4pfel, die noch nicht allzu lange mitten auf der Stra\u00dfe liegen konnten, als Ra\u00fdneta die Hand hob und auf die Brachwiese zu ihrer Linken deutete. \u201eDa sitzt was.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEin Tier?\u201c<\/p>\n<p>Sie nickte und sp\u00e4hte interessiert. \u201eDas hat da was.\u201c<\/p>\n<p>Gal\u00e9on blieb stehen. Er konnte es nicht so gut erkennen wie Ra\u00fdneta von ihrem erh\u00f6hten Sitz, aber das von ihr entdeckte Tier hatte bemerkt, dass es die Aufmerksamkeit von Beobachtern weckte. Es flatterte auf und flappte mit kraftvollen Fl\u00fcgelschl\u00e4gen zu einem fast kahlen Baum. Dabei wirbelte es ein Gest\u00f6ber von Federchen aus dem hohen Gras auf. Mit scharfem Blick sp\u00e4hte der Vogel unwillig zu ihnen hin. Sein Gefieder war graublau, seine Brust hell und Krallen und Schnabel blutig.<\/p>\n<p>\u201eEin Falke\u201c, erkl\u00e4rte Gal\u00e9on. \u201eHast du schon einmal einen aus der N\u00e4he gesehen? Manche <em>yarlay<\/em> richten sie zur Jagd ab.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein\u201c, sagte Ra\u00fdneta beeindruckt. \u201eNoch nie von so nahe.\u201c<\/p>\n<p>\u201eLass uns weitergehen. Wir haben ihn bei seiner Mahlzeit gest\u00f6rt.\u201c<\/p>\n<p>Der Falke l\u00fcpfte die Fl\u00fcgel und sch\u00fcttelte sich. Er schien einen Augenblick lang zu \u00fcberlegen. Dann stie\u00df er sich ab und flog auf, schraubte sich hinauf in den blauen Herbsthimmel.<\/p>\n<p>\u201eDer hat keinen Hunger mehr\u201c, sagte Ra\u00fdneta und schaute ihm nachdenklich hinterher.<\/p>\n<p>Gal\u00e9on z\u00f6gerte. Nun, es war l\u00e4cherlich und w\u00fcrde sicherlich kaum ausreichen. Aber es w\u00e4re Verschwendung, nicht nachzusehen. Der <em>b\u00e1chorkor<\/em> lie\u00df den Grauen los und ging einige Schritte ins Gestr\u00fcpp hinein.<\/p>\n<p>Es lohnte sich tats\u00e4chlich nicht. Der Falke hatte von seiner Beute kaum mehr \u00fcbrig gelassen als ein paar Knochen, Federn und den Kopf. Und ein St\u00fcckchen Papier, das mit einer Schnur aus Pferdeschweifhaar an einem der F\u00fc\u00dfchen befestigt war. Ein winzig kleines Wachspl\u00e4ttchen, nicht gr\u00f6\u00dfer als ein Apfelbl\u00fctenblatt hielt das R\u00f6llchen geschlossen. Drei Fische zeigte das Siegel.<\/p>\n<p>Gal\u00e9on runzelte beunruhigt die Stirn. Dann l\u00f6ste er den Brief und bettete die \u00dcberreste der Taube wieder ins Laub. Mochten sie Ameisen und Schnecken n\u00e4hren.<\/p>\n<p>\u201eWas hast du da?\u201c, fragte Ra\u00fdneta neugierig, als er wieder auf dem Weg bei ihr war.<\/p>\n<p>\u201eEine gefl\u00fcgelte Botschaft aus Emberbey. Allzu veraltet kann sie nicht sein.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDann muss Venghi\u00e1r die Tauben ausgeschickt haben. Wei\u00dft du, alle paar Tage bringen sie uns aus unseren D\u00f6rfern und von weiter her neue T\u00e4ublein. Die d\u00fcrfen nicht zu lange in der Fremde sein. Und wei\u00dft du, warum?\u201c<\/p>\n<p>\u201eErkl\u00e4r es mir.\u201c<\/p>\n<p>\u201eSie vergessen, wo sie hingeh\u00f6ren. Sobald neue ankommen, lassen sie die alten heimfliegen.\u201c Sie schaute neugierig auf das Papier in seiner Hand. \u201eArmes T\u00e4ublein. Ich bin gern auf dem Turm und bringe ihnen Erbsen und Hafer.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIst eine darunter, die bis nach Althopian zur\u00fcckkehrt?\u201c<\/p>\n<p>\u201eJa, immer. Das ist die, die am weitesten fliegt. Wenn es sein muss, schickt Herr Wa\u00fdreth dann seine eigenen Tauben mit der Nachricht weiter nach S\u00fcden. Vielleicht ist dieser Brief ja auch f\u00fcr Herrn Wa\u00fdreth bestimmt. Dann k\u00f6nnen wir ihm den mitnehmen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eLass uns sehen.\u201c Gal\u00e9on brach das Siegel mit dem Fingernagel auf und breitete den schmalen Papierstreifen aus. Was darauf in feiner, schmuckvoller Schrift begonnen war, hatte jemand hastig in nicht ganz so zierlichen Lettern, eng gedr\u00e4ngt und mit einer andersfarbigen Tinte auf dem verbliebenen Platz erg\u00e4nzt. Der Inhalt erwies sich als ebenso wenig \u00fcberraschend wie besorgniserregend.<\/p>\n<p>\u201eDu kannst <em>lesen<\/em>?\u201c, staunte Ra\u00fdneta. Das schien sie mehr zu verbl\u00fcffen als die Magie.<\/p>\n<p>\u201eNat\u00fcrlich.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd was steht da?\u201c<\/p>\n<p>\u201eNichts, was du nicht selbst schon wei\u00dft. Euer <em>maedlor<\/em> verk\u00fcndet dem, der es liest, dass dein Vater den Weg hinter die Tr\u00e4ume beschritten hat.\u201c<\/p>\n<p>Das M\u00e4dchen schluckte tapfer, bevor der Jammer wieder j\u00e4h aus ihr herausbrechen konnte. Sie setzte einige Male an und brachte schlie\u00dflich bemerkenswert gefasst hervor: \u201eIch glaube, diese Briefe <em>waren<\/em> schon lange fertig vorbereitet.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd dann steht hier noch\u201c, fuhr er fort, \u201edass ein niedertr\u00e4chtiger <em>b\u00e1chorkor<\/em> der Mordstecher sei und ein gewisses kleines M\u00e4gdelein geraubt habe. Man m\u00f6ge den Kerl fangen und, nach M\u00f6glichkeit lebendig, zum Verh\u00f6r nach Emberbey bringen. \u2013 Wir stecken in Schwierigkeiten, V\u00f6gelchen. Nun haben wir H\u00e4scher nicht nur hinter uns, sondern werden gleichsam schon erwartet.\u201c<\/p>\n<p>Ra\u00fdneta gab einen ungewissen Laut von sich, ein Mittelding aus einem resignierten Seufzer und trotzigem Schnaufen. Gal\u00e9on steckte die Botschaft ein und f\u00fchrte das Pferd weiter. \u201eSchade, dass wir nicht wissen, wo genau die traurige Kunde dank eines hungrigen J\u00e4gers <em>nicht<\/em> angekommen ist. Seien wir den M\u00e4chten dankbar, dass der ungl\u00fcckliche Botenvogel und wir uns dieselbe Stra\u00dfe entlang bewegt haben. Mit etwas Gl\u00fcck schl\u00fcpfen wir gerade durch eine L\u00fccke von Ahnungslosen. \u201c<\/p>\n<p>Sie gingen weiter. Es dauerte einen Moment, bis sie wieder etwas sagte. \u201eKannst du sie nicht besiegen, wenn jemand uns fassen will?\u201c<\/p>\n<p>\u201eBesiegen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eMit deinem Schwert? Kannst du nicht k\u00e4mpfen, wenn dich jemand angreift?\u201c<\/p>\n<p>Das war eine so entz\u00fcckend unschuldige Frage, dass er dar\u00fcber l\u00e4cheln musste. \u201eNein, V\u00f6gelchen. Das kann ich nicht. Und hast du nicht selbst gesagt, <em>b\u00e1chorkoray<\/em> d\u00fcrften keine Waffen tragen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd nun? Wohin gehen wir?\u201c<\/p>\n<p>\u201eZur Herberge.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDa fangen sie dich!\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir haben keine andere Wahl.\u201c Er klopfte dem Pferd den Hals. \u201eEr hier braucht Futter. Sonst bricht er uns zusammen, ehe wir in Althopian ankommen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAber du kannst nicht einfach in der Herberge um Futter bitten\u201c, widersprach sie. \u201eDu musst denen zumindest Geschichten daf\u00fcr erz\u00e4hlen. Und das geht doch jetzt nicht mehr! Ich will nicht, dass sie dich zu Venghi\u00e1r bringen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIch habe nicht vor, dort f\u00fcr sein Futter zu sorgen, V\u00f6gelchen\u201c, sagte Gal\u00e9on. \u201eDas musst <em>du<\/em> tun.\u201c<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/scherbenlied-oder-die-suche-nach-dem-boesen-band-3\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-4220","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-03_scherbenlied"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4220","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4220"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4220\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4235,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4220\/revisions\/4235"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4220"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4220"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}