{"id":3175,"date":"2025-08-25T19:49:44","date_gmt":"2025-08-25T17:49:44","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=3175"},"modified":"2025-08-31T00:36:48","modified_gmt":"2025-08-30T22:36:48","slug":"001-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/001-2\/","title":{"rendered":"001"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"namenlos_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/namenlos_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-3078\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/namenlos_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/namenlos_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/namenlos_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"a090ef425cf816e0f0fefe66e482eee6\">Er hatte sie nie leiden k\u00f6nnen. Sie waren arrogant, selbstherrlich, unertr\u00e4glich. Und sie st\u00f6rten den Frieden des Boscarg\u00e9n.<\/p>\n<p data-p-id=\"65960845d472b7cde0b53ab1261fccdb\">Aber die Botschaft, die sie \u00fcberbrachten, die war wichtig. Demzufolge war es wohl angemessen, zumindest eine Spur von Dankbarkeit daf\u00fcr vorzut\u00e4uschen, dass sie sich dazu <em>herabgelassen<\/em> hatten, herzukommen. Sie waren hier, um die Schattens\u00e4nger zu warnen, obwohl die K\u00e4mpfe anderswo im Weltenspiel ihre ganze Aufmerksamkeit gefordert h\u00e4tten.<\/p>\n<p data-p-id=\"73477fd07d9d7dbf6eb64c7da3e9bb92\">\u201eSie sind ganz in der N\u00e4he&#8221;, sagte der rote Regenbogenritter. \u201eAcht von ihnen. Wenn von deinen Leuten jemand <em>au\u00dferhalb<\/em> des Waldes unterwegs ist, so sollte er auf der Hut sein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6ba4b47608e71707acc7abd28df6292e\">\u201eMeine Leute k\u00f6nnen auf sich selbst aufpassen&#8221;, versetzte er br\u00fcsk. \u201eWir sind m\u00e4chtig. Sie haben <em>Angst<\/em> vor uns.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5ba8f1720c6e2f3ff2432a2a9dabeded\">Der violette Ritter gab ein kurzes Schnauben von sich, wie ein unterdr\u00fccktes Auflachen. Sein Gef\u00e4hrte konnte sich ein offenes Grinsen nicht verkneifen und wendete sein gefl\u00fcgeltes Einhorn, so dass er f\u00fcr einen Augenblick in eine andere Richtung schaute.<\/p>\n<p data-p-id=\"bd3301884bc09c9ee9222187b439ad6c\">\u201eWir sahen deinesgleichen, denen ihre Macht <em>gar nichts<\/em> genutzt hat. Scheinbar gibt es unter den anderen genug, die nicht wissen, was f\u00fcr furchterregende Gegner ihr seid.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9812107721f99a21a8b9b9947f4d7ff6\">\u201eM\u00f6glich&#8221;, antwortete er k\u00fchl. \u201eAber in diesem Fall werden wir sie eines Besseren belehren, sodass sie es wohl bald begreifen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a10a9234f20977e9e2242e756627beb9\">Der andere Ritter, jener, der es gewagt hatte, zu lachen, warf ihm unter seinem Visier einen missbilligenden Blick zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"0bb8a9529e1cbd7f3cdcee7408914a09\">Dann trieb auch er sein Einhorn herum. Ohne ihn eines weiteren Blickes zu w\u00fcrdigen, trabten die beiden davon, hin\u00fcber zum Ufer des Lagoscyre, des bodenlosen Sees in der Mitte des Boscarg\u00e9n. Die schlangen\u00e4ugigen Reittiere, eines rot, das andere violett wie die Gew\u00e4nder ihrer jeweiligen Herren, ben\u00f6tigten Platz, um hier zwischen den B\u00e4umen auffliegen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-p-id=\"6892452ed77fa31e44869c86437e2ab9\">Der Schattens\u00e4nger wartete, bis die beiden <em>arcaval&#8217;ay<\/em> wieder in der Weite des Himmels entschwunden waren, wo graue Regenwolken sie schon bald seiner Sicht entzogen. Dann entspannte er sich ein wenig. <em>Bei Nokt\u00e1ma<\/em> &#8230; es hatte ihn Kraft und Willensst\u00e4rke gekostet, die N\u00e4he ihrer goldenen R\u00fcstungen klaglos zu ertragen. H\u00e4tten sie ein wenig Anstand besessen, so sann er nach, w\u00e4hrend er sich seinerseits in Bewegung setzte und zur\u00fcck zum Heiligtum ging, sie h\u00e4tten das Metall am Waldrand abgelegt.<\/p>\n<p data-p-id=\"ea454959bd31b4d060d5b06e79e861cb\">Aber das wagten sie auch wieder nicht, Patagh\u00edus Krieger, die Farbenmagier aus dem S\u00fcden. Einen Moment lang \u00fcberlegte er, wie es wohl ausginge, ein Schattens\u00e4nger im Kampf gegen einen Regenbogenritter, der seines R\u00fcstzeugs ledig war. Der Gedanke gefiel ihm. Als er das Heiligtum erreichte, l\u00e4chelte er immer noch.<\/p>\n<p data-p-id=\"b7d5ce832d6c340e668ba95afbe4a716\">Der Schattens\u00e4nger erreichte das unscheinbare, wei\u00df gek\u00e4lkte H\u00e4uschen am Ufer des bodenlosen Sees und durchschritt, immer noch in Gedanken, die T\u00fcr. Vor ihm lag ein langer Korridor mit T\u00fcren links und rechts davon, die zu den Wohnr\u00e4umen f\u00fchrten. Er schritt an seiner eigenen Kammer vorbei und auf das Portal zur Halle zu. Die Gro\u00dfmeisterin <em>erwartete<\/em> seinen Bericht. Sie war es gewesen, die die <em>arcaval&#8217;ay<\/em> in den Wald eingelassen hatte. Sie wollte stets wissen, welche Botschaften man ihr brachte. Sie empfing <em>jeden<\/em> im Boscarg\u00e9n, der zu ihr reden wollte, sogar ab und an Unkundige, die um ihren Beistand flehten. Das Weltenspiel au\u00dferhalb des Boscarg\u00e9n war hart und schrecklich, denn jenseits der B\u00e4ume tobte der Krieg.<\/p>\n<p data-p-id=\"b54d653b6a569eda4d2155f04217971d\">Aber statt selbst mit den beiden Rittern zu sprechen, hatte sie ihn geschickt. Eine gro\u00dfe Ehre sollte es f\u00fcr ihn, ihren Sch\u00fcler sein, als ihr Gesandter aufzutreten. Andere <em>camat&#8217;ay<\/em> w\u00e4ren der Meisterin zutiefst dankbar f\u00fcr diesen Gunstbeweis gewesen.<\/p>\n<p data-p-id=\"c99ed9ed5d89f2bfc8de4fdf9d138f4e\">Doch er empfand keine Dankbarkeit. Sie wollte ihn nicht mit ihrem Vertrauen belohnen oder ihm etwas beibringen, das er noch nicht beherrschte. Es war eine <em>Pr\u00fcfung<\/em> gewesen, vielleicht auch eine Strafe, da war er sich nicht so sicher. Sie f\u00fchrte so manche Dinge im Sinn, die sich nicht durchschauen lie\u00dfen. Er hatte es versucht, hatte sich mehr als einmal an ihre Gedanken herangepirscht und versucht, einen Blick darauf zu werfen. Jedes Mal hatte er es bereut. Sie tadelte ihn, wie man ein kleines Kind f\u00fcr unschuldige Missetaten zurechtwies, \u00fcber die man sich insgeheim am\u00fcsierte. Ihr g\u00fctiger Spott schmerzte seinen Stolz mehr als ein Peitschenhieb.<\/p>\n<p data-p-id=\"35c480e53aad55ee7fd973d3f3d8e4d1\">*<\/p>\n<p data-p-id=\"127f3da512d2b2d84211f77f7cf36668\">In der Halle warteten die anderen bereits auf seine R\u00fcckkehr. Gespannte Blicke wandten sich ihm zu, als er sich fl\u00fcchtig in Richtung des Thrones in der Mitte der weitl\u00e4ufigen Halle verneigte und dann seinen Platz zwischen den Sch\u00fclern einnahm. Dunkel war es hier, dunkel und k\u00fchl. Die glitzernden Sternensplitter, mit denen die Kuppel des gro\u00dfen Saales besetzt war, schimmerten. Nur wenig tr\u00fcbherbstliches Tageslicht gelangte zu dieser Zeit noch durch die sternf\u00f6rmige \u00d6ffnung im Deckengew\u00f6lbe, gerade gen\u00fcg, um den Glanz zu beleben. Etwa vier Dutzend <em>camat&#8217;ay<\/em> waren hier versammelt, nicht mehr. Es waren einst viel mehr gewesen.<\/p>\n<p data-p-id=\"1d9e4052e26c96bf87be0841beaec2e9\">Die Schattens\u00e4nger warteten. Eine fast k\u00f6rperlich sp\u00fcrbare Stille breitete sich aus. Aber er durfte nicht unaufgefordert reden, und so schwieg er und genoss die Neugier der andere, die so deutlich zu sp\u00fcren war, dass seine <em>maghiscal<\/em> davon knisterte,<\/p>\n<p data-p-id=\"7de1633146104b344a316b8e4518b6a4\">\u201eUnd? Was wollten sie?&#8221;, fragte die <em>ytrara<\/em>, seine Meisterin schlie\u00dflich ruhig in seine Richtung.<\/p>\n<p data-p-id=\"abf260eef88a012058c99f8fea53a4c3\">\u201eGerede&#8221;, sagte er. \u201eAngst wollen sie uns mit den Geschichten machen, die sie von Ort zu Ort tragen wie sensationsheischende <em>bachorkoray<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"06b3da22548857d4f2e47970a15fe2d7\">Die Stille ver\u00e4nderte sich, denn von einigen, nein, von den <em>meisten<\/em> Schattens\u00e4ngern um ihn herum fluteten Wellen von Beunruhigung aus.<\/p>\n<p data-p-id=\"fa2613cd324d1005e678f7850603b82d\"><em>Feiglinge.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"bdae3e2203a3a50ed0c4d6b8caa8da94\">\u201eGerede &#8230; wor\u00fcber?&#8221;, fragte die Meisterin sanft.<\/p>\n<p data-p-id=\"20204afee4c48de44398901329c18c40\">\u201eDas \u00dcbliche. Schreckgeschichten. Angstmacherei. Sie halten uns f\u00fcr verzagte Memmen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6576da9366aead3072d6c9e29793241f\"><em>Und das sind wir wohl<\/em>, setzte er in Gedanken hinzu, resigniert und bitter. <em>L\u00e4ngst h\u00e4tten wir dem ein Ende setzen k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"dbd2460410792baf21994fcf44b9a332\">Die Meisterin l\u00e4chelte auffordernd. Er versuchte, ihrem Blick auszuweichen, ohne seine Augen von ihr abzuwenden. Wenn sie so schaute, kam er sich vor wie ein Kind, mit dem sie Nachsicht \u00fcbte. Aber er war kein Kind mehr. Verstand sie das denn nicht? Er war weit fort von dem Punkt, an dem er sich beim Gerede \u00fcber die Rotgewandeten hinter den R\u00f6cken der Meisterin verstecken h\u00e4tte m\u00fcssen. Er war ein erwachsener Mann, der M\u00e4chtigste unter den Sch\u00fclern. Bei Nokt\u00e1ma, warum verstanden sie es nicht? Warum verstanden sie selbst nicht? Wer waren sie denn, dass sie bange vor den Rotgewandeten sein mussten?<\/p>\n<p data-p-id=\"bf6e9efccd9ae38fb92c20170dd32fa2\">\u201e<em>Goala&#8217;ay<\/em>&#8220;, sagte er. \u201eEine Gruppe n\u00e4hert sich dem Wald. Sie haben sie aus der Luft gesehen und dachten, es interessiert uns.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"88df3d8e0f30f9380c83ee135e936ea0\">\u201eRotgewandete&#8221;, wisperte jemand, ein Tropfen in der Stille,<\/p>\n<p data-p-id=\"2f0439c9116d800a9eab056e466e656c\">\u201eKomm her&#8221;, gebot sie und deutete auf den Platz vor den Stufen des Thrones.<\/p>\n<p data-p-id=\"97f911e4240efd6e9607bedcd9c16ac7\">Er seufzte in Gedanken und gehorchte anstandslos.<\/p>\n<p data-p-id=\"607f07bc04e4838c77fa22f03483f5a2\">\u201e<em>Wo<\/em> sind sie?&#8221;, fragte sie ihn. \u201eUnd wie viele?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ccf2fc977808fab7aa41fe63f902e4d3\">\u201eIrgendwo s\u00fcdlich in der N\u00e4he des Waldes&#8221;, sagte er. \u201eDie <em>arcaval&#8217;ay<\/em> glauben, sie wollen herkommen. Sie sprachen von acht Personen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"13bc67df7009b3c970eeb2ebc14143a9\">\u201eAcht!&#8221;, rief jemand ungl\u00e4ubig aus, ein weiterer Tropfen. Bald w\u00fcrde es ein Dammbruch sein, der die Stimmen nicht mehr hielt. \u201eBei Nokt\u00e1ma, was hat das zu bedeuten?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f87cc4802f13efa03be1104a219394a8\">Die anderen wisperten und tuschelten, lauter, als es statthaft war. Die Gro\u00dfmeisterin wartete, bis sie sich beruhigten.<\/p>\n<p data-p-id=\"64965ff07d54eeab001c0b27d9e0c6d2\">\u201eUnd glaubst du, die Ritter haben gelogen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c8d0621b4f3e3f40eb24b3ab0cd77ec5\">Er sp\u00fcrte die Blicke der \u00fcbrigen <em>camat&#8217;ay<\/em> auf sich ruhen. Er stand im Mittelpunkt des Interesses, etwas zum Anstarren. Warum mutete sie ihm das zu?<\/p>\n<p data-p-id=\"dc2ac475860cc4fa05e0923a851e3c9c\">\u201eWarum sollten sie?&#8221;, gab er zur\u00fcck. \u201eEs w\u00e4re etwas d\u00fcrftig f\u00fcr einen Spa\u00df auf unsere Kosten, findet Ihr nicht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"833770379278900df366d9d5a453c705\">\u201eSo versuchen sie es also erneut&#8221;, unterbrach die Meisterin ihn. \u201eEs muss einen Grund daf\u00fcr geben. Doch es &#8230; verwirrt mich, dass sie sich in Gruppen zusammenfinden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"99bdfdbb48826a4c7908e1a796350caf\">Aus den Reihen der anderen l\u00f6ste sich ein M\u00e4dchen, eine Sch\u00fclerin, vielleicht siebzehn Sommer alt, und bat lautlos um das Wort. Die Meisterin nickte ihr zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"1ef28adc9e6f99a6523cf41a2373d2f7\">\u201eIch will sie suchen&#8221;, sagte die Sch\u00fclerin mit fester Stimme. \u201eIch will sehen, was ich in Erfahrung bringen kann. Bitte, Meisterin. Lasst es mich versuchen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bd38cbb98cb8b64f819a792047834cd8\">Er musste nicht hinschauen, wusste genau, wer gesprochen hatte. Ein junges M\u00e4dchen, mutig und bereits sehr geschickt mit ihrer Magie. Ein halbes Kind, das darauf brannte, sich vor den anderen zu beweisen. Erst vor drei Monden hatte ein Rotgewandeter ihre Meisterin erwischt. Das M\u00e4dchen schien das pers\u00f6nlich zu nehmen.<\/p>\n<p data-p-id=\"b2a240d049d6394da9ce56bc1d172408\">\u201eIch begleite dich&#8221;, entgegnete er, ohne das Wort gehabt zu haben, ohne sie anzublicken. \u201eEs sollte ein &#8230; Erfahrener dabei sein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"85536cdd560a4582e2ef04584525459d\">\u201eIch kann das allein&#8221;, wehrte sie ab. \u201eEs soll nicht sein, dass zwei in Gefahr geraten, wo einer ausreicht. Nicht wahr, <em>ytrara<\/em>?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"afbe8d9a24ddb4185a2ebb322d8a5d8e\">\u201eIch wei\u00df, was dich antreibt, Kind&#8221;, sagte die Gro\u00dfmeisterin milde. \u201eAber du wei\u00dft, wenn du gehst, dann gehst du allein. Und wenn es misslingt &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1cc7655f01501b2a6bf6416d489264fb\">\u201eDann bleibe ich allein, ich wei\u00df. Lasst es mich dennoch tun. F\u00fcr meine Meisterin, m\u00f6ge sie hinter den Tr\u00e4umen ohne Leid sein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a5be9652390e2ca3fae4d2719df67ded\">\u201eDann sei es so.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"06c5ae08f5eed29d701d11bfeb7a58f0\">\u201eWas bringt es uns oder der ehrenwerten <em>ytrara<\/em> hinter den Tr\u00e4umen&#8221;, gab er zu bedenken, \u201ewenn die Kundschafterin ihre Botschaft ins Grab nimmt? Meine Chancen sind besser, Meistern.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3aa8d981da84f022d44bae6422070c74\">\u201eDu bist ein Neider&#8221;, beschuldigte ihn das M\u00e4dchen, ohne gefragt zu sein. Aber die Meisterin ver\u00fcbelte es ihr nicht, nicht offensichtlich.<\/p>\n<p data-p-id=\"f125f4d9da1a7fef2877b791e7adcc8b\">\u201eSo magst du dem <em>Gerede<\/em> folgen?&#8221;, fragte sie stattdessen ihn und war unangemessen am\u00fcsiert.<\/p>\n<p data-p-id=\"0f57b52f8106c2878454e6ee30c27255\">\u201eBeweisen will ich, dass es Gerede <em>ist<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5f73b5fc2e4946e5c070d61e3533097a\">\u201eTorheit und Unverstand!&#8221;, t\u00f6nte die Stimme eines der Meister in seinem R\u00fccken. \u201eNur ein Dummkopf untersch\u00e4tzt die Gefahr.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"592af47ccf30d82b0e9615f392457d43\">Er zuckte zusammen und b\u00e4ndigte seine <em>maghiscal<\/em> gerade noch rechtzeitig, bevor sie aufflammen und seinen \u00c4rger verraten konnte. Wie konnte Ask\u00fdn Lagoscyre es wagen, ihn vor aller Ohren als Dummkopf zu schelten?<\/p>\n<p data-p-id=\"6972b28aaaee1b15f5d8ea6b85011748\">\u201eIch bin mir der Gefahr bewusst&#8221;, warf das M\u00e4dchen ein, und lenkte so von ihm und seinem fein kontrollierten Unwillen ab. \u201eAber ich bin nicht leichtsinnig. Ein Einzelner f\u00e4llt ihnen nicht auf. M\u00fcssen wir nicht wissen, was sie planen, um das <em>ay&#8217;cha&#8217;ree<\/em> an sich zu bringen?&#8221;, fragte er unbeirrt.<\/p>\n<p data-p-id=\"8bcc03ceb51f5aabfa5ecebe28150596\">\u201eDas <em>ay&#8217;cha&#8217;ree<\/em>?&#8221;, fragte die Gro\u00dfmeisterin.<\/p>\n<p data-p-id=\"4477f928c40ab78cfc47f215f70d2c67\">\u201eWas sonst sollten sie hier wollen?&#8221;, stimmte ein anderer Sch\u00fcler zu. \u201eSie sind verzweifelt auf der Suche nach ihrem Artefakt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fde13c919d8ce675015edb9d4203e9eb\">\u201eJa&#8221;, sagte die Gro\u00dfmeisterin nachdenklich. \u201eWas sonst &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2949eef3ad6316e5f2881e6a02e2dc5b\">Sie schwieg einen Moment. Das Wispern der anderen brachte sie damit nicht zum Schweigen. Er hatte die <em>camat&#8217;ay<\/em> schon lange nicht so aufgeregt erlebt. Bei den M\u00e4chten, was f\u00fcr verzagte Feiglinge sie doch waren. Kein Wunder, dass die <em>arcaval&#8217;ay<\/em> sich \u00fcber sie am\u00fcsierten.<\/p>\n<p data-p-id=\"f3e9535bba2ad849128932cd08e71727\">\u201eWas hast du vor, Kind?&#8221;, fragte die Gro\u00dfmeisterin schlie\u00dflich.<\/p>\n<p data-p-id=\"5f7aebfaad9bc59c3565b4c487bb5fd2\">\u201eIch verwandele mich und versuche, mich anzuschleichen&#8221;, stellte sie ihren entt\u00e4uschend banalen Plan vor. \u201eIch horche, komme zur\u00fcck und berichte. Sie werden mich nicht erkennen und nicht bemerken.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8e8eec138a5cc5125316c5ed84340bc9\">\u201eRaffiniert&#8221;, murmelte er, nicht leise genug, als dass es Meister Ask\u00fdn entgangen w\u00e4re. Er sp\u00fcrte dessen missf\u00e4lligen Blick in seinem R\u00fccken und wie seine H\u00e4nde zitterten. Wenn doch nur die W\u00fcrde des Saales ihm nicht den Mund schlie\u00dfen w\u00fcrde&#8230;<\/p>\n<p data-p-id=\"ebcfb84a4d2fb809bbe21fa08642a58b\">\u201eMehr l\u00e4sst sich wohl derzeit nicht tun. Geh, Tochter&#8221;, verf\u00fcgte die Meisterin endlich. \u201eGeh und mach dich bereit. Einen gro\u00dfen Dienst beweist du dem Kreis und deiner Meisterin. Gr\u00f6\u00dferen als jene, die nur <em>Gerede<\/em> forttragen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"30c0d2c71002c6d024489d93569e4423\">Er schloss die Augen. Warum tat sie das? Warum beleidigte sie ihn, gerade jetzt?<\/p>\n<p data-p-id=\"f2096524f45eaa8ec412d2c2157f1bd8\">\u201eGeht&#8221;, wandte die Meisterin sich an die anderen. \u201eGeht alle und seid auf der Hut. Die Gefahr ist nicht fern, und sie wird zusto\u00dfen, listenreich und grausam, wie sie sind. Solange ihr den Wald nicht verlasst, m\u00fcsst ihr euch nicht f\u00fcrchten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3704da9fff701e60232f4c03e50d417b\">Es war im Grunde nichts Neues, was sie da verk\u00fcndete. Die Bedrohung, die Furcht, die begleiteten jeden Schattens\u00e4nger seit den unseligen Ereignissen der Magischen Kriege. Viele, viele Winter waren seither vergangen, zahllose Generationen von <em>camat&#8217;ay<\/em> hatten sich seither im Eta\u00edmalon zusammengefunden, um zu warten und das <em>ay&#8217;cha&#8217;ree<\/em> zu sch\u00fctzen. Neu war, dass diese Gefahr nun buchst\u00e4blich bis an ihre Grenze gekommen war,<\/p>\n<p data-p-id=\"de9b1ee40f7f5c0e2669becdcc2489e5\">Nach und nach und immer noch miteinander tuschelnd verlie\u00dfen die anderen die Halle, und es wurde wieder still und dunkel. Sogar Meister Ask\u00fdn machte sich wieder auf den Weg.<\/p>\n<p data-p-id=\"1913c33aa66883446aa206f0b9b4b3cd\">Er verharrte reglos, bis er allein mit ihr war. Dann wollte auch er sich erheben. Ohne die Meisterin eines Blickes zu w\u00fcrdigen, schickte er sich an, zu gehen.<\/p>\n<p data-p-id=\"5bc2c29badd413d9f5e4d195a250d594\">\u201eSohn&#8221;, rief sie ihn, als er schon beinahe mit einem Fu\u00df zum Portal hinaus war.<\/p>\n<p data-p-id=\"929fb1c5dbc0723306e3cb69be687609\">Er z\u00f6gerte.<\/p>\n<p data-p-id=\"41c6859f6668728fbeb0f50f7b06b3df\">\u201eMeisterin?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"944aa69d1585a16527ec50b5c22dcfa6\">Sie sa\u00df da, und in ihren silberleuchtenden Augen flackerte etwas Beunruhigendes.<\/p>\n<p data-p-id=\"107319064ebe77035c860ad622792eb6\">\u201eIch habe Angst&#8221;, gestand sie ihm dann, zu seiner gr\u00f6\u00dften \u00dcberraschung.<\/p>\n<p data-p-id=\"6207dc3c8c1db70eb94b02f9c325a8d5\">Er wandte sich um und schaute sie an, versuchte, entspannt zu l\u00e4cheln.<\/p>\n<p data-p-id=\"42ae4efaba70090af7941b7174ffba63\">\u201eAber Meisterin &#8230; wovor? Ihr seid die M\u00e4chtigste des Kreises, und sie &#8230; sie sind nichts als unw\u00fcrdige <em>Verr\u00e4ter<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7c16fe5e65b984ea4ba7ca5ee21fbaf7\">\u201eIch habe keine Angst vor den Rotgewandeten. Ich habe Angst um <em>dich<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b2e972fc61ca126f103b5ce9e46dacbc\">Er sp\u00fcrte, wie ihm sein selbstbewusstes L\u00e4cheln entglitt. Ein Schaudern st\u00f6rte seine <em>maghiscal<\/em> auf.<\/p>\n<p data-p-id=\"4c4e5b8080d6e3abc79237c883e5b968\">\u201eBitte&#8221;, f\u00fcgte sie hinzu. \u201eDu wei\u00dft, wie ich das meine. Du sp\u00fcrst es doch selber. Du sp\u00fcrst sie doch, deine Wut und Unzufriedenheit. Geh und \u00fcbe dich darin, es zu bez\u00e4hmen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9321b51b8090621b767f7d6384fd86e6\">Sie lehnte sich zur\u00fcck und lie\u00df die Gedanken flie\u00dfen, hinaus aus dem, was sie an K\u00f6rperlichem umgab. Sie lauschte. Damit war das Gespr\u00e4ch zwischen ihm und ihr beendet, zumindest f\u00fcr den Moment.<\/p>\n<p data-p-id=\"f81af7beab4f7180430932f2ac078dd7\">Er antwortete nicht, schaute sie nur eine Weile stumm an. Dann trat er auf den Korridor hinaus, blickte sich noch einmal zu ihr um und stutzte.<\/p>\n<p data-p-id=\"8bfac9bc221437dbacd2a22348a4cc12\">Sie hatte den Kopf gehoben, schaute in seine Richtung, aber an ihm vorbei. Ihr Blick gl\u00e4nzte silbern, ihre <em>maghiscal<\/em> tastete nach etwas, das er nicht wahrnehmen konnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"d50fed38e0b40f324de5ce7a8ce80eaa\">\u201eJa&#8221;, murmelte sie, mit verschleiertem, silbernem Blick. \u201eIch erlaube es.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"51153c2d0bd8c2ec332c5fc3530a6a84\">Er hob verwirrt die Brauen und beobachtete sie noch einen kurzen Moment, aber es geschah weiter nichts. Sie versank in tiefer Meditation. Hier hab es f\u00fcr ihn nichts mehr zu sehen.<\/p>\n<p data-p-id=\"7893be2d54567b7efc955ddf83c2b15c\">*<\/p>\n<p data-p-id=\"6d00688b58236d41ed2b4094fe7c19d7\"><em>Sorgen<\/em> machte sie sich also um ihn. Er sch\u00fcttelte den Kopf und lachte bitter auf, als er sich in seine Kammer zur\u00fcckzog und die T\u00fcr hinter sich schloss. Sorgen &#8230; was hatte sie sich <em>Sorgen<\/em> zu machen? Er war kein Wiegenkind mehr, kein schwaches Etwas, das es vor der Dummheit der Unkundigen zu besch\u00fctzen galt. Damals, vor vielen Wintern, da hatte sie es getan, hatte ihn zu sich geholt und als Sch\u00fcler genommen, noch bevor die Unkundigen wirklich begreifen konnten, welche Kr\u00e4fte in ihm schlummerten &#8230; und welches Unheil geschehen konnte, wenn niemand sich seiner in der geeigneten Weise widmete.<\/p>\n<p data-p-id=\"31dc6f82c43aa5c7a53e5f0481c09e69\">An seine Herkunft und Vergangenheit erinnerte er sich nicht mehr. Kein <em>camat&#8217;ay<\/em> wusste, woher er urspr\u00fcnglich gekommen war. Mit ihrem Eintritt in den Eta\u00edmalon gaben sie all diese belastenden Erinnerungen und ihre Kindheit ab und wurden in Nokt\u00e1mas Halle wie neu geboren. War die Berufung zu Nokt\u00e1mas Dienern ein schlechter Tausch?<\/p>\n<p data-p-id=\"aa3d26cd4087f53ec758ea3f825e0930\">Wahrscheinlich schon. Was w\u00e4re im Weltenspiel aus ihm geworden, w\u00e4re die Gro\u00dfmeisterin nicht eines Tages aufgetaucht, um ihn zu holen und einen m\u00e4chtigen Magier aus ihm zu machen? Vielleicht war er der Sohn eines stolzen <em>yarl<\/em> gewesen, oder der eines flei\u00dfigen Bauern oder Handwerkers oder Bettlers. Einen gro\u00dfen Unterschied h\u00e4tte das nicht gemacht, denn in seinem Alter w\u00e4re er zweifellos zwischenzeitlich in irgendjemandes Waffendienst gelandet. Allenfalls etwas bessere Waffen h\u00e4tte er wohl im ersten Fall bekommen.<\/p>\n<p data-p-id=\"4d2d8e31cacee67908936a1f8f16cf8f\">Menschenkrieger. Wie erb\u00e4rmlich! Er ballte die Faust und formte aus seiner <em>maghiscal<\/em> einen kleinen harten Ball. Magie lie\u00df sich werfen wie ein Stein. Gut gezielt, war sie besser als Schwert und Speer.<\/p>\n<p data-p-id=\"ebbe136f370fd3a156060a1953dc1adc\">Einen Moment erfreute er sich an dem guten Gef\u00fchl der Energie in seiner Hand, Magie, die helfen und zerst\u00f6ren konnte, eben so, wie er es ben\u00f6tigte. W\u00e4re nun einer der Rotgewandeten in der N\u00e4he &#8230; sollten sie doch nur kommen! Er war vorbereitet.<\/p>\n<p data-p-id=\"03f688a21064f1d9db7d7543a24522da\">Er sah sich im Raum um und seufzte ungeduldig. Wenn die Rotgewandeten wirklich in der N\u00e4he waren, wenn die Regenbogenritter seiner spotteten, indem sie ihm und seinesgleichen zum Verstecken rieten &#8230; warum musste es dann kaum ausgebildete Schattens\u00e4ngerin sein, um zu lauschen, was sie planten? Er war \u00fcberzeugt davon, dass er sogar die geheimen Gedanken der Rotgewandeten ergr\u00fcndet h\u00e4tte, mit denen sie gewiss den n\u00e4chsten Angriff planten und den sie, die Schattens\u00e4nger, abwehren mussten.<\/p>\n<p data-p-id=\"05df053915215320935c8c8b7fd82938\">Er zerdr\u00fcckte die Magie in seiner Hand, und sie Energie floss zur\u00fcck in seine <em>maghiscal<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"ebe698ea2a03b16ffee78ef985749bd1\">Vielleicht waren sie bereit, das M\u00e4dchen zu opfern? Sie vorzuschicken, weil sie verzichtbar war, ohne Meisterin? Oder wollten sie ihr eine Chance geben, sich zu beweisen? Was f\u00fchrte die Gro\u00dfmeisterin im Schilde? Und warum hatte keiner der anderen versucht, sich selbst einzubringen? Waren sie erleichtert gewesen, dass jemand ihnen die Entscheidung abgenommen hatte?<\/p>\n<p data-p-id=\"bf08f239a1dc78dcf485feb446d19978\">Er schaute sich um und betrachtete zerstreut die B\u00fccher und Ger\u00e4tschaften, die ringsum in den Regalen standen, sicher verwahrt und wohl gepflegt. Es waren n\u00fctzliche Dinge, mit denen er umgehen konnte wie kein anderer Sch\u00fcler neben ihm. Allein f\u00fcr ein pers\u00f6nliches Werkzeug hatte er sich noch nicht entscheiden k\u00f6nnen. Das war eine so wichtige Entscheidung, dass er sich nicht \u00fcberst\u00fcrzen wollte. Es hatte keine Eile damit.<\/p>\n<p data-p-id=\"ccaa6f77d8f8ff2a239cf99c5406a11f\">Nachdenklich griff er nach dem silbernen Amulett um seinen Hals, ein auf der Spitze stehendes Dreieck. Schlicht und sch\u00f6n.<\/p>\n<p data-p-id=\"97b334906d572f32e86011fb9eb7fe0b\">Er <em>war<\/em> m\u00e4chtig! Warum wollte sie nicht, dass er die Rotgewandeten mit seinem K\u00f6nnen &#8230; mit <em>ihrem<\/em> K\u00f6nnen, dem, was sie ihn in all der Zeit gelehrt hatte, konfrontierte und ihnen klar machte, dass <em>camat&#8217;ay<\/em> alles andere waren als ein ver\u00e4ngstigter Haufen von Feiglingen?<\/p>\n<p data-p-id=\"2ff682099a2ae5b66a1a6b81c97ebe2c\">Er starrte feindselig auf die geheimen m\u00e4chtigen B\u00fccher, die er mit Feuereifer und Begeisterung gelernt hatte. Was n\u00fctzte ihm sein Wissen und Geschick, wenn sie ihm verbot, es anzuwenden?<\/p>\n<p data-p-id=\"b78b11dac0f5a964cdcfeb9e13513d87\">Mit einem Seufzer lie\u00df er sich auf seine Bettkante sinken und versank in finstere Gedanken.<\/p>\n<p data-p-id=\"c643237e09db4dc71a0b50e7051cc146\">Warum begriffen sie nicht, dass er es sein w\u00fcrde, den Spuk zu beenden und die <em>goala&#8217;ay<\/em> in ihre Schranken zu verweisen?<\/p><\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/3053-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-3175","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kg_namenlos"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3175","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3175"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3175\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3614,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3175\/revisions\/3614"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3175"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3175"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3175"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}