{"id":3149,"date":"2025-08-25T19:40:32","date_gmt":"2025-08-25T17:40:32","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=3149"},"modified":"2025-08-25T19:40:32","modified_gmt":"2025-08-25T17:40:32","slug":"003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/003\/","title":{"rendered":"003"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-image:url(&#039;https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp&#039;);--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column fusion-column-has-bg-image\" data-bg-url=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"395\" height=\"600\" title=\"Gorcover_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Gorcover_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-3076\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Gorcover_Thumb-198x300.webp 198w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Gorcover_Thumb-200x304.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Gorcover_Thumb.webp 395w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 395px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p>PIANMUR\u00cdT, JETZT<\/p>\n<p>Meister G\u00edonar seufzte.<\/p>\n<p>\u201eWollt Ihr nicht endlich ein Ende machen?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eHabt Ihr es denn eilig, aus dem Weltenspiel zu entschwinden?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eEs beginnt, mich zu langweilen, Euch dabei zuzuschauen wie Ihr Eure Werkzeuge sortiert&#8221;, behauptete der Schattens\u00e4nger widerspenstig.<\/p>\n<p>\u201eEs besteht keine Dringlichkeit, Meister G\u00edonar. Wir befinden uns hier an einem Ort, an dem die Zeit eine andere Bedeutung hat als anderswo, in der Gegenwart von Unkundigen. Und, wie gesagt \u2013 Ihr seid der letzte. Der letzte Schattens\u00e4ngermeister, dessen ich habhaft werden konnte. W\u00e4re ich nun zu rasch bei der Sache, ich w\u00fcrde mich wohl um einige wichtige Erkenntnisse bringen. Was zum Beispiel den <em>Namenlosen<\/em> betrifft &#8230;&#8221;<\/p>\n<p>Meister G\u00edonar hob \u00fcberrascht die Brauen. \u201eWas habt Ihr mit dem Namenlosen zu schaffen?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eWas wisst Ihr von dem Namenlosen? Was ist das Letzte, was die Schattens\u00e4nger von ihm in Erfahrung bringen konnten?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eEr ist verschwunden! Das wisst Ihr so gut wie wir. Nach der Schlacht um Aur\u00f3p\u00e9a, bei der Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar besiegt wurde, hat niemand mehr etwas von ihm geh\u00f6rt oder gesehen.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eWie lange ist das nun her! Ich erinnere mich. Fast ein ganzes Unkundigenleben ist seither wohl verstrichen.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eIhr <em>erinnert<\/em> Euch?&#8221; Nun schien der Schattens\u00e4nger verwirrt.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr wie alt haltet Ihr mich, Meister G\u00edonar? Ich wette, Ihr glaubt, mehr oder weniger eines Alters mit mir zu sein, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eT\u00e4usche ich mich darin denn so sehr?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eSelbstverst\u00e4ndlich. Wenn es ein Naturgesetz gibt, das f\u00fcr meinesgleichen wenig bedeutet, dann ist es die Zeit. Und daher, Meister G\u00edonar, versteht meine Frage nach den letzten Zeichen des Namenlosen dergestalt, als w\u00fcrde ich mich nach einem alten Bekannten erkundigen, den ich aus den Augen verloren habe.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eIhr seid ihm also begegnet&#8230; dem Namenlosen?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eEine Begegnung, die ich niemals vergessen werde.&#8221;<\/p>\n<p>Der Schattens\u00e4nger schwieg verst\u00f6rt. Das M\u00e4dchen \u00e4chzte leise.<\/p>\n<p>\u201eUnseresgleichen hat ihn ebenfalls aus dem Blick verloren&#8221;, sagte Meister G\u00edonar matt.<\/p>\n<p>\u201eKein Zeichen, das an ihn erinnerte, in all der Zeit? Auch nicht&#8230;&#8221;<\/p>\n<p>Der <em>camat&#8217;ay<\/em> schaute misstrauisch auf.<\/p>\n<p>\u201eAuch nicht in den Augen eines&#8230; anderen?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eWorauf wollt Ihr hinaus?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eNun&#8230; sprachen wir nicht vorhin \u00fcber einen, der an Talent und Macht seinesgleichen \u00fcbertraf und zu gewissen Ungehorsamkeiten neigte? All das kommt mir so erm\u00fcdend bekannt vor.&#8221;<\/p>\n<p>Der Schattenmeister sa\u00df in seinen Fesseln wie zu Eis erstarrt. \u201eIhr habt es also auch gesehen&#8221;, fl\u00fcsterte er.<\/p>\n<p>\u201eYalomiro ist nicht verflucht!&#8221;, rief Ar\u00e1ma\u00fa. \u201eYalomiro hat <em>nichts<\/em> gemein mit dem Namenlosen!&#8221;<\/p>\n<p>\u201eDoch, mein Kind. Seine Macht. Seine Macht und einige weitere verst\u00f6rende Details in seinem Geist, die wohl nur ein ge\u00fcbtes Meisterauge erkennt. Es mag Euch tr\u00f6sten, Meister G\u00edonar, zu erfahren dass Euresgleichen wohl sp\u00e4testens in einigen Sommern ein ernstes Problem mit dem jungen Mann bekommen h\u00e4tte, wenn ich Eurem Kreis nicht ein vorzeitiges Ende bereiten w\u00fcrde. Und wo wir gerade davon sprechen&#8230;&#8221;<\/p>\n<p>Er griff nach dem Flakon, besann sich aber im letzten Moment und ergriff stattdessen ein spitziges Goldger\u00e4t. Der Schattens\u00e4nger zuckte zusammen, als er sich ihm damit n\u00e4herte.<\/p>\n<p>\u201eIhr habt es geahnt, Meister G\u00edonar, instinktiv geahnt, dass der junge Mann einen strengeren Meister gebraucht h\u00e4tte als Meister Ask\u00fdn, dessen Gutm\u00fctigkeit und Arglosigkeit den <em>camat&#8217;ay <\/em>den Untergang bereitet haben. Ist es nicht so, dass Meister Ask\u00fdn seinen Sch\u00fcler best\u00e4rkt und ermutigt hat, in allem, was er tat, seine Macht gef\u00f6rdert und angeleitet hat, wo ein klar denkender und gewissenhafter Mann wie Ihr besser daran getan h\u00e4tte, wild wuchernde Kraft und hochm\u00fctige Gedanken zu unterbinden und unter klare Regeln zu zwingen?&#8221;<\/p>\n<p>Meister G\u00edonar keuchte. Das Gold war ihm so nahe, dass er es sp\u00fcrte wie ein gl\u00fchendes Eisen.<\/p>\n<p>\u201eJa&#8221;, wisperte er hektisch. \u201eDer Gro\u00dfmeister hat es nicht erkennen wollen! Oft und oft habe ich davor gewarnt, die Gabe seines Sch\u00fclers ungez\u00fcgelt zu halten. Aber Meister Ask\u00fdn hat meine Bedenken bel\u00e4chelt.&#8221;<\/p>\n<p>Gor warf das Gold achtlos zur\u00fcck auf die Tischplatte. \u201eUnd Euer Meisterlohn ist also das da. Ein angstschlotterndes armes Ding, das kaum die einfachsten Zauber beherrscht in ihrer kleinen und <em>dem\u00fctigen<\/em> Macht.&#8221;<\/p>\n<p>Meister G\u00edonar schloss die Augen. Ar\u00e1ma\u00fa schluchzte tr\u00e4nenlos.<\/p>\n<p>\u201e<em>Was<\/em> ist dieser Yalomiro Lagoscyre? Mir scheint fast, die alten Hunde haben den jungen Wolf in ihrem Rudel wohl erkannt und sich angeblafft dar\u00fcber, ob es kl\u00fcger sei, dem Welpen seine wahre Natur zu verschweigen \u2013 oder ihn zu einem kuschenden K\u00f6ter zu erziehen.&#8221;<\/p>\n<p>Meister G\u00edonar warf dem Rotgewandeten einen bitteren Blick zu. \u201eWie dem auch immer ist \u2013 mir scheint es eine gl\u00fcckliche F\u00fcgung zu sein, dass es wohl so ausgehen wird, dass der Wolfswelpe eines Tages den Kampf mit dem r\u00e4udigen Fuchs suchen wird. Einem, der ausgesto\u00dfen von seinesgleichen durch das Weltenspiel irrt und nach vergrabenen Knochen sucht.&#8221;<\/p>\n<p>Gor erstarrte.<\/p>\n<p>\u201eH\u00f6rte ich recht, und Ihr verglichet gerade das <em>ay&#8217;cha&#8217;ree<\/em> mit einem Hundeknochen?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eUnd Euch selbst mit einem r\u00e4udigen Fuchs, ohne Heimat, ohne Halt.&#8221;<\/p>\n<p>Gor nickte und wandte sich ruhig ab.<\/p>\n<p>Und fuhr sogleich herum und warf einen Zauber auf den Gefesselten, der wie ein gl\u00fchender Schmerz durch jede Muskelfaser des Schattens\u00e4ngers fuhr, so als st\u00fcnde dessen K\u00f6rper in Flammen.<\/p>\n<p>Ar\u00e1ma\u00fa kreischte erschrocken auf und kroch davon, soweit ihre Fesseln es erlaubten.<\/p>\n<p>Meister G\u00edonar hing benommen in seinen Banden und keuchte nach Linderung.<\/p>\n<p>\u201eKein Diebsgesindel&#8221;, zischte Gor, \u201ebeleidigt ungestraft das <em>Licht<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p>WIJDLANT, DAMALS<\/p>\n<p>Die <em>teiranda<\/em> war allein gekommen. Wie auch immer sie es geschafft hatte, all ihre Schutzbefohlenen abzusch\u00fctteln, ob Zimmermagd, ob hoher Ritter, die sie st\u00e4ndig umschlichen und eifers\u00fcchtig nicht aus den Augen lie\u00dfen, stets besorgt um Ihren Schutz \u2013 in dieser sternlosen Nacht war sie allein.<\/p>\n<p>Gor Lucegath hatte alles vorbereitet. Viel Arbeit war es nicht gewesen. Ein Zauber, der lediglich f\u00fcr Unkundige bestimmt war \u2013 mehr nicht. Einen alten, halbblinden Spiegel hatte er in einer Abstellkammer gefunden. Alles Weitere waren nur ein paar kleine magische Basteleien gewesen.<\/p>\n<p>Nun stand sie vor ihm in seiner Kammer und war aufgeregt wie ein junges M\u00e4dchen vor dem ersten gro\u00dfen Fest. Mit kaum zu unterdr\u00fcckender Neugier betrachtete sie den gro\u00dfen, mit einem Tuch verh\u00fcllten Gegenstand an der Wand gegen\u00fcber dem Fenster.<\/p>\n<p>\u201eEntkleidet Euch&#8221;, gebot er ihr.<\/p>\n<p>Sie err\u00f6tete und ihr Blick wurde starr.<\/p>\n<p>\u201eWas <em>erlaubt<\/em> Ihr Euch!&#8221;, rief sie dann emp\u00f6rt aus.<\/p>\n<p>\u201eHerrin, ich habe keinerlei unz\u00fcchtige Absichten oder Gedanken. Aber war Euer Wunsch nun nach einer neuen Haut, einer neuen Gestalt, oder nach neuen Gew\u00e4ndern?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eEs&#8230; es ist ungeh\u00f6rig!&#8221;<\/p>\n<p>\u201eNiemand wird davon erfahren. Aber wenn es Euch gar zu unangenehm ist, k\u00f6nnen wir das Ganze auch einfach wieder vergessen.&#8221;<\/p>\n<p>Sie zierte sich noch einen Moment. Dann begann sie umst\u00e4ndlich, B\u00e4ndchen und Schleifen ihres Kleides zu l\u00f6sen. Er beobachtete sie unverwandt aus den Augenwinkeln und schaute hinaus in die bew\u00f6lkte Nacht. Es regnete schon wieder, ein anhaltender Nieselregen. Der Geruch von nassem Laub und matschiger Erde zog bis hinauf in die Kammer.<\/p>\n<p>\u201eNur meinem <em>h\u00fdardor [Gef\u00e4hrte] <\/em> d\u00fcrfte ich mich so zeigen&#8221;, kam es vorwurfsvoll von ihr.<\/p>\n<p>\u201eSo denkt an den, der einst Euer <em>h\u00fdardor<\/em> sein wird, und w\u00fcnscht Euch einen besonders gef\u00e4lligen Anblick f\u00fcr ihn.&#8221;<\/p>\n<p>Sie seufzte und schl\u00fcpfte aus ihrem Untergewand. Als sie schlie\u00dflich vollkommen nackt und fr\u00f6stelnd im Raum stand, erkannte Gor wie mager und kraftlos sie tats\u00e4chlich war. Mit zitternden Fingern l\u00f6ste sie nun sogar ihre Haube und lie\u00df ihre langen Haare offen hinab fallen. Die wei\u00dfblonden Str\u00e4hnen verdeckten ihre Bl\u00f6\u00dfe notd\u00fcrftig.<\/p>\n<p>Gor seufzte. \u201eMajest\u00e4t, ich bin kein l\u00fcsterner Unkundiger, vor dem Ihr Euch sch\u00e4men m\u00fcsstet.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eIhr seid ein Mann&#8221;, hielt sie hilflos dagegen.<\/p>\n<p>\u201eIch bin ein Magier. Ich <em>empfinde<\/em> nichts bei Eurem Anblick.&#8221;<\/p>\n<p>Das schien sie auf eine r\u00e4tselhafte Weise zu kr\u00e4nken. Obwohl sie sich genierte, war da doch ein Anflug verwirrter Entt\u00e4uschung in ihren Gedanken, und ein wenig Misstrauen.<\/p>\n<p>\u201eBedeuten Euch Frauen denn gar nichts?&#8221;, erkundigte sie sich, ohne es recht zu wollen.<\/p>\n<p>Gor z\u00f6gerte.<\/p>\n<p>\u201eEine gab es&#8221;, gestand er dann. Warum sollte er es auch verheimlichen? Welchen Grund hatte er, \u00fcber Geschehenes zu schweigen? \u201eEine <em>f\u00e1njula <\/em>[junge Frau] gab es, die ich&#8230; begehrte. Doch das ist lange her.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eOh.&#8221; Ihr Interesse war geweckt, in einer verzerrten, unvern\u00fcnftigen Weise, die etwas mit den schwelgerischen Liedern der <em>bachorkoray<\/em> [Spielleute] zu tun haben mochte, die sie in ihrem kleinen unkundigen Leben geh\u00f6rt hatte. Sicher hatte sie auch die schw\u00fclstigen Romane um den Smaragdritter und die Rosendame gelesen \u201eWas ist geschehen?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eSie ist&#8230; hinter den Tr\u00e4umen. Man hat sie mir genommen.&#8221;<\/p>\n<p>Nun hatte sie Mitleid. Ein Gef\u00fchl, das ihm abscheulich war.<\/p>\n<p>\u201eWer hat sie get\u00f6tet?&#8221;<\/p>\n<p><em>Ich<\/em>, dachte Gor bitter.<\/p>\n<p>\u201eJemand, der einen Befehl hatte&#8221;, sagte er. \u201eEs&#8230; es waren schlimme Zeiten.&#8221;<\/p>\n<p>Sie war fasziniert. \u201eUnd was geschah mit dem M\u00f6rder?&#8221;<\/p>\n<p><em>Er wurde grausam bestraft<\/em>, dachte Gor. <em>F\u00fcr seine Feigheit.<\/em><\/p>\n<p>\u201eIch mag nicht dar\u00fcber reden, Herrin. Die Erinnerung bereitet mir Schmerzen.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eSchmerzen? Einem Rotgewandeten?&#8221;<\/p>\n<p>Er l\u00e4chelte m\u00fcde. \u201eWieso, Herrin, glaubt alle Welt, die <em>goala&#8217;ay<\/em> seien unverwundbar?&#8221;<\/p>\n<p>Sie blickte zu Boden. Er trat auf sie zu, ber\u00fchrte sie sacht an der Schulter und f\u00fchrte sie n\u00e4her an den Spiegel heran. Mit der anderen Hand zog er das Tuch fort.<\/p>\n<p>Der Anblick ihres eigenen K\u00f6rpers verwirrte sie. Doch bevor sie etwas sagen konnte, griff er sich ihre Emotionen, lie\u00df sich in den Fluss ihrer Phantasien und Vorstellungen fallen.<\/p>\n<p>Sie \u00e4chzte und wand sich, aber sie konnte sich nicht gegen seine suchenden Gedanken wehren, die ihren Geist erforschten, so als bl\u00e4ttere er einen Stapel Pergamente durch. Sie leistete einen verschwindend kurzen Moment zaghaften Widerstand. Dann lie\u00df sie ihren Geist los und der Schmerz h\u00f6rte auf.<\/p>\n<p>Er tauchte durch l\u00e4ppische, wirre Menschengedanken, die grau waren wie der Herbsthimmel \u00fcber der Ebene und genauso wattez\u00e4h und klamm wie der Nebel, barg aus der Tiefe ihres Geistes das, was sie f\u00fcr ihren Wunsch hielt und warf es hin\u00fcber in den Spiegel.<\/p>\n<p>Ihr trauriges Gesicht erhellte sich. Staunend betrachtete sie das, was sich im Spiegel formte. Es schien ihr \u00fcber die Ma\u00dfen zu gefallen.<\/p>\n<p>Gor sch\u00fcttelte den Rest von kleinen Weibertr\u00e4umen ab und betrachtete sein Werk. Er war zufrieden mit sich. F\u00fcr unkundige Augen mochte das mehr als genug sein. Sicher, es war <em>Blendwerk<\/em>. Aber mit welchem Recht erwartete sie tiefe, wahrhaftige Magie von ihm?<\/p>\n<p>\u201eIst es nach euren W\u00fcnschen, Herrin?&#8221;, erkundigte er sich.<\/p>\n<p>Die sch\u00f6nste Frau des Weltenspiels wandte sich vom Spiegel ab.<\/p>\n<p>\u201eIch m\u00f6chte ein Fest feiern&#8221;, verk\u00fcndete sie. \u201eEin gro\u00dfes Turnier! Einen Ball! Alle sollen sie kommen. Alle sollen sie mich bewundern!&#8221;<\/p>\n<p>Er verneigte sich. \u201eWenn Euch das <em>gl\u00fccklich<\/em> macht, Herrin?&#8221;<\/p>\n<p>\u201e<em>Ihr<\/em> seid es&#8221;, antwortete sie. \u201e<em>Ihr<\/em> macht mich gl\u00fccklich.&#8221;<\/p>\n<p>Und sie lachte. Lachte ein flirrendes Gel\u00e4chter, wie perlendes Wasser, in dem sich Sonnenlicht brach.<\/p>\n<p>PIANMUR\u00cdT, JETZT<\/p>\n<p>Meister G\u00edonar hatte sich noch nicht g\u00e4nzlich von dem Hieb erholt, den Gor ihm versetzt hatte. Der <em>goala&#8217;ay<\/em> \u00e4rgerte sich \u00fcber seine unbedachte Wut. Der Schattens\u00e4nger war von seiner langen Gefangenschaft in Pianmur\u00edt geschw\u00e4cht und hatte den Bann nicht mit seiner eigenen Magie abfangen k\u00f6nnen. Wie leicht h\u00e4tte Gor den Schwarzgewandeten im Affekt umbringen k\u00f6nnen und sich damit um ein gro\u00dfes Vergn\u00fcgen gebracht. Wahrscheinlich hatte der <em>camat&#8217;ay<\/em> in seiner Verzweiflung genau das provozieren wollen.<\/p>\n<p>Wieso nur hatte er sich reizen lassen?<\/p>\n<p>Ar\u00e1ma\u00fa sagte gar nichts mehr. Der Rotgewandete fragte sich, was in ihrem Kopf vorgehen mochte, nun, da sie ihren Meister auf diese Weise vor sich sah und seine Rede geh\u00f6rt hatte. Das M\u00e4dchen mochte eine m\u00e4\u00dfig talentierte und \u00fcberaus verzagte Sch\u00fclerin sein. Aber sicherlich machte sie sich ihre eigenen Gedanken.<\/p>\n<p>\u201eAr\u00e1ma\u00fa?&#8221;, fragte er. \u201eDu hei\u00dft doch Ar\u00e1ma\u00fa? Ar\u00e1ma\u00fa Boscarg\u00e9n?&#8221;<\/p>\n<p>Das M\u00e4dchen nickte stumm.<\/p>\n<p>\u201eBis dein Meister wieder ein wenig zu sich kommt, m\u00f6chte ich mich mit dir unterhalten.&#8221;<\/p>\n<p>Sie warf einen panischen Blick auf das goldene Messerchen, das er gerade in der Hand hielt. Er bemerkte es und legte es nachdr\u00fccklich fort.<\/p>\n<p>\u201eKeine Angst, junge Schattens\u00e4ngerin. Ich will nur mit dir reden. Nichts weiter.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eWas&#8230; was k\u00f6nnte <em>ich<\/em> euch Bedeutsames erz\u00e4hlen? Ich wei\u00df viel weniger als die Meister. Ich bin nur eine unbedeutende Sch\u00fclerin &#8230;&#8221;<\/p>\n<p>\u201eDu bist unter Unkundigen im Norden geboren worden, nicht wahr? Am Meer vielleicht?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eIch wei\u00df es nicht. Wie kommt Ihr darauf?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eDeine sch\u00f6nen blonden Haare. Du wirktest unter deinesgleichen wie eine schneewei\u00dfe M\u00f6we unter Kr\u00e4hen. Am falschen Ort, in falscher Gesellschaft.&#8221;<\/p>\n<p>Sie blinzelte verwirrt. Offenbar fragte sie sich, worauf er hinaus wollte.<\/p>\n<p>\u201eDu bist klug, kleine Schattens\u00e4ngerin. Vielleicht nicht so talentiert, wie dein Meister es sich gew\u00fcnscht h\u00e4tte, aber dein Verstand ist hell.&#8221;<\/p>\n<p>Sie runzelte misstrauisch die Stirn. \u201eWas soll ein Lob aus eurem Mund bezwecken?&#8221;<\/p>\n<p>Gor zuckte die Achseln und blickte zu dem immer noch keuchenden und zuckenden Schattens\u00e4nger hin\u00fcber.<\/p>\n<p>\u201e<em>Ihn<\/em> werde ich t\u00f6ten.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eWas wollt&#8230;&#8221;<\/p>\n<p>\u201eH\u00f6r mir gut zu, <em>camat&#8217;ayra<\/em>. Du wei\u00dft, dass ich die Wahrheit spreche, denn es w\u00e4re m\u00fc\u00dfig, einen von euresgleichen anl\u00fcgen zu wollen. Du bist nicht gef\u00e4hrlich f\u00fcr meine Pl\u00e4ne. Vor dir muss ich mich nicht f\u00fcrchten. Du bist zu schwach.&#8221;<\/p>\n<p>Ar\u00e1ma\u00fa schaute besch\u00e4mt zu Boden.<\/p>\n<p>\u201eEs macht f\u00fcr mich keinen Unterschied, ob du lebst oder stirbst. Ich k\u00f6nnte dich also ebenso gut &#8230; <em>nicht<\/em> t\u00f6ten.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eIhr wollt Euch \u00fcber mich lustig machen.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eSehe ich aus, als w\u00fcrde ich zu Sp\u00e4\u00dfen neigen?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eNat\u00fcrlich nicht. Aber&#8230; ihr w\u00fcrdet so eine \u00dcberlegung nicht anstellen, wenn Ihr nicht irgendeinen Nutzen daraus ziehen w\u00fcrdet. Ich aber kann Euch nicht nutzen. Ich bin nur eine schlechte kleine Sch\u00fclerin.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eW\u00fcrde es dich sehr \u00fcberraschen zu erfahren, dass auch ich einmal jemands Sch\u00fcler war?&#8221;<\/p>\n<p>Nun wurde ihr gr\u00fcner Blick misstrauisch. \u201eWarum erz\u00e4hlt Ihr mir das?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eWeil es dich vielleicht interessiert, dass ich meinen Meister <em>gehasst<\/em> habe.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eDas ist Euer Problem&#8221;, sagte sie d\u00fcster, \u201eIch hasse meinen Meister nicht.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eAber wenn du es auch anders nennen magst, ist es denn recht von deinem Meister, sich mit keinem Wort daf\u00fcr eingesetzt zu haben, dass ich <em>dein<\/em> Leben verschone, wenn du schon eine so schlechte Sch\u00fclerin bist? Dass er es als gegeben hinnimmt, erwartet, dass du dein Schicksal akzeptierst, ohne zumindest zu versuchen, es zu \u00e4ndern?&#8221;<\/p>\n<p>Nun war sie verwirrt. \u201eIch verstehe nicht. Warum sollte mein Meister sich erniedrigen, Euch um Gnade anzuflehen?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eNun, du hast es f\u00fcr ihn getan.&#8221;<\/p>\n<p>Sie schwieg. Der Rotgewandete betrachtete sie lauernd.<\/p>\n<p>\u201eDas war wohl sehr <em>undiszipliniert<\/em>&#8220;, sagte sie endlich.<\/p>\n<p>\u201eWieso bist du so schicksalsergeben?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eNun, ich habe gesehen, wie Ihr meinen Meister im Kampf besiegt habt. Dient nicht jedes Gnadeflehen zu einem Rotgewandeten zu dessen purer Belustigung?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eSchon wieder unterstellst du mir einen Humor, den ich ganz und gar nicht habe.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eIhr m\u00f6gt es selbst nicht so empfinden. Aber w\u00fcrde es euch nur um den Sieg gehen, warum habt ihr meinen Meister&#8230; warum habt ihr alle anderen nicht gleich <em>ehrenvoll<\/em> im Kampf get\u00f6tet? Es muss etwas geben, was meinesgleichen f\u00fcr euch wertvoller macht, wenn ihr Eure \u00dcberlegenheit auf diese Weise auskostet, wie ihr es jetzt mit&#8230; mit Meister G\u00edonar tut.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eIch glaube, das ist etwas, das man einem Schattens\u00e4nger einfach nicht erkl\u00e4ren kann.&#8221; Er erhob sich. \u201eWahrscheinlich werde ich dich doch t\u00f6ten. So muss Yalomiro Lagoscyre sich um niemanden mehr sorgen, falls er sich eines Tages wider alle Erwartung befreien sollte.&#8221;<\/p>\n<p>T\u00e4uschte er sich, oder flutete da <em>Entt\u00e4uschung<\/em> von ihr weg? Hatte sie ernsthaft angenommen, er k\u00f6nne sich zu Gnade hinrei\u00dfen lassen, zu Mitleid, und sei es nur, weil sie so eine bedauernswert einf\u00e4ltige und zaghafte Sch\u00fclerin war?<\/p>\n<p>G\u00edonar Boscarg\u00e9n war wieder halbwegs bei Sinnen. Gor wandte sich dem schwarzgewandeten Magier zu. Was in den dunklen Gedanken der <em>camat&#8217;ay<\/em> vorging, w\u00fcrde er wohl nie ganz verstehen.<\/p>\n<p>WIJDLANT, DAMALS<\/p>\n<p>K\u00edan\u00e1 von Wijdlant war au\u00dfer sich vor Wut. Keifend und schimpfend lief sie durch die Burg, fand allem und jedem etwas auszusetzen, fuhr Gesinde und <em>yarlay<\/em> gleicherma\u00dfen an und hatte angeblich sogar aus purer Wut ein paar kostbare Vasen zerschlagen.<\/p>\n<p>Gor wunderte sich nicht \u00fcber die Launen der zornigen Frau. Diese Entwicklung war abzusehen gewesen. Und da er in der ganzen Burg wohl der Einzige war, der an diesem Vormittag nicht in Ungnade gefallen war, konnte er gelassen abwarten, bis sie zu ihm sprach.<\/p>\n<p>\u201eIch ertrage es nicht l\u00e4nger&#8221;, brach es aus ihr heraus. \u201eIch f\u00fchle mich so&#8230;&#8221;<\/p>\n<p>\u201eHintergangen?&#8221;, riet Gor.<\/p>\n<p>\u201eAlles ger\u00e4t aus den Fugen! Nichts ist mehr so, wie es war! Alles, was eine gl\u00fcckliche Wendung zu nehmen scheint, bricht mir unter den Fingern zusammen, und die Leute beginnen, mich seltsam anzuschauen.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eAber wolltet Ihr denn nicht, dass alles sich \u00e4ndert?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eIch wollte, dass alles <em>besser<\/em> wird!&#8221;<\/p>\n<p>Der Magier wartete. Die <em>teiranda<\/em> ben\u00f6tigte eine Weile, bis sie ihre wild durcheinander wirbelnden Gedanken soweit sortiert hatte, dass sie sich verst\u00e4ndlich machen konnte.<\/p>\n<p>\u201eEs ist aus&#8221;, sagte sie endlich. \u201eDer Bund wurde gel\u00f6st. Und an allem ist nur dieser&#8230; dieser Schwarzmantel schuld.&#8221;<\/p>\n<p>Gor horchte auf. \u201eEin Schwarzmantel? Ein <em>camat&#8217;ay<\/em>?&#8221;<\/p>\n<p>Sie schob ihm einen Bogen kostbares Papier zu, der jetzt freilich von w\u00fctenden Damenfingern zerknittert und angefetzt war. Ehemals hatte es sich um ein hochoffizielles Schreiben des <em>teirandanjor<\/em> vom For\u00e9tern gehandelt.<\/p>\n<p>Gor hatte sich nicht die M\u00fche gemacht, sich jedes Detail, jeden Besucher, zu merken. Nachdem er der <em>teiranda<\/em> ihren sehnlichen Wunsch nach einem neuen, verf\u00fchrerischen K\u00f6rper erf\u00fcllt hatte, hatte die junge Frau beschlossen, ein neues Leben begonnen, eines, in dem sie ihre Trauer und Wut \u00fcber den Tod des Vaters zu verdr\u00e4ngen, indem sie ein Turnier ausgerichtet hatte, zu denen <em>teiranday<\/em> und <em>yarlay<\/em> von nah und fern geladen waren.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hatte man sich allgemein \u00fcber die pl\u00f6tzliche Vergn\u00fcgungssucht der einst so traurigen und unscheinbaren <em>teiranda<\/em> gewundert, aber das Misstrauen, das die vern\u00fcnftigeren unter den <em>ujoray<\/em> an den Tag gelegt hatten, hatte sich gegen den Taumel der Gier nicht durchsetzen k\u00f6nnen, in welche alle M\u00e4nner verfallen waren, die sich selbst als potentielle Gef\u00e4hrten f\u00fcr die wunderbare junge Monarchin, oder vielmehr: Anw\u00e4rter auf ein reiches gro\u00dfes <em>teirandon<\/em> sahen.<\/p>\n<p>Zuerst war das alles ein gro\u00dfer Spa\u00df f\u00fcr die <em>teiranda<\/em> gewesen, die sich pl\u00f6tzlich umworben und umschw\u00e4rmt fand. Selbst der Neid anderer Frauen hatte ihr gut getan, und das perlende Lachen hatte die Burg von Wijdlant erf\u00fcllt und ihre Untertanen zu gleichen Teilen mit der Freude \u00fcber das genesene Gem\u00fct ihrer Herrin erf\u00fcllt, aber auch mit Sorge dar\u00fcber, dass all dies nicht mit rechten Dingen zugegangen war. Ihre eigenen Getreuen konnten den Zauber zwar nicht sehen und waren entsprechend <em>\u00fcberrascht<\/em> \u00fcber das pl\u00f6tzliche Interesse der ausw\u00e4rtigen Werber. Aber sie ahnten, dass es mit dem Rotgewandeten zusammenh\u00e4ngen musste, vor dem sie alle sich grausten und dem sie alle nichts Gutes w\u00fcnschten.<\/p>\n<p>Dann hatte es auf dem Turnier die ersten Handgreiflichkeiten zwischen jungen Rittern gegeben, die ersten <em>echten<\/em> K\u00e4mpfe wurden um die Gunst der <em>teiranda<\/em> ausgetragen, mit scharfen Waffen, und ein hochedler, hei\u00dfbl\u00fctiger <em>yarl<\/em> kam dabei ums Leben. (Gor ahnte, dass der junge Mann in seinem letzten Atem begriffen hatte, dass er einer Magie zum Opfer gefallen war, die nicht den M\u00e4chten gef\u00e4llig war).<\/p>\n<p>Die <em>teiranda<\/em> war zutiefst betroffen \u00fcber diese Entwicklung, aber sie konnte der Sache keinen Einhalt gebieten. Pl\u00f6tzlich wurden Turnierk\u00e4mpfe zu Fehden zwischen Nachbarn, verlagerten sich vom Festplatz in Wijdlant in die Diplomatie zwischen Virhav\u00e9t und Aur\u00f3p\u00e9a, und am Ende war es der <em>teiranda<\/em> mehr als unangenehm, dass sich so viele M\u00e4nner um ihre Hand stritten. Ihr fr\u00f6hliches Fest war zu einer ehrlosen Pr\u00fcgelei geworden, und eine Reihe freundlicher B\u00fcndnisse zwischen <em>yarlay<\/em> und <em>teiranday<\/em> gingen dar\u00fcber zu Bruch. Gor hatte befremdet dabei gestanden und \u00fcber die Unkundigen gestaunt.<\/p>\n<p>Auf dringendes Anraten Ihres <em>mynstir<\/em> hatte K\u00edan\u00e1 von Wijdlant das <em>vaspos\u00e1r<\/em> [Brautwerbeturmnier] abgebrochen und die <em>yarlay<\/em>, die gerade noch eine verf\u00fchrerische Frau und eine Menge Land in Reichweite gesehen hatte, nach Hause geschickt. Sie wollte den Skandal nicht noch mehr zu forcieren, obwohl sie gar nichts dazu tat.<\/p>\n<p>Daraufhin hatten sich die Beziehungen zwischen Wijdlant und den anderen <em>teirandonay <\/em>merklich abgek\u00fchlt. Aber die schwelenden Konflikte ringsum waren geblieben. Junge M\u00e4nner, die ihrem Stand gem\u00e4\u00df ein eigenes Schwert und Befehlsgewalt \u00fcber Bewaffnete hatten, begannen ernsthaft dar\u00fcber zu zanken, wem K\u00edan\u00e1 von Wijdlant l\u00e4nger zugel\u00e4chelt hatte.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich wusste die <em>teiranda<\/em> sich keinen anderen Ausweg mehr, als einem offiziellen Bund mit einem der <em>teirandanjor<\/em>ay [~Prinzen] zuzustimmen, um den Rangeleien ein Ende zu machen. Sie hatte den Zufall entscheiden lassen und ein Los gezogen. In Iv\u00e1al, einem denkbar abgelegenen <em>teirandon<\/em>, war man hocherfreut gewesen \u00fcber ihre Entscheidung. Anfangs. Bis zur Abfassung des Briefes, den Gor nun in der Hand hielt.<\/p>\n<p>In fein gedrechselten Worten, an denen ein <em>mynstir<\/em> sicherlich viele Stunden, vielleicht sogar Tage gefeilt hatte, teilte der Vater des in sinnloser Liebe entflammten <em>teirandanjor<\/em> der <em>teiranda<\/em> h\u00f6flich mit, dass ein hochweiser Magier namens Falgr\u00e8d Eta\u00edmalar, ein Schattens\u00e4nger, den man um Rat gebeten hatte, den Wahn des jungen Mannes als Auswirkungen eines Zauberbannes erkannt habe: Man wolle den Bund deshalb zum Wohle nicht nur des jungen Mannes, sondern auch des <em>teirandon<\/em> l\u00f6sen. Dem <em>teirandanjor<\/em> ginge es, den Umst\u00e4nden entsprechend, gut. Der Schattens\u00e4nger habe seine r\u00e4tselhafte Liebeskrankheit erfolgreich kurieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Gors Miene verfinsterte sich. Einen Schattens\u00e4nger hatten die <em>teiranday<\/em> also befragt. War das ein Zufall gewesen? Trieb sich etwa noch mehr von dem Gesindel in diesen entlegenen Gegenden herum, oder hatte man vors\u00e4tzlich nach einem Magier <em>gerufen<\/em>?<\/p>\n<p>Aus den verschachtelten Worten, deren filigran getuschte Buchstaben sich vor Verlegenheit zu ducken schienen, sprach das Dilemma, in dem der ferne Herrscher sich befand, dem eine Verbindung seines Reiches mit Wijdlant in politischer Hinsicht wohl sogar gefallen h\u00e4tte. Andererseits hatte Gor sich denken k\u00f6nnen, dass das, was aus der <em>teiranda<\/em> geworden war, das Misstrauen unbeteiligter <em>ujoray<\/em> berechtigterweise anheizen konnte.<\/p>\n<p>\u201eVergesst den Kerl&#8221;, riet er der <em>teiranda<\/em> und lie\u00df das Schreiben in Aschefl\u00f6ckchen aufgehen. \u201eEr ist es nicht wert, dass Ihr Euch darum gr\u00e4mt.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eAber&#8230;&#8221;<\/p>\n<p>\u201eVergesst!&#8221;, gebot er.<\/p>\n<p>Ihr Blick verschwamm f\u00fcr einen Lidschlag. Dann setzte sie sich m\u00fcde am Fenster nieder und blickte hinaus. Die Felder rings um die Burg standen in vollem Korn, und der Wind wehte den Gesang von V\u00f6geln herbei. Am Himmel r\u00fcttelte ein Greifvogel und stie\u00df urpl\u00f6tzlich hinab.<\/p>\n<p>Gor setzte sich zu ihr. Seit er begonnen hatte, Magie \u00fcber die <em>teiranda<\/em> zu legen, durfte er nicht unachtsam werden. Eigene Gedanken im Kopf der jungen Frau waren zunehmend gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>\u201eIch glaube&#8221;, sagte sie matt, \u201ees ist nicht so, wie ich es mir gew\u00fcnscht habe. Ich wollte etwas anderes.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eWas ist verkehrt an Eurer Sch\u00f6nheit?&#8221;, fragte er streng.<\/p>\n<p>\u201eSie beginnt, Menschen Angst zu machen. Sie kostet Blut und Frieden.&#8221;<\/p>\n<p>Gor blickte auf. Seine Gedanken kreisten um die Schattens\u00e4nger. Wurde das Gesindel misstrauisch? Hatte der verliebte <em>teirandanjor<\/em> die Schwarzm\u00e4ntel auf seine Spur gebracht? Hatte er, Gor, es \u00fcbertrieben?<\/p>\n<p>\u201eEs tat weh, als ich allein war&#8221;, sagte sie. \u201eUnd nun tut es weh, da ich anderen Kummer mache. Ich w\u00fcnschte, all das h\u00e4tte ein Ende.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eWas sind das f\u00fcr W\u00fcnsche von einer so sch\u00f6nen und klugen <em>teiranda<\/em>, Herrin?&#8221;<\/p>\n<p>Sie schaute ihn eine Weile schweigend an.<\/p>\n<p>\u201eBin ich <em>verflucht<\/em>?&#8221;, fragte sie endlich. \u201eHabt <em>Ihr<\/em> mich verflucht?&#8221;<\/p>\n<p>Aha. Da hatte es also ein Schattens\u00e4nger, einer, der ihr nicht einmal von Angesicht zu Angesicht begegnet war, es vollbracht, sie zu verunsichern. Sie hatte in einen <em>anderen<\/em> Spiegel geblickt, in den Spiegel der <em>Meinungen<\/em>.<\/p>\n<p>\u201eAuf den Rat eines Schwarzmantels zu h\u00f6ren&#8221;, sagte Gor, \u201eist t\u00f6richt und gef\u00e4hrlich. Die Schwarzgewandelten haben nichts anderes im Sinn, als sich in Dinge einzumischen, die sie nichts angehen, um das Weltenspiel an seiner Vervollkommnung zu hindern.&#8221;<\/p>\n<p>K\u00edan\u00e1 von Wijdlant blinzelte verwirrt. \u201eIst das so?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eJener, den sich der <em>teirand<\/em> von Iva\u00e1l ins Haus holte, verleumdet Eure Sch\u00f6nheit und G\u00fcte und bringt ihn gegen Euch auf. Die Schwarzgewandeten sind heimt\u00fcckisch und den M\u00e4chten widerlich.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eMein Vater hat als junger Mann in den Tagen der Chaoskriege an der Seite von Francom\u00e9 von Valvivant gek\u00e4mpft. Ich erinnere mich, er erz\u00e4hlte furchtbare, schaurige Geschichten von den Chaosgeistern und dem Verfluchten, dem Schattens\u00e4nger Ovid\u00e1ol&#8230;&#8221;<\/p>\n<p>Gor lachte h\u00f6hnisch. \u201eOvid\u00e1ol? Ovid\u00e1ol mit seinen Chaosgeistern war <em>l\u00e4cherlich<\/em> gegen&#8230;&#8221;<\/p>\n<p>Erschrocken unterbrach er sich. Eine Erinnerung zuckte durch seinen Geist, eine, die so furchtbar war, so schmerzhaft und grausam, dass er f\u00fcr einen Augenblick alle geordneten Gedanken verlor.<\/p>\n<p>\u201eMeister?&#8221; Die <em>teiranda<\/em> tastete ihn sacht an. \u201eMeister, ist Euch nicht wohl?&#8221;<\/p>\n<p>Der Rotgewandete erhob sich. Dass seine Hand sich um den Griff seines Schwertes krampfte, bemerkte er gar nicht. Er horchte in sich hinein, auf die Stimme, die da in seinen Erinnerungen klang.<\/p>\n<p>Eine ganze Weile betrachtete die <em>teiranda<\/em> ihn verwirrt und wurde immer \u00e4ngstlicher, denn der Rotgewandete r\u00fchrte sich nicht mehr, starrte ins Leere und nur das Zucken seiner Miene unter seiner Maske verriet, dass er nicht g\u00e4nzlich erstarrt war. Schlie\u00dflich begann er, zu l\u00e4cheln, auf eine so beunruhigende Weise, dass es der <em>teiranda<\/em> unheimlich wurde.<\/p>\n<p>Leise erhob sie sich und huschte aus dem Raum, ohne dass er es bemerkte.<\/p>\n<p>PIANMUR\u00cdT, JETZT<\/p>\n<p>\u201eWas mich noch interessieren w\u00fcrde, bevor ich mit Euch ein Ende mache, Meister G\u00edonar&#8221;, sagte Gor und blieb dicht hinter dem an den Sessel gefesselten Magier stehen, \u201ew\u00e4re, ob Euresgleichen, wenn schon nicht vom Namenlosen, wohl noch Kunde von <em>meinesgleichen<\/em> erhalten hat.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eVon Euresgleichen?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eJa. Ihr m\u00fcsst verstehen&#8230; meinesgleichen war seit jenem ungl\u00fccklichen &#8230; Vorfall &#8230;nicht besonders gesellig. So wie Euresgleichen sich, einem Rudel scheuer Rehe gleich im Boscarg\u00e9n verschanzt hat, so waren wir doch eher die einsam umherstreifenden B\u00e4ren auf der Suche nach k\u00f6stlicher Beute.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eIst der Vergleich mit dem stolzen B\u00e4ren nicht etwas vermessen?&#8221;, fragte Meister G\u00edonar und versuchte, sich nach Gor umzuschauen, aber der wich seinen Blicken geschickt aus und lie\u00df dabei beil\u00e4ufig das Metall in seiner Hand klingen.<\/p>\n<p>\u201eDas sei dahingestellt. Also?&#8221;<\/p>\n<p>Meister G\u00edonar l\u00e4chelte finster. \u201eIch verstehe. Ihr einsamer B\u00e4r seid Euch Eurerseits nicht ganz sicher, ob sich hier vor Euch wohl nur der letzte Schattenmeister befindet, oder wom\u00f6glich zugleich der letzte Lichtverbannte.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eNicht!&#8221;, rief Ar\u00e1ma\u00fa aus. Tats\u00e4chlich konnte Gor sich gerade noch bezwingen, den Schattens\u00e4nger erneut zu schlagen. \u201eBitte, lasst von ihm ab, Meister Gor. Ich kann Euch vielleicht antworten!&#8221;<\/p>\n<p>Der Rotgewandete drehte sich interessiert um. \u201eJa?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eIch&#8230; ich bin noch eine junge Sch\u00fclerin, Meister Gor. Aber in meiner Lebenszeit habe ich niemals einen von Euresgleichen gesehen oder davon sprechen geh\u00f6rt, dass einer gesehen wurde.&#8221;<\/p>\n<p>Gor wartete auffordernd.<\/p>\n<p>\u201eYalomiro Lagoscyre ist etliche Sommer \u00e4lter als ich. Als Ihr in den Wald kamt&#8230; nein, auch er war \u00fcberrascht, einen von Eurem Kreis aus der N\u00e4he zu sehen. F\u00fcr unsere Generation war Euresgleichen nur noch eine&#8230; eine schlimme Legende.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eMeister G\u00edonar? Euresgleichen hat zugelassen, dass die Rotgewandeten zu <em>Schreckm\u00e4rchen<\/em> f\u00fcr junge Schattens\u00e4nger wurden?&#8221;<\/p>\n<p>Der Schattens\u00e4ngermeister seufzte schwer.<\/p>\n<p>\u201eWir hatte gehofft, dass die M\u00e4chte Eurem widerlichen, ungef\u00e4lligen Treiben ein Ende gemacht h\u00e4tten. Seit vielen Sommern wurde nicht mehr von einem <em>goala&#8217;ay<\/em> gesprochen. Wir dachten, es sei&#8230; vorbei.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eWie bedauerlich&#8230;&#8221;<\/p>\n<p>\u201eWir Meister haben vermutet, und Meister Ask\u00fdn mag es gewusst haben, dass Euresgleichen noch nicht endg\u00fcltig aus dem Weltenspiel verschwunden ist. Aber wir hofften, ihr habet euch <em>besonnen<\/em> und aufgegeben.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eAufgegeben? Resigniert wohl, kapituliert vor einer Horde schwarzgewandetem Raubgesindels?&#8221;<\/p>\n<p>\u201eMeister Gor, &#8221; sagte G\u00edonar Boscarg\u00e9n, \u201ewie ihr es auch drehen m\u00f6gt \u2013 die Wahrscheinlichkeit steht gut, dass Ihr in der Tat der letzte seid, der nach dem <em>ay&#8217;cha&#8217;ree<\/em> sucht.&#8221;<\/p>\n<p>Gor nickte nachdenklich. \u201eIch hatte &#8230; angenommen, dass es zumindest noch einen anderen wie mich gibt. Einen <em>j\u00fcngeren<\/em>. Bedauerlich.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eWenn es noch einen gibt, dann hat er wohl die gro\u00dfe Suche Eures Kreises aufgegeben.&#8221;<\/p>\n<p>\u201eDas l\u00e4sst sich nicht \u00e4ndern.&#8221;<\/p>\n<p>Meister G\u00edonar legte den Kopf in den Nacken, um Gor ins Gesicht sehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eUnd Ihr wisst, wer <em>viele<\/em> von Euch besiegt hat.&#8221;<\/p>\n<p>Er schrie auf, denn Gor griff tief in die mit silbergrauen Str\u00e4hnen durchzogenen dunklen Haare des Schattens\u00e4ngers und hielt ihn daran fest.<\/p>\n<p>\u201eDas&#8221;, zischte er, \u201eist nicht <em>euer<\/em> Verdienst.&#8221;<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/gors-domaene\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[23],"tags":[],"class_list":["post-3149","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kg_gor"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3149","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3149"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3149\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3156,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3149\/revisions\/3156"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3149"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3149"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3149"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}