{"id":3089,"date":"2025-08-25T19:00:43","date_gmt":"2025-08-25T17:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=3089"},"modified":"2025-08-31T00:47:35","modified_gmt":"2025-08-30T22:47:35","slug":"03-unkundige-probleme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/03-unkundige-probleme\/","title":{"rendered":"03: Unkundige Probleme"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"Yalo_Mag_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Yalo_Mag_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-3074\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Yalo_Mag_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Yalo_Mag_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Yalo_Mag_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"545eb35aa2325e6e4ebcea0fa452e91f\">Das Licht war gut. Yalomiro war sehr hungrig gewesen, als sie den Eta\u00edmalon betreten und sich um den Thron des Gro\u00dfmeisters versammelt hatten, aber nun hatte er genug zu sich genommen, wurde schl\u00e4frig und sein K\u00f6rper f\u00fchlte sich schwer und behaglich an. So, dachte der Junge, musste sich ein uralter Baum mit einem dicken Stamm f\u00fchlen, einer, den kein Sturm mehr sch\u00fctteln konnte. Yalomiro stellte sich gern vor, ein Baum zu sein. Er liebte die B\u00e4ume und malte sich aus, wie herrlich es sein musste, mit den Wurzeln das Leben aufzusaugen und die Bl\u00e4tter dem Mond entgegen zu recken.<\/p>\n<p data-p-id=\"cdaa333987c1713951863a497d668285\">Hier im Heiligtum war es ein wenig wie in einer sch\u00fctzenden H\u00f6hle. Hier hinein kam nichts, was den Schattens\u00e4ngern gef\u00e4hrlich werden konnte. Hier waren sie unter sich. Meister Ask\u00fdn gab auf sie alle Acht, sie waren zusammen, sie waren eine Einheit, wie ein atmender K\u00f6rper aus vielen Leibern.<\/p>\n<p data-p-id=\"e192e7476c591c67df1839242f6325f6\">Yalomiro zuckte hoch. Beinahe w\u00e4ren ihm die Augen zugefallen. Er musste sich ein wenig zusammenrei\u00dfen \u2013 vor den Meistern einzuschlafen war ein Privileg, das nur den j\u00fcngsten Kindern zustand. Ar\u00e1ma\u00fa zum Beispiel. Das M\u00e4dchen sa\u00df still an seiner Seite und war eingenickt. Leise ging ihr Atem, und einige unbeaufsichtigte Traumfetzen wisperten um sie herum. M\u00e4dchendinge. Kleine kuschelige Tiere und die rosafarbenen Bl\u00fcmchen, die am Bach wuchsen.<\/p>\n<p data-p-id=\"219691e98fae7327adbaf071379b0ddb\">Yalomiro schaute sich unter den anderen um, die rings um den Thron in einigem Abstand auf dem Boden sa\u00dfen. Die meisten der erwachsenen Schattens\u00e4nger meditierten still, andere atmeten hungrig das Licht und Meister G\u00edonar betrachtete mit aufmerksamem Blick den Gro\u00dfmeister, der ein Netz aus Lichtf\u00e4den um sich herum gesponnen hatte und sich seinerseits noch zu sammeln schien. Es reflektierte, schimmerte auf und ab, im Rhythmus seiner Atemz\u00fcge.<\/p>\n<p data-p-id=\"47c55e36df179f5a0dbae84b04bdd42d\">Yalomiro versp\u00fcrte leisen Stolz. Dies war Ask\u00fdn Lagoscyre, sein Meister, sein Lehrer, der m\u00e4chtigste Gro\u00dfmagier der <em>camat&#8217;ay<\/em>. Der, von dem er in den kommenden Sommern und Wintern alles lernen w\u00fcrde, was es \u00fcber den Schatten, die Nacht und das Leben zu wissen gab.<\/p>\n<p data-p-id=\"76246843ec7a29e8348206919599266f\">Yalomiro hob den Blick zur oval geschwungenen Deckenkuppel hoch \u00fcber sich. Durch die Fensterscharten, die von ihrem Mittelpunkt ausliefen wie die schlanken Strahlen eines Sterns, flimmerte Mondlicht hindurch. Mehr zu sehen gab es in diesem Saal nicht \u2013 nur die F\u00e4den aus magischem Licht, den steinernen Thron mit der R\u00fcckenlehne in Form eines kopfstehenden Dreiecks und den sternf\u00f6rmigen Blick zum Firmament. Jede Nacht sah Yalomiro all diese Dinge und war unter den Schattens\u00e4ngern, die gemeinsam vom Licht des Nachthimmels speisten. Und noch immer hatte er nicht damit aufgeh\u00f6rt, \u00fcber das zu staunen, was die M\u00e4chte ihm f\u00fcr ein <em>Geschenk<\/em> gemacht hatten, indem Nokt\u00e1ma, die Dunkelheit selbst ihm die Magie zuma\u00df.<\/p>\n<p data-p-id=\"6cf18b8e13592dd6235aef989707f021\">Meister Ask\u00fdn regte sich und \u00f6ffnete die strahlend silbern leuchtenden Augen. Alle <em>camat&#8217;ay<\/em> wandten sich ihm zu. Meister G\u00edonar wollte etwas sagen, aber Meister Ask\u00fdn blickte an ihm vorbei, auf Falgr\u00e8ds Meisterin, die ihm zunickte und sich erhob.<\/p>\n<p data-p-id=\"f6db5e2009a3e013d130145f83fa0a35\">\u201eWas habt Ihr zu berichten, Meisterin Eketh?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bdfa764befa6513a7aeeb798a4fb91cf\">Meisterin Eketh verneigte sich. \u201eIch war, auf Bitte von Meister G\u00edonar, bei den Unkundigen in ihrem Dorf&#8221;, begann sie. \u201eWegen dieses Vorfalls mit dem unerlaubt gepflanzten Baum.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1f38dcf4732bafd5f25dbad84a4e8bc5\">Yalomiro err\u00f6tete, als alle Blicke sich auf ihn richteten. Offenbar hatte es sich in Windeseile im Boscarg\u00e9n herumgesprochen, dass er in diese Geschichte verwickelt war.<\/p>\n<p data-p-id=\"af4ca0e9d56a95834d4c04cd8191ccc1\">\u201eWie geht es den Unkundigen?&#8221;, erkundigte Meister Ask\u00fdn sich. \u201eSind sie sehr au\u00dfer sich?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9fa334863b58b3687cdb5ab1ff9d9f14\">Die Meisterin l\u00e4chelte. \u201eNun, es war ihnen unheimlich, dass ich zu ihnen kam, aber sie lie\u00dfen sich \u00fcberzeugen, ihre Feldfr\u00fcchte doch k\u00fcnftig auf ihren \u00c4ckern und G\u00e4rten zu lassen. Man l\u00e4sst Euch ausrichten, dass man den M\u00e4chten danke, in guter Nachbarschaft mit uns zu leben, man aber unsere Geduld nicht strapazieren wolle, indem man uns dazu br\u00e4chte, wegen Kleinigkeiten, dummen Streichen t\u00f6richter Bauern Bedeutung beizumessen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"11def912703ff319998cd395a40988f6\">Verhaltene Erheiterung breitete sich aus. Es war doch immer wieder zu <em>drollig<\/em>, wie die Unkundigen sich bem\u00fchten, die Schattens\u00e4nger nicht allzu sehr auf sich aufmerksam zu machen. Selbst Meister G\u00edonar schmunzelte. Wahrscheinlich h\u00e4tte es ihm gefallen, sich die Ausreden der <em>ujoray<\/em> selbst anzuh\u00f6ren, aber es hatte einen guten Grund, dass die Schattens\u00e4ngerin zu den Unkundigen ging. Sie war jenseits des Alters, in dem sie mit ihrer Gegenwart, mit dem Fluch, unabsichtlich M\u00e4nner in Gefahr bringen konnte..<\/p>\n<p data-p-id=\"c8f402174f12a15ca1f460f7f3df1f34\">\u201eAber wo ich schon einmal vor Ort war&#8221;, fuhr Meisterin Eketh fort, \u201eund weil ich das Unkundigenvolk beruhigen wollte, ihr Vertrauen in uns st\u00e4rken, habe ich mich erkundigt, ob sie gerade etwas f\u00fcr eine Heilerin zu tun h\u00e4tten. Und tats\u00e4chlich, einer von ihnen ben\u00f6tigte dringend Hilfe, lag n\u00e4mlich mehr tot als lebendig danieder. Ein Sch\u00e4fer, der auf ihre Herden achtet.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2b30c460c8ae41a194bb1cf303702136\">Yalomiro \u00fcberlegte, ob er Ar\u00e1ma\u00fa wecken sollte, f\u00fcr den Fall, dass Meisterin Eketh etwas von kuscheligen Sch\u00e4fchen erz\u00e4hlen sollte. Das w\u00fcrde dem M\u00e4dchen sicher gefallen. Wenn der Sch\u00e4fer krank war, musste jemand auf die Tiere achten, und vielleicht w\u00e4re das eine M\u00f6glichkeit, bei den Unkundigen, die sie so sehr erschreckt hatten, etwas gut zu machen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ea3c7d013c09638bfb35ed00bd36222c\">\u201eGeht eine Krankheit um?&#8221;, erkundigte sich eine andere Schattens\u00e4ngerin besorgt.<\/p>\n<p data-p-id=\"0056a29a13c35b4e0c782441d82b523e\">\u201eNein, es war ein Unfall. Der Mann hatte mehrere Knochenbr\u00fcche und eine b\u00f6se Kopfwunde, und&#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d1ed12b22efaeb7e9685bce2d98e976e\">\u201eVergebt, Meisterin&#8221;, unterbrach Meister G\u00edonar, \u201ewas ist geschehen? Ihr messt dem mehr Bedeutung bei, als es ein Unfall auf der Weide wert w\u00e4re.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1f1611f253f1de59338d578e9060217f\">Meisterin Eketh hob vorwurfsvoll die Brauen. Sie lie\u00df sich nicht gern ins Wort fallen, auch nicht vom Stellvertreter des Gro\u00dfmeisters.<\/p>\n<p data-p-id=\"642e436f4fa3597b4cc5e25955a00078\">\u201eEines der Tiere ist offenbar toll geworden&#8221;, sagte sie k\u00fchl. \u201eEin Schaf hat den Mann um ein Haar umgebracht. Das muss in etwa zu der Zeit passiert sein, in der es hier viel Aufhebens um B\u00e4ume gab.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5ece0b222cd8c249aa30714dcdfa745c\">Yalomiro entschied sich, Ar\u00e1ma\u00fa schlafen zu lassen. Das klang nicht nach einem Streicheltier.<\/p>\n<p data-p-id=\"f50aefd0a30693bfe7cdf15a44419dce\">Die Schattens\u00e4nger schwiegen verwirrt. Dass Schafb\u00f6cke unter gewissen Umst\u00e4nden wild und gef\u00e4hrlich wie Stiere werden konnten, war nichts Neues. Aber aus irgendeinem Grund hatte Meisterin Eketh die Sache f\u00fcr erw\u00e4hnenswert gehalten.<\/p>\n<p data-p-id=\"4fcf5290db0bee084c328c86c1265f9c\">\u201eWarum, Meisterin, erz\u00e4hlt Ihr uns das?&#8221;, fragte Meister Ask\u00fdn.<\/p>\n<p data-p-id=\"aee5c8ac61fc2a31c5bc8047f60e5e2e\">\u201eIch habe mir, nachdem ich den Mann geheilt hatte, die Tiere zeigen lassen. Immerhin war es ja m\u00f6glich, dass sie von einer Krankheit ergriffen wurde. Man zeigte mir eine gro\u00dfe Herde sanfter und gesunder Schafe. Und dieses hier, das abseits in einem Pferch stand.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"867644a59804e5160887f078c00dc06b\">Sie hob die Hand in einer ausladenden Geste und sang ihren Zauber. Und sie alle sahen das Bild wie in einer eigenen Erinnerung.<\/p>\n<p data-p-id=\"25549e4b935504c13fa3d62bcea1e187\">Es war kein gro\u00dfer, geh\u00f6rnter Bock, wie man h\u00e4tte annehmen k\u00f6nnen. Es war ein L\u00e4mmchen mit struppigem schwarzem Fell. Das Tier war verletzt, an einigen Stellen war seine Wolle blutig und zerfetzt.<\/p>\n<p data-p-id=\"9fce2781d3562f86e92bd28ddd1f06a1\">Die Schattens\u00e4nger betrachteten verwirrt das junge Tier, das die Meisterin gesehen hatte, w\u00e4hrend sie erkl\u00e4rte: \u201eMan sagt, es habe sechs M\u00e4nner mit Spie\u00dfen und Hunde gebraucht, um das Tier dazu zu bringen, von dem Sch\u00e4fer abzulassen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1dc480031d8091b1b5c88d5d95f09d62\">Yalomiro schauderte, konnte den Blick aber nicht von dem Lamm abwenden, nicht von dem seltsamen Blick in den weit aufgerissenen, fast <em>wei\u00dfen<\/em> Schafsaugen. Dann verblasste das Bild.<\/p>\n<p data-p-id=\"edb15386316496f1796c2996a1507474\">\u201eEin mickriges <em>Lamm<\/em> hat einen ausgewachsenen Mann so zugerichtet?&#8221;, staunte Falgr\u00e8d, der eigentlich in dieser Runde unaufgefordert gar nicht h\u00e4tte reden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p data-p-id=\"503a5009179b38487679b809e31c9a11\">\u201eSo sagte man mir.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3cd3f65035ed0da97cb632e0b15856f6\">\u201eWas ist nun mit dem Tier&#8221;, fragte Meister G\u00edonar. \u201eAbgesehen davn, dass es wohl tollw\u00fctig ist?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9292c4503101b60f6bd10b7c6b4d116d\">\u201eDazu komme ich gleich&#8221;, sagte Meisterin Eketh. \u201eWas mir bemerkenswert erschien und was ich Euch berichten wollte, war jedoch dies: Man sagte mir, niemand wisse, woher dieses Lamm gekommen sei. Es sei am fr\u00fchen Morgen einfach bei der Herde aufgetaucht. Es ist nicht einmal L\u00e4mmerzeit.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9ff246b84e22c7ea3926a0446ae9ab4d\">\u201eUnd nun?&#8221;, fragte Meister Ask\u00fdn.<\/p>\n<p data-p-id=\"9b0c5af5cc20c601821fd2a673597e8c\">\u201eDie Unkundigen haben es nicht t\u00f6ten k\u00f6nnen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3d19a42df27a55f23cc3019cc7b294bd\">Einen Moment lang herrschte absolute Stille in der Halle. Ar\u00e0ma\u00f9s leises Schnarchen wirkte verloren darin.<\/p>\n<p data-p-id=\"b26ea4c4211cb602952de6d516f11041\">\u201eWas soll das hei\u00dfen?&#8221;, fragte Meister G\u00edonar beunruhigt.<\/p>\n<p data-p-id=\"e48591758201ef2fe7e5ccee30891d2b\">\u201eDas, was ich sage. Die Hunde haben versucht, es zu zerrei\u00dfen, aber \u2013 so erz\u00e4hlte man mir \u2013 sie haben jaulend und winselnd von ihm abgelassen, sobald sie sein Blut schmeckten. Daraufhin haben einige der M\u00e4nner versucht, es zu erschlagen, aber es war, als pr\u00fcgelten sie auf einen Sack mit Sand ein. Das Lamm blieb am Leben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f0a4d6a91def250244d0e6e62f66adbe\">Diesmal hielt das Schweigen der Schattens\u00e4nger noch l\u00e4nger an.<\/p>\n<p data-p-id=\"e5e049fa7e9a112974084ee1c120986d\">\u201eIhm mit einem Messer nahe zu kommen, das haben die Menschen sich nicht getraut&#8221;, f\u00fcgte die Meisterin der Vollst\u00e4ndigkeit halber hinzu.<\/p>\n<p data-p-id=\"165c462de7c09a4c30191b556d94a40f\">\u201eDas ist allerdings eine sehr wunderliche Geschichte&#8221;, gab Meister Ask\u00fdn zu, und die anderen Erwachsenen murmelten Zustimmung.<\/p>\n<p data-p-id=\"9d870a5d63d0081127cefdde10348a55\">\u201eEs ist eine Sache, die so wunderlich ist, dass einige von uns sie sich aus der N\u00e4he betrachten sollten. Die Unkundigen haben Angst. Mehr als vor verzaubertem Obst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"909fa492b6f84fdec60d43f23eb19423\">Hier und da begannen Meister und Meisterinnen, miteinander zu tuscheln. Falgr\u00e8d blickte finster drein. Offenbar war er gekr\u00e4nkt, dass seine Meisterin ihm nicht schon vorher von dem Wunderlamm berichtet hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"a87a29246877b1a8b2230f4e5057a82f\">Der Gro\u00dfmeister erhob sich und brachte die anderen Magier damit zum Verstummen. Die Blicke wandten sich ihm zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"1f1dd77da396a066f4d210d2a655553c\">\u201eWir m\u00fcssen uns vergewissern, ob es sich um Zauberei handelt. Es w\u00e4re erstaunlich, wenn dem nicht so w\u00e4re. Diese Geschichte <em>geht uns etwas an<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"52789db49454d9ff2eb3bc79ba66263e\">\u201eSoll ich mich darum k\u00fcmmern, Meister Ask\u00fdn?&#8221;, fragte Meisterin Eketh. \u201eIch bin den Unkundigen nicht mehr fremd.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4939584d3f5ada84e5734cb1b0f3e102\">\u201eWenn es ein b\u00f6ser Zauber w\u00e4re&#8221;, gab einer der Meister zu bedenken, \u201ekann es nicht schaden, wenn noch mehr von uns gehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"def4bf479cfce61937f7ee88ee4c9884\">\u201eWollt ihr die <em>ujoray<\/em> [* Unkundigen] noch mehr in Panik versetzen?&#8221; Meister G\u00edonar verschr\u00e4nkte ablehnend die Arme. \u201eIhr k\u00f6nnt Euch denken, was geschieht, wenn unseresgleichen zu mehreren auftaucht. Es w\u00fcrde uns mehr ablenken, uns vorsichtig unter ihnen zu bewegen als uns um dieses sonderbare Tier zu k\u00fcmmern!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1e8c85c86444c11d1a8f7cad5b0eedb9\">\u201eIch k\u00f6nnte vorangehen und daf\u00fcr sorgen, dass die Frauen sich entfernen&#8221;, bot Meisterin Eketh an.<\/p>\n<p data-p-id=\"d3549b2a75c7bfa2b2634f7a8b9706b1\">\u201eDas ist gut gedacht, aber es fruchtet nichts. Die Menschenweiber sind zu unverst\u00e4ndig, als dass sie nicht am eigenen Leibe sp\u00fcren wollen, ob die Kunde von unserem Fluch wirklich der Wahrheit entspricht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"205ee57dd63ab12c1cce0424dfe31c06\">Hier und dort erklangen zustimmende Worte. Nicht zum ersten Mal hatte der \u00dcbermut junger Unkundiger dazu gef\u00fchrt, dass eine unheilvolle Hysterie sich an Orten ausgebreitet hatte, an denen Schattens\u00e4nger sich gezeigt hatten. Da hatte alles Warnen und Mahnen nichts genutzt.<\/p>\n<p data-p-id=\"97eb789f90800003b36e9576179743fa\">Yalomiro erhob sich. Es war eine Verwegenheit, nun zu den Meistern zu sprechen, aber er konnte einfach nicht schweigen.<\/p>\n<p data-p-id=\"4f110956afdbb6e4eea9d24c6bc53a4c\">\u201eLasst mich zu den Menschen gehen&#8221;, sagte er. \u201eWenn das Lamm noch lebt, m\u00f6chte ich es mit eigenen Augen sehen und verstehen, was mit ihm geschehen ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4515a5a47e8ef0c9d9539d5c895befa5\">Meister G\u00edonar warf dem Jungen einen unwilligen Blick zu. \u201eHast du heute nicht schon genug Unfug angerichtet?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7b15a0224ed8e91320349278315a4ff5\">Yalomiro f\u00fchlte die tadelnden Blicke der Erwachsenen auf sich ruhen und wusste, dass er darauf besser nicht h\u00e4tte antworten sollen. Aber sein Stolz war st\u00e4rker.<\/p>\n<p data-p-id=\"2dfaec92b45833258b37fe3ebee9db09\">\u201eIch k\u00f6nnte mich bei dieser Gelegenheit bei den Unkundigen f\u00fcr den Schrecken <em>entschuldigen<\/em>, den ich ihnen eingejagt habe. Und au\u00dferdem&#8230; vor einem <em>Kind<\/em> werden sie sich nicht f\u00fcrchten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"02cedf09ad469fea20ab38bcca13f5ff\">\u201eDamit hat er Recht&#8221;, sagte Meister Ask\u00fdn milde und erntete daf\u00fcr einen entgeisterten Blick von Meister G\u00edonar.<\/p>\n<p data-p-id=\"d6254ec064eb94d9419c9fe56953c192\">\u201eIch will ihn begleiten!&#8221;, rief Falgr\u00e8d aus.<\/p>\n<p data-p-id=\"0a63827ac048e20fa0ed692985e1873d\">\u201eDu bist schon zu alt&#8221;, meinte Yalomiro ruhig. \u201eDu bist fast erwachsen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d569cb7f38300cf84a51c6f4090e9b0e\">Hier und da klang verhaltenes Gel\u00e4chter. Falgr\u00e8d schnaubte ver\u00e4chtlich.<\/p>\n<p data-p-id=\"b5407e78f98b5ddde3f18fb53475b708\">\u201eDu tust, als sei es beschlossenen Sache, mein Sch\u00fcler&#8221;, nahm der Gro\u00dfmeister das Wort wieder an sich. \u201eUnd ich verstehe deine Neugier und deinen Tatendrang. Aber ich muss auch Meister G\u00edonar zustimmen. Die Sache ist kein Spiel f\u00fcr Kinder. Wir k\u00f6nnen nicht wissen, welcher Natur die Magie ist, die m\u00f6glicherweise auf diesem Lamm liegt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4ff87ff2dc16a08e629046cdb01de2cf\">\u201eEs hat immerhin einen kr\u00e4ftigen Mann \u00fcbel zugerichtet und war kaum zu b\u00e4ndigen&#8221;, f\u00fcgte Meisterin Eketh sanft hinzu. \u201eWas auch immer ihm seine Kr\u00e4fte verleiht, ihr Kinder k\u00f6nnt es nicht bannen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4fb5f769ab1a0d07a5c2cffa5f691fde\">\u201eIch w\u00fcrde mir nicht anma\u00dfen wollen, es zu <em>bannen<\/em>&#8220;, erkl\u00e4rte Yalomiro bed\u00e4chtig. \u201eAber vielleicht kann ich erkennen, womit wir es zu tun haben und euch raten, wie ihr ihm begegnen k\u00f6nnt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"eab7a6584773c8fca1e8b8f15edad863\">\u201eDu ma\u00dft dir also an, etwas zu verstehen, was eine Meisterin nicht schon erkannt h\u00e4tte?&#8221;, rief einer der anderen Meister belustigt.<\/p>\n<p data-p-id=\"c7e92b0cab06695713fea7a2f7c77e78\">Yalomiro senkte den Blick. \u201eDas wei\u00df ich nicht, ehe ich es nicht gesehen habe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1f41b787ec08c6e39fcd132de741a0a0\">Die <em>camat&#8217;ay<\/em> tuschelten, aber sie schienen seinen Vorschlag mitnichten l\u00e4cherlich zu finden. Meister G\u00edonar und Falgr\u00e8d musterten ihn vorwurfsvoll. Meisterin Eketh l\u00e4chelte unmerklich. Yalomiro wurde die Aufmerksamkeit unangenehm. Er verneigte sich, lie\u00df sich wieder nieder und versuchte, sich unsichtbar zu machen.<\/p>\n<p data-p-id=\"1a3747b0c920a39561d3d987fa8a3449\">Meister Ask\u00fdn schwieg, und nach und nach taten es ihm die anderen nach.<\/p>\n<p data-p-id=\"692a70c40caa56323ddd3c72d00db3ff\">Yalomiro wagte es nicht, den Gro\u00dfmeister anzublicken. Ihm war klar, wie vorwitzig und dumm sein Verhalten auf die anderen gewirkt haben musste. Andererseits war es nicht seine Absicht gewesen, sich in den Vordergrund dr\u00e4ngen zu wollen oder vor den anderen aufzuschneiden. Er war einfach nur <em>neugierig<\/em> gewesen. Und er war begierig, zu lernen. Was gab es besseres, um Wissen \u00fcber die Magie zu erlangen, als sich die Magie anderer anzuschauen?<\/p>\n<p data-p-id=\"a336778f0c457137d5d760697b532634\">\u201eDie Kinder werden gehen&#8221;, brach der Gro\u00dfmeister das Schweigen.<\/p>\n<p data-p-id=\"f5c12c66e45980b30f1b118a7d1b39b2\">\u201e<em>Wie bitte?<\/em>&#8220;, entfuhr es Meister G\u00edonar.<\/p>\n<p data-p-id=\"07ec77c53969960f8539f35d74149f7a\">\u201eIhr habt mich verstanden. Ich halte es f\u00fcr einen guten Weg, wenn Yalomiro Erfahrungen mit <em>ujoray<\/em> macht. Aber ich will, dass Ar\u00e1ma\u00fa und Falgr\u00e8d ihn begleiten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3c09a9f5c8c646013d9426781935fbaa\">Falgr\u00e8d grinste triumphierend, brachte seine Miene jedoch rasch wieder unter Kontrolle. Ar\u00e1ma\u00fa schlief immer noch. Es war ein langer Tag f\u00fcr das kleine M\u00e4dchen gewesen.<\/p>\n<p data-p-id=\"3f7471d1070b94d8e4fe4b756bb1ad84\">\u201eMeister Ask\u00fdn, ich wei\u00df nicht, ob &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3d276829c83b327f31865cddeffe3f38\">\u201eDas wird sich zeigen, Meister G\u00edonar. Von den Kindern droht den Unkundigen in der Tat keine Gefahr, und ich denke, es ist gut, wenn sie ihre eigenen Erfahrungen machen. Ich wei\u00df, dass du mein Vertrauen nicht entt\u00e4uschen wirst, Yalomiro.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a257e1a9a769051cb94fc27246bee2d8\">Yalomiro neigte mit unbewegter Miene den Kopf und konnte sein Gl\u00fcck kaum fassen.<\/p>\n<p data-p-id=\"8ac642eb5e0c9b4e71b74c237e3e0db2\">\u201eIhr geht zu den Unkundigen und schaut euch das Lamm an. Ihr werdet weder versuchen, es zu ber\u00fchren noch ihm irgendwie mit Magie zu Leibe zu r\u00fccken. Ihr geht, schaut und f\u00fchlt. Und berichtet.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"008a103f91808a66f80afcd159a42f47\">\u201eIhr k\u00f6nnt Euch auf mich verlassen, Meister&#8221;, bekr\u00e4ftigte Falgr\u00e8d eifrig.<\/p>\n<p data-p-id=\"80c76ea5e0fa8c2aba2476a12d3193fa\">\u201eIch hoffe, Ihr nehmt es mir nicht \u00fcbel, wenn ich auf diese Weise \u00fcber Eure Sch\u00fcler bestimme&#8221;, wandte Meister Ask\u00fdn sich an Meisterin Eketh und Meister G\u00edonar.<\/p>\n<p data-p-id=\"18fab8d5070668238099a69c5e5a6307\">Die drei Magier schauten einander an und schwiegen. Aber sie alle zeigten ein reges Mienenspiel. Yalomiro h\u00e4tte zu gern in die Gedanken gelauscht, die sie miteinander austauschten, aber das wagte er nicht. Die Erwachsenen h\u00e4tten es bemerkt, wenn er sie belauschte.<\/p>\n<p data-p-id=\"9dcc730b9c9b5872a96e5fc6ae44d96c\">Die \u00fcbrigen Schattens\u00e4nger verloren das Interesse und wandten sich eigenen Dingen zu. Der Gro\u00dfmeister hatte entschieden. Bis auf weiteres hatten sie mit dieser Sache also nichts mehr zu schaffen.<\/p>\n<p data-p-id=\"537dbfee7bd1d8b8baf1ad88ced95d55\">Falgr\u00e8d kam herbei und lie\u00df sich an Yalomiros Seite nieder. Aufgeregt knuffte er den j\u00fcngeren Knaben vor den Arm.<\/p>\n<p data-p-id=\"8476591c41621fd147b86a0b68637481\">\u201eDas wird ein echtes Abenteuer&#8221;, wisperte er.<\/p>\n<p data-p-id=\"b0f8ddf10d1866dbf8a1731e40682788\">\u201eJa&#8221;, fl\u00fcsterte Yalomiro zur\u00fcck. \u201eWie neugierig bin ich, die Welt der Unkundigen zu sehen!&#8221;<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/yalomiro-und-das-unsterbliche-lamm-spin-off\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[],"class_list":["post-3089","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kg_yalo"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3089","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3089"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3089\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3624,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3089\/revisions\/3624"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3089"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3089"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3089"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}