{"id":2988,"date":"2025-08-25T15:38:28","date_gmt":"2025-08-25T13:38:28","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2988"},"modified":"2025-08-31T00:57:03","modified_gmt":"2025-08-30T22:57:03","slug":"006-venghiar-und-der-schwarzgewandete","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/006-venghiar-und-der-schwarzgewandete\/","title":{"rendered":"006: Venghi\u00e1r und der Schwarzgewandete"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SL_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1992\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SL_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"ef75144a40a9aac530abd2f4428caf92\">In der Herberge am Rande der Reiseroute, die vom <em>teirandon<\/em> Valvivant aus den Fluss R\u00edflu\u00edr entlang in Richtung Virhav\u00e9t f\u00fchrte, ging es gesch\u00e4ftig zu. Der Fluss bildete die Westgrenze des Landes, wo <em>yarl<\/em> Andri\u00e9r Altabete \u00fcber seine Bauern und Handwerker wachte. Der Gasthof war ein noch recht neu errichtetes Geb\u00e4ude, nahe der Steinbr\u00fccke \u00fcber den R\u00edflu\u00edr, und genoss einen ausgezeichneten Ruf als einer der sichersten Wegpunkte f\u00fcr all jene, die auf der Hauptstra\u00dfe zwischen Virhav\u00e9t und dem Montaz\u00edel unterwegs waren.<\/p>\n<p data-p-id=\"baf8deb674bbcaa7fb8616cd8e97786e\">Zwei Reisescharen und ein gutes Dutzend einzelner Reisender waren eingekehrt, um die Nacht in einem der Schlafs\u00e4le oder \u2013 gegen entsprechenden Aufpreis \u2013 in einer privaten Kammer zu verbringen. Diejenigen, auf die der junge Mann aus dem Norden wartete, waren allerdings noch nicht eingetroffen.<\/p>\n<p data-p-id=\"402aac871e412e4ba96c1a61ff47553d\">Venghi\u00e1r Emberbey war unruhig. Jedes Mal, wenn sich die T\u00fcr \u00f6ffnete und Neuank\u00f6mmlinge den ger\u00e4umigen Speisesaal betraten, war er nahe daran, aufzuspringen. Aber dann war es doch immer nur jemand Fremdes oder einer von den Bediensteten des Gasthauses, der etwas von drau\u00dfen in Richtung der K\u00fcche brachte. Das Warten war zerm\u00fcrbend. Venghi\u00e1r Emberbey war nie geduldig gewesen. Mit jedem Herzschlag, den er hier ausharrte, verschwendete er Zeit, die ihm an anderer Stelle fehlen w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-p-id=\"0a58c43c3465edb8feae0476acfc4b19\">Der junge Mann seufzte unwillig, aber er lie\u00df die T\u00fcr nicht aus dem Blick. In der Gaststube, unter all den Durchreisenden, fiel er nicht weiter auf. Wer nicht wusste, wen er vor sich hatte, musste ihn f\u00fcr einen Edelknecht oder vielleicht einen berittenen Sendboten halten. Er trug schlichte, neutrale Gew\u00e4nder und war mit einem groben Wollmantel angetan. Niemand musste ihn hier als einen Vertreter des hochedlen Hauses Emberbey erkennen. Er zog ohnehin schon zu viele neugierige Blicke auf sich, zumeist die interessierten der anwesenden jungen Herbergsm\u00e4gde und reisenden Damen. Ungeachtet seiner diskreten Kleidung fiel der dunkelblonde Herr mit seinen gef\u00e4lligen Z\u00fcgen und seiner gest\u00e4hlten Statur ins Auge. Dass er ganz selbstverst\u00e4ndlich ein Schwert bei sich hatte, lie\u00df allenfalls darauf schlie\u00dfen, dass er sich auf seinem Weg wohl selbst gegen Raubgesindel verteidigen konnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"dbef80e669b3dc0e3b2d751997508ef2\">Venghi\u00e1r hatte den weiten Weg von der Burg seines Gro\u00dfonkels, vier scharfe Tagesritte nord\u00f6stlich von hier am Meer, nur unter einem sehr fadenscheinigen Vorwand aufgenommen, bei seinem arglosen Gro\u00dfonkel eine ganz andere Geschichte aufgetischt als die, die wirklich in seinem Sinn war. Mochten die M\u00e4chte daf\u00fcr sorgen, dass ihn nicht ausgerechnet jetzt jemand dort suchte, wo er sich <em>angeblich<\/em> aufhielt.<\/p>\n<p data-p-id=\"b7270a896f55c33c1597f3cf1e3b7b13\">Viel Zeit hatte er nicht. Er w\u00fcrde hier beaufsichtigen, was zu tun war, und noch bevor das Blut trocknen w\u00fcrde, stand ihm ein eiliger Ritt bevor, um Raum zwischen sich und etwaigen Verdacht zu bringen. Er h\u00e4tte sich aus der Sache heraushalten und einfach den Auftrag geben k\u00f6nnen, aber der junge Ritter traute seinen geheimen Gehilfen nicht. Sie waren zu vielerlei groben Dingen gut zu gebrauchen, aber diese Sache war zu heikel, als dass er sie allein wirken lassen konnte. Bis ins Detail geplant war das Vorhaben, und bald w\u00e4re es so weit, es durchzuf\u00fchren. Vielleicht schon, wenn die T\u00fcr sich das n\u00e4chste Mal \u00f6ffnete.<\/p>\n<p data-p-id=\"e5dfe6a2ceed44e006b9670bd8889f1f\">Schlau hatte er es angestellt, so viel stand fest. Mit f\u00fcnf Handpferden waren er und seine Begleiter ausgeritten. Die Tiere hatte er eines nach dem anderen an Kleingeh\u00f6ften entlang der Abk\u00fcrzung querfeldein zwischen den <em>yarlm\u00e1lon<\/em> Altabete, Althopian und Emberbey zur\u00fcckgelassen, gegen ein gro\u00dfz\u00fcgiges Entgelt, das ihm die Achtsamkeit und das <em>Schweigen<\/em> der Bauern sicherte. F\u00fcr eine Goldm\u00fcnze konnten die Leute wohl einige Tage ein Pferd gut versorgen und sich im Nachhinein <em>nicht<\/em> daran erinnern, wer ein solches in ihre Obhut gegeben hatte. F\u00fcr seine R\u00fcckreise musste er dann nur die Pferde tauschen und konnte so ohne Pause die Distanz \u00fcberbr\u00fccken. Gut, es w\u00fcrde ihn mehrere Tage Schlaf kosten, aber Schlaf wurde ohnehin \u00fcberbewertet angesichts dessen, was auf dem Spiel stand. Venghi\u00e1r Emberbey war ein starker Mann, der Entbehrungen gut wegstecken konnte. Das hatte man ihn in Rodekliv gelehrt.<\/p>\n<p data-p-id=\"40f7bc40d0c4ef8cf0112104f91dbb16\">Die Pferde w\u00fcrden sp\u00e4ter seine Gehilfen einsammeln, wenn sie ihm in normaler Geschwindigkeit nachfolgten und das nach Emberbey transportierten, was es auf so tragische Weise nicht mehr aufrecht im Sattel selbst fertig brachte.<\/p>\n<p data-p-id=\"8adc7dda74df2441fc7278515a622790\">Venghi\u00e1r streckte die Beine unter dem Tisch aus und brach von dem Brotlaib ab, den eines der emsig hin und her huschenden Schankm\u00e4dchen herangebracht hatte. Es war sehr gutes, knuspriges Brot, noch warm vom Backofen. Aus der gro\u00dfen K\u00fcche, in der mindestens zwei Dutzend Personen gesch\u00e4ftig waren, drangen k\u00f6stliche D\u00fcfte in den Speisesaal. Im Hintergrund zupfte ein reisender Musiker seine Laute, gegen eine Schale Eintopf. Das Wirtspaar hatte seinen Betrieb gut im Griff, und wohl einen l\u00fcckenlosen \u00dcberblick dar\u00fcber, wie viele \u00dcbernachtungsg\u00e4ste an welchen Tagen hier aufkreuzten und was an Mahlzeiten ben\u00f6tigt werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-p-id=\"e92247b06257eca6c73e9aca5d409c69\">Venghi\u00e1r wusste den Luxus derartiger Wirtsh\u00e4user zu sch\u00e4tzen. Hinter dem <em>yarlm\u00e1lon<\/em> des Gro\u00dfonkels, wenn man nach Osten in Richtung Ferocriv\u00e9 reiste, gab es so etwas klug durchdachtes nicht mehr. Aber diese R\u00fcckst\u00e4ndigkeit, dessen war er sicher, w\u00fcrde sich einst beheben lassen. Vielleicht schneller, als die Herren sich tr\u00e4umen lie\u00dfen, f\u00fcr die er all diese Plagerei auf sich nahm.<\/p>\n<p data-p-id=\"18d98900d4a5dac9fc6dadd7b971cecd\">Die beiden Idioten, die er vor einiger Zeit bei einem Aufenthalt in Rodekliv in einer heruntergekommenen Schenke aufgelesen hatte, hatten nicht die allerbesten Tischmanieren. Sie waren jedoch nicht so unzivilisiert, dass es unangenehm aufgefallen w\u00e4re. Venghi\u00e1r vermutete, dass die beiden sich irgendwann fr\u00fcher einmal zumindest zeitweise in besseren Kreisen bewegt haben mussten. Das musste gewesen sein, bevor sie aus irgendeinem Grund Hals \u00fcber Kopf aus Aur\u00f3p\u00e9a hatten fliehen m\u00fcssen. Manchmal, wenn sie betrunken waren, redeten sie wirres Zeug von einem greisen Leuteschinder, der ihnen noch eine <em>Menge<\/em> Opale schuldete, und von einer verheerenden \u00dcberschwemmung und einem Sandsturm.<\/p>\n<p data-p-id=\"68d4a299dbb637459b2ab1bf1834d4c2\">\u201eLassen sich ganz sch\u00f6n Zeit, was?&#8221;, sagte der geringf\u00fcgig intelligentere der beiden zwischen zwei tiefen Z\u00fcgen aus seinem Bierkrug. Cr\u00f3 war sein Name.<\/p>\n<p data-p-id=\"eb2d53d28b98e073634b5ebc59f19f16\">\u201eNoch bin ich nicht beunruhigt&#8221;, sagte der junge Mann und stippte sein Brot sittsam in ein Sch\u00e4lchen mit einer So\u00dfe aus jungem K\u00e4se und Kr\u00e4utern.<\/p>\n<p data-p-id=\"fd5789c9ec5ce9fcb90b458b717fe6af\">\u201eW\u00e4re jammerschade, wenn ihnen jetzt schon etwas zugesto\u00dfen w\u00e4re, was?&#8221;, sagte der andere etwas zu laut. Sein Name war Ungro, und was Aussehen und Statur betraf, h\u00e4tten er und Cr\u00f3 Br\u00fcder sein k\u00f6nnen. Das waren sie zwar nicht, aber offenbar verband die beiden seit vielen Sommern eine innige Zweckverbundenheit. Trotz gewisser Defizite in ihrem Verstand waren die beiden ein eingespieltes Gespann mit \u00fcberschaubarem Ehrgef\u00fchl. Das war etwas, das man in diesen Tagen und in der Welt der hochedlen und achtbaren, weltfremden <em>yarlay<\/em> des <em>teirandon<\/em> von Wijdlant und Spagor gar nicht genug sch\u00e4tzen konnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"64853e00b034397e02c1be9296680c85\">\u201eHaltet euch zur\u00fcck&#8221;, mahnte Venghi\u00e1r Emberbey. \u201eUnd denkt dran: Wir sind uns hier <em>rein zuf\u00e4llig <\/em>begegnet. Ihr habt keine Ahnung, wer ich bin.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"de872c65ea080bff6b0a5106a933e93d\">\u201eKlar, Herr Venghi\u00e1r.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"35d5e8f0cadffd7f1e242934a4d7064e\">Der junge Ritter \u00e4chzte, lie\u00df es aber f\u00fcr den Moment gut sein. Solange er nicht in Eisenzeug und mit dem Wappen des Gro\u00dfonkels auftrat, w\u00fcrde wohl niemand mit seinem zuf\u00e4llig aufgeschnappten Namen etwas anfangen k\u00f6nnen. Richtig wohl f\u00fchlte der junge Mann sich allerdings nicht.<\/p>\n<p data-p-id=\"2e7d60b6c6997e62097b5cb46b8a32bc\">Erneut \u00f6ffnete sich die T\u00fcr. Venghi\u00e1r schaute erwartungsvoll auf, aber wieder war es nur ein einzelner Ank\u00f6mmling. Ein gro\u00dfer, schlanker Mann mit einem Hut und einem weiten schwarzen Mantel. Er wirkte unter all den Menschen im Speisesaal wie ein Rabe in einer Schar bunter H\u00fchner. Irgendwie &#8230; <em>unwirklich<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"18a2bec07fca2f62bd6406d2f3c1dcb3\">Venghi\u00e1r musterte den Mann etwas l\u00e4nger, als es angemessen gewesen w\u00e4re. Warum kam der Kerl nicht einfach hinein? Stattdessen stand er einen Moment einfach starr im T\u00fcrrahmen und blickte sich unter den essenden, schwatzenden und zechenden Herbergsg\u00e4sten um, als hielte er Ausschau nach jemandem. Die Leute in seiner N\u00e4he, die ihn bemerkten, warfen ihm nur fl\u00fcchtige Blicke zu und lie\u00dfen sich durch seine Anwesenheit nicht st\u00f6ren. Dann wurde der junge Ritter j\u00e4h abgelenkt.<\/p>\n<p data-p-id=\"4ef98d0ec0a4b9af4b43dda77e397538\">\u201eHe!&#8221;, rief Ungro und versuchte, eines der vorbeieilenden M\u00e4dchen an der Sch\u00fcrze festzuhalten. \u201eMehr K\u00e4se!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ba76c34ed5c1e56d1ee73a8f22136f49\">\u201e<em>Bitte<\/em>&#8220;, setzte Venghi\u00e1r hinzu. \u201eUnd sag, wir warten hier auf den Reisezug nach Norden. Dies ist doch der richtige Tag?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f3d990ee8b4537c8ff3a8c56bb76f138\">\u201eDie kommen wohl noch&#8221;, sagte das M\u00e4dchen und entzog sich gekonnt Ungros grober Pranke. Wahrscheinlich hatte sie es t\u00e4glich mit G\u00e4sten zu tun, die ihre H\u00e4nde nicht bei sich halten konnten. F\u00fcr Venghi\u00e1r hatte sie immerhin ein L\u00e4cheln \u00fcbrig. Gute Manieren, das hatte der junge Mann als eines der ersten Dinge gelernt, als er in Emberbey so freundlich aufgenommen worden war, \u00f6ffneten T\u00fcr und Tor, insbesondere bei edlen Damen. Und bei einfachen, naiven <em>f\u00e1njula\u00e9 <\/em>erst recht. \u201eWas darf es f\u00fcr dich noch zu trinken sein?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bef8f06b75c50c954e02d0d89ae19597\">\u201eEinen herben Met h\u00e4tte ich gerne&#8221;, bem\u00fchte er sich um geschliffene Worte. \u201eIch h\u00f6rte, der Honig von den s\u00fcdlichen Grenzwiesen Wijdlants sei ein Gedicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bcde529ce8edc0eeae3ec39fe4f68e7b\">Sie stutzte, schenkte ihm dann ein L\u00e4cheln, das m\u00f6glicherweise mehr versprach als s\u00fc\u00dfen Met und verschwand dann mit schwingenden H\u00fcften in Richtung Keller.<\/p>\n<p data-p-id=\"f4ae03d9362958f02949698ec63fbe3d\">Cr\u00f3 stie\u00df bewundernd einen leisen Pfiff aus. \u201eDu verstehst es aber mit den Weibern, Herr!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4efdf539f4ec1da4d3a62496c504e071\">\u201eWie machst du das?&#8221;, fragte Ungro.<\/p>\n<p data-p-id=\"cd036f89ce4bd4fc2f786fbbb54425c6\">\u201eIch <em>wasche<\/em> mich regelm\u00e4\u00dfig&#8221;, versetzte Venghi\u00e1r ungn\u00e4dig. F\u00fcr einen Herzschlag war er versucht, der Einladung des M\u00e4dchens f\u00fcr einen kurzen Moment des Vergn\u00fcgens zu folgen, rief sich dann aber selbst zur Ordnung. Im falschen Augenblick den Speisesaal zu verlassen, w\u00e4re \u00e4rgerlich. Cr\u00f3 und Ungro grinsten unversch\u00e4mt. Der junge Ritter wandte sich br\u00fcsk ab und lie\u00df seinen Blick wieder \u00fcber die anderen schwatzenden und speisenden G\u00e4ste an den Tischen schweifen.<\/p>\n<p data-p-id=\"d9da4f7733eb3f75aebcb2eab701d4a6\">Wo war der unheimliche Mann mit dem Hut geblieben? Hatte er den Saal etwa wieder verlassen?<\/p>\n<p data-p-id=\"54c3d10dfdfe851b8150d65b5dac2391\">In diesem Moment wurde die T\u00fcr nicht ge\u00f6ffnet, sondern heftig <em>aufgesto\u00dfen<\/em>. Eine Schar von Neuank\u00f6mmlingen quoll herein. Eine Dame und ein junges M\u00e4dchen waren dabei. Die Wirtin der Herberge und ihr <em>h\u00fdardor<\/em> eilten der Gruppe entgegen und wechselten ein paar Worte mit dem, der wohl der Reisef\u00fchrer war.<\/p>\n<p data-p-id=\"5d8937bd901b035543c5c02585dd4d2c\">\u201eNa endlich&#8221;, brachte Ungro schmatzend an einem Bissen Brot vorbei hervor. \u201eDa sind sie wohl.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5b0fb9bb087fafaa06110f4c8caeb0a8\">Venghi\u00e1r zog sich seine Kapuze \u00fcber, sp\u00e4hte unter dem Saum hervor und wunderte sich \u00fcber die erschrockene Mimik auf dem Gesicht des Wirtes. Der schien entsetzt \u00fcber das, was der Reisef\u00fchrer ihm zu erz\u00e4hlen hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"cd784bf2f3b50c379baa6f977276db27\">\u201eWer von denen ist es denn, Herr Venghi\u00e1r?&#8221;, fragte Cr\u00f3 und gaffte neugierig zu den Leuten hin\u00fcber, die nun mit offensichtlicher Besorgnis vom Personal der Herberge in Empfang genommen wurden. Jemand brachte einen Willkommenstrunk aus kleinen Tonbecherchen auf einem Tablett herbei. Einer der M\u00e4nner, ein Kerl mittleren Alters in denkbar unauff\u00e4lliger Kleidung, st\u00fcrzte den seinen herunter und schaute sich dann suchend um. Venghi\u00e1r l\u00fcftete vorsichtig seine Kapuze und hob halb seine Hand.<\/p>\n<p data-p-id=\"c680195039ce48a120d48a75106bd205\">\u201eEin <em>\u00dcberfall<\/em>?&#8221;, entfuhr es da der Wirtin, sehr zum offensichtlichen Entsetzen des Reisescharf\u00fchrers, der um Diskretion bem\u00fcht gewesen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"6aafd37305f65dd0149a07577016601e\">\u201e&#8230; ganz schlimm!&#8221;, versicherte das junge M\u00e4dchen, das wohl das dringende Bed\u00fcrfnis hatte, von dem Schrecklichen zu berichten, das ihnen widerfahren war. \u201eDrei <em>b\u00f6se <\/em>R\u00e4uber! Sie hatten <em>S\u00e4cke<\/em> als Masken auf!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9c749e7eb6e8d4f660923473809610c5\">\u201eBei den M\u00e4chten! Hat man euch <em>ausgeraubt<\/em>?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4f5874bccd6eb1d2566a69e4442d47ee\">Nun war die allgemeine Aufmerksamkeit auf die Reisegruppe gerichtet. Sogar der Musiker h\u00f6rte mit seinem Geklimper auf.<\/p>\n<p data-p-id=\"741ce406d058caf3f041896cd110b7d7\">\u201eNein! Die haben den jungen <em>yarl<\/em> Emberbey entf\u00fchrt!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d827bd6e8754cf64a7075cb2fec46948\">\u201eEinen <em>yarl<\/em>?&#8221; Der Wirt schien verbl\u00fcfft. Einen hochedlen Gast hatte er nicht erwartet.<\/p>\n<p data-p-id=\"103712c684371819f1a9e9c0962ac9ee\">\u201eWir dachten, er sei lediglich ein Student aus Iv\u00e1al. Aber jetzt wollen sie L\u00f6segeld f\u00fcr ihn erpressen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6120c389461416d052ff86c1ff70a18d\">\u201eMehr wisst Ihr nicht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"46b79c99e4675e5ffb3f3d2aa64dea0b\">\u201eSie waren <em>bewaffnet <\/em>und maskiert!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"be3480cc762a7755a480806fb98b77e6\">\u201eUnd sie wollten nichts von meinen Waren&#8221;, f\u00fcgte ein <em>vendyr<\/em> hinzu. Es klang fast beleidigt.<\/p>\n<p data-p-id=\"ad9c8d8d3764a3a032dedc11e83609fb\">\u201eWo war das Ganze?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8a55e7b4507025796db8441f131e34df\">\u201eEinen halben Tag s\u00fcdlich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2c44815ea3ec680575db7d5051b1ff83\">\u201eWir m\u00fcssen unserem <em>yarl<\/em> Bescheid sagen! Du da!&#8221; Der Wirt winkte einen der jungen K\u00fcchenknechte heran, einen agilen, schlanken J\u00fcngling, der aussah, als w\u00fcrde er \u00f6fter als Eilbote ausr\u00fccken. \u201eDu! Nimm dir ein Pferd und verliere keine Zeit! Unser<em> yarl<\/em> muss seine Landw\u00e4chter ausschicken! Vielleicht holen sie die Kerle noch ein!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"73678a3e2271fbc67d3f0e136138f637\">Stimmengewirr erhob sich. Hektisch diskutierten die Hinzugekommenen und das umstehende Herbergsgesinde dar\u00fcber, was nun zu tun sei. Es mischten sich einige tatkr\u00e4ftige G\u00e4ste ein, und f\u00fcr einen Moment herrschte im Speisesaal eine merkw\u00fcrdige Mischung aus Emp\u00f6rung, Sensationsgier und Besorgnis. Seit vielen Sommern war es auf dem Land der Familien Altabete und Grootplen nicht mehr geschehen, dass so dreist eine Reiseschar \u00fcberfallen wurde! Und dann auch noch eine vors\u00e4tzliche Entf\u00fchrung \u2013 was waren das nur f\u00fcr Zeiten, in denen man nun lebte? Wo sollte das hinf\u00fchren?<\/p>\n<p data-p-id=\"7593155b4c904efa3a958a75c375d976\">Venghi\u00e1r nahm seine Kapuze wieder ab, schloss die Augen und verfluchte sein Los. Warum mussten die M\u00e4chte ihm nur so sehr in seinen Plan <em>hineinpfuschen<\/em>?<\/p>\n<p data-p-id=\"076ea7f54b7802b45b1162b5006ab9f4\">Der Mann mit den unauff\u00e4lligen Gew\u00e4ndern setzte sich ungefragt zu ihnen an den Tisch, unbeeindruckt von der aufgescheuchten Hektik im Raum.<\/p>\n<p data-p-id=\"14011433d06712f9b550e80767915c42\">\u201eHe!&#8221;, protestierte Cr\u00f3. \u201eHier ist besetzt!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"876834b88dcfed356a154aeedcf26783\">\u201eLass ihn. Der geh\u00f6rt zu uns. Was hat das zu bedeuten, V\u00fdnrath?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1e14b8e0ea5b1cab6eb331dfc5f232d7\">\u201eWir hatten verfluchtes Pech, Herr&#8221;, sagte der Spion, den Venghi\u00e1r schon im vergangenen Winter f\u00fcr diesen einen, nun gescheiterten Auftrag angeworben hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"4df4f90d0ce5dc4d2b0f6a271dda4611\">\u201eAber was soll das hei\u00dfen?&#8221; Venghi\u00e1r schaute sich misstrauisch um und fl\u00fcsterte: \u201eWer kommt denn auf die Idee, beil\u00e4ufig einen im Geheimen reisenden &#8230; Studenten zu entf\u00fchren? Ausgerechnet jetzt? Ausgerechnet ihn?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"06b411484d6c9552a2ab4c6b5bd22ceb\">\u201eHei\u00dft das, der, der da entf\u00fchrt wurde ist der, den Ihr aus dem Weg haben wolltet?&#8221;, fragte Ungro verdutzt. Zum Gl\u00fcck nicht so laut, dass es in dem Gewirr jemand mitbekommen h\u00e4tte. \u201eSind wir etwa <em>ganz umsonst<\/em> den ganzen weiten Weg &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"02ad6a350f7b5b845d5c4445edc19fed\">\u201eDas war <em>keine<\/em> zuf\u00e4llige Entf\u00fchrung&#8221;, fiel V\u00fdnrath ihm ins Wort und nahm den f\u00fcr Venghi\u00e1r bestimmten Metbecher an sich, den das Schankm\u00e4dchen gerade herbeibrachte. Abgelenkt von der pl\u00f6tzlichen Unruhe bemerkte die <em>f\u00e1njula<\/em> gar nicht, dass sie den falschen Gast bediente, klemmte das Tablett unter den Arm und mischte sich neugierig in den Tumult hinein.<\/p>\n<p data-p-id=\"937c2fee7664187cb855ef52eb1ff3bf\">\u201eWas soll das hei\u00dfen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9f25c51405c5ef55b8369f68ce3679d2\">\u201eDie Strolche wussten <em>ganz genau, <\/em>wen sie vor sich hatten. Und das, <em>obwohl<\/em> der <em>yarlandor<\/em> offensichtlich die ganze Reiseschar mit seiner Maskerade zum Narren gehalten hat, seit er in Iva\u00e1l aufgebrochen war. Diese Idioten von Scharbegleitern waren mehr aufgebracht dar\u00fcber, als dar\u00fcber, dass man ihnen einen hochedlen Kunden weggeschnappt hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cd2ea9b587ee889e26997fafceeb6644\">\u201eUnd warum hast du das nicht verhindert? Es war deine <em>Aufgabe<\/em>, daf\u00fcr zu sorgen, dass der Kerl p\u00fcnktlich hier eintrifft! Ich hatte dich daf\u00fcr <em>bezahlt<\/em>, dass du daf\u00fcr sorgst, dass mein Weitvetter sich auf dem Weg hierher nicht &#8230; verirrt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"90ffe3fae4a9b34ae231ea78a79f0653\">\u201eEs ist nicht meine Schuld, dass Euer Weitvetter ohne Geleitschutz durch das halbe Weltenspiel reist. Ich habe ihn von Hethrom bis kurz vor diesem <em>yarlm\u00e1lon<\/em> nicht aus den Augen gelassen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c451eb8955e60c595d29dece9e288f8c\">\u201eDas n\u00fctzt uns nur \u00fcberhaupt nichts!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"186738675cd4e50de0e1cde42f937e9d\">V\u00fdnrath verzog das Gesicht zu einem sp\u00f6ttischen Grinsen. \u201eEs war nicht mein Auftrag, Euren lieben Verwandten allein gegen drei Bewaffnete zu verteidigen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f6e8d62913e4b11991d559ac3eb8ac25\">\u201eDrei? <em>Drei<\/em> nur? Wie viele wart ihr? Da waren doch mindestens zehn gestandene M\u00e4nner bei der Schar!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"28c22b85e26c2fee351fbeb679573213\">V\u00fdnrath schwenkte seinen Becher in Richtung der anderen Reisenden, die wie eine aufgescheuchte H\u00fchnerschar immer noch mitten im Saal standen und von G\u00e4sten und Gesinde mit Fragen bedr\u00e4ngt wurden. \u201eZehn gestandene <em>Memmen<\/em>. Einer davor noch nicht mal in der Lage, sich auf seinem Gaul zu halten. Und die drei R\u00e4uber sahen mitnichten aus, als h\u00e4tten sie ihre Waffen zur Zierde dabei. An mir lag es nicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"98b104e97c421d3714046d1108cde20e\">\u201eNun gut.&#8221; Das Argument war einsichtig. \u201eAber wer hat euch meinen &#8230; <em>gesch\u00e4tzten<\/em> Weitvetter denn nun vor der Nase weggeschnappt? Niemand konnte wissen, dass er unerkannt genau mit dieser Schar reiste!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8003e6c76c771446f8457bd6f4de9a54\">\u201eNiemand, Herr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2a71e979ada8c2902a4a0c33f8ad6f27\">\u201eNein, <em>niemand<\/em>. Der alte Ma- &#8230; mein <em>Gro\u00dfonkel<\/em> hatte sogar darauf bestanden, dass er zu Schiff auf dem R\u00edflu\u00edr reisen sollte. Nur zur Sichereit. M\u00f6gen die M\u00e4chte wissen, warum er sich am Ende anders entschieden und den Alten umgestimmt hatte! Selbst ich h\u00e4tte nichts davon gewusst, h\u00e4tte Osse nicht der <em>kleinen Kr\u00f6te<\/em> &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e09664a7fee4ae2c88711698216caa17\">\u201eWie dem auch sei \u2013 diese Sache war offensichtlich von langer Hand geplant. Sicher haben noch andere au\u00dfer Euch Interesse daran, den k\u00fcnftigen <em>mynstir<\/em> der <em>teirandanja<\/em> daran zu hindern, sein Amt anzunehmen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"77cf9c827c5065434fa0c946c9835793\">\u201eStimmt&#8221;, sagte Cr\u00f3 und nickte eifrig. \u201eDie Herren wollen-&#8220;<\/p>\n<p data-p-id=\"4df5a46e83c11a5c1ddb7d797ab7cacc\">Ungro reagierte bemerkenswert schnell, indem er seinem Partner vors Schienbein trat und verschw\u00f6rerisch die Finger an die Lippen legte. Cr\u00f3 begriff. \u201eStimmt. Darf ja niemand wissen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"98a017687378840a68cf09c91333c647\">Der Mann aus Hethrom grinste. Es war offensichtlich, dass er sich \u00fcber seinen Auftraggeber und dessen tumbe Gehilfen am\u00fcsierte. Er tat sich gen\u00fcsslich an seinem Met g\u00fctlich.<\/p>\n<p data-p-id=\"5323e855ea3d0b85ad4edac099482f3b\">Venghi\u00e1r Emberbey bem\u00fchte sich um Beherrschung. All die Planung, all der Aufwand, den er auf sich genommen hatte, all die \u00dcberzeugungsarbeit, die er den Herren in Ferocriv\u00e9 und Rodekliv gegen\u00fcber geleistet hatte \u2013 umsonst und m\u00fc\u00dfig. Und was noch viel schwerer wog \u2013 der <em>alte <\/em>Emberbey weilte w\u00e4hrend all der Zeit <em>unbeaufsichtigt<\/em> auf seiner Burg.<\/p>\n<p data-p-id=\"72eea2271a2d219a0eaf625977e3a4ee\">Was sollte und konnte er nun noch tun? Der Ritter griff nach dem Bierkrug, den Cr\u00f3 erst zur H\u00e4lfte geleert hatte und trank, um nicht ungeduldig loszubr\u00fcllen. Wenn wirklich jemand anderer von sich aus auf die verwegene Idee gekommen war, Osse Emberbey zu entf\u00fchren und L\u00f6segeld zu erpressen, dann w\u00fcrde es nicht lange dauern, bis die <em>teiranday<\/em> oder der alte Emberbey auf seiner Burg am Meer davon erfuhr. Das war nicht gut. <em>Gar nicht gut.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"346b61802a4266c8a16778a9cfaa5b81\">\u201eW\u00e4re es m\u00f6glich&#8221;, fragte V\u00fdnrath, \u201edass Euer Weitvetter seine eigene Geiselnahme <em>inszeniert <\/em>hat? Allzu \u00fcberrascht wirkte er jedenfalls nicht angesichts der R\u00e4uberbande.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"88c308252ab80cdbc4ef79bd09a2e760\">\u201eUnsinn. Mein Weitvetter neigt nicht zu solchen &#8230; Narreteien. Was sollte das Ganze bewirken?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"81dc1faa6c10f41bec6a008df83e0f4c\">\u201eWusste wirklich niemand au\u00dfer Euch von seiner Reiseplanung?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6c66986e76164f2e1aea692e734345fd\">\u201eIn Wijdlant wird man nat\u00fcrlich unterrichtet gewesen sein. Aber Wijdlant schickt keine <em>maskierten Entf\u00fchre<\/em>r voraus. Was sollte das bringen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ecc10a03d61f059f9d4dd35d9fd7c562\">\u201eVielleicht&#8221;, meinte V\u00fdnrath nachdenklich, \u201esicheres Geleit?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0a290574ab0eb0c89472af89883cf9a1\">Venghi\u00e1r runzelte die Stirn und dachte nach. Der Spion aus Hethrom mochte erfolglos gewesen sein, aber er hatte mehr Verstand als Cr\u00f3 und Ungro zusammen. Wenn er sich auch in diesere Sache irrte.<\/p>\n<p data-p-id=\"1ad2b135746432c11b167bf57005bab7\">\u201eDie <em>teiranday<\/em> h\u00e4tten ihm ohne Aufhebens eine offizielle Eskorte mit allem Drum und Dran entgegenschicken k\u00f6nnen&#8221;, sagte er. \u201eUnd selbst das nur, wenn jemand von &#8230; meinen Interessen Wind bekommen h\u00e4tte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7fbb89de4c4eac8892d0dee423792934\">\u201eUnd das ist ausgeschlossen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"feb70c3bec22dd76ecb79c8349a75f39\">\u201eSelbstverst\u00e4ndlich.&#8221; Venghi\u00e1r neigte sich fl\u00fcsternd zu ihm \u00fcber den Tisch. \u201eIch habe bis vorgestern nicht mal den beiden Schwachk\u00f6pfen hier gesagt, weshalb wir eigentlich unterwegs sind!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fccfb03fb7aa67108e60c7260c44a9a6\">V\u00fdnrath zuckte die Achseln. Die Aufregung um die Reiseschar legte sich nach und nach. Man f\u00fchrte die Dame, das Kind und die M\u00e4nner an die f\u00fcr sie reservierten Tische, um sie zu bewirten. Nach und nach normalisierte sich der Ger\u00e4uschpegel wieder.<\/p>\n<p data-p-id=\"43e37e7b97d82da8bfa78c27f11c5d7f\">Venghi\u00e1r Emberbey dachte nach. Irgendetwas musste nun geschehen, nachdem der urspr\u00fcngliche Plan fehlgeschlagen war. Hatte es Sinn, nach Wijdlant zu reiten und abzuwarten, bis die L\u00f6segeldforderung dort eintraf und die Entf\u00fchrer sich zu erkennen gaben? Nein, das w\u00e4re unsinnig. Wie sollte er seine Anwesenheit dort so fr\u00fchzeitig vor dem <em>vaspos\u00e1r<\/em> glaubhaft erkl\u00e4ren?<\/p>\n<p data-p-id=\"07bedce3c6b784ce85f9c663c049a45a\">W\u00e4ren Cr\u00f3, Ungro und V\u00fdnrath schlau genug, dass er ihnen diesen Auftrag anvertrauen und selbst wie geplant zur\u00fcck nach Emberbey reiten konnte, bevor dort <em>irgendetwas <\/em>geschah? Einer an Herrn Alsg\u00f6r gerichteten L\u00f6segeldforderung w\u00fcrde er auf diesem Weg auf jeden Fall zuvorkommen. Aber was, wenn die <em>teiranday<\/em> seinen idiotischen Weitvetter derweil selbst ausl\u00f6sten? Einen sch\u00f6nen Einstand gab Osse Emberbey da, indem er sie gleich viel Geld kostete!<\/p>\n<p data-p-id=\"484f99d5cdabbd173f031b401c874a8b\">Es gab keine Mitwisser, die h\u00e4tten ahnen k\u00f6nnen, dass Osse Emberbey seine \u00dcbernachtung in der Herberge unweit des neuen Flusshafens nicht \u00fcberlebt h\u00e4tte. Wie Venghi\u00e1r Emberbey es auch drehte und wendete, so, wie sie stattgefunden hatte, ergab die Entf\u00fchrung schlichtweg keinen Sinn.<\/p>\n<p data-p-id=\"2937ebde11189740b90fe80c356e3097\">Alles, was ihm im Augenblick als M\u00f6glichkeit blieb, war schleunigst nach Emberbey zur\u00fcckzukehren und zu hoffen, dass dort niemandem seine mehrt\u00e4gige Abwesenheit allzu seltsam vorgekommen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"4c8307fcbc20c84e9d3f643b829fcf38\">\u201eIch breche auf&#8221;, sagte er und erhob sich abrupt. \u201eWir machen es wie besprochen. Ihr zwei, ihr bleibt \u00fcber Nacht hier und sammelt dann hinter mir die Pferde ein. Und du ..&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"679be57836b90e8311ed41123058ee8a\">V\u00fdnrath streckte ihm wortlos die offene Hand entgegen. Venghi\u00e1r runzelte verwirrt die Stirn.<\/p>\n<p data-p-id=\"c39fa852a0dc37bbc0ee1d57d9ab2036\">\u201eIhr entlohnt mich <em>augenblicklich <\/em>daf\u00fcr, dass ich hergekommen bin.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"277e7726ab3545f14d86321b4b9af5a4\">\u201eSchon. Aber nicht alleine. Du solltest daf\u00fcr sorgen, dass mein Weitvetter hier <em>ankommt <\/em>und nicht zwischendurch seltsame Umwege nimmt!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4a86f31d71fcca5117ac2059a325a6f5\">\u201eEs war nie die Rede von unvorhersehbaren Ereignissen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bcad40c1483649166c3a7da8fc3caf27\">Das stimmte. Venghi\u00e1r w\u00e4re nie auf den Gedanken gekommen, dass Osse Emberbey jemals etwas Unvorhergesehenes h\u00e4tte zusto\u00dfen k\u00f6nnen. Immer, wenn er seinem Weitvetter begegnet war, hatte er dessen Sinn f\u00fcr Pr\u00e4zision, Zuverl\u00e4ssigkeit und Berechenbarkeit beinahe <em>absto\u00dfend<\/em> empfunden. Er holte den Geldbeutel hervor, den er f\u00fcr die Dienste des Handlangers schon vorbereitet hatte, nahm vor dessen Blick aber vier Goldm\u00fcnzen heraus. Ungro und Cr\u00f3 machten gro\u00dfe Augen. So viel Geld hatten sie von ihm \u2013 wohlweislich \u2013 bislang nicht bekommen.<\/p>\n<p data-p-id=\"a956853183e3ab0207bd4fdca77a5495\">\u201eDie&#8221;, sagte Venghi\u00e1r, \u201ebekommst du, wenn du herausfindest, wo mein Weitvetter <em>jetzt<\/em> ist. Wer ihn vor deiner Nase weg entf\u00fchrt hat. Oder wenn du mir einen Beweis daf\u00fcr bringst, dass die L\u00f6segeldzahlung sich &#8230; <em>er\u00fcbrigt <\/em>hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9645b8b2275ff0411c113fe08b9d1afe\">V\u00fdnrath gab ein halb abf\u00e4lliges, halb zustimmendes Schnauben von sich. Dann nahm er den halb leeren Beutel an sich.<\/p>\n<p data-p-id=\"8a6c1447432a4a3b50a168e2dc9f51c3\">\u201eHerr&#8221;, sagte Cr\u00f3 vorsichtig, \u201ewas <em>unser <\/em>Geld angeht &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f4bf44eefd12718457386e4ee04d7ee5\">\u201eDas bekommt ihr erst, wenn alle Pferde wieder im Stall sind. Und wehe, ihr verliert auch nur ein Hufeisen auf dem Weg!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"09cc87af5a2b16de2806c2e4f9c75d10\">Der Ritter warf allen dreien noch einen warnenden Blick zu. Dann ging er zur Wirtin, bezahlte seine Zeche, lie\u00df sich noch eines der k\u00f6stlichen Brote und etwas harten K\u00e4se mitgeben und machte sich dann auf den Weg in den Stall, um sein Ross zu holen. Dort waren einige Knechte gerade damit besch\u00e4ftigt, die Reit- und Zugtiere der Reiseschar zu versorgen.<\/p>\n<p data-p-id=\"5fb3198597bd191ac6328f317bedeb07\">Der Stall war ein lang gestrecktes Geb\u00e4ude gegen\u00fcber dem Gastgeb\u00e4ude und bot Platz f\u00fcr vier Dutzend Pferde und Maultiere. Das Gasthaus selbst war aus festem Stein gebaut und sogar ein wenig nett geschm\u00fcckt und von Lornizeren berankt. Es fasste etwa das Doppelte an Menschen. Von diesen Gasth\u00e4usern gab es entlang der wichtigen Stra\u00dfen im Tagesrittabstand noch mehr. <em>Teiranday<\/em>, <em>yarlay<\/em> und St\u00e4dte im ganzen Weltenspiel hatten derartige Einrichtungen f\u00fcr sehr n\u00fctzlich befunden, denn seit kaum noch jemand bei Nacht reisen musste und auch gr\u00f6\u00dfere Gruppen zuverl\u00e4ssig eine Unterkunft erreichten, fanden Wegelagerer nur noch wenig lohnende Beute.<\/p>\n<p data-p-id=\"ac4632d3ea84e4130659f129871af305\">Wieso hatte es ausgerechnet Osse Emberbey auf der ersten gro\u00dfen Reise ereilt, die er seit mehreren Sommern angetreten war \u2013 und dann noch so kurz vor dem Ziel?<\/p>\n<p data-p-id=\"2f504d994eeed8a459d79217d897eee3\">Ein junger Stallknecht sattelte und brachte Venghi\u00e1r sein Pferd. Der Bursche wunderte sich wohl, dass der Fremde aus dem Norden jetzt zu einem n\u00e4chtlichen Ritt aufbrechen wollte, stellte aber keine Fragen. Es war dem Ritter drei Kupferm\u00fcnzen wert, seine Spuren zu verwischen. Venghi\u00e1r Emberbey packte sein B\u00fcndel, stieg auf und ritt los, ohne einen Gru\u00df zu hinterlassen.<\/p>\n<p data-p-id=\"4c88c35fe7cc34389869a7237733d03b\">Aber sein Pferd tat nicht, was er von ihm verlangte, n\u00e4mlich ihn so schnell wie m\u00f6glich zur n\u00e4chsten Etappe zu bringen. Er trieb es an und gab ihm die Sporen, mit zunehmender Ungeduld und Sch\u00e4rfe, aber das Tier trottete im gem\u00e4chlichen Trab voran, als sp\u00fcre es nicht, dass da ein Mensch auf ihm tobte. Venghi\u00e1r Emberbey war den Umgang mit den gro\u00dfen, schweren Kampfr\u00f6ssern gewohnt. Dies hier war nur ein kleines, flinkes Kurierpferd. Aber mit aller Kraft, die er aufwendete, brachte er es doch nicht zum Galopp.<\/p>\n<p data-p-id=\"ccaec914a8395503b83ccfa9f3d041b7\">Das wurde ihm unheimlich, denn w\u00e4hrend die Sonne sank, befand er sich immer noch beinahe in der Sichtweite des Gasthofs. Zu allem \u00dcbel n\u00e4herte sich von dort in der Abendd\u00e4mmerung ein Reiter, der sicherlich die Peinlichkeit schon eine Weile beobachtete.<\/p>\n<p data-p-id=\"bcd0dedb25a08ce95e3b16645b5179db\">\u201eAllzuviel Eile habt Ihr wohl nicht?&#8221;, fragte der Reiter, als er bis auf Rufweite heran war.<\/p>\n<p data-p-id=\"590bc6eb6496427f0e88c726f2c0c87c\">\u201eAch, der Zosse ist toll geworden!&#8221;, tat der Ritter es ab und hoffte, der andere w\u00fcrde einfach an ihm vorbei reiten.<\/p>\n<p data-p-id=\"1b1a7bd56694350020318744017f835e\">Das geschah, und zu seiner \u00dcberraschung erkannte Venghi\u00e1r nun den schlanken Mann mit dem Hut und dem schwarzen Mantel, den er in der Herberge aus den Augen verloren hatte. Er sa\u00df jetzt auf dem R\u00fccken eines eleganten schwarzen Feuerblutpferdes, das mit Sattel und Zaumzeug nach der Art angetan war, wie sie in For\u00e9tern \u00fcblich war. Von seinem Gesicht war im Schatten seiner Hutkrempe und bei einbrechender Dunkelheit nicht viel zu sehen, aber Venghi\u00e1r <em>wusste<\/em>, dass der Mann ihn bel\u00e4chelte.<\/p>\n<p data-p-id=\"1b427cee4a37177c06d2bfb6223f0ecd\">\u201eWir haben denselben Weg&#8221;, behauptete der Schwarzgewandete. Seine Stimme war seltsam, sehr wohlt\u00f6nend. Warm. Wie &#8230; weicher Samt.<\/p>\n<p data-p-id=\"df0a7307ea950835e7dcc08cc0b94948\">\u201eDas w\u00fcsste ich aber&#8221;, schnaubte der Ritter.<\/p>\n<p data-p-id=\"cdd4de048db5244c404927ae0a49355f\">\u201eNun wisst Ihr es.&#8221; Der Fremde passierte \u2013 und im selben Moment setzte sich auch Venghi\u00e1rs Ross in Bewegung. Es trabte eilig dem feurigen Rappen nach, als w\u00e4re es nichts anderes gewohnt.<\/p>\n<p data-p-id=\"10b7ff473fc71415f61370d21deaf7c3\">\u201eIhr wisst doch gar nicht, <em>wohin <\/em>ich will.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6113ac763afc0e878887d28c830ab103\">\u201eIhr wollt, so schnell es nur geht, zur\u00fcck zu Eurem lieben Verwandten, bevor es <em>zu sp\u00e4t<\/em> ist. Ihr habt gerade eine Nacht Zeit dazu.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"13680e26929ca9a92a66f936b04f7228\">\u201e<em>Eine Nacht<\/em>? Das ist doch &#8230;&#8221; Venghi\u00e1r unterbrach sich. Konnte der Fremde wissen, wohin er unterwegs war?<\/p>\n<p data-p-id=\"c05d0a2a2680700c4cf1a116391e3a52\">\u201eMehr nicht. Es tut mir Leid.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f509b26ea7ddeeed6a903b78a612029f\">\u201eWas wisst Ihr, was ich nicht wissen kann?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9f131080857f4c1502b45580dd7ec933\">Der Fremde lachte. \u201eOh, weit mehr, als Euch lieb ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e2631c5ea0cd0c633feb55e41f791820\">\u201eUnd wieso redet Ihr in R\u00e4tseln?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1f02c9241b7e1492c5a8c609604b7c9a\">\u201eWeil wir noch kein gemeinsames Vertrautes haben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a4a92a5f8deaf5c9f1fcdb15e1e17bf9\">\u201eWer sagt, dass ich mit Euch vertraut sein <em>will<\/em>? Ich wei\u00df doch weder, wer Ihr seid, noch was Ihr im Schilde f\u00fchrt!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bed855f2149ccffb82e39abcc9647a75\">\u201eWenn Ihr mir vertraut&#8221;, entgegnete der Fremde belustigt, \u201edann bringe ich Euch nach Emberbey, bevor Patagh\u00edus Glanz \u00fcber der W\u00fcste emporsteigt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5f88c915112ecf76dcc2f9843d67f8f2\">\u201eDas ist unm\u00f6glich! Dazu m\u00fcsstet Ihr zaubern k\u00f6nnen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"62f3cc4bff13e7721cf600650dd5bd86\">Der Fremde lachte. Ganz leise. Venghi\u00e1r Emberbey ergriff tiefe Furcht. Und, ganz gegen seinen Instinkt &#8230; <em>Interesse<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"598caa5f3d977137b8a4e6d5bd900a1e\">\u201eBleibt einfach in den Spuren meines Pferdes&#8221;, schlug der Schwarzgewandete vor. \u201eUnd lasst Euch <em>\u00fcberraschen<\/em>.&#8221;<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/scherbenlied-oder-die-suche-nach-dem-boesen-band-3\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[],"class_list":["post-2988","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-03_scherbenlied"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2988","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2988"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2988\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3644,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2988\/revisions\/3644"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}