{"id":2743,"date":"2025-08-25T14:11:46","date_gmt":"2025-08-25T12:11:46","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2743"},"modified":"2025-08-31T09:21:21","modified_gmt":"2025-08-31T07:21:21","slug":"152-jeder-ohne-unterschied","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/152-jeder-ohne-unterschied\/","title":{"rendered":"152: Jeder ohne Unterschied"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"0d7ca6c393ee24217ee6b621893b187f\">Ovid\u00e1ol war unbehelligt. Die Kreaturen hatten von ihm abgelassen, und auch das Widerwesen schien sich \u2013 f\u00fcr den Moment \u2013 nicht mehr mit ihm befassen zu wollen. Es hatte ein neues, lohnenderes Opfer gefunden, sich offenbar tief in den Geist des leichtsinnigen Schattens\u00e4ngers verbissen, und war offenbar nicht gewillt, diese Beute loszulassen. Vielleicht rechnete es damit, auch die Unkundigen zu verlieren, wenn der Magier ihm entkam. Wo die Menschen herkommen mochten und was sie hier taten \u2013 das war ganz ohne Belang. Ihrer Kleidung nach zu urteilen, hatten sie nichts mit dem Chaos zu tun, das \u00fcber Aur\u00f3p\u00e9a und den Ciel\u00e1stel hereingebrochen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"b25a6d2e5bbfbdb9f2586b271b618edb\">Der Verfluchte warf einen konfusen Blick auf die Menschengruppe ungekl\u00e4rter Herkunft, die sich da um das Brett scharte, und den reglosen schwarzgewandeten Mann, den halbgaren Zauber, der sie alle zusammenhielt. Er sah das Kind, den Jungen, den er so sehr verachtet hatte, das kleine M\u00e4dchen mit dem in Stein konservierter Magie, das vor den nahenden Chaosgeistern scheuende, t\u00e4nzelnde Einhorn, das sich doch nicht zur Flucht entschlie\u00dfen konnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"fd28e969d0eb22f1927c161beca2ae26\">Und er sah den Stab, <em>seinen<\/em> Zauberstab, sein Werkzeug, seine Sch\u00f6pfung, in den H\u00e4nden eines unkundigen Kindes, eines widerlichen Bengels, einem, aus dem die M\u00e4chte m\u00f6glicherweise f\u00fcr eine sp\u00e4tere Partie eine starke Figur formen wollten. Die Missgeburt, hervorgebracht aus der Unzucht der <em>faj\u00eda<\/em> mit einem Menschenmann, hantierte an dem Stab herum. Er setzte etwas, das auch ihm, Ovid\u00e1ol einst geh\u00f6rt hatte, in die Scherben an der Spitze, w\u00e4hrend sie alle nur einen Atemzug davon entfernt waren, von wildgewordenen Chaosgeistern \u00fcberrannt und zertreten zu werden. Die <em>arcaval&#8217;ay<\/em> waren also siegreich gewesen. F\u00fcr den Moment. Vielleicht w\u00fcrde es viele Winter dauern, bis sich erneut Chaosgeister ins Weltenspiel verirrten. Vielleicht w\u00fcrden sie gleich kehrtmachen und in die Wirklichkeit zur\u00fcckstr\u00f6men, sobald sie die Menschen zerquetscht und festgestellt hatten, dass die Regenbogenritter ihnen nicht bis hierher folgen konnten.<\/p>\n<p data-p-id=\"e66b1656231588ad524c875d1fafe7e0\">Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar wunderte sich dar\u00fcber, dass ihn all das kaum noch interessierte. Es war einerlei, hatte gar keine Bedeutung mehr f\u00fcr ihn selbst. Das Unheil, das sich n\u00e4herte, war allein das Problem der Sterblichen.<\/p>\n<p data-p-id=\"b2f5649923d9ccde244ac5c8368ad20f\">Er wandte sich ab und lauschte auf die Stimme des <em>b\u00e1chorkor<\/em>. Was mochte der Narr den minderen Chaosgeistern erz\u00e4hlen? Worte waren nicht zu verstehen. Mit was f\u00fcr einer Macht hatte das Licht ihn ausgestattet, um die Wesen zu b\u00e4ndigen, und zu sich zu rufen?<\/p>\n<p data-p-id=\"7cee82b56b13b77f718925c2b2cd2c4b\">Und was mochte mit dem ungeweihten Rotgewandeten geschehen, wenn auch seine Geschichte in Misserfolg und Hoffnungslosigkeit endete? Immerhin war es wohl kaum denkbar, frech in die Dom\u00e4ne des Weltenspiels zu spazieren und einfach dessen Beute zu stehlen. Was dachte der <em>b\u00e1chorkor<\/em>, wo er sich befand? Wahrscheinlich hatte er zuweilen haneb\u00fcchene Geschichten erz\u00e4hlt, in denen ein mutiger Held Unschuldige aus einem Verlies befreite. Aber so etwas konnte hier nicht gelingen. Dies war keine Geschichte! Was also w\u00fcrde das Widerwesen mit diesem Narren machen? Konnte er ihm von Nutzen sein? Ovid\u00e1ol war fast ein wenig fasziniert. Es lenkte ihn von seiner eigenen Verzweiflung und Pein ab.<\/p>\n<p data-p-id=\"9403cc48514541ca6d24a9366c9684b9\">Wovon redete der <em>b\u00e1chorkor <\/em>nur? Es war zu weit weg. Es hatte Ovid\u00e1ol den letzten Rest an Kraft und Willen gekostet, nach dem Schattens\u00e4nger und den Kindern zu schauen. Weiter und zur\u00fcck w\u00fcrde es ihm nicht rechtzeitig gelingen, um das Ende mitzubekommen, nicht das der Geschichte und nicht das des <em>b\u00e1chorkor<\/em>, der das Chaos nicht lebendig verlassen <em>konnte<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"ec732fe212dd09651be86e53cf6f4339\">Wovon mochte er reden? Was f\u00fcr Geheimnisse gab er seinen monstr\u00f6sen Zuh\u00f6rern preis? Was bezweckte das Licht, was hatten die M\u00e4chte im Sinn, eine Geschichte und Magie ins Chaos zu bringen? Hofften sie, damit die Spielregeln des Widerwesens zu verkomplizieren, einen Vorteil f\u00fcr sich selbst zu gewinnen? L\u00e4cherlich!<\/p>\n<p data-p-id=\"20ade4df27ef1ac4a6114cf3c71b6766\"><em>Willst du ihm nicht zuh\u00f6ren?, <\/em>fragte das Traumphantom. Seit wann und warum es bei ihm war, bei ihm und nicht an dem t\u00f6lpischen Sch\u00fcler, den es sich gesucht hatte, wusste Ovid\u00e1ol nicht zu sagen. Vielleicht war es ebenfalls gekommen, um sich am Untergang des Schattens\u00e4ngers und seiner unkundigen Freunde zu weiden. Der geisterhafte, marmorgraue Blick war \u00fcberrascht und fast etwas am\u00fcsiert und auf den augenscheinlich Bewusstlosen fixiert.<\/p>\n<p data-p-id=\"a6f68162703d06899ea202aa95444b7a\"><em>Er k\u00f6nnte mir nichts erz\u00e4hlen, was ich nicht selbst schon herausgefunden h\u00e4tte, <\/em>antwortete der Verfluchte br\u00fcsk.<\/p>\n<p data-p-id=\"d573e5c3852e6c9a65f98cc1d48ca758\"><em>Das, <\/em>versetzte das Traumphantom und wandte sich nun ihm zu, <em>w\u00fcrde mich ernsthaft erstaunen.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"c4fa513fe901e05973aea327a074d8b0\"><em>Seine Geschichten sind nicht f\u00fcr mich, <\/em>murmelte Ovid\u00e1ol. So widerlich, beschw\u00f6rend und rein, so verlockend, so sanft und g\u00fctig raunte die Stimme des jungen Mannes, gerade so weit au\u00dferhalb seiner Wahrnehmung, dass er keine Worte verstand.<\/p>\n<p data-p-id=\"c4376febdb0c5c60936b3e1c80bfb3a7\"><em>Wie kannst du das wissen, ohne zuzuh\u00f6ren?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"1ae989c7b10b803213799ffae77d9a85\"><em>Es w\u00e4re nicht richtig. <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"2072c45e3dfac8e57cfacb6314705db1\"><em>Was du f\u00fcr richtig h\u00e4ltst oder nicht, das hat keine Bedeutung mehr. <\/em>Das Traumphantom legte ihm seine schwerelose Hand auf die nicht mehr vorhandene Schulter. <em>Ich bringe dich zu ihm, wenn du willst.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"eaa7544b63f7ebf7ffd3c3002f049f9a\"><em>Aber &#8230;<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"471788b8bb95cbebf89aad2ab86149a7\"><em>Die Chaosgeister werden dir nichts antun. Er hat sie g\u00e4nzlich eingewoben in seine Geschichte. Komm.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"89c896b935bd500a68b1402e7194f705\"><em>Aber &#8230;<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"0c989fc8e2430a190eb05a11acee0648\">Das Traumphantom neigte sich zu ihm vor und musterte seine kl\u00e4glichen Reste eindringlich. <em>Das Licht, <\/em>raunte es, <em>l\u00e4sst niemanden zur\u00fcck. Deshalb sind wir hier, ich und mein Sch\u00fcler. Meinesgleichen kommt auch f\u00fcr solche wie dich. Es ist vorbei, Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar. Lass deine Last fallen. Ad&#8217;ree.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"1cb2f1df321acb9edacf7b9775d8c573\">Ovid\u00e1ol seufzte auf. <em>Ihr wollt mich besch\u00e4men. Ich verdiene euer Mitleid nicht. Ich hasse euch.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"2921c4a543c567a3035409c7974d9ad2\"><em>Es gibt nichts zu verdienen. Nichts zu bedauern, nichts zu bereuen. Es gilt allen gleich.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"6492f5057905e90ac2a072444e5ad64d\">Der Verfluchte z\u00f6gerte. Dann nickte er, ganz zaghaft, mit dem, was noch von seinem Kopf zur\u00fcckgeblieben war.<\/p>\n<p data-p-id=\"f33d348303659870fc400bab1040d901\"><em>Komm, <\/em>sagte das Traumphantom und f\u00fchrte ihn sacht auf die trostvolle, gn\u00e4dige Stimme zu, die mit jedem Schritt klarer und m\u00e4chtiger klang. Ovid\u00e1ol seufzte tief auf.<\/p>\n<p data-p-id=\"47096aa91b0181c74a0e582533c3ef8d\">Dann war endlich alles gut.<\/p>\n<p data-p-id=\"64b9d2e88f4f1e735862dd43c08b01a5\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"53976c3ae51c77da2f1a52b6a4426040\">\u201eWas ist das?&#8221;, fragte Merrit Althopian nerv\u00f6s. Die Kreaturen wogten heran, wie eine hohe Welle, wie die Flut, die sich blitzschnell \u00fcber den Strand ergie\u00dfen w\u00fcrde. Dass der andere Junge ausgerechnet jetzt an seiner Waffe, nein, seinem <em>H\u00fctestab<\/em> hantieren musste, passte ihm gar nicht. Daf\u00fcr war einfach keine Zeit. Er brauchte keinen albernen Zierrat, um damit seine Entschlossenheit zu dekorieren.<\/p>\n<p data-p-id=\"75d61e8bde908314a6513ba8be60a79a\">\u201eDas geh\u00f6rt zusammen!&#8221;, widersprach der Junge mit den bunt schillernden Gew\u00e4ndern, der wohl zu den Regenbogenrittern geh\u00f6ren musste. Immerhin besa\u00df er ein Einhorn, so ein herrliches Tier! Aber diese l\u00e4cherlich langen Haare! Im Kampf konnten die doch nur hinderlich sein! Wie leicht konnte man damit an Sattel- oder R\u00fcstzeug h\u00e4ngen bleiben \u2013 und nicht unbedingt am eigenen. Hatten seine Leute ihm das nicht erkl\u00e4rt?<\/p>\n<p data-p-id=\"d5b4fec94f609363b41cb55eadd7acaa\">Merrit rief sich verwirrt zur Ordnung. Was ging es ihn an, wie der Junge frisiert war? Es ging um das Leben seines Vaters, das von Osse, das der <em>teirandanja<\/em> &#8230; der Menschen, die ihm etwas bedeuteten, die er lieb hatte. Die er besch\u00fctzen musste. Das war seine Bestimmung, allein daf\u00fcr hatten die M\u00e4chte ihn ins Weltenspiel gesetzt und diese entsetzliche Trauer und Wut in sein Herz gegeben. Er war Merrit Althopian. Sein einziger Daseinszweck war es, zu bek\u00e4mpfen, was auch immer anderen wehtun wollte. Merrit wurde ungeduldig.<\/p>\n<p data-p-id=\"83a573da5cb5b543c5e42291e08f2412\">\u201eWas ist es?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"473ca54491905203327a2babaf2fe774\">\u201eEs muss hier herein!&#8221; Der Junge, der Einhornreiter, setzte das Ding, ein silbernes Amulett wohl, in den zersprungenen Kristall ein. Es f\u00fcgte sich damit zusammen wie eingepasst. Ein leichtes Beben fuhr den Stab entlang, etwa so, als habe Merrit damit gegen einen Baum oder Pfahl geschlagen. Das kleine Licht im Kristall verlosch. Die Macht des Stabes schien das nicht nennenswert zu erweitern.<\/p>\n<p data-p-id=\"98f3de39a6b8869e48ddeb27309e6384\">\u201eAdvon! Komm zur\u00fcck!&#8221;, rief das schwarzhaarige M\u00e4dchen. Irgendetwas geschah mit dem Stein, den sie in H\u00e4nden hielt. Ein Wirbel von feurig spr\u00fchenden, bunten Funken kam daraus hervor und vermischte sich mit den glimmenden Perlenschn\u00fcren. Das Chaos um die Erwachsenen, die <em>teirandanja<\/em>, Osse und die anderen leuchtete in buntem, kalten Feuer und verst\u00f6rte sie. Wie die kleine Freundin der <em>teirandanja<\/em> wimmerte!<\/p>\n<p data-p-id=\"8f887e225c59d227fef581478fcba800\">\u201eWas tut es?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"21d889295f2ba7ee3ed475bd1f96ff86\">\u201eKeine Ahnung. Vielleicht besch\u00fctzt es dich!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d32485a164025b014d142cf3e3c4efee\">\u201eAdvon!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c499dbf27664f9a4e64e58363bc7e6a5\">\u201eDanke. Geh zu ihr. Deine Freundin braucht deine Hilfe &#8230; Advon?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"22ee58022e3a2890f47cb27b46962cff\">\u201eJa, das bin ich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d64d90283f02520430b19fa3d37c7df4\">Merrit nickte ihm zu. \u201eIch bin Merrit Althopian.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c3319cac3c7198efd314b41278183b49\">\u201eAlthopian?&#8221; Der sonderbare Junge stutzte, als ob der Name ihm bekannt vorkam.<\/p>\n<p data-p-id=\"a9582fcfac88614d9dc301624540f524\">\u201eEs w\u00e4re sch\u00f6n gewesen, dich kennenzulernen&#8230; Advon.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"65fa3a1a45fd0b07a4e84400fa3d39ce\">\u201eSp\u00e4ter. Ganz bestimmt sp\u00e4ter.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dd4d58c478ec65d097eb847efc380ba3\">\u201eJunge!&#8221;, rief nun auch die <em>teiranda<\/em>, eingesponnen in Diamantenfunkeln, das sich durch den Nebel bohrte wie eine Salve abgeschossener Pfeile. Sie alle, alle Menschen waren in blanker Panik, aber wie an das Brett gefesselt und am Boden festgeklebt, starr vor unfassbarem Entsetzen. Die Monster waren fast heran. Keiner der Erwachsenen konnte seine Waffe greifen. Eine Hand fasste das Brett, die andere das jeweils zugeh\u00f6rige Kind. Merrits Vater allein hatte niemanden, den er noch umarmen konnte. Der <em>teirand<\/em> hielt T\u00edjnje an ihrer kleinen Hand. Osse ber\u00fchrte scheu den Arm seines Vaters. Und die <em>teirandanja<\/em> &#8230; sie schaute zu ihm hin. Sie schaute <em>ihm<\/em> direkt in die Augen. Merrits Herz klopfte ihm bis zum Hals. Und das nicht wegen der Chaosgeister, dem Br\u00fcllen und Grunzen und Keuchen und dem vibrierenden Chaos.<\/p>\n<p data-p-id=\"0e3258952db913be058e6f2bd48fb57c\">\u201eGeh. Ich halte sie ab, solange ich kann.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"062b0c6a3b8722a8dbd8b460ccaa69e6\">\u201eHast du gar keine Angst?&#8221;, fragte Advon beeindruckt. \u201eWie kannst du so mutig sein? Du bist doch auch nur ein Kind!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"26f5c46d4fdd5dbd3cdeafda6294c664\">\u201eIch muss es fertig machen. Ganz fertig und diesmal in echt.&#8221; Er konnte nicht erwarten, dass der andere diese Antwort verstehen w\u00fcrde. Aber das war auch nicht n\u00f6tig, ging ihn nichts an.<\/p>\n<p data-p-id=\"e77f9dabed87309d6d506cce18475422\">\u201eAdvon!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8daec83affb66e48ac5e5117167e3c63\">Der langhaarige Junge nickte ihm zu und st\u00fcrzte dann hastig zu den anderen zur\u00fcck, warf sich hinein in den Regen von bunten Lichtblitzen und fasste nach der Haarnadel in der Hand des Magiers.<\/p>\n<p data-p-id=\"111d6de193a6c8c337dddf8bfee17301\">\u201eMama&#8221;, wisperte Merrit zu sich selbst und stemmte sich dem Beben des Untergrundes und dem hei\u00dfen Hauch entgegen, den die Chaosgeister verstr\u00f6mten. \u201eSchau, Mama! Ich besiege die Chaosgeister &#8230; f\u00fcr dich!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3db659a700d69242c5874e1eaaeb9e39\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"aafa8df931795bf40bd878890c2c26b8\"><em>Du bist nicht stark genug, sie alle zu retten, Yalomiro Lagoscyre!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"bd3d1908aec8eba64bbc244bfaaf8b1b\"><em>Dann rette ich eben so viele, wie ich kann!, <\/em>\u00e4chzte der Schattens\u00e4nger trotzig.<\/p>\n<p data-p-id=\"6343de28d463b0e538cd20aa6bab8988\"><em>Du kannst mich nicht aufhalten! Diesmal k\u00e4mpfen wir auf meinem Grund. Diesmal entkommst du mir nicht!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"b9f5fe0630a8f0c3d6f38f3200fe1ebd\"><em>Ich habe gar keine Zeit, um mit dir zu k\u00e4mpfen!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"3477942320e0f6e29b45bc02cb9e8997\"><em>Ein m\u00e4chtiger Magier, und unsterblich noch dazu! Eine Figur, die mir niemand abspenstig machen kann!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"08ef9937c88fb6a02b453f10b33801cc\"><em>Das hast du von Gor Lucegath auch gedacht!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"e4b8c6564114a6d6515373e0053bbde4\"><em>Aber dir wird niemand zur Hilfe kommen, mit billigen Tricks und ehrenhaften Opfern! Ich behalte dich hier, in meiner Dom\u00e4ne. So kommst du mir nicht in die Quere!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"adb443d2850dfe0e16bd785f06f2b22e\"><em>Wobei? Wobei komme ich dir nicht in die Quere?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"72af576fe28eaf9284705e9d003cfa94\">Das Widerwesen antwortete nicht. War es abgelenkt?<\/p>\n<p data-p-id=\"c74bc7f9cff33a393f081b57d188b977\">Yalomiro hatte all seine Sinne abgeschottet. Als er damals dem Weltenspielverderber erstmals entgegengetreten war, da hatte er ihn willentlich in seinen Geist hinein gelassen, um Gor Lucegath zu erl\u00f6sen. Diesmal war es genau anders herum. Er befand sich im Reich des Widerwesens und konnte nicht viel mehr tun, als sich wie ein eingerollter, wehrhafter Igel auf sich selbst zu konzentrieren. Aber ging sein Plan auf? Hatte sein selbstverletzender Zauber die Unkundigen zur\u00fcck dorthin gebracht, wo sie hergekommen waren, und zum richtigen Zeitpunkt? H\u00e4tte er davon nicht l\u00e4ngst selbst etwas bemerken m\u00fcssen? Es war ihm nicht m\u00f6glich, das zu \u00fcberpr\u00fcfen. Er hatte sich in sich selbst zur\u00fcckgezogen und alles losgelassen, woran das Widerwesen ihn h\u00e4tte packen k\u00f6nnen. Er war reine Essenz seiner selbst in einer Schale aus Schutzmagie, die nicht zerbrechen durfte. Er war wie eine Schmetterlingspuppe, irgendwo zwischen Raupe und Falter, fragil, zerbrechlich und weder bei Bewusstsein noch im Traum.<\/p>\n<p data-p-id=\"73929a11aa373e165adc3e7ae059c63c\">Was, wenn seine Kraft einfach nicht ausreichte, um zw\u00f6lf Personen auf einem magischen Schleichweg aus der Anziehungskraft des Chaos und in der Zeit zu bewegen? Sechs Erwachsene, sechs Kinder, und all das nach den Strapazen, den Kraftakten, den m\u00e4chtigen Zaubern, die er seit dem Mittag gewirkt hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"0a4af98bab378f708f379b4e10d2a786\"><em>Ich werde alt, <\/em>dachte Yalomiro benommen.<em> Ich werde einfach zu alt f\u00fcr so etwas.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"3fed49d21c96eb2e231d503641bd39c1\">Das Widerwesen war tats\u00e4chlich immer noch abgelenkt. Was war das, weshalb es f\u00fcr einen Moment von ihm ablie\u00df? Was konnte wichtiger sein, als ein neues Opfer so zu brechen, dass es Besitz davon ergreifen konnte?<\/p>\n<p data-p-id=\"05a36f55918578adc6f428e00a47665d\"><em>Papa? Papa! Was soll ich tun?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"b5d828dcac9d84d36fd6b88d75a8e024\">War es D\u00fdamir\u00e9e? Wie kam sie hierher, wie konnte sie ihn erreichen in seiner wundersamen Selbstaufl\u00f6sung? Wie hatte sie ihn gefunden, in seinem Kokon aus Schutzmagie? Yalomiro hoffte, dass es keine T\u00e4uschung war, der er aufsa\u00df, denn die Gedankenstimme, die seinen Geist erreichte und daran r\u00fcttelte, war nicht die eines kleinen M\u00e4dchens. Eine junge Frau sprach zu ihm, eine z\u00e4rtliche und bet\u00f6rende Stimme, eine, die zu D\u00fdamir\u00e9e passen w\u00fcrde, wenn sie einmal die Reife erreichte, um selbst eine Meisterin zu sein. Ihre Stimme \u00e4hnelte der von Salghi\u00e1ra, seiner geliebten <em>h\u00fdardora<\/em>, so freundlich, so sanft und liebevoll. Wenn auch ein wenig kesser.<\/p>\n<p data-p-id=\"c443d693d41f1aaa14a8fd3ab74ee3ad\"><em>Kleiner Stern, <\/em>dachte er, <em>hilf mir! Hilf mir, den Zauber zu vollenden.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"2cb7f0663d3a272b84738fb62963d737\"><em>Was kann ich tun?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"987906b805d4f9d9f5a00570b3676513\"><em>Die Magie ist stabil, aber ich bin zu schwach. Wir m\u00fcssen gemeinsam zaubern. <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"4b42eaa4344374906ca9ac55c1b6bd09\"><em>Aber meine Magie ist im Stein gefangen. <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"9582e11bed2585757c69859824d79e4d\"><em>Lass sie heraus. Lenke sie vom Stein ins Holz.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"87fb19850e3e23a321d802d9478ff7e9\"><em>Und dann? Was muss geschehen?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"bf753307976523559246fade0ad288e6\">Er horchte. Was war es, dass das Widerwesen so unachtsam machte? Etwas Gro\u00dfes, etwas Wichtiges musste sich abspielen. Und dann riss etwas von seinem Zauber ab. Er zuckte zusammen.<\/p>\n<p data-p-id=\"316243d132b8eb8aefcb9e04cba937ed\"><em>Der Junge, <\/em>erfuhr er durch D\u00fdamir\u00e9es Geist, <em>der Junge, der seinen Freund, seinen Vater und das M\u00e4dchen so sehr lieb hat &#8230; er stellt sich den Chaosgeistern entgegen!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"0456c925ee0ebe6fb620fb277f42ea15\"><em>Chaosgeister? Was f\u00fcr Chaosgeister? Hat nicht der b\u00e1rchorkor &#8230;<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"50bc03de251843f556b153cd037e4381\"><em>Die Gro\u00dfen! Einer von denen wollte mich auffressen!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"b2edc047dbe50274d0c7dedf35ee3f6b\">Bei Nokt\u00e1ma! Dann war es wohl den Regenbogenrittern gelungen, die Bestien zur\u00fcckzutreiben. H\u00e4tten sie damit nicht einen Moment warten k\u00f6nnen? Hatte dieser leichtsinnige Meister C\u00fdel\u00fa denn \u00fcberhaupt kein <em>Gesp\u00fcr <\/em>f\u00fcr den rechten Moment?<\/p>\n<p data-p-id=\"9dab59444651e00a5cda5f3357611eb5\">Und, was noch schlimmer war: Merrit Althopian, der, der einst ein grandioser Held sein sollte, war aus seinem Zauber ausgebrochen? Entwischt wie ein vorwitziges Zicklein? Etwa, damit der Wildwolf es sich holte, damit die Herde fliehen konnte?<\/p>\n<p data-p-id=\"4e906cb2332440df84dd796048acfb04\">Wie viele Spiele spielte das Widerwesen zugleich? Warf es mit Kegeln, w\u00fcrfelte es oder betrog es beim Kartenspiel? Oder fanden hier mehrere komplizierte Strategiespielpartien zeitversetzt statt und wechelten zwischendurch die Bretter?<\/p>\n<p data-p-id=\"72fae575365492644b3a17ccc72ec8b4\"><em>D\u00fdamir\u00e9e, <\/em>dr\u00e4ngte Yalomiro. <em>Du brauchst Advon. Du &#8230; <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"12fc4ee9bc15197e2bdd4a9a5da4e200\">Er hielt inne. Das war wohl das, was Nokt\u00e1ma bei alledem im Sinn hatte. So wenig es ihm schmecken mochte. So dem\u00fctigend es all die Zeit f\u00fcr <em>camat&#8217;ay<\/em> gewesen war, den <em>arcaval&#8217;ay<\/em> gegen\u00fcber zu stehen.<\/p>\n<p data-p-id=\"35e6703f8116155b480c93131ed79ca7\"><em>Kann er zaubern? Beherrscht er seinen Willen, so wie sein Vater es tut?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"8d6d5b7391bab40b0e89066dd1bd3c54\"><em>Nat\u00fcrlich, <\/em>erkl\u00e4rte sie begeistert. <em>Advon ist m\u00e4chtiger als sein Papa und die sch\u00f6ne Dame, seine Mama, zusammen. Er ist mindestens so m\u00e4chtig wie du!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"7c9827006edbe747b385c012f94546d8\">Yalomiro seufzte tief. Nun, was machte es f\u00fcr einen Unterschied.<\/p>\n<p data-p-id=\"12b6f71285ec6fbb17a6b6ee50dc2b0d\"><em>Lass es ihn <\/em>wollen<em>, <\/em>gebot er ihr ergeben. <em>Vereint eure Magie. St\u00e4rkt meinen Zauber. Und beendet diesen Alptraum. F\u00fcreinander und f\u00fcr uns alle!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"5cbfa360a09ab447b38ba5546eba7dec\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"f3b8a4429fe8d39259c38505deca5070\">C\u00fdel\u00fa f\u00fchlte sich frei und voller Energie, euphorisch und stark wie schon seit langer Zeit nicht mehr.<\/p>\n<p data-p-id=\"940fda631be3caf415cbb537b8dae6b2\">Die Kreaturen rannten! Sie hetzten vor ihnen her wie ein Rudel Windninchen, die absurd riesenhaften, die gro\u00dfen und die ganz kleinen. Sie schrien und winselten und waren, lie\u00df man sich von ihrer monstr\u00f6sen Erscheinung nicht beeindrucken, ein \u00fcberraschend j\u00e4mmerlicher Anblick. Einige hatte der hei\u00dfe Dampf so sehr verbr\u00fcht, dass ihre Haut aufgeplatzt war, oder prall und ger\u00f6tet kurz davor stand.<\/p>\n<p data-p-id=\"566c61d420b6ab68d54e47c677d08d61\">Was f\u00fcr eine grandiose Idee von Elos\u00e1l, ein Portal ins Chaos aufzusprengen! Aber wie, bei den M\u00e4chten, hatte sie es fertig gebracht, <em>Wasser<\/em> zu beschw\u00f6ren?<\/p>\n<p data-p-id=\"05b8b499d6b4a0e06c10395b609d61cc\">Oh. Nat\u00fcrlich. Die Schattens\u00e4ngerin, die Gef\u00e4hrliche, die M\u00e4chtige. Die<em> camata&#8217;ayra<\/em>. Die, die ihn mit ihrem Zauber beinahe vom Himmel gerissen und zerfetzt h\u00e4tte. Die sanftm\u00fctige, sch\u00fcchterne Frau, die ganz offensichtlich keine Vorstellung von der Kraft hatte, die in ihr steckte. Die musste das mit dem Wasser gewirkt haben. <em>Gemeinsam<\/em> mit Elos\u00e1l. Feuer und Wasser und Wut und Mut der Frauen. Das konnte Gewaltiges entfesseln. Fast sch\u00e4mte C\u00fdel\u00fa sich. Wo er und der Schattens\u00e4nger sich stur be\u00e4ugt und misstrauisch taxiert hatten wie die Hirschb\u00f6cke, hatten die Frauen spontan ihre Macht vereint, um diesen Kraftakt zu vollbringen.<\/p>\n<p data-p-id=\"01152b97091477a93cce12cd4be8fb35\">Die Sieben preschten johlend, kampfschreiend, mit eingelegten Lanzen zu seinen Seiten, trieben die Monster in das seltsame Nebelglimmen hinein, das sich unter ihnen auftat. Die Einh\u00f6rner waren im freien Fall, im Sturzflug, hinab, hinab in die Erde, so tief, wie das Wolkenportal hoch am Himmel stand. Perlenglanz r\u00f6hrte vor Kampfeslust. Aber sie mussten nicht k\u00e4mpfen. Mehr noch \u2013 sie <em>durften<\/em> nicht \u00fcbers Ziel hinaus schie\u00dfen. Sie mussten rechtzeitig kehrtmachen, bevor das Chaos sie ebenfalls verschlang.<\/p>\n<p data-p-id=\"f0c523b178ee36b611d34b47f9835c6f\">\u201eWie weit?&#8221;, rief der Orangene. \u201eWie schnell?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"da8bb4949fad73276f5a8fea24f54ee8\">\u201eGleich ist es vollbracht!&#8221;, antwortete C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor. \u201eLasst sie nur genug Schwung haben, dass sie nicht mehr bremsen k\u00f6nnen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5f08495cdded00e30364b3a78baf1d29\">Die Sieben \u00fcberholten ihn, formierten sich zu einem r\u00fcckw\u00e4rts weisenden Bogen, mit ihm, dem Goldenen als Letztem. Die Chaosgeister wurden immer schneller, immer hektischer. Schon schienen einiger den Halt zu verlieren und immer weiter in die Tiefe zu gleiten. Zugleich begann das Nebelleuchten zu flimmern, wie hinter einem schnellen Blinzeln. Das Portal begann, zu verblassen und der Dunkelheit zu weichen.<\/p>\n<p data-p-id=\"1d4d4a026e8038e1a7414bd49f4bdd7e\">Perlenglanz galoppierte voran. Die Geschwindigkeit verschlug C\u00fdel\u00fa den Atem. Es war, als gerieten sie alle in einen Sog, der sie immer weiter in die Tiefe riss. Der Goldene konzentrierte sich, fokussierte sich auf das, was vor ihm geschah. Er hob die Hand und wartete. Drei Herzschl\u00e4ge, zwei, einen &#8230;<\/p>\n<p data-p-id=\"766835b4f8732382d686f48cd3ce287b\">\u201eSofort Abbruch! Mission stoppen! Kurs 180! Keilformation bilden!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bbc94f2075c2909d583c46608f91e467\">Acht Einh\u00f6rner stoppten abrupt, wendeten auf der Hinterhand. Nun war C\u00fdel\u00fa an der Spitze. Ohne nachzudenken, trieb er Perlenglanz voran. Das Einhorn streckte sich und stie\u00df sich mit kraftvollen Schwingenschl\u00e4gen voran.<\/p>\n<p data-p-id=\"188ea53383fdeabbadaa0ac549b76270\">\u201eDurchstarten! Zur\u00fcck zur Basis!&#8221;, kommandierte C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor, wie im Fieber oder im Traum. Wie im fl\u00fcchtigen Gedanken.<\/p>\n<p data-p-id=\"1227700775e8ef9f0cc22d8a7ec5c6aa\">Und hinter ihnen begann der Tunnel ins Chaos zu kollabieren.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2743","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2743","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2743"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2743\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3667,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2743\/revisions\/3667"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2743"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2743"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2743"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}