{"id":2732,"date":"2025-08-25T14:18:57","date_gmt":"2025-08-25T12:18:57","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2732"},"modified":"2025-08-31T09:18:06","modified_gmt":"2025-08-31T07:18:06","slug":"164-die-mittagspforte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/164-die-mittagspforte\/","title":{"rendered":"164: Die Mittagspforte"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"204c546376eec86e3be1d586b3e70512\">Sieben Tage waren vergangen, seit jener Nacht, in der wir die Chaosgeister zur\u00fcck in die Dom\u00e4ne des Widerwesens gejagt hatten. Sieben N\u00e4chte, seit Yalomiro K\u00edan\u00e1 von Wijdlant, Asga\u00fd von Spagor und deren <em>yarlay<\/em> und Nachkommen irgendwie wieder zur\u00fcck in die sichere Burg jenseits des Montaz\u00edel bef\u00f6rdert hatte, auf eine Weise, die ich auch nach mehrfacher Erkl\u00e4rung nicht in G\u00e4nze verstanden hatte. Er sagte, er habe versucht, den Zauber auf der T\u00fcr von Gor Lucegaths altem Turmzimmer aufzuheben, wo das Drama seinen Anfang genommen hatte. Es hatte etwas damit zu tun, die Magie f\u00fcr einen winzigen Moment <em>umzudrehen<\/em>. Offenbar hatte er es irgendwie fertiggebracht, die <em>teiranda<\/em> und die anderen f\u00fcr eine Winzigkeit in der Zeit zur\u00fcckzuversetzen, woraufhin der Zauber im Turm und damit die Verbindung des Chaos in das Weltenspiel wie ein Kartenhaus zusammengebrochen waren, die das Widerwesen hatte ausnutzen wollen, um Unheil zu stiften. Und, und diese Auskunft beunruhigte mich am meisten, um die Kinder einzufangen. Was hatte das Widerwesen mit den Kindern vorgehabt? Was w\u00fcrde in der Zukunft geschehen?<\/p>\n<p data-p-id=\"7fbf34d80a564f4a091e90f9db51e124\">Und um welchen Preis hatte Yalomiro es fertig gebracht, die Vergangenheit zu manipulieren, und sei es nur um einen Herzschlag? Ich war mir ziemlich sicher, dass das sogar f\u00fcr einen m\u00e4chtigen Schattens\u00e4nger keine <em>gew\u00f6hnliche<\/em> Zauberei war, vielleicht sogar eine verbotene. Es klang f\u00fcr mich ein wenig so, als habe er eine Art Kurzschluss in dem Zauber bewirkt, den er seinerzeit gewirkt hatte, um das Widerwesen auszusperren. Und nun hatte er es erneut vollbracht, den Weltenspielverderber zu besiegen, vielleicht auszutricksen. Ich verstand die Regeln nicht, an die sich ganz offensichtlich niemand hielt.<\/p>\n<p data-p-id=\"6baf200aa591b59072f572b06d292423\">D\u00fdamir\u00e9e und Advon hatten Yalomiro schlie\u00dflich gerettet, bevor er selbst zur Beute des Widerwesens wurde, nachdem er nicht mehr genug Magie besessen hatte, sich selbst in Sicherheit zu bringen. Wie Advon ins Chaos geraten war, war nicht ganz klar. Nur, dass der <em>b\u00e1chorkor<\/em> eine Rolle dabei gespielt hatte, das war unstrittig. Advon gab sich wortkarg, als Elos\u00e1l ihn danach ausfragte, so als habe er ein Versprechen abgegeben, ein Geheimnis zu bewahren. Kinder nahmen Geheimnisse sehr ernst, sagte Elos\u00e1l. Aber aus dem, was er nicht sagte, ging hervor, was Yalomiro l\u00e4ngst wusste.<\/p>\n<p data-p-id=\"6f3ed68f96e178e3d493e78701d39d51\">Es war ein <em>neuer<\/em> Rotgewandeter im Weltenspiel. Eine Erkenntnis, die Yalomiro auf eine sonderbare Weise zu <em>beruhigen<\/em> schien. Mir machte sie Angst.<\/p>\n<p data-p-id=\"fcf8b02cc3f841665c3a93d3e6a6eb52\">Die <em>arcaval&#8217;ay<\/em> hatten uns ein Sonnensegel und ein wenig Komfort in Form von Kissen, Matten und schattenspendenden Schleiern zur Verf\u00fcgung gestellt. Man schlug f\u00fcr uns ein Lager in Sichtweite, aber weit genug entfernt vom Ciel\u00e1stel auf, sodass das viele Gold uns nicht unangenehm war. Yalomiro hatte diese Freundlichkeit dankbar angenommen und im Schutz des luftigen Daches fast drei Tage am St\u00fcck geschlafen. Ich hatte versucht, ihm von meiner <em>maghiscal<\/em> abzugeben, aber da ich mich bei all den Erlebnissen der vergangenen Zeit selbst ersch\u00f6pft hatte, war das weniger effektiv, als ich gehofft hatte. Offenbar hatte Yalomiro dieses Mal einen hohen, viel zu hohen Preis f\u00fcr das gezahlt, was er bewirken wollte, um uns alle zu retten. Ob er sich jemals ganz erholen w\u00fcrde?<\/p>\n<p data-p-id=\"eb51d6efc4c96dac4ec1032816f332b8\">Am ersten Abend kehrte D\u00fdamir\u00e9e allein zu uns zur\u00fcck. Sie war erleichtert, aber nicht allzu \u00fcberrascht, dass ihr Vater bei mir war. Allenfalls schien sie nicht erwartet zu haben, dass er bereits jetzt wieder zum Ciel\u00e1stel zur\u00fcckgekehrt war. Sie schien fast etwas entt\u00e4uscht dar\u00fcber. Ich konnte mir denken, weshalb.<\/p>\n<p data-p-id=\"e9cfe7ba0bfd09619161d2f66c66a548\">\u201eMama&#8221;, hatte sie dann auch prompt gefragt, \u201ewann m\u00fcssen wir in den Wald zur\u00fcck?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"518a517bbbb867560132de6c9b1dcc8a\">\u201eSobald dein Vater wieder bei Kr\u00e4ften ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dc5e94a62338631f97049795b665cb13\">\u201eIch muss mitkommen, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"85e266e1805a8eb5c76c3ba7739e7573\">\u201eMagst du etwa nicht? Bist du nicht froh, dass alles wieder gut und wir wieder zusammen sind?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a4f40d725ec129733127c0781b9130c7\">\u201eDoch. Aber &#8230;&#8221; Sie seufzte. \u201eAdvon ist dann so weit weg.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7266b4e57d1a03f9577d30d824fe19df\">\u201eVielleicht darf Advon uns begleiten?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6bb205b64ceeb5dca7c2f6b0df0d7db0\">\u201eNein. Er hat seine Eltern schon gefragt. Meisterin Elos\u00e1l meint, wir m\u00fcssen uns noch gedulden und warten. Worauf <em>warten<\/em>, Mama?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"77c1ad63fff93eed8858890b23087928\">\u201eIch seid noch Kinder, D\u00fdamir\u00e9e. Es ist &#8230;&#8221; <em>Noch zu fr\u00fch, dich gehen zu lassen,<\/em> wollte ich sagen, aber das w\u00fcrde sie noch nicht verstehen. Ich hingegen meinte, genau zu verstehen, was sie bewegte. \u201e &#8230; unsere Aufgabe, auf euch <em>aufzupassen<\/em> und f\u00fcr euch da zu sein, solange es noch n\u00f6tig ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"50c59f8e231de7a35e7a699ddfe2e9b6\">\u201eTrotzdem ist es schade.&#8221; Sie setzte sich zu mir, lehnte sich an mich an und schaute versonnen auf ihren schlafenden Vater hinab. \u201eIch will nicht so weit von Advon weg sein.&#8221; Sie nahm ihr Schmusetier an sich und setzte es sich auf den Scho\u00df. \u201eIch muss ganz schnell lernen, wie ich ein Vogel werden kann.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b591eec229611ca0b2cd094e0909fe5c\">\u201eUm herzufliegen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9c286daea8c596a4cb5d0ac551ecd159\">Sie nickte. \u201eAdvon darf mit Farbenspiel ja noch nicht allein losreiten. Mama, wenn man so weit und so lange nicht beieinander ist, vergisst man einander dann?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3b552f8c97062cb2e9c8aac0d4bcafc5\">\u201eNein&#8221;, behauptete ich. \u201eWenn ihr immer fest aneinander denkt, dann bleibt ihr ganz eng beieinander.&#8221; Ich \u00fcberlegte, ob D\u00fdamir\u00e9e nicht in der Lage sein sollte, mit Advon in dessen Tr\u00e4umen zu kommunizieren, aber den Gedanken verwarf ich. Auch wenn Nokt\u00e1ma sie endlich mit eigener Magie beschenkt hatte, w\u00fcrde sie noch lernen m\u00fcssen, sie <em>zielgerichtet<\/em> einzusetzen. Eine kurzfristige L\u00f6sung war das also nicht. Und wer konnte wissen, ob Advon \u00fcberhaupt in der Lage war, Tr\u00e4ume aufzufangen? Geh\u00f6rte das zu den Fertigkeiten, die <em>faji\u00e1\u00e9<\/em> und Regenbogenritter beherrschten? Wie hielten es Magier, die dem Tag und dem Sonnenlicht geweiht waren, \u00fcberhaupt mit Schlaf und Tr\u00e4umen?<\/p>\n<p data-p-id=\"04de0a6a2c3bb614770280cc00f20dcc\">Ich dachte nach und griff nachdenklich nach dem Weltenschl\u00fcssel an dem Kettchen um meinen Hals. Damit w\u00fcrden <em>wir<\/em> heimkehren, sobald Yalomiro wieder dazu in der Lage war. Aber ein Weltenschl\u00fcssel war auch keine L\u00f6sung, die in den H\u00e4nden von Kindern taugte. Und so wusste ich nicht, wie ich D\u00fdamir\u00e9e glaubhaft tr\u00f6sten und aufmuntern konnte. Ich stellte ihr in Aussicht, dass sie Advon sicherlich w\u00fcrde besuchen k\u00f6nnen, in Yalomiros oder meiner Begleitung, und dass C\u00fdel\u00fa ihn vielleicht in den Boscarg\u00e9n bringen konnte. Aber mir war klar, dass das in den Augen eines Kindes sicher keine zufriedenstellende L\u00f6sung war. Das war zu vage, dauerte zu lange, war ein Hinhalten, keine Sicherheit.<\/p>\n<p data-p-id=\"8fdb39125119674b88f74cf6b54a1109\">Die kommenden Tage bekam ich D\u00fdamir\u00e9e kaum zu sehen. Sicher schmiedeten sie und Advon undurchf\u00fchrbare Pl\u00e4ne, ertr\u00e4umten sich gemeinsame Abenteuer und verwarfen sie wieder, sobald ihnen die Grenzen ihrer M\u00f6glichkeiten bewusst wurden. Abends zu uns zur\u00fcckgekehrt lie\u00df D\u00fdamir\u00e9e durchblicken, dass Advon schrecklich <em>vern\u00fcnftig<\/em> sei. Und dass sie Vernunft bl\u00f6d finden w\u00fcrde, wenn sie ihn nicht so gern h\u00e4tte.<\/p>\n<p data-p-id=\"55dd96e5b5ccdc791588b5c0057ffba0\">Am f\u00fcnften Tag \u2013 Yalomiro war nun wach und hatte mir vom Ende von Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar und seinen finsteren Offenbarungen erz\u00e4hlt \u2013 kam Besuch. C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor und Elos\u00e1l kamen auf ihren Einh\u00f6rnern angeritten. C\u00fdel\u00fa war nicht ger\u00fcstet und trug nur ein luftiges, wei\u00dfes Herrengewand aus Leinen mit bunten Stickereien. Das war au\u00dferordentlich r\u00fccksichtsvoll von ihm, wie ich fand. Yalomiro schien beeindruckt, sagte aber nichts dazu. Ich sp\u00fcrte jedoch, wie sehr ihn der Anblick des Goldenen in ziviler Kluft <em>zufriedenstellte<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"ff05635802d5b124f7e55eb8bfd0cda6\">\u201eWir haben heute den <em>sinor<\/em> Sah\u00e1al\u00edr und die edle <em>sinora<\/em> nach Hause entsandt&#8221;, sagte Elos\u00e1l und setzte sich in respektvoller Distanz zu uns nieder. \u201eIn Aur\u00f3p\u00e9a gab es eine unerkl\u00e4rliche \u00dcberschwemmung. Es scheint, als habe das Chaos bis in die Stadt gereicht und irregeleitetes Wasser ist sowohl dort als auch in \u00daldaise Ti\u00e1ramal\u00e9s Garten an die Oberfl\u00e4che gequollen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"26bdf6af1155c4793bf1d8b42306eb92\">\u201eDas ist entsetzlich!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"68a0c76fd36d31549290f2c5b892951b\">\u201eEs ist in weiten Teilen bei Sachschaden geblieben&#8221;, erkl\u00e4rte C\u00fdel\u00fa. \u201eAber wir kennen noch nicht alle Einzelheiten. Wir haben die Unkundigen wissen lassen, dass wir helfen, wenn man uns l\u00e4sst. Nun liegt es an den <em>sinoray<\/em>, auf den <em>konsej<\/em> einzuwirken. Sie k\u00f6nnen nicht \u00fcber die K\u00f6pfe der Stadtbewohner hinweg entscheiden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9c2623a648679811680f46d8a48e6712\">\u201eDas ist aber umst\u00e4ndlich&#8221;, sagte ich.<\/p>\n<p data-p-id=\"46eaee855c6f503e5d04fde887b3453c\">\u201eSie k\u00f6nnen keinen Unwillen riskieren. Aur\u00f3p\u00e9a ist ein &#8230; schwieriger Ort. Launisch. Zwiesp\u00e4ltig. Und brutal.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"54628a620090cd627f7375dac87aaf92\">\u201eWenn wir Euch irgendwie helfen k\u00f6nnen &#8230;&#8221;, begann Yalomiro.<\/p>\n<p data-p-id=\"7edf394e03c5e0e9d52b083abb61b3ec\">\u201eDann seid Ihr der Erste, der er erf\u00e4hrt, wenn <em>ich<\/em> Hilfe von <em>Euch<\/em> brauche&#8221;, sagte C\u00fdel\u00fa knapp.<\/p>\n<p data-p-id=\"d25936d03188de18953f10c5e102f03e\">Ich schaute von einem zum anderen. Nun, wahrscheinlich gab es hier eine komplexe Hintergrundgeschichte mit vielen Details, die wir nicht kannten. Die <em>arcaval&#8217;ay<\/em> mochten einen guten Grund haben, warum sie Schattens\u00e4nger nicht um Mitwirkung baten. Zumindest nicht sofort.<\/p>\n<p data-p-id=\"c60d65586f8960f28a5b7ccdf0214aa0\">\u201eAdvon leidet&#8221;, sagte Elos\u00e1l, die Mutter. Das war ihr eindeutig wichtiger als komplizierte Unkundigenangelegenheiten und uralter Zwist zwischen Nokt\u00e1mas und Pataghi\u00fas Geweihten. \u201eHabt Ihr dar\u00fcber nachgedacht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f9a4fc6a76becef962e882c6d80cab3a\">\u201eNat\u00fcrlich&#8221;, sagte ich. \u201eD\u00fdamir\u00e9e geht es nicht anders.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0846eff22d3928647240267915d53c5a\">\u201eUnd nun? Wie kommen wir aus der Verlegenheit heraus?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d6d300822bfd2b920dbfd9b7ea6fbf12\">\u201eMit einer Absprache, im Sinne der Kinder und dem unseren.&#8221; Yalomiro verschr\u00e4nkte nachdenklich die Finger. \u201eEs muss in unser <em>aller<\/em> Sinne sein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"99c6995c4feba2e5b3d04dfd28a3882b\">Wir schauten ihn \u00fcberrascht an.<\/p>\n<p data-p-id=\"55d90ecafc2a07ebc2300908e0d153a0\">\u201eIch denke&#8221;, fuhr er fort, \u201edie M\u00e4chte k\u00f6nnen uns nicht deutlicher zeigen, dass sie D\u00fdamir\u00e9e und Advon <em>beieinander<\/em> sehen wollen. Ein Kind aus dem Schatten, eines aus den Farben, und in beiden die Spuren von Unkundigem und Magie.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ab666172507595bbc0c818b701529960\">\u201eWoher wisst Ihr &#8230;&#8221;, brauste C\u00fdel\u00fa zornig auf, aber Yalomiro unterbrach ihn.<\/p>\n<p data-p-id=\"c1c92a217d5a2fa32665c7c4d775ad3f\">\u201eSeit ich Euch erstmals zaubern sah. Es mangelt Euch nach all der Zeit noch an &#8230; Eleganz, wenn auch die Wirkung keinen Tadel zul\u00e4sst. Aber das ist nebens\u00e4chlich. Die M\u00e4chte haben mit den Kindern etwas vor. Wir m\u00fcssen uns etwas ausdenken, das den Raum \u00fcberwindet.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"be83fcfe5cad2a290293d8cb7eebceb3\">\u201eIhr habt eine Idee?&#8221;, fragte C\u00fdel\u00fa und schien milde beleidigt.<\/p>\n<p data-p-id=\"57e369738dcc681749364296a5333d1f\">\u201eIch habe rein zuf\u00e4llig sogar schon das Mittel dazu. Lasst uns nur die Form bestimmen und gebt mir etwas Zeit. Und ich ben\u00f6tige Eure Hilfe, Meisterin Elos\u00e1l. Wir beide m\u00fcssten es <em>gemeinsam<\/em> wirken. Geborener Schatten, geborene Farben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"06ec46063631581fa541eccc681606be\">Sie l\u00e4chelte erfreut. \u201eEs w\u00e4re mir eine Freude, Meister Yalomiro. Weiht mich ein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d83e5d499722f8a2a7138dcb2a23f515\">Die beiden erhoben sich und gingen miteinander ein Paar Schritte beiseite. Ich wandte mit C\u00fdel\u00fa zu, der sich offenbar zur\u00fcckgesetzt f\u00fchlte.<\/p>\n<p data-p-id=\"278cec32bb67f27dde05dc0d22f994d4\">\u201eEr meint es nicht so&#8221;, sagte ich.<\/p>\n<p data-p-id=\"48450a8296b669ceea4b1a5d2f445712\">\u201eSchattens\u00e4nger&#8221;, knurrte C\u00fdel\u00fa, \u201esind und bleiben arrogantes Gesindel. Und damit meine ich ausdr\u00fccklich nicht Euch, Meisterin.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f5b6bc212a2dc4a3317fd3f825cf23e2\">\u201eNein&#8221;, sagte ich betroffen. \u201eDas versteht Ihr falsch. Er respektiert und achtet Euch sehr. Aber er ist zu stolz, es Euch anders zu zeigen als mit solchen kleinen Frechheiten. Ich wei\u00df, dass er bei allem, was uns magisch trennt, Eure Freundschaft sehr zu sch\u00e4tzen w\u00fcsste.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"30f4aa61ff8c9bc53430339ec71a9c9e\">Der Goldene dachte eine Weile nach. Dann begann er, zu l\u00e4cheln, ganz so als w\u00fcrden ihm pl\u00f6tzlich <em>M\u00f6glichkeiten<\/em> bewusst,<\/p>\n<p data-p-id=\"64b9d2e88f4f1e735862dd43c08b01a5\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"3cca156dad7e8b977dea1d12e2579289\">Am folgenden Tag kehrte Elos\u00e1l allein auf Sonnenstrahl zu unserem Lager zur\u00fcck. Yalomiro verwandelte sich in einen Raben und f\u00fchrte sie nach Osten. Mir fiel ein kleiner Stein vom Herzen, als ich sah, dass er wieder dazu imstande war, einen Tierk\u00f6rper anzulegen. Ein paar Stunden waren die beiden unterwegs. W\u00e4hrenddessen kam C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor zu mir. Er sa\u00df in Perlenglanz&#8217; Sattel, f\u00fchrte ein gew\u00f6hnliches Pferd f\u00fcr mich und das bunte Einhorn des Jungen am Z\u00fcgel, Advon und D\u00fdamir\u00e9e sa\u00dfen auf dessen R\u00fccken und wirkten bem\u00fcht wohlerzogen. D\u00fdamir\u00e9e fand es langweilig, brav im Schritt zu reiten, fing ich ihre Gedanken auf. C\u00fdel\u00fa lud uns ein, die Gegend westlich des Ciel\u00e1stel zu erkunden. Und so h\u00fcteten wir zu zweit die Kinder, wohlbedacht, dass sie sich nicht gerade jetzt am falschen Ort herumtrieben. Schlie\u00dflich sollte es eine \u00dcberraschung sein.<\/p>\n<p data-p-id=\"b59045f74a31e5ff374164b1dd81a1c1\">Am siebten Tag war der Moment gekommen. Wir hatten es den Kindern nicht gesagt, damit ihre letzte Zeit beieinander nicht mit Abschiedsschmerz verdorben wurde. Aber sie hatten es offensichtlich geahnt, denn als wir uns zu einem gemeinsamen Ausflug in die H\u00fcgel aufmachten, waren die Kinder still und hatten keine Augen f\u00fcr die reizvollen G\u00e4rten.<\/p>\n<p data-p-id=\"dd179ba1a99d549b8c9b3a50a519dee1\">Farbenspiel schnaubte und stellte die Ohren auf, als wir uns dem Ziel n\u00e4herten. Er trug die beiden, w\u00e4hrend er zwischen Perlenglanz und Sonnenstrahl am Boden dahin trottete, w\u00e4hrend Yalomiro als Pferd und ich auf seinem R\u00fccken nachfolgten. \u201eEs scheint, dass dein Einhorn diesen Weg gut kennt&#8221;, sagte C\u00fdel\u00fa launig.<\/p>\n<p data-p-id=\"9677a6b2e6adcf533db854814e487991\">\u201eKann sein&#8221;, murmelte Advon vage.<\/p>\n<p data-p-id=\"ffa0a2f19f440e972751e02de2dd0d33\">\u201eEin sch\u00f6ner Hain&#8221;, versuchte ich, mich einzubringen. \u201eSo frisch und gr\u00fcn!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0d8b8bfeadc8e7ace49f8340871b2e3f\">\u201eJa. Es ist fast nichts mehr zu bemerken von dem Sandregensturm.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1be2c3e0abb8761209d597685677f42a\">\u201eWir sind da!&#8221; Elos\u00e1l z\u00fcgelte Sonnenstrahl und hielt an. Ich sa\u00df ab und Yalomiro verwandelte sich zur\u00fcck in seine menschliche Gestalt.<\/p>\n<p data-p-id=\"2460b8e9f55d1652b97d87e0988456fd\">\u201eWas ist <em>das<\/em>?&#8221;, fragte D\u00fdamir\u00e9e \u00fcberrascht.<\/p>\n<p data-p-id=\"56502f8e322321e87f72ee927e47429c\">\u201eSteigt ab und schaut es euch an.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1560007d8ffe07efcba1bc7ef8193473\">C\u00fdel\u00fa hob sie von dem Einhorn herunter, Advon sprang allein ab, wechselte einen verunsicherten Blick mit unserer Tochter und n\u00e4herte sich dem seltsamen Objekt zaghaft, das da in seinem Geheimversteck aufgetaucht war.<\/p>\n<p data-p-id=\"0d99f7e3b0a901d13ae8f262614b7200\">\u201eHast du das gemacht, Papa?&#8221;, fl\u00fcsterte D\u00fdamir\u00e9e ehrf\u00fcrchtig.<\/p>\n<p data-p-id=\"7d23293881da3f3b30f879ac0498ce85\">\u201eWir alle haben daran mitgewirkt. Gef\u00e4llt es euch?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"866a677c251f3a1267d541df543e1253\">\u201eWas ist es?&#8221;, fragte Advon fasziniert.<\/p>\n<p data-p-id=\"90724c9cf70619ba2ad604e753c6462c\">Es war eine Ranke oder Kletterpflanze, so genau lie\u00df sich das nicht sagen. Sie sah aus wie ein zartes kriechendes Kraut, aber ihre zierlichen Bl\u00e4tter umrankten einen armdicken Trieb, der steil aus dem Boden emporragte, einen Bogen beschrieb und auf der anderen Seite wieder in den Boden hinein ragte. Das seltsame Gew\u00e4chs hatte keine Spitze. Es wuchs unterirdisch zu einem Ring zusammen. Aber das wussten die Kinder nicht.<\/p>\n<p data-p-id=\"0338a4af2b00b3b2d1437049595438fc\">Zwischen den gr\u00fcnen zarten Federbl\u00e4ttchen schimmerten winzige Bl\u00fcten, metallisch in Gold und Silber und Perlmutt. Elos\u00e1l hatte behauptet, f\u00fcr ein M\u00e4dchen m\u00fcsse schlie\u00dflich genug Glitzer dabei sein.<\/p>\n<p data-p-id=\"0ec0996ab1261d6f8930e5572250b432\">\u201eDas&#8221;, erkl\u00e4rte Yalomiro, \u201eist eine Mittagspforte. <em>Eure<\/em> Mittagspforte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c89474ad8ad0f95949af6127e33b9267\">\u201eUnkundige k\u00f6nnen es nicht sehen&#8221;, erg\u00e4nzte Elos\u00e1l. \u201eF\u00fcr ihre Augen ist das einfach nur ein Dornbeerbusch.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0d1e47cce6e3d2c76c0bb93c96ab9499\">\u201eEine Mittagspforte?&#8221;, fragte D\u00fdamir\u00e9e aufgeregt. \u201eWas hei\u00dft das?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a6031fb42ec47b9d0e4f4fd5ef2d3733\">\u201eEs sind Regeln darauf&#8221;, erkl\u00e4rte C\u00fdel\u00fa. \u201eBenutzt es verantwortungsvoll. Und bitte sagt uns Bescheid, <em>bevor<\/em> wir nach euch suchen und uns Sorgen machen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d6acfe5ca9501767585cf9b66e697847\">\u201eDas hier&#8221;, erkl\u00e4rte Yalomiro sein und Elos\u00e1ls Werk, \u201eist ein ganz kleines Portal zwischen diesem Hain und dem Boscarg\u00e9n. Eine T\u00fcr, ein Durchgang, ganz \u00e4hnlich wie eine Weltent\u00fcr. Ganz einfach. Allerdings nur f\u00fcr euch beide durchschreitbar. Und f\u00fcr Farbenspiel, wenn er die Fl\u00fcgel anlegt und nicht versucht, davon zu fressen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6bfa8735c9d879aef79e532741a2c303\">\u201eNicht einmal einer von uns anderen kann es benutzen&#8221;, f\u00fcgte ich hinzu. \u201eEs ist nur f\u00fcr euch beide. Wir schenken es euch.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b1b9383fd8ba8dc168d3352ae1edf6ea\">\u201eMacht keinen Unfug damit&#8221;, mahnte C\u00fdel\u00fa.<\/p>\n<p data-p-id=\"1f67a16125d595e58be911121e2e4834\">Advon starrte ihn verbl\u00fcfft an. D\u00fdamir\u00e9e aber flog Yalomiro an den Hals. \u201ePapa! Danke! Danke!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b09d73cd8ec7041839cffd172c2d0182\">\u201eH\u00f6rt erst zu&#8221;, sagte Elos\u00e1l und legte ihrem Sohn liebevoll die H\u00e4nde auf den R\u00fccken. \u201eEs gibt Regeln. Dieser Weg steht euch nur zweimal am Tag offen. Wer es zur Seite des anderen durchschreiten will, kann dies nur in der Mittagsstunde tun, wenn Patagh\u00edus Glanz am h\u00f6chsten steht. Wer zur\u00fcck auf seine Seite gelangen will, der tut es genau zur Mitte der Nacht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"052cf05328a3f6dbb2360d68f74f54bd\">\u201eWarum gerade dann?&#8221;, fragte Advon, offenbar noch ohne erfasst zu haben, welche M\u00f6glichkeiten das bot.<\/p>\n<p data-p-id=\"00659c5f911da2a80888c9447a06538b\">\u201eDamit ihr nicht best\u00e4ndig den ganzen Tag darin hin und her lauft&#8221;, neckte ich ihn. \u201eUnd ab und an auch daheim seid, und zwar auf der Seite, auf die ihr geh\u00f6rt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f176c6714e0d1cc643cd642d171b4dd4\">\u201eIhr seid das Morgenkind und das Abendkind. Es erscheint uns eine gute Idee, in der Mitte zusammenzutreffen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4fe67166e899330ad05e7eb772430d92\">Advon z\u00f6gerte, aber nur ganz kurz. Dann st\u00fcrmte er auf Yalomiro zu und umarmte ihn voller Freude. D\u00fdamir\u00e9e machte ihm Platz und umhalste dankbar Elos\u00e1l.<\/p>\n<p data-p-id=\"7073976611044d5d50b8f73c1aea6c12\">\u201eDanke, Meisterin Salghi\u00e1ra&#8221;, wisperte Advon mir zu. \u201eDanke! So viel Dank!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0e0fa731dd58d9deb7cf3feb41ffe2d7\">C\u00fdel\u00fa kniete sich hin, um D\u00fdamir\u00e9e noch einmal an sich zu dr\u00fccken. \u201eKomm uns bald besuchen, Kleines&#8221;, h\u00f6rte ich ihn fl\u00fcstern. \u201eUnd pass auf dich auf.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bd0fc3cc6c86ec2eea132b4f8c2754e5\">\u201eIhr seid ein <em>guter<\/em> Mensch, Meister C\u00fdel\u00fa&#8221;, sagte sie zutraulich.<\/p>\n<p data-p-id=\"a976793411665415f54ceaa4ab44375d\">Einen Moment lang schwiegen wir alle. Dann trat D\u00fdamir\u00e9e auf Advon zu. Sie schaute ihn an, z\u00f6gerte einen Moment. Dann legte sie ihm ihr Kuscheltier in die H\u00e4nde.<\/p>\n<p data-p-id=\"c0f96c33d569f815b6ad3b924c0f80b2\">Ich hatte erwartet, dass Advon sich genieren w\u00fcrde, denn er war eigentlich schon zu alt f\u00fcr ein solches Spielzeug, noch daf\u00fcr f\u00fcr ein so abgewetztes. Aber er schien sich dar\u00fcber zu freuen, dr\u00fcckte es an sein Herz. Dann holte er ein kleines, in ein Tuch eingeschlagenes Geschenk f\u00fcr D\u00fdamir\u00e9e hervor.<\/p>\n<p data-p-id=\"d5d2a4c3207493f19d4f096d31994ecd\">\u201eOh&#8221;, machte D\u00fdamir\u00e9e verlegen. Offenbar sp\u00fcrte sie, was sich darin befand.<\/p>\n<p data-p-id=\"47230466505b75a8fa3e22c96d8c4ccf\">\u201eKeine Sorge, Meister Yalomiro&#8221;, sagte Advon vorsorglich. \u201eEs ist aus magischem Glas. Und, Meisterin Salghi\u00e1ra \u2013 D\u00fdamir\u00e9e <em>ist<\/em> alt genug daf\u00fcr.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"459da4909b5e7cf0425f1f8cd40b87c7\">\u201eUnd was ist es?&#8221;, fragte ich misstrauisch.<\/p>\n<p data-p-id=\"c2a3f63867aa39412c393cfb5f29e251\">\u201eWo hast du das her?&#8221;, wollte Elos\u00e1l, nun auch misstrauisch geworden, wissen.<\/p>\n<p data-p-id=\"6b77fe1701f07c9dceb08acae3c07dec\">\u201eIch habe Papa gebeten, es zu erschaffen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"554b18be237a8b7dc61ec9bb12622566\">D\u00fdamir\u00e9e schlug das Tuch auf. In ihren H\u00e4nden lag ein feiner Dolch, gl\u00e4nzend und fein verziert, wie gemacht f\u00fcr eine M\u00e4dchenhand. Das Glas schimmerte vielfarbig in der Sonne.<\/p>\n<p data-p-id=\"3a2b31b0b5b9ac45616ce8fb1e87f1eb\">Ich schaute auf. C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor l\u00e4chelte so unbeteiligt, wie er es noch fertig brachte.<\/p>\n<p data-p-id=\"ea419065ef1cf81d96b83be8fddab05d\">D\u00fdamir\u00e9e schaute Advon mit begeisterter Dankbarkeit an. Er grinste verlegen und dr\u00fcckte das Kuscheltier an sich. \u201eDanke, Advon! Das ist toll!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"15e158ca62bbde341a788ec2153118d4\">\u201eIch bin mir sicher&#8221;, sagte Yalomiro nachdenklich mit einem r\u00fcgenden Blick in C\u00fdel\u00fa Richtung und seine <em>magiscal<\/em> streifte mich z\u00e4rtlich, \u201edass wir daraus ein sehr gutes Werkzeug machen k\u00f6nnen. Nicht wahr, D\u00fdamir\u00e9e?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6aeed0eb531b8fba8ecd6655b7907f13\"><em>Du willst ihr eine magische <\/em>Waffe<em> erlauben?, <\/em>fragte ich entsetzt.<\/p>\n<p data-p-id=\"b565afc0adf755c9998175caaff5920d\"><em>Vielleicht wird sie eine brauchen. Die Zeiten \u00e4ndern sich. <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"bcd22985db7177371f9778f9f541e4a7\">Ich schauderte. Wirklich einverstanden war ich mit dem Geschenk nicht, und auch Elos\u00e1l sah aus, als w\u00fcrde sie C\u00fdel\u00fa sehr streng darauf ansprechen, sobald wir au\u00dfer H\u00f6rweite waren. Aber dann wurde mir klar, dass wir beide M\u00fctter waren, die nicht wollten, dass Kinder sich an scharfen Dingen verletzten. Und ich begriff, dass es hier nicht um ein unverantwortliches Spielzeug ging. Yalomiros <em>maghiscal<\/em> vermischte sich mit meiner. Trost und W\u00e4rme und Liebe. F\u00fcreinander.<\/p>\n<p data-p-id=\"ee340ee1f67d4b05ecf9c640f4b59c03\"><em>Es ist nicht vorbei.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"97ff10ad7eaea90ea4b00d2efc961b30\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"23445913665cf6125efd693f0dfdcaa8\">Vier Monde nach der gro\u00dfen Flut war in Aur\u00f3p\u00e9a kaum noch etwas von der Verw\u00fcstung zu sehen. Hier und da waren in der Unterstadt an einzelnen Geb\u00e4uden noch Sch\u00e4den am Putz und am Anstrich zu sehen und mehrere Keller waren immer noch nicht trockengelegt worden. Nachdem einige Tage nach jener furchtbaren Nacht doch noch drei kleinere Geb\u00e4ude durchweicht zusammengebrochen waren, ganz offensichtlich bedingt durch Schlamperei beim Bau, hatte es kurzzeitig einen kleinen Aufruhr gegeben. Warum der alte Brunnen unter dem Palast diese absurde Menge an Wasser ausgespien hatte und wo dieses hergekommen war, das konnte sich niemand erkl\u00e4ren, und nat\u00fcrlich waren viele rasch dabei gewesen, den Regenbogenrittern die Schuld daf\u00fcr zuzuschieben. Der <em>konsej<\/em> hatte daraufhin s\u00e4mtliche <em>forscoray<\/em> und Baumeister, die in Aur\u00f3p\u00e9a aufzufinden waren, an die Untersuchung des R\u00e4tsels gesetzt und mit einer betr\u00e4chtlichen Summe sichergestellt, dass es sich niemand einfach machte und den Vorfall mit Zauberei wegerkl\u00e4rte. Restlos zufriedenstellend waren die Ergebnisse nicht. Die brauchbarste Theorie gr\u00fcndete sich darauf, dass der unterirdische Wasserlauf, der die H\u00f6hle im Garten von \u00daldaise Ti\u00e1ramal\u00e9 mit dem Brunnen verband, sich m\u00f6glicherweise durch ein Erdbeben aufgestaut hatte, daraufhin wie nach einem Dammbruch, zuerst die Felsh\u00f6hle, den Kern des H\u00fcgels gesprengt und dann mit ungeheurer Wucht zum Brunnen gestr\u00f6mt war. Dort hatte es nicht schnell genug durch den nat\u00fcrlichen unterirdischen Kanal abflie\u00dfen k\u00f6nnen und war durch den Brunnen nach oben ausgestr\u00f6mt und von dort den H\u00fcgel hinab. So einfach war das.<\/p>\n<p data-p-id=\"b2b4583024c19af0bea37504bf9f3eb6\">Und der Sandregensturm? Und das unheimliche Licht \u00fcber dem Ciel\u00e1stel?<\/p>\n<p data-p-id=\"64869e082c8b6fde58b7b7a6e48001d7\">Nun, seltsame Wetterph\u00e4nomene kamen vor. So sei es denkbar, dass verirrte Winde eiskalte Regenwolken aus dem \u00e4u\u00dfersten Westen heran getrieben hatten, und die Eiskristalle darin Widerschein von Patagh\u00edus Glanz gespiegelt h\u00e4tten, w\u00e4hrend zugleich ein Sandsturm aus der W\u00fcste herangenaht war.<\/p>\n<p data-p-id=\"ab1fa029e5046b360d57a355ab01ad43\">Und das Lichterspiel, die gewaltige Kuppel, der n\u00e4chtliche Regenbogen, von dem die Bauern in den G\u00e4rten berichteten?<\/p>\n<p data-p-id=\"980544cdf5e7af23053524ffe83d4ea4\">Nun, ging es jemanden etwas an, mit welchen <em>Narreteien<\/em> sich die Buntkerle zu nachtschlafender Zeit und im Unwetter die Zeit vertrieben?<\/p>\n<p data-p-id=\"5bc1b5ab4ae1365bb8245c9f4e1b8cca\">Sah\u00e1al\u00edr und die <em>sinora<\/em> wussten es besser. Aber sie schwiegen dar\u00fcber. Auch die <em>faj\u00eda<\/em> und der Goldene waren der Ansicht gewesen, dass man die Leute nicht mit \u00fcbernat\u00fcrlichen Details verunsichern solle. Es w\u00fcrde von viel wichtigeren Dingen ablenken.<\/p>\n<p data-p-id=\"9ab0c9101bfd076935552af86b9d51c1\">Den M\u00e4chten sei es zu danken, dass es angesichts der Katastrophe nur sehr wenige Opfer zu beklagen gab. Zu denen allerdings z\u00e4hlte wohl der ehrw\u00fcrdige <em>sinor<\/em> \u00daldaise Ti\u00e1ramal\u00e9, den niemand seit jener Nacht mehr gesehen hatte. M\u00f6glicherweise hatte er sich in seinem Garten aufgehalten. Mochte er hinter den Tr\u00e4umen seinen Frieden finden. Gro\u00dfe Klage rief der Verlust des alten Mannes nicht hervor. Im Gegenteil. Zun\u00e4chst gut verborgen im Rahmen der Aufr\u00e4umarbeiten, danach aber immer offensichtlicher, stieg die Rate von Raub und Diebstahl wieder an, und die Marktzellen f\u00fcllten sich. Da aber niemand mehr da war, der das Gesetz durchsetzte und sogar die Richtst\u00e4tte in der W\u00fcste von dem Sturm verw\u00fcstet und versch\u00fcttet worden war, behalf man sich zun\u00e4chst damit, die \u00dcbelt\u00e4ter einfach aus der Stadt zu jagen. Wie man h\u00f6rte, fassten einige der Verbannten den Entschluss, in den Norden, nach Rodekliv oder Ferocriv\u00e9 zu ziehen. Dort k\u00f6nne ein Verbannter leicht sein Gl\u00fcck machen, fl\u00fcsterte man im n\u00e4chtlichen Trubel und auf den dunklen Gassen einander zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"e7a51d977e6eff1107295a0baa336bc7\">Die <em>sinora<\/em> und Sah\u00e1al\u00edr hatte es wenig \u00dcberzeugung gekostet, den \u00fcbrigen Stadt\u00e4ltesten schmackhaft zu machen, die Lasten und l\u00e4stigen Pflichten des Amtes abzulegen. So blieb mehr Zeit f\u00fcr die sch\u00f6nen Dinge, wie Mode und feine Kleider, oder die Erinnerungen, wie die glorreichen Schlachten und Turniere. Und so verlor der <em>konsej<\/em> von A\u00farop\u00e9a endg\u00fcltig seine Bedeutung.<\/p>\n<p data-p-id=\"3a587b0cbf7cb3a098bbe98017520454\">Den mutigen jungen <em>maedlor<\/em> und den Kommandanten der Stadtwache, der sich so umsichtig und klug handelnd gezeigt hatte, hatten die beiden angewiesen, das Recht, die Verwaltung und die Ordnung in neue Bahnen zu lenken und zu organisieren. Die besten und f\u00e4higsten f\u00fcr die wichtigen Posten unter den <em>maedloray<\/em> und Schutzkr\u00e4ften sollten fortan durch Ratschl\u00fcsse und Beratungen bestimmt und auserkoren werden, von der Gemeinschaft und nach Tugend und Verstand. Bis sich dies zu einer stabilen Ordnung fand, wollte Sah\u00e1al\u00edr ein Auge darauf halten. Einfach w\u00fcrde das nicht, denn kaum hatten sie diese Idee (die der Goldene f\u00fcr vern\u00fcnftig befunden und best\u00e4rkt hatte) den <em>maedloray<\/em> dargelegt, begann in der Stadt ein fieberhaftes Diskutieren und Debattieren, es wurden Versprechen gemacht und eine Menge gelogen und intrigiert. Trotzdem war Sah\u00e1al\u00edr guter Dinge, dass sich alles zur guten Sache wenden w\u00fcrde. Denn schlie\u00dflich waren die <em>arcaval&#8217;ay <\/em>da und &#8230; beobachteten. Mochten die M\u00e4chte verh\u00fcten, dass sie einen Anlass sahen, sich <em>einzumischen<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"ee96b4ffda4993c68015d4a0192f10b9\">Die Villa der <em>sinora<\/em> hatte in jener Nacht nur geringen Schaden genommen. L\u00e4ngst waren Garten und Erdgeschoss aufger\u00e4umt, und das Leben nahm seinen gewohnten Gang. Das Hausgesinde war in der K\u00fcche besch\u00e4ftigt oder auf Boteng\u00e4ngen, denn f\u00fcr den Abend hatte die <em>sinora<\/em> Sah\u00e1al\u00edr zu einem Mahl und einer Partie des edlen Brettspiels eingeladen. Es war ein angenehm k\u00fchler Tag, obwohl der Himmel in reinstem Blau strahlte und Patagh\u00edus Glanz sich gerade erst dem Horizont im Norden zuzuneigen begann. Die <em>sinora<\/em> schaute zufrieden aus dem Fenster ihres Schlafgemachs und erfreute sich an dem Duft der Blumen im Garten. Im Baum vor dem Haus hatte eine Prachtvogelhenne ein Nest gebaut und k\u00fcmmerte sich um die frisch geschl\u00fcpften K\u00fcken. Deren raues Geschrei \u00fcbert\u00f6nte das Vogelgezwitscher in den \u00fcbrigen B\u00e4umen. Aber die Kleinen waren so possierlich anzuschauen, dass die Dame dar\u00fcber hinwegsah. Schlie\u00dflich wandte sie sich dem Spiegel zu und probierte die sch\u00f6ne neue Per\u00fccke aus, die der <em>sinor<\/em> ihr geschenkt hatte, kaum dass der Haark\u00fcnstler in der Oberstadt seinen Laden wieder ge\u00f6ffnet hatte. Sein G\u00fcrteltuch trug sie trotzdem immer noch, wenn auch als Sch\u00e4rpe.<\/p>\n<p data-p-id=\"16616b068c1b707b62a8fb1424b4f222\">Der Gong auf der Mauer ert\u00f6nte zur Nachmittagsstunde, und fast zugleich schlug unten an der T\u00fcr jemand die Glocke und begehrte Einlass. Die <em>sinora<\/em> dachte sich zun\u00e4chst nichts dabei, denn Sah\u00e1al\u00edr und sein Gefolge konnten es noch nicht sein, daf\u00fcr war es zu fr\u00fch. Wahrscheinlich ein Lieferant oder Bote.<\/p>\n<p data-p-id=\"f0e0a5f5270bb64651dac39dd282e269\">Als die Glocke ein zweites und drittes Mal ert\u00f6nte, wurde die Dame aufmerksam. Warum machte denn niemand auf?<\/p>\n<p data-p-id=\"a5aa1e90a14442a43c5be88c00d20760\">\u201eSo lass doch jemand ein!&#8221;, rief sie in den Flur hinaus. Aber dort war niemand in H\u00f6rweite.<\/p>\n<p data-p-id=\"339c2b60faa89ff115fde92a1c5013e9\">Sie runzelte die Stirn. Wo waren denn all ihre Zimmerm\u00e4gde hin?<\/p>\n<p data-p-id=\"cea0f5a120fe36ca62b1e77efef0f287\">Es l\u00e4utete zum vierten Mal. Von ihrem Fenster aus konnte die <em>sinora<\/em> nicht sehen, wer an der T\u00fcr wartete. Also legte sie ihr Schminkzeug beiseite und ging hinaus aus ihrem Zimmer.<\/p>\n<p data-p-id=\"e9346e72d8f0996b07354514dc733a29\">\u201eHe!&#8221;, rief sie, als es noch einmal l\u00e4utete. \u201eHe, wo seid ihr denn? H\u00f6rt ihr nicht, dass jemand Einlass begehrt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2095e256c43eb6ec2cf20e3c17145648\">Aus der K\u00fcche drang das gesch\u00e4ftige Klappern und Klirren mit T\u00f6pfen und Geschirr. Es duftete bereits k\u00f6stlich. Aber im Haus schien sich niemand aufzuhalten. Das war seltsam.<\/p>\n<p data-p-id=\"5677aa9a4a707cc77749241caaa6e783\">Der Besucher hatte Geduld. Er bet\u00e4tigte die Glocke noch einmal.<\/p>\n<p data-p-id=\"b590916b9e7349f4a361af67073c2af1\">Die <em>sinora<\/em> seufzte \u00e4rgerlich auf und qu\u00e4lte sich dann die Treppe hinab. Seit jeder Nacht im Ciel\u00e1stel, seit \u00daldaise Ti\u00e1ramal\u00e9 sie niedergeschlagen hatte, machten ihr die gebrechlichen Knochen noch mehr Kummer, und von der Erk\u00e4ltung, die sie sich nach dem Regen zugezogen hatte, hatte sie sich nie wirklich erholt. Das Atmen fiel ihr schwer. Sie hustete viel.<\/p>\n<p data-p-id=\"2ab13a91a8f1b7d9379f07b36cb812ff\">Aber sie erreichte die T\u00fcr, gerade als der Besucher die Hand erneut an die Glocke legen wollte. Sie \u00f6ffnete ihm, und er schaute ihr freundlich entgegen.<\/p>\n<p data-p-id=\"2a585ac76522e43c749226f1e9c0ac16\">Er war ordentlicher gekleidet, als sie ihn in Erinnerung hatte. Offenbar hatte jemand ihm eine neue Tunika vermacht, in leuchtendem Rot, mit h\u00fcbschen Stickereien. Sein bartloses Gesicht und sein wildes Lockenhaar waren sauber, und sein Blick so einladend, so sanft und freundlich, dass es ihr war, als vers\u00e4nke sie darin wie in weichen, warmen Kissen.<\/p>\n<p data-p-id=\"efefe7d46c44935e87a4744faa040fc3\">Er trug nun ein Schwert.<\/p>\n<p data-p-id=\"1a637899ec5fdc475ca309e64e4a4640\">\u201eGuten Abend&#8221;, sagte er. \u201eErinnert Ihr Euch an mich? Ich schulde Euch noch eine Geschichte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ecf1592b9c40283a3da2c3f42a844018\">Sie schaute ihn an und f\u00fchlte sich ganz sonderbar. Die Schmerzen waren fort. Da war nur noch Erleichterung und Frieden.<\/p>\n<p data-p-id=\"96207f27156a8e92a80bad9907b5f30b\">\u201eKomm herein&#8221;, sagte sie und reichte dem <em>b\u00e1chorkor<\/em> ihre Hand.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2732","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2732","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2732"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2732\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3654,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2732\/revisions\/3654"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2732"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2732"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2732"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}