{"id":2719,"date":"2025-08-25T14:02:02","date_gmt":"2025-08-25T12:02:02","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2719"},"modified":"2025-08-31T22:51:34","modified_gmt":"2025-08-31T20:51:34","slug":"142-advon-und-die-abenteuer-der-anderen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/142-advon-und-die-abenteuer-der-anderen\/","title":{"rendered":"142: Advon und die Abenteuer der anderen"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"3d5a9aaa4967642de9a16fe7d9772b88\"><em>Patagh\u00edu<\/em>, dachte Advon. Er konzentrierte sich angestrengt auf die Stelle, wo Gal\u00e9on einfach im Nichts verschwunden war, etwa so, als habe man Kreide von einer Tafel abgewischt. Der Junge war kurzzeitig verbl\u00fcfft gewesen, denn ein solches Kunstst\u00fcck hatte er weder bei seinem Vater noch der Mutter oder den Sieben jemals beobachtet. Dann war ihm eingefallen, dass es an seinem Willen r\u00fctteln k\u00f6nnte, wenn er sich von solchen Kleinigkeiten allzu sehr ablenken lie\u00df. Er kniete nieder, sp\u00fcrte schon nach wenigen Augenblicken den eiskalten, harten Sand, der diese Haltung sehr unangenehm machte, und dachte an all die Dinge, die er \u00fcber Patagh\u00edu wusste und gelernt hatte. Patagh\u00edu hatte die <em>faj\u00eda\u00e9<\/em> ins Weltenspiel gesandt und machte die Welt am hellen Tag bunt und w\u00e4rmte sie, damit die Pflanzen wuchsen das Eis nicht das ganze Weltenspiel \u00fcberziehen k\u00f6nnen. Patagh\u00edu war g\u00fctig und gro\u00dfz\u00fcgig und Advon war davon \u00fcberzeugt, dass er seine Bitte anh\u00f6ren w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-p-id=\"00bf19cc36f623a17a966a46126ffb07\"><em>Patagh\u00edu, so oft habe ich dich gebeten, mir Magie zu geben, damit ich sein kann wie meine Mama, wie mein Papa. Damit ich einmal mit den Sieben reiten kann und mithelfen kann, das Weltenspiel zu besch\u00fctzen. Jetzt hast du mir so viel Magie gegeben, dass ich Gal\u00e9on ganz bestimmt davon etwas abgeben kann. Bitte, lass ihn D\u00fdamir\u00e9e finden. Und D\u00fdamir\u00e9es Vater. <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"689cb30ae6259479cd3abbb7360aa7ff\">Ob Gal\u00e9on wirklich wusste, was er tat? Immerhin hatte er es fertiggebracht, aus dem Chaos zu verschwinden, um nach dem M\u00e4dchen zu suchen.<\/p>\n<p data-p-id=\"9c49783b6e5d6b8af47825b5d2aaf82c\">Wenn Gal\u00e9on dem Licht diente, \u00fcberlegte der Junge, ob er auch <em>seine<\/em> Schutzmacht um Hilfe bat? Ob das Licht gn\u00e4dig war und verirrte Menschen zur\u00fcck ins Weltenspiel gehen lie\u00df, statt sie hinter die Tr\u00e4ume zu rufen?<\/p>\n<p data-p-id=\"b53450415cfbff67705b09d9978fe1fd\">Wenn dies hier \u00fcberstanden war, nahm er sich vor, dann musste er seine Mutter nach den Lichtw\u00e4chtern fragen. Und zugleich, auch das dr\u00e4ngte sich ihm, auf, war es vielleicht gut, dass er so wenig dar\u00fcber gewusst hatte, als sie Gal\u00e9on begegnet waren. Schlie\u00dflich gab es wohl einen Grund, dass Erwachsene Kindern gewisse Dinge nicht erkl\u00e4rten. Ob D\u00fdamir\u00e9e sich wohl gef\u00fcrchtet h\u00e4tte?<\/p>\n<p data-p-id=\"c993d2099c9f3272eb84f1b87e3c5c9d\">Advon konzentrierte sich auf seinen Willen, darauf, Gal\u00e9on damit zu st\u00e4rken, wo auch immer der <em>b\u00e1chorkor<\/em> gerade sein mochte. Er kam sich dabei etwas fehl am Platz vor. H\u00e4tte er nicht selbst etwas tun m\u00fcssen?<\/p>\n<p data-p-id=\"a6b27bfce7eb34506ca4ee2eb441601c\">Der Gedanke machte ihn unruhig. Wo immer Gal\u00e9on sich gerade nun befand, er war auf sich allein gestellt. Der Junge hatte eine vage Vorstellung davon, dass die Magie, die das Licht seinen Dienern gew\u00e4hrte, einsam machte und viel schwerer zu verstehen war als Farben und W\u00e4rme und Sonnenfeuer. Irgendwie war das sehr traurig.<\/p>\n<p data-p-id=\"d238f11faf2bf02589396ade2eada77f\"><em>Sicher ist es so richtig<\/em>, redete er sich ein. <em>Vielleicht kann Gal\u00e9on nicht zur\u00fcck hierher, wenn ich nicht an der Stelle bleibe. Ich muss ihm die T\u00fcr aufhalten.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"3eee27a72d1da374d5a791c9f34d204c\">Er wandte sich den Unkundigen zu. Das Licht blendete sie offensichtlich immer noch, sodass niemand etwas sehen konnte. Es schien sich auch niemand daran zu erinnern, dass er und der <em>b\u00e1chorkor<\/em> in der N\u00e4he sein mussten. Aber die erste Euphorie, die Erleichterung dar\u00fcber, die Kinder wieder in Armen halten zu k\u00f6nnen, die hatten sie nun gez\u00fcgelt. Die Unkundigen besannen sich nach und nach wieder darauf, dass sie mitnichten in Sicherheit, sondern nach wie vor an einem Ort waren, an den sie nicht geh\u00f6rten. Dass ihnen zus\u00e4tzlich die Orientierung genommen war, beunruhigte sie umso mehr. Aber die erwachsenen M\u00e4nner (vielleicht abgesehen von dem <em>teirand<\/em>, der zwar m\u00f6glicherweise ein g\u00fctiger Herrscher, aber wohl kein gro\u00dfm\u00e4chtiger Held war) waren unkundige Ritter, K\u00e4mpfer, Krieger. Sie waren es <em>gewohnt<\/em>, Gefahren zu trotzen und Abenteuer zu bestehen. Diese Nervenst\u00e4rke und Disziplin merkte man ihnen an und sie schien sich auch auf die S\u00f6hne zu \u00fcbertragen. Advon be\u00e4ugte die vier Jungen verstohlen. Der Knabe mit der Brille, der wohl zu dem alten Ritter geh\u00f6rte, passte nicht so ganz zu den anderen, aber auch er wirkte weniger ver\u00e4ngstigt, als es der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Situation angemessen war. Advon rief sich ins Ged\u00e4chtnis, dass diese Menschen keinerlei Vorstellung von Magie und Chaosgeistern hatten. Das waren <em>Unkundige<\/em>, deren allt\u00e4gliches Leben ganz anders aussehen mochte als seines, und die auf die M\u00e4chte vertrauten, um sich darin zurechtzufinden.<\/p>\n<p data-p-id=\"864bcc1a6e8aad76b49f5d8ba31fb654\">Der Junge machte sich bewusst, dass jeder dieser unkundigen Knaben bereits in den Fu\u00dfstapfen der tapferen V\u00e4ter stand. Sie hatten l\u00e4ngst begonnen, echte Ritter zu werden. Er hingegen, der Sohn des Goldenen &#8230; nun, er konnte auf einem Einhorn reiten. Aber das, so nahm sich Advon vor, sollte nicht das Einzige bleiben, das er diesen unkundigen Jungen voraushatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"6967bd8cae28599483c0f8ce95d2b110\"><em>Patagh\u00edu, <\/em>dachte er zaghaft.<em> Zu denen will ich einmal geh\u00f6ren! Ich m\u00f6chte einer von denen sein. Nein. Ich <\/em>will<em> einer von denen werden!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"23bda924d822ca465681bfd2d512ef16\">Aber &#8230; ob es den M\u00e4chten gef\u00e4llig war, wenn er sich mit unkundigen Kindern anfreundete? Ob D\u00fdamir\u00e9e sich so nach Freundinnen sehnte, wie er, dem angesichts der unkundigen Ritters\u00f6hne bewusst wurde, wie <em>allein<\/em> er all die Zeit gewesen war? Ob sie sich vielleicht lieber mit dem blonden M\u00e4dchen, dessen Anblick Gal\u00e9on so verst\u00f6rt hatte, abgeben w\u00fcrde, anstatt Zeit mit ihm zu verbringen? Oder mit dem j\u00fcngeren Kind, das so liebevoll den Schnauzbart umarmte?<\/p>\n<p data-p-id=\"c44286cc840f0acc905d9a2e8a9a9a18\">Advon erhob sich und fasste sich ein Herz. Vorsichtig, um niemanden zu erschrecken, ging er auf die Kinder zu, um sie aus der N\u00e4he zu betrachten. Er wollte niemanden ansprechen. Er wollte sie nur ganz aus der N\u00e4he betrachten, Kinder und ihre Eltern, ganz ohne Magie. Das war so sch\u00f6n anzusehen! Die Z\u00e4rtlichkeit, die Liebe der Erwachsenen h\u00fcllte die fremden Kinder sch\u00fctzend ein. Die <em>teirandanja<\/em> hatte ihre Eltern umhalst. Es war nichts Herrschaftliches an den dreien, nur Innigkeit. Der schnauzb\u00e4rtige Ritter hatte das kleine M\u00e4dchen auf dem Scho\u00df. Niedlich war sie, mit ihren gro\u00dfen Augen und den langen dunklen Locken. Sie hob den Kopf und wandte sich in seine Richtung, als k\u00f6nne sie ihn wahrnehmen, schaute aber an ihm vorbei.<\/p>\n<p data-p-id=\"8409c9c91990f97cbe8363e2e48a6ed3\">\u201eOpa&#8221;, sagte sie dann ernst, \u201eda ist die Musik wieder!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4be34e44daedf4aef5684da436546657\">\u201eMusik?&#8221;, fragte der \u00e4ltere Ritter. \u201eWelche Musik?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f9b5d2e0cadcfa25f1a18a03e8f77847\">\u201eDie Musik, der wir gefolgt sind, bis es so pl\u00f6tzlich hell wurde und wir hier bei euch ankamen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5202d93560fe1560dd66facbf2acb9d2\">\u201eIch h\u00f6re nichts.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4b4855a218e4e4cc07ade0822a64eb5d\">\u201eEs scheint&#8221;, mischte sich der alte Ritter ein, \u201edass nur die <em>yarlaranda<\/em> diese Phantommusik h\u00f6ren kann. Sie fing vorhin schon einmal damit an, Herr Daap.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ec63c25f91fac933b43e3e3b071cd1b0\">\u201eWas ist das f\u00fcr eine Musik, T\u00edjnje?&#8221;, fragte die <em>teiranda<\/em> aufmerksam. \u201eWas h\u00f6rst du an diesem furchtbaren Ort?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"43f1f17ba3e1b4e098ca714801fa3432\">\u201eIch wei\u00df nicht. Ich glaube, es ist jemand, der auf einer Geige spielt.&#8221; Die Kleine l\u00e4chelte. \u201eOh, das ist so sch\u00f6n! So fr\u00f6hlich!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"02218590c462901724bfd3885677c31f\">Advon horchte. Wenn ein unkundiges Kind hier etwas h\u00f6ren konnte, dann musste er doch <em>erst recht<\/em> etwas wahrnehmen. Und tats\u00e4chlich. Es war so leise, dass das Ger\u00e4usch seines eigenen Atems es \u00fcbert\u00f6nte. Aber tats\u00e4chlich. Da klang Musik, die hier nicht sein sollte. In Fetzen und verzerrt, so leise &#8230;<\/p>\n<p data-p-id=\"b6fab32409477fff4bcca61e7276ce53\">\u201eEine Geige?&#8221;, fragte der Unger\u00fcstete mit der blauen Tunika beunruhigt.<\/p>\n<p data-p-id=\"825748800a5aa2fdc252fd04678f031e\">\u201eWas ist, Althopian?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"53d2a843f24312c2667c0da881556982\">\u201eWenn es stimmt, dass Meister Yalomiro in der N\u00e4he ist &#8230; Nun, ich habe ihn einmal auf seiner Geige spielen h\u00f6ren. Ich sah ihn mit Musik zaubern.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"edaa5e19bfb61d748f0de9cc5a7b408c\">\u201eWo war das?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0315c1c922fc8602565d5d58e28d8d47\">\u201eAm Hof von Benjus von Valvivant.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a4083410a005008aa0582716adfd2061\">\u201eDas fehlt uns noch&#8221;, murmelte der mit der Narbe. Advon schaute verwirrt von einem zum anderen.<\/p>\n<p data-p-id=\"54efb27e92f2cbcda889075d41ed27b2\">\u201eOh ja&#8221;, kam es stattdessen aufgeregt von dem kleinen M\u00e4dchen. \u201eMeister Yalomiro soll herkommen! Vielleicht macht er das helle Licht weg!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c5f569908c0cfd584a7cadcb2604da78\">\u201eDas m\u00f6gen die M\u00e4chte verh\u00fcten!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"564532495a4ebaed5af8155c7fabb447\">\u201eMeister Yalomiro ist nett&#8221;, z\u00fcrnte das kleine M\u00e4dchen in Richtung des unwirschen Ritters, mit einer Nachdr\u00fccklichkeit, die den Mann zusammenzucken lie\u00df. \u201eWir sind ihm in der Bibliothek begegnet, und er gab mir ein feines Lichtlein zum Spielen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d0381f063f07073fffbd6fa104963622\">\u201eAber das hier ist kein Spiel!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e5c1fc2ef1e847c031a8c0f400937ee9\">\u201eBitte, Herr Andri\u00e9r!&#8221; Das war die <em>teirandanja<\/em>. \u201eBitte! Lasst ihn uns suchen. Lasst T\u00edjnje uns zu ihm f\u00fchren! Meister Yalomiro bringt uns hier heraus! Ganz bestimmt!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7a86cdec3a5edfc0f5c8d4fbf767f3e8\">\u201eMajest\u00e4t! Herr! Sagt Ihr doch etwas dazu! Der Kerl hat uns doch letztlich hierher gebracht!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"227cda884b3dd692736bc043947ba5f7\">\u201eNein, Vater&#8221;, sagte der Junge, der zu dem Narbengesichtigen zu geh\u00f6ren schien. Er war deutlich \u00e4lter als Advon und sicher schon ein guter K\u00e4mpfer. \u201eEs &#8230; es war <em>unsere<\/em> Schuld.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d26c3b5550f0c174301830948e438b55\">\u201eWie bitte?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"58dd60f2db252f5843e57499a1141df5\">\u201eJ\u00e1ndris!&#8221;, kam es von dem \u00e4ltesten Jungen. \u201eWir sollten doch- &#8220;<\/p>\n<p data-p-id=\"76bc8c1d5546a4ec3633dbdf845caf74\">\u201eWir waren es. Wir haben Merrit Althopian in den Turm gesperrt. Weil &#8230; weil wir es ihm heimzahlen wollten. Wegen des albernen Waffengangs mit dem Besenstiel. Nicht wahr, L\u00e1as?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"32398c8a4513c9616f03242996a2451d\">\u201eWir &#8230; aber &#8230; Ja. Ja, so war es. Vater, ich sch\u00e4me mich daf\u00fcr. Wir haben uns kindisch und unritterlich benommen. Wir waren in unserem Stolz verletzt und dachten, Merrit Althopian w\u00fcrde schon Furcht bekommen, wenn er die Nacht im Turm verbringt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"187ae5817405745c3ae02e547d41f15e\">\u201eUnd da ist euch nichts Besseres eingefallen als ein Raum, den zu betreten euch ausdr\u00fccklich verboten war?&#8221;, rief der <em>teirand<\/em> aus.<\/p>\n<p data-p-id=\"179041dd4d1852871dadc3c96e516a59\">\u201eWoanders w\u00e4re er uns doch ausgekommen&#8221;, sagte der Sohn dessen mit der Narbe, mit einer Harmlosigkeit, die Advon keck und beeindruckend fand.<\/p>\n<p data-p-id=\"ead047ae4bc782f5dd168a7a40be6b70\">\u201eIhr habt &#8230; J\u00e1ndris! L\u00e1as!&#8221; Der Schnauzbart schwankte wohl zwischen Emp\u00f6rung und Verwirrung. Aber bevor er etwas sagen konnte, ergriff der blonde Junge mit den seltsamen, unwirklich blauen Augen das Wort. \u201eIch habe diese Lektion verdient, Vater. Ich h\u00e4tte mich nicht mit den beiden anlegen d\u00fcrfen. Ich habe mich \u00fcberlisten und aus eigenem Leichtsinn in eine Falle locken lassen. Damit bin ich quitt mit den <em>yarlandoray<\/em>. Ich bin sicher, dass sie nicht gewusst haben, dass der Turm &#8230; hierher f\u00fchrt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fdf4ec81cfdfb407b2903fc26840bdaf\">Advon verstand kein Wort von dem, was hier geredet wurde. Aber zwischen den drei Jungen spielte sich etwas ab, das ihn faszinierte. Zwischen ihnen und der <em>teirandanja<\/em>, die verlegen und erleichtert zugleich zu sein schien. Was hatte das M\u00e4dchen zu verbergen?<\/p>\n<p data-p-id=\"710db016e4b6babc6992befa5e273f1a\">Der Junge mit der Brille und das kleine M\u00e4dchen schwiegen. Offenbar hatten auch sie eine Rolle in dem gespielt, was all die Unkundigen hergebracht hatte. Dass sie nichts sagten, war von derselben Art wie die Rede der Ritters\u00f6hne. Da war etwas zwischen ihnen allen, das sie verband.<\/p>\n<p data-p-id=\"ce07f337d672b0c95f7df348a07c61df\"><em>Ein Abenteuer<\/em>, dachte Advon begeistert. <em>Wie in den Geschichten von Papa. Die Kinder haben zusammen ein Abenteuer erlebt und einen Geheimgang gefunden, der hier hingef\u00fchrt hat!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"08bc3737722bef1588be73d01ec0e148\">\u201eEs war alles eine ungl\u00fcckliche F\u00fcgung&#8221;, sagte die <em>teiranda<\/em>. \u201eUnd die Schuld, edle Herren, liegt wohl nur bei uns, bei mir und meinem <em>h\u00fdardor<\/em>. Wir waren unachtsam, entgegen der Warnung des Meisters. Und nun lasst uns T\u00edjnje folgen. Wir wollen Meister Yalomiro finden und hoffen, dass er den Weg zur\u00fcck ins Weltenspiel wei\u00df. Wir &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0a9b4b5259cda8215367a56ed6c41d3b\">\u201eMajest\u00e4t&#8221;, sagte der alte Mann. \u201eStill! Horcht!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"30e62788b08409f0c3f9c9ad082d5fbf\">Offenbar hatte sein Wort Gewicht. Alle verstummten und es wurde still im Chaos.<\/p>\n<p data-p-id=\"3f34182baabc84f5297cdab533eaab91\">Es kratzte. Es schabte. Es knurrte. Alle h\u00f6rten es.<\/p>\n<p data-p-id=\"0e4264da8eabb6412b123a05d74526ed\">\u201eDie Chaosgeister &#8230;&#8221;, wisperte der Junge mit der Brille. Der Blonde zog unter seinem G\u00fcrtel einen ramponierten Streitflegel hervor. Jeder Mann, der eine Waffe trug, z\u00fcckte diese. Nur der Mann mit der blauen Tunika hatte nichts zur Hand. Mit seiner Axt war Gal\u00e9on im Nichts verschwunden. Nun, er sah aus, als w\u00fcrde er seinen blo\u00dfen H\u00e4nden vertrauen, wenn es nicht anders ging.<\/p>\n<p data-p-id=\"a9f31ff6e734801449209deab2d03529\">Farbenspiel schnaubte und kam auf Advon zu. Das Einhorn bleckte die Z\u00e4hne und seine Fl\u00fcgel zitterten. Es war bereit.<\/p>\n<p data-p-id=\"826a572f58fc6fc8403608272063abce\">Nur Advon, der hielt einen Lichtw\u00e4chter an einem Faden aus schierem Willen fest wie an einer Treidelleine und wusste nicht, wie lange das noch gl\u00fccken mochte.<\/p>\n<p data-p-id=\"64b9d2e88f4f1e735862dd43c08b01a5\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"b5c511252c17d8056fa9e04f6e40c9e2\">Auf einem gefl\u00fcgelten Pferd zu reiten war etwas, das in meiner Welt allenfalls Akteure in alten Mythen oder M\u00e4rchen bewerkstelligt hatten, bevor der Kitsch zupackte und zumindest f\u00fcr meinen Geschmack alles verdarb und infantilisierte. Genau in der Weise, in der es mir die Einh\u00f6rner verdorben hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"38fe984a0372592c66b1ebf26ec83298\">Nun hatte ich beides in einem, ein gefl\u00fcgeltes Tier, ein Einhorn, und ich bangte um mein Leben. Oder eher, um meine Unversehrtheit, denn mir war bewusst, dass ich einen Sturz aus schwindelnder H\u00f6he \u00fcberleben, mir aber wahrscheinlich s\u00e4mtliche Knochen brechen w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-p-id=\"c1a5ba8df8516892ca46024a8529a0ac\">Dass ich gut achtgeben musste, Elos\u00e1l nicht zu ber\u00fchren, machte die Sache nicht einfacher. Sie hatte das Problem sehr pragmatisch gel\u00f6st, indem sie den vollkommen verwirrten Pferdeknecht angewiesen hatte, aus stabilen Lederriemen eine Art Haltegriff seitlich am hinteren Teil des Sattels zu improvisieren, sodass ich hinter dem Sattel sitzen und mich daran statt an ihr festhalten konnte. Das war sicher nicht besonders bequem f\u00fcr Sonnenstrahl und hatte zur Folge, dass mir der Schwingenschlag der Stute B\u00f6en ins Gesicht blies, an meinen Haaren zerrte und das Atmen erheblich erschwerte.<\/p>\n<p data-p-id=\"7e70c130c5d2946dcce13fda3a224836\">Ich tat das, was ich in solchen Situationen immer tat. Ich hinterfragte es nicht, versuchte, mir einzureden, dass ich tr\u00e4umte und diejenigen, die mir in eine solche Situation gebracht hatten, wohl wissen w\u00fcrden, was sie taten.<\/p>\n<p data-p-id=\"070aef0f99d2dbb822956f55ecaa6cbf\">Abgesehen davon, dass Elos\u00e1l mich solcherart mit sich schleppte wie ein hastig zusammengerafftes Gep\u00e4ckst\u00fcck, war es sehr beeindruckend, ein Einhorn in Aktion zu erleben. Sonnenstrahl, obwohl zierlicher als die wuchtigen Einh\u00f6rner der Regenbogenritter, war immer noch weit gr\u00f6\u00dfer als das Pferd, das Mor\u00e9aval mit in den Wald Boscarg\u00e9n gebracht hatte . Die Bewegung ihres K\u00f6rpers war eine seltsame Mischung aus geradlinigem Segelflug, den sie alle paar Spr\u00fcnge mit ihren riesigen Schwingen neu anschob, und den rhythmischen Bewegungen eines Pferdes, das auf einem federnden weichen Untergrund galoppierte. Nach dem, was ich aus den wirbelnden Bewegungen der Regenbogenritter in dem Schwarm ableiten konnte, den ich aus der Ferne gesehen hatte, musste jeder Einzelne von ihnen als Reiter die Fertigkeiten eines Kunstfliegers oder Kampfpiloten haben. Sonnenstrahl rannte einfach nur geradeaus, und ich konnte nur erahnen, wie hoch oben wir \u00fcber dem Erdboden waren.<\/p>\n<p data-p-id=\"1b3e647956cca065c67ae73e36e5f27b\">Es war berauschend und furchteinfl\u00f6\u00dfend zugleich. Als ich mir die buntkitschigen Zeichentrickfiguren in ihren Zuckerwattewelten vorstellte, musste ich leise und ziemlich bl\u00f6de kichern.<\/p>\n<p data-p-id=\"995f266acd6c8f480739f0bb94da9022\">\u201eWas am\u00fcsiert Euch?&#8221;, wollte Elos\u00e1l wissen. Ihre Stimme klang verwirrt und war bemerkenswert deutlich zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p data-p-id=\"9609fc46f29a6a78191d4f9066ca4c62\">\u201eNichts. Das &#8230; ist jetzt nicht so leicht zu erkl\u00e4ren.&#8221; Ich rief mich zur Ordnung. \u201eWohin reiten wir?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"aec6b659855461069bd8580d0f55d055\">Ich hatte erwartet, dass Elos\u00e1l sich ihrem Heer aus bunten Einhornreitern anschlie\u00dfen wollte, aber das hatten wir hinter uns gelassen. Die <em>faj\u00eda<\/em> lenkte Sonnenstrahl in Richtung W\u00fcste. Der Ciel\u00e1stel lag zwischenzeitlich weit hinter uns. Das Portal war, nun nicht mehr ein schwarzer leerer Schlund. Eine leuchtende Scheibe hing \u00fcber dem h\u00f6chsten Turm, wie ein zweidimensionaler, riesengro\u00dfer Mond, und leuchtete unheilvoll.<\/p>\n<p data-p-id=\"0fc18dd07662cc5d341d011f3a2f1b8e\">\u201eSie wollen in die W\u00fcste, an den Ort, wo die Wesen hervorgekommen sind. Sie werden versuchen, die Chaosgeister durch dasselbe Loch wieder ins Chaos zu treiben, aus dem sie gekommen sind.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f46442ff1178792dee9b0fb20a23d328\">\u201eIhr meint, da ist sowas wie ein Eingang? Ein Tunnel?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c9d2dd081ad398eb243662ef559cd437\">\u201eEher so etwas wie ein Windninchenloch.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"efd1ea361b4daed4f482e915049f6687\">\u201eUnd Ihr wisst, wo das ist?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"08488239ddb8d2e0c2449a70c166d321\">\u201eJa.&#8221; Sie schwieg einen Moment und setzte hinzu: \u201eUnd ich kann nicht begreifen, wieso all das unter unseren Augen geschehen konnte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1852f0b9c2ea7a58de09cbaa44e62c50\">Ich schwieg, da es ohnehin anstrengend war, gegen den Schwingenschlag anzuschreien. Elos\u00e1l nahm es als Aufforderung, weiter zu reden.<\/p>\n<p data-p-id=\"9ebc0878c8d2ee9a12129880bbcc0562\">\u201eNach den Chaoskriegen&#8221;, begann sie, \u201ehaben wir den Unkundigen ein Versprechen gegeben. Damals erschien uns das angebracht und fair, denn niemand konnte damit rechnen, dass es sich wiederholen w\u00fcrde. Wir haben dem <em>konsej<\/em> und den Bewohnern von Aur\u00f3p\u00e9a gelobt, dass niemals einer von uns ihre Stadt betritt und wir uns nicht mit Magie in ihre Gesch\u00e4fte einmischen. Es sei denn, wir werden offiziell und ausdr\u00fccklich darum gebeten. Wir tun nichts ohne den ausdr\u00fccklichen Wunsch der Unkundigen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2ea9da87c39254692cdd5ee68171b49a\">\u201eDas ist bei den Schattens\u00e4ngern ganz \u00e4hnlich&#8221;, erkl\u00e4rte ich.<\/p>\n<p data-p-id=\"2b4a720c89f0fa7ea7176e73bc64d7a8\">\u201eUnd? H\u00e4lt sich Euer <em>h\u00fdardor<\/em> daran?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c4638dc889a20c3e4f6598f551f25a4f\">\u201eIch wei\u00df nicht. Z\u00e4hlt es, wenn er den Feldern und G\u00e4rten der Unkundigen ringsum heimlich etwas Kraft gibt, wenn sie kr\u00e4nkeln oder k\u00fcmmern?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"71a7c9ab75b10accd59fc0646c41908d\">\u201eAlso mogelt er. Er gef\u00e4llt mir zunehmend gut, Euer <em>h\u00fdardor<\/em>. Hoffen wir, dass wir alle dies hier gut \u00fcberstehen. Jedenfalls \u2013 <em>arcaval&#8217;ay<\/em> und <em>faj\u00eda\u00e9<\/em> schummeln nicht. Die Unkundigen wollen und brauchen uns nicht. Nicht mehr. Zu viel ist durch Magie verheert worden. Nur eine Sache, die obliegt uns weiterhin. Eine, um die uns kein Unkundiger gebeten, sondern f\u00fcr die Patagh\u00edu uns ins Weltenspiel gesetzt hat. Wir verteidigen die Grenze vom Rand von Soldes\u00e9r zum Chaos hin, damit die Chaosgeister dort bleiben, wo sie hingeh\u00f6ren. In der Spielzeugtruhe des Widerwesens.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"33f7fdf4c11aca31ed4d4b7c1dfe4655\">\u201eUnd das hat all die Zeit funktioniert?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"02130465d73609f01b78cfcfbacb85dd\">\u201eChaosgeister sind nicht besonders intelligent, Meisterin Salghi\u00e1ra, und Soldes\u00e9r ist riesig. W\u00fcrden sie an dieser Grenze ausbrechen, l\u00e4ge lange, lange Zeit nichts vor ihnen als Sand um Sand um Sand. Nichts, was sie verw\u00fcsten k\u00f6nnten. Verirrt sich alle paar Dutzend Sommer ein einzelner, scheuchen wir ihn zur\u00fcck. Um Chaosgeister aus dem Chaos herauszuholen, m\u00fcsste man sie lenken und treiben. Oder eben anlocken. Genau das ist geschehen. Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar hat ihnen K\u00f6der geboten, und sie haben sich wohl durch das Chaos gebuddelt wie die Tunnelratten in einen Kornspeicher. Nun sind sie dort drau\u00dfen, wahrscheinlich nur eine kleine Vorhut, die von dem geheimen Futterplatz wusste. Das Chaos ist dabei instabil geworden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5462174d962de6ba7175260047fed221\">Ich war gar nicht so sicher, ob ich es so genau wissen wollte. Trotzdem fragte ich: \u201eFutterplatz?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b346cdd01a30b3a67877e191dc32cea8\">\u201eOffenbar hat Ovid\u00e1ol sie \u00fcber l\u00e4ngere Zeit mit Ungl\u00fccklichen angelockt, die in Aur\u00f3p\u00e9a ihr Leben verwirkt haben.&#8221; Sie lachte bitter auf. \u201eDaran herrschte nie ein Mangel. Aber irgendwann haben die Unkundigen begonnen, die Urteile in der W\u00fcste zu vollstrecken. An einem Ort, den Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar dazu vorbereitet hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c6125c56ba51b8264f5c1f9a9078eb25\">\u201eAber wie denn? Ich denke, er hat seine Magie eingeb\u00fc\u00dft?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ba1448509d6b995aac9f47260b6f7f52\">\u201eSicher hat er den Ort schon w\u00e4hrend der Chaoskriege vorbereitet und neu belebt, sobald er die Gelegenheit hatte, in den <em>konsej<\/em> aufzusteigen und dort die entsprechende Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Gerichtsbarkeit zu erhalten. Und damit den Zugang zu geeigneten K\u00f6dern.&#8221; Sie schaute sich zu mir um. \u201eUm diesen Posten haben die alten Leute sich sicher niemals gerissen. Das Alter macht milde, Meisterin Salghi\u00e1ra.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"33ffac78967f7ebe3b836eaaf8134e98\">\u201eAber er konnte sich doch nicht sicher sein, dass er seinen Stab zur\u00fcckbekommt!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"48a9497725ca59c026b92f9e151e3679\">\u201eDoch, ziemlich sicher sogar. Er hat es lange vorbereitet. Er wusste, dass C\u00fdel\u00fa erpressbar war.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"521f962c6334472147e5463df82194b4\">Das sagte sie so traurig, dass es mir taktvoller erschien, nicht nachzufragen. Doch offenbar wollte sie es aussprechen.<\/p>\n<p data-p-id=\"9eb562174db37c71623dcbc931209d6c\">\u201eWir lieben einander sehr, Meisterin Salghi\u00e1ra. Das ist &#8230; so kostbar. Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar konnte C\u00fdel\u00fa mit der Liebe zu seinem Sohn und seiner Sorge um mich wohl bestens manipulieren. C\u00fdel\u00fa hat die Schrecken gesehen, damals, und er wei\u00df, was es zu verteidigen gilt. Bei den M\u00e4chten, wir haben ihm sogar Advon \u00fcberlassen, damit dem Kind nichts zust\u00f6\u00dft. Wir haben uns von einer billigen Larve, von der Maske einer armen alten Frau t\u00e4uschen lassen, die er sich f\u00fcr einen so arglistigen Zweck geholt hat. Wenn ich daran denke &#8230; ein Kind, das keine Magie hat, und Magier, der die seine verloren hat. Welchen Genuss mag es ihm bereitet haben, sich \u00fcber Advon zu erheben und uns mit Sorge zu blenden. Wir hatten den Verfluchten zehn Sommer lang im Haus und keinen Verdacht gesch\u00f6pft!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d686cd435acdee7c03b56b02aa9cfedd\">Ich f\u00fchlte mich verpflichtet, etwas Tr\u00f6stendes zu ihr zu sagen, aber mir fiel nichts ein. Ich stellte mir vor, wie besch\u00e4mend es f\u00fcr ein \u00fcbernat\u00fcrliches Wesen wie eine <em>faj\u00eda<\/em> sein musste, von einem ge\u00e4chteten, entmachteten Magier \u00fcberlistet zu werden. Wie furchtbar, zu erkennen, dass sie all die Zeit den M\u00f6rder ihrer Schwestern beherbergt und in der N\u00e4he ihres Sohnes gehabt zu haben.<\/p>\n<p data-p-id=\"c4d393523f9685de5e99f06d1b5aa431\">\u201eWas machen wir, wenn wir an diesem Windninchenloch sind?&#8221;, fragte ich.<\/p>\n<p data-p-id=\"786096588444e8cebabcfe0b9a3767cd\">\u201eWir verschlie\u00dfen es hinter ihnen&#8221;, sagte sie grimmig. \u201eMit Patagh\u00edus Feuer und dem Zorn der Farben!&#8221;<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2719","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2719","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2719"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2719\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3678,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2719\/revisions\/3678"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2719"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2719"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2719"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}