{"id":2690,"date":"2025-08-25T13:55:35","date_gmt":"2025-08-25T11:55:35","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2690"},"modified":"2025-08-31T22:52:31","modified_gmt":"2025-08-31T20:52:31","slug":"139-von-der-hypothetischen-abwesenheit-der-maechte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/139-von-der-hypothetischen-abwesenheit-der-maechte\/","title":{"rendered":"139: Von der hypothetischen Abwesenheit der M\u00e4chte"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"3901412bece660cb6f6b373c335bf6c9\">Ovid\u00e1ol hetzte seine Widersacher, ohne zu wissen, wie lange und wohin. Wie l\u00e4cherlich war es, hier in den Schatten auf irgendetwas K\u00f6rperliches, auf Zeit und Raum zu vertrauen? Und wie lange mochte er es noch durchhalten, nun, da Nokt\u00e1mas Dom\u00e4ne ihm nicht einmal mehr die Dunkelheit bot, die Essenz, die ihn am Leben erhielt wie Luft zum Atmen?<\/p>\n<p data-p-id=\"610176e34aced6484e9c1f00477170ac\">Der Verfluchte war zu diesem Zeitpunkt kaum noch mehr als Geist, der durch ein paar wie zuf\u00e4llig verbliebene K\u00f6rperfetzen zusammengehalten wurde. Eine Magie, die zusehends davon schmolz wie Eis in der Sonne. Ihm blieb nicht mehr als eine absehbar endliche Frist, um diesen letzten Fetzen seines Seins beieinander zu halten. Er durfte nun nicht aufh\u00f6ren! Mehr als einhundert Winter h\u00e4tte er anderenfalls mit nutzlosen M\u00fchen und Dem\u00fctigungen seiner selbst verschwendet. Nur, um kurz vor seinem Ziel zu scheitern.<\/p>\n<p data-p-id=\"276d08f825074e69b897cdc76c67c4de\">Der Verfluchte konnte sie in der alles \u00fcberstrahlenden Helligkeit deutlich ausmachen. Was war das gewesen, was den Stab, <em>seinen<\/em> Stab, dazu gebracht hatte, den Schatten auszul\u00f6schen? Sicher war es nicht der Wille des Kindes gewesen. Wieso sollte das verfluchte G\u00f6r das Refugium, den Ort des Friedens und der Sicherheit, den Ort der Manifestation ihrer Schutzmacht so verw\u00fcsten wollen? Wenn der Vater der Meistersch\u00fcler von Ask\u00fdn Lagoscyre gewesen war, dann hatte er das Balg ganz sicher in Demut und Dankbarkeit vor Nokt\u00e1ma und ihrem Spiel erzogen. Das M\u00e4dchen w\u00fcrde sich im gr\u00f6\u00dften \u00dcbermut nicht zu Vandalismus an einem so heiligen Ort hinrei\u00dfen lassen. Nicht, solange es so jung und unschuldig war.<\/p>\n<p data-p-id=\"4043b3176b4cde5614e061bbdee06fd3\">Nicht, bevor es Dinge erkannt und Fragen gestellt h\u00e4tte.<\/p>\n<p data-p-id=\"e3a915281a04d4dfa9e3e67d1ecf2bf4\">Wieso reagierte der Stab \u00fcberhaupt auf das Kind? Das konnte, das durfte nicht sein! Es war so nicht vorgesehen, nicht nach den Regeln, nach denen er und alle anderen Schattens\u00e4nger gelernt hatten, ihre Magie nach Nokt\u00e1mas Willen und Billigung zu benutzen.<\/p>\n<p data-p-id=\"c53525a59cd11fbf1135b660e731e2eb\">Es blieb nur eine Erkl\u00e4rung: Die Magie des Kindes war so <em>unfassbar<\/em> stark, dass sie sich in ihm regelrecht aufgestaut hatte. Der Stab wirkte wie ein Ablauf an einem Regenfass, konnte aber nat\u00fcrlich nicht bestimmungsgem\u00e4\u00df funktionieren, solange er defekt war. Bei den M\u00e4chten, jemand musste den Stab reparieren! Nicht auszudenken, was das Kind damit anrichten w\u00fcrde, wenn es damit ins Weltenspiel geriet! Dazu war nicht einmal ein Vorsatz n\u00f6tig!<\/p>\n<p data-p-id=\"03dd5ef2c1a754ca3bcad1c646ee749c\">Was war die Wahl? Das Weltenspiel bedrohen, so wie er es mit den Chaosgeistern versucht hatte? Oder Nokt\u00e1mas Reich verheeren und die Dunkelheit selbst aus ihrer Dom\u00e4ne vertreiben? Ovid\u00e1ol wusste, der Schattens\u00e4nger stellte sich gerade genau dieselben Fragen wie er, w\u00e4hrend er das Balg durch die ausgel\u00f6schten Schatten schleppte. Und ganz gewiss verfluchte er bereits das, was ihm noch vor ein paar Tagen wie sein h\u00f6chstes Gl\u00fcck vorgekommen war. Vielleicht w\u00fcnschte er sich jetzt gerade, das gr\u00e4ssliche Gez\u00fccht sei niemals geboren worden!<\/p>\n<p data-p-id=\"d5aae6d5688d02acd1a0ae53ffe0b68d\">Der Verfluchte erinnerte sich, wie es damals gewesen war, als er noch einen eigenen, intakten Leib besessen und die Gro\u00dfmeisterin, seine Meisterin ihn gelehrt hatte, in die Schatten zu tauchen. Nokt\u00e1ma selbst war er dort nie begegnet, aber ausgemacht hatte ihm das nichts. Es waren so viele Generationen vergangen, in denen die Dunkelheit niemals h\u00f6chstselbst zu einem Schattens\u00e4nger gesprochen hatte, dass sich mache im Geheimen \u2013 selbstverst\u00e4ndlich theoretische! &#8211; Gedanken dar\u00fcber machten, ob Nokt\u00e1ma \u00fcberhaupt noch im Weltenspiel anwesend war. Vielleicht hatte sie, gelangweilt vom Weltenspiel, ihre Dom\u00e4ne l\u00e4ngst verlassen, um irgendwo anders etwas Neues anzufangen. Vor anderen ge\u00e4u\u00dfert hatte das nat\u00fcrlich niemand. Eine uns\u00e4gliche L\u00e4sterung w\u00e4re das gewesen, die die Gro\u00dfmeisterin streng bestraft h\u00e4tte. Sogar, falls sie insgeheim selbst den Zweifel in sich getragen h\u00e4tte.<\/p>\n<p data-p-id=\"e1309f6c0a27facb40eff7cd57818a25\">Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar war oft in den Schatten gewesen, und mit jedem Mal kam ihm mehr und mehr die \u00dcberzeugung, dass Nokt\u00e1ma das Weltenspiel verlassen hatte. Wie sonst lie\u00df sich erkl\u00e4ren, dass die Rotgewandeten so ungehindert unter den Unkundigen einhergegangen waren und sich die Zeit mit der Jagd auf Schattens\u00e4nger vertrieben hatten? Wie anders lie\u00df es sich erkl\u00e4ren, dass sie zugelassen hatte, wie die Rotgewandeten Schattens\u00e4ngern nachstellten und sie bestialisch ermordeten, im Glauben, sie opferten dem Licht? Dem Licht, ihrer ungn\u00e4digen Schutzmacht, die sie vermutlich bereits ebenso lange gelangweilt verlassen und das Weltenspiel sich selbst \u00fcberlassen hatte?<\/p>\n<p data-p-id=\"99972b1a4f3500723ec206de32972758\">Ob es Nokt\u00e1ma jemals tats\u00e4chlich <em>gegeben<\/em> hatte? Oder Patagh\u00edu? Oder das Licht?<\/p>\n<p data-p-id=\"1412ed52ba15a2e64066fbc50b39379f\">Nun, zumindest daran gab es keinen Zweifel, sondern gleich eine ganze Reihe an Beweisen. Die <em>faj\u00eda\u00e9<\/em>, die Regenbogenritter und die Chaosgeister lie\u00dfen sich anders nicht erkl\u00e4ren. Besonders die Chaosgeister, die hatten es Ovid\u00e1ol schon in seiner Jugend angetan. Denn wenn eine Macht immer noch pr\u00e4sent war im Weltenspiel, echt und aufrecht und wahr, dann konnte es nur das Widerwesen sein. Das Widerwesen zeigte sich ganz offen und unverh\u00fcllt, in jeder Dummheit, jeder Grausamkeit, Gier und L\u00fcge, die die Unkundigen begangen. Was den M\u00e4chten nicht gef\u00e4llig war, das st\u00e4rkte das Chaos und die Wesenheit darin, und das, was sie geschaffen hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"c2713960e6ffdfbbc0dfd4564d8251a0\">Die Chaosgeister &#8230;<\/p>\n<p data-p-id=\"d140f2180525bda9a4e43d70ed09435e\">Und so hatte sie damals begonnen, seine Faszination f\u00fcr die Ausgeburten des Chaos, die das Widerwesen aus den Abf\u00e4llen des Weltenspiels geschaffen hatte. Zun\u00e4chst waren es reine Phantasien gewesen, die hypothetische \u00dcberlegung, ob Schattenmagie dazu in der Lage sein w\u00fcrde, Chaosgeister zu b\u00e4ndigen, so wie es die Regenbogenritter mit der von Patagh\u00edu geschenkten Magie taten.<\/p>\n<p data-p-id=\"0e58d6c7a44bddb2946573cb6972b430\">Als es an der Zeit war, sich ein pers\u00f6nliches Werkzeug zu erschaffen, hatte es f\u00fcr ihn nahegelegen, einen Stab zu formen, einen Stecken, wie ihn Hirten verwendeten, um ihre Tiere gegen Wildw\u00f6lfe und Waldb\u00e4ren zu verteidigen, wenn es n\u00f6tig wurde, und das Vieh zu z\u00fcchtigen, sobald es aus der Reihe tanzte.<\/p>\n<p data-p-id=\"c478a19e99f22f2814d81c743d6f4cc0\">Zauberst\u00e4be waren unter Schattens\u00e4ngern nie bevorzugte Werkzeuge gewesen, zu unhandlich, zu hinderlich, wenn es darum ging, flink, elegant und unsichtbar zu sein. Allenfalls sehr alte Meisterinnen und Meister kombinierten manchmal Form, Magie und Material, sobald sie ohnehin eine Gehhilfe ben\u00f6tigten. Entsprechend \u00fcberrascht war die Gro\u00dfmeisterin damals gewesen, als sie vom Werkst\u00fcck ihres Sch\u00fclers erfuhr, und von dem Material, das er dazu besorgen wollte. Silber, Holz und Eis &#8230; nun, warum nicht? Sie hatte ihn darauf hingewiesen, dass das Eis ihm m\u00f6glicherweise Schwierigkeiten machen w\u00fcrde, sich sicherlich besser von einer Frauenhand w\u00fcrde f\u00fchren lassen. Aber Schwierigkeiten hatten ihn damals nicht besch\u00e4ftigt, mehr noch: Die Herausforderung hatte ihn angestachelt.<\/p>\n<p data-p-id=\"c3bc5aad6b4c16c60e8590c5ea046fe1\">Und was f\u00fcr ein herrliches Werkzeug war es geworden! Wie hatten die Chaosgeister davor gekuscht, die er heraufbeschworen hatte, unter so vielen Opfern und Entbehrungen! Wie weit war er damit vorangekommen, er und die Gefolgschaft, die sich um ihn herum geschart hatte, manche aus Angst, die meisten aus unkundiger Unvernunft, aus Streben nach Macht, um sich ihre kleinen, zerbrechlichen und r\u00fccksichtslosen W\u00fcnsche zu erf\u00fcllen. N\u00fctzlich war das gewesen, am\u00fcsant und bis zuletzt \u00fcberaus interessant. Bis sie sich verschworen hatten, um ihm sein Vergn\u00fcgen zu st\u00f6ren. Bis Ask\u00fdn Lagoscyre, auf ewig verflucht mochte der heuchlerische Kerl sein, es schlie\u00dflich ruiniert hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"e8460296a925708e8a96e16093abd49f\">Ovid\u00e1ol hetzte hinter Vater und Tochter her, soweit er es mit den k\u00fcmmerlichen Resten seines alten Ichs noch vollbrachte. Der K\u00f6rper! Er brauchte <em>dringend<\/em> den K\u00f6rper des Mannes, nun, im \u00e4u\u00dfersten Notfall vielleicht auch den des kleinen M\u00e4dchens. Die \u00dcberreste seiner Verkleidung, die des alten Mannes, eine kunstfertige Zauberei, hatte er in Nokt\u00e1mas verlassener Dom\u00e4ne nicht halten k\u00f6nnen, die der Greisin notgedrungen schon zuvor aufgegeben. Seine eigenen Reste w\u00fcrden ihm mit Gl\u00fcck noch eine Weile ihre Dienste leisten. Aber um wieder ins Weltenspiel zu kommen, ben\u00f6tigte er einen funktionierenden K\u00f6rper als neues Gewand. Hier, jetzt und so, war er nicht mehr als eine Schnecke, die jemand aus ihrem H\u00e4uschen herausgerissen hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"24d5a01c0ed2fc26f40a36019191c5c3\">Wo kam dieses Licht her, dieses Licht, so hell als habe jemand Tausende von Sommern und Wintern das Licht von Mond und Sternen geerntet und eine Essenz daraus gemacht? Hatte Nokt\u00e1ma allen Ernstes die Magie, die \u00fcber die Zeiten all die vielen Schattens\u00e4nger zur\u00fcckgelassen hatten, zusammengesammelt und in diesem Kind verborgen, so prall gef\u00fcllt, dass die Magie sich zerst\u00f6rerisch entlud, sobald sich ein Werkzeug daf\u00fcr fand?<\/p>\n<p data-p-id=\"45369d597c21e7c2a7e18beb1f579e9f\">Angenommen, Nokt\u00e1ma war doch noch nicht fort. Warum schuf sie eine so verheerende Kraft und steckte sie in einen kleinen und unzul\u00e4nglichen Kinderk\u00f6rper? Was hatte sie vor? Und hatte sie geahnt, dass sie damit ihre eigene Dom\u00e4ne verw\u00fcsten w\u00fcrde?<\/p>\n<p data-p-id=\"17ef6471255b4ab25ee3f522708699cd\"><em>Wo bist du, Schattens\u00e4nger?,<\/em> rief er zum Schein, denn er wusste ganz genau, wo sein Opfer sich befand. Das Kind in seinen Armen mochte seine Witterung \u00fcbert\u00fcnchen, war aber selbst hell strahlend wie ein im Moment erstarrter Blitz. <em>Du kannst ewig umherrennen mit deinem Balg. Entkommen wirst du mir nicht!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"22c49f9eb719ce9c9ccf91e0cff34735\"><em>Wir haben keine Angst vor dir, b\u00f6ser dummer Mann! Du bist nicht einmal ganz! Du bist kaputt, wie dein Stab! Ich hab keine Angst vor Scherben!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"47bd0a29f911d83f871c6fb63449f2b8\">Was war das? Das Kind wurde frech und vorlaut? Ovid\u00e1ol l\u00e4chelte mit dem, was von seinem urspr\u00fcnglichen Mund geblieben war. Das w\u00fcrde der Kleinen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter nicht gut bekommen!<\/p>\n<p data-p-id=\"1e82ed228da206bb5948e84f64555ed5\"><em>Schattens\u00e4nger! Du kommst hier nicht heraus, solange deine Kreatur die Dunkelheit blendet! Nimm ihr den Stab ab und gib ihn mir. Lass uns k\u00e4mpfen! Ich mit meinem Werkzeug gegen dein merkw\u00fcrdiges Instrument! Wie findest du das?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"63836613d7b40a983edc58ae5e92bff3\"><em>K\u00e4mpfen willst du? Wie unbelehrbar bist du, Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar? Um welchen Preis willst du dich mit mir anlegen?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"c8ed1d450b2c9d37c6aed494da546f34\"><em>Um deinen K\u00f6rper! Habe ich das nicht deutlich genug gesagt? Ist das nicht ein wohlfeiler Einsatz? Und &#8230; verlockt dich nicht die Aussicht, den meinen im Gegenzug dazu endg\u00fcltig zu zerschmettern, sollte ich zu \u00fcberheblich sein? War das nicht deine Absicht, als du mich an diesen Ort verschleppt hast?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"a4d55da6b464021c70eabf292eba91c1\"><em>Nein. Das w\u00e4re ein unfairer Handel, Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar. Es kann nicht dein Leben gegen meines eingetauscht werden. Nicht hier, nicht jetzt und nicht von dir. Das sage ich dir ehrlich. Ich mag ein \u00fcberheblicher Dummkopf sein, der es nicht besser verdient. Aber ein Betr\u00fcger bin ich nicht!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"88b28f7bd00957e815d8c03d7a43f0de\">Der Verfluchte stutzte. Betr\u00fcger?<\/p>\n<p data-p-id=\"0eb597d75719b1a7fb44791b35535948\">Und dann war der Schattens\u00e4nger pl\u00f6tzlich direkt hinter ihm.<\/p>\n<p data-p-id=\"2d518307122d2e783b5b19976e72b137\"><em>Kannst du mich sehen, Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar? Kannst du mich sehen, im Licht der Magie meiner Kreatur, wie du sie nennst?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"2e325ef117ad65e7285d9e3de50205fb\">Ovid\u00e1ol musterte sein Gegen\u00fcber. Das Licht war so hell, dass selbst die pechschwarzen Gew\u00e4nder des Schattens\u00e4ngers nicht mehr waren als ein aschfahler Schleier im Licht.<\/p>\n<p data-p-id=\"935e29f7bdedd7f4e893434a69ca884b\">Das Kind hatte er losgelassen.<\/p>\n<p data-p-id=\"e3f291f74aa44275109e2159849b7734\">Ovid\u00e1ol wusste nichts darauf zu entgegnen. Wo war die Kleine? Worauf wollte Ask\u00fdn Lagoscyres Sch\u00fcler hinaus? War das ein j\u00e4mmerlicher Versuch, ihn abzulenken? Viel zu gelassen stand er da vor ihm, die Geige in der einen Hand. Die andere nestelte beil\u00e4ufig an seinem Hemd, \u00f6ffnete ein paar Kn\u00f6pfe. Dann zog er seinen Kragen in Richtung seiner linken Schulter beiseite.<\/p>\n<p data-p-id=\"43d77f024bc810babb2ec93fe98bb224\">Die silbrige Narbe, die sich ungef\u00e4hr dort \u00fcber seine Brust zog, wo sich sein Herz befinden mochte, war derma\u00dfen magisch, dass sie das glei\u00dfende Sternenlicht d\u00e4mpfte. Ovid\u00e1ol hatte eine solche Zeichnung schon oft gesehen, damals, wenn die Rotgewandeten auf der Jagd gewesen waren. Damals allerdings stets tief und von bleifarbenem Blut ges\u00e4umt. Der Todessto\u00df, wenn sie ihre Opfer gefunden und lange genug gequ\u00e4lt hatten, um das Licht zu locken.<\/p>\n<p data-p-id=\"e360d849bcf41345d51cf7c1bcff14dd\"><em>Du kannst mich nicht t\u00f6ten, Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar. Du kannst meinen K\u00f6rper nicht anlegen wie ein St\u00fcck Kleidung. Nicht, bevor ein Rotgewandeter dieses Werk beendet hat.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"4ac605972d39b9d980a994dd09f1ae74\">Verflucht!<\/p>\n<p data-p-id=\"0a11e1ae11302fc3529a12c9ba352a50\">Deswegen also war er aufgetaucht, der <em>b\u00e1chorkor<\/em>, der offenkundig unsterbliche junge Mann mit seinen unbeholfenen Kr\u00e4ften. Nun ergab alles Sinn. Das Licht setzte einen neuen Magier ins Spiel, damit dies hier fortgesetzt werden konnte. Damit der hier, der Schattens\u00e4nger, der Nokt\u00e1mas Unget\u00fcm gezeugt hatte, sterben konnte. Allerdings &#8230; wahrscheinlich nicht jetzt, hier und nicht zu seinen Gunsten.<\/p>\n<p data-p-id=\"b78070bf0909944d2a70cbf8116f5e6a\"><em>Verflucht sollst du sein, Yalomiro Lagoscyre<\/em>, wisperte Ovid\u00e1ol mit seinem gest\u00fcckelten Mund. <em>So wie ihr mich dereinst verflucht habt. <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"64b9d2e88f4f1e735862dd43c08b01a5\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"d25b3bdf31856438029269c7a6b890da\">\u201eDu kannst die Wirklichkeit zerteilen?&#8221; Advon war sich nicht sicher, ob er richtig geh\u00f6rt hatte. Was Gal\u00e9on da behauptete, war atemberaubend, unrealistisch und konnte nur aus der wilden Phantasie eines <em>b\u00e1chorkor<\/em> entstammen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ecb7659c68739ed0e4e21729ff28c6c5\">\u201eNicht so, wie du es dir vorstellst. Nicht wie mit einer Schere oder einem Messer.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"eca65efb323765498b11489eccf3c85f\">Advon runzelte die Stirn. Woher wusste Gal\u00e9on, dass er sich gerade im Moment eine gro\u00dfe Schneiderschere vorge-<\/p>\n<p data-p-id=\"f8bec9563a70c844956a5841b8170994\">\u201eDas Chaos grenzt an die Schatten und an Patagh\u00edus Reich. Vermutlich auf der anderen Seite dieser seltsamen Ein\u00f6de. Aber das ist egal, spielt f\u00fcr uns keine Rolle. Es sei denn, du h\u00e4ttest die Macht, den Glanz zu verdunkeln.&#8221; Gal\u00e9on z\u00f6gerte kurz: \u201eKannst du das m\u00f6glicherweise?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c1fb54044a82bb84373e6ea0704cf8f0\">\u201eWie soll das gehen? Warum sollte ich das &#8230;&#8221; Advon unterbrach sich. Hatte Gal\u00e9on nicht gerade eben gesagt, es spiele keine Rolle? Vielleicht war es gerade das, was die Eltern und die Sieben und Sileda\u00fa sowieso manchmal so ungeduldig gemacht hatte, sobald er eine Serie von Fragen nach irgendeinem Warum gestellt hatte. Es brachte nicht weiter. Seltsam. Wie erwachsen er sich pl\u00f6tzlich vorkam, nun, da ihm das bewusst wurde. Manchmal war es vielleicht so, dass auch berechtigte Fragen ihre eigene Zeit hatten.<\/p>\n<p data-p-id=\"b6168466873dac22cda4e77aa75bcf74\">\u201eIrgendwo dazwischen sind Feuer und Wasser und Eis und ganz am Rand der Sch\u00fcssel das Weltenspiel selbst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e450b915209c05961c4a8f620b28c652\">\u201eWelche Sch\u00fcssel?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"38086ede9b4eb75581be8972362ea0b6\">\u201eDie, in der die M\u00e4chte alles zusammengemengt haben. Es ist ein st\u00e4ndiger Wirbel, immer in Bewegung. Das Chaos ist nicht ordentlich neben allem anderen, Advon Ir\u00edsolor. Es ist kaum m\u00f6glich, direkt von einem Punkt zum n\u00e4chsten zu kommen, es sei denn, durch blanken Zufall. Aber ich will keinen Zufall. Aber &#8230; es wurde einst ein Durchgang geschaffen, zwischen dem Schatten, dem Weltenspiel und dem Chaos. Sozusagen ein Sprung in der Sch\u00fcssel. Ein Ort, der immer noch existiert, auch wenn er jetzt verlassen ist. Und dorthin muss ich gehen, um an die Schatten heranzureichen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"068624da3d7cce3c760331807cf19aeb\">\u201eWas habe ich damit zu tun?&#8221; Advon versuchte, sich das Weltenspiel, die Dom\u00e4nen der M\u00e4chte und das Chaos vorzustellen wie eine Gem\u00fcsesuppe in einem brodelnden Topf. Vielleicht meinte Gal\u00e9on so etwas wie eine Luftblase, die sich dabei bildete, aufstieg und an der Oberfl\u00e4che zerplatzte.<\/p>\n<p data-p-id=\"f7481e649a2cd9c69e55733458329d6d\">\u201eDu&#8221;, sagte Gal\u00e9on, \u201etrickst die M\u00e4chte aus.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6ce57a9f3fcce97ac64c2aea48d1b5b6\">Advon blinzelte verwirrt. Gal\u00e9on aber redete schon weiter.<\/p>\n<p data-p-id=\"10bf7ce467da3de87becc498a808fe04\">\u201eAdvon, ich m\u00f6chte, dass du etwas tust, was nie zuvor geschehen ist, und ich rate dir dringend davon ab, so etwas jemals aus eigenem Antrieb zu machen. Aber ich komme hier ohne deine Magie nicht weiter. Wir m\u00fcssen zusammenwirken, um D\u00fdamir\u00e9e und ihren Vater zu retten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1c6a6206ad43994f1328bbbd3c23ccd1\">\u201eMeine Magie? Aber &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"67d65254efc4c948c6c1b6c6becab3a5\">\u201eIch will, dass du <em>mich<\/em> unter deinen Willen zwingst und mir gebietest, die Passage zwischen den Schatten, Pianmur\u00edt und dem Chaos zu \u00f6ffnen. Du wei\u00dft, wo D\u00fdamir\u00e9e sich befindet. Du kennst das Wo. Ich kenne das Wie.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8e2c54d6b76074a263ed59d27fa36ff0\">\u201eWas ist Pianmur\u00edt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"12057fa2d8f1d9492dd11a188655e529\">\u201eDie Luftblase in der kochenden Suppe, die du dir gerade vorgestellt hast. Advon, wir haben keine Zeit. Ich verf\u00fcge \u00fcber F\u00e4higkeiten, aber nicht \u00fcber die passenden Fertigkeiten. Und es ist nicht die Zeit, in eine Lehre zu gehen. Du musst mit deinen Kr\u00e4ften bewirken, dass ich zaubern kann.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cbb37e3d24c6e47913b8d77452affea9\">\u201eWie soll das dann funktionieren?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f6f4898d519fa8529ab5e5639cf5a437\">\u201eWenn du <em>willst<\/em>, dass ich es tue, <em>werde<\/em> ich es tun. Ich werde wahrscheinlich keine Ahnung haben, was geschieht und mich danach nicht mehr daran erinnern. Aber das ist v\u00f6llig egal. Es muss nur einmal funktionieren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6c398daed16991e00707e268ac89c67f\">\u201eUnd wenn es gl\u00fcckt, dann ist D\u00fdamir\u00e9e befreit?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e56ae6f6368c40ae9ab8d9ba847d7d01\">\u201eWenn die M\u00e4chte gn\u00e4dig sind und uns solcherlei Mogelwerk verzeihen, dann soll es so sein. Du wirst D\u00fdamir\u00e9e retten, so wie es dir bestimmt ist. Ich bin nicht mehr als ein Werkzeug des Lichtes, das m\u00e4chtiger ist als Schatten, Farben und Chaos zusammen. Ich ergebe mich deinem Willen.&#8221; Der <em>b\u00e1chorkor<\/em> griff sich seine Axt. Der rote Stein, den er dem Menschenm\u00e4dchen abgenommen hatte, steckte nun unter seinem Hemd.<\/p>\n<p data-p-id=\"3f9aa08dffc654701a650d5604f28bbf\">Advon schaute sich um. Die Unkundigen waren immer noch mit sich selbst und ihren Kindern besch\u00e4ftigt und allem Anschein nach weiterhin geblendet. Niemand wagte sich vom Fleck. Alle waren miteinander besch\u00e4ftigt, voller Gl\u00fcck und Erleichterung. Farbenspiel hielt sie alle beieinander. Die <em>teirandanja<\/em> hing nun ihrem Vater um den Hals und redete aufgeregt auf ihn ein.<\/p>\n<p data-p-id=\"17f3d80793481b0fbd1bb4d30101963d\">\u201eIch &#8230; ich will, dass du deine geheimen F\u00e4higkeiten nutzt&#8221;, sagte Advon zaghaft. \u201eIch will, dass du einen Zauber wirkst, der ein Tor zum Schatten aufmacht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"888ef9d6b0b7e6912dc8d065f1b10a55\">\u201eInniger&#8221;, sagte Gal\u00e9on ungeduldig. \u201eStell dir vor, dass D\u00fdamir\u00e9e nur einen Axthieb von dir entfernt ist. Stell dir vor, dass ich dir die T\u00fcr zu ihr \u00f6ffne.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1872fba52ba802f909f058cebf6794b5\">\u201eIch will &#8230; Gal\u00e9on, das ist so schwer! Ich &#8230; es ist nicht richtig, den Willen auf Menschen zu legen. Papa sagt &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a74b82447c70c1caf07e64071e0c0535\">\u201eDein Vater hat vollkommen Recht. Magie darf niemals ohne einen wirklich sehr vern\u00fcnftigen Grund oder in Notf\u00e4llen an Unkundigen gewirkt werden. Aber das hier ist ein Notfall. Stell dir vor, wie ihr beide euch wieder in die Augen schaut, wie sich eure H\u00e4nde ber\u00fchren. Wie du f\u00fcr sie bist und sie f\u00fcr dich. Wie ihr miteinander geht und immer f\u00fcreinander seid! All die Abenteuer, die ihr erleben werdet! All die sch\u00f6nen Orte, die ihr sehen werdet. Vorausgesetzt, wir verpassen jetzt die Gelegenheit nicht!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"226e8205a16ca03700b7f60601478c44\">\u201eDas Meer&#8221;, murmelte Advon. \u201eWir wollten uns gemeinsam das gro\u00dfe weite Meer anschauen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"396fae83a214be1341eb352905515e66\">\u201eSehr gut. Farbenspiel tr\u00e4gt euch binnen weniger Tage dorthin. Willst du, dass ich euch diesen Wunsch erf\u00fclle, Advon Ir\u00edsolor? Dann lass es mich sp\u00fcren. Wenn du es willst, dann kommen wir alle hier heraus!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"40d6c51fe23f90262441012fbce26bd1\">\u201eUnd wenn ich dir weh tue?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"759731b246559fe2bb2b66a7bdc4a442\">\u201eHast du <em>b\u00e1chorkoray<\/em> gesehen, die h\u00f6lzerne Puppen an F\u00e4den beherrschen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f0607e3ba39b2865f7cae907fef677b1\">\u201eNein. Aber Papa hat von einer erz\u00e4hlt, die hatte eine lange Nase, und &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"07023c4a49e5fe07665f3f312e2ac8c8\">\u201eAdvon! Ich bin eine solche Puppe. Dein Wille ist der Faden, der mich lenkt. Das tut der Puppe nicht weh. Und jetzt gib dir M\u00fche! F\u00fcr D\u00fdamir\u00e9e und das gro\u00dfe weite Meer! F\u00fcr das, was <em>du <\/em>willst!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d833b1216ff1506660324b0479a75811\">Advon schloss die Augen und konzentrierte sich auf die <em>maghiscal <\/em>um sich, die er f\u00fchlte wie eine weiche, wohlige, vor Magie knisternde Haut um sich. In seinem Geist stellte er sich vor, wie Gal\u00e9on seine Axt erhob und sich eine mysteri\u00f6se, geheime Magie manifestierte, die Zeit und Raum zu \u00fcberwinden in der Lage war. Er stellte sich vor, wie Gal\u00e9on zuhieb und einen Geheimgang freilegte, so wie die Kinder in den Abenteuergeschichten des Vaters so etwas gelegentlich hinter Schr\u00e4nken oder losen Fu\u00dfbodenbrettern fanden und dann in dunkle Stollen hinabkletterten, die seit Ewigkeiten vergessen waren und zu H\u00f6hlen mit Schatzkisten oder geheimen Verstecken f\u00fchrten.<\/p>\n<p data-p-id=\"590d7cebc32b80e32a3065d33a3ba8f2\">D\u00fdamir\u00e9e! Ganz, ganz fl\u00fcchtig empfand er etwas, das sich seltsam anf\u00fchlte, wie etwas, das noch gar nicht hergeh\u00f6rte. F\u00fcr einen winzigen Moment f\u00fchlte er sich anders, schummerig, \u00e4lter, erfahrener, wissender. F\u00fcr einen Herzschlag war er kein Kind mehr. F\u00fcr einen Atemzug ahnte er, wer und was er einmal sein w\u00fcrde. Konnte. Musste. Jetzt!<\/p>\n<p data-p-id=\"9820f5f3a65018a9deb0313f01689b17\">Seine <em>maghiscal<\/em> loderte hoch, wie das Feuer im Garten, wie ein Flammenmeer, wie Patagh\u00edus Glanz. Es wurde so hei\u00df, dass es die Unkundigen versengt h\u00e4tte, h\u00e4tte nicht das Eis im Sand alles ausgeglichen, was an Magie \u00fcberfloss.<\/p>\n<p data-p-id=\"666deee9c27c4ceca52783a49eaeb75f\"><em>Ich will, dass du einen Geheimgang findest, der zu D\u00fdamir\u00e9e f\u00fchrt<\/em>, dachte Advon angestrengt. <em>Ich will, dass du die Geschichte zu einem guten Ende bringst. Ich will, dass du mit meiner Magie deine Magie wirkst. Patagh\u00edu, gib Gal\u00e9on die Kraft. Ich <\/em>will<em> es!<\/em><\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2690","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2690","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2690"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2690\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3681,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2690\/revisions\/3681"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2690"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2690"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2690"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}