{"id":2675,"date":"2025-08-25T13:44:05","date_gmt":"2025-08-25T11:44:05","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2675"},"modified":"2025-08-31T23:01:37","modified_gmt":"2025-08-31T21:01:37","slug":"124-feuer-schatten-regen-schnee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/124-feuer-schatten-regen-schnee\/","title":{"rendered":"124: Feuer, Schatten, Regen, Schnee"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"509cbaf9c56e888253a4738ec211f9ce\">D\u00fdamir\u00e9e dachte \u00fcberhaupt nicht \u00fcber das nach, was sie tat. Die b\u00f6se alte Frau, das war das einzige, was ihr in den Sinn kam, durfte diesen Stab nicht haben. Jemand musste ihr zuvorkommen und das b\u00f6se Ding aus ihrer Reichweite schaffen.<\/p>\n<p data-p-id=\"b1f666d8a612f42b0496530a6983a66e\">Sie wusste, dass Advon ihr nachrennen w\u00fcrde. Das war gut.<\/p>\n<p data-p-id=\"06cfde2a73c7e19ebc6908cce17c9e12\">W\u00e4hrend sie den Stab an sich nahm, konnte Advon Farbenspiel rufen, und sie w\u00fcrden den Stab hoch in die Luft bringen, unerreichbar f\u00fcr die gemeine alte Frau. Sie w\u00fcrden so lange \u00fcber dem Ciel\u00e1stel kreisen, bis die Erwachsenen die Alte niedergerungen und daf\u00fcr gesorgt h\u00e4tten, dass sie nicht B\u00f6ses mehr tun konnte. Bestimmt hatte der Goldene doch eine M\u00f6glichkeit, sie in der Burg einzusperren, so wie der alte Schattens\u00e4ngermeister damals den b\u00f6sen Magier in der H\u00f6hle einsperren konnte. In den M\u00e4rchen wurden die B\u00f6sen am Ende immer eingesperrt, damit sie niemandem mehr etwas tun konnten.<\/p>\n<p data-p-id=\"0b58e2bf02dff0b9a23d8b71f0096727\">Dann, so schoss es in weiteren fl\u00fcchtigen Gedankenfetzen durch D\u00fdamir\u00e9es Kopf, w\u00e4hrend sie die Treppe herabst\u00fcrmte, Runde um Runde und vorbei an herrlichen, leeren, gro\u00dfen Gem\u00e4chern, konnten ihr Vater und ihre Mutter den Zauberstab unsch\u00e4dlich machen, und die Regenbogenritter w\u00fcrden die Chaosgeister zur\u00fcck in die W\u00fcste jagen und sie dort einpferchen. Gal\u00e9on konnte ihnen bestimmt dabei helfen. Gal\u00e9on konnte so viel mehr als sie alle zusammen, auch wenn er das bestritt. Gal\u00e9on war &#8230; <em>m\u00e4chtig<\/em>, und er war ihr Freund!<\/p>\n<p data-p-id=\"1bb492f40ffca77e5272cd91fabd135a\">Und dann konnten sie alle endlich wieder zur\u00fcck in den Boscarg\u00e9n, in den Eta\u00edmalon. Ihre Mutter w\u00fcrde ihr lustige M\u00e4rchen von dummen <em>teiranday<\/em> und sprechenden Tieren erz\u00e4hlen, und ihr Vater w\u00fcrde sch\u00f6ne Melodien auf seiner Geige spielen, und \u00fcber alledem w\u00fcrde der Mond leuchten und sich im See spiegeln.<\/p>\n<p data-p-id=\"73048900ecd6237eed2a759bdccb6a77\">Und Advon w\u00fcrde &#8230; w\u00e4re &#8230;<\/p>\n<p data-p-id=\"9b175350ca00ce66565e7de091cd9cc9\">D\u00fdamir\u00e9e nahm die Stufen so hastig, dass es ein Wunder war, dass sie nicht ausglitt und st\u00fcrzte. W\u00e4re Advon dann noch bei ihr? W\u00fcrde er sie in den Boscarg\u00e9n begleiten?<\/p>\n<p data-p-id=\"39d0cc4aa5ed122ed2edff79e5b0d22c\">Was, wenn nicht? Was, wenn Advon den Ciel\u00e1stel und die hei\u00dfe W\u00fcste nicht verlassen konnte? Was, wenn seine Eltern ihm verb\u00f6ten, mit ihnen zu kommen?<\/p>\n<p data-p-id=\"d200f4a016b1cbccb50196418ec37e66\">Der Gedanke an diese M\u00f6glichkeit versetzte D\u00fdamir\u00e9e einen Stich. Was, wenn Advon gar nicht mitkommen <em>wollte<\/em>, sie nicht begleiten w\u00fcrde in die k\u00fchlen gr\u00fcnen Schatten des Tages, unter Nokt\u00e1mas sternenbestickten Schleier in der Nacht?<\/p>\n<p data-p-id=\"28185391efa36615dfabb24a21b1be86\">Hinter sich h\u00f6rte D\u00fdamir\u00e9e die Mutter rufen, Schritte, die hinter ihr die Wendeltreppe herab st\u00fcrmten. Waren das die Schritte der Mutter? Nein, so rannte die Mutter nicht. Das war ein Fremder, einer, der immer schneller wurde!<\/p>\n<p data-p-id=\"b72b5ef00f03795d85a9cd89d93a9490\">D\u00fdamir\u00e9e beschloss, sich davon nicht irremachen zu lassen. Sie musste die Hand als Erste an den schrecklichen Zauberstab bekommen. Alles andere hatte Zeit. Aber Advon, der sollte mit in den Boscarg\u00e9n. Den w\u00fcrde sie nie wieder hergeben, nie wieder. Mit ihm w\u00fcrde sie ihr Zimmer teilen und ihm all die Sch\u00f6nheit und Freude zeigen, die Nokt\u00e1ma ihnen schenkte. Advon, das versicherte sie sich selbst, w\u00fcrde immer bei ihr sein. Und sie bei ihm.<\/p>\n<p data-p-id=\"b92c5e7d934ce3c147764dc8ce75e80d\">Sie erreichte die T\u00fcr am Fu\u00df des Turmes, stie\u00df sie auf und schl\u00fcpfte hindurch. Genau vor ihr, nur einige Schritte von der Mauer entfernt und einladend beleuchtet von all den bunten Farben ringsum, stak der Zauberstab tief in dem Sand, der den Hof zwischenzeitlich mehrere Handbreit hoch bedeckte, wo er nicht von D\u00e4chern abgelenkt worden war. Der zerbrochene Kristall war gut zur H\u00e4lfte eingesunken. D\u00fdamir\u00e9e besann sich nicht lange. Sie sprang ins Freie und zerrte den Stab aus dem Boden hervor.<\/p>\n<p data-p-id=\"4712061346e5d22538a9e5cbe4814c46\">Kaum hielt das kleine M\u00e4dchen die Stange in der Hand, z\u00fcngelte ein silbriges Licht daran empor und sprang ihm auf H\u00e4nde und Arme \u00fcber und durch ihr Herz hindurch. D\u00fdamir\u00e9e keuchte \u00fcberrascht auf, bevor der Schmerz sie durchflutete. Was immer sie da getroffen hatte, es war k\u00e4lter als Eis, ein Frost, der in weniger als einem Atemzug Lebendiges gefrieren lassen und zersprengen konnte. Aber &#8230; es hatte sie am Leben gelassen.<\/p>\n<p data-p-id=\"c66fec8fea383b764f882e9436f53e7b\">\u201eLass los, du kleine Kr\u00f6te!&#8221;, schrie derjenige, der sie auf der Treppe verfolgt hatte und nun, nur einen Augenblick zu sp\u00e4t, auf den Hof st\u00fcrzte. D\u00fdamir\u00e9e, noch ganz au\u00dfer Sinnen vor Verwirrung, schrak herum, strauchelte und fiel hin, den Stab wie verwachsen mit ihren kleinen Kinderh\u00e4nden.<\/p>\n<p data-p-id=\"17712c1089d23466e5123248eae9d884\">\u201eDu Biest! Du widerliches, dummes Ding! Du die M\u00e4chte l\u00e4sterndes Ungeheuer!&#8221; Mit schweren, etwas ungelenken Schritten und hassverzerrter Miene wankte er auf sie zu, ein alter Mann mit grauen Gew\u00e4ndern und einer so scheu\u00dflich verzerrten Miene, dass es D\u00fdamir\u00e9e Angst und Bange wurde. An seinem Mantel gl\u00e4nzten im bunten Schein der Mauern goldene Stickereien und mit Glitzersteinen versehene Kn\u00f6pfe auf. \u201eDu Missgebilde!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7cb14ff43f3b1267269f004a9922880d\">D\u00fdamir\u00e9e krabbelte erschrocken vor ihm weg, den Stab abwehrend halb erhoben. Loslassen konnte sie ihn nicht, aufstehen und damit weglaufen schon gar nicht. Schon stand der Greis in der pr\u00e4chtigen Robe \u00fcber ihr. \u201eDu ekelhaftes Biest!&#8221;, spie er ihr entgegen. \u201eVerflucht seist du und der, der dich zeugte!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8bf47976359ca0a8954abdaf1e198e1b\">\u201eMama&#8221;, kreischte D\u00fdamir\u00e9e verwirrt. \u201eMama! Papa!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f9244d0803327edf556260366576237e\">\u201e\u00daldaise! Was f\u00fcr Worte!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"eab11de68ab66abc2f9bbf62ea44a007\">Der Greis blickte ruckartig hoch. \u201eIhr!&#8221;, rief er verwirrt aus. \u201eWas tut Ihr hier?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7d8400a832f1b46aad546c8a4d0a3d2c\">D\u00fdamir\u00e9e schaute sich hastig um. Die alte Frau, die mit dem schief sitzenden Haar, der sie auf dem Weg zur Burg begegnet waren, stand vor dem Stall, Sand regnete auf sie nieder. Sie sah ebenso \u00fcberrascht aus wie der fremde alte Mann. Einen ganz kurzen Augenblick starrten die beiden sich an, der Greis verdutzt, sie angewidert, emp\u00f6rt.<\/p>\n<p data-p-id=\"be90d04140a34d8849c87c8d9d8c98dc\">\u201eLasst das Kind in Frieden&#8221;, fauchte sie ihn an. Er begann, zu grinsen.<\/p>\n<p data-p-id=\"a500a01ea1e0d80e9914fc35c44e5c3e\">\u201eWillst du mich daran hindern, dummes altes Weib?&#8221;, fragte er. \u201eWillst du mich aufhalten? Du, die du schon zu verwesen beginnst in deinem dahinrottenden Leib?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6647f1d538fa94d80192e975fca01c7b\">\u201eGeh weg von ihm&#8221;, brachte D\u00fdamir\u00e9e hervor. \u201eDer ist b\u00f6se!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9e0bed2a606645f9fbb03e95e51f7f5b\">\u201eIch wei\u00df, Kleines&#8221;, rief die alte Dame, w\u00fcrdevoll, beherrscht. Und im Herzen tief verletzt. \u201eJetzt wei\u00df ich es!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b8f192723dd7d6235497918f21dec27d\">\u201eSo? B\u00f6se bin ich?&#8221; Der Greis hob seinen Gehstock und tat einen gro\u00dfen Schritt auf die <em>sinora<\/em> zu. \u201eM\u00f6glich. Lass mich einmal sehen, <em>wie<\/em> b\u00f6se ich sein kann!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ea6749afb2f80d2b5888810c48cf277b\">Und dann geschah sehr viel zugleich.<\/p>\n<p data-p-id=\"64b9d2e88f4f1e735862dd43c08b01a5\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"53aff5119b553838a499d93e439b2afd\">\u201eWas f\u00e4llt Euch ein?&#8221;, fragte C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor. Genaugenommen fragte er nicht wirklich. Er <em>br\u00fcllte<\/em>, war, kaum dass der Stab seinen Weg gen Boden angetreten hatte, auf Yalomiro zugeschnellt, hatte den Schattens\u00e4nger beim Kragen gepackt und war nahe daran, ihn dem Artefakt hinterdrein zu werfen.<\/p>\n<p data-p-id=\"b9e22990c82eb33b9564ff02567292fa\">Sileda\u00fa hatte ebenso schnell reagiert. Ebenso entgeistert wie blitzschnell hatte sie begriffen und bewertet, was geschehen war und sie war losgerannt. Der <em>b\u00e1chorkor<\/em> hatte noch versucht, sich ihr in den Weg zu stellen, aber die alte Frau war mit einem Mal so agil und schnell wie ein trainierter K\u00e4mpfer und hatte ihm im Vorbeist\u00fcrmen den Gehstock vor den Leib geschlagen, sodass der Geschichtenerz\u00e4hler sich keuchend zusammenkr\u00fcmmte, lang genug, um ihr das Durchkommen zu erm\u00f6glichen. Vielleicht h\u00e4tte sie ihm auch noch den Stern entrissen, aber offenbar war der Stab nun wesentlich wichtiger.<\/p>\n<p data-p-id=\"e26b149badd009a5dea295d9d7cc6a08\">\u201eHaltet ein!&#8221; Yalomiro m\u00fchte sich, den w\u00fctenden Ritter auf Abstand zu halten und sich aus dessen Griff zu winden. \u201eUmbringen k\u00f6nnt Ihr mich sp\u00e4ter noch!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"751fdc512cfd39b40be7f14189f7f114\">\u201eUnversch\u00e4mter &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"710a0e70aea7e1d126b533793e521431\">\u201eBei den M\u00e4chten! Lasst ab! Und macht Feuer!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"19d60de81e945c6056e896660211e2cb\">C\u00fdel\u00fa z\u00f6gerte verdutzt. \u201eFeuer?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3d953fd5317b85a8ccc40ffe13c330c3\">\u201eJa, Feuer! Rasch! Licht! Irgendein Leuten, das <em>nicht<\/em> das unsichtbare Licht einer <em>faj\u00eda<\/em> ist! Ganz gew\u00f6hnliches Licht!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5b22631ddc29aee73c059fe3ac35078a\">\u201eMacht schon!&#8221;, mischte sich der <em>b\u00e1chorkor<\/em> ein und wankte heran. \u201eBevor ihr wieder zu nass zum Zaubern seid! Und lasst den <em>camat&#8217;ay<\/em> los!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"928bc9011133781bdfc4dd67451add09\">C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor runzelte die Stirn. Dann f\u00fchlte Yalomiro sich fortgesto\u00dfen, zum Gl\u00fcck in Richtung der Mauer. Der junge Mann trat eilig zwischen ihm und dem zornig-verwirrten Ritter hin und breitete die Arme weit aus.<\/p>\n<p data-p-id=\"8231aa741704a69d400d1e40bbfbbf08\">\u201eBin ich genug?&#8221;, fragte er sachlich.<\/p>\n<p data-p-id=\"fb65803c23561c8b6333d8683ede7cbd\">Yalomiro nickte verbl\u00fcfft. Woher konnte der <em>b\u00e1chorkor<\/em> wissen, was er brauchte?<\/p>\n<p data-p-id=\"0fe73b68260911cfd96b0ec3d1029aa6\">\u201eMacht <em>Feuer<\/em>, C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor, bevor der Verfluchte entkommt. Und versucht bitte, nicht mich zu versengen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bf14a5b05ed3ba615416f5921b855390\">\u201eIch erwarte eine Erkl\u00e4rung&#8221;, zischte der Goldene.<\/p>\n<p data-p-id=\"ea2c376e029fc227bfd46ffc505b8163\">\u201eSchatten!&#8221;, zischte Yalomiro ihn mit letzter Geduld an. \u201eIch brauche einfach nur ein St\u00fcck Schatten!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0776fdee806dca1614c306eba625a7c3\">Der Goldene schnaubte \u00e4rgerlich und lie\u00df seine <em>maghiscal<\/em> auflodern. F\u00fcr einen Augenblick stand er da, von hei\u00dfen, tanzenden Flammen umgeben, eine menschliche Fackel, ohne dass ihn das Feuer verletzte. Der <em>b\u00e1chorkor<\/em> \u00e4chzte vor der pl\u00f6tzlichen Hitze. Der Schatten, den sein K\u00f6rper vor dem Lodern warf, legte sich k\u00fchl und seltsam vertraut \u00fcber Yalomiro.<\/p>\n<p data-p-id=\"ecf4ced6ec946dca711f7f3f8c881661\">\u201eDanke&#8221;, sagte er, glitt in den Schatten hinein und verschwand.<\/p>\n<p data-p-id=\"3db659a700d69242c5874e1eaaeb9e39\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"9425248f6d8dcef4c0fb76e017de48dc\">Der <em>b\u00e1chorkor<\/em> l\u00e4chelte.<\/p>\n<p data-p-id=\"a7f5502b07b79ec8fb42efc04aca9c70\">\u201eHe!&#8221;, rief C\u00fdel\u00fa \u00fcberrascht. \u201eWie &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2dc9a7178af1fdb5672e24d01bb8890f\">Gal\u00e9on wandte sich um und brachte sich in sicheren Abstand, soweit auf dem Sims noch Platz war. \u201eIhr k\u00f6nnt das Feuer wieder l\u00f6schen! Bitte, spart Eure Kraft!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f8cbb60bd12cf2a6f4d3c42b21840f02\">\u201eBei den M\u00e4chten, was geht hier eigentlich vor?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"aa01a4a6fa856af5b3c2440cd792f826\">\u201eYalomiro!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"08360abd3cf74b93a00511eb47e99277\">Da war pl\u00f6tzlich die <em>camat&#8217;ayra<\/em> bei ihnen, schiere Panik im Blick, v\u00f6llig au\u00dfer Atem. Sie erschrak wohl bis ins Mark, wurde kreidebleich, als sie ihren <em>h\u00fdardor<\/em> nicht sah und dazu den Ritter, der nach wie vor in Flammen stand. Sie musste wohl annehmen, der Goldene habe den Schwarzgewandeten vom Turm gesto\u00dfen.<\/p>\n<p data-p-id=\"2f9241605e715bdcead204195eb1c0d6\">\u201eWo ist Advon?&#8221;, fragte C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor entgeistert. \u201eSolltet Ihr nicht ins Schulzimmer &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c6d6883a3804efcccbd02d7b9fe8b079\">\u201eSileda\u00fa&#8221;, schrie die Frau. \u201eDie Kinder &#8230; helft mir!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e52b4c6b5af8df2af418a5da03fcd673\">\u201eAdvon?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d15aff55992f175a9ed4ccf346b31e75\">\u201eRennt den Turm hinab, aber die Alte &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8b8324f9966da9e6bea9fd38dbaa4c0d\">Der Goldene war schon in Bewegung. Grob rempelte er den <em>b\u00e1chorkor<\/em> aus dem Weg und rannte treppab, der wilden Jagd hinterher. Die Frau wollte ihm nach, aber Gal\u00e9on griff zu und hielt sie rasch zur\u00fcck.<\/p>\n<p data-p-id=\"53c1805312bf2d77ee4071206e8ad6b1\">\u201eLass mich! Ich will mein Kind retten!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"33289a6269a19e6be748d7669f2858b9\">\u201eJa, ich wei\u00df. Das wollen wir alle. K\u00fcmmert ihr Euch um das Wasser!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f1b44b3667c7928739493ab4773a4afa\">\u201eUm das &#8230; <em>was<\/em>?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e4c768a6608fe905c8123a6795db9e4b\">\u201eSalghi\u00e1ra Lagoscyre, so versteht doch! Ihr als Einzige habt derzeit unversehrte Kr\u00e4fte!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a1077542d29c83ef1acfd4b20357fcc5\">\u201eWas redest du da?&#8221;, rief sie aus und wollte sich losrei\u00dfen. Gal\u00e9on hatte M\u00fche, sie zu halten, denn ihre m\u00fctterliche Rage machte sie erstaunlich stark.<\/p>\n<p data-p-id=\"fde32f2e8142a38446aa729138e6dbbd\">\u201eWasser&#8221;, sagte er geduldig. \u201eDer verfluchte Regen! Schafft den Regen weg!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b689eddaade3a384a123bbb67496c190\">\u201eBist du bei Sinnen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f661bfa92324284a7cf40385c7221aaa\">\u201eJa!&#8221;, hielt er ihr entgegen. \u201eAber <em>ich<\/em> kann kein Wasser beschw\u00f6ren!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a446444d776b9e708046909d14332fc9\">Sie hielt damit inne, mit ihm zu rangeln. In ihre silbergesprenkelten Augen trat ein so verwirrter Ausdruck, dass er fast dar\u00fcber gelacht h\u00e4tte.<\/p>\n<p data-p-id=\"407ecf61797b11988ce064d3ebcbc23d\">\u201eIch &#8230;&#8221;, begann sie, und er wusste, als n\u00e4chstes w\u00fcrde sie ihm Gr\u00fcnde nennen, warum sie es nicht versuchen konnte. Er griff nach ihren H\u00e4nden, hielt sie fest und versuchte, sie mit seinem Blick zu ermutigen.<\/p>\n<p data-p-id=\"a2c87fd1132d4921bf8bf3276f2fe34d\">\u201eSolange es regnet&#8221;, sagte er eindringlich, \u201eschw\u00e4cht es die <em>arcaval&#8217;ay<\/em> und C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor selbst. Solange es regnet, sind die Chaosgeister und mit ihnen der Verfluchte st\u00e4rker als n\u00f6tig.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"61f8bddb18a48bd00ad483c21c7c474d\">\u201eAber Sileda\u00fa sagt doch, der Regen sei nicht ihrer &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2e048d4f7d62e0451f59a9bdf2155a2e\">\u201eDas ist doch egal, solange jemand ihn bezwingt. Salghi\u00e1ra Lagoscyre, Schattens\u00e4ngerinnen haben Macht \u00fcber Wasser. Selbst ich wei\u00df das. Regen ist Wasser. Unternehmt etwas dagegen und st\u00e4rkt die <em>arcaval&#8217;ay<\/em>, so wie Elos\u00e1l Ir\u00edsolor es tut.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d9dc2ead6f90bb82c0bc95188a65655d\">Sie schaute hin\u00fcber zu der immer noch in der Bewegung erstarrten <em>faj\u00eda<\/em>, die durch ihre Kraft das Regenbogenheer hatte erstehen lassen. Die Burg ringsum leuchtete immer noch in der d\u00fcsteren Farbenpracht. Wie lange mochte Elos\u00e1ls Kraft reichen?<\/p>\n<p data-p-id=\"3a4dea783689fc67eb24111f42b601b9\">\u201eIch bin nicht besonders m\u00e4chtig&#8221;, sagte die Schattens\u00e4ngerin kleinlaut. \u201eIch &#8230; ich bin nicht gut in solchen Dingen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"33e6c4ce086a6ffe353d387c52ad9d64\">\u201eIhr habt nichts zu verlieren&#8221;, mahnte er. \u201eUnd ich wei\u00df, dass Ihr zurzeit unsterblich seid.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d8fa5f3b0931db7b92633e1ae8e4b7fb\">\u201eWoher &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f258837df1381cceb36f2febfbfaa18d\">Er lie\u00df sie los und deutete hinauf zu den immer noch nassen Sand niederschleudernden Gewitterwolken. \u201eEines nach dem anderen. Das da, das ist f\u00fcr Euch.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8d29472a46b114bb7fea93cc66b20f14\">Sie gab nicht zu verstehen, was in ihren Gedanken nun geschah.<\/p>\n<p data-p-id=\"6cf0266815c665488293a3ef68e84f9c\">\u201eWer bist du?&#8221;, fragte sie dann, so leise, dass es durch das Gewittergrollen kaum zu h\u00f6ren war.<\/p>\n<p data-p-id=\"fc0adbcfaa77dc890f2c3d0ad048e498\">\u201eDas, Salghi\u00e1ra Lagoscyre, ist im Augenblick die nebens\u00e4chlichste Frage. Bringt das Wasser aus den Wolken. Tut es f\u00fcr Advon und D\u00fdamir\u00e9e, das Abend- und das Morgenkind! Vertraut mir, wie ich euch vertraue.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8a6437f982235e6b08a02a980df9cbe3\">Er verneigte sich, in der stillen Hoffnung, seine Rede m\u00f6ge \u00fcberzeugend genug gewesen sein. Dann rannte er los. Die Kinder waren in Gefahr. Wenn sie nun nicht selbst wusste, was zu tun war, dann w\u00fcrde er es auch nicht mehr wenden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-p-id=\"5cbfa360a09ab447b38ba5546eba7dec\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"4156fed1f29c7eef4d78c752e0ef7967\">Ich starrte dem <em>b\u00e1chorkor<\/em> hinterher und f\u00fchlte mich &#8230; veralbert. Und alleingelassen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ea44f17c8692fe14e3614907f41d7fd1\">Nun ja, allein war ich nicht, aber was war mit Elos\u00e1l geschehen? War sie zu Stein erstarrt?<\/p>\n<p data-p-id=\"0a4ccfc2f72de0ef30c33eb5133e9331\">Nein, sie lebte und atmete, aber ihr Blick war ausdrucklos, nach innen gerichtet. Ich tastete zu ihr hin, aber ihre <em>maghiscal<\/em> war so hei\u00df, dass ich Abstand halten musste. Etwas schien sie zu durchflie\u00dfen, vielleicht auch aus ihr herauszustr\u00f6men und sie vermutlich langsam auszutrocknen. Wenn das, wie Advon gesagt hatte, dazu diente, die Chaosgeister abzuwehren, dann leistete die <em>faj\u00eda<\/em> wohl gerade eine unglaublich kraftzehrende, heikle Aufgabe.<\/p>\n<p data-p-id=\"bfbee2844810434e3a11d598e39a72fc\">Aber was konnte ich tun? Warum wollte mich dieser seltsame <em>b\u00e1chorkor<\/em>, der wahrscheinlich gar kein <em>b\u00e1chorkor<\/em> war, davon abhalten, D\u00fdamir\u00e9e zu retten? Und wo war Yalomiro? Er konnte doch nicht so einfach verschwunden sein!<\/p>\n<p data-p-id=\"62c87fda4453e2758f2135f804e6c10a\">Nein, sicher war er nicht <em>verschwunden<\/em>. Sicher verfolgte er den Verfluchten, und ich w\u00fcrde dabei nutzlos im Weg herumstehen. Dass mir die Kinder entwischt waren, machte die Sache auch nicht besser. Das waren zwei Dinge, um die die echten, die f\u00e4higen Magier sich zu k\u00fcmmern hatten.<\/p>\n<p data-p-id=\"7fb6747441643d363bd446e8258c745e\">\u201eAr\u00e1ma\u00fa&#8221;, murmelte ich. \u201eWas soll ich denn machen mit dem Wasser? Wie soll ich denn ein so gewaltiges Unwetter &#8230; L\u00e4cherlich ist das!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"71067607a275d63441b367df7fba8055\">Ich trat hinaus auf den Sims und schaute nach unten. Das Wetterleuchten flackerte gegen das bunte Pulsieren an und machte mich ganz durcheinander. Da unten am Fu\u00df des Turmes ging etwas vor sich, da war Bewegung. Ich erkannte entsetzt D\u00fdamir\u00e9e, die den Stab hielt, sah eine fremde weibliche Gestalt, auf die ein anderer Mensch mit einem Stock losging. Es \u00fcberraschte mich nicht sonderlich, dass es zweifellos \u00daldaise Ti\u00e1ramal\u00e9 war. Wahrscheinlich war Ovid\u00e1ol dazu in der Lage, zwischen den beiden K\u00f6rpern zu wechseln, als ob er eine Maske auf- und absetzte. D\u00fdamir\u00e9e umklammerte den verdammten Zauberstab, dieses verfluchte Ding, das Ovid\u00e1ol nie wieder in Gang bringen w\u00fcrde, mit dem kaputten Eiskristall, der &#8230;<\/p>\n<p data-p-id=\"3a24362d301e992c0bb4bd992955687b\">Eiskristall?<\/p>\n<p data-p-id=\"c727ca4778b1e3c6f4c9d6de44e6cee9\">Die Idee, die pl\u00f6tzlich aus meinen wirbelnden Gedanken emporragte wie ein kleiner Pflanzenkeim, durchbrach das Gef\u00fchl von Ohnmacht, Frust und Unzul\u00e4nglichkeit, in das ich mich wieder einmal hatte hineinziehen lassen. Ich z\u00f6gerte noch einen kurzen Moment und streckte dann die Hand aus, fing einige Sandtropfen ein und lie\u00df meine <em>maghiscal<\/em> dar\u00fcber hinwegflie\u00dfen. Der matschige Klumpen wurde kalt, kleine wei\u00dfe P\u00fcnktchen bildeten sich zwischen den K\u00f6rnern.<\/p>\n<p data-p-id=\"325c438ee58e3b1b51b6620fd60669e1\">Schnee. Schnee ist kalter Regen. Regen ist Wasser. Wasser im See, Wasser im Meer, Wasser in den Wolken.<\/p>\n<p data-p-id=\"22de1f8cf9a30ced9db57391f6a427b5\">Es gl\u00fcckte! Befriedigung, Triumph, neue Hoffnung keimte mit dem Ideenpfl\u00e4nzchen hervor, aber noch bevor ich selbstzufrieden jubeln konnte, l\u00f6ste der Schnee im Sand sich schon wieder auf und zur\u00fcck blieb nasser Matsch. Nein, <em>Schnee<\/em> w\u00fcrde nicht viel n\u00fctzen. Schnee war viel zu schwach, zumindest wenn es darum ging, zu verhindern dass das Widerwesen mit dem Wetter spielte.<\/p>\n<p data-p-id=\"46fbfe95a6b67fbb850826a768fa62b9\">Konnte Elos\u00e1l mich in ihrem Zustand eigentlich sehen? Nahm sie wahr, dass ich bei ihr stand und mir Gedanken dar\u00fcber machte, wie mein Anteil an unserem gemeinsamen Kampf aussehen mochte?<\/p>\n<p data-p-id=\"df201e4e34c58414b1d28d06c3e8ec58\">Ich rieb mir die H\u00e4nde am Rock ab und dachte nach. Schnee war nicht schlecht, aber es reichte nicht aus. Schnee war zu sanft, zu sacht, zu leicht. Zu &#8230;<\/p>\n<p data-p-id=\"5357bbf631b540477d569c0d350629b7\">&#8230; zu warm.<\/p>\n<p data-p-id=\"1d65ba5d0c232f1e48a231d7d98abb7b\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"8acd456e1f7819dfaa6beab71ea2ea0f\">Yalomiro taumelte durch die Dunkelheit hindurch und suchte nach der Stelle, an der er wieder hervorkommen konnte. Das musste schnell gehen, denn der Schattenwurf, den der Turm selbst im Gewitter erzeugen w\u00fcrde, w\u00e4re nur f\u00fcr einen Wimpernschlag vorhanden. Sobald es so weit war, dann durfte er nicht z\u00f6gern, nicht nachdenken. Dann musste es schnell getan werden.<\/p>\n<p data-p-id=\"091424760a8dbd48157efebfe0fff6c9\">Lauernd wartete Yalomiro Lagoscyre in der Tiefe auf seine Chance. Die Dinge, die ihm dabei durch den Sinn strichen, waren fl\u00fcchtig, unausgegoren, mehr Assoziationen als fertig geformte Ideen, aber mehr durfte er sich jetzt nicht erlauben. Der <em>b\u00e1chorkor<\/em> &#8230; \u00fcber den musste er sp\u00e4ter nachdenken. Da war etwas Unausgesprochenes, etwas Schwerwiegendes \u2013 etwas, das dennoch nun nicht so dringend war wie dies hier. Die Chaosgeister &#8230; gegen die konnten die Regenbogenritter mehr ausrichten als er. Salghi\u00e1ra &#8230; ach, Salghi\u00e1ra. Hoffentlich war sie mit den Kindern sicher ins Schulzimmer und zur\u00fcck in den Eta\u00edmalon gelangt. Der <em>faj\u00eda<\/em> w\u00fcrde es sicher missfallen, dass er auf diese Weise ihren Sohn in Nokt\u00e1mas Heiligtum verschleppt hatte, aber da er nicht vorhatte, den Jungen als Geisel zu nehmen, waren sie mit dieser Sache nun quitt. Mochte C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor, der f\u00fcr einen Gro\u00dfmeister erstaunlich wenig Selbstbeherrschung zeigte, den Knaben zur\u00fcckholen.<\/p>\n<p data-p-id=\"8e02ce145c906f5d91b1ab32e2ab3460\">Die Kinder &#8230; wieso hatte Patagh\u00edu der <em>faj\u00eda<\/em> und dem Goldenen ein Kind gew\u00e4hrt und sich dabei dieselbe Grausamkeit erlaubt wie Nokt\u00e1ma? Wieso setzten die M\u00e4chte unkundige Kinder in die Obhut magischer Eltern?<\/p>\n<p data-p-id=\"9b9726986b7f5d8daca472fb565fc7e0\">Seine eigene Aufgabe, die lag klar auf der Hand, sie gefiel ihm nicht, widerstrebte ihm, machte ihm klar, dass die Zeiten verstrichen waren, in denen er unbeschwert und mit sich selbst im Reinen gelebt hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"74966785ed2e60ea3422c3827617d31c\">Nokt\u00e1ma hatte ihn unter ihrem Dach beh\u00fctet und zu dem werden lassen, was er war. Nun war es an der Zeit, dass er sich f\u00fcr ihr Spiel <em>ver\u00e4nderte<\/em>.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2675","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2675","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2675"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2675\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3695,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2675\/revisions\/3695"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2675"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2675"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2675"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}