{"id":2673,"date":"2025-08-25T13:45:06","date_gmt":"2025-08-25T11:45:06","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2673"},"modified":"2025-08-31T22:57:24","modified_gmt":"2025-08-31T20:57:24","slug":"126-der-dumme-plan-der-dunkelheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/126-der-dumme-plan-der-dunkelheit\/","title":{"rendered":"126: Der dumme Plan der Dunkelheit"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-image:url(&#039;https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp&#039;);--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column fusion-column-has-bg-image\" data-bg-url=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"00bf269ed31b7dadbf3775396fb523df\">Yalomiro hatte den Autgenblick exakt abgepasst. In dem Moment, in dem der Blitz den Turm einen sichtbaren Schatten werfen lie\u00df, hatte er zugepackt, den alten, gebrechlichen K\u00f6rper, die frevelhafte Maskerade unter seinen H\u00e4nden gesp\u00fcrt und ihn hinabgezerrt, den Verr\u00e4ter, den Verfluchten, den, der Nokt\u00e1ma gel\u00e4stert, nach der Macht gegriffen und so viel dabei zerst\u00f6rt hatte. All die unschuldigen Menschenleben, die dabei sinnlos ausgel\u00f6scht worden waren, gar nicht eingerechnet.<\/p>\n<p data-p-id=\"24e88bc547bfaafc0d02eb5a8171699a\">Der K\u00f6der hatte seinen Zweck erf\u00fcllt. Nat\u00fcrlich hatte der Verfluchte nichts Eiligeres zu tun gehabt, als seinen Zauberstab zu bergen. Yalomiro hatte ihn mit Bedacht den Turm hinab geworfen, er aus einer Eingebung heraus exakt am Fu\u00df des Turmes platziert. Schade nur, dass er diesen Plan nicht zuvor mit dem Goldenen hatte absprechen k\u00f6nnen. Das h\u00e4tte weniger Ver\u00e4rgerung bedeutet. Nun, vielleicht w\u00fcrde sp\u00e4ter noch genug Zeit sein, um den Zorn des Hellen Magiers zu bes\u00e4nftigen. Bei dem, was er vorhatte, konnten Patagh\u00edus Diener ohnehin nicht helfen. Mochten die Hellen Magier tun, was ihr Gesch\u00e4ft war und Ungeheuer bek\u00e4mpfen. Das hier, das wahre Monster, das war seine Sache. Bei den M\u00e4chten, was hatte Ovid\u00e1ol sich dabei gedacht, sich an der Sch\u00f6pfung des Widerwesens zu bedienen, aus einer kindischen Machtphantasie heraus!<\/p>\n<p data-p-id=\"d3446e73b163a61a8dba68171e3ddcd6\">Der Verfluchte war \u00fcberrascht, zu \u00fcberrascht, um sich sogleich zu wehren. Wahrscheinlich hatte er nicht damit gerechnet, dass der so offenkundig entkr\u00e4ftete Schattens\u00e4nger so schnell von der Spitze des Turms herabkommen w\u00fcrde. Dann aber b\u00e4umte er sich auf, trat um sich und versuchte, sich aus Yalomiros Griff zu winden. Dabei musste er etwas loslassen, etwas, das er mit sich gerissen hatte und nun geistesgegenw\u00e4rtig von sich stie\u00df. Aber das bemerkte Yalomiro kaum, so sehr flammte die Wut in ihm auf und der Rausch, den Verfluchten mit einem simplen Trick in seine Gewalt gebracht zu haben, auf ein Terrain, wo es nur sie beide kam und nicht erneut Unschuldige in etwas hineingerissen w\u00fcrden, was nur mit Blut und Tr\u00e4nen zu kontrollieren war.<\/p>\n<p data-p-id=\"e628b528479f32978dd7b6015b009405\"><em>Verfluchter Kerl!,<\/em> geiferte Ovid\u00e1ol. Yalomiro war f\u00fcr einen kurzen Augenblick \u00fcberrascht, die br\u00fcchige Stimme eines alten <em>Mannes<\/em> zu h\u00f6ren, sie sich wie eine Maske aus Papier \u00fcber die wahre, die voll t\u00f6nende, machtvolle Gedankenstimme des Verfluchten legte, die hier in Nokt\u00e1mas Dom\u00e4ne widerhallte. Wahrscheinlich war es das erste Mal, seit Ovid\u00e1ol den unaussprechlichen Frevel begangen hatte, sich Menschenk\u00f6rper als Verkleidung anzulegen, dass auch wieder seine wahre Stimme erklang. Yalomiro hatte angenommen, die Greisin zu packen zu bekommen, aber offenbar beherrschte Ovid\u00e1ol zumindest noch die F\u00e4higkeit, seinen K\u00f6rper zu wandeln und von einem zum anderen zu wechseln. Ein j\u00e4mmerlicher Rest der berauschenden, der unerreichten F\u00e4higkeiten, die er einst gehabt haben musste. Ovid\u00e1ol trampelte und trat um sich. Stark war er, aber diese Kraft war in einem uralten, zerbrechlichen K\u00f6rper gebannt. Wenn er es \u00fcbertrieb, dann w\u00fcrde Ovid\u00e1ol das arme Gef\u00e4\u00df, dessen er sich bem\u00e4chtigt hatte, selbst zerbrechen.<\/p>\n<p data-p-id=\"4de1bd3a8ff6e0251f555747e974d971\">Vielleicht w\u00e4re das gar nicht schlecht. Der urspr\u00fcngliche Besitzer dieses K\u00f6pers war ohnehin l\u00e4ngst hinter den Tr\u00e4umen. M\u00f6ge er dort Frieden haben, dieser arme alte Unkundige, der zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen war. Wie abscheulich, dass sein Leichnam auf diese abscheuliche Weise gesch\u00e4ndet wurde.<\/p>\n<p data-p-id=\"965fd4de858ed46e846b41aedb1880b4\"><em>Gef\u00e4llt es dir hier nicht?,<\/em> zischte Yalomiro. <em>Erkennst du diesen Ort? F\u00fchlst du dich hier etwa nicht mehr wohl?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"d831fda4a0e76a243ce5ff69f18682ea\">Verhornte Altm\u00e4nnerfingern\u00e4gel kratzten nach seinem Gesicht. Der Verfluchte wand sich wie eine Schlange, konnte sich ein wenig mehr Beweglichkeit erringen. T\u00fcckisch trat er nach seinem Gegner. Yalomiro wich ihm aus, sp\u00fcrte einen heftigen Sto\u00df gegen sein Schienbein und warf sich w\u00fctend auf den Greis.<\/p>\n<p data-p-id=\"839773920df9f297e2f8a5c0a3dbd8e1\">Unter <em>normalen<\/em> Voraussetzungen h\u00e4tte aus ihrem Gerangel eine sehr ungleiche Pr\u00fcgelei werden k\u00f6nnen, aber das war hier, im Schatten nicht m\u00f6glich. Hier, an diesem Ort, an dem nur Schattens\u00e4nger sich mit Nokt\u00e1mas Duldung bewegen konnten, gab es kein Oben und Unten, nicht in dem Sinne, wie er im Weltenspiel herrschte. Yalomiro wusste, wenn er den Verfluchten loslie\u00df, dann w\u00fcrde es sehr schwierig werden, seiner wieder habhaft zu werden. Aber nur hier, in Nokt\u00e1mas Dom\u00e4ne, da gab es eine Chance, den Verfluchten niederzuringen. Es war l\u00e4sterlich und unr\u00fchmlich, das wohl. Aber musste Nokt\u00e1ma nicht ein Interesse daran haben, ihren abtr\u00fcnnigen Diener wieder ordentlich in ihrer Partie zu haben, nach all der Zeit, in der er sich vor ihr hatte verstecken k\u00f6nnen?<\/p>\n<p data-p-id=\"ca1dfe70f244ce22c770163870dcccc3\"><em>Was soll das, Kerl?,<\/em> keifte die nun fadenscheinige alte M\u00e4nnerstimme \u00fcber der vollen, dr\u00f6hnenden des Verfluchten. <em>Du kannst hier nicht k\u00e4mpfen! Du kannst hier nicht zaubern!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"72292c36762149de5a3974d7b1ba0cac\"><em>Ich wei\u00df<\/em>, keuchte Yalomiro, verbl\u00fcfft \u00fcber die Gegenwehr des Alten. <em>Und du auch nicht, selbst wenn du die Macht dazu h\u00e4ttest! Hier sind unsere Chancen gleich!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"218dfacfdb035c663a40b4ea98a6fe69\"><em>Das ist l\u00e4cherlich! Das ist unw\u00fcrdig!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"af1b60a306730dcd092c40f017b66098\"><em>Es ist nicht das erste Mal, dass ich mich in den Schatten mit einem Magier pr\u00fcgeln muss!<\/em> Dass sein erster Kampf in Nokt\u00e1mas Dom\u00e4ne damit geendet hatte, dass sein Gegner ihn in eine furchtbare Zwischenwelt weitab der Dunkelheit gezerrt hatte, sagte er besser nicht.<\/p>\n<p data-p-id=\"c70fdb8766b2c8f31f12db5b2e985bb2\"><em>Wie erb\u00e4rmlich!<\/em> Ovid\u00e1ols Hand grabschte erneut nach Yalomiros Gesicht, zielte auf seine Augen. <em>Und nun? Willst du mich mit blo\u00dfen H\u00e4nden umbringen?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"4e2ba037dcf56e4210a722ab12d7d6c8\"><em>Wenn es n\u00f6tig w\u00e4re?,<\/em> presste Yalomiro hervor.<\/p>\n<p data-p-id=\"c463ba3ae9ab76f6ca95b83c06f2357c\">Ovid\u00e1ol lachte und hart stie\u00df sein Knie nach ihm. <em>T\u00f6richt! Ein Narr bist du, dich mit mir anzulegen!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"5eeeb4c507e1ef417096934b92b79a15\"><em>Bist du so sicher?<\/em> Yalomiro schlug die knochige Hand beiseite. <em>Ist es nicht Aufgabe des Sch\u00fclers, das Werk des Meisters zu vollenden?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"fbb88fc620232a66293d08b7adfffdf4\"><em>Ha! Du denkst also, Ask\u00fdn h\u00e4tte <\/em>Hemmungen<em> gehabt, mich zu t\u00f6ten, damals?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"dc2e64b631f95c1599b107de48e10776\"><em>Ja, das glaube ich! Meinem Meister war jedes Leben heilig! Dass Nokt\u00e1ma \u00fcber dich urteilt, darauf hat er wohl vertraut! Und das ist mein Ansinnen!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"8252c1c295e56bef5de1eea864aebe75\"><em>Und was treibt dich, Yalomiro Lagoscyre? Blutdurst? Rache? Deine Arroganz? Gel\u00fcstet es dich danach, der zu sein, der den m\u00e4chtigen Ovid\u00e1ol vom Weltenspiel vertilgt?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"cfa1c80f71b89dbd9fb0acc0d92ee79e\"><em>Oh nein<\/em>, gab Yalomiro zur\u00fcck und versuchte, die Hand abzuwehren, die immer fester gegen seine Brust dr\u00fcckte, fast, dass es ihm Rippen zu brechen drohte. <em>Ich will nur, dass derselbe Wahnsinn nicht noch einmal losbricht! Ich will, dass es ein Ende hat! <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"6a237b74523f521a1f79d4f015245864\"><em>Und daf\u00fcr w\u00fcrdest du ernsthaft t\u00f6ten, Yalomiro Lagoscyre? Daf\u00fcr w\u00fcrdest du deinesgleichen morden, wie ein dreckiger dummer Unkundiger?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"6d087a07ea3c9cf4e6cf99f51f64e130\"><em>Wenn ich meine Seele hergeben muss, um dich zu stoppen<\/em>, behauptete Yalomiro, <em>dann soll es so sein!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"441afb85ed85e1c2a8a42d7ddeeb5a84\">Ovid\u00e1ol lachte schallend. Und dann war er pl\u00f6tzlich \u00fcber dem j\u00fcngeren Schattens\u00e4nger, seine Hand krallte sich um Yalomiros Hals.<\/p>\n<p data-p-id=\"d92b95bf39c5ab62531458ed016c46d2\"><em>Du dummer, eitler Kerl!,<\/em> spottete der Alte. <em>Du einf\u00e4ltiger Trottel! W\u00e4hrend wir uns hier unter Nokt\u00e1mas Augen schlagen wie die Gossenkinder, sind meine Chaosgeister auf dem Weg gen Norden! Alles, was du erreichst, indem du mich mit deinem kindischen Getue aufh\u00e4ltst, ist nur, dass die Vernichtung planlos und beliebig wird, wie es ihnen einf\u00e4llt! Nicht, dass das f\u00fcr die Unkundigen eine Rolle spielt!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"6a7132321f896e5f92a32fee3be869f3\"><em>Nokt\u00e1ma wird dich strafen<\/em>, keuchte Yalomiro. <em>Nein: Das <\/em>Widerwesen<em> wird dich strafen f\u00fcr deine Anma\u00dfung!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"db9a19e17f5ada74108d774174c8e699\"><em>Ach<\/em>, geiferte Ovid\u00e1ol sp\u00f6ttisch, <em>Jetzt rufst du nach deiner Mama? Ob du es wissen willst oder nicht, du t\u00f6richter Kerl, Nokt\u00e1ma und Patagh\u00edu k\u00f6nnen gar nichts mehr ausrichten, nicht mehr als aus den Tr\u00fcmmern ihres Weltenspiels ein neues aufzubauen. Wir werden sehen, wie weit sie damit kommen, mit ihrer feinen Puppenstube!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"974d0d647f8f87d2d8e6d30d4cfcb1f5\"><em>Und wenn wir beide hier umkommen und zu ruhelosen Schatten werden<\/em>, \u00e4chzte Yalomiro, <em>dann hast du doch noch lange nicht gewonnen. Die <\/em>arcaval&#8217;ay <em>werden wohl herausfinden, was dein Stab tats\u00e4chlich kann! Mir mag es reichen, dich solange aus ihrem Weg zu schaffen und hier festzubannen!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"8213ac85f7ea93ee70e3711ed203ea09\">Yalomiro h\u00f6rte sein eigenes Blut in seinen Adern pochen. Der Alte dr\u00fcckte ihm mit unmenschlicher Kraft den Hals zu. Aber nat\u00fcrlich gelang es ihm nicht, Yalomiro zu ersticken. Dar\u00fcber schien Ovid\u00e1ol verwirrt, aber es hielt ihn nicht ab, weiter zu prahlen.<\/p>\n<p data-p-id=\"fccb42a1c7c3fff74b4df2021414311d\"><em>Arcaval&#8217;ay und faj\u00eda\u00e9 werden meine Geheimnisse nie entschl\u00fcsseln! Ich w\u00fcrde mich sehr wundern, wenn Ask\u00fdn, der widerliche Empork\u00f6mmling, nicht sein Leben lang dar\u00fcber nachger\u00e4tselt h\u00e4tte! Wahrscheinlich hat er dar\u00fcber seinen Verstand g\u00e4nzlich verloren! Er war doch am Ende n\u00e4rrisch geworden, habe ich nicht recht?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"f46bd7f4a0e90edd173bf9d791d5be54\">Woher wusste Ovid\u00e1ol das? Und was mochte er noch wissen?<\/p>\n<p data-p-id=\"e7102b86c752da93d7e3aab237b452c1\"><em>Hattest du Kenntnis, was im Boscarg\u00e9n geschehen war? <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"e37070b9d2f0f718c38ceda65622478f\"><em>Ich wusste, dass ein Rotgewandeter die Gelegenheit genutzt hat, seine Rache zu nehmen. Sollte er. Nur gut f\u00fcr mich. Weniger verblendete T\u00f6lpel zwischen mir und meinem Werkzeug.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"2900fed74a6b9ad9d3269807ce0e6421\"><em>Meine <\/em>h\u00fdardora<em> wird den arcaval&#8217;ay helfen, dein Werkzeug zu entschl\u00fcsseln und den einen Zauber herauszuholen, den du f\u00fcr die Chaosgeister gewirkt hast!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"57f39be0232eb06f6c45667c41e70bdc\"><em>Deine <\/em>h\u00fdardora<em>? <\/em>Nun lachte der alte Mann abscheulich. <em>Wo<\/em> <em>immer dieses &#8230; Ding hergekommen, warum auch immer du dich zu L\u00fcsternheit hast hinrei\u00dfen lassen \u2013 dieses dumme, h\u00e4ssliche, widerliche St\u00fcck wird den <\/em>arcaval&#8217;ay<em> nichts n\u00fctzen. Wo hast du sie hergehabt, die unkundige Dirne, und wie ist es ihr bekommen, dass du sie besprungen hast? Hatte sie Vergn\u00fcgen daran? Oder hat sie selbst danach verlangt in n\u00e4rrischer Hitze? Hat sie da, woher sie kam, keinen ihr gem\u00e4\u00dfen Kerl daf\u00fcr gefunden?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"49501c1b91cb18cca30767015384768d\">Yalomiro lie\u00df Ovid\u00e1ols Handgelenke los. Dann trat er zu. Offenbar hatte er eine empfindliche Stelle getroffen, denn Ovid\u00e1ol keuchte auf und lockerte seine Umklammerung. Yalomiro wand sich heraus, wirbelte herum.<\/p>\n<p data-p-id=\"fbbef8f2c54b7ed741180f3989fe8f99\"><em>Kein schmutziges Wort, <\/em>zischte er und haschte nach dem Alten, bevor der entwischen konnte<em>, und keine ekelhaften Gedanken \u00fcber meine <\/em>h\u00fdardora<em>! <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"e1789acefa9e3237cd67997c099871cf\"><em>Ihr werdet schon noch sehen, was ihr davon habt, du und die faj\u00eda! Mit unkundigem Gew\u00fcrm herumhuren! Die Keuschheit der reinen Magie beschmutzen, die euch so eilig war! Pfui \u00fcber dich und Patagh\u00edus liederliche Magd!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"4b06d5a15ebaf400e4afd5c66a1ef80c\">Yalomiro stutzte. Er sp\u00fcrte den kostbaren Stoff von Ovid\u00e1ols Gewand unter seinen Fingern und den rasselnden Atem des Greises in der v\u00f6lligen Schw\u00e4rze. Offenbar hatte der unw\u00fcrdige Kampf den alten K\u00f6rper verausgabt.<\/p>\n<p data-p-id=\"a2454f8392abbd65e09ba3a3ce0aaadb\"><em>Was?,<\/em> fragte er dann misstrauisch. <em>Was sagst du?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"d31f1608052a4e39518bb599992e74dd\">Ovid\u00e1ols Stimme lachte geh\u00e4ssig und befreite sich dabei endg\u00fcltig von der seines Menschenkost\u00fcms. <em>Bei allem, was seit jenem unheilvollen Tag geschehen ist, damals, als der Ciel\u00e1stel beinahe gefallen w\u00e4re, <\/em>h\u00f6rte Yalomiro ihn in der Dunkelheit, <em>da hat Patagh\u00edu wohl eine gl\u00fccklichere Wahl getroffen. Sicher, C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor ist ein tumber Trottel, ein heldenm\u00fctiger Idiot, aber zumindest hat er das, was ihm geschenkt wurde, halbwegs zu nutzen gewusst. Was kann deine Dirne denn wirken mit ihrer Magie, au\u00dfer schiefen Banngeweben, wie gemacht von einer besoffenen Spinne?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"2ef788b7410494e6bb8c6c735b56a27a\"><em>Wovon redest du da?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"e2ffd2688552b775e59afa1a1eac50ab\"><em>Nokt\u00e1ma h\u00e4tte sich denken k\u00f6nnen, dass es ihr nicht besser gelingen w\u00fcrde. Aber wenn ich dein &#8230; Weibchen so anschaue, dann hat die Mutter des Dunkeln sich noch nicht einmal M\u00fche gegeben, jemanden zu w\u00e4hlen, der neben der Witzfigur mit der Goldr\u00fcstung halbwegs statthaft aussieht! Wie j\u00e4mmerlich, dass Nokt\u00e1ma sich dazu herabl\u00e4sst, Patagh\u00edu seine Narreteien auch noch nachzumachen!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"3f0749e69a8961f8535347c1d2b4ce6c\">Yalomiro zog den Alten an dessen Mantel zu sich heran. Der Menschenk\u00f6rper setzte sich nicht zur Wehr. Sonderbar kraftlos schien er ihm zu sein.<\/p>\n<p data-p-id=\"bb5981100f4482108c20cc2b7a9bca4a\"><em>Soll das hei\u00dfen, C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor ist &#8230;<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"1b4b8996e795f18b3ccdf5bbc9bdcc9e\"><em>Was denkst du, warum er auch nichts anderes zustande gebracht hat als ein magieloses Balg? <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"6500185bf16d83d4b707e9af2ae774e7\">Yalomiro z\u00f6gerte. Vielleicht l\u00e4nger, als er es sich h\u00e4tte erlauben d\u00fcrfen.<\/p>\n<p data-p-id=\"8eb8839c51117420573cc74d66f47576\"><em>Wolltest du mich nicht gerade noch unsch\u00e4dlich machen?, <\/em>fragte Ovid\u00e1ol sanft. <em>Wolltest du nicht dein sauberes Herz, deine zusammengeflickte Seele opfern, um das Werk deines Meisters zu beenden? Komm, Yalomiro Lagoscyre, tu dir keinen Zwang an. Willst du mich nicht endlich hinter die Tr\u00e4ume bringen?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"ded9e3ee7576f2f23a64b2ace7e78eac\">Yalomiro f\u00fchlte sich angewidert. Eine dumpfe Leere bet\u00e4ubte seine Wut. Der Schattens\u00e4nger lie\u00df den Verfluchten los. <em>Mir ist nicht mehr danach, <\/em>sagte er leise, drehte sich um und ging fort.<\/p>\n<p data-p-id=\"56432f3fc9964acfa7f9c6a4a724893c\">Aber er kam nicht weit. Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar stapfte in dem verbrauchten Greisenk\u00f6rper hinter ihm her. <em>Kein Wunder, <\/em>l\u00e4sterte er, <em>unverkennbar bist du Ask\u00fdn Lagoscyres Sch\u00fcler. So weit bist du gekommen, und dann z\u00f6gerst du, den letzten Zug zu tun? Armselig, dass Nokt\u00e1ma mit dir als ihrem letzten Magier, ihrer letzten kundigen Spielfigur auskommen muss!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"78a20eae2ffdd74ae6aad8e5b717a787\"><em>Ich habe getan, was ich konnte. Ich habe dich an den Ort gebracht, an den du geh\u00f6rst. Nokt\u00e1mas Dom\u00e4ne zu verlassen sollte au\u00dferhalb deiner Macht und M\u00f6glichkeiten liegen. Was soll ich mir anma\u00dfen, nun noch zu entscheiden, was mit dir geschehen soll?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"b1730e25301b9a369da14942c67d2f48\"><em>Wer bist du, Yalomiro Lagoscyre? Nokt\u00e1mas Auserw\u00e4hlter? Nokt\u00e1mas Liebling? Nokt\u00e1mas Kerkermeister? Nokt\u00e1mas Wachhund? <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"b81c4863979690185ee1e68842bbeb25\"><em>Zumindest bin ich nicht Nokt\u00e1mas <\/em>f\u00fdntar<em>. Und nun lass mich und flehe die M\u00e4chte an, dass du hier sicher vor dem Widerwesen bist.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"27f505b46b40992ba41a9e1c236edc60\"><em>Hast du mich allen Ernstes hergebracht, um mich in meinem eigenen Element einzusperren?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"f27541b454ab8c24890f001da72b235f\"><em>Der Schatten ist nicht mehr f\u00fcr dich, Ovid\u00e1ol. Wenn nicht mehr von dir geblieben ist als Erinnerungen, die tote Menschenk\u00f6rper parasitiert haben, dann wirst du in Nokt\u00e1mas Dom\u00e4ne den Verstand verlieren. Dieser Ort ist nicht f\u00fcr Unkundige, und mehr bist du nicht mehr. Ich habe gesehen, wie du nach deinem alten Zauberstab gelechzt hast, wie ein Trunkenbold, der einen zerbrochenen Weinkrug findet und in den Scherben nach den letzten Tropfen sucht. Lass mich zur\u00fcck zu den anderen, zu meiner <\/em>h\u00fdardora<em>, meinem Kind. Ich will nach Kr\u00e4ften den <\/em>arcaval&#8217;ay <em>beistehen, den Frevel und das Durcheinander, das du im wahnerf\u00fcllten Hochmut losgetreten hast, wieder zu ordnen. <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"d27c53a1e3e1a8eb827fd4929e9e8e2d\"><em>Du bist entkr\u00e4ftet und machtlos, Yalomiro Lagoscyre. Deine <\/em>maghiscal<em> reicht vielleicht gerade noch f\u00fcr einen halben Zauber.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"dce8a00d98ac6452e73c95b49acbab5c\"><em>Der reicht mir, um diesen Ort zu verlassen. Mag Nokt\u00e1ma Gnade mit dir haben, Ovid\u00e1ol. Ich habe hier nichts mehr zu tun.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"5ff8a24c7a5a0f3cb9e0fbc14771fea3\">Er wandte sich erneut ab und trachtete danach, einige Schritte zwischen sich und den Verfluchten zu bringen. Aber Ovid\u00e1ol verfolgte ihn, lie\u00df ihn nicht in Ruhe. Yalomiro konnte sich denken, warum er das tat. Vielleicht hoffte der einstmals m\u00e4chtige Magier, den Moment nutzen zu k\u00f6nnen, in dem er, der nahezu Kraftlose, aus dem Schatten hervortreten wollte. Es war ihm gelungen, den Alten in die Dunkelheit zu ziehen, nur durch die \u00dcberraschung war ihm das gegl\u00fcckt. Das w\u00fcrde nun nicht funktionieren, denn nun rechnete er damit. Und Nokt\u00e1ma \u2013 sie schwieg und blieb fern. Hatte sie tats\u00e4chlich kein Interesse daran, sich um ihre abtr\u00fcnnige Spielfigur zu k\u00fcmmern?<\/p>\n<p data-p-id=\"f9db4bdd7461f200d19c86b0424ecf8f\">Und was hatte diese Rede \u00fcber C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor zu bedeuten? War es tats\u00e4chlich das Ansinnen der M\u00e4chte gewesen, Magie und Unkundiges zu vereinen, so wie er es mit den Zutaten f\u00fcr seine Elixiere tat? Als er damals in das Alter gekommen war, als sein Fluch sich zu manifestieren begann, hatten ihn die \u00c4lteren streng ermahnt, dass <em>camat&#8217;ay<\/em> keusch zu bleiben hatten und Nokt\u00e1ma auf strenge Weise sicherstellte, dass es dabei blieb. Hatten Patagh\u00edu und Nokt\u00e1ma ihre eigenen Regeln mutwillig gebrochen, nur um zu sehen, was geschah, wenn sie die Bedingungen \u00e4nderten?<\/p>\n<p data-p-id=\"8587b2cb7500ebbd37ba4bb8e6a44b84\">War ihnen trotzdem misslungen, was sie erwartet hatten? Was hatten sie vorgehabt, mit den <em>arcaval&#8217;ay<\/em>, den <em>faj\u00eda\u00e9<\/em> \u2013 mit ihm und Salghi\u00e1ra? Was hatten sie sich davon erhofft?<\/p>\n<p data-p-id=\"850973cde3d7b9248ff3639fc10b7cb9\">Yalomiro dachte dar\u00fcber nach, und was ihm dazu einfiel, \u00fcber die Ungeheuerlichkeit, die sich dahinter verbergen und doch so vieles erkl\u00e4ren w\u00fcrde. Inklusive der Emp\u00f6rung, die Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar empfinden mochte.<\/p>\n<p data-p-id=\"5c877b8cd6c9cb31c27d8f08ad6b6633\"><em>Wie ein Hirte, der Schaf und Ziege vereint, <\/em>goss Ovid\u00e1ol weiteres Gift nach, <em>und sich dann gr\u00e4mt \u00fcber das unfruchtbare Missgebilde, das dabei herauskommt!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"e01154cac751c6c6705477ce9cce2352\">Yalomiro musste die Gedanken des Alten gar nicht h\u00f6ren. Der Verfluchte hatte ihn verwundet, nicht seinen K\u00f6rper, nicht seine <em>maghiscal<\/em>. Die Wunde war winzig klein, vorerst. Wie ein Schnitt an einem Papier beim \u00d6ffnen eines verbotenen Buches. Er besann sich, sammelte seine Gedanken ein, brachte sie zum Schweigen.<\/p>\n<p data-p-id=\"e2e102b0647b63d951fb128fe11d13d6\"><em>Nokt\u00e1ma, <\/em>dachte er, <em>ich habe ihn dir gebracht, den Verr\u00e4ter, den Falschspieler, den Wahnsinnigen, der sich anma\u00dft, das Weltenspiel zu unterbrechen. Ich habe ihn getrennt von den Wesen, die er hervorgetrieben hat aus dem Chaos! Und nun? Was willst du, das ich tue? Was erwartest du, das ich vollbringen soll? Was erwartest du als N\u00e4chstes von mir? Womit kann ich dich als N\u00e4chstes <\/em>belustigen<em>?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"1f33066fd40ccbe4cbc80937ffcb7d49\">Nat\u00fcrlich antwortete sie ihm nicht, warum sollte sie auch? Ihr w\u00fcrde nicht entgangen sein, welcher \u00c4rger und welche Fassungslosigkeit sich ausgehend von dem winzigen Papierschnitt in seinem Vertrauen ausbreitete. Vielleicht w\u00e4re es besser, das verbotene Buch zu schlie\u00dfen, bevor der kleine Schnitt zur Unzeit zu einem gewaltigen Riss werden konnte. Es gab Wissen, das weh tun konnte. Das hatte Yalomiro immer geahnt, aber noch nie so deutlich empfunden.<\/p>\n<p data-p-id=\"8050c66e982997febd174f3bcd57104a\"><em>Es sieht so aus, <\/em>sagte Ovid\u00e1ol, <em>dass Nokt\u00e1ma Besseres zu tun hat, als sich um dich und mich zu k\u00fcmmern. Nun, an diesem Ort haben wir Zeit!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"1b23b20c333e04ad91c1f6df63f9f76a\">Nein, die hatten sie nicht, zumindest <em>er<\/em> hatte sie nicht. W\u00e4hrend er hier mit einer unerf\u00fcllten Aufgabe verharrte, tobte im Weltenspiel der Kampf gegen die Chaosgeister, ein Beben, das sich durch das Weltenspiel ziehen konnte wie ein Riss auf einer Eisfl\u00e4che, nicht zu berechnen in Richtung und Tiefe. Ovid\u00e1ol hatte mit seinem Irrsinn den Ansto\u00df gegeben, wahrscheinlich, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein, wie sich an dem Sandregensturm beweisen lie\u00df.<\/p>\n<p data-p-id=\"127bcfe36619fec623ae13b40c5a8304\"><em>Nokt\u00e1ma, <\/em>dachte Yalomiro ungeduldig, <em>was soll ich tun? Was verlangst du von mir?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"bc370146b1f0ab6115874045b08d9eb2\">Ovid\u00e1ol schien belustigt. Yalomiro konnte sp\u00fcren, dass er grinste. War er noch in seinem K\u00f6rper? Oder hatte er den Ballast abgeworfen, um schlie\u00dflich eines zu werden mit dem Dunkel, vielleicht das Allerletzte, was er ohne Magie noch zuwege brachte?<\/p>\n<p data-p-id=\"cc2c2cca8c288773759488d21015c189\"><em>Nokt\u00e1ma! Ich flehe dich an! <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"f13fce875d4744c663a506761d33bade\">\u201ePapa?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f66aac65f6954c13603bd7b4795f51cb\">Yalomiro keuchte auf. Das war nicht Nokt\u00e1ma gewesen, auch kein Gedanke, kein Trugbild, mit dem Ovid\u00e1ol ihn provozieren wollte. Er hatte die Stimme <em>geh\u00f6rt<\/em>, mit seinen Ohren! Hier \u2013 in Nokt\u00e1mas Reich, wo kein Laut sein konnte, es sei denn, etwas verzerrte die Dunkelheit mit starker Magie.<\/p>\n<p data-p-id=\"0e86b9a63270c01e2931993f6a8f3793\">Ovid\u00e1ol hatte es auch geh\u00f6rt. Das Grinsen im absoluten Dunkel wurde immer scheu\u00dflicher.<\/p>\n<p data-p-id=\"19a856f68537b15c7042c27d8e3c0ada\"><em>Also doch. Mir war doch, als h\u00e4tte ich beides mit mir gehabt, das G\u00f6r und das andere.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"66251304c71a056606eacbc79dc41bfc\"><em>Wie &#8230;<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"0ae4e9c96fd63deadd1048569a5fe7b8\"><em>Einen hast du erhaschen wollen, Yalomiro Lagoscyre. Gepackt hast du den Wolf, der den Hasen in den F\u00e4ngen hatte. Halten konntest du nur einen. Und nun &#8230; lass uns spielen! Wer f\u00e4ngt ihn zuerst, den Hasen? Oder findest du zuerst den Stab?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"92257022664d0c64e30382b51a19912a\">\u201eD\u00fdamir\u00e9e!&#8221; Yalomiro rief ihren Namen, entweihte Nokt\u00e1mas Schattenreich mit seiner Stimme, aber der klang vergingt ungeh\u00f6rt in der Dunkelheit. Ovid\u00e1ol lachte, Yalomiro fuhr zornig zu ihm herum &#8230; und ins Leere.<\/p>\n<p data-p-id=\"5b05482a0f144453dea5956adeee8dc3\">\u201ePapa?&#8221;, rief D\u00fdamir\u00e9e, ganz weit fort und direkt an seiner Seite, von allen Seiten zugleich h\u00f6rte er ihre Stimme, ein \u00fcberlappendes Echo, das durch das Dunkel auf ihn einst\u00fcrzte. Wie sollte er sie finden, hier, wo es nur das Dunkel gab und nichts dar\u00fcber hinaus?<\/p>\n<p data-p-id=\"fedb93243d04b8f60c63b62e497404bb\">\u201ePapa!&#8221;, wimmerte sie, und nun war Entsetzen in ihrer Stimme. \u201ePapa! Papa!!!&#8221; Und dann, leise in dem Klanggewirr, das hier nicht sein sollte, nicht sein konnte: \u201ePapa &#8230; ich hab Angst!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b197bf848f5f76e1894f35e31c0ccea8\">Sie w\u00fcrde den Verstand verlieren. Ihr unkundiger kleiner Kindergeist w\u00e4re nicht dazu in der Lage, Nokt\u00e1mas Dom\u00e4ne zu begreifen, sich ihr anzuvertrauen. Nicht ohne einen Magier, der seine <em>maghiscal<\/em> mit ihr teilte.<\/p>\n<p data-p-id=\"6781170d760d8f1efa8bd7042e4a09c8\">\u201eD\u00fdamir\u00e9e! Mein kleiner Stern! Wo bist du?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c1beea2ebb31f34143b48876a9a83ef8\">Und irgendwo im Dunklen lachte Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar schallend \u00fcber sein unerwartetes Gl\u00fcck.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2673","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2673","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2673"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2673\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3256,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2673\/revisions\/3256"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2673"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2673"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2673"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}