{"id":2651,"date":"2025-08-25T13:36:20","date_gmt":"2025-08-25T11:36:20","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2651"},"modified":"2025-08-31T23:05:32","modified_gmt":"2025-08-31T21:05:32","slug":"116-des-verfluchten-alte-koerper","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/116-des-verfluchten-alte-koerper\/","title":{"rendered":"116: Des Verfluchten alte K\u00f6rper"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"fae2019b7c8355bfefb2abeb603268ef\">Sileda\u00fa schaute langsam zu dem jungen zerlumpten Mann auf, der ihr nun gegen\u00fcberstand. Sie sagte nichts, aber sie streckte \u00fcberraschend zaghaft die Hand nach dem Silberstern aus, den er ihr entgegenhielt. Allerdings z\u00f6gerte sie, ihn an sich zu nehmen.<\/p>\n<p data-p-id=\"d1e3c56de7dcf93ef672b338d9a978e2\">\u201eDas geh\u00f6rt Euch doch?&#8221;, fragte der junge <em>b\u00e1chorkor<\/em>. \u201eIhr wollt es doch haben?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"71709f98bf8bbd0dc8422e3ddc51066e\">Abgesehen von den Gewitterger\u00e4uschen und dem fallenden Sand, der gegen das Geb\u00e4ude und auf uns herab klatschte, blieb es einen Moment totenstill. Immer noch flackerte das Licht ruckartig und selbst f\u00fcr nachtsichtige Augen wie die meinen verwirrend. Ich war wie gel\u00e4hmt, wusste beim besten Willen nicht, was ich von alledem halten sollte. Elos\u00e1l neben mir hatte ihre Arme fest um Advon gelegt. Ihre Augen funkelten golden, erschrocken, nein: <em>entsetzt<\/em>. Der Junge machte hingegen ein eher verwirrtes Gesicht. Er f\u00fcrchtete sich, aber in den Armen seiner Mutter wurde er ruhiger. Sein Vater auf der anderen Seite des Simses, immer noch im Sattel, war ebenfalls offensichtlich fassungslos. Er hielt D\u00fdamir\u00e9e sicher und best\u00fcrzend vertraut im Arm. Das wurmte und beruhigte mich auf seltsame Art gleicherma\u00dfen. Immerhin schaute sie verlangend zu Yalomiro und mir hin\u00fcber. Doch ich konnte sie nicht erreichen, nicht jetzt. C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor schien das zu wissen. Nein, diesmal wollte er mir mein Kind nicht wegnehmen. Diesmal wagte er es nicht, sie loszulassen. Es kr\u00e4nkte mich, dass er mir nicht zuzutrauen schien, dass ich auf sie achtgeben k\u00f6nne. Aber irgendwie hatte er ja Recht damit. Schlie\u00dflich hatte ich D\u00fdamir\u00e9e schon einmal im Stich gelassen.<\/p>\n<p data-p-id=\"3f04f5e218840f22a0792852517f20d9\">\u201eIst das wahr?&#8221;, fragte Yalomiro. Der Wind zerrte an seinem Mantel, als wolle er ihn von den F\u00fc\u00dfen rei\u00dfen. \u201e<em>Bist <\/em>du, wie immer es zugehen mag, Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2c95d035d899a32b4e839fa0796ca566\">\u201eMach dich nicht l\u00e4cherlich, Schwarzmantel&#8221;, fauchte Sileda\u00fa und rappelte sich langsam auf, sehr bed\u00e4chtig und vorsichtig, langte nach ihrem Gehstock, ohne den sie wohl nicht stehen konnte. \u201eSehe ich aus wie ein verfluchter Schattens\u00e4nger? Stimmt etwas mit deinen Augen nicht? Ich bin ein Weib, Schwarzmantel! Und m\u00fcsstest du es nicht sp\u00fcren, w\u00e4re ich deinesgleichen?&#8221; Sie lachte ver\u00e4chtlich und st\u00fctzte sich schwer auf. Offenbar hatte sie den Angriff nicht ganz schadlos \u00fcberstanden. \u201eWas f\u00fcr eine l\u00e4cherliche Idee! Aber dass es mit dem Verstand von diesem unversch\u00e4mten Lumpen hier nicht weit her ist, das wei\u00df ich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4834e8eec969f2cd02cd1c4000de8ca4\">\u201eVon wem wollt Ihr etwas \u00fcber meinen Verstand wissen?&#8221;, fragte der junge Mann. \u201eIch entsinne mich nicht, Euch schon zuvor begegnet zu sein. Es sei denn, Ihr w\u00e4ret tats\u00e4chlich so eng mit \u00daldaise Ti\u00e1ramal\u00e9 verbunden, dass Ihr eine Erinnerung miteinander teilt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"eee1f7fa52ff3ec1dd5ad645913b5af4\">\u201eNun&#8221;, sagte Yalomiro, \u201ewenn du <em>nicht <\/em>auf wunderliche Weise der Verfluchte bist, so f\u00e4nde ich es doch nicht allzu absurd, h\u00e4ttest du in irgendeiner Form eine Verbindung zu ihm, die \u00fcber eine pers\u00f6nliche Bekanntschaft hinausgeht. Was ist es? Ein Fluch?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5456a79d95f6f2d38f86882b11c300f2\">\u201eSileda\u00fa&#8221;, mischte Elos\u00e1l sich ein, \u201eerkl\u00e4re uns das!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"acac99cc39d095a7e915a5b4735d0222\">\u201eErkl\u00e4ren? Was denn? Dass der Kerl hier vom Wahnsinn gepackt ist? Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar soll ich nahe sein? Was f\u00fcr ein Bl\u00f6dsinn! Habt Ihr eine Vorstellung davon, wie alt der Mann nun w\u00e4re?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1f99512b451c0bb03f085d428e6efe1d\">\u201eNun&#8221;, kam es da von C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor, \u201eals ich den Verfluchten das letzte Mal sah, als ich ihm leibhaftig gegen\u00fcberstand, damals, in jener schrecklichen Schlacht, da war er nicht wesentlich \u00e4lter als ich. Selbst wenn er lebendig entkommen w\u00e4re, die Zeit sollte ihn l\u00e4ngst dahingerafft haben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3ff41a933a2a818569c47c168acad22b\">\u201eSo wenig, wie sie Euch dahingerafft hat, obgleich Ihr ein sterblicher Mensch seid?&#8221;, fragte der junge Mann. \u201eMeister C\u00fdel\u00fa, es gibt Orte und M\u00f6glichkeiten, der Zeit aus dem Wege zu gehen. Der Ciel\u00e1stel geh\u00f6rt dazu. Aber es gibt noch mehr Das wisst auch Ihr, Meister Yalomiro, Meisterin<strong>?<\/strong>. Nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f859a6bb770ade6538154e7b34e28f70\">War das so? War die Burg der Regenbogenritter ein Ort au\u00dferhalb der Zeit? Es h\u00e4tte mich nicht gewundert. Nein, mehr noch \u2013 es war logisch. Bei den <em>arcaval&#8217;ay<\/em> und der <em>faj\u00eda<\/em> hatte ich es nicht hinterfragt, wenn sie doch nichtmenschliche Wesen waren. Bei C\u00fdel\u00fa sah das ganz anders aus. Aber wie konnte der <em>b\u00e1chorkor<\/em> wissen, was mit mir und Yalomiro war? Nicht einmal D\u00fdamir\u00e9e wusste davon!<\/p>\n<p data-p-id=\"31f080c410db456eab9e34dc2ac38150\">Ich war faszinierter, als es in der Situation angemessen gewesen war. Wer war dieser junge, abgek\u00e4mpfte Mann, der sich benahm, als geh\u00f6re er ganz selbstverst\u00e4ndlich in diesen Kreis von Magiern, hoch oben in einem Heiligtum und mitten in einem Hagel aus nassem Sand, Sturm und Regen?<\/p>\n<p data-p-id=\"13f3ca7300224266fd312b621e553d34\">Yalomiro umfasste den Stab mit beiden H\u00e4nden und trat einen Schritt beiseite. Auf seinem Hut hatte sich bereits eine dicke Sandschicht angeh\u00e4uft. Aber er konzentrierte sich auf die alte Frau.<\/p>\n<p data-p-id=\"ed0124824abff36a7637b3fd6a5aba81\">\u201eIn der Tat. Es w\u00fcrde mich nicht wundern, wenn Ovid\u00e1ol ein derartiges Schlupfloch gefunden h\u00e4tte. Aber nach allem, was ich wei\u00df, war Ovid\u00e1ol tats\u00e4chlich keine Frau. Und er wurde besiegt. Das wei\u00df ich aus erster Hand. Mein Meister war es, der ihn am Ende bezwang.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3151891031217c70715740f0c761d9f2\">Der mysteri\u00f6se junge Mann betrachtete nachdenklich den Silberstern in seiner Hand. Die d\u00fcrren Finger der Alten langten sehns\u00fcchtig danach, aber immer noch griff sie nicht zu. Und er gab ihn ihr nicht.<\/p>\n<p data-p-id=\"41872eefcd80067d488eb6c504b32692\">\u201eMeister Yalomiro&#8221;, fragte er stattdessen, \u201eich h\u00f6re sehr gerne gute Geschichten. Bitte erz\u00e4hlt uns, was Ihr \u00fcber den Untergang von Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar wisst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7f1adee166663746ae9aa5ec01ff75fc\">Yalomiro schaute sich nach mir um, \u00fcberzeugte sich wohl auch davon, dass D\u00fdamir\u00e9e bei C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor gut aufgehoben war. Als ich seinen Blick auffing, stutzte ich. Irgendetwas wollte er mir zu verstehen geben, aber in dem enervierenden Geflacker verstand ich nicht, was er vorhatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"fc5ed2de086ee293695249b5ced08c9c\">\u201eIch denke, wir alle hier sind mit den Dingen vertraut&#8221;, behauptete er, wohlwissend, dass ich und sicher auch D\u00fdamir\u00e9e tats\u00e4chlich keine Ahnung hatten, wovon er sprach. Dies war eine Geschichte aus einer unsch\u00f6nen Vergangenheit, vor der er uns hatte besch\u00fctzen wollen. Etwas, \u00fcber das Schattens\u00e4nger einfach nicht sprachen, weil sie es vergessen wollten, so wie diesen verfluchten Stab, dessen sie sich nicht entledigen konnten. \u201eDen Regenbogenrittern gelang es, die Chaosgeister zur\u00fcck in die W\u00fcste zu vertreiben, Ovid\u00e1ols menschliches Gefolge unterlag den Menschenkriegern, kaum dass ihr Anf\u00fchrer sie im Stich lie\u00df. Ovid\u00e1ols K\u00e4mpfer und Kreaturen waren also versprengt, geschlagen und vernichtet. Er selbst war auf der Flucht. Meinesgleichen nahm die Verfolgung auf. Wie es der Zufall will, war es mein eigener Meister, der am Ende, zusammen mit einigen wenigen anderen, den Fl\u00fcchtigen stellte. Und so kam es zu jenem Kampf, bei dem dieses schreckliche Artefakt hier zu Bruch ging. Mein Meister brachte diese Troph\u00e4e am Ende hier in den Ciel\u00e1stel, als Beweis, dass es mit dem Verfluchten zu Ende war.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"58be78653d292f19fd339b8a9c72dbae\">Sileda\u00fa lachte h\u00f6hnisch auf. Doch der junge Mann gab sich nicht mit Yalomiros Geschichte zufrieden.<\/p>\n<p data-p-id=\"20fa557f2401e31580e0b02195c2356b\">\u201eAber wo der Verfluchte selbst abgeblieben war, das hat Euer Meister Euch vorenthalten?&#8221;, fragte der <em>b\u00e1chorkor<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"0d6bbbd3480ea638b2a5c8b3edd22298\">\u201eMan hat bis heute nicht mehr von ihm geh\u00f6rt oder seinen Leichnam gefunden, hie\u00df es. Das ist alles, was ich wei\u00df.&#8221; Yalomiro stand nun neben mir. Ich tastete nach ihm und sp\u00fcrte jetzt auch, was nicht in Ordnung war. Seine <em>maghiscal<\/em> war sehr, sehr schwach. Ich ahnte auch, weshalb. Yalomiro und C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor waren aus der W\u00fcste gekommen, wo sich laut Aussage der Kinder Chaosgeister von ihren Fesseln losgerissen hatten. Hatte Yalomiro m\u00f6glicherweise mit einer solchen \u00fcbernat\u00fcrlichen Kreatur <em>gek\u00e4mpft<\/em>? Und anschlie\u00dfend mit letzter verbleibender Kraft Sileda\u00fa niedergeschlagen? Wahrscheinlich hatte Yalomiro zu viel Kraft auf einmal verbraucht und zurzeit keine M\u00f6glichkeit, in diesem skurrilen Unwetter neue zu sch\u00f6pfen.<\/p>\n<p data-p-id=\"5544e49dc2a9d9ebd07f2144673ec676\">\u201eDann&#8221;, sagte der <em>b\u00e1chorkor<\/em> und begann, den Silberstern zu schwenken wie ein Pendel, \u201elasst mich die Geschichte <em>beenden<\/em>. Ich bin gut darin, lose Enden weiterzuspinnen und zu verbinden. Damit verdiene ich mir mein Brot.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d0d19c9d990fc80f85cb89749f2225c2\">\u201eWer immer du sein magst&#8221;, gew\u00e4hrte Elos\u00e1l ihm das Wort, \u201ekl\u00e4re uns auf.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4ffbc48d1a1d52bffb567ad43164b081\">\u201eMeister Yalomiro, es ist au\u00dfer Frage, dass Euer Meister guten Glaubens war, den Verfluchten endg\u00fcltig unsch\u00e4dlich gemacht zu haben. Wahrscheinlich hat er jedoch gez\u00f6gert, ihn zu t\u00f6ten und lie\u00df ihn laufen, damit Nokt\u00e1ma \u00fcber sein Schicksal entscheide. Er wird seine Gr\u00fcnde daf\u00fcr gehabt haben, die wir niemals erfahren werden. Ich glaube, dass es Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar auf seiner feigen Flucht an einen Ort verschlug, von dem aus es kein Entrinnen gab, zumindest vorerst nicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6562d9050a1b3fcb253f398b0a740e75\">\u201eIn eine tiefe H\u00f6hle, zum Beispiel?&#8221;, fragte Elos\u00e1l. Der <em>b\u00e1chorkor<\/em> nickte.<\/p>\n<p data-p-id=\"dc0fe95846161ca7b11b4545592c22d7\">\u201eDie H\u00f6hle, die ich gefunden habe etwa?&#8221;, rief der Junge aufgeregt aus.<\/p>\n<p data-p-id=\"4b47b677031400f3936b40486a6866f9\">\u201eGanz genau, Advon Ir\u00edsolor. Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar war zwar des m\u00e4chtigen Zauberstabes beraubt, seine Macht \u00fcber die Chaosgeister war dahin, er wird auf der Schwelle der Tr\u00e4ume balanciert haben , aber er hatte immer noch seine pers\u00f6nlichen magischen F\u00e4higkeiten. Seine verglimmenden Kr\u00e4fte m\u00f6gen zu diesem Zeitpunkt zwar nicht mehr ausgereicht haben, allzu viel zu bewirken. Aber ist es nicht ein faszinierender Gedanke, sich den verfluchten, den m\u00e4chtigsten Schattens\u00e4nger, den, das Chaos entfesselte, machtlos, gefangen und am Ende vergessen von der Welt vorzustellen? Ich denke, ein solches Los h\u00e4tte einen, der auszog, um das Weltenspiel zu beherrschen, ziemlich bitter und ungl\u00fccklich gemacht. Meint Ihr nicht auch, Sileda\u00fa?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fffbf486bf6e13ba84d457f9f4277ebd\">\u201eGib mir das endlich&#8221;, fauchte sie. Zwischenzeitlich war auch die alte Frau fast vollst\u00e4ndig von einer Schicht Sand bedeckt, wei\u00dfes Haar klebte nass in ihrem Gesicht. Sie grabschte nach dem Stern. \u201eDas geh\u00f6rt nicht in deine schmutzigen H\u00e4nde.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0097985b3e2e8ce96d07120bef3b9358\">\u201eWollt Ihr denn gar nicht wissen, <em>wo <\/em>ich es gefunden habe? In jener H\u00f6hle lag es herum, g\u00e4nzlich vergessen, vergraben im Kies eines Bachbetts, gemeinsam mit einigem anderen Zeug. R\u00e4tselhaftes Zeug, bei den M\u00e4chten!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"972eafe2b7941f45b9feb7d3d09f3f95\">\u201eNun&#8221;, z\u00fcrnte C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor, \u201eich h\u00f6re, Sileda\u00fa! Ich h\u00f6re \u00e4u\u00dferst interessiert zu!&#8221; Er stieg von seinem Einhorn ab, hob D\u00fdamir\u00e9e herunter und kam m\u00fchsam beherrscht zu uns hin\u00fcber. \u201eWas hat es mit diesem Amulett auf sich und wie kam es in die H\u00f6hle unter \u00daldaise Ti\u00e1ramal\u00e9s Garten? Was wei\u00dft du dar\u00fcber? Was hast du mit dem <em>sinor<\/em> zu schaffen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a92084ed8ddbf4ec9a7677c7da74a670\">\u201eJenem <em>sinor<\/em>&#8220;, lieferte Elos\u00e1l ihrem <em>h\u00fdardor<\/em> eine Information, die ihm fehlen musste, \u201eder sich anma\u00dft, der <em>Besitzer<\/em> des Zauberstabes zu sein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ae9c972dab6a0ec39eb0ba8d36df7bc2\">C\u00fdel\u00fa reagierte darauf mit einem fast komischen, verdutzten Blick, aber ganz offensichtlich bremste es ihn nicht in seinem Zorn.<\/p>\n<p data-p-id=\"07dbc37c325f0fa0c925c51cd4695ba9\">\u201eWoher soll ich das wissen?&#8221;, murrte die Alte.<\/p>\n<p data-p-id=\"cdb530b3d46288982d7c3a5e203d8a33\">\u201eVersuch nicht, mich f\u00fcr dumm zu verkaufen, Sileda\u00fa! Das hast du lange genug getan! Ich kann nicht fassen, wie idiotisch ich mich benommen habe, indem ich dir auch nur einen Tag bei deinem wirren Geschw\u00e4tz zugeh\u00f6rt habe!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c32d96e7eb3231aba91c27b84231798e\">Er lie\u00df D\u00fdamir\u00e9e von seinem Arm hinunter. \u201eGeh, Kleines. Geh zu deiner Mama. Ich h\u00e4tte dich nie mitnehmen d\u00fcrfen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"64699a6e1f017df3067b0d9b90cd0839\">\u201eIst schon gut. Aber du, du bist eine schlimme Hexe&#8221;, sagte D\u00fdamir\u00e9e ver\u00e4chtlich zu der Alten. Offenbar f\u00fchlte sie sich an der Seite des Ritters sicher genug, um der Alten ihre Meinung zu sagen. \u201eDu hast die freundlichen Regenbogenritter angelogen! Du wolltest dem guten Gro\u00dfmeister das Herz schmutzig machen, um diese bl\u00f6de alte Stange zu bekommen! Und du bist gemein zu Advon! Ich wei\u00df genau Bescheid! Die M\u00e4chte werden dich ausschelten! Und den schrecklichen alten Mann auch, der die gro\u00dfen Monster hergeholt hat! Vielleicht frisst <em>dich<\/em> so ein Monster auf!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cb0d6f8c5b61afebc7c5c1f5be037ef8\">\u201eD\u00fdamir\u00e9e&#8221;, versuchte der <em>b\u00e1chorkor <\/em>bedachtsam, den kindlichen Zorn zu beschwichtigen, \u201edu solltest nun besser mit Advon in die Burg hinein gehen. Es wird hier gleich &#8230; viel zu langweilig f\u00fcr euch.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"36142e29b3dbf502e6fd694caf66e8f4\">\u201eKomm, D\u00fdamir\u00e9e!&#8221;, lie\u00df sich nun auch der Junge h\u00f6ren und winkte sie nachdr\u00fccklich heran. \u201eKomm, wir k\u00f6nnen hier nichts weiter tun. Komm, ich zeige dir Patagh\u00edus Halle. Das darf ich doch, Mama? Auch wenn sie ein Schattens\u00e4ngerkind ist?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fc0ce94c4eb2672a42665af111c216ab\">\u201eJa, nat\u00fcrlich&#8221;, sagte Elos\u00e1l, ohne Sileda\u00fa aus den Augen zu lassen. \u201eGeh mit ihm, Kleines. Wir kommen gleich nach! Wir haben &#8230; Erwachsenendinge zu regeln.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"930c8bbc991337ab126e4283116b1d08\">Yalomiro schloss sich an. \u201eGeh mit dem Jungen, mein kleiner Stern. Hier drau\u00dfen ist es viel zu st\u00fcrmisch und nass.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"793eb0d6c931c9f1843c6adaf92cbcb6\">\u201eGeh hinein.&#8221; Mehr bekam ich nicht \u00fcber die Lippen, obwohl ich ihr so gerne so viel mehr gesagt h\u00e4tte. \u201eBitte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e0861f400ba9f681f13be24418b2ea2e\">\u201eIst gut, Mama&#8221;, sagte D\u00fdamir\u00e9e gehorsam. Doch da kam Bewegung in Sileda\u00fa.<\/p>\n<p data-p-id=\"97b5b0f834d145fd5f1a590889b1b8dc\">\u201eNichts da!&#8221;, rief sie aus und wollte nach D\u00fdamir\u00e9e greifen, aber C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor vereitelte das. Schneller, als ich begriff, was er tat, hatte er sein Schwert gezogen und sich vor die Kinder gestellt. Wenn Yalomiros Kr\u00e4fte vorerst auch ersch\u00f6pft waren, die physische Kraft des Ritters war ungebrochen. Sileda\u00fa wich eingesch\u00fcchtert einen Schritt vor ihm zur\u00fcck.<\/p>\n<p data-p-id=\"3195a15042d0080e761e16f8b71e7e7e\">\u201eIch bin nicht f\u00fcr meine Geduld bekannt, Sileda\u00fa, das wei\u00dft du! Sag uns allen endlich, was hier gespielt wird! Oder soll ich <em>dich<\/em> den Turm hinunter werfen? Ausreichend w\u00fctend dazu bin ich! Es wartet kein Einhorn dort unten, das dich auff\u00e4ngt!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8577d187a196240085bcd804cb15009c\">\u201eIhr solltet das besser nicht tun, Meister&#8221;, beschwichtigte der <em>b\u00e1chorkor<\/em>. \u201eIch bef\u00fcrchte, das w\u00fcrde uns nur in noch gr\u00f6\u00dfere Schwierigkeiten bringen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5b5e85548adf6aa8897d017dd579f50b\">\u201eIhr solltet auf diesen schmutzigen Halunken h\u00f6ren&#8221;, empfahl Sileda\u00fa. \u201eUnd mir endlich den Stab \u00fcberlassen! Oder glaubt Ihr im Ernst, <em>Ihr<\/em> k\u00f6nntet den Chaosgeistern etwas entgegensetzen, die er hier aus ihrem Zwinger befreit hat?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"590863f19581a47e2e65b6f754e328f3\">Ihr d\u00fcnner Finger deutete anklagend auf den <em>b\u00e1chorkor<\/em>. Der schnappte den Silberstern und schloss seine Faust darum. \u201eIch?&#8221;, fragte er ruhig. \u201eIch soll die Chaosgeister losgelassen haben? Ein armer, heimatloser <em>b\u00e1chorkor<\/em> ohne jegliche okkulte Kraft?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f90a34a246ab7382eb8e86293c77a407\">\u201eNat\u00fcrlich warst du das!&#8221;, zeterte Sileda\u00fa. \u201eDie ganze Zeit waren sie unter Kontrolle! Erst mit dir zusammen haben sie sich befreit! Du bist hier aufgetaucht, und alles geriet in Wanken. Du hast den Bann zerst\u00f6rt, ob willentlich oder zuf\u00e4llig, ganz egal! C\u00fdel\u00fa, ich rate dir, wenn die Monster versuchen, \u00fcber die Mauern zu kommen, wirf ihnen den hier zum Frass vor! Vielleicht bes\u00e4nftigt sie das eine kurze Frist!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ecaa3b2052899a3d07bd17ba8859cd7d\">\u201eVielleicht mache ich das. Vielleicht versuchen wir zuvor aber, wie den Biestern z\u00e4he alte Weiber schmecken!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fe3ecf18d8f35a808edf6057c1283400\">\u201eC\u00fdel\u00fa!&#8221;, tadelte Elos\u00e1l.<\/p>\n<p data-p-id=\"6f3d7599d9287406df6746d37bbe69dd\">\u201eWenn du wirklich nur eine harmlose alte Frau bist, woher wei\u00dft du, was geschehen ist?&#8221;, fragte der junge Mann. \u201eSchon wieder kennst du dich mit Dingen aus, die nur \u00daldaise Ti\u00e1ramal\u00e9 wissen kann. W\u00e4re es nicht sogar f\u00fcr ein albernes M\u00e4rchen zu weit hergeholt, man k\u00f6nnte meinen, ihr tauschtet euren K\u00f6rper hin und her wie ein Hemd.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a6f3375fe68229a9e998e57ab76dfa4d\">Sileda\u00fa erstarrte. Der <em>b\u00e1chorkor<\/em> l\u00e4chelte finster. \u201eEs ist also so?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c511157a82a489ae6d47583b4196ffc8\">\u201eBei den M\u00e4chten!&#8221;, rief Yalomiro aus. \u201eDas w\u00e4re &#8230; Frevel! Frevel \u00fcber das Denkbare hinaus!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ba3681c613a99759faafdef7a57c3575\">Ich war verwirrt. Bei alledem, was ich mit Yalomiro gemeinsam erlebt hatte, hatte ich ihn noch nie so aufrichtig entsetzt und <em>angewidert <\/em>erlebt. Offenbar hatte er bereits etwas erkannt, das noch keiner der anderen zu denken wagte. Andererseits &#8211; es klang schl\u00fcssig. \u00daldaise hatte den Raum verlassen. Sileda\u00fa war schneller aufgetaucht, als sie die Pl\u00e4tze h\u00e4tten tauschen k\u00f6nnen. Was mochte das f\u00fcr ein Trick sein?<\/p>\n<p data-p-id=\"ff9f17b14d65d15990f4ffe75d7a88e7\">\u201eWie sollte das zugehen?&#8221;, fragte auch Elos\u00e1l verwirrt. \u201eWas w\u00e4re das f\u00fcr eine Magie, die das bewirken k\u00f6nnte?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"17d80bdabfb7eefc1e7d1f2db1d3cf46\">\u201eEben jene, mit der ich meinen K\u00f6rper zu dem eines Tieres machen kann.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1f76e2c0de3bdc58e753082acd585344\">\u201eDas w\u00e4re undenkbar!&#8221;, entsetzte sich Elos\u00e1l. \u201eEine l\u00e4sterliche Anma\u00dfung!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e47c18f6a1337a67025c2523c6be33d3\">\u201eAdvon, wovon reden die?&#8221;, h\u00f6rte ich ganz am Rand der Szene D\u00fdamir\u00e9e fragen. Es war schwer, zu verstehen, angesichts des brausenden Windes und des niederhagelnden Sandes, der uns alle zwischenzeitlich bedeckte.<\/p>\n<p data-p-id=\"669f4481b2381abd95814fffd9b869f6\">\u201eGal\u00e9on glaubt, der alte <em>sinor<\/em> und Sileda\u00fa sind dieselbe Person.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"70bf0e907c4a33d442cfc1db5eae3f84\">Sileda\u00fa schnaubte und hob drohend ihren Stab. \u201eIch h\u00e4tte es wissen sollen&#8221;, knurrte sie. \u201eIch habe den Fehler begangen, dich zu untersch\u00e4tzen, und ich h\u00e4tte dich gleich am ersten Tag unsch\u00e4dlich machen sollen. Aber du kommst zu sp\u00e4t, <em>b\u00e1chorkor<\/em>. Das, was in diesem Moment geschieht, das k\u00f6nnt ihr alle miteinander nicht mehr aufhalten!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d117f4bf0f2f4809d9476d30d77c08e3\">\u201eKannst <em>du<\/em> es aufhalten? <em>Willst<\/em> du es aufhalten? Wenn nicht, dann ist es einerlei. Dann kann ich das hier ebenso gut behalten.&#8221; Er nahm den Stern aus ihrer Reichweite.<\/p>\n<p data-p-id=\"21e09c1f03ab3f1891ee5da34f501dfa\">\u201eIch&#8221;, behauptete Sileda\u00fa trotzig, \u201ekann es <em>kontrollieren<\/em>. Und diesmal solltet ihr mich gew\u00e4hren lassen. Und da der hier die Monster losgelassen hat \u2013 solltet ihr euch schnell entscheiden!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3e287dfa9a24fd6c22e34a816e72d582\">\u201eWovon redest du?&#8221;, rief Elos\u00e1l w\u00fctend aus,<\/p>\n<p data-p-id=\"aa55c9bdde3067643a390ff6016926ae\">\u201eWie j\u00e4mmerlich!&#8221;, l\u00e4sterte die Alte. \u201eWenn das die Schattens\u00e4nger jener alten Tage sehen k\u00f6nnten, wie Ihr Euch hier blamiert! Die <em>faj\u00eda\u00e9<\/em> w\u00fcrden bittere Tr\u00e4nen weinen! Der eine so nass, dass die Magie an ihm abtropft, der andere ausgelaugt wie ein d\u00fcrres St\u00fcck Holz, und die dritte zu dumm und ungeschickt, um ihre Kr\u00e4fte zu nutzen! Wo sind denn eigentlich deine K\u00e4mpfer hin, Elos\u00e1l? Offenbar bist du die einzige, die noch nicht gebrochen ist. Aber was bist du ohne deine Kreaturen? Haben sie alle die Flucht ergriffen und dich allein gelassen? Ich frage mich, was ich hier \u00fcberhaupt noch zu tun habe. Wer k\u00f6nnte mich denn ernsthaft daran hindern, diesen Ort zu verlassen? Allerdings gehe ich nicht ohne den Stab. Und nicht ohne den Stern. Wie aufmerksam, <em>b\u00e1chorkor<\/em>, dass du ihn gleich mitgebracht hast. Das erspart mir die M\u00fche, ihn zu holen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5e26315ba925761a1847126ebd248dbc\">\u201eNicht, bevor du uns nicht erkl\u00e4rt hast, wer du bist und mit welcher Maskerade du uns all die Zeit genarrt hast!&#8221;, rief C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor aus und hob sein Schwert gerade drohend genug, dass die Alte instinktiv einen weiterem Schritt zur\u00fcckwich.<\/p>\n<p data-p-id=\"a826cf3275ee301d05865f9ff5e17755\">\u201e<em>Bist <\/em>du Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar oder nicht, oder zumindest das Gesch\u00f6pf seiner verdorbenen Magie?&#8221; Elos\u00e1l trat an die Seite des Goldenen und legte ihm beschwichtigend die Hand auf die Schulter. \u201eSagt dieser <em>b\u00e1chorkor<\/em> die Wahrheit oder ist es eine Geschichte, die zu all dieser Verwirrung beitr\u00e4gt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c0869e4746342939974271b10c60bf90\">Sileda\u00fa grinste.<\/p>\n<p data-p-id=\"4ecf0a7d67694c290b86c25891131ec9\">\u201eNein&#8221;, sagte sie dann. \u201eZumindest nicht so, wie Ihr es Euch vorstellt. Die, die hier vor euch steht, ist tats\u00e4chlich Sileda\u00fa Ti\u00e1ramal\u00e9. Ich bin kein m\u00e4chtiger Schattens\u00e4nger, der sich das Weltenspiel erobern wollte. Habt Ihr mich jemals Magie wirken sehen? Jemals zur\u00fcckzucken vor dem Gold Eurer Magie, w\u00e4hrend ich in Aur\u00f3p\u00e9a und im Ciel\u00e1stel ein und aus gegangen bin? H\u00e4tte ich mich auch mit gr\u00f6\u00dfter List nicht in all der Zeit fr\u00fcher oder sp\u00e4ter verraten?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9c06ecb1d3c61ab312a04eb90ce57704\">\u201eNicht&#8221;, sagte Yalomiro, \u201ewenn Sileda\u00fa Ti\u00e1ramal\u00e9 eine Verkleidung ist. Eine Verkleidung, wie ein m\u00e4chtiger Schattent\u00e4nzer sie m\u00fchelos an- und ablegen kann. Vielleicht als Letztes, wozu seine verwundete <em>maghiscal<\/em> auslangte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7c5958cde1f12db56c80d595ecfa37b0\">\u201eEine <em>halbe <\/em>Verkleidung, Meister Yalomiro. Denn in der H\u00f6hle war ein zweiter Mensch zur\u00fcckgeblieben. Es hat wohl nicht gereicht, um in einem St\u00fcck zu bleiben.&#8221; Der <em>b\u00e1chorkor<\/em> betrachtete nachdenklich den Silberstern. \u201eEs muss so gewesen sein: Der Verfluchte war auf der Flucht vor seinem Bezwinger und seinen Verfolgern. Es d\u00fcrfte damals niemand in und um Aur\u00f3p\u00e9a gewesen sein, der kein Interesse daran gehabt h\u00e4tte, den abtr\u00fcnnigen Schattens\u00e4nger zu fassen zu bekommen. Die Zeit hat gedr\u00e4ngt, denn solange er geschw\u00e4cht war, h\u00e4tte ihn selbst ein Unkundiger mit blo\u00dfen H\u00e4nden zur Strecke bringen k\u00f6nnen. Ob aus schierer Panik, Unvorsicht oder Ersch\u00f6pfung, sicher hielt er es f\u00fcr eine gute Idee, Unterschlupf in der H\u00f6hle zu suchen. Dort ist er wahrscheinlich verungl\u00fcckt, abgest\u00fcrzt und kam nicht mehr aus eigener Kraft heraus.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cb140c4862bf16d9f770a7c2dd43e122\">Sileda\u00fa widersprach nicht. Die Kinder hatten ihren Vorsatz vergessen, im Ciel\u00e1stel Zuflucht zu suchen. Ich versuchte, D\u00fdamir\u00e9e mit einem mahnenden Blick zur\u00fcckzuschicken, aber sie hatte jetzt nur Augen f\u00fcr den seltsamen jungen Mann. Konnte ich es ihr verdenken? Wie verlockend musste es f\u00fcr Kinder sein, den Geschichten eines <em>b\u00e1chorkor<\/em> zu lauschen.<\/p>\n<p data-p-id=\"8be5bc898ddecfda69c3ad676b61d40a\">Auch Elos\u00e1l war fasziniert. Sie kombinierte weiter. \u201eAus der H\u00f6hle gab es kein Entkommen. Die Felsen mit all dem Gold um ihn herum &#8230; wenn er noch Magie in sich hatte, dann konnte er wahrscheinlich nicht mehr viel damit anfangen. Er war zu schwer verletzt, dass er sich selbst nicht mehr heilen konnte. Sein eigener K\u00f6rper war unrettbar verst\u00fcmmelt. Aber er hatte noch Magie.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f8cec17c5735af34c657000f50494cd8\">\u201eWenn es goldhaltiges Gestein war, kein pures Metall an seinem K\u00f6rper&#8221;, erkl\u00e4rte Yalomiro, \u201edann hat es auf ihn wahrscheinlich gewirkt wie ein Verlies. Er war gefangen wie ein Tier in einer Falle. Sofern er noch Magie wirken konnte, wie schwach auch immer, dann nur in seiner unmittelbaren N\u00e4he, nicht \u00fcber die H\u00f6hle hinaus. Solange er auch nur ein wenig Tages- und Nachtlicht hatte, konnte er \u00fcberleben, oder vielleicht auch nur dahinvegetieren. Aber ohne Hilfe kam er nicht mehr ins Freie. Und nach eine Zeit begann er m\u00f6glicherweise, sich regelrecht <em>aufzul\u00f6sen<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"42a326420222135715c545ee06b3d97d\">\u201eAlso hat er gewartet. So lange, bis ihn jemand in der H\u00f6hle entdeckt hat. Haben die beiden alten Leute ihn zuf\u00e4llig gefunden? Oder hat er sie angelockt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"11bb719da34807a0c0cbb8e8a4bf0047\">\u201eEin greiser <em>sinor<\/em> war es, und seine <em>h\u00fdardora<\/em>, <em>b\u00e1chorkor<\/em>.&#8221; Sileda\u00fa l\u00e4chelte beunruhigend. \u201eWie sich herausstellte, hatte er den Garten auf dem H\u00fcgel gekauft, viele Winter nach dem Ende der Chaoskriege. Was f\u00fcr eine \u00dcberraschung f\u00fcr ihn und seine Dame, als sie entdeckten, wer im Kaufpreis inbegriffen war. als sie ihren neuen Besitz inspizierten und neugierig mit einer Leiter zu dem Bachlauf hinabstiegen! Es w\u00e4re besser gewesen, h\u00e4tte ihn jemand mit einem jugendlichen, kr\u00e4ftigen K\u00f6rper gefunden. Aber zwei alte, schwache K\u00f6rper waren immer noch besser als gar keiner. Die beiden entz\u00fcckenden alten Leutchen haben ihm nicht lange Widerstand geleistet. Ein paar Tage nur. Dann waren <em>wir<\/em> wieder frei. Alt, gebrechlich, unkundig. Aber &#8230; frei. Wir <em>wussten <\/em>Dinge. Und wollten Vergeltung.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f8127aafdec909d2f1c880a65e53be39\">Ich war mir nicht sicher, ob ich das alles richtig verstanden war. Ich wollte mir nicht vorstellen, wie es zugegangen war, dass die letzten magischen Reste von Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar irgendwie zerflossen und auf zwei verschiedene unkundige Menschen \u00fcbergegangen waren. Das war nicht etwa so, als seien die ungl\u00fccklichen Alten vom Geist des Verfluchten besessen. Sie hatten einander buchst\u00e4blich vermengt, wie Zutaten f\u00fcr ein Rezept. Und vielleicht war die Magie dabei irgendwie verloren gegangen und aufgebraucht, bis auf einen kleinen Rest, der die beiden Verkleidungen zusammenhielt. Als ich begriff, was das letztlich bedeutet, wurde mit beinahe \u00fcbel.<\/p>\n<p data-p-id=\"8c6c8a83f3dd7981159ee509f5099e9d\">\u201eWozu brauchst du noch den Stab?&#8221;, fragte C\u00fdel\u00fa. \u201eDie Monster sind entfesselt und das Wetter kehrt die Welt herum. Was k\u00f6nntest du mit dem Stab wollen, was du nicht ohnehin schon getan hast?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a18b5564d7947a6e1e53340f82d1316f\">\u201eDen Stab&#8221;, sagte Sileda\u00fa, oder vielmehr: die eine H\u00e4lfte der Verkleidung, des neuen K\u00f6rpers, in den Ovidaol Etaimalar geschl\u00fcpft war, \u201ebrauche ich f\u00fcr die Chaosgeister. Aber was das Wetter betrifft &#8230; damit habe ich absolut nichts zu tun.&#8221;<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2651","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2651","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2651"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2651\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3703,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2651\/revisions\/3703"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2651"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2651"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2651"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}