{"id":2648,"date":"2025-08-25T13:37:40","date_gmt":"2025-08-25T11:37:40","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2648"},"modified":"2025-08-31T23:04:17","modified_gmt":"2025-08-31T21:04:17","slug":"119-die-naechste-partie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/119-die-naechste-partie\/","title":{"rendered":"119: Die n\u00e4chste Partie"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"9dd2ca98e9ae88fb56026fdb5b5cddee\">Wie um Sileda\u00fas Worte zu unterstreichen, zerrissen ein Blitz und ein gleichzeitiger Donner das tosende Gewitter, so ohrenbet\u00e4ubend und grell, dass die beiden reiterlosen Einh\u00f6rner scheuten, vom Turm aufflatterten und in der Dunkelheit verschwanden wie \u00fcbergro\u00dfe, aufgeschreckte V\u00f6gel. Vielleicht brachten sie sich damit in Sicherheit. Das Kind Advon schaute dem seinen best\u00fcrzt nach, C\u00fdel\u00fa nahm es hin. Bei dem, was sich hier zutrug, konnte ihm sein Reittier ohnehin nicht beistehen.<\/p>\n<p data-p-id=\"994f4d023afdde343a78f04e469d5e28\">\u201eWas soll das hei\u00dfen?&#8221;, fragte Elos\u00e1l, die als Erste wagte, das Schweigen zu brechen. \u201eWas hei\u00dft, du hast nichts damit zu tun?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e5f75b6daaba820747c36c7970dcb167\">Sileda\u00fa, oder wie auch immer man das bezeichnen wollte, das sie in diesem Moment tats\u00e4chlich war, grinste mit boshafter Belustigung. \u201eGenau das hei\u00dft es, was ich sage. Ich hatte Vorbereitungen getroffen, die Chaosgeister auf einem verborgenen Weg aus der Verbannung jenseits des Weltenspiels zu f\u00fchren, um die Schlacht von damals endlich zu beenden. Aber dass Himmel und Erde sich so toll geb\u00e4ren, das entzieht sich meiner Kontrolle. Auch, wenn es mit sehr zupasskommt, so, wie die Dinge sich darstellen. M\u00f6glicherweise zeiht mir das Schicksal damit Beifall. Aber willentlich dazu geleistet habe ich nichts. Es ist ein netter Zufall.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bb5ed849176b7648e4dfbc2dff73b60b\">\u201eDas ist doch unm\u00f6glich!&#8221;, rief C\u00fdel\u00fa aus.<\/p>\n<p data-p-id=\"dd681fad99da168facbf88a96eee1d91\">\u201eIhr seid drollig&#8221;, kicherte die Alte. \u201eDie m\u00e4chtigen Magier trauen es also einer alten unkundigen Frau zu, Himmel und Erde aus dem Gleichgewicht zu bringen? Nein, ihr T\u00f6lpel! Was immer hier mit den Elementen spielt, tut es auf eigene Rechnung.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a12a973bd64b28934de4079f1ca03bb4\">Yalomiro griff mit der freien Hand zu mir hin\u00fcber und nahm mir die Tasche von der Schulter, die ich die ganze Zeit f\u00fcr ihn geh\u00fctet hatte. Ohne den Blick von Sileda\u00fa abzuwenden, h\u00e4ngte er sie sich selbst wieder um. Ich schielte zu ihm hin\u00fcber und erschrak. Aschfahl war sein Gesicht, vor Entsetzen? Seine <em>maghiscal<\/em> glomm wie ein ersterbendes Fl\u00e4mmchen. Sie w\u00fcrde nicht verl\u00f6schen, aber woher sollte er hier und jetzt neue Kraft sch\u00f6pfen? Und was wolle er jetzt mit seinen Sachen? Die Geige war in der Tasche, das wusste ich nat\u00fcrlich, aber was n\u00fctzte sie ihm jetzt?<\/p>\n<p data-p-id=\"88dc66701edff34a26895b2ed73f94e2\">\u201eWie hast du es fertiggebracht, die verbannten Chaosgeister unter unseren Augen aus der Tiefe des Chaos ins Weltenspiel zu heben?&#8221;, wollte C\u00fdel\u00fa wissen. \u201eWo sind sie? Und wie viele m\u00f6gen es sein?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dcee04386a3ccac3e8327253c7311719\">\u201eWie viele hast du denn zu Gesicht bekommen?&#8221;, fragte Sileda\u00fa. \u201eUnd wie viel Kraft hat es euch gekostet, mit dem Leben davon zu kommen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b4ccb5f14d35ef222d2494aba96820f9\">\u201eEinen&#8221;, gab der Goldene zu. \u201eUnd er hat uns nicht bekommen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c8b427f3f0e3ccc67bf903635bd64316\">Die Alte grinste. Das konnte alles M\u00f6gliche bedeuten.<\/p>\n<p data-p-id=\"d33d53acd9511525200b8f7bc0a75f95\">\u201ePapa&#8221;, kam es von Advon, der immer noch die N\u00e4he seiner Mutter suchte und so dicht bei ihr stand wie m\u00f6glich, ohne sie zu ber\u00fchren. \u201eEs war <em>mindestens<\/em> ein halbes Dutzend, dem <em>wir<\/em> entkommen sind.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7714f4dc032ca93a757788f06573eca9\">\u201eEs d\u00fcrften zwischenzeitlich deutlich mehr geworden sein&#8221;, sagte Sileda\u00fa. \u201eIch frage mich, wie ihr all diese Ungeheuer wieder in Chaos zur\u00fcckjagen wolltet, nun, da eure Magie zu Neige geht. Es kann nicht mehr lange dauern, und sie werden Aur\u00f3p\u00e9a erreichen. Vielleicht stehen sie schon vor den Toren, nachdem der <em>b\u00e1chorkor<\/em> sie viel zu fr\u00fch entfesselt hat!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4bd87b6aad6c910ce4cef0c637f3e9dd\">\u201eGal\u00e9on hat das Monster nicht losgebunden!&#8221;, emp\u00f6rte D\u00fdamir\u00e9e sich. \u201e<em>Wir<\/em> haben <em>Gal\u00e9on<\/em> losgebunden, und dann sind sie aus dem Sand gekommen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"508c869064259b89017b317a9290f4f5\">\u201eLass es gut sein&#8221;, mahnte der <em>b\u00e1chorkor<\/em>. \u201eObwohl es f\u00fcr dich wohl eine \u00dcberraschung gewesen sein d\u00fcrfte, dass die Kinder \u00fcberhaupt noch etwas zum Losbinden vorgefunden haben, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7351e4ceeccd1a881642d0b36e2c0265\">Sileda\u00fa fuhr zu ihm herum. \u201eKerl! Ja, damit habe ich nicht gerechnet, das ist wahr. Aber konnte ich wissen, dass sich selbst das Chaos vor dir <em>ekelt<\/em>?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1c7b69a5958a3d9afb4d5cc5a96070a5\">\u201eWarum tust du das, Ovid\u00e1ol?&#8221;, erkundigte Yalomiro sich m\u00fcde. \u201eWarum hast du es das erste Mal getan, und warum versuchst du es erneut?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9a64f3fd7581f7c29162764fd52e3c42\">\u201eWarum? Weil einer es tun <em>musste<\/em>, Yalomiro Lagoscyre. Hat Ask\u00fdn, dieser widerliche Empork\u00f6mmling, denn niemals erz\u00e4hlt, was alldem vorangegangen war?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ef377873c9c3fd9edc0b2bf5a2bec772\">\u201eDoch&#8221;, sagte Yalomiro. \u201eAber ich will es von <em>dir<\/em> h\u00f6ren. Wir alle wollen wissen, wie es sich von deiner Warte aus dargestellt hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c24ad48e2c25f65d9aa15ed27fa7f2f5\">\u201eWar es das Widerwesen?&#8221;, h\u00f6rte ich mich sagen. Ich wei\u00df nicht, was mich dazu getrieben hat, mich in die Sache einzubringen. Immerhin hatte ich doch von allen Anwesenden am wenigsten Ahnung davon, was es wirklich mit den Chaosgeistern auf sich hatte. Vielleicht wollte ich nicht einfach schweigend dabei stehen, w\u00e4hrend sich um mich herum die Welt vermengte, als sei sie in eine R\u00fchrmaschine geraten. Ich stand zwischenzeitlich fast kn\u00f6cheltief im Sand, sp\u00fcrte jedes winzige Steinchen, jeden muffigen Regentropfen, der mit unter die Kleidung geraten war und mein Haar in nasse Str\u00e4hnen legte. Immer wenn das Gewitter aufleuchtete, v\u00f6llig beliebig in der Relation zu den Donnerschl\u00e4gen, war zu erkennen, dass sogar das Geb\u00e4ude selbst von einer Sandschicht \u00fcberzogen war, die daran festzubacken schien. Der Ciel\u00e1stel glich mehr und mehr einer riesigen Sandburg. Ob Patagh\u00edus Heiligtum darunter ebenso zerbrechlich wurde?<\/p>\n<p data-p-id=\"b84fb69601a13750e600d1534a277abc\">Ob derweil im Boscarg\u00e9n etwas \u00c4hnliches mit dem Eta\u00edmalon geschah? Konnte der Schutz, den Yalomiro gewebt hatte, bevor wir uns auf den Weg gemacht hatte, so etwas aufhalten?<\/p>\n<p data-p-id=\"607c544719046c5a21bf6e0894a8da44\">Versank wom\u00f6glich die ganze Welt unter nassem Sand, w\u00e4hrend wir hier herumstanden und nicht recht wussten, was wir mit dieser alten Frau anfangen sollten?<\/p>\n<p data-p-id=\"1c789689bf7d6ee38a84937bc4d88b29\">Sileda\u00fa schaute zu mir hin\u00fcber. Sie wirkte &#8230; verwirrt.<\/p>\n<p data-p-id=\"47e1626d56055cff1518dc5e261f85e4\">\u201eDas Widerwesen? Was soll das <em>Widerwesen<\/em> dabei zu tun gehabt haben?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"87c0034e4873940bf3e28a3595d86f0d\">Mit so einer Antwort hatte ich nicht gerechnet. Ich entsann mich an jenes Erlebnis von zehn Jahren, an die Erkenntnis, dass der schreckliche Rotgewandete, dass Gor Lucegath die ganze Zeit unter dem Einfluss des Widerwesens gestanden hatte. Eine Marionette, die sich wahrscheinlich dessen bewusst gewesen war, welchen Preis sie f\u00fcr das zahlte, wozu sie sich hatte verf\u00fchren lassen. Der Lichtw\u00e4chter hatte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien k\u00f6nnen. Das hatte Yalomiro getan. Vielleicht wollte mir nicht in den Kopf, dass ein Schattens\u00e4nger aus eigenem Antrieb etwas so abgrundtief B\u00f6ses und Wahnsinniges getan hatte wie Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar, ohne dass das Widerwesen darin eine Rolle spielte. Aber das konnte ich so nicht zugeben.<\/p>\n<p data-p-id=\"4a2551d1a6fec482731c7c32c1e52138\">\u201eWeil &#8230; wie kann es sein, dass der Verfluchte \u00fcber Kreaturen gebieten konnte, die das Widerwesen erschaffen hat? Wieso hat es das &#8230; na ja &#8230; erlaubt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7fc6ba2a59baa6276e9ab8c773a33ced\">Nun grinste Sileda\u00fa wieder. \u201eDeine <em>h\u00fdardora<\/em> ist ziemlich dumm&#8221;, lie\u00df sie Yalomiro unverhohlen wissen. \u201eKein Wunder, dass sie auf dich hereingefallen ist. Kein Wunder, dass es mir unseresgleichen so weit herunter gekommen ist, dass schmutziger unkundiger Unflat dabei herauskommt!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"06367e219701c0bccfd7de0b30022b40\">Ich zuckte zusammen. Die Bosheit in ihren Worten traf mich bis ins Herz.<\/p>\n<p data-p-id=\"919216fb2e498560115bc78d151cc07f\">\u201eMeine Mama ist nicht dumm!&#8221;, sagte D\u00fdamir\u00e9e emp\u00f6rt.<\/p>\n<p data-p-id=\"929fa5c1949a4913455b91f7b3dac8a4\">Ich legte den Finger an die Lippen, um ihr zu zeigen, dass sie sich einen Moment gedulden sollte. Zum Gl\u00fcck verstand D\u00fdamir\u00e9e noch nicht, was da gerade \u00fcber sie gesagt wurde. Sie schaute sich fragend nach mir um, so wie sie es immer tat, wenn sie etwas erkl\u00e4rt haben wollte. Auch meine Tochter war zwischenzeitlich wie paniert vom Sand.<\/p>\n<p data-p-id=\"9a35d6f46855190392bcd9b639ae95f3\">\u201eOffenbar&#8221;, erwiderte Yalomiro, \u201ekam dir der <em>Unflat<\/em> auf Seiten der <em>arcaval&#8217;ay<\/em> ganz zupass&#8221;, sagte er und f\u00fcgte hinzu: \u201eVergebt mir, Meisterin Elos\u00e1l, Meister C\u00fdel\u00fa. Ihr wisst, dass das nicht meine Sprache ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c9671a922716ed3042d647afbab2f766\">\u201eEin Freudentag muss Advons Geburt f\u00fcr sie gewesen sein&#8221;, sagte C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor grimmig. \u201eEine unverhoffte M\u00f6glichkeit, sich der Macht zu n\u00e4hern, die der Verfluchte verloren hatte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f030128debbe8a4cefd04e7553f90587\">Nun blickte der Junge fragend zu der <em>faj\u00eda<\/em> auf. Elos\u00e1l strich ihm Sand aus dem Haar.<\/p>\n<p data-p-id=\"a8d50155466b30d52c4b8f1035b9c0a6\">\u201eBitte&#8221;, sagte sie zu ihm. \u201eGeh hinein, Advon. Nimm deine Freundin mit. In Patagh\u00edus Saal seid ihr geborgen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4d7cbdc15159830af189f4305ec35656\">\u201eJa&#8221;, stimmte Sileda\u00fa sp\u00f6ttisch zu. \u201eGeht uns aus dem Weg. Was k\u00f6nnte euch beiden alles zusto\u00dfen, wenn der Ciel\u00e1stel unter dem Sand und Regen zusammenbricht? Wenn die Unkundigen in ihrer Wut die Burg erst\u00fcrmen und leichtes Spiel haben mit der Magie, die ihre Kraft verloren hat?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"838e4bbad51525da90fef1e4285f39cb\">\u201eUnkundige? Wieso jetzt die Unkundigen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"89587bb2f5a6982212ac2d36c2e44a36\">\u201eNun, was denkst du, Elos\u00e1l, was geschehen wird? Denkst du etwa, die Unkundigen h\u00e4tten all das hier in Aur\u00f3p\u00e9a noch nicht bemerkt? Denkst du nicht, sie k\u00e4men auf den Einfall, unter diesen besonderen Umst\u00e4nden herausfinden zu wollen, warum ihr es nicht verhindert? Sp\u00e4testens, wenn die ersten Chaosgeister die Stadt erreicht haben, werden sie euch zur Verantwortung ziehen und nicht sehr erfreut sein \u00fcber das, was sie vorfinden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6f52cc1f27e63d604e009d326a0c11bf\">Die <em>faj\u00eda<\/em> wechselte einen hoffnungslosen Blick mit dem Goldenen. Yalomiro bewegte nachdenklich den Stab in seiner Hand und trat einen Schritt vor. Sileda\u00fas Blick blieb geradezu an dem zerbrochenen Kristall kleben.<\/p>\n<p data-p-id=\"f74fea78503efac7c1346ece1aa7390f\">\u201eWir haben die Zugbr\u00fccke geschlossen&#8221;, brachte sich der <em>b\u00e1chorkor<\/em> in Erinnerung. Er wirkte befremdlich ruhig. Seine Gelassenheit hatte etwas zutiefst Verst\u00f6rendes an sich, kam mir merkw\u00fcrdig vertraut vor. \u201eWenn das die Chaosgeister nicht abh\u00e4lt, denn doch die Unkundigen, die auf die Idee kommen k\u00f6nnten, den Ciel\u00e1stel in ihrer Emp\u00f6rung zu st\u00fcrmen.&#8221; Er sch\u00fcttelte sich Sand von der Kleidung und f\u00fcgte an Elos\u00e1l gewandt hinzu: \u201eIhr solltet nicht z\u00f6gern, solange Ihr noch k\u00f6nnt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"31bdb8b80cf0d8929634a46d74dc2f4c\">Die <em>faj\u00eda<\/em> senkte den Blick. Dann tat sie etwas \u00dcberraschendes. Sie kniete sich zu dem Jungen nieder und umarmte ihn erneut, aber nicht innig und erleichtert wie zuvor. Es sah aus wie ein Abschied. Advon in ihrem Arm wurde ganz starr. Dann tastete er sacht nach ihrem Gesicht. Vielleicht redete sie ohne Stimme zu ihm.<\/p>\n<p data-p-id=\"f3416781e826f63caa6c7149dfd672a3\">\u201eMama!&#8221;, sagte er erschreckt.<\/p>\n<p data-p-id=\"253e4cc0f95c73c9540c312e5863a70d\">\u201eElos\u00e1l!&#8221;, kam es best\u00fcrzt von C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor. Er machte eine Bewegung, als wolle er zu Elos\u00e1l hin\u00fcber st\u00fcrmen, aber dann h\u00e4tte er seine W\u00e4chterpose vor Sileda\u00fa aufgeben m\u00fcssen. Fast vorwurfsvoll schaute er zu Yalomiro hin, als erwarte er von ihm Hilfe, oder zumindest einen guten Rat.<\/p>\n<p data-p-id=\"888ee3648ba46ca856d1e84e51ffbdef\">Yalomiro nickte ihm zu. Dann h\u00f6rte ich <em>seine<\/em> Gedankenstimme.<\/p>\n<p data-p-id=\"507f7c2fa2072d2b1048dfd9d93918ae\"><em>Du bist an der Reihe, Salghi\u00e1ra.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"88eb08adc5cc38e0d067bc7c029c0abf\"><em>Was?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"adb3ce2c3956271db97db78fb7b3ada4\"><em>Der Schl\u00fcssel.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"aebbe81d298005af6a177e96658527a2\">Der Schl\u00fcssel. Ich tastete danach und sp\u00fcrte das Werkzeug nach wie vor unter meiner Kleidung.<\/p>\n<p data-p-id=\"966fa9ca1dac10d53c616eee52f626b6\"><em>Nein, <\/em>sagte ich lautlos, als ich ahnte, was er von mir verlangte.<\/p>\n<p data-p-id=\"e3e5a1e25d10a2a75a558649ac473503\"><em>Du hast es mir versprochen!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"92ca2e612ec9cb99892185b10117e456\"><em>Nicht ohne dich!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"8fe292971528fda87adc9b1200101f99\"><em>Mir und dir kann nichts geschehen, das wei\u00dft du doch! <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"e4c25ee58089bdcf457f6db315a66516\"><em>Die Chaosgeister k\u00f6nnten dich aus dem Weltenspiel zerren!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"4b1c59877bb6da29501adbc9affc1cdc\"><em>Noch sind sie nicht hier. Aber die <\/em>faj\u00eda<em> ist in Gefahr. Und der Goldene &#8230; nun, wir werden sehen. Die Kinder aber, den Kindern darf nichts zusto\u00dfen. <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"fe3202ba3e6b8e88dbd7a62701f0f129\"><em>Ich lass dich nicht allein!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"6e2d36a56a28ff2b8e966fefd38d4656\">Aber Yalomiro lie\u00df sich nicht auf mein Zaudern ein. Er neigte sich hinab. \u201eMein kleiner Stern!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"92acc9156c48ab4b29842196f528b420\">D\u00fdamir\u00e9e hatte wohl nur darauf gewartet. Kaum dass Yalomiro sie gerufen hatte, kam Bewegung in sie. Sileda\u00fa wollte sie festhalten, aber das Schwert des Goldenen war ihr im Weg. D\u00fdamir\u00e9e schl\u00fcpfte darunter hindurch. Endlich rannte sie die wenigen Schritte zu uns hin\u00fcber. Sie flog ihm an den Hals und umschlang ihn. Solange er den Stab hielt, konnte er selbst sie nicht umarmen, aber sich sah, wie sie ihre Stirn an die seine schmiegte. \u201ePapa! Mama! Ich hab solche Angst gehabt!&#8221;, brachte sie hervor, schaute zu mir hoch und steckte ihre Arme zu mir. \u201eMama!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"80bd4741bd423368e900242bfbe626f3\">\u201eD\u00fdamir\u00e9e!&#8221; Ich konnte nicht anders. Ich hob sie auf und dr\u00fcckte sie fest an mich. Erleichtert schmiegte sie sich an, und es war, als l\u00fcftete sich eine schwere Last von meinem Herzen. Da war sie, so klein und zart und ich konnte ihr Herz fest pochen sp\u00fcren. Meine Tochter, mein Kind. Hier, angesichts der schlimmen Vergangenheit, des aus dem Gleichgewicht geratenen Wetters und entfesselter Chaosgeister.<\/p>\n<p data-p-id=\"3014c37c6bfacb09fdb26e0410a1b891\">\u201eAdvon Ir\u00edsolor!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3ed22deb324b424628c618f9f963dea5\">Der Junge wandte sich nicht von seiner Mutter ab, aber er hatte geh\u00f6rt, dass Yalomiro ihn gerufen hatte. Sein K\u00f6rper spannte sich.<\/p>\n<p data-p-id=\"e23aab16d875c9113c80f2f7b41d6876\">\u201eGeh mit meiner <em>h\u00fdardora<\/em>&#8220;, rief Yalomiro gegen das Gewitterbrausen an. \u201eBring sie in dein Schulzimmer! Schnell!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"05b83cffee2cabde5f13e7ed3ad0b6bb\">\u201eAber &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"01e4656a43ae2a50b897787c177f3ee3\">\u201eAdvon!&#8221; C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor schien keine Einw\u00e4nde zu haben. \u201eTu, was der Schwarzmantel sagt. Sei galant und zeige den Damen den Weg!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"384970840e83b2fcdee49fce261dba47\">\u201eAber &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ccfcce9bb6fdce06d7f943bcd0511652\">\u201eTu, was auch <em>ich<\/em> tun w\u00fcrde!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"57e4fb2b8845562ff193f0f4a1713b22\">Sileda\u00fa schaute konsterniert von einem zum anderen. Dass man sie nicht beachtete, passte ihr wohl nicht. Elos\u00e1l erhob sich. Sanft schob sie Advon in unsere Richtung. \u201eGeh. Geh, Advon. H\u00f6r auf den ehrenwerten Meister.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ff901249f894f6a42baec31c1c86f4fc\"><em>Und du, <\/em>sagte Yalomiro beschw\u00f6rend zu mir, <em>schnappst dir den Jungen und nimmst ihn mit!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"eaa7544b63f7ebf7ffd3c3002f049f9a\"><em>Aber &#8230;<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"60b6893c62c0c96de65677516279be7f\"><em>Den Kindern darf nichts zusto\u00dfen. Keinem von beidem! Und &#8230; dir auch nicht. Du musst f\u00fcr sie da sein.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"e48116dd4482d81d499337c2ca4b9585\">Er neigte sich zu uns und ber\u00fchrte erst meine, dann D\u00fdamir\u00e9es Stirn mit der seinen. \u201eIch folge euch!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e5f572a884f63ac6dbed9b91233de2cc\">\u201eUnd wenn nicht?&#8221;, entfuhr es mir \u00e4rgerlicher, als ich es meinte.<\/p>\n<p data-p-id=\"d7b016cc65ec704336c4fc2e69481a34\">\u201eDann&#8221;, sagte er ernst, \u201eist es auch nicht mehr wichtig.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b6c946c2582f8769d5021e98cd1fbdea\">\u201ePapa!&#8221;, protestierte D\u00fdamir\u00e9e, aber da war auch schon Advon bei uns. Er hatte Tr\u00e4nen in seinen leuchtend blauen Augen, aber noch weinte er nicht. Ja, sicher hatte auch Elos\u00e1l im Stillen mit ihm gesprochen. Nun stand sie aufrecht, gefasst und musterte Sileda\u00fa mit einem undurchschaubaren Goldblick. Wozu auch immer &#8230; sie <em>war<\/em> bereit.<\/p>\n<p data-p-id=\"6c271ef0d6675087c0fd6fcdb247d139\">\u201eKommt&#8221;, bat er h\u00f6flich und zugleich unverkennbar bedr\u00fcckt.. \u201eIch zeige euch den Weg.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3dfe201ede203d0c20d9e21f6477a200\">\u201eIch vertraue dir meine gr\u00f6\u00dften Sch\u00e4tze an&#8221;, sagte Yalomiro. \u201eH\u00fcte sie gut, Advon Ir\u00edsolor.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d5b8f8b7d9d31a06ec631a84c0250ea1\">\u201eMach ich&#8221;, wisperte der Junge. \u201eWenn Ihr daf\u00fcr meine Mama besch\u00fctzt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dfd3050f1a1a71aac6f698ca7a280a53\">\u201eUnd Gal\u00e9on?&#8221;, fragte D\u00fdamir\u00e9e. \u201eWer besch\u00fctzt den?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a34d67459e3615373c956c84d3b35a6e\">\u201eIch glaube nicht, dass euer Freund besch\u00fctzt werden muss. Im Gegenteil. Und jetzt rasch!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"232b8e3fe6c81cab2c98693fe0a8f34d\">Er wandte sich um, packte der Stab mit beiden H\u00e4nden und hielt ihn Sileda\u00fa entgegen. Sie griff hastig danach. Aber er gab ihn ihr nicht.<\/p>\n<p data-p-id=\"76b1e777c5ea1a221c3cc47457f9beb8\">\u201eKommt&#8221;, dr\u00e4ngte Advon. \u201eIch muss schnell wieder hierher zur\u00fcck!&#8221; Er riss sich von der Szene los und lief durch die T\u00fcr ins Innere des Ciel\u00e1stel. Ich versuchte, meinen Kopf auszuschalten, und eilte ihm nach, D\u00fdamir\u00e9e fest an mich gedr\u00fcckt auf dem Arm. An dem, was die Magier nun zu regeln hatten, konnte ich nicht viel \u00e4ndern. Vielleicht war es wirklich das Einzige, angemessene, machbare, was mir in diesem Moment zu tun \u00fcbrig blieb, n\u00e4mlich mit den Kindern zu fliehen und mich in der Sicherheit des Eta\u00edmalon zu verstecken, mit meiner Tochter und diesem Jungen, der im zuckenden Licht die Wendeltreppe hinauf jagte, geradewegs zur\u00fcck in den Saal.<\/p>\n<p data-p-id=\"bd6efda315449b3665dfc1a17cd90c94\">\u201eAdvon!&#8221;, rief ich ihm nach und setzte D\u00fdamir\u00e9e ab. \u201eAdvon Ir\u00edsolor!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b411005bd8d33ab8f48aaffe14430d5d\">\u201eDas ist nicht der Weg ins Schulzimmer&#8221;, erkl\u00e4rte D\u00fdamir\u00e9e. \u201eDas ist in einem ganz anderen Turm!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"847de8ef5a85cb204744796faf7c3cea\">Ich schaute die Treppe hinauf, hinunter und zur\u00fcck zur T\u00fcr. Was drau\u00dfen geredet wurde, verstand ich nicht mehr, denn der Turm fing den Wind und verwandelte ihn in ein furchtbares Brausen. Und nun? Sollte ich den Jungen seinem Schicksal \u00fcberlassen und mit meiner Tochter allein fliehen?<\/p>\n<p data-p-id=\"d571a47decbc3769e2e0ed94c78bb53e\">\u201eDu kennst den Weg zum Schulzimmer?&#8221;, fragte ich D\u00fdamir\u00e9e.<\/p>\n<p data-p-id=\"95f3ff5b26334a7201e9ea1621e8efa9\">\u201eVon hier aus nicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"58ac234341086b3352bb44790eb84259\">\u201eAdvon Ir\u00edsolor!&#8221; Was f\u00fcr ein ungehorsamer Trotzkopf! \u201eAdvon!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"61b89e92864b12280b2c098234e16f8e\">\u201eWorauf wartet Ihr?&#8221;, kam die Antwort. \u201eKommt hier herauf!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e79191575f40537ad8246299c709c5d3\">Ich seufzte \u00e4rgerlich, aber D\u00fdamir\u00e9e z\u00f6gerte nicht, dem Ruf ihres neuen Freundes zu folgen. Sie eilte die Wendeltreppe nach oben.<\/p>\n<p data-p-id=\"64b9d2e88f4f1e735862dd43c08b01a5\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"0b47859a53425c688a22f33fb453173a\">\u201eWillst du gar nicht versuchen, sie aufzuhalten?&#8221;, fragte Elos\u00e1l. Ihre Stimme klang hart, bitter. Aber sie hatte die Kraft, dem Wesen gegen\u00fcberzustehen, das erneut aus ihrer Vergangenheit emporgestiegen und seine Kreaturen mit sich gebracht hatte. Bei den M\u00e4chten, bei Patagh\u00edu selbst, wie hatte sie sich so t\u00e4uschen lassen k\u00f6nnen? Mit welcher undenkbaren T\u00fccke war der Schatten, den der Verfluchte hinterlassen hatte, zu zur\u00fcckgekehrt, dass sie ihn in ihrem eigenen Haus nicht bemerkt hatte?<\/p>\n<p data-p-id=\"e93e1a34867bf0bb78c3fa18fed3bf90\">Und wie war es seiner anderen H\u00e4lfte gelungen, in Aur\u00f3p\u00e9a zu den <em>sinoray<\/em> zu sto\u00dfen, ohne dass jemand Verdacht gesch\u00f6pft hatte?<\/p>\n<p data-p-id=\"652a6d6b39309df3162d1679664b5821\">List, Intelligenz und Beredsamkeit. All das hatte Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar sich erhalten k\u00f6nnen, selbst als seine Magie erlegen war. Und all die B\u00fccher, die sie im Schulzimmer entdeckt hatte? Die die vermeintliche alte Frau in und der in Aur\u00f3p\u00e9a so gef\u00fcrchtete Greis wohl m\u00fchsam \u00fcber lange Zeit zusammengeklaubt hatten? Was hatten sie damit vorgehabt, wenn doch die Magie selbst dahin war?<\/p>\n<p data-p-id=\"99eb3755d6db0bb4847399be9d395497\">\u201eWozu&#8221;, sagte Sileda\u00fa ebenso kalt. \u201eSollen sie doch laufen. Wozu die M\u00fche? Zwei kleine unkundige B\u00e4lger und ein unf\u00e4higes Weibsbild, an das alle Magie verschwendet ist, woher auch immer sie geklaubt wurde.&#8221; Sie wandte sich dem Schattens\u00e4nger zu. \u201eWie viel M\u00fche hast du an sie verschwendet? Und was hat es dir gebracht, abgesehen dass du sie mit deinem verzogenen Auswurf auf die Flucht schickst?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f78d24a6cdfb315d5c10770f43f73ac8\">\u201eBeleidige die meinen nur weiter&#8221;, sagte der Schattens\u00e4nger, w\u00fctender als er es zeigte. \u201eUnd sage mir dann, welchen Grund ich haben sollte, dir den Stab dann noch zu \u00fcberlassen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c646539d53e0b53ee53eb0aa22f01530\">\u201eGanz einfach. Wer, wenn nicht ich, sollte die Macht dazu haben, die Chaosgeister davon abzuhalten, Aur\u00f3p\u00e9a zu \u00fcberrennen und dem Boden gleich zu machen? Und dann das n\u00e4chste <em>yarlm\u00e1lon<\/em>, und das n\u00e4chste und das n\u00e4chste? Vielleicht wird es eine Weile dauern, den Montaz\u00edel zu \u00fcberqueren. Aber ich denke, es d\u00fcrfte diesmal nicht l\u00e4nger dauern als zwei, drei Sommer, um einmal \u00fcber das Weltenspiel zu ziehen und es zu <em>korrigieren<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2c1cc88c97778f981de9bbd798e2b7f7\">C\u00fdel\u00fa lachte laut auf. Elos\u00e1l warf ihm einen betroffenen Blick zu. Oh, er ahnte nicht, wie ernst es der Alten &#8230; nein, dem Verfluchten diesmal war. Und diesmal <em>waren<\/em> sie schwach. Hier waren keine f\u00fcnf <em>faj\u00edae<\/em> und kein Heer von Menschenkriegern, die sich wehrten. Diesmal hatte der Verfluchte die \u00dcberraschung auf seiner Seite.<\/p>\n<p data-p-id=\"946346792a941c032d15e833ecc605b8\">\u201eWie soll das zu sich gehen? Du hast keine Magie mehr, um die Chaosgeister zu z\u00fcgeln! Du hast keine Magie mehr in dir!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3193e3d7bd9dbd48af1dcfd707155a45\">\u201eBist du dir da sicher, C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a1dd0b261e988a994a140bc5af60a5d0\">C\u00fdel\u00fa verstummte. Ihr Selbstbewusstsein verunsicherte ihn.<\/p>\n<p data-p-id=\"bd0609ebbf2896d71151d60c345b8417\">\u201eF\u00fcr die Chaosgeister&#8221;, lie\u00df sich der fremde junge Mann vernehmen, \u201eist dieser Stab vielleicht wie das, was f\u00fcr einen Hund die Rute ist, mit der ein grausamer Mensch ihn gepr\u00fcgelt hat. Chaosgeister scheinen nicht besonders klug zu sein. Zumindest nicht die, die das <em>Widerwesen<\/em> geschaffen hat. Die minderen Chaosgeister, die mit in an die Grenzen des Weltenspiels gezogen wurden, die m\u00f6gen das anders sehen. Wie auch immer: Offenbar glaubt sie, die Biester mit einer leeren Drohung lenken zu k\u00f6nnen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f2061e71228e48b68607341a606ba66b\">\u201eDie <em>minderen<\/em> Chaosgeister?&#8221;, fragte Elos\u00e1l, ohne die Alte aus den Augen zu lassen. \u201eWas ist nun wieder damit?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1695d777c1b915c2c7740ad1ac21b58c\">\u201eDas nun zu erkl\u00e4ren w\u00fcrde zu weit f\u00fchren. Aber ihr solltet wissen, dass <em>ich<\/em> mich in diese Sache einmische, um der Ungl\u00fccklichen willen, die im Chaos gefangen sind.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5a0edb432d72dc27c4b4c196cbac9071\">C\u00fdel\u00fa und der Schattens\u00e4nger warfen dem jungen Mann ratlose Blicke zu. Der hob wieder den Silberstern. Die Augen der alten Frau blitzten ihn zornig an. \u201eVerfluchter Dieb!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9d95667a272a73ef4aab2fda2eb67281\">\u201eEs war nicht besonders gut versteckt. Und dir war nichts Besseres eingefallen, als mich an einen Ort zu bringen, von dem aus Zugang zu deinem Versteck war. Erstaunlich, dass du deine Gehilfen nicht angewiesen hat, zu pr\u00fcfen, was ich m\u00f6glicherweise gefunden habe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f66f0f0cd7f698f40ff58ef9fe576437\">\u201eJa. Bedauerlich. Wenn mich in der Nacht nicht so vieles \u00fcber die Ma\u00dfen abgelenkt h\u00e4tte, w\u00e4re es anders gegangen. Aber es ist geschehen. Und nun, Schattens\u00e4nger, gib mir das Werkzeug!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2dd9e67f4295b19e59bd277a2dfd6d44\">Der <em>camata&#8217;ay <\/em>hielt den Stab mit beiden H\u00e4nden waagerecht vor sich. Die Alte wollte danach greifen, doch ihr Blick verharrte zugleich weiterhin auf dem Silberstern, den der sonderbare <em>b\u00e1chorkor<\/em> in der Hand hielt.<\/p>\n<p data-p-id=\"8c47006800f728bd564faab614c55722\">\u201eDer Stab n\u00fctzt dir wohl nichts ohne den Stern&#8221;, sagte C\u00fdel\u00fa. \u201eUnd nun wei\u00dft du nicht, was du dir zuerst holen sollst?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"67618dd8f85f2c63e8cf45eb5c77e6ab\">\u201eIch muss mir nichts holen. Ihr m\u00fcsst es mir geben. Keiner von euch kann die Chaosgeister lenken.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ef4186dd720854e7469035a6d4ad8231\">\u201eNein&#8221;, sagte Elos\u00e1l. \u201eNicht lenken. Wir werden sie vertreiben und versiegeln, wie wir es schon einmal getan haben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2a9fa8675f21ff02d0ee5d8b51040833\">\u201eDazu&#8221;, wandte Sileda\u00fa ein, \u201ereicht deine Kraft nicht mehr. Damals wart ihr zu f\u00fcnft.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d519eafa0b9dee95bf8dade7664749a2\">\u201eDamals&#8221;, hielt die <em>faj\u00eda<\/em> ihr entgegen, \u201ewaren wir allein.&#8221; Sie nickte dem <em>camat&#8217;ay<\/em> und dem <em>b\u00e1chorkor<\/em> zu und schickte C\u00fdel\u00fa einen innigen, liebevollen Gedanken.<\/p>\n<p data-p-id=\"d84e47a2def75aefcac0faea6dba43dc\">\u201eNein&#8221;, wisperte der Goldene. \u201eNein, Geliebte. Nicht. Wir werden es anders bewirken.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b1408d4229a3fa02b28a4c95446e1cdc\">Elos\u00e1l sch\u00fcttelte den Kopf. Nun nicht nachdenken. Nun nicht mehr z\u00f6gern. Die Menschen, das Weltenspiel, das alles war in Gefahr. Sileda\u00fa selbst war unerheblich. Sie war der Schatten eines Schattens\u00e4ngers, bestenfalls noch. Mit dem mochten die anderen fertig werden. Die Schattens\u00e4ngerin w\u00fcrde Advon besch\u00fctzen, selbst wenn ihr <em>h\u00fdardor<\/em> dies nicht \u00fcberleben sollte.. Die Kinder geh\u00f6rten zusammen. Warum sonst sollten die M\u00e4chte es gef\u00fcgt haben, dass Advon ihnen erst nach so langer Zeit geboren worden war? Es musste etwas sein, das die M\u00e4chte geplant hatten, ein neuer Plan im Weltenspiel, etwas, das in einigen Z\u00fcgen seine Wirkung zeigen w\u00fcrde. Eine Zukunft, die sie &#8211; vielleicht \u2013 nicht mehr miterleben w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-p-id=\"5e9f9c56f95a447546f74d124a2c111e\">Vielleicht. Vielleicht waren die M\u00e4chte mit ihnen. Vielleicht w\u00fcrde es gut ausgehen.<\/p>\n<p data-p-id=\"82268ab78c19266f5f7a68dbf7ec7eec\">Elos\u00e1l befahl sich im Stillen Patagh\u00edu und entfaltete ihre <em>maghiscal<\/em> zur vollen Gr\u00f6\u00dfe, Hitze und Pracht.<\/p>\n<p data-p-id=\"cd368e15d342954d293d701696b5deed\"><em>C\u00fdel\u00fa<\/em>, dachte sie. <em>C\u00fdel\u00fa, ich liebe dich. Ich erwarte dich hinter den Tr\u00e4umen! <\/em><\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2648","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2648"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2648\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3700,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2648\/revisions\/3700"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}