{"id":2635,"date":"2025-08-25T13:23:49","date_gmt":"2025-08-25T11:23:49","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2635"},"modified":"2025-08-31T23:11:11","modified_gmt":"2025-08-31T21:11:11","slug":"102-der-sturm-bricht-los","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/102-der-sturm-bricht-los\/","title":{"rendered":"102: Der Sturm bricht los"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"6bdb00d9f1ec39683af688879b673e1d\">\u201eFolgt uns&#8221;, sagte der violette Regenbogenritter. \u201eF\u00fcr Euer Ross ist ein sicherer Platz im Stall, und genug Futter haben wir auch, damit das brave Tier sich st\u00e4rken kann.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bd5bbc35dc0028b512b1f0b04ca76492\">Der <em>sinor<\/em> reagierte nicht auf das freundliche Angebot, aber er lie\u00df es zu, dass der Violette das Pferd am Z\u00fcgel packte und fort f\u00fchrte. Ich ging mit dem Indigofarbenen hinterher.<\/p>\n<p data-p-id=\"ed5c150c74b8165ff5258f20699a7c6d\">Der Stall war nun ganz leer. C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor musste sein Reittier herausgeholt haben, kurz nachdem ich vor der alten Sileda\u00fa geflohen war. Vielleicht hatte ich Yalomiro nur um wenige Augenblicke vers\u00e4umt, wenn die beiden tats\u00e4chlich gemeinsam auf die Suche nach den Kindern gegangen waren.<\/p>\n<p data-p-id=\"21f93e5d9345cce55984ee055250422f\">Ob sie den Stab bemerkt hatten?<\/p>\n<p data-p-id=\"c841d07590bab5fa4bdc217bd91febb0\">Der Regenbogenritter schaute sich um und \u00f6ffnete dann die T\u00fcr zu einem der goldenen K\u00e4fige, in dem die Einstreu frisch und unber\u00fchrt aussah. Sehr wahrscheinlich war es der Platz seines eigenen Reittieres, das nach der Ankunft der <em>arcavala&#8217;ay<\/em> im Ciel\u00e1stel sofort auf die Weide gebracht worden war.<\/p>\n<p data-p-id=\"3ff2bcb824343644b956f24f4436824c\">Ich warf einen unauff\u00e4lligen Blick in den Zwinger, wo Meister C\u00fdel\u00fas perlenfarbener Hengst gestanden hatte. Ja, der Stab war noch da. Ich hatte ihn ganz am Rand des Gitters unter das \u00fcppige Stroh geschoben. Es war zu erkennen, dass das Stroh dort etwas aufgebauscht war \u2013 vorausgesetzt man wusste, wonach man schauen musste.<\/p>\n<p data-p-id=\"3cc2533b4d809a2d6424c98237265873\">\u00daldaise Ti\u00e1ramal\u00e9 sah sich aufmerksam im Stall um, aber er wirkte deutlich weniger beeindruckt, als ich erwartet h\u00e4tte. Nun, ich konnte nicht wissen, wie man in Aur\u00f3p\u00e9a Pferdest\u00e4lle baute. M\u00f6glicherweise war \u00fcberhaupt nichts Ungew\u00f6hnliches dabei, wenn man Reittiere hinter Goldgittern hielt, wenn Gold doch ein Allerweltsmaterial zu sein schien. Mir jedenfalls wurde wieder hei\u00df und kalt zugleich, je l\u00e4nger ich auf der Stallgasse stand, wo sich das Metall und die Ausstrahlung der <em>maghiscal<\/em> der beiden Ritter zu einem seltsamen Gemenge verbanden. Darunter mischte sich eine weitere Empfindung, die ich mir nicht erkl\u00e4ren, aber dennoch zweifelsfrei zuordnen konnte. Es ging von \u00daldaise Ti\u00e1ramal\u00e9 aus. Es war &#8230; muffig. <em>Verzerrt<\/em>. Benennen konnte ich es nicht. Aber es \u00e4hnelte dem, was ich zuvor an der alten Frau wahrgenommen hatte. Es \u00e4hnelte, war nicht ganz dasselbe. Ob es etwas damit zu tun hatte, wie <em>camat&#8217;ay<\/em> die Gegenwart alter Menschen sp\u00fcrten? War das etwa normal?<\/p>\n<p data-p-id=\"0125ae657c640e359d48534d1963edc9\">Ich war irritiert, f\u00fchlte mich fiebrig. Aber das wollte und durfte ich mir nicht anmerken lassen und hoffte inst\u00e4ndig, wir w\u00fcrden bald weiter gehen. Ich schaute zu dem Indigofarbenen auf. Erwarteten sie von mir, dass ich vor den Augen des <em>sinor<\/em> den Stab an mich nahm, damit wir ihn zu Elos\u00e1l bringen konnten?<\/p>\n<p data-p-id=\"69ab406e637309e0c5a36abd9da1c609\">Der Regenbogenritter schien zu verstehen, was ich auf dem Herzen hatte. Er schwieg, aber erhob seine Hand zu einer dezenten, beschwichtigenden Geste.<\/p>\n<p data-p-id=\"92fee2377d80515717bbb6de3b7d7a21\">\u201eIhr seid zur rechten Zeit gekommen, <em>sinor<\/em> \u00daldaise&#8221;, plauderte der Violette, indem er das Pferd absattelte und ihm das Zaumzeug abnahm. \u201eBei den M\u00e4chten, wie hei\u00df und ersch\u00f6pft Euer Pferd ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ad99ae45f2f0560786bdd0e88a65633d\">\u201eIch war heute schon eine weite Strecke damit unterwegs&#8221;, sagte der Alte. \u201eIch bin ein vielbesch\u00e4ftigter Mann.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bf678d5c6e23940e84d676892a72facc\">\u201eGanz allein? Ohne Gefolge?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2538ef716faf23ec90f4ac28eb0210a0\">\u201eMir war nicht bewusst, dass au\u00dfer mir noch andere geladen w\u00e4ren&#8221;, sagte der Alte. \u201eMeine Knechte sind hoffentlich zurzeit bereits in der Stadt und in Sicherheit.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"160e6ea4838e8c9c89c6d14f47b5c898\">\u201eSicherlich. Zum Gl\u00fcck scheint dieses Unwetter sich die Zeit zu nehmen, dass alle sich einen Unterschlupf suchen k\u00f6nnen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a514e0e4555d2eaddee23606662de358\">\u00daldaise drehte sich zu mir um. Der Schleier vor meinem Gesicht behinderte meine Sicht ein wenig, aber ich meinte, mir einzubilden, dass seine seltsam dunkelgrauen Augen mich von Kopf bis Fu\u00df musterten.<\/p>\n<p data-p-id=\"d28a13b4d1005674b71338ee9c02c8f2\">\u201eWoher kommt Ihr, Frau Salghi\u00e1ra?&#8221;, fragte er dann urpl\u00f6tzlich.<\/p>\n<p data-p-id=\"e6847b410d58bd17a8186484274dcebf\">\u201eIch &#8230; bin mit meinem <em>h\u00fdardor<\/em> hergereist, ehrw\u00fcrdiger Herr,&#8221; sagte ich. \u201eWir kommen aus der N\u00e4he von Hethrom.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"150af21ea1de6b912980a73b798759f9\">\u201eVon so weit her? Und aus der Wildnis?&#8221;, hakte er nach. \u201eWelche Gesch\u00e4fte habt Ihr hier vor Euch, wenn ich die Neugier \u00e4u\u00dfern darf?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"025a5457ae461428bd7677f222fe31d9\">\u201eWir &#8230;. eine Familienangelegenheit&#8221;, sagte ich vage.<\/p>\n<p data-p-id=\"9556d1b16c2fc3e63bbf477c52759948\">\u201eFamilienangelegenheiten? Hier? Im Ciel\u00e1stel?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0edc9b5c24ef9bc3095f471573edf08c\">\u201e<em>Sinor<\/em>&#8220;, mahnte der Violette und trug das Sattelzeug mit einer solchen Leichtigkeit aus dem Stall heraus, als tr\u00fcge er eine Bettdecke anstelle eines schweren Ledersattels, \u201ebedr\u00e4ngt die Dame nicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9721a8057176dbf745661ff995a20ff5\">\u201eMit Verlaub&#8221;, wandte der Alte ein, \u201ewenn Besucher von so weit herkommen und nicht die Stadt, sondern Euch aufsuchen, erregt dass mein Interesse. Das m\u00fcsst ihr mir zugestehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"04de98ac54f9048436ebcdfd23ec9c1a\">\u201eEs sind keine Gesch\u00e4fte&#8221;, schaltete der Indigofarbene sich ein. \u201ePers\u00f6nliches muss nicht offenbart werden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7dc0c0bc42da03962831dbf262229d0d\">\u201eVergebt mir meine Neugierde, Frau Salghi\u00e1ra.&#8221; \u00daldaise verneigte sich mit hohler F\u00f6rmlichkeit und lehnte sich an die goldene Gittert\u00fcr. \u201eIhr m\u00fcsst wissen, dass es aus Sicht eines gew\u00f6hnlichen Menschen aus Aur\u00f3p\u00e9a ausgesprochen ungew\u00f6hnlich ist, den Ciel\u00e1stel aufzusuchen. Und dann noch auf pers\u00f6nliche Einladung. Ihr m\u00fcsst eine sehr hochgestellte Pers\u00f6nlichkeit sein, wenn Euch eine solche Ehre zuteilwird.&#8221; Seine d\u00fcrren Finger umschlossen einen der Gitterst\u00e4be, und sein verrunzeltes, freudloses Gesicht verformte sich zu einem hohl-h\u00f6flichen L\u00e4cheln. \u201eDa frage ich als Mitglied des <em>konsej<\/em> mich nat\u00fcrlich, welche interessante Vorgeschichte sich dahinter verbergen mag. Und warum Ihr ganz offensichtlich im Geheimen unterwegs seid.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6bf972d10fd3abce0529df3fa8f75925\">Ich wusste beim besten Willen nicht, was ich ihm darauf antworten sollte. Am besten lie\u00df ich ihn in seinem Glauben.<\/p>\n<p data-p-id=\"7671577997f3f7906e245070dd25c400\">\u201eWer wei\u00df&#8221;, scherzte ich lahm. \u201eM\u00f6glicherweise bin ich eine hochedle Dame, unterwegs in sensiblen Angelegenheiten?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a2d042bb13c79cbcd2b24505feeadc3b\">\u201eDas&#8221;, sagte er mit seiner unangenehmen Stimme, \u201ew\u00e4re etwas, das der <em>konsej<\/em> aus Gr\u00fcnden der Diplomartie zu erfahren h\u00e4tte. Ich bin sicher, Eurem <em>h\u00fdardor<\/em> ist das bekannt. Alles andere w\u00e4re &#8230; verd\u00e4chtig.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ae24fb2ac11ad6bdc898f427e045d680\">\u201eSicherlich&#8221;, wich ich aus, \u201efinden wir sp\u00e4ter die Gelegenheit, dar\u00fcber zu reden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"270857e30e76009df4d067b94c9b87f5\">Er verneigte sich. Der Violette, der das Sattelzeug in den Vorraum gebracht hatte, kam zur\u00fcck und schritt an uns vorbei. \u201eFolgt mir. Ich bringe euch sogleich zur Meisterin. Vielleicht kl\u00e4ren sich dann nicht nur ihre, sondern auch Eure Fragen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b7c200b38e322ead882f1283b4fb2a66\">\u00daldaise fixierte mich noch einen Moment auf eine irritierend intensive Art. Dann folgte er dem Ritter mit gemessenem, vom Alter ausgebremstem, aber nicht gebrechlichem Schritt.<\/p>\n<p data-p-id=\"06544315eb5894c6fc33a06a57dbe6f5\">Ich wollte hinterher, aber der Indigofarbene stellte sich mir in den Weg und hielt mich zur\u00fcck.<\/p>\n<p data-p-id=\"e42389273a76bbe639b8d7582bdeb8cc\">\u201eHier ist etwas nicht geheut&#8221;, wisperte er mir zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"72223234b868b95dd1e8878d26b057ab\">\u201eJa&#8221;, stimmte ich leise zu. \u201eWar der <em>sinor<\/em> jemals hier?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"546cbe8dcfddeb59899ae5700f64db9f\">\u201eNein. Warum?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3e5adc859c90cbd223f9a7183898f614\">\u201eEr scheint sich \u00fcberhaupt nicht zu wundern, warum der Stall leer ist. M\u00fcsste er sich nicht fragen, warum Ihr ausgeflogen seid?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a008ecb180372e4055846b0b2ea04310\">\u201eGut beobachtet&#8221;, lobte er fl\u00fcchtig. \u201eMeisterin, nehmt den Stab. Und kommt hinauf in die Halle, auf dem Weg, den wir gerade gekommen sind. Ich hole die Einh\u00f6rner. Ich habe das Gef\u00fchl, wir sollten sie zur Hand haben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d11bf7c5377e063f479ada3ed2b23605\">Ich kniete nieder, biss die Z\u00e4hne zusammen und tastete in die Einstreu jenseits der Gitter. Fast sofort bekam in den Stab zu packen und zerrte ihn hervor. Der Regenbogenritter blickte sich nerv\u00f6s um, und als ich das Ding in der Hand hielt, war sein Gesicht voller Entsetzen. Das war erschreckend, denn ich h\u00e4tte es nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten, dass diese selbstbewussten, \u00fcberlegenen Wesen, die <em>arcaval&#8217;ay<\/em>, von denen ich immer noch nicht wusste, was sie eigentlich waren, nun ja &#8230; <em>Angst<\/em> empfinden konnten?<\/p>\n<p data-p-id=\"b24678437a405b5fa7a1ea9623d80733\">\u201eBei Patagh\u00edus Glanz&#8221;, \u00e4chzte er. \u201eSo lange ist es her &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ea4d0adaca87702d728896da1e01d1a1\">\u201eSchnell&#8221;, forderte ich, \u201ewas soll ich tun?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c8ae7a5a8aa0da3af4b62b1864ad7b63\">\u201eBringt es in die Halle zur Meisterin. Wenn Ihr damit lauft, \u00fcberholt Ihr den Violetten und den alten Mann. Bringt ihn hinauf und lasst die Meisterin entscheiden, ob Ihr ihn offen zeigt oder vor den Blicken des <em>sinor<\/em> verbergt. Ich bin alsbald wieder bei Euch.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b871ae03c369ebb218a7ef51ae93f0ff\">\u201eIhr lasst mich mit dem Stab unbeaufsichtigt allein im Ciel\u00e1stel herumlaufen?&#8221;, fragte ich \u00fcberrascht. \u201eHabt Ihr denn keine Angst, ich k\u00f6nnte etwas damit anstellen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b89d0da6c2189d262e2c2714e873924a\">\u201eNein&#8221;, sagte er. \u201eIch vertraue Euch. Und nun los. Ich bin in ebensolcher Eile wie Ihr.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"64b9d2e88f4f1e735862dd43c08b01a5\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"2a014d17a9a259f904daadd2b506133d\">C\u00fdel\u00fa konnte sich nicht erinnern, Perlenglanz jemals zuvor zu einer solchen Geschwindigkeit getrieben zu haben. Das Einhorn gab sein Bestes, wenn es auch merklich ungehalten dar\u00fcber war, dass man ihm nach seinem weiten Flug seit dem Vormittag nur so eine l\u00e4cherlich kurze Pause geg\u00f6nnt hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"c8903224d624350a713908ab2aac8c3a\">\u201eAdvon!&#8221;, rief der Regenbogenritter in die W\u00fcste. \u201eAdvon! Wo bist du?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8ec2c4008e89a005dc7e7ce202de11cb\">Er rief vielleicht sechs oder sieben Mal, dann geriet ihm mit jedem Atemzug so viel Sand ins Gesicht und den Mund, dass er bef\u00fcrchtete, zu ersticken. Von S\u00fcden hatte sich Wind erhoben, noch entfernt davon, ein Sturm zu sein, aber schon so heftig, dass es ihm nicht \u00fcblich erschien. In Wellen stob der feine W\u00fcstensand auf und blendete ihn, indem er die Welt ringsum in einen staubigen Schleier h\u00fcllte. Perlenglanz schnaubte und entschied sich eigenm\u00e4chtig, niederzugehen und am Boden weiter zu laufen. Wenn selbst das Einhorn es vermeiden wollte, zu fliegen, dann w\u00fcrde der Wind sich so schnell nicht legen.<\/p>\n<p data-p-id=\"fb4ef9a0d76307f486ae1bde8016e93d\">Bei den M\u00e4chten. Und wenn Advon tats\u00e4chlich in seinem kindlichen Leichtsinn hier in die W\u00fcste geritten war, das junge Einhorn vor dem Sturm scheute und das Kind aus der H\u00f6he st\u00fcrzte? Wenn <em>beide<\/em> Kinder verungl\u00fcckten? Wenn die M\u00e4chte sich dazu entschieden hatten, ihn zu strafen, und ihm nicht nur den Sohn nahmen, sondern dem Schwarzmantel Anlass dazu gaben, eine neue Feindschaft zu erheben?<\/p>\n<p data-p-id=\"939f8844da978915d0235d5ff56c4476\">\u201eAdvon!&#8221;, rief C\u00fdel\u00fa und spuckte Sand. \u201eAdvon! D\u00fdamir\u00e9e!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9ceb9424932e4c17ba893a8190fce244\">Aber die Sicht reichte nicht weit genug, weder um am Himmel ein m\u00f6glicherweise fliegendes Einhorn zu erblicken, noch zu sehen, was sich in weiterem Umkreis am Boden bewegte. Das Sandgewirr wurde immer heftiger.<\/p>\n<p data-p-id=\"1015e1035f5e9f0fc6c9bd88d6d6b689\">Wenn der <em>sinor<\/em> Sah\u00e1al\u00edr sich nicht irrte, hatte Advon sich in den Kopf gesetzt, jemanden zu retten, den die Unkundigen in Aur\u00f3p\u00e9a wegen eines Verbrechens zum Tode verurteilt hatten. Wie kam der Junge darauf, das zu hinterfragen? Und selbst wenn es so sein sollte, dass Advon zurecht ein Unrecht hatte verh\u00fcten wollen \u2013 warum hatte er nicht seine Mutter oder wenigstens einen der Sieben ins Vertrauen gezogen. Oder &#8230; ihn selbst?<\/p>\n<p data-p-id=\"d6edc1e757142ec82ac7ce1879dc8553\">Nat\u00fcrlich hat er das nicht getan. C\u00fdel\u00fa hatte seinen Sohn seit Tagen nicht gesehen und zuvor immer weniger Gelegenheit gehabt, Zeit mit ihm zu bringen. Zu voll war sein Kopf mit den Geschichten dieser gemeinen alten Hexe gewesen!<\/p>\n<p data-p-id=\"28716f0a328d821fc2dd4da025839e48\">Aber damit w\u00e4re bald Schluss. Sobald es sich gekl\u00e4rt hatte, welches abscheuliche, wahnsinnige Spiel Sileda\u00fa spielte, aus dem Ciel\u00e1stel verbannen w\u00fcrde er sie h\u00f6chstpers\u00f6nlich, und Bannkreise wirken, die die Alte daran hinderten, jemals wieder auch nur in die N\u00e4he des Ciel\u00e1stel zu gelangen!<\/p>\n<p data-p-id=\"cdcc69a4288ed7aac9ae33913e0d0aa0\">Jedenfalls hatte er durch diesen wertvollen Hinweis des Stadt\u00e4ltesten ein Ziel, einen Ansatzpunkt, um nach dem Jungen zu suchen. Wo die Bewohner von Aur\u00f3p\u00e9a ihren Richtplatz angelegt hatten, um es Patagh\u00edu zu \u00fcberlassen, Verbrechen zu ahnenden, wusste C\u00fdel\u00fa. Nicht umsonst hatten sie sich bei ihren Ritten durch die W\u00fcste immer wieder gewundert, wo die \u00dcberreste der Ungl\u00fccklichen geblieben waren. Nach der strengen Hand, mit der der <em>sinor<\/em> \u00daldaise das recht regelte und dem geradezu widersinnigen Verfall von Sitten und Gesetz mussten es seit den letzten Wintern hunderte Menschen sein, die die W\u00fcste verschlungen hatte. Und f\u00fcr jeden, der hier sein Ende fand, schien die Stadt auf geheimnisvolle Weise drei neue anzuziehen. Fast so, als sei es das geheimnisvolle Schicksal all jener, die der Verlockung des Verbrechens erlagen, unweigerlich aus allen Winkeln des Weltenspiels<u> <\/u>nach Aur\u00f3p\u00e9a zu streben,<u> <\/u>wie Steine, die einen Berg herab rollten.<\/p>\n<p data-p-id=\"bc340ba80aea651ada97fb9451758816\">C\u00fdel\u00fa f\u00fchrte Perlenglanz voran und schirmte seine Augen mit der Hand ab. Es war nicht n\u00f6tig, zu sehen, wohin er ging; die W\u00fcste war ihm in all den Jahren so vertraut geworden, dass er auch blind jeden beliebigen Ort finden w\u00fcrde, den er erreichen wollte. Aber das blo\u00dfe Verlangen, Advon zu finden, das reichte nicht aus. H\u00e4tte der Junge Magie in sich getragen, dann w\u00e4re es einfacher gewesen. Aber nun war der Magier ebenso rat- und machtlos wie der Schattens\u00e4nger, den er bei den Alten und ihrem Gefolge zur\u00fcckgelassen hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"5b4cf7fd9d796b50bbd6cc231480c7bf\">Das war ganz und gar nicht h\u00f6flich und angemessen gewesen. Aber was sollte er sich mit der Anwesenheit des Schwarzmantels belasten, der ihm hier in der W\u00fcste ohnehin nicht hilfreich sein w\u00fcrde? Sollte er doch die Unkundigen in den Ciel\u00e1stel begleiten. Seine Tochter w\u00fcrde er ihm wohl mitbringen, ihm beweisen, wie ehrenhaft und f\u00fcrsorglich die <em>arcaval&#8217;ay<\/em> waren.<\/p>\n<p data-p-id=\"98b60e4432ac5e2cbd0e287d39b62cdd\">Das M\u00e4dchen, das s\u00fc\u00dfe, mutige kleine M\u00e4dchen &#8230; mochten die M\u00e4chte geben, dass Advon es gut besch\u00fctzte. Der Vater war gekommen und wartete. Wenn er vergebens wartete, wer wusste dann schon, ob es Nokt\u00e1ma gelang, ihren Diener zu b\u00e4ndigen?<\/p>\n<p data-p-id=\"e9c1aefe8b8c4cd8740d0633fbb7a844\">Perlenglanz schnaubte unruhig, je n\u00e4her sie der Senke kamen, in der so viele Menschen den Weg hinter die Tr\u00e4ume begonnen hatten. Offenbar beunruhigte der Sturm das Tier mehr, als C\u00fdel\u00fa angenommen hatte. Der Magier blieb stehen und schaute zum Himmel auf. Die Ausl\u00e4ufer des dr\u00e4uenden Regensturms waren zwischenzeitlich weit in die W\u00fcste hineingezogen, fast so, als h\u00e4tten sie ihn verfolgt. In der H\u00f6he trafen sie nun auf den sandgeschw\u00e4ngerten Wind aus dem S\u00fcden, feuchter Regen prallte auf trockenen Staub, beides rieb sich aneinander. Es gab noch kein Gewitter, keinen Donner und keinen Blitz, aber an den R\u00e4ndern der Wolke flackerte bereits ein beunruhigendes Leuchten.<\/p>\n<p data-p-id=\"18a5676dddf0633a3fdda608c0a778c1\">Und das alles genau \u00fcber seinem Kopf.<\/p>\n<p data-p-id=\"0b65d35b49eca3eb64a011e58406c736\">\u201eAdvon!&#8221;, rief C\u00fdel\u00fa, wohl wissend, wie unsinnig das war. \u201eKinder! H\u00f6rt ihr mich?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8d8f9d599177a02cead23bd95bd68be9\">Perlenglanz blieb stocksteif stehen. Seine rosigen N\u00fcstern bl\u00e4hten sich nerv\u00f6s auf. Seine Fl\u00fcgelspitzen zitterten und raschelten. Das Einhorn mochte nicht mehr voran, dabei waren sie dem Ziel so nah. Hinter der n\u00e4chsten hohen D\u00fcne war die Richtst\u00e4tte. Wenn Advon es mit dem M\u00e4dchen und Farbenspiel bis hierhin geschafft hatte, war er sicher nicht mehr da. Er h\u00e4tte die Rufe seines Vaters geh\u00f6rt und darauf reagiert. Aber vielleicht gab es einen Hinweis darauf, ob sie hier gewesen waren &#8230; und wohin sie als N\u00e4chstes gegangen waren.<\/p>\n<p data-p-id=\"3dc4140a7b12151b4f427b63a363a444\">\u201eGut&#8221;, sagte C\u00fdel\u00fa \u00e4rgerlich zu seinem von pl\u00f6tzlichem Starrsinn und Feigheit besessenen Ross. \u201eIch schaue allein nach. Bleib du nur hier. Aber lass dir nicht einfallen, wegzulaufen, wenn es hier ein wenig gewittert. Ich <em>will<\/em>, dass du auf mich wartest.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dfa97b7cf9300889abc9954afb3e1cab\">Perlenglanz schnaubte und scharrte. Seine Schlangenaugen waren geweitet und er bleckte seine Fangz\u00e4hne. Aber der Bann, den C\u00fdel\u00fa so beil\u00e4ufig an ihm gewirkt hatte, w\u00fcrde wohl eine Weile halten.<\/p>\n<p data-p-id=\"37e3d65064e9aa3525887b9290a91073\">\u201eIch bin schnell wieder da&#8221;, tr\u00f6stete der Goldene. Das sonderbare Verhalten des Tieres war verd\u00e4chtig. Und wenn es nicht nur der Regensturm war, der oben \u00fcber ihren K\u00f6pfen tobte? \u201eMach dich n\u00fctzlich&#8221;, wies der Magier das Einhorn an. \u201eWenn Farbenspiel hier in der N\u00e4he ist, dann ruf ihn herbei! Lock ihn zu dir. Ich will auch nicht abwarten, bis hier Blitze einschlagen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2ed0d707bee62b716811ab368efc98ad\">Mit diesen Worten wandte er sich ab und stieg den Sandh\u00fcgel hinauf. Es war nicht weit und nicht anstrengend, und so dauerte es nur wenige Herzschl\u00e4ge, bis der Ritter den Kamm der D\u00fcne erreicht hatte und in die Senke hinab blickte.<\/p>\n<p data-p-id=\"b32dcb7c59d3c2934f6d802aebe2e659\">Er hatte erwartet, dort unten zwischen die Pf\u00e4hle gefesselt die leblosen K\u00f6rper von Unkundigen zu sehen, die Patagh\u00edus Glanz verbrannt hatte. C\u00fdel\u00fa hatte damals in den Chaoskriegen, viel Grauenhaftes gesehen und nahm an, dass ihn in dieser Hinsicht wenig schrecken w\u00fcrde. Aber das, was er nun dort unten sah, war be\u00e4ngstigend.<\/p>\n<p data-p-id=\"af4ecc109da8732ddbe7adee14cac8e4\">Unten in der Senke war niemand, weder Lebende noch Leichname. Die Verurteilten, die man erst am Vormittag hier ihrem Schicksal \u00fcberlassen hatte, waren spurlos verschwunden, mitsamt K\u00f6rpern und Knochen. Und die Pfosten, die einen unheilvollen, bedr\u00fcckenden Kreis am Grund der Senke gebildet hatten &#8230; die lagen geborsten und ungeordnet genau in der Mitte, etwa so, als habe ein Kind ein paar St\u00f6ckchen gesammelt und im Spiel achtlos auf einen Haufen geworfen.<\/p>\n<p data-p-id=\"211211fa70635e47564d3af0083df29f\">Welches Kind war in der Lage, mannshohe Pf\u00e4hle aus Steinpalmenst\u00e4mmen umzust\u00fcrzen und zum Zersplittern zu bringen? Was bei den M\u00e4chten war hier passiert?<\/p>\n<p data-p-id=\"4aafe5e5921843907cd2f0ff25fbbdf9\">C\u00fdel\u00fa schauderte. \u201eAdvon?&#8221;, rief er ratlos.<\/p>\n<p data-p-id=\"614e66802c76c9cf6eb023224a40488d\">Nat\u00fcrlich bekam er keine Antwort. C\u00fdel\u00fa verharrte einen Moment reglos und horchte in den Wind. Hatte da ganz in der Ferne ein Einhorn gebr\u00fcllt? Oder bildete er sich das in tr\u00fcgerischer Hoffnung nur ein?<\/p>\n<p data-p-id=\"00a9feb22a47cfac0cd6fdef9126ceb5\">Der Umstand, dass die Kinder nicht hier waren, vermochte den Ritter nicht zu beruhigen. Schlie\u00dflich waren auch die ungl\u00fccklichen Verurteilten verschwunden. Mochten die M\u00e4chte geben, dass die Kinder gleichfalls nur den verst\u00f6renden Holzhaufen gefunden hatten und sich unverrichteter Dinge schon l\u00e4ngst auf den R\u00fcckweg in den Ciel\u00e1stel gemacht hatten. C\u00fdel\u00fa z\u00f6gerte. Die Vernunft gebot es, sich die aus ihrer Verankerung gerissenen Pf\u00e4hle aus der N\u00e4he anzusehen. Ganz ohne Zweifel war hier etwas Unnat\u00fcrliches geschehen, das sich weder mit Menschenwerk noch mit Magie erkl\u00e4ren lie\u00df. Magie, die so etwas bewirkte, h\u00e4tte <em>irgendeine<\/em>, wenn auch vielleicht sehr zarte Spur hinterlassen, wie Qualm, der sich in einem Gewand festsetzte, wenn man zu nahe an einem schlechten Feuer sa\u00df. Aber da war nichts. Dieser Ort war auf eine gespenstische Weise leer und schal.<\/p>\n<p data-p-id=\"8e9f7231758ad36a9fddbea4646c73c8\">Aus den Wolken grollte es. Das Wetterleuchten warf ein kurzes, flackerndes Licht zwischen die sandverstaubte Abendd\u00e4mmerung und die Finsternis des lauernden Regensturms. Aus den Augenwinkeln nahm C\u00fdel\u00fa einen Lichtreflex ein paar Schritte neben sich im Sand wahr. Stirnrunzelnd ging er hin, um nachzuschauen, kniete nieder, strich Sand beiseite und sp\u00fcrte K\u00e4lte durch seine Adern fluten. Sein Herz krampfte sich zusammen, als balle es sich wie eine Faust. Das goldene Messer, genau im richtigen Format f\u00fcr Advons Kinderhand und am Griff umwickelt und verziert mit buntem Leder, war verbogen, gesplittert. Der untere Teil der Klinge war \u00fcberzogen mit einer br\u00e4unlichen Substanz, klebrig und z\u00e4h wie Sirup, und zwar nur noch zart, aber nichtsdestoweniger bestialisch stinkend.<\/p>\n<p data-p-id=\"5b43375c381869abc490664181835086\">Advon musste versucht haben, sich damit gegen etwas zur Wehr zu setzen, das hier nicht sein durfte. Etwas, das hier nichts zu suchen hatte. Dem C\u00fdel\u00fa einst gegen\u00fcber gestanden hatte, damals, so lange her. Damals hatte C\u00fdel\u00fa ein Schwert in der Hand gehabt und wie besessen damit um sich geschlagen und gestochen, in schierer Panik und dem, verzweifelten Versuch, am Leben zu bleiben, zumindest so lange, bis ihm jemand erkl\u00e4ren konnte, was vorging. C\u00fdel\u00fa war damals nicht allein gewesen. Und er hatte Magie zur Verf\u00fcgung gehabt.<\/p>\n<p data-p-id=\"44089c45e3b5c29e3e37f4a3a8766dbb\">\u201eAdvon&#8221;, wisperte der Goldene. \u201eOh, Advon &#8230; warum? Warum hier?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8ce217870ecd682a6cbc0feef3accf3a\">Was war nun zu tun? Waren diese &#8230; Dinger tats\u00e4chlich zur\u00fcckgekehrt? Hatten sie es, unter den wachsamen Blicken der <em>arcaval&#8217;ay<\/em> schon so nahe an die Stadt geschafft, gerade eben au\u00dfer Sichtweite des Ciel\u00e1stel? Ohne dass jemand es bemerkt hatte? Die Kraft, die Pf\u00e4hle umzuwerfen hatten sie. Und die Kraft, zwei Kinder und ein Einhorn zu zerrei\u00dfen und zu verschlingen, die hatten sie auch.<\/p>\n<p data-p-id=\"e252470529e66772546d60b7f38e0327\">Bei den M\u00e4chten! Er durfte keine Zeit verlieren! Er musste die Sieben, musste Elos\u00e1l warnen, vor der Gefahr, die aus dem <em>S\u00fcden<\/em> kam! Nicht aus dem Norden, wo zwei \u00fcbrig gebliebene Schwarzm\u00e4ntel alles waren, was von Nokt\u00e1mas Dunkler Dienerschaft \u00fcbrig geblieben war!<\/p>\n<p data-p-id=\"802bfb9b5d93d681ba8eb731ddee249c\">Perlenglanz!<\/p>\n<p data-p-id=\"4522204a66af1c1c0ee11ac74c86f058\">Das Einhorn br\u00fcllte und quietschte zugleich wie ein w\u00fctender Stier und ein verschrecktes Zicklein. Das Einhorn sp\u00fcrte die Gefahr, noch bevor C\u00fdel\u00fa sie sah. Und bevor der Sand unter seinen F\u00fc\u00dfen in Bewegung geriet und ihn haltlos ins Rutschen brachte, wie ein Getreidekorn, das in einen Mahltrichter rutschte.<\/p>\n<p data-p-id=\"5396d96e76c0ce5c6e7b0f95eb935680\">\u201eNein!&#8221;, rief der Ritter und grabschte sinnlos um sich auf der Suche nach Halt, aber der Sand rann durch seine Finger. \u201ePataghi\u00fa! Pataghi\u00fa, steh mir bei!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4d6bf4f3956ba8c6d9da1f400fb20e88\">Aber es nutzte nichts. Unaufhaltsam zog es C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor hinab in die Senke. Und mit dem ersten Blitz, der niederging, begann es, zu regnen. Erst waren es nur einzelne Tropfen, die auf C\u00fdel\u00fas R\u00fcstzeug niederprasselten. Aber aus den Tropfen wurde binnen Wimpernschl\u00e4gen ein heftiges Prasseln. Unter dem Haufen aus Holzpf\u00e4hlen begann <em>etwas<\/em>, sich zu bewegen.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2635","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2635","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2635"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2635\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3715,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2635\/revisions\/3715"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2635"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2635"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2635"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}