{"id":2630,"date":"2025-08-25T13:26:24","date_gmt":"2025-08-25T11:26:24","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2630"},"modified":"2025-08-31T23:09:23","modified_gmt":"2025-08-31T21:09:23","slug":"107-gesang-im-regen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/107-gesang-im-regen\/","title":{"rendered":"107: Gesang im Regen"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"f9b86eab99c253d084bdc4877c5192da\">War es ein Blitz gewesen? Hatte Patagh\u00edu eingegriffen und den Chaosgeist abgewehrt? Oder waren es die Sieben, die ihm zu Hilfe geeilt waren? Aber wie konnte das sein, ohne das magische Feuer?<\/p>\n<p data-p-id=\"623e0f9270ace0a3b9f1ce770ef68709\">\u201eSteht nicht herum&#8221;, rief ihm der Schwarzmantel zu. \u201eBringt Euch in Sicherheit!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5fcd70756f86fcecdf5ed7779ddb90ad\">C\u00fdel\u00fa schaute best\u00fcrzt auf das gr\u00e4ssliche Albtraumwesen, das der Schattens\u00e4nger mit einem Bann niedergesto\u00dfen hatte, der ihn unglaublich viel Kraft gekostet haben mochte. Der Chaosgeist war vor der Wucht dieses Schlages zur\u00fcckgewichen und hatte dabei den Kipppunkt \u00fcberschritten, der seinen kegelf\u00f6rmigen K\u00f6rper aufrecht gehalten hatte. Die kleineren Tentakel hatten daraufhin die Bodenhaftung verloren, aber die gr\u00f6\u00dferen krallten sich im nackten Erdboden fest. Das Wesen versuchte, sich daran wieder den Hang hinauf zu ziehen.<\/p>\n<p data-p-id=\"cd240301d7e19261f8ef76862fab8684\">\u201eSeid Ihr eingefroren, mitten in der W\u00fcste? Kommt zu mir! Das Ding steht wieder auf!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"95c0ebd5ba406a5a97c4cfaed1cabc54\">C\u00fdel\u00fa runzelte die Stirn. Unversch\u00e4mt war der Kerl, aber er hatte recht. \u00c4rgerlich stie\u00df der Magier sich an der alten Steinpalmenwurzel ab, jagte die Klinge erneut in den Boden und kletterte, ohne bewusst zu schauen, was er tat, an allem empor, was sich ihm auf dem toten Fels und Ger\u00f6ll entgegenstreckte, w\u00e4hrend das Monster aus dem Wasser hervorkroch wie eine tr\u00e4ge Schildkr\u00f6te.<\/p>\n<p data-p-id=\"88389cfa6cb6bbcaded856240b647431\">Der Schattens\u00e4nger balancierte auf dem Grat der Senke, unter den unheilvoll flimmernden, wie h\u00e4ssliche Schlieren am Himmel kreisenden Wolken. H\u00e4tte der Dunkle Magier ihm nicht soeben das Leben gerettet, C\u00fdel\u00fa h\u00e4tte gedacht, er sei mit seiner finsteren Macht f\u00fcr dieses Grauen selbst verantwortlich. Tats\u00e4chlich zauberte der<em> camata&#8217;ay<\/em>, ganz unverkennbar war das Strahlen seiner silbrigen <em>maghiscal<\/em> zu sp\u00fcren, aber was genau er tat, konnte der Goldene nicht erkennen. Doch er h\u00f6rte ihn singen, auf eine d\u00fcstere, <em>unheilvolle<\/em> Art.<\/p>\n<p data-p-id=\"217b104773b48f6242cd0a53c68de950\">Aber genau das schien etwas zu sein, das dem gr\u00e4sslichen Monster missfiel. Es gab ein Ger\u00e4usch von sich, als knarrte Holz und zerschlisse sich dabei in S\u00e4gesp\u00e4ne. Es klang <em>\u00fcberrascht<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"9bfd32446de7c324ead589ece659de1e\"><em>Unsinn<\/em>, dachte C\u00fdel\u00fa und rettete sich fieberhaft mit dem Schwert als Handgriff aus dem t\u00f6dlichen Trichter heraus. <em>Diese Wesen haben keine Gef\u00fchle. Sie haben nicht einmal einen Verstand! Sie sind purer Reflex und Verderben!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"9ec7c5c7dd2451383e2a3c558484eb5e\"><em>Schneller!,<\/em> trieb ihn der Schattens\u00e4nger ungeduldig an, diesmal wortlos, w\u00e4hrend sein unheimliches Lied immer lauter und beschw\u00f6render klang. <em>Ich kann es nicht lange halten!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"2288015b8620bd49ac5b3c3e26713eaf\">Der Ritter schleppte sich schnaufend voran. Endlos schien der Weg den steilen Hang hinauf zu sein, unendlich weit. Aber die Stimme des Schwarzgewandeten war ein Signal, ein Anker, ein Magnet, zog ihn an, \u00fcbert\u00f6nte den Regen, der auf seiner R\u00fcstung trommelte und seine eigene Magie unbrauchbar machte. Dem Schattens\u00e4nger schien der schale Niederschlag aus dem absurden Wolkengebr\u00e4u nichts auszumachen.<\/p>\n<p data-p-id=\"2faa7f4a7f839d4bf5caeed3119ed742\">Das Wesen knarrte und \u00e4chzte weiter. Lose Steine polterten unter ihm hinab und platschten in das Wasser hinein. Bei den M\u00e4chten, das Wasser &#8230; wo kam dieses schreckliche, schmutzige Wasser in so gro\u00dfer Menge her? War das noch Grundwasser aus den Tiefen der W\u00fcste, oder entsprang es woanders? <em>Ganz <\/em>woanders? Kam es aus der selben Quelle wie der Regen?<\/p>\n<p data-p-id=\"a704443359482003c24a3a223ab1f8cc\">C\u00fdel\u00fas Herz raste, er h\u00f6rte seinen eigenen Atem rasseln. Wo war der n\u00e4chste Stein, die n\u00e4chste Unebenheit, der letzte Rest des Waldes, der hier einst einmal gewesen sein mochte? Wohin konnte er greifen, wo sein Schwert verankern?<\/p>\n<p data-p-id=\"7843d54eeba226dffef32f10140b27fb\">Hinzu kam, dass der Regen den blanken Boden allm\u00e4hlich aufzul\u00f6sen begann, der Untergrund sich mit jedem Atemzug von trockener, blanker Erde mehr und mehr in glitschigen Lehm verwandelte. C\u00fdel\u00fa sp\u00fcrte, wie seine F\u00fc\u00dfe abglitten, erst einmal, dann, zwei Schritte darauf, erneut und schlie\u00dflich gar keinen Halt mehr fanden. Der Ritter geriet ins Rutschen, nun nicht mehr auf losen Sand, sondern auf etwas, was sich zunehmend verhielt wie s\u00e4mige Asche.<\/p>\n<p data-p-id=\"e61809e6e699381fa84acdb4f89f49f7\">\u201eIch kann nicht!&#8221;, rief er zu dem Schattens\u00e4nger, der nun so nah und unerreichbar war. \u201eBei den M\u00e4chten, rettet Euch! Rettet Euch und holt die anderen herbei!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d2831768400a4a2a593b9c9e24c16447\"><em>Wo denkt Ihr hin?, <\/em>antwortete der Schattens\u00e4nger. Er gestikulierte eindringlich, bewegte sich nun mit einer gespenstischen, t\u00e4nzerischen Eleganz, w\u00e4hrend der Wind auffrischte und seinen Mantel bauschte, als wolle er ihn fortblasen. <em>Was m\u00fcsste ich denn dann Eurem Sohn erz\u00e4hlen?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"65aeb60dc66a01fdc6431ee67e837abf\">\u201eLasst meinen Sohn aus dem Spiel!&#8221;, fauchte C\u00fdel\u00fa erbost. \u201eMein Sohn hat hiermit <em>nichts<\/em> zu tun!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d169b7a0444336a1ecc37bed9129b88e\"><em>Und deshalb soll er fortan vaterlos leben? Was ist denn das f\u00fcr eine F\u00fcrsorge? Seid Ihr Eures Gl\u00fcckes etwa \u00fcberdr\u00fcssig?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"3ad56c8d0460a109b7fbf1e49260c32b\">Was erlaubte dieser impertinente Kerl sich? Und was tat er da \u00fcberhaupt?<\/p>\n<p data-p-id=\"a502f5ca14ec6b70612d0f64bcdd697f\">\u201eIhr habt doch \u00fcberhaupt keine Ahnung, was hier vorgeht!&#8221;, schrie er den Schwarzmantel an.<\/p>\n<p data-p-id=\"1cbba2b5c15cfa7abc76ffd0080b1e49\"><em>Mehr als Ihr denkt! Und jetzt kommt endlich! Meine Kr\u00e4fte sind nicht unbegrenzt! Die Kreatur ist st\u00e4rker als ich!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"85233975937db8df552995a055c12f88\">\u201eIhr &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"914c26e5d165ed7169cf84f60ee8c816\"><em>Wie schade, <\/em>l\u00e4sterte der Schattens\u00e4nger. <em>Wie eigenartig, dass es wohl stets meinesgleichen ist, das Euch gegen dieses Ungeziefer aus der Leere beistehen muss!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"079d4dcf78abdd68b208131ecc3a8b5e\">\u201eDas nehmt Ihr sofort zur\u00fcck!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e32de92ee4e5daa5d9695449cf1f1929\"><em>Das kann ich nicht! Schattens\u00e4nger k\u00f6nnen nicht l\u00fcgen!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"dc305a752c2a4658865a965ed243f2d6\">Das Kegelwesen w\u00fctete. Immer mehr Material vom Abhang rutschte ab. Das Schwert lockerte sich neuerlich. C\u00fdel\u00fa glitt aus und ahnte im selben Moment, dass es nun vorbei war. Einfach vorbei. Das Wesen w\u00fcrde ihn verschlingen oder in die Tiefe ziehen, vor den Augen dieses arroganten schwarzgewandeten Kerles!<\/p>\n<p data-p-id=\"36cbf7ab518ccefd723420e93c2d26d3\">\u201eElos\u00e1l&#8221;, wisperte er, w\u00e4hrend sich sein Griff um das Schwert unter dem Regen und nassen Staub l\u00f6ste. \u201eVergib mir. Vergib &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d4b0a6c8bafab6cafad5b872acad9a41\">Seine F\u00fc\u00dfe sackten schlagartig ihres Haltes beraubt weg. C\u00fdel\u00fa sackte ungebremst dem Abgrund entgegen &#8230;<\/p>\n<p data-p-id=\"e7b54d134a005733153b218b722fe8d1\">&#8230; und f\u00fchlte einen schmerzhaften, aber rettenden Ruck. Etwas umschlang seinen Arm, wand sich um ihn, um seinen Oberk\u00f6rper, seine Taille und Schenkel. Aber es hatte keine winzigen Beinchen, nicht wie das Wesen, das da unter ihm tobte und fauchte wie ein wilder Kettenhund.<\/p>\n<p data-p-id=\"10c8e1ded1b3e325b9d911a45678bfe4\">Der Schattens\u00e4nger stand nun stocksteif. Sein Gesicht war verzerrt, vor Anstrengung, vor Schmerz? Seine H\u00e4nde beschworen etwas, das Silber seiner <em>maghiscal<\/em> zuckte um ihn herum, als sei er bedeckt von einem gl\u00fchenden Netz. C\u00fdel\u00fa konnte jeden Funken seiner Magie deutlich erkennen.<\/p>\n<p data-p-id=\"fc3add7dbceaee35820cb5741d6129ba\">Mit den Beinen stemmte der Schattens\u00e4nger sich schwer gegen den Boden, so als zerre er an einer h\u00e4ngenden Last. Zwischen seinen F\u00fc\u00dfen hatte sich etwas mit einem Ruck aus der Erde empor gestreckt, nasser Staub tropfte davon herab, und hielt den verbl\u00fcfften Regenbogenritter sicher fest.<\/p>\n<p data-p-id=\"5cf39851011b12559d55a16ccdef9dc9\"><em>Eine Wurzel<\/em>, dachte C\u00fdel\u00fa verwundert. <em>Der Kerl beschw\u00f6rt die vergrabenen Wurzeln!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"6b92f6f8d8cd56900a544758698b697c\">\u201eBitte&#8221;, keuchte der Schattens\u00e4nger nun hastig mit seiner Stimme, unterbrach kurz sein immer angespannter t\u00f6nendes Lied. \u201eKommt endlich raus aus dem Loch da!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d1f814503c1541575c62d0a676aa4769\">Der Ritter besann sich nicht lange. Die Wurzel, die der andere mit Nokt\u00e1mas Kraft aus dem Boden hervorgezaubert hatte, war beinahe so gut wie ein Seil. Der Ritter packte sein Schwert und kletterte nach oben, so schnell es nur ging.<\/p>\n<p data-p-id=\"8792be394b90d2e7622a1f7c1e6f6061\">Erst als er sicher den Rand des Abhangs erreicht hatte, wagte er, sich zu dem erbosten Chaosgeist umzuwenden, und er traute seinen Augen kaum, als er sah, was der Schattens\u00e4nger getan hatte. Die Wurzel, die ihn letztlich gerettet hatte, war nicht der einzige \u00dcberrest l\u00e4ngst vergangener Pflanzen, die unter dem Sand von Soldes\u00e9r geschlafen hatten. Von allen Seiten und zwischenzeitlich auch aus dem Wasser schl\u00e4ngelten, rankten und wanden sich Wurzeln hervor, manche klein und d\u00fcnn, andere kurz und kr\u00e4ftig. Sie alle hatten sich in den Tentakeln des Monsters verstrickt. Das Wesen war hoffnungslos darin verheddert und versuchte, sich loszurei\u00dfen. Es sah aus wie ein monstr\u00f6ser schwarzer, glut\u00e4ugiger Tannenzapfen, der in einen Korb loser Wolle gefallen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"20d4f2455f8d253bfc9d08d8b3f2eff2\">\u201eBei Patagh\u00edu&#8221;, wisperte C\u00fdel\u00fa, zugleich beeindruckt und von Grauen erf\u00fcllt. \u201eWie bringt Ihr das zuwege?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3356e1c3f352d78d335f0a6528393d07\">\u201eIch &#8230;&#8221;, \u00e4chzte der Schwarzmantel, \u201ehabe Macht &#8230; \u00fcber Pflanzen &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1d9246cfed9c4e72159c558aeab4aff8\">\u201eHier sind keine Pflanzen mehr!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a0a3f82f998e5ffad43037f3ebad83df\">\u201eDas Netz &#8230; unser Wald &#8230;&#8221; Der Schattens\u00e4nger zitterte am ganzen Leib. Die Anstrengung zwang ihn in die Knie. \u201eH\u00e4ngt &#8230; immer noch &#8230; zusammen &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c5b732f4476bfabcd2ad50f368a31684\">Der Regenbogenritter staunte noch einen Atemzug l\u00e4nger, als es statthaft war. Der Schattens\u00e4nger keuchte. Seine Lippen zitterten, das Silberstrahlen in seinen Augen flackerte heftiger als das Wetterleuchten in den missgeformten Wolken. Was immer er da tat, er w\u00fcrde es nicht mehr lange aushalten.<\/p>\n<p data-p-id=\"cc0ca04df651208ac62871fbc663fac1\">\u201eK\u00f6nnt Ihr noch fliegen?&#8221;, fragte C\u00fdel\u00fa knapp.<\/p>\n<p data-p-id=\"ecaeabc56a4516ebc39dae6a04472d9c\">\u201eIch folge Euch&#8221;, wisperte der Schattens\u00e4nger. Ein wenig silbernes Blut rann aus seinem Mundwinkel hervor, so sehr zerrrte der Bann an ihm, und wurde vom Regen hinfort gesp\u00fclt. \u201eNehmt Euer Ross! Fliegt voran!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"59cd347c5eba809ffee1c9caf3ba105a\">C\u00fdel\u00fa steckte das Schwert ein. Perlenglanz war nicht weit, er h\u00f6rte das Einhorn br\u00fcllen und schrillen. Der Hengst f\u00fcrchtete sich. Konnte man es ihm verdenken?<\/p>\n<p data-p-id=\"70fd60e1fe3b5377ec150eff8b71c595\">Ohne ein weiteres Wort rannte C\u00fdel\u00fa an dem<em> camat&#8217;ay<\/em> vorbei auf das Tier zu, l\u00f6ste den Bann und rief es zu sich. Perlenglanz jagte heran wie ein panischer Hund, der sich zu seinem Herrn fl\u00fcchtete. C\u00fdel\u00fa erhaschte die Z\u00fcgel, hielt ihn fest und versuchte m\u00fchsam, sich auf seinen R\u00fccken zu schwingen. Das Einhorn t\u00e4nzelte, scheute vor dem, was in der Senke vor sich ging zur\u00fcck und lie\u00df sich nur mit M\u00fche erklimmen, wollte schon auffliegen, noch ehe der Ritter seinen Fu\u00df im Steigb\u00fcgel hatte. Der Regen peitschte von vorn heran und lie\u00df ein Gest\u00f6ber aus feinen harten K\u00f6rnchen auf Ross und Reiter prasseln. C\u00fdel\u00fa versuchte, sich zu orientieren. Dort hinten war der Chaosgeist, er br\u00fcllte und tobte gegen den immer zittriger werdenden Gesang des Schattens\u00e4ngers an. Der Ciel\u00e1stel musste dort hinten sein, genau dort, wo es in den Wolken besonders heftig blitzte und glei\u00dfte.<\/p>\n<p data-p-id=\"436bfc003cdee9a7afbd628d8ab549e4\">Bei den M\u00e4chten, was ging dort vor sich? Elos\u00e1l &#8230; war Elos\u00e1l in Gefahr? Aber warum? Was ging hier vor?<\/p>\n<p data-p-id=\"a34a1b77b21f630d424eb8d4423d8de3\">Das Monster br\u00fcllte auf, so laut und w\u00fctend, dass die W\u00fcste darunter zu erzittern schien. Begleitet wurde das von einem Ger\u00e4usch, das in etwa so klang, es zerrissen m\u00e4chtige Schiffstaue unter einem ungeheuren Ruck.<\/p>\n<p data-p-id=\"fee1f14acb4d8d4ac7e35aaac5578e6d\">Das war nun endg\u00fcltig zu viel f\u00fcr Perlenglanz. Das Einhorn ging durch, in gestrecktem Galopp hetzte es \u00fcber den nassen Sand davon, sodass Brocken davon spritzten. C\u00fdel\u00fa klammerte sich erschrocken fest, um nicht zu Boden geschleudert zu werden. \u201eZur\u00fcck!&#8221;, schrie er gegen den donnernden Hufschlag an. \u201eZur\u00fcck, Perlenglanz! Ich <em>will<\/em>, dass du gehorchst!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c2eeb3a8944e3fe8e88ad34623586815\">Aber Perlenglanz war \u00fcberw\u00e4ltigt von der Angst, die das Monster ihm einjagte, das da gerade hinter ihm den Rand der Senke \u00fcberwand und so bedrohlich schwarz und unf\u00f6rmig aufragte wie ein Riss in der Realit\u00e4t, so, als fehle dort, wo es stand, ein St\u00fcck von der Welt. Einige Tentakel krabbelten voran, andere peitschten durch die Luft und verteilten dabei stinkendes Blut und Reste toten Holzes um sich. Das Wesen war rasend, hatte sich wohl mit Gewalt aus der magischen Umklammerung gerissen, in der der Schattens\u00e4nger es gehalten hatte, und dabei einige seiner Gliedma\u00dfen gelassen. Und nun w\u00fcrde es <em>wirklich <\/em>w\u00fcten. Jetzt war es unzweifelhaft ver\u00e4rgert, und das, ohne Verstand zu besitzen.<\/p>\n<p data-p-id=\"20116f821a8bd967a182893dd96f8787\">Perlenglanz wieherte panisch wie ein Pferd und schlug mit den Fl\u00fcgeln, stie\u00df sich vom Boden ab, hinein in den Regen und den Sturm. Das war eine gute Idee, denn wenn der schwarze Chaosgeist auch gro\u00df und stark war, nie im Leben w\u00e4re er in der Lage, ohne Fl\u00fcgel das Einhorn im Flug einzuholen.<\/p>\n<p data-p-id=\"c24eacf7fcbe5054901d86a11cbcfd28\">C\u00fdel\u00fa sp\u00fcrte sein Herz bis zum Hals pochen. Weg nur, schnell weg, hin zu Elos\u00e1l, zu den Sieben, nach Hause &#8230; nach Hause &#8230; dorthin, wo Advon nie wieder sein w\u00fcrde. Advon, sein geliebter Sohn, den dieses &#8230; Monster bis auf sein kleines Kindermesserchen verschlungen hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"890d133b300af631ae9add9c180745f5\">Nun &#8230; das Messer mochte es ausgespuckt haben. W\u00e4re es nun nicht angemessen, der Kreatur zur Vergeltung das Schwert zu schmecken zu geben?<\/p>\n<p data-p-id=\"681977b878b1fc683dce7ef459dd3727\">C\u00fdel\u00fa probierte, Perlenglanz zu lenken, was bemerkenswerterweise nun, in der Luft, wieder halbwegs gelang. Der Hengst strampelte mit den Vorderl\u00e4ufen wie ein steigendes Pferd und riss seine gelben Schlangenaugen weit auf, aber er sp\u00fcrte nun wieder den Willen eines Reiters. Der Goldene raffte all seine Gedanken zusammen. Was konnte, was sollte er nun tun? Was war dringlicher? Die seinen im Ciel\u00e1stel zu alarmieren? Zu gestehen, dass er Advon nicht hatte retten k\u00f6nnen?<\/p>\n<p data-p-id=\"a19359f425766cc15c83655473ba185d\">Oder zu versuchen, das Monster mit der Kraft seiner Wut zur\u00fcck in den stinkenden Pfuhl zu treiben, nun, da er wieder aus der Luft heraus k\u00e4mpfen konnte? Sicher, das war dumm, er w\u00fcrde nicht viel ausrichten k\u00f6nnen. Aber konnte er es ertragen, es nicht zumindest zu versuchen? War er das Advon nicht schuldig, der gutherzig und arglos in diese schreckliche Hinterlist geraten war?<\/p>\n<p data-p-id=\"acc2c1a31886ca84ac37dd8eece61f67\">C\u00fdel\u00fa schnaubte \u00e4rgerlich. Was waren das f\u00fcr Gedanken? Hatte der Schattens\u00e4nger ihm etwa nur aus der Bedr\u00e4ngnis gerettet, damit er es ihm dankte, indem er sich sogleich erneut und diesmal endg\u00fcltig in Todesgefahr brachte, aus schierem Trotz, Rachedurst und verletzter Ehre?<\/p>\n<p data-p-id=\"a47535c9bd08312978a1182435cb6aa6\">Bei Patagh\u00edu \u2013 der Schattens\u00e4nger! Wo war der hin? Warum h\u00f6rte er ihn nicht mehr singen? Der Chaosgeist hatte sich losgerissen. Wo blieb der Schwarzmantel? Warum fl\u00fcchtete er nicht?<\/p>\n<p data-p-id=\"bab27a88a2eea8bf16a3b4fb4207f451\">\u201eMeister Yalomiro!&#8221;, br\u00fcllte der Regenbogenritter in den Sturm. \u201eZeigt Euch! Wo seid Ihr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"256db85ab2b888627195008a72d46ae9\">Der Chaosgeist kam eilig heran geschaukelt. Erschreckend deutlich malte das Wesen sich vor den Wolken und dem Himmelsflimmern ab. Perlenglanz war in h\u00f6chster Not.<\/p>\n<p data-p-id=\"0034010f9d154e67e0823135d65c4e51\">\u201eMeister Yalomiro! Falls Ihr noch lebendig seid, macht Euch bemerkbar!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"11032389e57a6d5dc631342f30e6a10c\">Aber da war nichts mehr, nicht der kleinste Rest von der silbernen <em>maghiscal<\/em>, kein Ton mehr von dem d\u00fcsteren Lied.<\/p>\n<p data-p-id=\"70644bbdc8a9998a29128cbadb3c59e1\">C\u00fdel\u00fa seufzte ver\u00e4rgert, verunsichert. War das nun der Moment, einen Totengru\u00df zu sprechen und sich schnell davon zu machen? Oder sollte er nachschauen? Das w\u00e4re leichtsinnig. Perlenglanz war schlie\u00dflich kaum noch zu halten.<\/p>\n<p data-p-id=\"634e9c3783a60e9464bbdd2843924acb\">Das Monster hielt inne. Seine Glotzaugen starrten in alle Richtungen zugleich. Es war unm\u00f6glich, dass es ihn in der Luft nicht bemerkte, denn das Flattern des Einhorns konnte ihm kaum entgehen. Offenbar war da etwas anderes, was den Chaosgeist ablenkte. H\u00e4tte er es nicht besser gewusst, h\u00e4tten die Kreaturen von au\u00dferhalb des Weltenspiels Gedanken und Vernunft, dann h\u00e4tte es fast so ausgesehen, als <em>wundere<\/em> es sich. Es stand still, seine Gliedma\u00dfen wogten und tasteten.<\/p>\n<p data-p-id=\"dcf79e7ac9f4fe7924ad67d1dcb46047\">Der Goldene z\u00fcckte sein Schwert und befahl sich und Perlenglanz den M\u00e4chten.<\/p>\n<p data-p-id=\"cafaf9d5dde988b5ecb2ceef4840b9f4\">\u201eIch will nachschauen&#8221;, lie\u00df er das Tier wissen. \u201eIch will wissen, ob da noch etwas zu retten ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1065f1e56e2016952ac7d0ba4e8c8b04\">Perlenglanz schnaubte aufgebracht. Aber dem Willen seines Herrn konnte er sich nicht widersetzen.<\/p>\n<p data-p-id=\"43b2c1c468fe40f8e5e6221a12958891\">\u201eIch verstehe dich&#8221;, versicherte C\u00fdel\u00fa grimmig. \u201eAber ich kann den Kerl nicht im Stich lassen. Ich will nicht noch mehr Schmutz auf dem Herzen haben, wegen dieser verfluchten alten Hexe!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0a29d0c98c1604642d366990bf91ad85\">Perlenglanz f\u00fcgte sich, wenn er auch am ganzen K\u00f6rper zitterte und mit weit aufgebl\u00e4hten N\u00fcstern schnaubte. C\u00fdel\u00fa trieb ihn mit dem \u00c4u\u00dfersten, was sein Willen hergab, direkt auf den Chaosgeist zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"011453b16c2a5fc82c23ec08e2c8edfc\">Erstaunlich nahe kam er heran, ohne dass die Kreatur auf ihn reagierte. Der Blick ihrer vielen Augen war starr auf den Boden gerichtet, und einer ihrer Tentakel krabbelte auf einen leblosen K\u00f6rper zu, viel zu klein, als dass es der Schattens\u00e4nger sein konnte, aber schwarz und umgeben von einer ganz, ganz zarten silbrigen Aura. C\u00fdel\u00fa steuerte das Einhorn in einem hohen Bogen \u00fcber das Wesen hinweg, au\u00dferhalb seiner Reichweite, und sp\u00e4hte hinab.<\/p>\n<p data-p-id=\"816573ce50cf13852c18d0bb1387c0b7\">Das Ding, das den Chaosgeist besch\u00e4ftigte, war ein gro\u00dfer, pechschwarzer Vogel, der mit ausgebreiteten Fl\u00fcgeln auf dem Boden lag wie ein dunkler Tintenfleck auf einem vergilbten Blatt Papier. Offenbar war es dem Schattens\u00e4nger gerade eben noch gelungen, eine Gestalt anzunehmen, in der er im Flug h\u00e4tte entkommen k\u00f6nnen. Ob das den Rest seiner Kraft ersch\u00f6pft hatte oder ob das Monster ihn im selben Moment erwischt hatte, lie\u00df sich nicht sagen. Aber solange da doch noch eine <em>maghiscal<\/em> zuckte, war wohl noch Leben in ihm.<\/p>\n<p data-p-id=\"5e30e72f8a397ecdac85cffbd7c95703\">Der vorwitzige Tentakel hatte den bewusstlosen Raben erreicht und krabbelte dar\u00fcber hinweg wie ein spinnenflinker Tausendf\u00fc\u00dfler. C\u00fdel\u00fa wendete Perlenglanz, jagte in weitem Bogen um den kegelf\u00f6rmigen Monsterk\u00f6rper herum und erkannte entsetzt, dass der Chaosgeist den Tierk\u00f6rper an einem schlappen Fl\u00fcgel in die H\u00f6he hob und sich vor das viel\u00e4ugige und -m\u00e4ulige Gesicht hob.<\/p>\n<p data-p-id=\"ed9b2d211ede05e5949054a530c0ca80\"><em>Patagh\u00edu beh\u00fcte, <\/em>dachte C\u00fdel\u00fa und sp\u00fcrte, wie sich jedes H\u00e4rchen auf seiner Haut aufstellte. <em>Wenn das Vieh den Schwarzmantel frisst, dann muss ich dem kleinen M\u00e4dchen erkl\u00e4ren, wo ich seinen Vater gelassen habe!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"40f2c70ae345652175d04ec94d145128\">Ein zweiter Tentakel bewegte sich durch die Luft auf den Vogel zu, der schwach zu zappeln begann. Der Chaosgeist tastete damit nach ihm wie ein tatzelndes K\u00e4tzchen.<\/p>\n<p data-p-id=\"9b517472c391057b92870c2a10a005fb\"><em>Und wenn es ihn in St\u00fccke rei\u00dft, <\/em>erg\u00e4nzte der Goldene den Gedanken, <em>dann war all das hier umsonst!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"aef9cff6bd214a64c6ed9c40e9fbe9f5\">Laut schrie er: \u201eHe! Unget\u00fcm!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"295ef84dc5a9b507c3a2c99057d7ad35\">Das Wesen richtete seine Augen in C\u00fdel\u00fas Richtung. Der zweite Tentakel verharrte in der Bewegung.<\/p>\n<p data-p-id=\"0f23cf9a5e164fc0ede211e2f202cd7f\">\u201eIn Patagh\u00edus Namen! Verzieh dich! Troll dich zur\u00fcck dahin, woher du gekommen bist!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4da53575874a3c894e2fb66864051c94\">Ein dritter, dicker Tentakel, zuckte durch den Regen und Sandsturm wie eine Keule. Perlenglanz segelte geistesgegenw\u00e4rtig darunter weg. C\u00fdel\u00fa duckte sich und schwang seine Klinge.<\/p>\n<p data-p-id=\"8560fcbbad4ac6ad0ace87d5edf1fba4\">\u201eUnd lass den Schwarzmantel hier!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fc3a92f272f86bb82b6d56f2dde1ac9c\">Ein dritter, ein vierter Arm zuckte auf Perlenglanz zu. Das Einhorn schnaubte und flatterte. Aber nun geschah etwas Bemerkenswertes: Nun, da er <em>angegriffen<\/em> wurde, erwachte in dem Hengst der Kampfeswille. Perlenglanz sch\u00fcttelte seinen Kopf mit dem spitzen Horn und fauchte mit weit aufgerissenem Maul und gebleckten Rei\u00dfz\u00e4hnen. Er ging zum Angriff \u00fcber, aussichtslos gegen das Monster, aber furchtlos wie ein Bock.<\/p>\n<p data-p-id=\"f7e6e68bf5a39d9ae244587d7645858e\">\u201eNein&#8221;, mahnte C\u00fdel\u00fa. \u201eNicht so. Nicht jetzt. Aber schnell!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b946cf1a352c269a37ae5e87fd5fddeb\">Das Monster wischte nach dem Einhorn wie nach einer schwirrenden Fliege. Mehrere der erhobenen Tentakel kamen einander in die Quere, aber die, die freie Bahn hatten, waren gef\u00e4hrlich. Ihre Beinchen zuckten in der Luft, sie schnellten auf C\u00fdel\u00fa zu wie die Lanze eines Gegners im Gestech. Der Goldene atmete tief ein. In der Luft war ihm der Kampf vertraut, immer war es so gewesen, und ganz ohne Magie.<\/p>\n<p data-p-id=\"76575347b11c673988f8b68a2f69ccc2\">C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor stie\u00df einen wilden Kampfschrei aus, spornte Perlenglanz an und segelte in gestrecktem Galopp zwischen den gelenklosen Gliedma\u00dfen hindurch, seine unzerst\u00f6rbare Klinge weit \u00fcber dem Kopf schwingend.<\/p>\n<p data-p-id=\"7f5bce79ec4765fca9326641720017bd\">Mit einer flie\u00dfenden Bewegung haschte der Goldene nach dem Vogel und schlug zugleich den Fangarm durch, der ihn hielt. Unter dem w\u00fctenden Geschrei des Chaosgeistes jagte der Helle Magier durch Regen und Sturm dem Ciel\u00e1stel entgegen und schwenkte den reglosen Raben wie eine Troph\u00e4e in der Hand.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2630","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2630","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2630"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2630\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3710,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2630\/revisions\/3710"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2630"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2630"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2630"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}