{"id":2572,"date":"2025-08-25T12:56:55","date_gmt":"2025-08-25T10:56:55","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2572"},"modified":"2025-09-01T09:26:26","modified_gmt":"2025-09-01T07:26:26","slug":"073-blut-und-farben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/073-blut-und-farben\/","title":{"rendered":"073: Blut und Farben"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"041fce69f47b114c2cf9b3b893e23870\">Sie mussten nicht so tief in die W\u00fcste hinein reiten, wie Gal\u00e9on angenommen hatte. Die H\u00fcgel am Rand von Soldes\u00e9r waren nicht mehr zu sehen, und auch die goldenen D\u00e4cher von Aur\u00f3p\u00e9a waren aus dem Blick entschwunden. Ein Kamm aus D\u00fcnen schirmte die Sicht zur Stadt ab. Gal\u00e9on kannte die W\u00fcste recht gut und hatte versucht, sich die Richtung zu merken, in die sie geritten waren, obwohl au\u00dfer Frage stand, dass er keinen R\u00fcckweg vor sich hatte. \u00daldaise hatte einen versteckten Platz gefunden, gar nicht so weit weg, und sogar bequem zu erreichen f\u00fcr die Unkundigen, die nach getaner Arbeit wieder in die Stadt zur\u00fcckehren mussten.<\/p>\n<p data-p-id=\"4ca6e58cf9470b0972159fd2a0edcfbe\">Offenbar hatten die Stadtw\u00e4chter, die mit der undankbaren Aufgabe betraut waren, in der Zeit seit \u00daldaises Amtsantritt Routinen entwickelt, um sie m\u00f6glichst schnell zu erledigen. Die beiden Knechte des <em>sinor<\/em> waren noch etwas unbeholfener, das Reiten nicht gewohnt, verkatert, m\u00fcde und nicht gut auf \u00daldaise zu sprechen, wie Gal\u00e9on ihrem gelegentlichen Fluchen entnahm. Am Ziel angekommen, gingen sie entsprechend grob vor. Sie zerrten Gal\u00e9on vom Pferd und hin\u00fcber zu den Pf\u00e4hlen, die in einer Senke zwischen den H\u00fcgeln in einem Kreis aufgestellt waren. Diesmal legten sie ihm je einen Einhornz\u00fcgel um Hand- und Fu\u00dfgelenke und banden ihn zwischen zwei Pfosten fest, so straff, dass der <em>b\u00e1chorkor<\/em> am Ende nur noch seinen Kopf bewegen konnte. Den anderen Delinquenten ging es nicht besser. Kurz darauf standen die f\u00fcnf M\u00e4nner und die Frau, alle nach wie vor bet\u00e4ubt und ohne jegliche Gegenwehr, in der Runde, den Kopf gesenkt, die Blicke leer und die Glieder ohne Kraft.<\/p>\n<p data-p-id=\"6056590575e765ff48339305b9f13352\">\u201eUnd jetzt?&#8221;, fragte der etwas intelligentere Knecht den <em>maedlor<\/em> mit dem Klemmbrett, der gar nicht erst abgestiegen war und sich Notizen machte.<\/p>\n<p data-p-id=\"7d33bd25d911b6fd833ae274df1db8cb\">\u201eJetzt? Jetzt reiten wir wieder zur\u00fcck in die Stadt. Quittiert mir das hier bitte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3ca469bc93cf197acd9d6f5d7b34ad23\">\u201eWas ist das?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a35c6f04d10f796dfb667650a03d8f80\">\u201eDie Best\u00e4tigung, dass ihr mit eigenen Augen gesehen habt, dass dem Spezialgefangenen von <em>sinor<\/em> \u00daldaise Gerechtigkeit widerfahren ist. Ich brauche eine Unterschrift.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a9b64c5c18638a80fbd30e3093c55928\">\u201eIhr lasst die Leute einfach stehen? Kommt nicht noch ein <em>f\u00fdntar<\/em> und erledigt den Rest?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8d9e45d777d34084e7b886228d052e24\">\u201eNein&#8221;, sagte der <em>maedlor<\/em> eingeschnappt. \u201eDen <em>Rest<\/em> erledigt die W\u00fcste.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"efd3a91d581b2242ecd94fcae0b3ca06\">Gal\u00e9on lie\u00df sich in den Fesseln h\u00e4ngen wie bewusstlos. Aber seine Aufmerksamkeit war ungetr\u00fcbt. Er fragte sich, ob einer der beiden in der Lage war, seinen eigenen Namen zu schreiben. Zu seiner \u00dcberraschung schien das der Fall zu sein, denn der <em>maedlor<\/em> bedankte sich knapp und nahm seine Papiere wieder entgegen.<\/p>\n<p data-p-id=\"d4c66187c78ce22ff70630fd860d5a18\">\u201eUnd was genau <em>macht<\/em> die W\u00fcste?&#8221;, fragte der andere Knecht.<\/p>\n<p data-p-id=\"a01578ef8339675ad741e3ceaa468482\">\u201eKeine Ahnung&#8221;, sagte einer der W\u00e4chter. \u201eIst nicht unsere Sache. Vermutlich krepieren sie hier von selbst, sobald es sp\u00e4ter am Tag richtig hei\u00df wird.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2b23d357d1cca971f5f26be30ec9487e\">\u201eJa&#8221;, stimmte ein anderer zu. \u201eHier gibt&#8217;s keinen Schatten und was zu trinken bringt ihnen auch niemand. Ist fast wie ein Feuer, nur bleibt nicht so viel Dreck und Asche zur\u00fcck. Beim n\u00e4chsten Mal ist hier alles erledigt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"663ec73e9c41c28eeb95c29d0cbd7282\">Einige Stadtw\u00e4chter lachten. Gal\u00e9on schauderte. Er wusste es bereits besser.<\/p>\n<p data-p-id=\"7984f4229d6673ceef078dfc42012233\">\u201eAber&#8221;, wandte \u00daldaises zweiter Knecht ein, \u201ewenn die hier austrocken wie D\u00f6rrobst &#8230; was passiert denn dann mit all dem Aas?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3307827372a2f71d5218b7464e5d1cbe\">\u201eFragt doch euren Herrn, wenn Euch das interessiert.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b03763f3f1b331d3e190888c8489b613\">\u201eInteressiert euch das nicht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4be2d613cc45c945973d7609b5f28e30\">\u201eEs hat uns nicht zu interessieren, solange wir unseren Lohn bekommen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"242d5ca5cf56634640db85194885f8ef\">\u201eEs ist ein guter Lohn und eine saubere Sache. Da gibt es nichts zu hinterfragen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"974699c1994da1f2faae85bea9ff3a78\"><em>Bemerkenswert<\/em>, dachte Gal\u00e9on. <em>Sie sind bedacht, keinen Schmutz ans Herz zu bekommen.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"3dd6be8581cd5b0b31ae6a9d7c8b52f0\">\u201eSaubere Sache?&#8221;, wunderte sich auch \u00daldaises Knecht,<\/p>\n<p data-p-id=\"c962bd57078f0fc698cd482caaba1022\">\u201eNa klar. keiner von uns macht sich die Finger schmutzig. Wir liefern den Abschaum ab und Patagh\u00edu k\u00fcmmert sich darum. Die W\u00fcste macht den Rest. &#8220;<\/p>\n<p data-p-id=\"0f7408a526db10095247a46fddb3d35b\">\u201eMit Haut und Haar und allen Knochen? Das w\u00fcrde doch ein Schwarm Geier nicht so schnell schaffen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f2130f4ffe6171fabbd6cd85c79d0162\">\u201eH\u00f6rt mal&#8221;, sagte ein anderer Mann. Gal\u00e9on meinte, die Stimme desjenigen zu erkennen, der ihm das Bet\u00e4ubungsmittel gegeben hatte. \u201eVielleicht sind irgendwo \u00f6stlich von hier welche gerade auf dem Weg hierhin, um die hier abzuholen. Vielleicht f\u00fcr die Minen, zwei Tagesritte von hier. Vielleicht beschafft der <em>konsej<\/em> einfach auf die Weise Arbeiter f\u00fcr die gef\u00e4hrlichen Sachen, sodass es ein Geheimnis bleibt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f02310a9027344738cceac2137f4e360\">\u201eDas Weibsbild da etwa auch?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"33426d0de32e985a62f968998781cd9a\">\u201eAch, f\u00fcr die gibt es da sicher auch was Passendes zu tun.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7134708e1df7b1da4aec376ca1e62cbd\">Wieder Gel\u00e4chter, diesmal anz\u00fcglich gef\u00e4rbt. Gal\u00e9on versp\u00fcrte einen Anflug von Mitgef\u00fchl f\u00fcr den Stadtw\u00e4chter, der sich vielleicht einreden wollte, keine Menschenleben auf dem Gewissen zu haben, Recht und Gesetz hin oder her.<\/p>\n<p data-p-id=\"2025dc7f4a9daf185545227bfc4d0067\">\u201eUnd nun verabschiedet Euch von \u00daldaises Liebling, und steigt auf. Wir sollten hier weg sein, bevor die gro\u00dfe Hitze kommt. Zur\u00fcck bis zur Stadt sind wir auch eine Weile unterwegs!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"68b232fa93082168310a5b52bfc1f0ad\">\u201eJa. Sobald die Sonne senkrecht \u00fcber dem Montaz\u00edel steht, ist das hier richtig ungem\u00fctlich.&#8221; Die Stadtw\u00e4chter sammelten die nun ledigen Handpferde ein und stiegen auf. \u00daldaises Gehilfen f\u00fchrten ihre Reittiere an Gal\u00e9on heran. Die Gelegenheit schien wohl \u00e4u\u00dferst einladend zu sein.<\/p>\n<p data-p-id=\"f6741e94414ccd5b2ce4714989e0df28\">\u201eDas war&#8217;s, <em>b\u00e1chorkor<\/em>&#8220;, sagte der eine und boxte Gal\u00e9on mit Herzlichkeit in den Magen. \u201eWerd&#8217; die Plackerei deinetwegen wohl &#8216;ne Weile nicht vergessen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"14572e3dbbb8adf2df9a9b5acffe978b\">Der andere schloss sich mit einem deutlich niedriger zielenden Abschiedstritt an. \u201eDenk an uns, w\u00e4hrend du verdorrst!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1d1fe076fb21765cae7557f669d47d01\">Gal\u00e9on konnte ein schmerzhaftes Keuchen nicht unterdr\u00fccken. Die Knechte feixten einander an und kletterten in die S\u00e4ttel. Der <em>maedlor<\/em> gab das Zeichen zum Aufbruch, und der Trupp setzte sich in Bewegung.<\/p>\n<p data-p-id=\"d8d899d44f6b2b82049e508d6025238b\">Gal\u00e9on hob den Kopf. \u201eUnd ihr sagt \u00daldaise, sein Spiel ist durchschaut&#8221;, rief er seinen Widersachern nach. \u201eUnd es ist bald beendet.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5b0fe2333957379b619b0eedddf842cc\">Die zwei schraken herum und starrten ihn entsetzt an. Gal\u00e9on l\u00e4chelte finster. Seine Zunge war wieder unversehrt. Oh, wie <em>gut<\/em> f\u00fchlt sich das an.<\/p>\n<p data-p-id=\"6fd569f906e71c96c1ea18f6561c3ae4\">Nat\u00fcrlich hatten die anderen es auch geh\u00f6rt. Sie wendeten ihre Pferde, und Gal\u00e9on <em>genoss<\/em> den Schrecken in ihren Augen.<\/p>\n<p data-p-id=\"e59a634874e5006c0761da2aec2c09c2\">\u201eWeg hier&#8221;, ordnete der <em>maedlor<\/em> mit trockener Stimme an. \u201eSchnell. Bevor die anderen auch aufwachen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fa06ea0955932c3439e9cc8fcb1987a8\">\u201eAber wenn er doch wieder reden kann, dann &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3cdaa510f36116b4131116aac6e1deae\">\u201eWeg hier, habe ich gesagt!&#8221;; schrie der <em>maedlor<\/em> den Knecht an, mit einer Barschheit, die nicht zu seinem b\u00fcrokratischen Wesen passen wollte. \u201eIhr <em>wollt<\/em> nicht dabei sein, wenn sie <em>aufwachen<\/em>!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"22754d80aaa279efaa98b42c0817a0dc\">Er wartete keine Antwort ab, gab dem Pferd die Sporen und galoppierte an. Die anderen beeilten sich, seinem Beispiel zu folgen. Die Reittiere der Knechte schlossen sich an, ohne ein Kommando abzuwarten.<\/p>\n<p data-p-id=\"3ad5c3020c4f45687050106398647731\">Als der Staub sich wieder legte, konnte Gal\u00e9on nicht mehr an sich halten. Er begann, zu lachen. Zuerst belustigt, und mit jedem Lidschlag mehr und mehr in Verzweiflung, bevor er in furchtsamer Erwartung verstummte. Nun gab es kein Zur\u00fcck mehr. Die Hitze? Die Sonne? Die Geier?<\/p>\n<p data-p-id=\"46030fcde4401c5ffaf253c096a5a240\">Die Stadtw\u00e4chter hatten ja keine Ahnung!<\/p>\n<p data-p-id=\"8a7ab20ec0ab3262ce329c7dcb399a4e\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"554452c77538d77befdf7b9045fcc5c7\">Manj\u00e9v h\u00f6rte den L\u00e4rm schon, als sie den Turm betrat. Weit oben, unter dem Dach, h\u00e4mmerte jemand auf Metall ein, hielt ab und zu inne und fluchte unverst\u00e4ndlich vor sich hin. Wenn die Mutter sich hier aufhielt, war sie nicht allein. Manj\u00e9v konnte sich denken, wer da oben in Verzweiflung die T\u00fcr bearbeitete. Sie hatte schlie\u00dflich bemerkt, welcher der <em>yarlay<\/em> nicht in der Halle gewesen war. Die <em>teirandanja<\/em> seufzte, nahm all ihren Mut zusammen und begann den Aufstieg. Es lie\u00df sich nicht mehr aufschieben. Jederzeit konnten Unbeteiligte den Turm betreten, um irgendetwas aus dem Keller zu holen, denn hier lagerten schlie\u00dflich auch die Vorr\u00e4te. Sp\u00e4testens dann w\u00fcrde das Get\u00f6se bemerkt, und kurz darauf w\u00fcrde man in ganz Wijdlant wissen, was durch ihre Anordnung mit Merrit Althopian geschehen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"15495613f25d357df478f82db84eb1e2\">\u201eMama?&#8221;, fragte sie, als sich die lange Treppe fast bew\u00e4ltigt hatte. Die <em>teiranda<\/em> stand auf der Treppe zur Fallt\u00fcr und hatte sie bei dem L\u00e4rm nicht kommen h\u00f6ren. Zu konzentriert hatte sie zu <em>yarl<\/em> Althopian hinauf geschaut, dem sie nicht im Weg sein wollte.<\/p>\n<p data-p-id=\"1a8efddfb263955cdce077c14caea8b4\">K\u00edan\u00e1 von Wijdlant wandte sich um und stieg ein paar Stufen hinab, auf das M\u00e4dchen zu. \u201eManj\u00e9v! Kind! Warum hast du mir das alles nicht gesagt, heute Nacht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"aa061fd2bae8508f40d196deb613f990\">Manj\u00e9v senkte den Blick. \u201eIch hatte gedacht, wir bekommen es selbst in Ordnung.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c42354afd85cb485ccd99a27b2c46017\">Die <em>teiranda<\/em> nahm sie in den Arm und dr\u00fcckte sie an sich. \u201eManj\u00e9v!&#8221;, fl\u00fcsterte sie. \u201evertraust du mir denn nicht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5dfd3158382ca868cc9433f9f1264186\">\u201eBekommt ihr ihn denn befreit?&#8221;, fragte das Kind leise.<\/p>\n<p data-p-id=\"57510868a533e076fb28aa7623da6371\">Die <em>teiranda<\/em> sch\u00fcttelte den Kopf. Das H\u00e4mmern oben an der Fallt\u00fcr verstummte. Wahrscheinlich hatte der Ritter bemerkt, dass jemand hinzugekommen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"d964ee7b83749cb257abdbc263d593b6\">Manj\u00e9v befreite sich sanft aus dem Griff ihrer Mutter, dr\u00fcckte sich an ihr vorbei und kletterte hinauf.<\/p>\n<p data-p-id=\"63f4cada08f1ffdd52b2b69bffe6d28f\">Wa\u00fdreth Althopian schaute sie stumm an. Der Mann war schwei\u00dfgebadet und seine Augen verd\u00e4chtig ger\u00f6tet. Er hielt einen Mei\u00dfel und einen Hammer in H\u00e4nden, keine Axt wie die beiden Ritters\u00f6hne zuvor. Offenbar hatte er versucht, damit zwischen T\u00fcrblatt und Rahmen vorzudringen und die Scharniere aus dem Mauerwerk zu schlagen. Ohne Erfolg, nat\u00fcrlich.<\/p>\n<p data-p-id=\"baf400d536c7b8552ac78bfa71ea9ea4\">Als Manj\u00e9v schlie\u00dflich auf dem Absatz stand, knirschte es unter ihren Schuhen. Wahrscheinlich M\u00f6rtelstaub, der hinab gefallen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"f6f20f1232c80ec589673a820d7e0aec\">\u201eMajest\u00e4t&#8221;, sagte der Ritter leise und senkte den Blick vor ihr. \u201eMein Sohn ist da drin und wird wahnsinnig.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"63f96a950a7f07f6e7acc5e01e39961a\">\u201eWahnsinnig?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ef89dcfc0a797b6b0e470fceb48ca647\">\u201eEr beginnt, von Dingen zu phantasieren. Er scheint mit jemandem da drinnen zu reden, ich h\u00f6re ihn wispern.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"eac5f48f04306af5aff2f443094ea3cf\">\u201eHat er gesagt, warum er dort drinnen ist&#8221;, fragte Manj\u00e9v, so laut, dass sie hoffte, er w\u00fcrde es h\u00f6ren, falls er an der T\u00fcr lauschte.<\/p>\n<p data-p-id=\"3a18c39cc243c8afb14fb4a3ced7d0b9\">Althopian sch\u00fcttelte den Kopf.<\/p>\n<p data-p-id=\"36ddcac94ed707d4e1c8eb041595c467\">\u201eWie habt Ihr ihn hier gefunden?&#8221;, fragte die <em>teirandanja<\/em> weiter.<\/p>\n<p data-p-id=\"34525c86ea7caaececc783036a698445\">\u201eSein Freund hat mich alarmiert.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"746099342c7ed584a05ab78a086702ec\">Also war Osse Emberbey doch ein Verr\u00e4ter! Manj\u00e9v \u00fcberkam \u00c4rger, aber sie lie\u00df es sich nicht anmerken. Sie schaute sich um. Die Mutter war halb durch die Bodent\u00fcr gestiegen.<\/p>\n<p data-p-id=\"36e8ac968a8ff9df70865c55fd73bc02\">\u201eWarum, Majest\u00e4t, habt ihr nicht sofort um Hilfe gebeten?&#8221;, fragte nun auch der Ritter.<\/p>\n<p data-p-id=\"d91160d9533c8545912029e409fade24\">\u201eNiemand bekommt diese T\u00fcr auf. Wir &#8230; haben es auch versucht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f5da0f2f5249f122e256ec732d721f05\">\u201eWir?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d8cc5125a60387ccc98437812466a37f\">Manj\u00e9v nickte.<\/p>\n<p data-p-id=\"60562baeb089a5300b72270c3e2adcf6\">\u201eWer?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"215621351e6902ef3909d32ca0bf0ea6\">\u201eJ\u00e1ndris und L\u00e1as. Und Osse war auch dabei. Und &#8230; T\u00edjnje hat auch ein bisschen geholfen, glaube ich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"edafec0585ea1d3c1512fd1e5e66bacc\">\u201eWann?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a543493d3902c4d435fc770038fb5407\">\u201eGestern Nacht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"919f9c9c0f431044f63ae5960190d372\">\u201eUnd keiner von euch hielt es f\u00fcr angemessen, einem von uns Bescheid zu geben, obwohl ihr wusstet, welche Sorgen wir uns gemacht haben?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"553676d3ff9b4a46aa15d0e712b90963\">Manj\u00e9v senkte besch\u00e4mt den Blick.<\/p>\n<p data-p-id=\"812db212642aa52768c2900900a85e5a\">Althopian nickte verstehend. \u201eAlso ist er in dieses Zimmer geraten, <em>nachdem<\/em> Meister Yalomiro bereits Wijdlant verlassen hatte?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"516be604c30cb934b1339f55a615dade\">\u201eIch habe Euch bereits gesagt, dass es ein ungl\u00fccklicher Zufall gewesen sein muss&#8221;, mahnte die <em>teiranda<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"3dd94e71d503bcfeb037925c6aa6d6e7\">\u201eWas uns in keiner Weise weiterhilft&#8221;, sagte der <em>yarl<\/em> mit einer Ver\u00e4rgerung, die sich nicht mit der gebotenen Demut vereinbaren lie\u00df. \u201eT\u00fcr und Wand sind un\u00fcberwindbar.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"12fb0b2f5569992b5a4e82b6fdac34a0\">Manj\u00e9v biss sich auf die Lippen. Nein, sie durfte jetzt nicht einfach weinen und hoffen, dass damit das Problem aus der Welt gewaschen w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-p-id=\"41e77620b80a2f9a8112c2c22951c9c0\">\u201eHerrin&#8221;, sagte Althopian nach einer Weile des Schweigens, \u201ehabt Ihr es vorhin ernst gemeint, als Ihr sagtet, ich k\u00f6nne euretwegen das Dach vom Turm schie\u00dfen mit einem Katapult?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"30075abd2db4e8c8f5186c15b419ff0c\">Manj\u00e9v wandte sich erschrocken ihrer Mutter zu und sah sie ernst nicken.<\/p>\n<p data-p-id=\"5557d2431fd8957f047486cea445e5c6\">\u201eAber es sollte Euch klar sein, dass es sich dabei ebenfalls um einen ungangbaren Weg handeln d\u00fcrfte. Kein Katapult kann in dieser H\u00f6he einen Treffer erzielen, selbst wenn Ihr eines h\u00e4ttet.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4042ac8865d2bd513268611ace769731\">\u201eEin Katapult nicht. Ein Streithammer schon eher. Es sind t\u00f6nerne Dachschindeln, mit denen es gedeckt ist, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d1d5a83ddacbff8a07a0c320582280eb\">\u201eJa.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3ce99f3b354e228522a761cabefa1064\">\u201eUnd die Zimmerdecke? Ich erinnere mich nicht an ein Geb\u00e4lk.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"391bb8892a357589aed3f6e457e7baac\">\u201eEin Verputz aus Flechtwerk und Lehm, meine ich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"965411bf5f7b9d4006d539fdceb38b8e\">\u201eGut. Ich denke, Ton und Lehm sind weniger hartn\u00e4ckig als verzaubertes Holz.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"77257e19e1f49f860cd82084276ad9a3\">\u201eHerr Wa\u00fdreth&#8221;, warf sie ein, \u201eIhr seid kein Vogel. Kein Specht, der auf einen Baum einhackt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2dfce877ce6671c97c009621f869c175\">Althopian warf Hammer und Mei\u00dfel zu Boden. In seinen tr\u00e4nenroten Augen stand ein wild entschlossenes Leuchten.<\/p>\n<p data-p-id=\"84b4b364613f96deda993cd9ba611edc\">\u201eIch brauche kein Katapult&#8221;, sagte er grimmig. \u201eIch brauche eine Leiter.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"66f5bb4c16beb0dd21896047ccdb8d9d\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"bb9a83e8809fd765dcea3cdf7e12555e\">Der Stab von Ovid\u00e1ol Eta\u00edmalar lag quer \u00fcber dem Tisch in Yalomiros Arbeitszimmer. Was zuvor darauf gelegen hatte, Papiere, Ger\u00e4tschaften und Beh\u00e4lter, hatte Yalomiro ungeduldig beiseite gewischt. Der Weltenschl\u00fcssel und die Einhornfeder ruhten nebeneinander vor ihm auf der schwarzen Tischplatte. Der Schl\u00fcssel schimmerte. Die Einhornfeder wiederum verlor mehr und mehr von ihrem \u00fcberirdischen Perlenschimmer. Das Wei\u00df wurde immer matter und gebrochener, je mehr Magie sich in dem Schl\u00fcssel staute.<\/p>\n<p data-p-id=\"3fb27ff09676b20e3b562bd23372c7cf\">Yalomiro zauberte. Seine H\u00e4nde lagen neben Feder und Schl\u00fcssel auf dem Tisch auf, seine Finger deuteten ein Dach dar\u00fcber an. Was genau er dabei wirkte, konnte ich weder erkennen noch herleiten. Aber sein silbriger Blick war so konzentriert, als arbeite er mit winzigen Werkzeugen an einem komplizierten Mechanismus mit kleinsten Zahnr\u00e4dern und Federn. Er sang, allerdings sehr, sehr leise.<\/p>\n<p data-p-id=\"642724479ff72ad275679c92a67ae4be\">Ich schaute beeindruckt zu. D\u00fdamir\u00e9es Schmusetier sa\u00df vor mir auf dem Tisch. Als ich noch nicht Teil dieser Welt war und meine Vorstellungen von Zauberei sich im Wesentlichen auf Fantasy-Kinofilme und Kinderb\u00fccher gr\u00fcndeten, hatte ich immer gedacht, es m\u00fcssten gro\u00dfe Gesten, bedeutungsschwangere Zauberspr\u00fcche und spektakul\u00e4re Licht- und Klangeffekte dabei sein. Ich hatte Yalomiro das einmal erz\u00e4hlt, als wir zusammen am See gesessen und die Nacht genossen hatten. Ich hatte ihm sogar ein paar Zauberspr\u00fcche aufgesagt, an die ich mich aus Kindergeschichten erinnerte. Es kam sehr selten vor, dass Yalomiro Tr\u00e4nen lachte. Dies war eine solche Gelegenheit gewesen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ead074c82e08847ed5406912086112f6\">Ich schaute schweigend zu, wie die Feder mehr und mehr verfiel und sich aufzul\u00f6sen schien, zu schmelzen wie eine Schneeflocke, w\u00e4hrend der Schl\u00fcssel an Potenz gewann. Schlie\u00dflich lehnte Yalomiro sich zur\u00fcck und faltete die H\u00e4nde. Sein Blick blieb weiterhin auf den Schl\u00fcssel gerichtet.<\/p>\n<p data-p-id=\"7adde7b8d6a933342fe60ad540f690c3\">\u201eEs wird noch eine Weile dauern&#8221;, sagte er dann. \u201eWenn es fertig ist, bringt das Werkzeug uns zur n\u00e4chstliegenden T\u00fcr dort, wo das Einhorn sich gerade aufh\u00e4lt, das diese Federn gelassen hat. Mit etwas Gl\u00fcck ist das ein Stall im Ciel\u00e1stel.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7631344fe20ddffba9e6c1eeabe49b6b\">\u201eDann funktioniert dieser Zauber anders als das Hufeisen f\u00fcr Mor\u00e9avals Pferd?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c6057f1f6894a75f4afa96cef73d9e8d\">Er erhob sich und schob den Stuhl beiseite, nahm sich den Stab und das Stofftier. \u201eJa. Das Hufeisen war viel einfacher. Damit habe ich einfach nur eine F\u00e4higkeit des Einhorns zweckentfremdet, damit das Pferd sie nutzen kann.&#8221; Er l\u00e4chelte freundlos. \u201eArmer Mor\u00e9aval. Ein besonders angenehmer Ritt wird das weder f\u00fcr ihn noch f\u00fcr sein Ross.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5e7ede626e26aa9fac3a7c566c9ec5fb\">\u201eAber geschehen kann ihm, nichts?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7b487fc6dccd99345b8780d71d7f8896\">\u201eEr ist <em>unsterblich<\/em>, Salghi\u00e1ra. Vielleicht ist mir auch der eine oder andere Zauber in das Elixier geraten, der ihm hilft, haupts\u00e4chlich insofern, dass er nicht gro\u00df \u00fcber das nachdenken wird, was er gerade erlebt. Aber das ist nun nebens\u00e4chlich. Wir m\u00fcssen uns bereit machen. Ich m\u00f6chte, dass du noch einmal den Schutzzauber webst. Ganz allein. W\u00e4hrend du nicht hier bist, darf niemand den Eta\u00edmalon betreten. Ich k\u00fcmmere mich um den Wald.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fb44704802b0a1c682ee13d52e541e1f\">\u201eAber &#8230; du hast doch gesehen, was beim letzten Mal geschehen ist! Es &#8230; w\u00e4hrend <em>ich<\/em> nicht hier bin?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c794db12e82d6f3e5024f0d92b7cbb4a\">\u201eSobald wir D\u00fdamir\u00e9e befreit haben, nimmst du den Schl\u00fcssel und fliehst mit ihr hierher zur\u00fcck. Unverz\u00fcglich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"50c1aa541fd38981e9cca76cbd66767a\">\u201eAber &#8230; was ist mit dir?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5e5a604b9fa5b190dfae7863544beb22\">\u201eDu wirst keine R\u00fccksicht darauf nehmen, ob ich bei euch bin oder zur\u00fcckbleibe. M\u00f6glicherweise sind &#8230; Dinge zu regeln.&#8221; Er unterbrach sich und schaute noch einmal auf den Weltenschl\u00fcssel, der gerade zum Fernreiseschl\u00fcssel wurde. \u201eIn dem Moment, in dem sie den Stab sehen, hat D\u00fdamir\u00e9e keinen Wert mehr f\u00fcr sie. Ich w\u00fcrde mich wundern, wenn sie euch \u00fcberhaupt verfolgen, solange ich nicht damit weglaufe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"faece40770ed667aa387f453ee4b69ce\">\u201eAber was wollen sie mit dem Ding \u00fcberhaupt? Wenn es doch ein Schattens\u00e4ngerwerkzeug- &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"250df0380605c6875058447e21894438\">\u201eWaffe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e08aa94580993b322874438e27fa72b6\">\u201e &#8230; eine Schattens\u00e4ngerwaffe ist, ist sie doch in den H\u00e4nden von Regenbogenrittern unwirksam.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"243727975ce76babb8e1af0d51373175\">\u201eVielleicht, Salghi\u00e1ra, hat sie einfach der abstruse Gedanke gepackt, dass sie das, was so viel Unheil \u00fcber sie und ihre Welt gebracht hat, in ihrer eigenen Verwahrung haben wollen, \u00e4hnlich wie wir das <em>ay&#8217;cha&#8217;ree <\/em>geh\u00fctet haben. Vielleicht misstrauen sie aus heiterem Himmel dem Schwur unserer Meister aus jenen Tagen, Ovid\u00e1ols t\u00f6dliche Sch\u00f6pfung zu versiegeln und zu verbergen. Dann allerdings w\u00e4re das ein reichlich sonderbarer Zeitpunkt und ein seltsames Vorgehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4fe8b4f54790620b701c12784359a4f3\">\u201eInwiefern?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a00c0efd21b95f67040662ccac9e6452\">\u201eSie h\u00e4tten buchst\u00e4blich Generationen Zeit dazu gehabt, es mit den <em>camat&#8217;ay<\/em> auszuhandeln. Regenbogenritter und Schattens\u00e4nger haben sich am Ende nicht in verbitterter Todfeindschaft gegen\u00fcbergestanden, Salghi\u00e1ra. Die Regenbogenritter sehen auf uns herab und verachten uns, das ist wahr. Das ist eine Tatsache, die man ihnen nicht vorwerfen kann, nach alldem, was &#8230; geschehen ist. Aber sie wissen ebenso, dass unseresgleichen die Taten des Verfluchten weder unterst\u00fctzt noch gutgehei\u00dfen hat. Sie wissen, dass meinesgleichen ihn \u00fcberwunden und das hier&#8221;, er pochte mit dem Ende des Stabes auf den Boden, \u201eerobert hatte. Um es zu vereinfachen: Meinesgleichen hat ihnen am Ende <em>beigestanden<\/em>, um den Schrecken zu beenden. Leider ist es nicht gelungen, bevor sehr viel Blut und Farbe vergossen wurde.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0d851621c102ab447da5c85d3cddc2b1\">Ich folgte ihm. Er ging hin\u00fcber in die Halle und setzte sich auf den Gro\u00dfmeisterthron, die Stange quer \u00fcber seinem Scho\u00df, D\u00fdamir\u00e9es Kuscheltier in den H\u00e4nden. \u201eEs gab vereinzelt Kontakte zwischen ihnen und uns &#8230; sp\u00e4ter. Sehr reserviert, sehr formell. Aber niemals haben Regenbogenritter oder Schattens\u00e4nger Unfrieden miteinander gesucht. Wer wei\u00df, warum ihnen das pl\u00f6tzlich nicht mehr ausreicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"12405d93b1393c4787050bdeaffc2eec\">\u201eWar Ovid\u00e1ol ein Gro\u00dfmeister?&#8221;, fragte ich.<\/p>\n<p data-p-id=\"ec4af983ff7ff19ffd5a59f41fcdec66\">\u201eNein. Als er mit den <em>camat&#8217;ay<\/em> brach und den Boscarg\u00e9n verlie\u00df, war er ein einfacher Sch\u00fcler, in seinem f\u00fcnfundzwanzigsten Winter.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"56858bb4125680d22f7a1644c422f01c\">\u201eUnd ein so junger Mann hatte die Macht, ein solche schreckliche Waffe zu schaffen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c15a0af48c889be92a0eff905d3fc5ca\">Yalomiro nickte. \u201eGerade weil er so jung und unerfahren war, hatten die Meister ihn untersch\u00e4tzt. Aber wie sich sp\u00e4ter zeigte, hat er auf seinen Reisen irgendwo das Material und das Wissen erlangt, um sein Meisterst\u00fcck zu schaffen. Sehr wahrscheinlich hatte er &#8230; nun, Hilfe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1ee3eb035a46815375f2a12e09826a3e\">\u201eDas Widerwesen&#8221;, sagte ich leise.<\/p>\n<p data-p-id=\"e4a0e3f67295c0fdb945d244650221c5\">\u201eWas sonst?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7f6f22ef7d6eb21f75368dea554f9423\">\u201eUnd dann hat er &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"723b1dd012c6b7f354b2b833725daf25\">\u201eAm Ende stand er mit seinen Chaosgeistern vor dem Ciel\u00e1stel, hinter sich eine Schleppe von sinnlos vergossenem Blut und Zerst\u00f6rung, und brachte das Verderben \u00fcber Patagh\u00edus Diener. Es kam zum gro\u00dfen Gemetzel. In den Boscarg\u00e9n kehrte am Ende nur einer von zehn Schattens\u00e4ngern zur\u00fcck.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"658196974e73d7cf8fba09c77d5c54df\">\u201eWie entsetzlich!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6690bd992c3276f32066c72cb9e700fe\">\u201eDie Verluste unter den <em>arcaval&#8217;ay<\/em> waren \u00e4hnlich hoch, Salghi\u00e1ra. Und unter den Unkundigen &#8230; ich glaube, es hat niemand wirklich nachgez\u00e4hlt.&#8221; Er seufzte und f\u00fcgte hinzu: \u201eSalghi\u00e1ra \u2013 in dem gro\u00dfen Schrank im zweiten Zimmer rechts von hier m\u00fcsste ein Trinkschlauch liegen. Bitte suche zusammen, worauf du nicht verzichten willst. Lass mir einen Moment in Stille mit Nokt\u00e1ma.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5ca3d4788ff144e7254f75a1c490ae19\">\u201eMuss ich mir Sorgen machen, Yalomiro?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dd44fe99322e9d6cbf4da8436ad90f2d\">\u201eWieso?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"51c73e543fbcc2f724db7f4655bd3431\">\u201eMeinst du etwa, ich sp\u00fcre nicht, dass du dich f\u00fcrchtest?&#8221;, fragte ich.<\/p>\n<p data-p-id=\"39f0a00bc5484c469b9a76342149d302\">\u201eTue ich das?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2ad1f3be606930dcaa3542250e933568\">\u201eJa.&#8221; Ich blieb vor dem Thron stehen und schaute ihm eindringlich in die Augen. Seine <em>maghiscal<\/em> flackerte, als st\u00fcnde sie unter Spannung. Das erschreckte mich. Ich empfand Yalomiros Anwesenheit stets als fest und solide, etwas, das mir <em>immer<\/em> Halt bieten w\u00fcrde, wenn etwas in mir aus dem Gleichgewicht kam. In diesem Augenblick, als er in Nokt\u00e1mas Halle sa\u00df und mich fortschicken wollte, da war es &#8230; anders. Das, was ich als sein Selbstbewusstsein, sein Selbstvertrauen, seine St\u00e4rke deutete, hatte pl\u00f6tzlich mehr von einem Kartenhaus als von einer Burgmauer.<\/p>\n<p data-p-id=\"040da197019eacc67743b24491ac6f56\">Ob es an dem Stab lag, den er da bei sich hatte? Ich schaute auf das Ding mit dem r\u00e4tselhaften Stein in der Metallfassung. Wahrscheinlich bildete ich es mir ein, aber von dem Gebilde ging ein unterschwelliges Unbehagen aus. Und dann, mit so gro\u00dfer Verz\u00f6gerung, dass es mich selbst verwunderte, erreichte eine andere, noch viel brisantere Information meinen Verstand.<\/p>\n<p data-p-id=\"a045b6f10421cd6705fd99d77d62bce6\">\u201e<em>Chaosgeister<\/em>?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0c5a71622661d38ff693f0b49da236ba\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"4f6957d7dabe18061495938fc2c55490\">\u00daldaise war zu sp\u00e4t. Damit war zu rechnen gewesen; dass er den Abtransport des <em>b\u00e1chorkor<\/em> in die W\u00fcste nicht mehr miterlebt hatte, hatte sich nicht verhindern lassen. Das brachte es eben mit sich, wenn man eine so vielbesch\u00e4ftigte Person war.<\/p>\n<p data-p-id=\"027ead7f673f1ecaebc42ddcfb7eaafa\">\u00daldaise kannte den Weg zu der Senke, die er damals zu dem auserkoren hatte, was er dem <em>konsej<\/em> erfolgreich als eine Alternative zu den Richtst\u00e4tten in Aur\u00f3p\u00e9a angepriesen hatte, wo <em>f\u00fdntaray<\/em> ohne gro\u00dfen Unterschied wirkliche Verbrecher und ungl\u00fcckliche Opfer von Verleumdung und Missverst\u00e4ndnissen mit Schlinge oder Klinge hinter die Tr\u00e4ume gebracht hatten. Manchmal auch mit etwas kreativeren Mitteln. <em>Verschwendung<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"77622af7482d141d05d4814c29bcc81d\">Sah\u00e1al\u00edr, damals noch ein j\u00fcngerer unter den Greisen und die anderen <em>sinoray<\/em> waren angetan von dieser neuen L\u00f6sung gewesen. Tats\u00e4chlich war es vor allem Sah\u00e1al\u00edr gewesen, der den \u00f6ffentlichen Hinrichtungen sehr kritisch gegen\u00fcber gestanden hatte, mit dem Argument, es f\u00f6rdere auf ungute Weise die Sensationsgier und Verrohung der Leute. Nun, Sah\u00e1al\u00edr hatte viel Zeit in Iva\u00e1l verbracht und sich von der hohen Sittlichkeit dort anstecken lassen. \u00daldaise sollte es nur recht sein. Das neue Verfahren hatte sich etabliert, und Sah\u00e1al\u00edr w\u00e4re nicht auf den Gedanken gekommen, dagegenzureden, nachdem er sich selbst im <em>konsej<\/em> daf\u00fcr eingesetzt hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"ddd7c1bc76da129615cabe5094465761\">\u00daldaise hatte einen Weg durch die W\u00fcste gew\u00e4hlt, der ihn in ausreichend gro\u00dfem Abstand von hinten an die Senke heranbrachte. So vermied er eine direkte Begegnung mit den Stadtwachen und seinen beiden idiotischen Handlangern und konnte trotzdem Zeuge des gro\u00dfen Spektakels werden.<\/p>\n<p data-p-id=\"6c216234e596559a3fcdf7c9f018a898\">Die sechs Verurteilten hingen, der Sonnenglut ausgesetzt, in ihren Fesseln, bet\u00e4ubt von dem Gebr\u00e4u, das \u00daldaise eigens zu diesem Zweck nach altem Rezept aus einem sehr alten Buch herstellen lie\u00df. Das machte den Stadtw\u00e4chtern die Arbeit noch leichter, denn selbst k\u00f6rperlich \u00fcberlegene Delinquenten leisteten keinen Widerstand mehr. Ein einfacher, sauberer Auftrag, der nicht allzu sehr an Mitleid und Gewissen r\u00fchrte. Schlie\u00dflich brachte man niemanden um, sondern nur an einen anderen Ort, nicht wahr?<\/p>\n<p data-p-id=\"b240fb431f3951ab5588b9ec3c6ab7dd\">Und tats\u00e4chlich. Die \u00dcbelt\u00e4ter, der Amtsbetr\u00fcger, die liederliche Dirne, die Verbecher, sie waren alle gleich in diesem Moment. Keiner von ihnen bemerkte den <em>sinor<\/em>, der mit seinem Pferd die D\u00fcne hinab ritt.<\/p>\n<p data-p-id=\"eabd926352f5757db9f2c2f342ebb187\">Nur der <em>b\u00e1chorkor<\/em>, der war wach und bei Verstand. Der junge Mann \u00e4chzte unter der Sonne und versuchte, den Kopf umzuwenden. \u00daldaise brachte das Pferd so zum Halt, dass er au\u00dferhalb seines Blickfeldes blieb.<\/p>\n<p data-p-id=\"a56ebf0a552b6b7f55f861da7f2bbd21\">\u201eBereust du es schon?&#8221;, fragte der <em>sinor<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"dba5b59cd60ea31abadeeeccb97170ec\">\u201e<em>Du<\/em> wirst es bereuen&#8221;, gab der junge Mann zur\u00fcck.<\/p>\n<p data-p-id=\"2442678880fd62b3ab9389564e5d69e0\">\u201eAh. Deine Zunge gehorcht dir also wieder. Sehr sch\u00f6n. Es w\u00e4re schade gewesen, w\u00e4ren mir deine Schreie entgangen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2aac5faec72bb9beb57f1834beb16a1c\">\u201eSie werden mich nicht t\u00f6ten k\u00f6nnen&#8221;, sagte Gal\u00e9on \u00fcber seine Schulter hinweg.<\/p>\n<p data-p-id=\"ca8770e8bf2eb8ee36554e629a2513ae\">\u201eDas sollte dich ernsthaft beunruhigen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7619faea899a3d62877c8e90fe970ff7\">\u201eUnd wenn <em>ich<\/em> dich beunruhigen sollte?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7c180b2c96abf2ec4e79ebd7509c6f38\">\u201eWie meinst du das?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6e11bbbbb0001de47dc05d3ea529645b\">\u201eWas, wenn die M\u00e4chte einen Grund daf\u00fcr gehabt haben, dass sich unsere Wege ausgerechnet hier und an diesem Ort gekreuzt haben?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e655b44ecb86c4d282184f6f6423229e\">\u201eZufall. Reiner Zufall.&#8221; \u00daldaise lachte. \u201eAllerdings &#8230; ich w\u00fcsste schon gern noch, was dich letztlich nach Aur\u00f3p\u00e9a gef\u00fchrt hat, <em>b\u00e1chorkor<\/em>, zu dieser Zeit.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a73d00398464d20d69f9563f37bee86c\">\u201eEbenfalls der Zufall. Ich h\u00f6rte vor einiger Zeit von einem anderen <em>b\u00e1chorkor<\/em>, der auf dem Weg von Aur\u00f3p\u00e9a nach Pian\u00e1rdent war, von den kuriosen Methoden, mit denen sich die Stadt ihrer ungeliebten St\u00f6renfriede entledigt. Es gab Details an seiner Geschichte, die mir seltsam vorkamen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2d56547f630c01ef101a4571cc4a006d\">\u201eSeltsam?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0188dc77e42ddcb05f931ea7b67b0c88\">\u201eSie passten nicht zu einer guten Geschichte. Also kam ich her, um nachzuschauen. Ich hatte ja &#8230; Zeit. Viel, viel Zeit.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a23addfe00b146910973322c043a41d5\">\u201eNun&#8221;, antwortete \u00daldaise milde, \u201edu wirst nahe dabei sein, um, es mit eigenen Augen zu sehen. Ich f\u00fcrchte nur, du kannst anschlie\u00dfend keine wirklich gute Geschichte mehr daraus machen. Und nun mach dich bereit, <em>b\u00e1chorkor<\/em>. Ich werde aus der sicheren Ferne zuschauen. Und danach &#8230; nun, ich habe einen Termin im Ciel\u00e1stel. Bedauerlicherweise werden die <em>arcaval&#8217;ay<\/em> nicht mehr lange G\u00e4ste empfangen k\u00f6nnen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"596d109482f62f4148320eb2ced979b5\">\u201eDas wird sich zeigen. Vielleicht kommt dir der ehrenwerte Sah\u00e1al\u00edr in die Quere, so die M\u00e4chte ihn die Zeichen erkennen lassen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1db6df9673c59670ca2c2451f9e5dbbe\">\u00daldaise l\u00e4chelte. \u201eUnd was denkst du, bin ich in der Lage mit einem halbblinden, gel\u00e4hmten Tattergreis zu tun, der den Helden spielen will?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"53acb5189c91d5029ce6e2deac5fd04c\">\u201eBist du feige, \u00daldaise? Hast du da etwas angefangen, was du selbst nicht kontrollieren kannst?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"eb91de7b431fca2a89c0f3da6577ac7d\">Der <em>sinor<\/em> lachte, wendete sein Pferd und trabte davon, \u00fcberlie\u00df den <em>b\u00e1chorkor <\/em>seinem unsch\u00f6nen Schicksal.<\/p>\n<p data-p-id=\"4ef5d49a571e1c02653e59e1ec4783af\"><em>Kontrollieren<\/em>? Aber nat\u00fcrlich.<\/p>\n<p data-p-id=\"5fd252e11b01e902123e4235b8b6205f\">Sehr bald schon.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2572","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2572","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2572"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2572\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3821,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2572\/revisions\/3821"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2572"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2572"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2572"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}