{"id":2570,"date":"2025-08-25T12:57:55","date_gmt":"2025-08-25T10:57:55","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2570"},"modified":"2025-09-01T09:25:52","modified_gmt":"2025-09-01T07:25:52","slug":"075-gebrochene-verbrechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/075-gebrochene-verbrechen\/","title":{"rendered":"075: Gebrochene Verbrechen"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"2ea1c3d80a30367e30172a66ca2c3f3d\">T\u00edjnje hatte die <em>opayra<\/em> schnell gefunden. Wir erwartet hielt die \u00e4ltere Dame sich im Nebenzimmer des Audienzgemachs auf, wo die Puppenburg stand und die M\u00e4dchen miteinander zu spielen pflegten. T\u00edjnje warf einen nachdenklichen Blick auf das herrliche Spielzeug. Wenn Manj\u00e9v in der Nacht im Ernst gesprochen hatte, dann geh\u00f6rten ihr nun die P\u00fcppchen und das aufw\u00e4ndig gestaltete Holzgeb\u00e4ude. Aber sie konnte sich nicht daran freuen. Mehr noch: Es war ihr egal. Mochte damit spielen, wer wollte. Ohne Manj\u00e9v machte das ohnehin keinen Spa\u00df.<\/p>\n<p data-p-id=\"0f0157a1e3eedbc5d0f7c655ea5fc686\">Andererseits: Sie war nicht zum Spielen gekommen. Sie hatte eine Mission!<\/p>\n<p data-p-id=\"14eac714cf9096541cbc6bd9f433f67d\">Die <em>opayra<\/em> sa\u00df mit einer Stickarbeit am ge\u00f6ffneten Fenster. Der Wind kam aus einer g\u00fcnstigen Richtung und schob den immer st\u00e4rkeren Nieselregen vom Geb\u00e4ude weg, sodass sie auf diese Weise mehr von dem tr\u00fcben Tageslicht nutzen konnte. Als T\u00edjnje hineinkam, sich zu ihr setzte und den Pfannkuchenteller neben sich abstellte, blickte die <em>opayra<\/em> verwundert auf.<\/p>\n<p data-p-id=\"bc56f69cb0be0caae05a5803f7ed38a6\">\u201eWas machst du hier? Herr Andri\u00e9r sagte, ihr Kinder d\u00fcrftet heute ganz f\u00fcr euch sein?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3abd00ff4825569c8caa52005a599f91\">\u201eDie <em>teirandanja<\/em> und die Jungen haben ein Steinespiel begonnen. Da mag ich nicht zugucken, das ist langweilig.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"23843385d8ad510861a7f331b7f362d3\">\u201eWenn die Tochter von <em>yarl<\/em> Emberbey nach dem Winter herkommt, hast du eine Gef\u00e4hrtin in deinem Alter, mit der du Zeit verbringen kannst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"166f1aca26470fbb410a2c54858125ae\">\u201eBis dahin habe ich sicher auch das Spiel verstanden und kann mitmachen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"59312adc5863a3cb0a8e7e440c56ad9c\">Die <em>opayra<\/em> l\u00e4chelte. \u201eNach dem Winter wird die <em>teirandanja<\/em> weniger Zeit haben, sich mit dir abzugeben. Und die <em>yarlandoray<\/em> werden auch nicht mehr so oft hier sein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0f4c8be6843c56f280ba20553c8c067a\">\u201eWarum nicht?&#8221;, fragte T\u00edjnje.<\/p>\n<p data-p-id=\"5142416d723574d83c80fc451ff6dde5\">\u201eDie Herren wollen bald wieder die eine oder andere Reise unternehmen und f\u00fcr die <em>teiranda<\/em> Turniere bestreiten. Da m\u00fcssen die jungen Herren mit.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"166cd6cb075d40dbf62194a0fd522e88\">\u201eAch ja.&#8221; T\u00edjnje erinnerte sich, dass ihr Vater einmal davon gesprochen hatte. Genaugenommen war J\u00f3ndere Mor\u00e9aval auf seine gutm\u00fctige Art belustigt gewesen, dass L\u00e1as&#8217; Vater sich mit dem Gedanken trug, es in seinem Alter noch einmal auf dem Turnierplatz zu versuchen. Tatsache war aber, dass die Ritter es so unter sich abgemacht hatten, dass ihre S\u00f6hne sie, untereinander vertauscht, als Knappen begleiten sollten. T\u00edjnje hatte nicht bedacht, dass L\u00e1as und J\u00e1ndris auf diese Weise f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit fort sein w\u00fcrden.<\/p>\n<p data-p-id=\"f5b9bea4f14768a5ad28ec63c8a29916\">Nun, vielleicht w\u00fcrde stattdessen Osse seine Schwester hierher begleiten. Der hatte ja nun auf dem Turnierplatz nichts zu schaffen. Wie leicht konnte dabei seine Brille verloren gehen!<\/p>\n<p data-p-id=\"2f0e8fa2f19b2ed5febc3275be5f56b6\">\u201eUnd warum bist du hier?&#8221;, fragte die <em>opayra<\/em>. \u201eUnd wo hast du die Pfannkuchen her? Du wei\u00dft doch, Naschwerk ist &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2a29c7509b5706d5d03bae209afe3ce6\">\u201eDie sind gar nicht f\u00fcr mich&#8221;, warf T\u00edjnje schnell ein. \u201eIch passe nur darauf auf.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b32582378f9c9972bc41f761e38d5047\">Das trug ihr einen skeptischen Blick der <em>opayra<\/em> ein, aber diese fragte nicht weiter. \u00dcblicherweise steckte hinter den seltsamen Ideen der M\u00e4dchen immer ein Einfall der <em>teirandanja<\/em>, gegen den es ohnehin kein Aufbegehren gab.<\/p>\n<p data-p-id=\"085366ff5ba96b092d55f353e2f19cac\">T\u00edjnje schaute der <em>opayra<\/em> eine Weile beim Sticken zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"34fcf86f4ac15292b6c0b8f3d739537b\">\u201eDie <em>teirandanja<\/em> sagt, du sollst mir ein M\u00e4rchen erz\u00e4hlen&#8221;, erkl\u00e4rte sie dann.<\/p>\n<p data-p-id=\"00b544b7bbe30aa977e2598cc6dad697\">\u201eSeit dem Fr\u00fchling habe ich der <em>teiranda<\/em> geraten, eine gebildete <em>b\u00e1chorkora<\/em> f\u00fcr euch Kinder zu besch\u00e4ftigen. Aber man h\u00f6rt ja nicht auf mich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d841c78b816717eceb641b3ca508a417\">\u201eManj\u00e9v sagt, ihr Papa w\u00e4re wohl beleidigt, wenn jemand anderes als er hier im Haus Geschichten erz\u00e4hlt&#8221;, plapperte T\u00edjnje. \u201eDas hat die <em>teiranda<\/em> ihr jedenfalls gesagt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"148dbd3aa54b481937da20d602c8adac\">\u201eKinder sollen nicht \u00fcber Erwachsene tratschen!&#8221; Die <em>opayra<\/em> drohte r\u00fcgend mit ihrer Sticknadel.<\/p>\n<p data-p-id=\"718ee03d6af809ea4565a1a9261c1f8e\">\u201eDann warte ich eben damit, bis ich \u00e4lter bin. Erz\u00e4hlst du mir eines?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"725318499895bde4817dd46d26e005ec\">\u201eWas willst du denn h\u00f6ren? Das von dem goldenen H\u00e4schen, das mit der Marmorschnecke um die Wette lief?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0c7e648df281e68722000819b3b5f623\">\u201eNein&#8221;, seufzte T\u00edjnje, die l\u00e4ngst die aufregenden Schauergeschichten von L\u00e1as und J\u00e1ndris gewohnt war. \u201eDas ist f\u00fcr Wiegenkinder. Kannst du mir was erz\u00e4hlen, wo Magier vorkommen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6d9d99270923416d544dfeb3b6927e7e\">Nun zuckte die <em>opayra<\/em> so sehr zusammen, dass sie sich mit der Nadel in den Finger stach. Rasch, um das Tuch nicht zu beschmutzen, hielt die Frau die Hand aus dem Fenster und lie\u00df den dicken Blutstropfen in den Regen fallen.<\/p>\n<p data-p-id=\"7a289d6d1dde4ce209dc91c9c7efa3c2\"><em>Stechk\u00e4fer<\/em>, dachte T\u00edjnje. Als sie noch kleiner gewesen war, hatte ein solches Biest sie einmal am \u00c4rmchen erwischt. Es hatte geblutet und gejuckt. Die Mutter benutzte das duftende \u00d6l, um sie zu vertreiben. Die arme <em>opayra<\/em>! Das hatte bestimmt weh getan!<\/p>\n<p data-p-id=\"54c8325d335d6efb0e5179a70ba125db\">\u201eMagier? Was soll ich denn von Magiern erz\u00e4hlen, Kind?&#8221;, fragte die <em>opayra<\/em>. Ihre Stimme klang anders als zuvor. Vorsichtig. Unbehaglich.<\/p>\n<p data-p-id=\"466091fc8f5a51fb3c41e56fd5956caa\">\u201eIch habe gestern einen gesehen. Er konnte sich in einen Raben verwandeln.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1c89d496fbb3d76f07048547a916f7c0\">\u201eIch habe geh\u00f6rt, dass &#8230; einer hergekommen ist. Auf Wunsch der <em>teiranda<\/em>, hei\u00dft es.&#8221; Sie zog die Hand zur\u00fcck und saugte an ihrem Finger. \u201eUnverantwortlich, dieses Gesindel durch die T\u00fcr zu bitten!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bd8bfba4a6cd0c73bf2d93eca7b028db\">\u201eEr ist aber schon wieder weg. Ganz weit weg.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e5e510ba442fcdbd3ac8ac52300c4557\">\u201eDen M\u00e4chten sei es gedankt!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8981cd67d7033dc07a88bc5ae083a865\">\u201eUnd er ist durchs Fenster gekommen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5ec356842eb5f76cb2659cc28e23af8e\">\u201eDie M\u00e4chte m\u00f6gen uns beh\u00fcten!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f1170f8dac83a4e344d34e0fce1ff324\">Die <em>opayra<\/em> hielt die M\u00e4chte ziemlich besch\u00e4ftigt, fand T\u00edjnje.<\/p>\n<p data-p-id=\"292ac15f31c656a8a1e6f0efe91e4dd5\">\u201eHast du Angst vor Magiern?&#8221;, fragte sie gespannt. \u201eIch hab n\u00e4mlich keine. Ich habe mich ganz artig mit ihm unterhalten. Wie eine gro\u00dfe Dame. Er hat mich mit einem Licht spielen lassen. Das war so fein und hell!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ec8905ca7d21db2deadaa1c6bbc36d87\">Die <em>opayra<\/em> runzelte die Stirn. Dann sagte sie: \u201eZum Gl\u00fcck gibt es diesseits des Montaz\u00edel wohl schon lange keine Magier mehr. Im S\u00fcden, in Aur\u00f3p\u00e9a, da sollen noch die Farbenkrieger wohnen. Aber sie haben schon lange nichts mehr mit den Menschen zu tun. Gut so. Das bringt alles nur Unheil.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"08fc45a9441404c354cfd3d9b4338ffe\">\u201eWarum?&#8221;, fragte T\u00edjnje.<\/p>\n<p data-p-id=\"afd95ac91a5acd7128643657eee7ed7f\">\u201eDas verstehst du noch nicht, Kind. Es ist nicht gut, wenn Magier in das Leben von Menschen hineinpfuschen. Die M\u00e4chte haben sie fast alle aus dem Weltenspiel genommen. Wo Magier wirken, gibt es nur Elend und Ungl\u00fcck.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1b1210554c7f9017cae75de45520cbab\">\u201eDas glaube ich nicht. Der Magier, der die <em>teiranda<\/em> besucht hat, ist ganz lieb gewesen. Und Manj\u00e9v sagt, er hat sogar einmal einen b\u00f6sen Mann besiegt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0004cb024cad5b45237eecb8c139be39\">\u201eWelchen b\u00f6sen Mann?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f4a7f2cc2e2a37362fdd04553e844491\">\u201eNa, den, der im Turm gewohnt hat. Bevor der Boden morsch wurde.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"406e2d4328d15b98beca09bd71749d0d\">Die <em>opayra<\/em> schaute zunehmend verwirrter, misstrauischer drein. T\u00edjnje bemerkte nun selbst, dass sie es zu weit kommen lie\u00df und war sich nicht mehr ganz sicher, ob die <em>opayra<\/em> \u00fcberhaupt davon wissen durfte. Z\u00e4hlte die <em>opayra<\/em> als Erwachsene, oder galt es nur vor den Rittern zu schweigen?<\/p>\n<p data-p-id=\"36911dac08bf24a72fa36c64b9a37b0c\">Das kleine M\u00e4dchen stand verlegen auf und setzte sich neben die Puppenburg. Auf dem Dach des Pferdestalls lag ein winziger Kamm bereit, mit dem sich die Wollf\u00e4denhaare der P\u00fcppchen k\u00e4mmen lie\u00dfen. T\u00edjnje tat das, so gewissenhaft sie nur konnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"d2128d1da94d58696cec3340b8ae7cd8\">\u201eIch <em>erinnere<\/em> mich an den b\u00f6sen Mann&#8221;, sagte die <em>opayra<\/em> nach einer Weile.<\/p>\n<p data-p-id=\"c5b9aee07db201dd07fc61e2a7ca5265\">T\u00edjnje blickte auf. \u201eTats\u00e4chlich?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d7b6648b78db5fe0b1b7eec28260580b\">Die <em>opayra<\/em> legte ihr Stickzeug in den Scho\u00df. Einen Augenblick beobachtete sie versonnen das kleine M\u00e4dchen, das da mit den Puppen spielte.<\/p>\n<p data-p-id=\"25efa02195e3722c5cd18f00a511eff2\">\u201eEs ist gut, dass dieser schreckliche Kerl fort ist&#8221;, sagte sie. \u201eIch erinnere mich nur wenig daran. Ich denke, ich habe mich sehr angestrengt, m\u00f6glichst viel zu vergessen. Aber ich wei\u00df sicher, sobald er diese Burg verlassen hat, ist hier alles &#8230; wieder gut geworden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"67634aea319582ce093a24dba2ef46fb\">\u201eWar das, bevor Manj\u00e9v geboren wurde?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d833153b63ff298bca85ab2aeb4e03ea\">Die <em>opayra<\/em> nickte, aber ihr Gesicht war nun nachdenklich,. entr\u00fcckt. \u201eJa, das war davor.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8edb6bbb27cefff39836769114f98f9e\">\u201eWas hast du denn hier gemacht, bevor Manj\u00e9v da war? Da war doch noch niemand da, auf den du aufpassen musstest!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"54dc7bde86eb8813cc4367b2940b1390\">\u201eDoch. Ich war die Kammerzofe der <em>teiranda<\/em>.&#8221; Sie l\u00e4chelte. \u201eGenau so, wie du es einmal sein wirst, wenn die <em>teirandanja<\/em> eine junge Frau ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"54357f8806d95f32165503ab0e61abe6\">T\u00edjnje \u00fcberlegte kurz, ob sich wohl der Dienst als Kammerzofe und Geheimkurierin unter einen Hut w\u00fcrden bringen lassen. Das w\u00fcrde anstrengend. Aber das war im Augenblick nicht wichtig.<\/p>\n<p data-p-id=\"c71b3976df6b38c500d5db6cbeb799e9\">\u201eWas hat der b\u00f6se Mann hier gemacht?&#8221;, fragte sie stattdessen. \u201eHat er jemanden verzaubert?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"db093278a82b778fecd4c02a13c6ee25\">\u201eIch wei\u00df nicht&#8221;, antwortete die <em>opayra<\/em> unwillig \u201eNein, ich glaube nicht. Er &#8230; er hatte keinen guten Einfluss auf die <em>teiranda<\/em>. Aber es steht mir nicht zu, dar\u00fcber zu sprechen. Au\u00dferdem bist du noch viel zu jung daf\u00fcr, T\u00edjnje. Lass es auf sich beruhen. Und lass dir blo\u00df nie einfallen, in den Turm hinaufzusteigen. Da hat eine Dame nichts zu suchen. Es ist viel zu gef\u00e4hrlich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f483c274a7045b9a3a63a4399867685d\">\u201eWegen dem morschen Boden?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7f1bd66698023e9c7d8a3e229700f0ad\">\u201eJa. Das auch. Liebes &#8230; sollte die <em>teirandanja<\/em> jemals auf die Idee kommen, den Turm betreten zu wollen, dann musst du es sofort mir, den <em>teiranday<\/em> oder einem der <em>yarlay<\/em> sagen. Willst du so brav sein, das zu tun?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0712fecf905e5fb1d434472428d59729\">Das Kind l\u00e4chelte unverbindlich. Nun war es ohnehin zu sp\u00e4t. Schlie\u00dflich waren Manj\u00e9v, L\u00e1as und J\u00e1ndris nachts zuvor schon an dem verbotenen Ort gewesen. Osse bestimmt auch.<\/p>\n<p data-p-id=\"52c9b8bd786dd308820fb6ce77dc582d\">\u201eUnd ich glaube doch, dass derjenige, der gestern hier war, ein guter Magier ist. Sonst h\u00e4tte die <em>teiranda<\/em> doch meinen Vater nicht losgeschickt, um ihn zu holen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b07441dd19abcf91f070a0a15437ab49\">\u201eWas Schwarzm\u00e4ntel betrifft&#8221;, sagte die <em>opayra<\/em> unwirsch, \u201escheinen so manche allzu viel Leichtsinn walten zu lassen. Man h\u00f6rt, dass die Familie Althopian &#8230; ach nein. Das ist nichts f\u00fcr Kinder.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"de764580bc1e5a6d014a8a76beb45bbe\">\u201eSchwarzm\u00e4ntel? Ja, einen schwarzen Mantel hat er getragen. Der war ganz sch\u00f6n bestickt und hat geglitzert, und &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f06493f17fcb004d37f58c3011b2d478\">\u201eUnverantwortlich, dass er sich dir <em>gezeigt<\/em> hat, der Kerl&#8221;, z\u00fcrnte die <em>opayra<\/em>. \u201eWas da alles h\u00e4tte geschehen k\u00f6nnen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f69ba9db42fe10c0bfab87c2bbf17094\">T\u00edjnje blinzelte verwirrt \u00fcber diesen Ausbruch. Die Dame bemerkte es und sagte, etwas vers\u00f6hnlicher: \u201eEs bringt so viel Unheil, wenn keusche und tugendsame M\u00e4dchen den Schwarzm\u00e4nteln zu nahe kommen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5286823c3c2d52de627ddac23517d30a\">\u201eWarum denn?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d49f21d74f8810c9fa4a8a3d61f12480\">\u201eDas verstehst du noch nicht, Liebes. Daf\u00fcr bist du wirklich noch zu jung. Wahrscheinlich hat das dich beh\u00fctet!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ea519cdb8d069f317647496245cdce2d\">Schon wollte T\u00edjnje aufmucken, sich beklagen, dass alle sie stets damit abwiesen, dass sie noch zu klein sei, um Dinge zu verstehen. Nun, bei den Steinespielregeln mochte das wahr sein, aber wie sollte sie jemals etwas lernen, wenn man ihr nichts zum Denken gab, wie der <em>mestar<\/em> in den Lernstunden, der sie auch nur mit Wiegenkindaufgaben abspeiste? Sie wollte das aussprechen, aber im selben Moment hatte sie eine viel kl\u00fcgere Eingebung.<\/p>\n<p data-p-id=\"486b9d30c7c8758efe64d43b12b3027b\">\u201eHast du <em>Angst <\/em>vor dem Magier?&#8221;, fragte sie und setzte das nun sauber frisierte P\u00fcppchen auf ein Holzpferdchen.<\/p>\n<p data-p-id=\"461881f14b33de6c9109efedabb79136\">\u201eNun, wenn es zur Angewohnheit werden sollte, dass er hier ein und aus geht, dann werde ich mich wohl zu sch\u00fctzen wissen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6cc2345042566b35b01144a08adf0e06\">\u201eMan kann sich sch\u00fctzen?&#8221; Das kleine M\u00e4dchen hob einen Puppenritter auf, dem ein Pappschwert in die Hand geklebt war. Sie tat so, als w\u00fcrde er gegen einen anderen fechten. \u201eWie mein Papa mit seinem Eisenzeug, falls ihn jemand zum Kampf fordert?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b13d0339206c0dcb8dfbb0d11893338f\">Die <em>opayra<\/em> sah ihr zu. Dann sagte sie: \u201eAls meine Urgro\u00dfmutter ein junges M\u00e4dchen war, da waren noch viel mehr Schwarzm\u00e4ntel unterwegs. Meine Gro\u00dfmutter hat das erz\u00e4hlt, als ich so alt war wie du, Liebes. Es hie\u00df, ein keusches M\u00e4dchen sollte immer etwas bei sich haben, um einen Schwarzmantel abzuwehren, sollte er &#8230; frech werden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b84d1f21e9e34537b37c453e296f8a7e\">T\u00edjnje konnte ihr Gl\u00fcck kaum fassen! Da pr\u00e4sentierte ihr die alte <em>opayra<\/em> die Auskunft, die Manj\u00e9v und die Jungen ben\u00f6tigten, ohne dass sie danach hatte fragen m\u00fcssen!<\/p>\n<p data-p-id=\"a39ee3258dbc37d97db288e3503d1627\">\u201eEinen Dolch oder so etwas?&#8221; Manj\u00e9v hatte sich einmal dar\u00fcber beschwert, dass die Eltern ihr nicht wenigstens ein sch\u00f6nes Messer schenken wollten, w\u00e4hrend <em>yarl<\/em> Grootplen f\u00fcr seinen Sohn bereits ein echtes Langschwert in Auftrag gegeben hatte. Das hatten beide M\u00e4dchen sehr ungerecht gefunden.<\/p>\n<p data-p-id=\"38e574c5bd890673e23f6950f91f3d2f\">Die <em>opayra<\/em> nestelte an ihrem Kragen und zupfte ein Geschmeide hervor, das sie darunter getragen hatte. T\u00edjnje warf den Puppenritter achtlos beiseite und kam neugierig n\u00e4her.<\/p>\n<p data-p-id=\"f25fb54bda11886980da92ab1d477a49\">Es war kein echtes Schmuckst\u00fcck. Die <em>opayra<\/em> verbarg unter ihrer Bluse eine blank polierte goldene Plakette. Sie war deutlich gr\u00f6\u00dfer als eine Goldm\u00fcnze, wie T\u00edjnje gelegentlich eine zu Gesicht bekam, aber das mochte daran liegen, dass jemand sie platt geh\u00e4mmert hatte. Die Scheibe hatte ein kleines Loch am Rand und war auf ein einfaches B\u00e4ndchen gef\u00e4delt.<\/p>\n<p data-p-id=\"614bba412629759fd84e664ad0c49a5e\">\u201eWas macht man damit?&#8221;, fragte das Kind ratlos.<\/p>\n<p data-p-id=\"30cde4a10186cbd0d83625783786c0ed\">\u201eEs ist durch die H\u00e4nde meiner Urgro\u00dfmutter bis zu meiner Mutter und mir gegangen. Meine Mutter sagte, wenn mir jemals ein Schwarzmantel zu nahe k\u00e4me, sollte ich ihm das Gold auf die Stirn dr\u00fccken.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e8daa7852b32f693b3929fd457519fe9\">\u201eWozu?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"16add43af9dc054f32a5fb23de598449\">Die <em>opayra<\/em> betrachtete versonnen das Andenken ihrer Mutter. \u201eIch wei\u00df es nicht, Kleines. M\u00f6glicherweise ist das nur ein ganz uralter Aberglaube. Ich trage es, weil es eine Erinnerung ist.&#8221; Sie l\u00e4chelte, und ihr gestrenges Gesicht wurde f\u00fcr einem Moment ganz mild. \u201eAber ich denke, wenn es sein muss, werde ich zumindest versuchen, es zu <em>benutzen<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"efe28e2c26d6629882997d2e776c3a36\">\u201eUnd man braucht unbedingt eine Goldscheibe?&#8221;, fragte T\u00edjnje interessiert.<\/p>\n<p data-p-id=\"2076f87f9ddf241e8e969eb72c3c29ba\">\u201eMan braucht irgendetwas aus Gold. Vor Gold weichen die Schwarzm\u00e4ntel zur\u00fcck, wie die Wildw\u00f6lfe vor einem Lagerfeuer. Das hat meine Urgro\u00dfmutter gewusst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4f9ed72561a99c33705cfb08e9be7127\">T\u00edjnje \u00fcberlegte kurz. Dann nahm sie ihren Pfannkuchenteller, knickste artig vor der <em>opayra<\/em> und wandte sich ab.<\/p>\n<p data-p-id=\"63004b3f6a544dabbee645bec6ca8d43\">\u201eWohin, T\u00edjnje? Wolltest du denn nicht ein M\u00e4rchen h\u00f6ren? Ich kann dir das von dem stolzen Prachtvogel und den f\u00fcnf Schw\u00e4nen erz\u00e4hlen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"131f2f69021f561aa51cda3cbe4ffcf5\">\u201eSp\u00e4ter&#8221;, rief T\u00edjnje und lief auf den Flur hinaus. \u201eIch muss noch was erledigen. Was ganz wichtiges!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8a7ab20ec0ab3262ce329c7dcb399a4e\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"57320dd140e948ad23bead3fd9234442\">Es war der wohlgekleidete, stattliche Mann, der als erster wieder zu sich kam, einen Augenblick brauchte, um seine missliche Lage zu erkennen und dann sinnlos begann, an seinen Fesseln zu rei\u00dfen und zu schreien.<\/p>\n<p data-p-id=\"33433a16728ea27dcd04425ed7dd77dd\">Gal\u00e9on hob den Kopf und schaute sich das wortlos eine Weile an. Das verzweifelte Gezeter brachte auch die anderen Verurteilten nach und nach wieder zu Bewusstsein. Die Frau kreischte besonders schrill.<\/p>\n<p data-p-id=\"cbfda7e70d5a9e2e5ee511035cb1e784\">\u201eWas soll das?&#8221;, rief einer von ihnen. Gal\u00e9on wusste instinktiv, dasss dieser Mann einen anderen get\u00f6tet hatte. \u201eWas geschieht hier mit uns?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0a8c6495ada926b97383d7ae6fdd8785\">\u201eHilfe!&#8221;, wimmerte ein anderer, ver\u00e4ngstigt, flehend und so dem\u00fctig, dass es kaum zu seiner grobschl\u00e4chtigen Erscheinung passen wollte. \u201eHilfe! Helft mir doch!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cd323ee82f2090131cce70cf8d25c8df\">\u201eWie denn?&#8221;, schnappte die Frau. \u201eBist du noch ganz klar im Kopf? Wie soll dir jetzt noch einer <em>helfen<\/em>?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"db18dcaf1b611b4227576d8c2c85eac3\">\u201eIch bin <em>unschuldig<\/em>!&#8221;, behauptete der Mann neben Gal\u00e9on. \u201eIch hab doch gar nichts verbrochen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f16641dc39561f91182b7c4047adcfcf\">\u201eErz\u00e4hl doch nicht! Du bringst doch kein wahres Wort hinaus!&#8221;, schnauzte gereizt der erste.<\/p>\n<p data-p-id=\"1f37851e84a21e4a916bd1d0c4327a7c\">\u201eIch war es nicht! Ich schw\u00f6re bei den M\u00e4chten! Ich hab keine Ahnung, wo das Geld hergekommen ist!&#8221; Er sah sich hektisch mit irrem Blick um und f\u00fcgte hinzu: \u201eDas m\u00fcsst ihr mir glauben! Da will mir jemand was anh\u00e4ngen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9063a9a2c58983f62dada3b4dbdeb24f\">\u201ePah!&#8221;, schnaubte der Gutgekleidete. \u201eStrolche wie du <em>verdienen <\/em>es doch nicht anders!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5036153ef23ee2397675913cf206b06d\">\u201eGnade!&#8221;, flehte der Wimmernde. \u201eSo helft mir doch!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6d366e6865d8ab3bf76d801086778843\">\u201eHalt den Mund&#8221;, wurde er zurechtgewiesen. \u201eHier h\u00f6rt dich keiner mehr!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"43ce19641e7f8fccde3887a3b8c5140c\">Nun schluchzte der Mann und lie\u00df sich kraftlos h\u00e4ngen.<\/p>\n<p data-p-id=\"6dbcfd01565b96002313ec4a82a85126\">Die Frau schaute streitlustig in die Runde und ihr Blick blieb an Gal\u00e9on h\u00e4ngen. Sie runzelte missbilligend die Stirn. \u201eAuch das noch. Ein <em>b\u00e1chorkor<\/em>. Hast wohl jemandem was Verkehrtes erz\u00e4hlt, was?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"12ec023241b75a3d5391d184b8582880\">\u201eM\u00f6glich&#8221;, antwortete Gal\u00e9on. \u201eVielleicht wollte aber auch jemand einfach nicht in meiner n\u00e4chsten Geschichte vorkommen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"330063ef211fdcfbc19cddaeb4fe5f39\">Sie verzog das Gesicht zu einem halben und sehr kurzen L\u00e4cheln.<\/p>\n<p data-p-id=\"249df1282ac61c41408717258226c982\">\u201ePech gehabt&#8221;, sagte Gal\u00e9ons von seiner eigenen Unschuld \u00fcberzeugter Nebenmann. \u201eAm falschen Ort zur falschen Zeit, was, <em>b\u00e1chorkor<\/em>?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"74d854f78359a86650078cd588bee0ff\">\u201eWas geschieht mit uns?&#8221;, fragte der dritte. \u201eWas machen sie hier mit uns?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9f841424dace394cbd4061493ea886da\">\u201eIch hab geh\u00f6rt&#8221;, kam es von dem Vornehmen, \u201esie bringen einen in die Verbannung. An einen Ort weit weg von Aur\u00f3p\u00e9a.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"31dd7fe5a9dcf4877fe4dd72c50ba122\">Die anderen horchten auf, aufflackernde Hoffnung im Blick.<\/p>\n<p data-p-id=\"78db83af88cd759fc39e4f90d288a347\">\u201eWohin?&#8221;, fragte die Frau. \u201eWo soll das sein?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"049c6baf6f32c2bf4ac99cebb514123d\">\u201eDas ist geheim&#8221;, behauptete der Wohlhabende. \u201eUnd man muss nat\u00fcrlich einen <em>gewissen Stand<\/em> haben. In Aur\u00f3p\u00e9a darf es niemand erfahren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6023724fcb94bf640ab2ac4361560a9f\">Gal\u00e9on seufzte und schloss die Augen wieder.<\/p>\n<p data-p-id=\"8a7fcc6c149e68837086652907e5e19f\">\u201eEinen gewissen Stand? Dass ich nicht lache!&#8221; Der erste der drei weniger betuchten Gauner spuckte aus. \u201eWillst du wissen, was ist? Die lassen uns hier langsam verrecken, vor Durst und Hitze! Niemand hilft uns! Und niemand bringt dich bequem anderswo hin. Wichtigtuer!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e0b6911a6035979aa560b9bccacad6e8\">\u201e<em>Euch<\/em> vielleicht. Ich hab mir das was kosten lassen! Ich &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2dac77ff1bba2d0e0154ac28a8ce68a8\">\u201eWas? Du hast jemanden bestochen, dich zu retten?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bc81aac352524182f96c677c195799cd\">\u201eIch w\u00fcrde es nicht Bestechung nennen. Es war eine &#8230; Gef\u00e4lligkeit! Ich &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b2fd6ef398147cf42dc5fc2a7e645247\">\u201eNa bestens!&#8221; Nun lachte die Frau in bitterer H\u00e4me. \u201eDa macht sich jetzt einer ein sch\u00f6nes Leben auf deine Kosten und l\u00e4sst dich hier fein krepieren!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5df7476a93ee75ed65529a65efd3fcb3\">\u201eDreistes Weib! Wie kannst du es wagen &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fa697a787938c02b83e4a8c589c0e6ed\">\u201eReg dich nicht auf!&#8221;, fuhr der Sarkastische dazwischen. \u201eWieso bist du eigentlich hier, h\u00e4h? Was hast <em>du<\/em> denn angestellt, in deinem feinen Haus, in deinem Kaufladen oder Kontor, dass sie dich hergebracht haben?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"17503184fe84aaa5a3a5943db5e29e27\">Nun schwieg der Vornehme. W\u00fctend starrte er in den Sand hinab.<\/p>\n<p data-p-id=\"9cb84c6e6529d2de4a088488d5293c5c\">\u201eEr wei\u00df es nicht&#8221;, l\u00e4sterte sein Gegen\u00fcber. \u201eIst wohl die Unschuld in Person, was? H\u00e4lt sich wohl f\u00fcr was Besseres!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2db31e74d0a55503ae375c822460a89b\">\u201eZumindest hab <em>ich<\/em> niemanden abgestochen!&#8221;, brach es aus dem Vornehmen hervor.<\/p>\n<p data-p-id=\"403fc18d502d46cb00fabcc76af2d633\">\u201eAch nein? Na gut. Wei\u00dft du was? <em>Ich auch nicht!<\/em> Man muss in Aur\u00f3p\u00e9a niemanden abmurksen, um einen Ausritt in die W\u00fcste zu bekommen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e6c4d9a84019be3b1a7757ffbed82d56\">\u201eUnd was hast du gemacht?&#8221;, erkundigte die Frau sich.<\/p>\n<p data-p-id=\"8ce6e0b9d2bb462bd472d565b1856f94\">Der Sarkastische lachte bitter. \u201eIch? Ich hatte eine kleine Kr\u00e4uterkr\u00e4merei. Die kleinste von Aur\u00f3p\u00e9a! Passte in eine handliche Schatulle!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b102a414155f4a5e5dd95aae80a8cae2\">\u201eBestes Rauschzeug aus For\u00e9tern, was?&#8221;, fragte der andere Stra\u00dfengauner.<\/p>\n<p data-p-id=\"2450c25689b9ae04128c526449e470b0\">\u201eDas allerbeste! Und Gestalten wie der da, das waren meine besten Kunden! Haben sich beliefern lassen, in der Oberstadt! Immer ganz diskret! M\u00fcssen sich jetzt wohl einen anderen Lieferanten suchen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a5e643b217e8a3d20a9688dbf8114c7c\">\u201eUnd warum bist du hier, wenn du so einflussreiche Kunden hast?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b364d1daa60c7e402c4c5e7b7ff46f5d\">Der Kr\u00e4uterkr\u00e4mer zuckte die Achseln, soweit er es in den Fesseln konnte. \u201eScheint, dass jemand das Zeug nicht vertragen hat. Man darf es nicht \u00fcbertreiben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1e8b160b787c99516f3f3844c8849b1b\">\u201eHelft mir&#8221;, kam es wieder leise von dem, der Angst vorm Sterben hatte. \u201eIch muss doch &#8230;&#8221; Er schluchzte.<\/p>\n<p data-p-id=\"5379de3e7a4480ff5ecae598e369607a\">\u201eWas musst du?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"730741ececc68849670ed2e0c426ecf1\">\u201eIch muss &#8230; meine Schwester &#8230; meine kleine Schwester &#8230;&#8221; Der Mann weinte nun bittere Tr\u00e4nen in den Sand. \u201eSie hat doch nur noch mich &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a0afaaf76c22a847afe9c130346eb845\">\u201eH\u00e4ttest eben das Geld da lassen sollen, wo es hingeh\u00f6rt&#8221;, sagte der Wohlhabende mitleidlos.<\/p>\n<p data-p-id=\"2842719bf5f26ad6393abb3000598397\">Der Verzweifelte schniefte. \u201eHab nicht gewusst, dass es &#8230; dass es Raubgeld war. Sollte es doch nur zum &#8230;&#8221; Er unterbrach sich erschrocken und biss sich auf die Lippen.<\/p>\n<p data-p-id=\"b3efc7fd6479be9a30945d7ced375d88\">\u201eHast wohl den Kurier f\u00fcr jemanden gemacht, was?&#8221;, fragte der Kr\u00e4uterverk\u00e4ufer mitf\u00fchlend. \u201eSch&#8230; schlimme Sache, Kumpel. F\u00fcr den <em>Verborgenen <\/em>etwa?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5dba6f6dc3414885d91b0e497969b591\">Ein zustimmendes Schluchzen.<\/p>\n<p data-p-id=\"6e655eb702dcb7ad33d6a8136c719f00\">\u201eWetten dass die <em>den<\/em> niemals packen?&#8221;, f\u00fcgte der echte M\u00f6rder tonlos hinzu. \u201eIst doch immer dasselbe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ddad95c447bb9ababf51d77907910035\">\u201eIhr <em>kennt<\/em> den Verborgenen?&#8221;, fragte der Verzweifelte verdutzt.<\/p>\n<p data-p-id=\"031f1cb9691459c395c2626f357d4297\">\u201e<em>Jeder <\/em>kennt den Verborgenen, Sch\u00e4tzchen&#8221;, sagte die Frau mit sonderbarer Milde. \u201eUnd jeder denkt, das sei ein gro\u00dfes Geheimnis!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dc3da37c03b445e462f5cbba7d77f44a\">\u201eWer ist der Verborgene?&#8221;, fragte Gal\u00e9on, gegen seinen Willen nun doch aufmerksam geworden. Auf die misstrauischen Mienen ringsum erwiderte er: \u201eIch bin nicht aus Aur\u00f3p\u00e9a. Wie soll ich das wissen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8bd63f99ec5ae1e19e0321ac2680e2df\">\u201eNiemand <em>wei\u00df<\/em>, wer der Verborgene ist. Aber eine Menge Leute arbeiten hart f\u00fcr ihn&#8221;, wurde ihm erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p data-p-id=\"96fb762ab528669bf2d08710ed26e114\">\u201eHarte Arbeit! Das ist ja nicht zu fassen!&#8221;, sagte der Wohlhabende. \u201eMiese Missetaten, das meint ihr wohl!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"73c082aac43b60dcf7f057b3a0a5a388\">\u201eSpuck&#8217;s doch endlich aus! Weshalb hast du denn jemanden bestechen m\u00fcssen? Was kann einer wie du angestellt haben?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7fe9351ab5779f3fc0d24efb676341ec\">\u201eGib es zu! Vielleicht wird es dir wohler, wenn du es vom Herzen hast&#8221;, verlangte die Frau.<\/p>\n<p data-p-id=\"a1ce37ad91cc71f2cb467c0cfba60744\">Der Vornehme zierte sich noch kurz. Dann gestand er: \u201eIch hab f\u00fcr den <em>konsej<\/em> Dokumente verwaltet. Antr\u00e4ge und Befugnisse und solche Dinge. Ich hab wohl die eine oder andere Unterschrift unter die falschen Papiere gesetzt und andere sind aus den Unterlagen verschwunden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3150f4fd3c275029d57c2a45d94f5640\">\u201eAch je. So einer&#8221;, seufzte die Frau. \u201eEin <em>Schreibpultschurke<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4e626d65c0121d40dd6a22016f793112\">\u201eDas sind die schlimmsten&#8221;, stimmte der gl\u00fccklose Geldkurier schniefend zu. Der Wohlhabende err\u00f6tete, obwohl sein Gesicht ohnehin vor Hitze bereits erhitzt und sonnenverbrannt war.<\/p>\n<p data-p-id=\"891157af0980b45149009c66419a0102\">\u201eHe&#8221;, sagte der M\u00f6rder. \u201eHinter den Tr\u00e4umen wird&#8217;s schon nicht so schlimm sein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"645260b1f53a91ee8bf73ebe543ac939\">\u201eUnd was, wenn dich da die erwarten, die du vorangeschickt hast?&#8221;, fragte der Kr\u00e4uterverk\u00e4ufer. \u201eDie werden recht ungehalten sein!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2523031480ab14521dd12f230b0dacf3\">\u201eBei den M\u00e4chten, was m\u00fcsste ich mich <em>f\u00fcrchten<\/em>! Ihr werdet doch diesen ganzen Spuk nicht glauben?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9146c9abbdf60fb6c8a81baa8e42aceb\">\u201eMeine Schwester &#8230; meine liebe Schwester &#8230;&#8221;, weinte der Verzweifelte wieder auf. Seine aufrichtige Besorgnis r\u00fchrte Gal\u00e9on. Offenbar war der \u00c4rmste tats\u00e4chlich in etwas hineingeraten, was zu gro\u00df f\u00fcr ihn war, und hatte in seiner Unerfahrenheit einen Fehler begangen, der ihn nun an diesen Ort gebracht hatte. Warum hatte denn niemand Gnade mit dem bedauernswerten Tropf gehabt? H\u00f6rte sich der <em>konsej <\/em>die Geschichten der Ungl\u00fccklichen \u00fcberhaupt noch an? Oder hatte \u00daldaise selbst das abgeschafft?<\/p>\n<p data-p-id=\"7c4f02d94ddab42a5d16adc0be136fa5\">\u201eUnd du?&#8221;, fragte der Korrupte und schaute die Frau an. \u201eWas f\u00fchrt eigentlich dich hierher?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f9e1f226bb0541f7f20cd69106985481\">\u201eKerle&#8221;, sagte sie kalt. \u201eVerfluchte Mistkerle. Einer wie der andere, l\u00fcsternes Dreckspack ohne Ehre. Aber einen, den hab ich ein St\u00fcck k\u00fcrzer gemacht!&#8221; Sie grinste in die Runde. Die M\u00e4nner schauderten eingesch\u00fcchtert.<\/p>\n<p data-p-id=\"ac6fdf50fcc7e3f5cfd0d90221394991\">Der Verzweifelte wagte als erster wieder, etwas zu sagen. Er schaute zu Gal\u00e9on hin\u00fcber und fragte leise: \u201eEs kommt niemand und bringt uns an einen anderen geheimen Ort, nicht wahr? Wir sind verloren. Patagh\u00edus Feuer wird uns vertilgen, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"70835966648856c3df0523c946ed8b40\">Gal\u00e9on nickte. \u201eDas scheint der Plan zu sein, ja.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7df817306a03387d4ca340cc76d610d8\">\u201eIch hab Angst&#8221;, wisperte der Mann. \u201eSolche Angst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"16fd738be322e92d5cb15a53744f56e3\">\u201eEs ist so hei\u00df&#8221;, stimmte der Korrupte zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"e019841775b0821930e067fbdbea46db\">Und der M\u00f6rder sagte: \u201eWird eine Weile dauern, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b3236eb27151fb15d5ce6dd6acaaf313\">\u201eJa&#8221;, stimmte Gal\u00e9on zu. Warum sollte er diese armen Leute mit seinem beunruhigenden Wissen verst\u00f6ren?<\/p>\n<p data-p-id=\"b6bdac78ef105320b4e684ad7bc97471\">\u201eIst besser als das, was sie fr\u00fcher gemacht haben&#8221;, behauptete der Kr\u00e4utermann mit bem\u00fcht unbeeindruckter Miene. \u201eWenigstens keiner, der einen beim Letzten auslacht und zuguckt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0e17a03a7aa542a48438621c03ffa472\">Die Frau hatte aufgeh\u00f6rt, zu grinsen. Nun wirkte sie seltsam gefasst. Zwei Schritte hinter ihr stand nun ein Mann in Rot, etwas verschwommen wirkten seine Konturen in der flirrenden Hitze. Er legte seine Fingerspitzen aneinander und nickte dem <em>b\u00e1chorkor<\/em> auffordernd zu. Gal\u00e9on nickte zur\u00fcck.<\/p>\n<p data-p-id=\"fbd0c22d172cd2f0ba625c4b2742eed6\">\u201eH\u00f6rt mir zu&#8221;, begann er. \u201eIch erz\u00e4hle euch meine <em>letzte<\/em> Geschichte.&#8221;<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2570","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2570","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2570"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2570\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3819,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2570\/revisions\/3819"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}