{"id":2551,"date":"2025-08-25T12:42:56","date_gmt":"2025-08-25T10:42:56","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2551"},"modified":"2025-09-01T09:15:32","modified_gmt":"2025-09-01T07:15:32","slug":"064-geometrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/064-geometrie\/","title":{"rendered":"064: Geometrie"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"72162658fbf0ff3c34d115719b82c17b\">Der Indigofarbene hatte die Nacht in seiner Nische beim Tor verbracht, eine kleine kunstvolle Schnitzarbeit dabei vollendet und nachgedacht. Irgendetwas an seinem kurzen Gespr\u00e4ch mit der alten Sileda\u00fa war ihm seltsam vorgekommen, eine Kleinigkeit nur. Aber eine ganze Weile lang gelang es ihm nicht, festzumachen, was es war. Vielleicht lag es an der Dunkelheit und Stille des Ciel\u00e1stel. In der Nacht lag das riesige Geb\u00e4ude mit den hohen T\u00fcrmen immer in Schweigen, solange die <em>arcaval&#8217;ay<\/em> nicht gerade zu einem ihrer seltenen n\u00e4chtlichen Ausritte aufbrachen. Regenbogenritter bevorzugten es, w\u00e4hrend Nokt\u00e1mas Zeit zu ruhen, solange es sich so einrichten lie\u00df.<\/p>\n<p data-p-id=\"8a9907ec2a511df8447cb51352a95700\">Als Patagh\u00edus Glanz aufleuchtete, kam der Orangene hinzu, um seinen Kameraden abzul\u00f6sen. Sie wechselten einige Worte miteinander, und der Orangene erz\u00e4hlte von dem n\u00e4chtlichen Einsatz im brennenden Garten. Advons Begeisterung und Ehrfurcht vor den Flammen war zu drollig gewesen.<\/p>\n<p data-p-id=\"b1cd328fc877988fcddceab72698da0f\">Der Indigofarbene h\u00f6rte zu, und der festsitzende Gedanke lockerte sich.<\/p>\n<p data-p-id=\"030130578b5ebc0a23cad94cf58897be\">\u201eWie weit ist dieser Garten von hier entfernt gewesen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c512b9d08f5dffc1854c8e0e9931ca4a\">\u201eNicht weit. Ein paar Fl\u00fcgelschl\u00e4ge s\u00fcdwestlich, einer der letzten G\u00e4rten vor den H\u00fcgeln und der W\u00fcste.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"858d215966a9eebdfc26d72dab82eaeb\">\u201eDas ist weit genug weg von Aur\u00f3p\u00e9a, damit keine Flammen \u00fcberspringen, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f0c62caec668a8484b3cc50c9d9ab276\">\u201eEtwa halb so weit wie vom Ciel\u00e1stel zum Garten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f5f466102cd56eaf24c1e991e351c680\">Der Indigofarbene zeichnete mit dem Absatz drei Kreuze in den Sand, der sich auf den Pflastersteinen abgelagert hatte. Der Orangene neigte sich dar\u00fcber.<\/p>\n<p data-p-id=\"c724369d0aa198f10d29b42c909095f4\">\u201eWie lange&#8221;, fragte der Indigofarbene, \u201ew\u00e4re ein Unkundiger von diesem Garten nach Aur\u00f3p\u00e9a unterwegs?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9c814da8cfbdcd329e9e789caceced1e\">\u201eZu Fu\u00df? Keine Ahnung. Vielleicht zwei ihrer Gongschl\u00e4ge. Es ist h\u00fcgeliges Terrain, und sie k\u00f6nnen schlie\u00dflich nicht fliegen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"50ff13fc3e72568bcc648fa4c86cea38\">Der Indigoritter verband zwei der Kreuze mit einer Linie.<\/p>\n<p data-p-id=\"ebe8a6391efb7260958d0278fbac7033\">\u201eUnd von Aur\u00f3p\u00e9a hierher? Zu Fu\u00df?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"94df9aabf731b8dec7c38b42ab39e392\">\u201eF\u00fcr einen ge\u00fcbten Wanderer?&#8221; Der Orangene hockte sich hin und zog eine weitere Linie. \u201eAuch zwei Gongschl\u00e4ge, sch\u00e4tze ich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"71e679794ae6cb0c9b6ccfb6fefdf300\">\u201eObwohl die Strecke weiter ist?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"41bdd45dde078a05e6484e50b26df306\">\u201eWeiter, aber durch ebeneres Gebiet. Leichter zu laufen f\u00fcr einen Menschen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"18c7af0d833c286d678c701006843baf\">\u201eSileda\u00fa verschweigt uns etwas&#8221;, sagte der Indigofarbene beil\u00e4ufig. Der Orangene blickte auf.<\/p>\n<p data-p-id=\"dd44fe99322e9d6cbf4da8436ad90f2d\">\u201eWieso?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0b3c08c322bc3262a8a3627e2b753d72\">\u201eAngeblich hat sie auf dem Weg von Aur\u00f3p\u00e9a hierher erfahren, dass Advon bei euch war. Es habe sich herumgesprochen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"405e754c72918aba70c235a81a7f2652\">\u201eNun ja&#8221;, sagte der Orangene, \u201ees mag Unkundigen spektakul\u00e4r erscheinen, wenn wir mit dem Kind unterwegs sind.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b560f1d896301dadfcbefb79fb868c6d\">\u201eAber selbst wenn dem so w\u00e4re. Es h\u00e4tte sich hier&#8221;, er zeigte die erste Linie, \u201evorantragen m\u00fcssen. Bei Nacht. Durch die H\u00fcgel. Und selbst, wenn es einem berittenen Unkundigen so wichtig gewesen w\u00e4re, im Dunklen nach Aur\u00f3p\u00e9a zu eilen, um von einem unbedeutenden Brand am Rand der W\u00fcste zu berichten &#8230;&#8221; Er zog die dritte Linie. \u201eDie Alte h\u00e4tte schon l\u00e4ngst auf dem Weg hierher sein m\u00fcssen. Zu Fu\u00df. Auf sehr alten Beinen. Nachts. Sie <em>kann <\/em>nicht davon geh\u00f6rt haben, es sei denn, jemand sei zur\u00fcck in die Stadt gejagt und habe es dort von den Mauern geschrieen, sodass sie es im Fortgehen noch hinter sich vernommen h\u00e4tte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e44e13273ef0a810d36aba32171331d9\">\u201eEs sei denn&#8221;, gab der orangene Ritter zu bedenken und zog einen Kreisbogen, \u201esie w\u00e4re auf diesem Weg gekommen und der Kunde entgegengelaufen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7fe40f974d43cf8614ea5dc9eb54cd65\">\u201eDas ergibt keinen Sinn. Warum sollte sie einen solchen Umweg machen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1b8dd99cb1ab4424636534b7fc383f32\">\u201eIrgendetwas stimmt da nicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"47b41c87c8c543fedad639ff6e1daf70\">Die beiden schauten einander nachdenklich an. Dann erhob sich der Indigofarbene rasch auf die F\u00fc\u00dfe. \u201eIch berichte es der Meisterin. Sileda\u00fa macht sich verd\u00e4chtig.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ed2021e752f452eb066880673692b1ea\">\u201eGeh nur&#8221;, sagte der Orangene und bezog Stellung am Tor. \u201eWenn sie hier heraus will, werde ich sie aufhalten, bis die Sache gekl\u00e4rt ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fc97a16295ca59c3cb644c6a8be6cacf\">Der Indigoritter klopfte ihm zustimmend auf die Schulterplatte und wollte sich zum Gehen wenden. In diesem Moment erschallte der Ruf des Roten, dem, der auf dem Turm Wache hielt, der Ruf, auf den sie alle gespannt gewartet hatten.<\/p>\n<p data-p-id=\"3a0eeb77a92efbfedc7ee5ef2ede14fc\">\u201eDer Goldene! Der Goldene kommt zur\u00fcck!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8a7ab20ec0ab3262ce329c7dcb399a4e\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"11f25b236171c31b188503656dc081df\">Warmer, dunkelgoldener Sonnenschein stieg \u00fcber die Mauern und tauchte den westlichen Marktplatz in stilles, l\u00e4uterndes Licht. Die letzten Nachtschw\u00e4rmer torkelten davon, um sich in ihren H\u00e4usern einen ruhigen Platz zu suchen, um wenigstens ein klein wenig Schlaf nachzuholen. Einen Volltrunkenen trug man in eines der Gasth\u00e4user hinein. Sobald er aufwachte, w\u00fcrde man ihm f\u00fcr diese F\u00fcrsorge eine Zeche abverlangen, die er vielleicht noch zahlen konnte, sofern nicht sein Geldbeutel einen neuen Besitzer gefunden hatte. Die Schanktische am Rande der Stadt wichen Marktst\u00e4nden und Handwerker \u00f6ffneten die nachts fest geschlossenen L\u00e4den ihrer Werkst\u00e4tten. Da war es, das flei\u00dfige, rechtschaffene, bl\u00fctenreine Aur\u00f3p\u00e9a mit der gr\u00f6\u00dferenteils anderen H\u00e4lfte seiner Bev\u00f6lkerung, die den letzten M\u00fcll wegr\u00e4umte, den die Nacht hinterlassen hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"23436220bcbfa1e7370ca4624bfecc2e\">\u00daldaises Knechte waren verkatert, aber das machte den beiden wenig aus. Alles, was sie nun noch zu tun hatten war, sicherzustellen, dass es nicht im letzten Moment noch Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten auf seinem letzten Gang gab. Vielleicht konnten sie sich im Anschluss daran ein paar Tage freinehmen.<\/p>\n<p data-p-id=\"213efc8d2430a72669ec802947f4c4ef\">Gal\u00e9on blickte auf, als eine Gruppe Berittener den Marktplatz erreichte. Die Tritte ihrer Pferde klapperten hart und scharf in der gem\u00e4chlichen Morgengesch\u00e4ftigkeit. Man machte den Stadtw\u00e4chtern Platz, st\u00f6rte sich aber nicht weiter an ihnen.<\/p>\n<p data-p-id=\"308d593b72e05e4fd8cab262647d7a45\">Zu sechst waren die W\u00e4chter, ger\u00fcstet und mit Glefen bewaffnet, aber keiner von ihnen schien besondere Erf\u00fcllung in seiner Aufgabe zu finden. Einer der M\u00e4nner war unrasiert und wirkte, als sei er von einer Bank im Wirtshaus direkt in den Sattel gestiegen. Im Gegensatz zu ihm erschien einer seiner Gef\u00e4hrten regelrecht aufgedreht und dienstbeflissen. Er sa\u00df ab, z\u00fcckte ein Klemmbrett und wechselte ein paar Worte mit jenem W\u00e4chter, der brav seinen Dienst versehen und den <em>b\u00e1chorkor<\/em> bewacht hatte. Sein R\u00fcstzeug fiel etwas ziviler aus, war nicht mehr als eine symbolische Erg\u00e4nzung seiner Kleidung. Ein <em>maedlor<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"ae43482898f8435394368acf0e350a6a\">W\u00e4hrend die beiden ihre Formalit\u00e4ten erledigten, warf Gal\u00e9on einen mitf\u00fchlenden Blick auf die f\u00fcnf anderen Delinquenten, die die W\u00fcste heute bekommen sollten. Sogar eine k\u00e4ufliche <em>f\u00e1njula <\/em>jenseits ihrer bl\u00fchenden Sommer war dabei, und ein \u00e4lterer Mann, dessen Kleidung und Statur nahelegte, dass es sich um einen der wohlhabenderen unter den \u00dcbelt\u00e4tern in der Stadt handeln musste. Vielleicht hatte man ihn irgendeiner Betr\u00fcgerei mit gesch\u00e4ftlichen Papieren \u00fcberf\u00fchrt. Die drei anderen sahen aus wie die \u00fcblichen zwielichtigen Gestalten, die es viel \u00f6fter zu erwischen schien als betuchtes Tagvolk. Die f\u00fcnf der W\u00fcste geweihten sahen allesamt mitgenommen und ersch\u00f6pft aus, aber keiner von ihnen setzte sich zur Wehr. Sie wirkten wie bet\u00e4ubt, wie sie da auf den geduldigen Pferden sa\u00dfen, die K\u00f6pfe gesenkt, die H\u00e4nde hinter dem R\u00fccken an den Sattel gefesselt.<\/p>\n<p data-p-id=\"98c62498526066669116701c562f9f2c\">Tats\u00e4chlich kam der diensteifrige Knecht flotten Schrittes auf Gal\u00e9on zu und winkte \u00daldaises Knechten ungeduldig, ihn loszubinden. Die beiden erhoben sich lustlos.<\/p>\n<p data-p-id=\"6f2cfa61cba4bdffb8624e1392eff49a\">\u201eEuer Herr w\u00fcnscht&#8221;, erkl\u00e4rte der Wachdiener und klopfte auf eine Zeile in seinen Papieren, \u201edass ihr mitkommt und ein Auge darauf habt, dass der hier ordnungsgem\u00e4\u00df der W\u00fcste \u00fcbergeben wird. Ihr sollt blo\u00df nicht vergessen, diese kostbaren Riemen zu verwenden.&#8221; Er sch\u00fcttelte missbilligend den Kopf und schien regelrecht pikiert zu sein. \u201eWenn ich mir diese Bemerkung gestatten darf: Nie zuvor wurde um einen Halunken wie den da so viel Gewese gemacht. Was hat er angestellt, dass er eine solche Sonderbehandlung bekommt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b744332c9ee642fca8e34be3946fea5e\">\u201eKeine Ahnung&#8221;, nuschelte der verkatertere der beiden. \u201eSoll wohl diesmal wirklich klappen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1b42b3683425e5d5f7099096c1d03fce\">\u201eDiesmal?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"78dc2186531d162f0ac345dd58817bdc\">\u201eHeimlich im Brunnen hat ja nicht funktioniert&#8221;, kam die r\u00e4tselhafte Antwort. Der mahnende Tritt vors Schienbein seitens des zweiten Knechts kam zeitverz\u00f6gert. Er war offenbar noch nicht wirklich wach.<\/p>\n<p data-p-id=\"5c0499bf96aa7b8bb699fd794841fb68\">Der <em>maedlor<\/em> schaute stirnrunzelnd zu, wie sie Gal\u00e9ons Fesseln umarrangierten und ihn aus der Zelle schleppten. Der schl\u00e4frige W\u00e4chter f\u00fchrte eines der noch ledigen Pferde heran. Tats\u00e4chlich standen zwei weitere G\u00e4ule f\u00fcr die unfreiwillige Eskorte bereit.<\/p>\n<p data-p-id=\"2db045036a084e25e4a60f18230bf504\">Gal\u00e9on versank einen Augenblick in Gedanken. W\u00e4re er nun einer der unbesiegbaren, tapferen Krieger aus den Geschichten, die auf den Burgen in M\u00e4nnerrunden die <em>yarlay<\/em> so gern h\u00f6rten, h\u00e4tte er wohl einem der Stadtsoldaten die Glefe entrissen. M\u00fchelos h\u00e4tte er diese traurige Truppe besiegen und die Flucht ergreifen k\u00f6nnen. Mit nur einer Hand h\u00e4tte er die nachl\u00e4ssigen Kerle und den <em>maedlor<\/em>, der allenfalls mit seiner Schreibfeder fechten konnte, niedermetzeln, auf eines der Pferde springen und damit in wilder Flucht \u00fcber die Markst\u00e4nde entkommen k\u00f6nnen wie \u00fcber H\u00fcrden.<\/p>\n<p data-p-id=\"7810240ea89e8d075b87b353964cf23c\">L\u00e4cherlich. Solche Geschichten waren <em>haneb\u00fcchen<\/em>. Aber sie kamen gut an, wenn er sie vor Publikum erz\u00e4hlte. Menschen liebten Helden, die die Grenzen der Glaubw\u00fcrdigkeit \u00fcberwanden.<\/p>\n<p data-p-id=\"8b79120f4b786556f189b5b259e15b7c\">\u201eHier&#8221;, sagte einer der W\u00e4chter, der noch auf seinem Pferd sa\u00df. Er hatte einen Holzbecher bei sich und f\u00fcllte aus einem schlaffen Trinkschlauch eine br\u00e4unliche Fl\u00fcssigkeit hinein. Offenbar reichte der Inhalt gerade noch f\u00fcr den Becher. \u201eDas solltest du trinken, bevor es losgeht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e133a71ebdd62c202f5a0601e32ff443\">\u201eWas ist das?&#8221;, fragte der wachsamere von \u00daldaises Handlangern.<\/p>\n<p data-p-id=\"952df653ff7678926127173d5d6f80cd\">\u201eKeine Sorge. Wir tun ihm schon nichts vor der Zeit. Das ist, damit sie ruhig bleiben und nicht in Panik geraten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"11dced999643b9a80e4c5e59e063a001\">\u201eMuss ja nicht sein, dass unterwegs einer den Helden spielt und abhaut&#8221;, erkl\u00e4rte der vierte. \u201eIst besser so.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4211d2bf669a15c085de5c6055d85401\">\u201eTrink nur, <em>b\u00e1chorkor<\/em>.&#8221; Der W\u00e4chter reichte Gal\u00e9on das Holzbecherchen hinab. \u201eWenn du Gl\u00fcck hast, h\u00e4lt es so lange vor, bis es vorbei ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"30003e968c4f4a718bd0a37833e9a76d\">Interessiert nahm Gal\u00e9on den Becher entgegen. Es war nur ein Mundvoll Fl\u00fcssigkeit darin. Es roch sogar angenehm, erfrischend und s\u00fc\u00df. Musste er das kennen? Und wenn ja &#8230; woher kannte es jemand in Aur\u00f3p\u00e9a?<\/p>\n<p data-p-id=\"6cd356a1d76ea04b5b01258b0ff00fda\">Er nickte dem W\u00e4chter dankbar zu und trank den Becher in einem Zug aus.<\/p>\n<p data-p-id=\"1ba8d327b0226399d852be536809fc08\">\u201eGut so&#8221;, kommentierte der <em>maedlor<\/em>. \u201eDann w\u00e4ren wir bereit. Beeilen wir uns. Wenn wir vor der Zeit wieder hier sind, ist der Rest des Tages Freizeit.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"182784ccb96b8e903b68d3681719da73\">Diese Ank\u00fcndigung wurde von den W\u00e4chtern mit beif\u00e4lligem Murmeln aufgenommen. Gal\u00e9on lie\u00df sich in den Sattel bef\u00f6rdern. Um seine H\u00e4nde zu fesseln, gen\u00fcgte ein Einhornz\u00fcgel. Die restlichen drei rollte der begriffsstutzigere Knecht mit gro\u00dfem Gehabe demonstrativ ein und kletterte dann wiederwillig auf das letzte verbliebene Pferd.<\/p>\n<p data-p-id=\"0464cf4156e1314105b4454501536bd9\">Unter den Blicken des ehrenhaften Tagvolks verlie\u00df der Zug den Markplatz und hielt auf das Westtor zu. Hier und da w\u00fcnschten mitleidige Menschen den Delinquenten die Milde der M\u00e4chte und hier und dort sprach jemand einen vorauseilenden Totengru\u00df. Gal\u00e9ons Reittier trottete in der Mitte der Gruppe. Wahrscheinlich lief es diese Strecke, mit einem bet\u00e4ubten Menschen, alle paar Tage einmal. Zu Gal\u00e9ons Linken war der stattliche Wohlhabende, rechts von ihm einer der Kleingauner, die die Stadt nun ausspie.<\/p>\n<p data-p-id=\"7e86926772217ab8db4ae26903a092ac\">Als die Gruppe f\u00fcr einige Pferdel\u00e4ngen den dunklen Torbogen in der Stadtmauer durchquerte, tat Gal\u00e9on dasselbe mit dem Gebr\u00e4u, das er getrunken, aber nicht geschluckt hatte. Dann sank er zusammen und lie\u00df den Kopf h\u00e4ngen, genau so, wie er es bei den anderen sah.<\/p>\n<p data-p-id=\"d7566fed1ba75ba6869c31d116282800\">Nur einmal schielte er noch kurz in die H\u00f6he, als der k\u00fchle Schatten eines Einhorns \u00fcber den Tross hinweg glitt, auf direktem Weg zum Ciel\u00e1stel.<\/p>\n<p data-p-id=\"f5331e3b31593d8d6181f08b37e77d78\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"758a25f98adaae70203c9b61dde9eadf\">\u201eSalghi\u00e1ra! Salghi\u00e1ra! Wach auf!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fa5809bd013716fe16879872ae4ff215\">Aufwachen? Wo es mir doch gerade eben erst gelungen war, einzuschlafen? Ich versuchte, die aufgeregte Stimme zu ignorieren, die in mein Bewusstsein drang und mich zur\u00fcck in die Schw\u00e4rze fallen zu lassen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ab91a1711908ee9898e551cb77ca1cd8\">\u201eSalghi\u00e1ra! Salghi\u00e1ra Lagoscyre! Wach auf!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2afb4651e92d0bea54839b990d14c8c4\">Nein. Ich musste schlafen. Das musste Yalomiro doch wissen! Wie sonst sollte ich f\u00fcr ihn erreichbar sein? Und au\u00dferdem war ich nicht bereit, f\u00fcr einen Wachzustand. Daf\u00fcr flimmerte mein Geist viel zu stark, und die Wirklichkeit um mich herum schwankte.<\/p>\n<p data-p-id=\"8a795bf28f5285c3114d8d900fdb08c7\">\u201eSalghi\u00e1ra!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e8849ec48b60918ba79bf37d843a3468\">Seine H\u00e4nde ber\u00fchrten und sch\u00fcttelten mich. Ich schrak aus meiner Benommenheit hoch wie elektrisiert, bereute es sogleich, denn ich verlor die Kontrolle \u00fcber mich und spuckte bitteren Speichel aus. Dann gelang es mir irgendwie, die Augen zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p data-p-id=\"af2dbf48b2c0afea71f044384ac816d3\">Er war abgek\u00e4mpft, ersch\u00f6pft und aufgebracht zugleich. Und er stand leibhaftig neben dem Bett. Drau\u00dfen war es noch dunkel, dunkelgrau, aber die ersten V\u00f6gel riefen ihre einsamen Melodien in den Wald hinaus, um den Morgen anzuk\u00fcndigen.<\/p>\n<p data-p-id=\"c2d076ffcfce96a1a20de16daf0cf21d\">Yalomiro! Ich erschrak, als ich begriff, dass er da war, wie auch immer er das bewerkstelligt hatte. In nur einer Nacht musste er von Wijdlant in den Boscarg\u00e9n gehetzt sein, alarmiert vom Klang der l\u00e4cherlichen Harfe, die am Fu\u00dfende auf der Matratze lag. Das musste selbst f\u00fcr einen Magier, selbst mit Nokt\u00e1mas Hilfe, eine \u00fcbermenschliche Leistung sein. Welchen Preis mochte er daf\u00fcr bezahlt haben?<\/p>\n<p data-p-id=\"0ef98133de833b1f7e0af7ec1143c72a\">Einen Moment lang brauchte mein Verstand noch, um wieder einzurasten. Dann fiel ich ihm in die Arme, teils aus Erleichterung, teils aufgrund \u00fcbler Gleichgewichtsst\u00f6rungen. Mir war schlecht, zum einen wegen des Kr\u00e4utersudes und zum anderen, weil ich es ihm nun beichten musste. Ich begann, hemmungslos zu heulen.<\/p>\n<p data-p-id=\"74a620070c7e63991282b7fb7beabccd\">\u201eD\u00fdamir\u00e9e!&#8221;, war so ziemlich das Einzige, was ich artikuliert von mir geben konnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"acceb9498be0d620a65a72d55e17d351\">\u201eSalghi\u00e1ra! Was ist passiert?&#8221;, fragte er leise, dr\u00fcckte mich an sich und hielt mich fest im Arm. Ich sp\u00fcrte seine <em>maghiscal<\/em> an der meinen, als versuche er, all das, was ich meinem K\u00f6rper zugemutet hatte, fortzuwaschen. Da war sie wieder, diese Geborgenheit, die ich so vermisst hatte. Das Vertrauen, das ich missbraucht hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"21bd1cb59b7cc2a71745c0c7e607535e\">\u201eSie &#8230; sie ist weg!&#8221;, brach es aus mir heraus. \u201eEr hat sie entf\u00fchrt! Ich hab es versucht, Yalomiro, aber da war dieser Bann und ich konnte nicht hindurch &#8230; und Mor\u00e9aval &#8230; und ich konnte nichts tun! Und &#8230;&#8221; Ich schluchzte auf und wagte nicht, ihn anzuschauen. \u201eSie ist weg! Ich hab sie nicht besch\u00fctzt! Ich &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4b3d99232d22ad8f4b1c580f21c13686\">\u201eEntf\u00fchrt? Wer hat sie entf\u00fchrt?&#8221;, fragte er alarmiert. \u201eWie konnte jemand in den Wald gelangen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dcc7feb31333303af389ec148abdd93f\">\u201eIch habe den Schutzzauber verpatzt&#8221;, bekannte ich. \u201eEs war ein Regenbogenritter.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ac0a839ce5b54e4e67141eca54eb0566\">Yalomiros <em>maghiscal<\/em> zersplitterte. Zumindest f\u00fchlte es sich so an. Das warme, st\u00e4rkende und sch\u00fctzende Flie\u00dfen schien zu explodieren und zugleich zu erstarren. Es l\u00e4sst sich kaum beschreiben. Wie ein Dornenpanzer, wie die spitzige Schale einer Kastanie f\u00fchlte es sich an. Es tat weh, als stie\u00dfen von allen Seiten Nadeln aus Eis auf mich ein!<\/p>\n<p data-p-id=\"317e4aacd3c5c3d6b750c085698c2ca6\">Ich wich entsetzt wieder auf die Matratze zur\u00fcck. Seine Augen waren glei\u00dfend silbern, und er selbst strahlte etwas aus, das ich an ihm nicht kannte und nicht wirklich umschreiben kann. Er war <em>zornerf\u00fcllt!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"01720f4213cf33377f27bcf6468c279f\">F\u00fcr einen viel zu langen Augenblick war Yalomiro &#8230; <em>gef\u00e4hrlich<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"08d47d0e090533590dbc87ea9f7c250c\">Dann entspannte er sich wieder etwas. Ich lag zusammengekauert da und hatte nun entsetzliche Angst. Ich war fast \u00fcberzeugt davon, dass er mich nun anschreien und beschimpfen w\u00fcrde. Das war ein Moment, eine Erinnerung, die ich in meiner alten Welt hatte zur\u00fccklassen wollen, und der nun auf mich einst\u00fcrzte wie ein Felsbrocken, um mich zu erschlagen. Oder nein &#8230; eher wie Klumpen Gelee, etwas Klebriges, was mich einschloss und ersticken w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-p-id=\"d4c370ef148f20ab41f70d0383ef9492\">Verdient hatte ich das, zweifellos, denn es war meine Schuld, dass D\u00fdamir\u00e9e in Not war.<\/p>\n<p data-p-id=\"6d96277bf219df531834378441fc5d9b\">\u201eIch wollte das nicht&#8221;, wimmerte ich. \u201eBitte, Yalomiro &#8230; Ich war nicht stark genug &#8230; ich habe versagt &#8230; Ich &#8230;&#8221; Und dann \u00fcberw\u00e4ltigte mich ein hysterischer, verzweifelter Zusammenbruch, wie ich gehofft hatte, in meiner alten Welt zur\u00fcckgelassen zu haben. Ich kr\u00fcmmte mich so klein zusammen, wie es ging und begann, zu zittern und zu krampfen. Es war wieder da! Ich war wieder die inkompetente, unselbst\u00e4ndige Unkundige aus einer anderen Welt, die Witzfigur und das j\u00e4mmerliche Elend, als das ich mich all die Jahre vorgekommen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"fafa2eb98fc1dc2f90d27e332187c2e2\">\u201eSalghi\u00e1ra!&#8221; Ich h\u00f6rte ihn, wie aus weiter Entfernung, wie hinter Glas, durch Watte. Ganz weit weg.<\/p>\n<p data-p-id=\"ecba9d86fe8e94d01b0961b8469fa2ca\">Mein Verstand war blank. Er redete mit mir, aber ich verstand ihn nicht. Ich hatte mich aus der Wirklichkeit herauskatapultiert, war ihr entglitten wie ein St\u00fcck Seife aus den H\u00e4nden und steckte nun in diesem z\u00e4hen Klumpen fest, in dieser Scham und Schuld.<\/p>\n<p data-p-id=\"c466a01c2464860e7b3f63e4025b333b\">Dann sp\u00fcrte ich ihn. Er legte sich zu mir, umschlang mich mit seinen Armen und hielt meinen R\u00fccken fest gegen sich gedr\u00fcckt, die eine Hand auf meinem Bauch, die andere auf meiner Brust.<\/p>\n<p data-p-id=\"cfa8a8e4067df89c0340d89e4fb4a6f1\">\u201eIch bin da&#8221;, fl\u00fcsterte er mir sanft zu. \u201eAlles ist gut.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a66a5c305e8a28a751b76e18f7bb181d\">\u201eIch &#8230; ich hab es gleich unter Kontrolle&#8221;, beteuerte ich wirr. \u201eIch &#8230; das ist mir so peinlich &#8230; seit Jahren ist mir das nicht passiert!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d9d768026480c829bcfb0a1c7a6ad25e\">\u201eK\u00e4mpf nicht dagegen an. Lass es geschehen. Ich bin bei dir.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0677c053011c21c68033c54fd9ef90b8\">\u201eEs tut so weh &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"18915bc640c0ca8d14b3accfc042cd90\">\u201eIch bin bei dir&#8221;, wiederholte er. \u201eDu musst keine Angst haben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3cc5eba93a32731600c0722681e2be82\">\u201eIch ertrage es nicht &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9e4ac3dfd5f02da1466ad6c7a7042451\">Aus seinem festen, bergenden Griff wurde eine Umarmung. Ich schluchzte, versuchte erfolglos, mich zusammenzurei\u00dfen.<\/p>\n<p data-p-id=\"08719f2e9b4736c2ae5ab82af98ed9c8\">\u201eEs ist nicht deine Schuld&#8221;, sagte er. \u201eH\u00f6rst du? Du hast dir <em>nichts<\/em> vorzuwerfen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f997de5956e840525b29c2c9f98f829b\">\u201eUnd wenn er ihr etwas antut?&#8221;, brachte ich hervor. \u201eWenn er sie &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cfbc325aa95b5c6b1c35e41353ca8e4e\">\u201eScht!&#8221; Ich sp\u00fcrte seine Lippen nahe meinem Ohr. \u201eRegenbogenritter t\u00f6ten keine Kinder. D\u00fdamir\u00e9e ist in Sicherheit. Verstehst du? Sie werden ihr nichts antun. Sie ist sicher.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d35e93e34fdca1cfb6be9e965af6c442\">\u201eAber &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"02dee050cc22c002f7e05ee978b2cf12\">\u201eNein. Kein aber. Sie ist in Sicherheit. Die Regenbogenritter wollen ihr nichts antun. Es geht um etwas anderes.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5e56b248996c38ad8d73130fa825b9f1\">\u201eAber was will er mit ihr? Ich habe versucht, ihn aufzuhalten, aber &#8230; und Mor\u00e9aval &#8230; &#8220;<\/p>\n<p data-p-id=\"e14ae383d58d4c04ced4d830b986a5df\">\u201eRuhig. Komm zur Ruhe. Wir werden alles ordnen. Was ist mit Mor\u00e9aval?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ce23d433c5538d1d00779a7e4e4dac9d\">\u201eEr ist verletzt. Ar\u00e1ma\u00fa &#8230; die Blumen &#8230;.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fcd836e6ea204937dec2fd34c339ecb1\">Er dr\u00fcckte mich enger an sich. Er zog mich langsam zur\u00fcck in die Wirklichkeit und hielt mich geborgen. Die Kr\u00e4mpfe, die Last wichen einer gro\u00dfen Ersch\u00f6pfung. Mein Verstand f\u00fchlte sich an wie eine frisch gewischte Kreidetafel, die sogar noch feucht gl\u00e4nzte.<\/p>\n<p data-p-id=\"48cc61aae05db978beeccf047614f9aa\">\u201eLass dich fallen&#8221;, sagte er. \u201eSei ganz ruhig. Darf ich deine Gedanken anschauen? Durch deinen Geist sehen, was du gesehen und h\u00f6ren, was du geh\u00f6rt hast?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"98e5008b6ab3a3b9cb777ddd51373d7b\">Ich schmiegte mich ersch\u00f6pft an ihn und lie\u00df es geschehen. So war es besser, ersparte die M\u00fche und die Zeit, ihm alles ausf\u00fchrlich erkl\u00e4ren zu m\u00fcssen. Das war gar nicht so leicht, angesichts meines verst\u00f6rten Zustandes. Doch dann verloren sich meine Gedanken, und Bilder tauchten vor meinem inneren Auge auf, Fragmente von Ger\u00e4uschen und Stimmen. Ich sah mich, wie ich diesen verfluchten, unverst\u00e4ndlichen Schutzzauber entnervt aufgab. Und dann den Goldger\u00fcsteten auf seinem monstr\u00f6sen Reittier, D\u00fdamir\u00e9e klein und zerbrechlich in seinem Arm, h\u00f6rte sie flehen und nach mir rufen, sah Mor\u00e9aval erneut unter dem goldenen Schwert st\u00fcrzen. Ich sah mich selbst gegen diese unbegreifliche Barriere ank\u00e4mpfen, D\u00fdamir\u00e9e und ihr Entf\u00fchrer wie hinter Glas.<\/p>\n<p data-p-id=\"f6b49da99b14d7c9158f9b5e12aba6a4\">Yalomiro kommentierte nichts von alldem. Er beobachtete, was geschehen war, als spiele es sich auf einer B\u00fchne ab, als sei es ein Schauspiel.<\/p>\n<p data-p-id=\"0116133df9413893b825abe2d0fc0752\">Als die hysterischen Kr\u00e4mpfe sich schlie\u00dflich l\u00f6sten, hatte die Morgend\u00e4mmerung den Eta\u00edmalon hinter sich gelassen. Ich zitterte nicht mehr. Yalomiro setzte sich auf.<\/p>\n<p data-p-id=\"192171781bf37c3c39abe7c29fc89928\">\u201eWas du da getrunken hast&#8221;, sagte er beil\u00e4ufig und erhob sich, \u201ewar kein Nachtwindenkraut. Ich werde bei n\u00e4chster Gelegenheit alles genau beschriften. Mach so etwas bitte nie, nie wieder, Salghi\u00e1ra.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"66c35a356737d1631242ae27d0b7ba54\">\u201eMir ist schlecht &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3d5c887625181b994664ee44b4bc929d\">\u201eEs gibt ein Gegenmittel. Es w\u00e4chst gleich drau\u00dfen vor der T\u00fcr. Ich pfl\u00fccke es dir auf dem Weg zu Mor\u00e9aval.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"394d92c1fcc820b317fb6b7cf2024b88\">Kein Wort \u00fcber das, was er gesehen hatte. Kein Vorwurf, kein Tadel. Er nahm es hin. Die Wut, die ihn gepackt hatte, war g\u00e4nzlich aus seiner <em>maghiscal<\/em> gewichen. Es war \u00fcberstanden, zumindest, was mich betraf.<\/p>\n<p data-p-id=\"d206ed66da3551ad2eca38b5693b119c\">\u201eWarte. Ich komme mit!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"70de2547a60a63c4bd18cc5eeb3f1f96\">\u201eKannst du denn schon wieder laufen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"90fc5dd6ba9411eef164a1f8bef145b4\">\u201eEs geht wohl.&#8221; Ich rappelte mich hoch und torkelte zu ihm. Nach ein paar Schritten ging es wieder. Er st\u00fctzte mich. Die Luft im Freien war herrlich herbstk\u00fchl. Es duftete nach Wald. Es tat gut.<\/p>\n<p data-p-id=\"8b8df9be0e75146f0363a6f1288fe7ac\">\u201eWir k\u00fcmmern uns darum, dass Mor\u00e9aval wieder auf die Beine kommt. Mir ist nur nicht klar, wieso er kehrtgemacht hat und hierher gekommen ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"646bf86308f3ea805f89c78009c0e5e1\">\u201eYalomiro &#8230;&#8221; Ich blieb stehen, w\u00e4hrend er auf eine Kletterpflanze an einem Baumstamm zutrat und eine Handvoll gelblicher Beeren pfl\u00fcckte. \u201eWieso hat der Regenbogenritter D\u00fdamir\u00e9e entf\u00fchrt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a22672617e7ea35fd0af4658a0130bea\">\u201eHier. Einzeln essen, gut zerkauen. Dann ist dir gleich wohler.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ef21a3d1224142536fcf191c515ea1d8\">\u201eWarum &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7d9c8a05d83b267a7e0eed818f8d1781\">\u201eEr ist nicht gekommen, um D\u00fdamir\u00e9e zu rauben, Salghi\u00e1ra. Das war nicht sein Plan. Er war auf etwas anderes aus. Ihr drei, D\u00fdamir\u00e9e, du und Mor\u00e9aval, habt sein Vorhaben durchkreuzt. Er musste improvisieren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"af918da00646a737d5e4344ef4f7ca3a\">\u201eDu wei\u00dft, was er wollte?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cc372eb69b91976d8201056533b87690\">\u201eIch kann es mir gut denken.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"723dcff8ffb1618f38e88ac276bbee5f\">\u201eUnd? Erkl\u00e4rst du es mir?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b922722746ec9662b95bbc94bcd2f05b\">\u201eSobald wir den armen Ritter wieder hergestellt haben. Ich will ihn nicht in der N\u00e4he wissen, wenn ich auf diese unerh\u00f6rte Provokation reagiere.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ac234a59436d3416adb1c511b6655218\">\u201eIst es etwas Gef\u00e4hrliches?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d1d5a83ddacbff8a07a0c320582280eb\">\u201eJa.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d7eae7d11595c253c1c9c409dc36b36a\">Das trug nicht zu meiner Beruhigung bei. Ich knabberte gehorsam die Beeren. Sie schmeckten s\u00fc\u00df, aber die Kerne waren bitter.<\/p>\n<p data-p-id=\"14564b1f99e59ceeba4fb537916314ce\">\u201eIch kann dir versichern, dass D\u00fdamir\u00e9e im Augenblick in Sicherheit ist. Regenbogenritter w\u00fcrden niemals grundlos Unkundigen schaden, und schon gar nicht einem unkundigen Kind. Er hat sie mit sich genommen, um uns &#8230; nein. Um <em>mich<\/em> zu erpressen. Vielleicht auch, um mich herauszufordern.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0c2a36752424a4630fb37918f24a2174\">\u201eHerauszufordern?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"81053d05af13a3a1f3fd91158bff050b\">\u201eGeduld, Salghi\u00e1ra. Diese Sache ist zu kompliziert, um sie dir zwischen T\u00fcr und Angel zu erkl\u00e4ren. Und es darf unter gar keinen Umst\u00e4nden ein Unkundiger hineingezogen werden. Zuerst Mor\u00e9aval, dann alles Weitere.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"163919b8328a153c24705da6989a07af\">Wir gingen am See entlang hin\u00fcber zu der Stelle, wo der <em>yarl<\/em> zwischenzeitlich unter einem Polster von Blumen begraben lag. Yalomiro b\u00fcckte sich nach etwas am Boden und hob zwei perlmuttfarben schimmernde Federn auf. Der untere Teil des Kieles fehlte, so sauber hatte Mor\u00e9avals Schwert sie gekappt.<\/p>\n<p data-p-id=\"e918d49ca541f31284e995c0f5f8b2c6\">\u201eDie hat er wohl hier verloren&#8221;, sagte er und steckte sie sich unter seinen G\u00fcrtel. \u201eSehr gut.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"132eae0d032fc6e30eb7496b4eb021b1\">\u201eYalomiro &#8230; wo bist du so schnell hergekommen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f0893e455132ff0ebd442f3232b28cf2\">\u201eIch habe mir Sorgen gemacht. Erst dein Hilferuf, dann dein Verstummen &#8230; Ich bin gerannt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7d0ff4046704350277faad2d8debb36d\">\u201eIn nur einer Nacht? Diese weite Strecke?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9a0f9d4f42944f506da9f0c06cc58b44\">Er b\u00fcckte sich erneut, sammelte Mor\u00e9avals Schild und Schwert auf und dr\u00fcckte mir beides in die Hand.<\/p>\n<p data-p-id=\"dac43029c83e4d19ff1889bfe11e4d37\">\u201eNach Aur\u00f3p\u00e9a werde ich wohl etwas l\u00e4nger brauchen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fc84d96a0a962bc7cc9090bd55089d9c\">\u201eIch komme mit!&#8221;, beeilte ich mich, klarzustellen. Was immer sein Plan war, was immer er in Aur\u00f3p\u00e9a tun w\u00fcrde, um D\u00fdamir\u00e9e zu retten, nicht ohne mich.<\/p>\n<p data-p-id=\"05b4f34ecc8b0688415e58ec7d1773cb\">\u201eIch wei\u00df&#8221;, antwortete er ruhig. \u201eSalghi\u00e1ra &#8230; ist dir klar, was du getan hast?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"29b3b434630007da037c3fd23916f8bc\">\u201eJa. Ich habe zugelassen, dass dieser Dreckskerl D\u00fdamir\u00e9e einfach so mitgenommen hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7b1f02c0839d144e220c161c9849a8ec\">\u201eDu hast einen atemberaubenden Zauber gewirkt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f7129557fc739a66dc39fc53fa1e752c\">\u201eDas mit der Harfe war nur so eine Idee gewesen. Es hat funktioniert?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8aa9d1a6bbacbe1f15988098a3755a51\">\u201eEinwandfrei. Aber ich rede nicht von der Harfe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"808e12122a2692f65a8caacec2d9e405\">\u201eWovon dann?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a9726264746b0623f3a51fb0884873b8\">\u201eDavon, dass du den Gro\u00dfmeister der <em>arcaval&#8217;ay <\/em>um ein Haar mitsamt seinem Einhorn aus der Luft geschlagen h\u00e4ttest.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3468d91f8d55f4a46d015470792490b8\">\u201eWas?&#8221; Ich blieb verdutzt stehen. Er ging weiter auf die Blumen zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"bcf7c181c6902c83fb980b3e41a5b371\">\u201eIch bin sicher, wenn er nicht D\u00fdamir\u00e9e bei sich gehabt und du keine R\u00fccksicht darauf h\u00e4ttest nehmen m\u00fcssen, h\u00e4ttest du ihn zerschmettert.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2a4f66e4d83bed041ec2ac644de9fc31\">\u201eWas?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"19a10d0e3efb48a49859e234bac95fb9\">\u201eDie <em>arcaval&#8217;ay<\/em> haben allen Grund, sich vor dir zu f\u00fcrchten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b3ed39699ed1e83911e00444b5b45208\">Wahrscheinlich wollt er einfach etwas Aufmunterndes sagen, um mein Selbstbewusstsein zu st\u00e4rken. Aber darauf fiel ich nicht herein. Es gab Wichtigeres.<\/p>\n<p data-p-id=\"944610fc8615c6a00e702895ef7803fe\">\u201eDu wirst es sehen. In wenigen Tagen ist D\u00fdamir\u00e9e wieder bei dir.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c6cb8eb84e8fef27baf1d6a3e2172341\">\u201eBei mir? Was ist mit dir?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c8d140908d1efa5bbe93cb132c7204ac\">Aber darauf antwortete er mir schon nicht mehr. Er kniete neben Mor\u00e9aval nieder und strich die Nachtblumenranken beiseite, die seinen verletzten Hals bedeckten. Unter seinen Fingern begann das rote Unkundigenblut wieder zu flie\u00dfen, aber diesmal sang Yalomiro Fleisch und Adern wieder heil.<\/p>\n<p data-p-id=\"b54757f743c2be5b543dd7864bad71dc\">Ich blieb stehen und schaute nachdenklich auf ihn hinab. Bis zur Ersch\u00f6pfung seiner Magie musste er durch die Schatten gerannt sein. Kaum hier angekommen, linderte er einen kindischen Nervenzusammenbruch und heilte eine potenziell t\u00f6dliche Wunde. Auf D\u00fdamir\u00e9es Entf\u00fchrung reagierte er bemerkenswert gelassen, vielleicht, weil er die Zusammenh\u00e4nge <em>verstand<\/em>. Das war Yalomiro, wie ich ihn kannte und so innig liebte. Besonnen, hilfreich, g\u00fctig.<\/p>\n<p data-p-id=\"92c9f9e5b6fdc7739237893eccbc0735\">Aber was waren das f\u00fcr Dornen gewesen, die seine <em>maghiscal<\/em> vorgebracht hatte?<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2551","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2551","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2551"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2551\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3784,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2551\/revisions\/3784"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2551"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2551"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2551"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}