{"id":2547,"date":"2025-08-25T12:44:59","date_gmt":"2025-08-25T10:44:59","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2547"},"modified":"2025-09-01T09:27:42","modified_gmt":"2025-09-01T07:27:42","slug":"068-magie-fuer-moreaval","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/068-magie-fuer-moreaval\/","title":{"rendered":"068: Magie f\u00fcr Mor\u00e9aval"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"b9c8ab41c679b7d4a578931c7adcc22a\">Mor\u00e9aval kam langsam wieder zu Kr\u00e4ften, nachdem er Yalomiros Elixier zu sich genommen hatte. Dass er mehr als einen Tag ohne Bewusstsein und, n\u00fcchtern betrachtet, auf der Schwelle des Todes gewesen war, sah man ihm schon bald nicht mehr an. Als er sich wieder sicher bewegen konnte, hatte er ein kurzes Bad im See genommen, denn Blut, Schwei\u00df und Schmutz waren nach seinem heldenhaften Kampf gegen den Regenbogenritter nat\u00fcrlich nicht verschwunden gewesen. Ich hatte heimlich Magie an seinen zur\u00fcckgelassenen Gew\u00e4ndern zu wirken versucht, um sie auf die Schnelle zu reinigen, denn wir hatten keine Zeit, um sie zu waschen. Als ich damit am Ende war, wirkte sein gr\u00fcn-gelbes Wappenkleid ein wenig ausgeblichen. Der Stoff war am Ende zwar repariert und sauber, aber angesichts von Zauberei nicht farbecht. Nun, Mor\u00e9aval war duldsam und w\u00fcrde damit leben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-p-id=\"3c9c77a0a50640f3319e1358fd3ba1f3\">Anschlie\u00dfend nahm ich aus dem Garten alles, was das Pferd verschm\u00e4ht hatte, um ihm eine Mahlzeit zu improvisieren. Das Tier graste friedlich vor dem Haus uns wirkte so zufrieden, wie ich mir ein Pferd nur vorstellen konnte. Sicher hatte es die feinsten Gr\u00e4ser und Kr\u00e4uter aus dem ganzen Boscarg\u00e9n ausgew\u00e4hlt und war nun gest\u00e4rkt und bereit f\u00fcr die weite Heimreise. Vermutlich hatte nie zuvor ein Pferd solche K\u00f6stlichkeiten bekommen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ba923d072acaeb11b17bf0612c8630a4\">Doch Mor\u00e9avals Aufbruch w\u00fcrde noch eine Weile warten m\u00fcssen. Als ich den Ritter in D\u00fdamir\u00e9es Zimmer gef\u00fchrt hatte, wo das Sattelzeug lag, schien er f\u00fcr einen winzigen Moment daran zu sein, die Fassung zu verlieren. All die komplizierten Riemen und Schnallen zu schlie\u00dfen, w\u00fcrde ihn noch etwas besch\u00e4ftigt halten. Aber auch das nahm er hin. Wahrscheinlich hielt er es in Nokt\u00e1mas Heiligtum f\u00fcr unangemessen, zu fluchen.<\/p>\n<p data-p-id=\"fa9e71fd3edf12dc1a21a49d089bc5b3\">Yalomiro hatte sich w\u00e4hrenddessen in seinem Arbeitszimmer hinter geschlossene T\u00fcren zur\u00fcckgezogen. Ich schaute vorsichtig nach, was er trieb und fand ihn nachdenklich an seinem Tisch stehend. Vor ihm glomm etwas unter einer hauchzarten Schicht von Magie. Da ich nicht sicher war, ob ich ihn bei irgendetwas unterbrach, wartete ich schweigend.<\/p>\n<p data-p-id=\"d85ab66aff2b65f75e05704747180e87\">\u201eKennst du das Gef\u00fchl&#8221;, fragte er pl\u00f6tzlich, \u201ewenn du nicht mehr sicher bist, ob du etwas Bestimmtes getan hast oder nicht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f9123ef85bea97e87aaaaee5c936fd47\">\u201eDu meinst, wenn man aus dem Haus ist und pl\u00f6tzlich daran denken muss, ob man den Herd ausgeschaltet hat? Klar. Das hatte ich fr\u00fcher sehr oft, sogar, wenn ich \u00fcberhaupt nicht gekocht hatte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"19654f92c6311d1ac224e7e7f510b4d7\">Er blickte auf. \u201eSo \u00e4hnlich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"86a5d284d4966f96361441f976f7ea05\">\u201eWie kommst du darauf?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1f0194f148978c89648d4d445abf7a9f\">\u201eIch wei\u00df nicht recht. Es ist ein Gef\u00fchl. Etwas in mir dr\u00e4ngt es, nachzuschauen, ob in Wijdlant alles in Ordnung ist. Es verwirrt mich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dafb2e0943027d8b303c9791d12fdef8\">Ich setzte mich auf den Stuhl am Tisch und betrachtete das, was Yalomiro da gerade zauberte. Es war etwas metallisches, aber mehr war durch die aktive Magie hindurch schwer zu erkennen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ed9c70e7c6f66c1c81db2358b93e116b\">\u201eWas k\u00f6nnte in Wijdlant schiefgegangen sein?&#8221;, fragte ich beunruhigt.<\/p>\n<p data-p-id=\"04987f82ce259c3d3e0f2504c7c88010\">\u201eIch bin mir noch nicht sicher. Ich denke, das Widerwesen versucht, an einer sehr empfindlichen Stelle des Weltenspiels Unruhe zu stiften. Mit etwas Gl\u00fcck habe ich gerade noch festgehalten, was anderenfalls in ein paar Wintern zusammengebrochen w\u00e4re.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2782fda3f4f4c7fd60cea77a29a17b0b\">\u201eHat es mit D\u00fdamir\u00e9e zu tun?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c1b46c9f0a3b75aa0cd8d62adff5969b\">Er zuckte die Achseln. \u201eM\u00f6glicherweise. Stell dir ein Geflecht vor, eines aus verschiedenfarbigen F\u00e4den, die ein sch\u00f6nes Muster ergeben sollen. Ein gewobenes Zierband f\u00fcr ein Gewand zu Beispiel. Am Anfang sind die Farben ordentlich nebeneinander. Mehr als das sehe ich noch nicht. Aber ich denke, ich habe vorerst verhindert, dass einer der F\u00e4den schon zu Beginn gekappt oder verfilzt wird und sp\u00e4ter das Ganze verknotet. Trotzdem will mich der Gedanke nicht loslassen, dass stattdessen etwas anderes passiert ist. dass es &#8230; eine andere M\u00f6glichkeit pr\u00fcft, einen Knoten an eine Stelle zu machen, wo keiner hingeh\u00f6rt..&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d0d643843c785bcad8b93583282a6c71\">Ich blickte von dem Werkzeug auf, das Yalomiro gerade schuf. \u201eWas f\u00fcr Knoten?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3c5c28d2ed02a3d67dcc27d492f9553a\">\u201eAlle m\u00f6glichen Knoten. Ich berichte dir sp\u00e4ter davon. Und was D\u00fdamir\u00e9e betrifft \u2013 wir holen sie zur\u00fcck, sobald Mor\u00e9aval sich auf den Weg gemacht hat.&#8221; Er griff in den Schimmer und holte seine Sch\u00f6pfung heraus. Das Licht verglomm und ich sah, was Yalomiro getan hatte. Er reichte es mir in die Hand. \u201eDas hier ist f\u00fcr ihn&#8221;, sagte er und wandte sich dann den Regalen zu, wo kleine Dosen und Schatullen standen. Er nahm ein D\u00f6schen und steckte es ein. \u201eWie ist es mir gelungen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"54c702696d11551de5f53753544cbb80\">Ich untersuchte das Werkzeug. Es war ein silbernes Hufeisen, und zugleich war es das nicht. Es war eine U-f\u00f6rmig gebogene Feder, die duftig und hauchzart aussah, aber irgendwie zu Metall geworden war und ein erstaunliches Gewicht hatte, wie ein echtes Hufeisen.<\/p>\n<p data-p-id=\"41104d229f0cf93785e4a2a6b4878792\">\u201eWas ist das? Ich meine: Was <em>kann<\/em> es?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"78f8c4eda073a85eb76e5765150c9a68\">Er nahm mir das Werkzeug wieder ab und winkte mir, ihm ins Freie zu folgen. Das Pferd blickte auf, das Maul voll von den gestreiften S\u00fc\u00dfbinsen, die am Haus wuchsen, und schaute uns aufmerksam entgegen. Yalomiro lockte es n\u00e4her, klopfte ihm den Hals und machte sich dann an seinem rechten Vorderfu\u00df zu schaffen. Mit einem kleinen Zauber nahm er das alte Eisen mitsamt N\u00e4geln ab und setzte das Neue auf den Huf. Daraufhin ver\u00e4nderte das Silber in seiner Hand die Konsistenz, wurde wie fl\u00fcssig und goss sich um den Pferdefu\u00df. Es passte dem Pferd wie angegossen. Es trug jetzt einen silbernen Schuh und st\u00f6rte sich nicht daran. Unbeeindruckt schritt es weiter zum n\u00e4chsten k\u00f6stlichen Grasb\u00fcschel.<\/p>\n<p data-p-id=\"4eb67db98dd610684a00c19d2056c0e4\">\u201eWas macht Ihr da?&#8221;, fragte Mor\u00e9aval, der gerade sein Sattelzeug ins Freie schleppte.<\/p>\n<p data-p-id=\"6e4ade045286ee1b6a43b14cdf3c7925\">\u201eIch beschleunige Eure Heimreise, Herr J\u00f3ndere. Schon bald k\u00f6nnt Ihr Eure <em>h\u00fdardora<\/em> und Euer entz\u00fcckendes T\u00f6chterlein wieder in die Arme schlie\u00dfen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a87e56c55a6bef9dc22bb3d6a8cccc8e\">\u201eNein, was macht Ihr da mit meinem Pferd?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a4944bd8204b8210339bc3a1bcff5f56\">\u201eSchaut.&#8221; Yalomiro deutete auf den nun k\u00fchl in der Sonne gl\u00e4nzenden Huf. \u201eIch habe aus den Einhornfedern, die Ihr im Eifer Eures Kampfes erbeuten konntet, ein kleines Werkzeug gefertigt. Solange Euer Ross es am Fu\u00df tr\u00e4gt, wird es sich ebenso schnell bewegen k\u00f6nnen wie sich das Einhorn, dessen Federn es waren, durch die Luft bewegt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4716a593abf04c7fd95c2502eaa22319\">J\u00f3ndere Mor\u00e9aval hob \u00fcberrascht die Brauen. \u201eDas ist m\u00f6glich?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"286625ae2a8b12725deb725a0cd62f64\">\u201eNein, nat\u00fcrlich nicht. Es ist Zauberei, und dazu eine mit einer sehr, sehr geringen Kraft. Sie ist nur dazu bestimmt, Euch schnell nach Hause zu bringen. Weiter wird sie nicht reichen. Ich w\u00fcrde Euch dennoch raten, erst anzugaloppieren, sobald Ihr die Heide vor Euch habt. Hier im Wald stehen zu viele B\u00e4ume unberechenbar im Weg.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0f8a66c48d85247121d8d13736b7778c\">Der Ritter wollte etwas darauf einwerfen, aber Yalomiro lie\u00df ihn nicht zu Wort kommen.<\/p>\n<p data-p-id=\"c6fc3eff555a0a4eb298ece9def9c246\">\u201eIch schicke Euch mit mehreren Auftr\u00e4gen los, Herr J\u00f3ndere. Zum einen: Habt Ihr noch die Samen, die meine Tochter Euch geschenkt hat?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3612c1b0c427ff9771d903a5acfe3711\">\u201eWenn niemand meine Taschen angetastet hat, dann &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f654c51d37669319d69fbc9807b90431\">\u201eGut. Ich will, dass Ihr sie der kleinen T\u00edjnje \u00fcberlasst. Sie soll sie im Fr\u00fchling in einen Topf mit guter Erde legen und gut pflegen, damit daraus starke Pflanzen werden. Den Blumentopf soll sie h\u00fcten wie ihren allergr\u00f6\u00dften Schatz. Die Blumen werden reifen und bl\u00fchen und welken, und sie werden neue Samen bilden. Diese Samen, Herr J\u00f3ndere, soll T\u00edjnje weitergeben. Immer und immer wieder, und immer mehr. Ich will, dass sich die wei\u00dfen Nachtblumen, die Euch besch\u00fctzt haben, binnen wenigen Sommern in so vielen G\u00e4rten der Burgen und D\u00f6rfer der <em>teirandon<\/em> Wijdlant und Spagor befinden wie nur m\u00f6glich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cf029e19b33c5f6e48bc18d9715963ed\">Ich war verwirrt, aber aus anderen Gr\u00fcnden als Mor\u00e9aval, der verdattert fragte: \u201eIhr wollt meine Tochter zur <em>G\u00e4rtnerin<\/em> machen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"551a362deeafbbc89005e137ad0072b1\">\u201eWarum nicht? Es w\u00e4re ein ehrbarer Beruf. Aber es mag dem Kind besser gefallen, wenn Ihr sagt &#8230; ja, sagt ihr, Meister Yalomiro h\u00f6chstselbst habe sie zur <em>obersten ehrw\u00fcrdigen H\u00fcterin der Mondlichtblumen<\/em> bestimmt. Das ist ein <em>unglaublich wichtiges Amt<\/em>, das nur sie selbst versehen kann und in das ihr niemand dareinreden darf. Schon gar nicht die Knaben oder die <em>teirandanja<\/em>. Sagt ihr das, und zwar genau so. Sie wird sich daf\u00fcr begeistern und ihre Sache hervorragend machen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d35e93e34fdca1cfb6be9e965af6c442\">\u201eAber &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"64ed88638c8df9db61e2caa704147a74\">\u201eVertraut mir, Herr J\u00f3ndere. Es ist mir ernst damit und wird m\u00f6glicherweise einst von hoher Bedeutung sein, dass diese Blumen sich verbreiten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c6e382128ff18a6dc4d440f7ec699770\">\u201eUnd dann wollt Ihr eine so bedeutsame Sache einem kleinen M\u00e4dchen von f\u00fcnf Sommern anvertrauen, das noch mit Puppen spielt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d9220ae748fd3af5a8ee96ade994527b\">\u201eIch m\u00f6chte es dem makellosen und unversehrtesten Herzen anvertrauen, das ich unter den Unkundigen gefunden habe. K\u00f6nnen wir nun zum N\u00e4chsten?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5451aea0f8755aa99a858b9af18dd698\">Mor\u00e9aval wechselte einen hilflosen Blick mit mir. Ich nickte ihm zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"516b7b9f28e6d1fd4698d10c5b1fc42c\">\u201eGut.&#8221; Yalomiro holte das D\u00f6schen hervor. \u201eGefallen Euer <em>h\u00fdardora<\/em> Edelsteine, Herr J\u00f3ndere?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"896c6c651bb78bd5b3310c6226189c58\">\u201eSicherlich. Sind nicht alle Damen angetan davon?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c3b9a214030e5f346dd19fd31804a0a2\">\u201eWelche Farbe?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0fa7c04405eb4d54bb4c7e80e98392bc\">\u201eWelche &#8230; ich wei\u00df nicht recht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b5647cfeca07fd1ce96364b235c9f51c\">\u201eSalghi\u00e1ra? Was meinst du?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4e7bbebeba8507b7dcdfa57a7372c3ef\">\u201eOpal&#8221;, sagte ich, ohne nachzudenen. \u201eDa muss er sich nicht entscheiden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3f596f5b64e89dcb0df0370bdffcbb88\">Der Ritter blickte auf. Ich zuckte die Achseln. \u201eMeine Gro\u00dfmutter hatte so ein &#8230; Geschmeide, Herr J\u00f3ndere. Das hab ich mir als Kind gern angeschaut. Es gl\u00e4nzte so sch\u00f6n bunt im Licht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d8eb075ff1b7c0abf78407faa5f42d9d\">Yalomiro l\u00e4chelte und fischte einen glatt geschliffen kleinen Stein aus der Dose, etwas gr\u00f6\u00dfer als ein Kirschkern nur, und schloss seine Faust darum. Ich konnte sp\u00fcren, dass er zauberte, aber er tat es ganz nebens\u00e4chlich, w\u00e4hrend er mit dem Ritter weiterredete. \u201eIch gebe Euch ein zweites Geschenk f\u00fcr Eure <em>h\u00fdardora<\/em> mit, Herr J\u00f3ndere. Mit den besten Empfehlungen und meiner aufrichtigen Ehrerbietung, nachdem ich ihr aus denkbaren Gr\u00fcnden nicht selbst meine Aufwartung machen konnte. Es ist nichts weiter als ein sch\u00f6ner Funkelstein, aus dem Ihr f\u00fcr sie ein Geschmeide fertigen lassen k\u00f6nnt. Vielleicht einen h\u00fcbschen Ring. Aber in den Stein lege ich noch etwas herein. Etwas, von dem ich m\u00f6chte, dass es so schnell wie m\u00f6glich nach Wijdlant gelangt, bis ich selbst wieder dort sein kann.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4a399385f521e379b40ffc78f037b6bd\">\u201eSagt schon&#8221;, forderte der <em>yarl<\/em> und legte endlich den Sattel ab, der ihm in den Armen langsam schwer zu werden schien.<\/p>\n<p data-p-id=\"1a45138149b08148ac1fe9f14a7f1676\">\u201eIch habe mir erz\u00e4hlen lassen, dass in anderen Orten fremder Weltenspiele zuweilen Magie in Edelstein versiegelt wurde, auf eine Weise, dass Unkundige sie benutzen konnten. Ich will das ausprobieren. In dieses Steinchen, Herr J\u00f3ndere, lege ich die Erf\u00fcllung eines Wunsches, den Eure <em>h\u00fdardora<\/em>, und nur sie, wirken kann, indem sie ihn laut ausspricht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1d49955a9093418bf05a6d7064605b4f\">\u201eWie im M\u00e4rchen&#8221;, f\u00fcgte ich hinzu und war fast etwas belustigt. Ich entsann mich, wie Yalomiro und D\u00fdamir\u00e9e einmal ausdauernd mit mir dar\u00fcber diskutiert hatten, wie viel <em>Unfug <\/em>Unkundige anrichten konnten, wenn ihnen ein solches Wundermittel in die Hand fiel und sie sich etwas sehr Dummes w\u00fcnschten. Das war gewesen, als ich ihnen ein M\u00e4rchen mit einem Wunschring erz\u00e4hlt hatte. D\u00fdamir\u00e9e war \u00fcber die M\u00f6glichkeit, dass Unkundige Magie missbrauchen k\u00f6nnten, sehr beunruhigt gewesen. <em>Yarl <\/em>Mor\u00e9aval schien \u00e4hnlich zu denken. \u201eIst das nicht sehr gef\u00e4hrlich?&#8221;, fragte er besorgt.<\/p>\n<p data-p-id=\"e4f4b64e1dde8e7c516cbd99ee2ccc51\">\u201eNein. Es sind Regeln dabei. Zum Einen: Es darf nichts sein, das sie sich aus Eigenutz f\u00fcr sich selbst w\u00fcnscht. Das besch\u00fctzt sie vor Unvernunft. Und zweiten: Es muss etwas sein, das sich nicht anderweitig durch Menschenhand bewerkstelligen lie\u00dfe. Das beugt unbedachter Verschwendung vor, Es ist nur ein ganz einfacher Zauber darinnen, Herr J\u00f3ndere. Es ist klug, ihn aufzusparen.&#8221; Yalomiro \u00fcberlie\u00df ihm den Stein. Der Ritter nahm ihn an sich und wirkte verwirrt. \u201eUnd wenn unbedacht gegen diese Regeln versto\u00dfen wird?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7ca44796b2b4ec1bd17d55cc40d420be\">\u201eKeine Sorge, Herr J\u00f3ndere. In diesem Fall wird schlichtweg \u00fcberhaupt nichts passieren. Ich w\u00fcrde Euch niemals in Gefahr bringen wollen, nach alledem, was Ihr getan habt,&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"219ebf66db22c4b43da35a9a2a98a80a\">Der Ritter bedankte sich mit einer Verneigung, bevor er den Opal sorgsam verstaute.<\/p>\n<p data-p-id=\"ebd95612565a6a006a9094ae5813cae6\"><em>Du willst also etwas f\u00fcr Notf\u00e4lle in Wijdlant platzieren, <\/em>dachte ich.<\/p>\n<p data-p-id=\"2e2345c1eb72a83631d36d2e9fdc7842\"><em>Nat\u00fcrlich. F\u00fcr den Fall, dass ich den Herd nicht gel\u00f6scht hatte, obwohl ich nichts gekocht habe. <\/em>Yalomiro verzog keine Miene, w\u00e4hrend er aufmerksam beobachtete, wie Mor\u00e9aval den kleinen Stein in einem Taschentuch einschlug und sicher in seiner G\u00fcrteltasche einpackte.<\/p>\n<p data-p-id=\"9ce3494e8775de36f1acea01a2538f12\"><em>Was genau tut der Stein?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"27e7ef04ccb473c5225a985cada77f6c\"><em>Er bricht Magie zum Schaden von Unkundigen. Sobald wir D\u00fdamir\u00e9e befreit haben, muss &#8230; jemand in Wijdlant nach dem rechten sehen. Aber jetzt haben wir es eilig. Sobald er weg ist, m\u00fcssen wir dringend etwas miteinander besprechen.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"dbe6a6883f70fff2bc8f363ae037ca3d\">Als h\u00e4tte er das verstanden, fragte Mor\u00e9aval, indem er sich mit dem Zaumzeug dem Pferd n\u00e4herte: \u201eIhr werdet den feigen Kindsentf\u00fchrer suchen und Eure Tochter befreien, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"05443e3020661f5ce71c089e8e1a80ca\">\u201eJa. Ich habe andere Mittel dazu als Ihr, Herr J\u00f3ndere. Aber auch Ihr sollt noch eine Belohnung f\u00fcr Euer selbstloses Eingreifen erhalten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bd1810256ce79d2978c4fffa5a0d4fc7\">\u201eWas redet Ihr! Ich habe nichts getan, was es zu belohnen g\u00e4be. Ich habe nur meine Pflicht getan, und auch die vergebens. Aber d\u00fcrfte ich Euch vielleicht um eine Sache bitten?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"469e5a10287e3ac90f273da0434c01f5\">\u201eBitten k\u00f6nnt ihr, selbstverst\u00e4ndlich. Aber ich wei\u00df nicht, ob ich Euch zubilligen werde, was Ihr haben wollt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c785dba23bef6d77e4b5c074008fa84e\">\u201eWenn ihr dem Ehrlosen begegnet, richtet ihm bitte aus, dass es mir ein Anliegen w\u00e4re, ihm abermals zu begegnen. Am Boden, und ohne ein Kind zwischen uns.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ab8b9442ae3207888ac9e5caf38befef\">Ich seufzte. War das wieder so eine traditionelle, zeremonielle Geschichte um Ehre und Anstand? Mir war unwohl bei der Vorstellung, dass die Ritter ernsthaft aufeinander einschlugen. Solange es ein sportliches Gepl\u00e4nkel war, war es hinzunehmen. Aber zwischen J\u00f3ndere Mor\u00e9aval und C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor ging es m\u00f6glicherweise um etwas weit bedeutungsvolleres.<\/p>\n<p data-p-id=\"7635bd35a5a16151ca6b9bc0ef6260b0\">Ich wollte nicht, dass erneut Blut floss, auch wenn es keinen Anlass zu Mitleid mit dem Regenbogenritter gab.<\/p>\n<p data-p-id=\"2b67b9b3f20014c446e8dd87fc22ad45\">\u201eIch werde es ihm sagen&#8221;, sagte Yalomiro. \u201eAber ihr werdet verstehen, dass ich, wenn es die Situation erfordert, keine R\u00fccksicht auf Eure Anspr\u00fcche nehmen kann. Ich werde Euch nicht den Vortritt lassen, wenn meine Tochter in Gefahr ist und ich einschreiten kann.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1e1c15997b7026b1fcee4cc3789155f0\">\u201eSelbstverst\u00e4ndlich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9e5465f7cf32b2ca0e32f1b713786681\">Nun wurde es mir unheimlich. Yalomiro legte mir beschwichtigend die Hand auf den Arm. \u201eSattelt auf, Herr J\u00f3ndere. Ihr habt keine Zeit zu verlieren. Wenn mein Zauber gegl\u00fcckt ist, k\u00f6nntet ihr schon im n\u00e4chsten Morgengrauen in Wijdlant sein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8a7ab20ec0ab3262ce329c7dcb399a4e\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"fe6dadfef88f842159e8ad84972e98ba\">C\u00fdel\u00fa stand neben Sileda\u00fa auf der S\u00fcdmauer und war in sich zusammengesunken. Neben der zornigen Alten f\u00fchlte er sich wie ein gescholtener Knabe. Sileda\u00fa war unfassbar w\u00fctend. Elos\u00e1l h\u00e4tte sie vielleicht b\u00e4ndigen k\u00f6nnen, aber Elos\u00e1l durfte von der ganzen Sache nichts erfahren. C\u00fdel\u00fa hatte sie fortgeschickt, um ihr diese schandvolle Szene zu ersparen.<\/p>\n<p data-p-id=\"2a7d93db561eb0b7715b7bbbf6ebe45a\">\u201eIch kann es noch einmal versuchen&#8221;, sagte er leise.<\/p>\n<p data-p-id=\"77bbff16a147a5fe15b2bfa40cfec057\">\u201eDazu ist es zu sp\u00e4t&#8221;, sagte die Alte kalt. \u201eEs war der perfekte Moment. Du h\u00e4ttest in ihr Nest hineinspazieren und das besorgen k\u00f6nnen, wonach ich dich ausgeschickt habe. Das, was nicht im Eta\u00edmalon sein darf. Wir h\u00e4tten es in die W\u00fcste gebracht und das Problem ein f\u00fcr allemal aus der Welt ger\u00e4umt. Ihr h\u00e4ttet in Sicherheit und Frieden leben k\u00f6nnen, f\u00fcr alle kommenden Zeiten.&#8221; Sie seufzte \u00e4rgerlich und funkelte ihn mit ihren verwaschen Augen an. \u201eWas meinst du eigentlich, wie viel Zeit und M\u00fche und Studien es mich gekostet hat, diesen Plan auszuarbeiten? Den rechten Moment zu finden? Du musstest nicht einmal mitdenken! Du h\u00e4ttest einfach nur <em>tun <\/em>m\u00fcssen, was man dir sagt&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"187258840abfb93ce6b3399bcda9921b\">\u201eWas h\u00e4tte ich den f\u00fcr eine Wahl gehabt?&#8221;, fragte er. \u201eDa war das Kind, und die Mutter &#8230;.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cd37ce05bd81c3ca48842072b638d4e0\">\u201eDu h\u00e4ttest dir das Balg greifen und der Mutter sagen sollen, sie k\u00f6nne die kleine Kr\u00f6te im Tausch zur\u00fcckhaben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ee27567eb9a96f86585cc0f199bc113c\">\u201eDas habe ich!&#8221;, verteidigte er sich.<\/p>\n<p data-p-id=\"e676d3dd6d6214f6b3aa89c0c60dce7f\">\u201eUnd warum bist du dann mit dem Kind hergekommen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"48444767076dcf4386d73382aefe8536\">\u201eBei Patagh\u00edu! Weil die Mutter offenbar keine Ahnung hatte, wovon ich rede!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"80bff404c6831e2c16ac31ef714b9946\">\u201ePah!&#8221; Sileda\u00fa schien ausspeien zu wollen, hielt sich aber gerade noch im Zaum. \u201eEin Weib und ein kleines Kind, und der Gro\u00dfmeister der <em>arcaval&#8217;ay<\/em> ist nicht in der Lage &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3518581da8a708718a7a7220087dc300\">\u201eWenn der Menschenritter nicht aufgetaucht w\u00e4re, w\u00e4re es vielleicht anders ausgegangen. Ich musste die Sache abbrechen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2a4f66e4d83bed041ec2ac644de9fc31\">\u201eWas?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"08131855d76b600fa3831bc565610fba\">\u201eDer Mann hat mich angegriffen wie eine wildgewordene Hornisse!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"78d3192547afbeca620fa6f4b8c87e12\">\u201eEin Unku- &#8230; ein <em>Mensch<\/em>? Im Boscarg\u00e9n?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8ce1e8d8b38603e8a904d3f95aa09ed2\">\u201eJa, ein junger Mann, ganz sicher ein <em>yarl, <\/em>h\u00f6chstens drei\u00dfig Sommer alt von n\u00f6rdlich des Montazi\u00e9l. Er schien vertraut mit der <em>camat&#8217;ayra <\/em>und dem Kind. Sonst h\u00e4tte er sich wohl kaum eingemischt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c0f1d5d8ee8194153aff554547cd9bdd\">Sileda\u00fa kniff die Lippen zusammen und starrte gen Soldes\u00e9r. Ihr Blick verfolgte die Reitergruppe, die auf die W\u00fcste zuhielt und gerade so eben vom Ciel\u00e1stel aus noch auszumachen war. Die ausgeblichenen Rott\u00f6ne der Kleidung eines der Reiter waren ein Fixpunkt, an dem man sich orientieren konnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"ad0b7839fde8ceac591f5f76d4f01fed\">\u201eHat er sich vorgestellt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"62648dc7e26c46f965e22189cb8e2825\">\u201eIch erinnere mich nicht. Alles geschah so schnell und unerwartet.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e6d4598eb430e7d2d0af26e6f957bcdc\">\u201eWar sein Wappenrock blau?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2d69f87ddd08d95a17ed9bd28f33055e\">\u201eNein, er hatte zwei Farben. Gelb und gr\u00fcn.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e07bbed67dc30fa5062a931639e7badc\">\u201eDann verb\u00fcnden sie sich also weiterhin mit Menschen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"98b76e4091889193b2a035d883984d6e\">\u201eVerb\u00fcnden?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cc8ff84c4155cc7972729adf875f2007\">\u201eOder <em>verf\u00fchren<\/em>, C\u00fdel\u00fa, wie es dir besser gef\u00e4llt. Das ist nicht gut. Das ist gar nicht gut. Es k\u00f6nnte <em>gef\u00e4hrlich <\/em>werden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"40cc28463a4195c98d4731da698c8fcd\">Sie wandte sich von der W\u00fcste ab und schaute nachdenklich zu dem Turm mit dem Schulzimmer hin\u00fcber. Zu lange allein lassen durfte sie die Kinder dort nicht. Wahrscheinlich war es bereits ein gro\u00dfer Fehler gewesen, sie \u00fcberhaupt zusammenzubringen. Aber was h\u00e4tte sie so schnell mit diesem kleinen M\u00e4dchen, dieser <em>Monstrosit\u00e4t<\/em> anstellen sollen?<\/p>\n<p data-p-id=\"ee654ad6f349e4e28869e5a25fb074f4\">\u201eEs ist sehr beunruhigend, wenn im Boscarg\u00e9n, bei Nokt\u00e1mas Heiligtum, Menschen ein und aus gehen. Menschen k\u00f6nnen den Wald nur mit Billigung eines Schattens\u00e4ngers betreten.&#8221; Sie warf dem Goldenen einen scheelen Seitenblick zu. \u201eIn diesem Punkt sind sie vorsichtiger als gewisse Magier, deren T\u00fcr allzeit ge\u00f6ffnet ist. Es w\u00fcrde mich nicht wundern, wenn der Gro\u00dfmeister einen Plan ausheckt, um erneut Menschen gegen Menschen und alle zusammen gegen Magier aufzubringen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1410ede4bb3d0eef84122aac2632da67\">\u201eDas kann ich nicht glauben. Das kleine M\u00e4dchen &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"118631a5b9d6a431b073ffa45e1914df\">\u201eDu bist ja ganz vernarrt in dieses dreckige G\u00f6r!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"05d07ddb0ce8b034d783d38f2767a4a4\">Nun runzelte er die Stirn. Sie wich zur\u00fcck, aber nur einen Fingerbreit.<\/p>\n<p data-p-id=\"d0cf3596985f84fbc080e154d1201bfe\">\u201eSie ist fest davon \u00fcberzeugt, dass ihr Vater sie befreien wird. Wenn er das tut, dann werden wir ihn niederringen und unsch\u00e4dlich machen, und du kannst dir selbst aus dem Eta\u00edmalon holen, was immer du willst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"20a0e48795901b5c856c7104a8569e5d\">Sie wollte ihm etwas Aufbrausendes antworten, besann sich aber. Das klang gar nicht schlecht. Nein, bei n\u00e4herem Bedenken klang es sogar noch viel besser.<\/p>\n<p data-p-id=\"06a9c1b36236a628ab75ebe2d801b44b\">Sileda\u00fa schaute hinauf zum Turm. Vielleicht war das Kind, das nicht sein durfte, doch zu etwas nutze.<\/p>\n<p data-p-id=\"e65cc33f7b590e6c472a7cff775f3dcb\">\u201eGut, C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor. Warten wir ab, was geschehen wird. Derweil werde ich daf\u00fcr Sorge tragen, dass das Kind hier in Sicherheit ist. Im Turm kann sie nicht bleiben. Aber \u00fcberlasse diese Sache mir. Und nun geh, bevor Elos\u00e1l sich noch mehr erz\u00fcrnt, als sie es ohnehin tut.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6ceccb75ad989860b82cd86d9c0b16cc\">Er nickte und wollte sich entfernen; etwas zu eilig f\u00fcr Sileda\u00fas Geschmack. Es war so befriedigend, zu beobachten, wie unbehaglich dem Regenbogenritter in seiner Haut war.<\/p>\n<p data-p-id=\"7a51dad6fb5762f1de8c921aaf2e1847\">\u201eC\u00fdel\u00fa? Es w\u00e4re nicht gut, wenn Elos\u00e1l irgendetwas von dem erf\u00fchre, was wir beredet haben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"37ed8cc7c0bdfcaac34d52bd99d816a1\">\u201eEs schmerzt mich, vor meiner <em>h\u00fdardora<\/em> solche Geheimnisse zu haben&#8221;, sagte er bedr\u00fcckt.<\/p>\n<p data-p-id=\"9cebb3324d42e58a5dd69e1139a78281\">\u201eWenn du sie und deinen Sohn liebst, h\u00fctest du das Geheimnis&#8221;, gab sie streng zur\u00fcck. \u201eDu hast doch schon etwas von selbsterf\u00fcllenden Prophezeiungen geh\u00f6rt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b7a19316ab9ccf33728dc5f9305cb2cb\">Er antwortete nicht, sah sie nur mit ergebenen goldtr\u00fcben Augen an.<\/p>\n<p data-p-id=\"19c89525c207f6e73012899382cc279f\">\u201eWenn Elos\u00e1l Wind von dem bekommt, was wir zu ihrem Schutz planen&#8221;, erkl\u00e4rte Sileda\u00fa ihm gen\u00fcsslich und nicht zum ersten Mal, \u201edann wird genau das geschehen, was die M\u00e4chte mir in den Visionen gezeigt haben. Dann wird ein Schwarzgewandeter sich auch die letzte der f\u00fcnf <em>faj\u00eda\u00e9<\/em> holen. Willst du das riskieren?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ba41853754507591ec49737d4813aa57\">\u201eNein. Nat\u00fcrlich nicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"31e512a68bf912e5831bf3ae480c2f31\">\u201eErz\u00e4hlen kannst du es ihr, sobald alles vorbei ist. Sei froh, dass ich dir den R\u00fccken frei halte. Die Verantwortung f\u00fcr den Ciel\u00e1stel lastet auf deinen Schultern, C\u00fdel\u00fa. Ich kann gut nachf\u00fchlen, welche Kraft, welche Opfer du daf\u00fcr bringst. Du hast mein Mitgef\u00fchl.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d54a5f4c038c4e98c8b8b2b1248537ba\">\u201eDanke. Aber das nimmt mir nichts von der Last.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"af1d1e426be44657666eb44a182abaaa\">\u201eTrotzdem h\u00e4tte ich ein winzigkleines Anliegen. Eine Formalit\u00e4t.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a64d7c58d0c289f80f1a8c7ac2d8d2ca\">Er lehnte sich an die Zinnen. \u201eWas willst du?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"53b932a21bfadc5db7254fbde75d6482\">\u201eElos\u00e1l hat mir meine B\u00fccher verboten. Ich musste alles in Aur\u00f3p\u00e9a einlagern. So kann ich nicht arbeiten, C\u00fdel\u00fa. Meine Studien &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"13b60b982ca54f47bee9e8c8ee7fd459\">\u201eB\u00fccher? Die Schattens\u00e4ngerb\u00fccher, die Elos\u00e1l erw\u00e4hnte? Ich wusste nicht, dass es <em>solche <\/em>B\u00fccher waren. Ich &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4e2e6262bd6636b471c019ee357599e0\">\u201eD\u00fcrfte ich mir bitte nach und nach meine Bibliothek zur\u00fcckholen? Mit deiner offiziellen Erlaubnis? Es sind B\u00fccher dabei, die mir sehr lieb und wert sind.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f82712071bfb11534edd37c25d673459\">\u201eElos\u00e1l wird ihren Grund gehabt haben, dass sie das Zeug nicht im Ciel\u00e1stel haben wollte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"07c929cbc46485d10962edb4ee5f056b\">\u201eUnd ich habe wichtige Gr\u00fcnde, warum ich die wertvollen B\u00fccher und Artefakte nicht in irgendeinem schlecht bewachten Schuppen in Aur\u00f3p\u00e9a haben m\u00f6chte, wo sie jederzeit gestohlen und an andere Sammler verramscht werden k\u00f6nnten. Wir haben gerade dar\u00fcber gesprochen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"573837c712c64aa18a6da9a03147312a\">\u201eArtefakte? Was denn noch?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4aafd53710d727e44cfb780c4b7eb95d\">Sileda\u00fa zuckte die Achseln. \u201eC\u00fdel\u00fa, was sollte <em>ich <\/em>denn mit Schattens\u00e4ngerartefakten f\u00fcr einen Unfug treiben k\u00f6nnen? Ich bin nur eine alte Frau, die die Schwarzm\u00e4ntel studieren und verstehen will, die seit Anbeginn der Zeit den Hellen Tag und die Farben bedrohen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"abe0f0e019d730a61ad99c1ebfb90da4\">Er seufzte. Dann nickte er. \u201eGut. Sieh zu, dass du dein Eigentum in Sicherheit bringst. Aber bitte so, dass es Elos\u00e1l nicht unter die Augen kommt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dd63f7e379bc5ca5a42aa6238c7a5477\">Er wandte sich ab und ging eilig fort. Wahrscheinlich f\u00fcrchtete er, sie k\u00f6nne noch weitere W\u00fcnsche \u00e4u\u00dfern, die ihm Verdruss bringen w\u00fcrden.<\/p>\n<p data-p-id=\"2d64ea9d0dee8aadefa0f10cc478b556\">Sileda\u00fa l\u00e4chelte. Das war gut. Aber nun hatten andere Dinge den Vorrang. Die B\u00fccher konnten warten. Nun war das Kind an der Reihe, bevor es ihr noch entwischte.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2547","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2547","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2547"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2547\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3826,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2547\/revisions\/3826"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2547"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2547"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2547"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}