{"id":2545,"date":"2025-08-25T12:46:13","date_gmt":"2025-08-25T10:46:13","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2545"},"modified":"2025-09-01T09:27:10","modified_gmt":"2025-09-01T07:27:10","slug":"070-kurioses-am-quell-der-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/070-kurioses-am-quell-der-macht\/","title":{"rendered":"070: Kurioses am Quell der Macht"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"a40e572fb149e4736cd2ef18acedd062\">Manj\u00e9v sch\u00f6pfte keinen Verdacht, als sie ihr Gemach verlie\u00df, fr\u00fcher als gew\u00f6hnlich und voller Tatendrang. Angenehm \u00fcberrascht war sie, dass der l\u00e4stige W\u00e4chter, der auch nur seine Pflicht tat, nicht mehr da war, um sie aufzuhalten. Auf dem Weg hinunter in den Hof begegnete ihr T\u00edjnje, die gerade aus der oberen Etage kam und auf dem Weg zu ihr gewesen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"2d9ebc26d1972e7d8d72044d3c6f15e8\">\u201eKomm mit&#8221;, befahl Manj\u00e9v dem kleinen M\u00e4dchen abwesend. \u201eIn die K\u00fcche! Wir holen unsere Milch und suchen die Jungs.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ff75857b4152db862e00d381a7fec826\">\u201eWas war denn gestern noch los? Habt ihr Osses Freund gefunden?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7d41af1d59d5d37ed0bce7b21169a289\">\u201eSp\u00e4ter. Sonst muss ich alles zweimal erz\u00e4hlen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6019a71749fdc07a838a8b78e53f24fa\">T\u00edjnje hatte M\u00fche, dem \u00e4lteren M\u00e4dchen zu folgen. Als sie hinaus auf den Hof traten, warf die Kleine einen bedenklichen Blick zum Himmel. \u201eOh, wie schade! Schau, all die Wolken!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"eed1878bdbd6d4a42dd2ca7b04aac608\">Manj\u00e9v schaute fl\u00fcchtig nach oben. Tats\u00e4chlich. Von Norden hatte der Wind seit der Nacht graue Regenwolken heran getrieben. Noch waren sie hoch am Himmel und verschleierten ihn gleichm\u00e4\u00dfig. Aber so sp\u00e4t im Jahr konnte es geschehen, dass die Wolken jenseits von Wijdlant sich an den H\u00e4ngen des Montaz\u00edel aufstauten. Wenn es dann zu regnen begann, folgte meist ein ungem\u00fctliches, tagelang anhaltendes Schauerwetter. Dann waren die Kinder dazu gezwungen, Zeit in der Burg zu verbringen, unter den Augen der <em>opayra<\/em>, vor der es kein Entrinnen gab.<\/p>\n<p data-p-id=\"bccabed844563e84f2e1a124f670a4ce\">Aber das Wetter interessierte die <em>teirandanja<\/em> nicht. Sie lief \u00fcber den Hof zur K\u00fcche, wo gerade die Burgbewohner ein und aus gingen, um sich ihr Fr\u00fchst\u00fcck zu nehmen und damit an ihr Tagwerk zu gehen. Auch Milch und Wecken standen bereits f\u00fcr die Kinder bereit.<\/p>\n<p data-p-id=\"379b504fc89cdecfa0ad60715150ec04\">Kaum hatten Manj\u00e9v und T\u00edjnje ihre Ration entgegengenommen, betraten L\u00e1as und J\u00e1ndris die K\u00fcche. Beide wirkten niedergeschlagen. L\u00e1as nahm schweigend Brot und K\u00e4se f\u00fcr beide entgegen, und J\u00e1ndris kam heute keiner der munteren Spr\u00fcche \u00fcber die Lippen, mit denen er \u00fcblicherweise die Leute zu gr\u00fc\u00dfen pflegte. Als die beiden die <em>teirandanja<\/em> entdecken, wechselten sie schweigend einen bedeutungsvollen Blick und schlurften ergeben n\u00e4her.<\/p>\n<p data-p-id=\"d9e7d3e0d7b66acb29107342aa22e57d\">\u201eHabt ihr gut geschlafen?&#8221;, fragte Manj\u00e9v, nur um etwas zu sagen.<\/p>\n<p data-p-id=\"b64bb516ca234c5f59bec966d28ffeea\">\u201eKeine zehn Herzschl\u00e4ge lang. Ich hab kein Auge zu bekommen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"05dc9cd8f0f55819f7275596f2370fe8\">\u201eUnd ich f\u00fchle mich, als ob ich M\u00fchlsteine geschleppt h\u00e4tte. Schau, meine Finger &#8230;&#8221; L\u00e1as pr\u00e4sentierte ger\u00f6tete, wunde Handfl\u00e4chen. J\u00e1ndris hob fl\u00fcchtig seine eigene Hand, die nicht besser aussah.<\/p>\n<p data-p-id=\"d821cdf48217077df00d1a35c03dd17b\">\u201eWas habt ihr denn da gemacht?&#8221;, fragte T\u00edjnje mitleidig.<\/p>\n<p data-p-id=\"c50a7f0d9a76a1d64b7d5aae64e8faec\">\u201eWir? Wir haben die halbe Nacht Holz gehackt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a4d3cc3e994fc3497a4cf1cf21517667\">\u201eUnd alles nur wegen dem Wiegenkind&#8221;, knurrte L\u00e1as.<\/p>\n<p data-p-id=\"29c080912fbe8b2a31d68620c750bd35\">Manj\u00e9v zischte sie nieder. \u201eStill! Soll denn jeder mith\u00f6ren?&#8221; Sie schaute sich um und fl\u00fcsterte: \u201eIch habe auch nicht geschlafen. Aber ich habe herausgefunden, was es mit dem Turmzimmer auf sich hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b77ebf70763f841bbb9dbfc0818dd6a3\">\u201eMit dem Turmzimmer? Das mit dem morschen Fu\u00dfboden?&#8221;, fragte T\u00edjnje arglos.<\/p>\n<p data-p-id=\"771ddead4c7f72ea3f84dd4724dcf5db\">\u201eEs ist nicht nur der Fu\u00dfboden. Das Zimmer ist &#8230; J\u00e1ndris, das ist tats\u00e4chlich ein <em>verfluchtes<\/em> Zimmer. Es ist Zauberei im Spiel.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"357e3a5a099b4d89261049d979685654\">Keiner der Jungen wirkte ernsthaft \u00fcberrascht. Nur T\u00edjnje schaute verwirrt.<\/p>\n<p data-p-id=\"390ba5f71f375be4657e11f36fff40da\">\u201eOhne Meister Yalomiro wird sich diese T\u00fcr wohl nicht mehr \u00f6ffnen lassen. Irgendjemand hat vergessen, sie zu schlie\u00dfen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a9393da24508361b738a856e81db2b94\">\u201eDann war die T\u00fcr also nicht einfach nur verschlossen, damit niemand drinnen herumst\u00f6bert?&#8221;, fragte L\u00e1as.<\/p>\n<p data-p-id=\"6a5ddcb15c4fbdc8b5b08e4eb4ac2318\">\u201eSie war zu, damit etwas <em>nicht herauskommt<\/em>. Ich glaube, da drinnen hat mal ein b\u00f6ser Magier gewohnt. Ich habe nicht alles verstanden, was meine Mutter erz\u00e4hlt hat. Aber &#8230;&#8221; Manj\u00e9v unterbrach sich, winkte die anderen beiseite und aus der K\u00fcche hinaus. Es hatte tats\u00e4chlich begonnen, zu nieseln. Die Kinder zogen sich mit ihrem Morgenbrot unter einen Torbogen zur\u00fcck. Dort erz\u00e4hlte Manj\u00e9v in knappen Worten die Geschichte, die sie in der Nacht von der Mutter geh\u00f6rt hatte. W\u00e4hrend sie redete, wurden die Gesichter der Jungen immer ernster.<\/p>\n<p data-p-id=\"4f0af3c7850c765044fdc96b28f51a2a\">\u201eDann ist das Wiegenkind jetzt tats\u00e4chlich da oben eingekerkert&#8221;, sagte J\u00e1ndris. \u201eIst das nicht seltsam? Du wolltest ihn aus den Augen haben, und jetzt hat sich dein <em>Wunsch erf\u00fcllt.<\/em>&#8220;<\/p>\n<p data-p-id=\"f503f8e3185cb93614ef778184245da5\">\u201eJa&#8221;, sagte Manj\u00e9v besch\u00e4mt. \u201eEs war ein &#8230; dummer Wunsch, den mir der Raum erf\u00fcllt hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"856acc4108e0dc8ed3e119ff5a189bae\">\u201eUnd ihr bekommt die T\u00fcr wirklich nicht auf?&#8221;, fragte T\u00edjnje. L\u00e1as zeigte wortlos erneut seine geschundenen H\u00e4nde. Das kleine M\u00e4dchen seufzte. Dann erhellte sich ihr Blick. \u201eIch hab eine Idee. Wartet mal, ich hole nur schnell etwas.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c14b92ad2eb88cfc0e3f3f3f82bc7d4b\">\u201eT\u00edjnje,&#8221; mahnte Manj\u00e9v. \u201eDu darfst keinem Erwachsenen &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b0edc1a3a323541caa0746809d130f47\">\u201eJa, ich wei\u00df. Ich bin doch deine Geheimbotin!&#8221; Die Kleine drehte sich um und rannte in den Regen hinaus, wieder hin\u00fcber zur K\u00fcche. L\u00e1as wollte sie aufhalten, aber Manj\u00e9v hielt ihn zur\u00fcck. T\u00edjnjes neues Spiel w\u00fcrde sie wohl schweigsam halten.<\/p>\n<p data-p-id=\"b0dfa682f5d9f77ee4fc4d6f75e123ae\">\u201eVielleicht&#8221;, sagte J\u00e1ndris, \u201em\u00fcssen wird die M\u00e4chte anflehen. Ganz besonders Nokt\u00e1ma.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"081450c0ae4c0f89883713f3f6cdd525\">\u201eWas soll das bringen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"547b7849f04d3970f3d0ccb9f400a24d\">\u201eNa ja. Wenn dieser geheimnisvolle Schwarzmantel doch wei\u00df, wie man die T\u00fcr \u00f6ffnet und schlie\u00dft, dann kann Nokt\u00e1ma ihm doch vielleicht sagen, dass wir ihn hier brauchen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"87adcd89c8081e8b15b73fd0deceb1cf\">\u201eIch glaube nicht, dass das funktioniert. Nokt\u00e1ma ist doch kein Kurier. Und selbst wenn: Wie sollten wir uns ihr denn verst\u00e4ndlich machen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"722763c9783e13ae38a63ee819690037\">J\u00e1ndris zuckte die Achseln. \u201eVielleicht muss man nachts irgendetwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches tun, das ihre Aufmerksamkeit erregt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a4454d0d67657456b0e43a5768ea6bf9\">\u201eAls ob Nokt\u00e1ma etwas darum gibt, was Kinder nachts treiben&#8221;, murrte L\u00e1as. \u201eSie hat genug damit zu tun, den Mond und den Sternenschleier \u00fcber den Himmel zu ziehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"87996f0b416731d514855a394d12097d\">\u201eWei\u00dft du etwas Besseres?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b140350a497a5fbd56074aa374fb4015\">\u201eJa. Ich nehme mir mein Pferd und reite \u00fcber den Montaz\u00edel zu den Schattens\u00e4ngern.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0b74ac3c7e4da55128ed1f4819d37e33\">\u201eWei\u00dft du den Weg?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2227491facfedf7f5af491b41fa10823\">\u201eIch frag mich durch!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"17b41c4a0642dcb3dd382b174cc8eddf\">\u201eIch komm mit dir.&#8221; Abenteuerlust flackerte in J\u00e1ndris&#8217; Augen auf. L\u00e1as grinste und knuffte ihn freundschaftlich vor den Oberarm.<\/p>\n<p data-p-id=\"97bd257e8835ebdad5680bfa9ca7cf2d\">\u201eDas hat keinen Sinn&#8221;, warf Manj\u00e9v ein. \u201eSelbst wenn euch das jemand erlauben w\u00fcrde, w\u00e4rt ihr tagelang unterwegs. Die Zeit haben wir nicht. Und da ist noch ein anderes Problem.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"38cfb02a6ecc30b8dcabd650ac45e140\">Die <em>yarlandoray<\/em> schauten sie m\u00fcde an, herausgerissen aus dem zarten Traum einer ersten echten Avent\u00fcre.<\/p>\n<p data-p-id=\"c058556fc9b30340f2efe8888b17c08a\">\u201eMeine Mutter sagt, die T\u00fcr ist zu, weil vielleicht noch etwas B\u00f6ses im Zimmer ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5978985b3a85bb6359fd5714a67a065d\">\u201eEin Monster?&#8221;, fragte J\u00e1ndris ebenso erschrocken wie fasziniert. \u201eEtwas, das das Wiegenkind angreift?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6dced76c12ab888716041b7851b57e70\">\u201eNein, das glaube ich nicht. Aber es ist bestimmt nicht gut, wenn er da oben zu lange drinnen bleibt. Wir m\u00fcssen nachschauen, wie es ihm geht. Dann beraten wir weiter. Bestimmt hat Osse sich auch schon Gedanken gemacht und eine gute Idee.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8e4ab0ca5f53cd137645522a04d29704\">\u201eDu h\u00e4ltst gro\u00dfe St\u00fccke auf das Eulengesicht, scheint mir&#8221;, sagte J\u00e1ndris k\u00fchl.<\/p>\n<p data-p-id=\"b708f23cfc33e9a916267b32f00f663a\">\u201eJa. Tue ich. Und T\u00edjnje mag ihn auch.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"492ff6c3b9193badc19726e24c09f76c\">\u201eT\u00edjnje mag jeden&#8221;, sagte L\u00e1as trocken. \u201eT\u00edjnje k\u00e4me gar nicht auf die Idee, jemanden nicht zu m\u00f6gen. T\u00edjnje ist einf\u00e4ltig und lieb wie ein Sch\u00e4fchen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"69bd18149beabc51060d63f3038fe5ef\">Sie schauten hin\u00fcber zur K\u00fcche. Tinje kam gerade wieder von dort zur\u00fcck. Sie hielt einen h\u00f6lzernen Teller und gab sorgsam acht, damit beim Laufen nicht zu stolpern. Au\u00dfer Atem kam sie bei den anderen an.<\/p>\n<p data-p-id=\"b2ec50bc3060ce9c92100cd681ac16c2\">\u201eOh&#8221;, sagte J\u00e1ndris und streckte schon die Hand aus. \u201ePfannkuchen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"889b01b0adf1f720caaf36453e65ca96\">\u201eDie sind nicht f\u00fcr dich.&#8221; Energisch zog die Kleine den Teller an sich.<\/p>\n<p data-p-id=\"acbae3c3a7d27d9618979e9978324cab\">\u201eWas willst du mit kalten Pfannkuchen?&#8221;, fragte Manj\u00e9v verwirrt. T\u00edjnje hatte noch nicht einmal ihren Wecken aufgegessen.<\/p>\n<p data-p-id=\"458aeda1e9f3236f7c7b251070ce556a\">\u201eIch dachte mir, die k\u00f6nnen wir Osses Freund unter der T\u00fcr durchschieben&#8221;, kam ernsthaft die Antwort. \u201eDer hat ja seit vorgestern wohl nichts gegessen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2bbe49901ef00cd9a8d35eac340d85d5\">\u201eWir werden beobachtet&#8221;, sagte L\u00e1as ruhig. \u201eSchaut nicht hin. Mein Vater steht an der K\u00fcche.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1bad3e65754e1c1d03aa7b836247206c\">Manj\u00e9v wandte langsam den Kopf, nur soweit, dass sie aus den Augenwinkeln sehen konnte, wie Daap Grootplen sich sch\u00fcttelte und dann die Kapuze seines Mantels \u00fcberzog. So blieb er im Regen stehen und schaute sich um.<\/p>\n<p data-p-id=\"346cfb24f99ea88688ece4f95335d609\">\u201eWarum geht er nicht rein?&#8221;, fragte Manj\u00e9v \u00e4rgerlich.<\/p>\n<p data-p-id=\"1508f4eb64a98a1bee01428ea5bfba42\">\u201eVielleicht will er wissen, was T\u00edjnje fr\u00fchmorgens mit einem Teller S\u00fc\u00dfkram will.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"65dd5e6013a032dff27f186b9033ce7c\">Manj\u00e9v runzelte die Stirn. Dann nahm sie, ungeachtet des emp\u00f6rten Blicks des kleinen M\u00e4dchens den obersten Pfannkuchen herunter und riss ihn in drei Teile.<\/p>\n<p data-p-id=\"dc65fb2c67a8d22d15368f0ba659f201\">\u201eNehmt&#8221;, sagte sie zu den Jungen. \u201ePfannkuchen sind sicher. Die kommen bestimmt bei keiner Hofzeremonie in ehrw\u00fcrdigen Dokumenten vor.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d0eeddf6c4ff4df44858722fc34848ea\">Sie nickte huldvoll zu Grootplen hin\u00fcber und biss dann demonstrativ in ihre Portion hinein. L\u00e1as und J\u00e1ndris folgten zaghaft ihrem Beispiel und folgten ihr dann, w\u00e4hrend sie majest\u00e4tisch und ohne Eile das Tor durchquerte. T\u00edjnje runzelte die Stirn und trippelte den \u00c4lteren hinterher.<\/p>\n<p data-p-id=\"65fa79bec54ea52c8f957494e84b0302\">\u201eAchtung!&#8221; L\u00e1as redete mit vollem Mund, aber so leise, wie er konnte. \u201eOben auf dem Wehrgang.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2a4f66e4d83bed041ec2ac644de9fc31\">\u201eWas?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"58a3a8d61829885b7ce1294be849adba\">\u201eDer alte Emberbey.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d86292363a71191507c3ae4295d66bcf\">\u201eWas macht der denn jetzt da oben?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"00b318be7ad4742bdc17e3683b224b3f\">\u201eFolgt er uns?&#8221;, fragte Manj\u00e9v und schaute zu Boden.<\/p>\n<p data-p-id=\"258ab119e8c23fba1e1602d6670e43db\">\u201eNein. Aber er schaut uns nach.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"039bcb4a1bc084bc29935ebaaf760242\">\u201eDas gef\u00e4llt mir nicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fb2b03ab56a7f23e1bf54a8da36ff185\">\u201eManj\u00e9v&#8221;, gab J\u00e1ndris zu bedenken, \u201edie wohnen hier. Irgendwo m\u00fcssen sie herumstehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4aa299757c5d4643bc57fa7d8769a5f4\">\u201eSie stehen im Regen herum! Findest du das nicht verd\u00e4chtig?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0a7c7e34b4b79e0f45ebedba841ed6ab\">\u201eUnd nun? Was sollen wir machen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7f3e1ca6329c180cb36d4cc190794263\">Manj\u00e9v dachte nach. Dann drehte sie sich auf dem Absatz um.<\/p>\n<p data-p-id=\"d9e08fac14a6bf94cfc3a0c8c0477856\">\u201eWir gehen hinein. Das ist doch genau das richtige Wetter f\u00fcr eine Partie Steinespiel, oder nicht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6e9a4d082f8f301beccc794f3983b5f8\">\u201eUnd ich?&#8221;, fragte T\u00edjnje. \u201eSteinespiel ist nur f\u00fcr drei. Und das Essen hier, und &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cdf7aa46b670fee5f5a2bda0a2934d68\">\u201eDu suchst nach Osse. Du willst doch bestimmt alles \u00fcber seine Schwester wissen, oder etwa nicht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2af286f24e726ab3536eabc49c6417e4\">\u201eGeh\u00f6rt das zur Geheimmission?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"be5e2eae6cbf052f459eaf87badd17de\">\u201eJa. Such nach ihm. Finde ihn und bring ihn zu uns. Wir m\u00fcssen das gemeinsam regeln.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8a7ab20ec0ab3262ce329c7dcb399a4e\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"814817be67f5a22c11ab56ce04b10eb7\">Im Ratspalast von Aur\u00f3p\u00e9a gab es im Grunde genommen nichts, was besonderer Bewachung bedurfte. Das Geb\u00e4ude auf der Kuppe des zentralen H\u00fcgels von Aur\u00f3p\u00e9a war eine von Arkaden umschlossene Rotunde aus wei\u00dfem Stein, mit marmornen S\u00e4ulen, das kegelf\u00f6rmige Dach hing seitlich ein wenig \u00fcber. Hinter den S\u00e4ulen befand sich eine lichtdurchflutete Halle mit Sitzreihen in der Runde. Diese hatten fr\u00fcher, im uralten Aur\u00f3p\u00e9a, mehreren Dutzenden Leuten Platz geboten. In der Mitte des Saales war nichts au\u00dfer einem kreisf\u00f6rmigen Fu\u00dfboden aus glattem, golddurchsetzten Stein.<\/p>\n<p data-p-id=\"d200ceb13758ea730b80466a5d80bd17\">Fr\u00fcher, das war \u00fcberliefert, war es Sitte gewesen, dass dieses Zentrum nicht betreten werden sollte. Niemand des alten Stadtrates durfte sich in den Mittelpunkt stellen. Alle waren gleich untereinander und sie fassten ihre Ratschl\u00fcsse, f\u00fchrten ihre Diskussionen \u00fcber diese blanke Mitte hinweg. Damals hatte es auch noch nicht die Aufteilung in die luxuri\u00f6se Oberstadt und den verwirrenden Trubel der Unterstadt mit den schlichteren Menschen gegeben.<\/p>\n<p data-p-id=\"54669fd471dc05e1977763814ddbd6d4\">Heute war das anders. Und die <em>sinoray<\/em> sa\u00dfen auch nicht mehr in den Sitzen, in der Runde. Sie waren in der Mitte zusammenger\u00fcckt. Einige von ihnen, wie Sah\u00e1al\u00edr selbst, brauchten ihren Tragstuhl, der in den eng gebauten Reihen nicht hineinpasste. Andere waren so schwerh\u00f6rig, dass sie nahe beieinander sein mussten, um nicht best\u00e4ndig schreien zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p data-p-id=\"5d55d1b7754c4413e59db98d72f104f2\">Wenn die <em>sinoray<\/em> nicht anwesend waren, gab es keinen Grund, dem Geb\u00e4ude besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Es gab darin nichts zu stehlen, es sei denn, jemand h\u00e4tte eine S\u00e4ule mitgehen lassen wollen. Was an Dokumenten und wichtigen Akten eistierte, lagerte nicht im Palast, l\u00e4ngst nicht mehr. Die <em>maedloray<\/em>, die die Schriften h\u00fcteten, waren schon vor Generationen in ein anderes Geb\u00e4ude in der Nachbarschaft umgezogen.<\/p>\n<p data-p-id=\"a3410717654e9d10d506fb1ccdaefb5d\">Aus Tradition, und weil es Lohn daf\u00fcr gab, taten dennoch zwei Stadtw\u00e4chter ihren Dienst am Palast, schon jetzt am fr\u00fchen Tag, viele Gongschl\u00e4ge vor dem regul\u00e4ren ersten Treffen der alten Leute. Der eine war ein schlaksiger J\u00fcngling, der seinen Dienst in erst vor wenigen Monden angetreten hatte. Der andere war ein kr\u00e4ftiger Haudegen, der in all der Zeit schon viel gesehen und mehr Unruhen und Pr\u00fcgeleien in der n\u00e4chtlichen Unterstadt aufgel\u00f6st hatte, als es ihm noch zu z\u00e4hlen wert gewesen w\u00e4re. Die beiden sa\u00dfen im S\u00e4ulengang auf der S\u00fcdseite, wo es hell genug war und vertrieben sich die Zeit mit einem W\u00fcrfelspiel. Auf dem Platz ringsum spendeten einige B\u00e4ume Schatten und kleine Wasserspiele pl\u00e4tscherten vor sich hin. Kaum jemand war zu dieser Zeit hier unterwegs. Es war still, friedlich.<\/p>\n<p data-p-id=\"52cfbfe82898b886b516446616189a57\">Dass eine kleine Gruppe Menschen sich n\u00e4herte, bemerkten die beiden relativ sp\u00e4t. Es war ungew\u00f6hnlich, dass Sah\u00e1al\u00edr zusammen mit der <em>sinora<\/em> eintraf, und dann noch mit so informellem Gefolge. Die W\u00e4chter wischten ihre W\u00fcrfel unauff\u00e4llig unter die Sitzbank und nahmen Haltung an.<\/p>\n<p data-p-id=\"494456d150e1fbf82af37b9f10277c7d\">\u201eHerr&#8221;, rief der \u00e4ltere und eilte Sah\u00e1al\u00edr und der alten Dame entgegen, w\u00e4hrend deren Diener die beiden S\u00e4nften heranf\u00fchrten. \u201eSo fr\u00fch am Morgen? Ist eine Sitzung anberaumt, \u00fcber die wir nichts wissen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2231d0f57558ff39b73ca412b122d28c\">\u201eNein, nur ruhig&#8221;, erkl\u00e4rte der <em>sinor<\/em> und lie\u00df sich von seinen Knechten routiniert aus der S\u00e4nfte in seinen Tragestuhl heben. Die Dame konnte selbst aussteigen, bedurfte zwar der st\u00fctzenden Hand ihrer M\u00e4gde, war aber bei weitem noch beweglicher als er. \u201eWir sind aus privaten Gr\u00fcnden hier.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2660bdcde5694192378d63588686748c\">\u201ePrivat?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f991bff009df3fe6a4b85e54ee9c7150\">\u201eWir m\u00f6chten uns eine Kleinigkeit im Brunnenraum anschauen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0d8bfa4292dac1ff692493e517aed90f\">\u201eIm Brunnen?&#8221;, rief der junge Mann verbl\u00fcfft aus und erntete einen mahnenden Blick des \u00c4lteren.<\/p>\n<p data-p-id=\"467b1c6fb46cf4802a4ef77d6865f72a\">\u201eWir \u00fcberlegen, ob wir den Raum einer neuen Nutzung zuf\u00fchren k\u00f6nnen&#8221;, erkl\u00e4rte die <em>sinora<\/em>. \u201eAber wir waren beide seit Ewigkeiten nicht mehr dort unten. Wir m\u00f6chten uns nur einmal kurz umschauen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cfdf832cc80d6f48c692835ba035acba\">\u201eW\u00e4re es wohl m\u00f6glich, dass mich jemand heruntertr\u00e4gt?&#8221;, bat Sah\u00e1al\u00edr freundlich und reichte dem J\u00fcngeren einen kleinen Schl\u00fcsselbund. Jeder <em>sinor<\/em> und jede <em>sinora<\/em> besa\u00df die Schl\u00fcssel zu den wenigen T\u00fcren, die es im Ratspalast \u00fcberhaupt gibt. Nicht jeder mochte noch wissen, wozu diese Schl\u00fcssel eigentlich noch gut waren.<\/p>\n<p data-p-id=\"0dad92370b2deb0d56579ef543d3d83e\">Kurz darauf waren sie im Brunnenraum versammelt, die W\u00e4chter, die <em>sinora<\/em> und zwei der Knechte, die schwitzend versucht hatten, ihren Herrn in seinem sperrigen Sitzm\u00f6bel die zwar kurze, aber enge und steile Treppe hinab zu tragen. Einigerma\u00dfen ratlos standen sie nun in dem hellen, trockenen Untergeschoss, wo nur der abgedeckte Brunnen und die Kisten und K\u00f6rbe zu sehen waren, die \u00daldaise am Vortag hier hatte einlagern lassen.<\/p>\n<p data-p-id=\"866573b4669a646e4b38b8a4518ba2c4\">\u201eDas ist in Ordnung&#8221;, erkl\u00e4rte Sah\u00e1al\u00edr dem \u00e4lteren W\u00e4chter, der dar\u00fcber nichts wissen konnte. \u201eDas ist die Habe von \u00daldaise Ti\u00e1ramal\u00e9. Das Zeug ist nur ein paar Tage hier untergestellt, bis der edle Herr einen neuen Lagerraum daf\u00fcr gefunden hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3a20d1e3169ef7ab23755db81eaafb93\">\u201eWas machen wir hier unten, Herr?&#8221;, fragte einer seiner Diener.<\/p>\n<p data-p-id=\"5f23cfbdc8c97edf76df85e821b42817\">\u201eIch m\u00f6chte mir den Brunnen n\u00e4her ansehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5859410344206bb649349c7b38f48a6c\">Sie trugen ihn bis an die Plattform heran. Die <em>sinora<\/em> blickte auf die Holzplatten und dann hinauf zur Decke hoch \u00fcber ihnen.<\/p>\n<p data-p-id=\"69ea095ebf957beaef82a62de947a86c\">\u201eDas ist das Zentrum von Aur\u00f3p\u00e9a&#8221;, sagte sie ehrf\u00fcrchtig, \u201eWie sonderbar. So lange bin ich nun schon hier, aber ich habe mich nie hier hinunter begeben. Auch nicht, als ich noch besser zu Fu\u00df war.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"574fed39b8549df47a9c2405f7cf69b9\">\u201eDieser Brunnen hier hat es vor Urzeiten erst erm\u00f6glicht, diese Stadt zu errichten, Teuerste. Der H\u00fcgel war damals wie ein mit herrlichstem Wasser gef\u00fcllter Krug. Es gab wohl in der Tiefe einen Zufluss zur W\u00fcste.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"33ffa78654a01b7386702f621b0ddc05\">\u201eUnd da hat man den Brunnen gebaut, um es abzusch\u00f6pfen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f32a31529cc2257576b743489b1555a2\">\u201eSo ist es. Und sp\u00e4ter wurde der Palast dar\u00fcber erbaut.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b98d32207f0372ccaa10db0a089e02a5\">Die <em>sinora<\/em> tastete vorsichtig nach der Holzabdeckung. \u201eOb noch Wasser darinnen ist?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9d363acda34f8c7f60a526911f73dfc7\">\u201eFinden wir es doch hinaus.&#8221; Sah\u00e1al\u00edr freute sich, der Dame etwas Neues zeigen zu k\u00f6nnen und winkte den M\u00e4nnern, die Holzplatte zu verr\u00fccken. Die W\u00e4chter fassten mit an. Dann sp\u00e4hten sie alle in die Tiefe, bis auf den <em>sinor<\/em> selbst, der nicht aufstehen konnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"43d2fc15061c68563d631ad282dc1f7e\">\u201eKannst du etwas h\u00f6ren?&#8221;, fragte die <em>sinora<\/em> die Magd, die neben ihr stand. \u201eMeine Ohren sind nicht mehr so scharf.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"88c504672d82ef26e0c143a539499262\">\u201eJa, Herrin. Da rauscht es in der Tiefe. Lauter als ein Wasserspiel.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"21dfefb581bf95c141c197d0229c50cb\">Sie neigten sich \u00fcber die Tiefe. Dort unten war es finster.<\/p>\n<p data-p-id=\"e09f9ef840e7740d2cf1bc4ff4ff1e27\">\u201eLicht&#8221;, bat die <em>sinora<\/em>. \u201eVielleicht k\u00f6nnen wir das Wasser dann sehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9f9c0f0a1403c116a2dc0b5450276b64\">\u201eIch besorge rasch eine Laterne&#8221;, sagte der junge W\u00e4chter eifrig und wollte schon weglaufen, da hielt Sah\u00e1al\u00edr ihn zur\u00fcck. \u201eBring noch einen Eimer und einen Krug mit.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"151aaa9412b2e53b38271cdb7d375878\">\u201eWas hast du vor, Sah\u00e1al\u00edr?&#8221;, fragte die <em>sinora<\/em> \u00fcberrascht.<\/p>\n<p data-p-id=\"938bc79e4f8ca1ff21fa2c8adfd8f876\">\u201eIch dachte nur gerade, wo wir schon hier beisammen sind, lie\u00dfe sich die Gelegenheit nutzen, etwas von diesem uralten Quell der Macht sch\u00f6pfen.&#8221; Er l\u00e4chelte. \u201eVielleicht k\u00f6nnten wir bei unserem Treffen eine solche Spezialit\u00e4t unsere lieben G\u00e4sten kredenzen. \u00daldaise ist sicher durstig, wenn er heute abends aus dem Ciel\u00e1stel zur\u00fcckkehrt.<\/p>\n<p data-p-id=\"1add854e7fdcbd3587aa2821f4553e5b\">Sie l\u00e4chelte verschmitzt und zur Verwirrung der Dienerschaft. Der junge W\u00e4chter sauste los. Der \u00e4ltere neigte sich weit \u00fcber den Brunnenschacht. \u201eHerr, ich glaube nicht, dass wir mit einem Eimer da heran kommen. Das klingt nicht, als sei es da so tief, dass man etwas heraussch\u00f6pfen k\u00f6nne.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7f5fea828e59a949340bb010b7a9708d\">\u201eDu hast recht&#8221;, stimmte die <em>sinora<\/em> zu. \u201eSchade.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5bd2eb61708750ce89a29cfea34c4d66\">\u201eVielleicht kann jemand in den Brunnen hinabsteigen?&#8221;, wandte die Magd ein.<\/p>\n<p data-p-id=\"13460332039cd0f750fd205c778020fe\">\u201eZu gef\u00e4hrlich&#8221;, entgegnete die <em>sinora<\/em>. \u201eDas ist es nicht wert.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"02708f4fac4f75e4a82885ba2bda0e59\">\u201eAber wieso denn?&#8221; Der Stadtw\u00e4chter grinste. \u201eWie haben das Brunnenseil, und zu dritt k\u00f6nnen wir doch wohl einen von uns vorsichtig abseilen, um aus dem B\u00e4chlein zu sch\u00f6pfen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bdd156194347b43e3ae487eaa025df1c\">\u201eZu dritt?&#8221;, fragte einer von Sah\u00e1al\u00edrs Knechten.<\/p>\n<p data-p-id=\"e4f5bffedd952e8e87607871a1f56b14\">Als der junge Stadtw\u00e4chter mit einer Glaslaterne und einer gro\u00dfen Steingutflasche zur\u00fcckkehrte, fand er sich vor vollendete Tatsachen gestellt. Die \u00fcbrigen M\u00e4nner hatten kurzerhand aus ihren G\u00fcrteln ein Geschirr zusammengeschnallt, mit dem sie ihn sicher in den Brunnen hinablassen konnten. Erfreut war der Junge nicht \u00fcber die ehrenvolle Sondermission, denn der Brunnen war tief und finster. Aber hatte Licht und das Vertrauen, dass man ihn nicht fallen lassen w\u00fcrde. Warum auch? Der <em>sinor<\/em> wollte Wasser. Und ohne seine Mitwirkung w\u00e4re da wohl nichts zu machen.<\/p>\n<p data-p-id=\"7155e6f3db732c373a2aeefbe728cfa3\">Au\u00dferdem war die h\u00fcbsche junge Magd der <em>sinora<\/em> zugegen. Was konnte es wohl schaden, eine <em>f\u00e1njula<\/em> mit Nervenst\u00e4rke und Tapferkeit zu beeindrucken?<\/p>\n<p data-p-id=\"8b432a0cbcf60a49d0cba5a2c91ba952\">W\u00e4hrend der junge Mann sich f\u00fcr seinen Abstieg ausr\u00fcsten lie\u00df, unter aufmunternden Worten seines Vorgesetzten und der beiden M\u00e4nner in Sah\u00e1al\u00edrs Diensten, hatte die <em>sinora<\/em> begonnen, sich im Brunnenraum umzuschauen. Au\u00dfer \u00daldaises Hausrat gab es nicht viel zu entdecken. Der Stadt\u00e4lteste schaute zu ihr hin\u00fcber. Um ihn mit seinem Stuhl zu ihr zu tragen, hatte gerade niemand Zeit.<\/p>\n<p data-p-id=\"461b06b3649ada504206475dad382396\">\u201eWas macht er mit all diesen B\u00fcchern?&#8221;, fragte sie.<\/p>\n<p data-p-id=\"28cf8891e27e5fbee52f3ae1ca47d5a1\">\u201eEr ist sehr belesen und gelehrt&#8221;, sagte Sah\u00e1al\u00edr. \u201eDas habt ihr gemeinsam, Teuerste.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"89408a3e6e83b48d28ae7629bcac34ab\">Sie l\u00e4chelte \u00fcber seine schmeichlerischen Worte und konnte dann nicht an sich halten. Sie nahm eines der B\u00fccher von einem Stapel herunter, um zu sehen, was es war. Aber der Einband war nicht beschriftet, und als sie es \u00f6ffnete, dachte sie zuerst, ihre Augen spielten ihr einen Streich. Sie blinzelte, drehte das Buch sogar einmal zur Probe und legte es dann verwirrt zur\u00fcck. Einen Augenblick z\u00f6gerte sie. Dann nahm sie ein zweites und ein drittes Buch zur Hand und verfuhr damit auf dieselbe Weise.<\/p>\n<p data-p-id=\"5358f4ecf7683420b5089ad1e3ab3ee8\">Der <em>sinor<\/em> schaute sich das einen Augenblick an, w\u00e4hrend der junge W\u00e4chter seinen Abstieg in die Tiefe begann, Die Laterne in der einen Hand, die Flasche unter den Arm geklemmt und mit verkrampfter Hand ans Seil geklammert. Die drei anderen M\u00e4nner lie\u00dfen ihn vorsichtig in die Tiefe.<\/p>\n<p data-p-id=\"9b198141bbc2de6af7becc3258bcb5ef\">\u201eWas ist es, Teuerste? Liest er ungeziemliche Schriften?&#8221;, fragte der Stadt\u00e4lteste am\u00fcsiert.<\/p>\n<p data-p-id=\"5ab9f518f4ddf9aa03c32d5a35376b24\">\u201eWenn es nur das w\u00e4re. Aber schau dir das an.&#8221; Sie brachte ihm ein viertes und sicherheitshalber ein f\u00fcnftes Buch, und er z\u00fcckte seinen Lesestein.<\/p>\n<p data-p-id=\"c7a43df2d97c26767b97165b43b379c5\">Beide B\u00fccher waren Handschriften, akkurat und sauber ausgef\u00fchrt von ruhiger, besonnener Hand. Aber die Worte ergaben keinerlei Bedeutung. Es war, als habe jemand nach einem willk\u00fcrlichen Muster und ohne Sinn und Verstand wahllos Buchstaben und ab und zu mitten im Wort einige Zahlen aneinandergereiht und gruppiert.<\/p>\n<p data-p-id=\"8bdae86725108a15cfb3d051c1c78c0b\">\u201eIst es eine Geheimschrift?&#8221;, fragte sie.<\/p>\n<p data-p-id=\"b4a789df51b71ec1b7ccb5d4890c9434\">\u201eWahrscheinlich. Aber gleich dieselbe in so vielen B\u00fcchern?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ddda37d520c73a789750cffc32282a62\">\u201eDas ist wirklich \u00e4u\u00dferst ungew\u00f6hnlich.&#8221; Sah\u00e1al\u00edr bl\u00e4tterte weiter. Das ganze Buch war tats\u00e4chlich in dieser sonderbaren Weise von Hand geschrieben.<\/p>\n<p data-p-id=\"ee0680d8be07b5adb88e667049a7e9d8\">\u201eHerr&#8221;, rief einer der Knechte, \u201eer ist unten!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"caaeae099249caecaca07d11ea8c885a\">\u201eWie ist es da?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"162aad4c6db49b37fab8e36dd3721b4f\">\u201eHier ist ein B\u00e4chlein&#8221;, klang die Stimme des jungen Mannes aus der Tiefe. \u201eZiemlich schnell. Aber nur kn\u00f6cheltief.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5a7526dfd31c87586682af990c0b606d\">\u201eEr soll die Flasche f\u00fcllen&#8221;, sagte Sah\u00e1al\u00edr, den das r\u00e4tselhafte Buch nun viel mehr faszinierte als der Brunnen, wegen dessen sie hergekommen waren. \u201eUnd dann bringt ihr ihn wieder hinauf.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4afe45f44a4deb8be8bb5713bbc35879\">Der Mann in der Tiefe tat wohl, wie ihm gehei\u00dfen war und sch\u00f6pfte vom Wasser.<\/p>\n<p data-p-id=\"fccd75cb2fd6d1a340467b4d4691e671\">\u201eHier liegt Zeug herum&#8221;, schallte es dann pl\u00f6tzlich verwundert aus dem Brunnen.<\/p>\n<p data-p-id=\"349b50dd39416c76f06bb87453be7271\">\u201eWie bitte?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"55650d6f5fd4221527f05b7fbcf2ee6c\">\u201eDa gl\u00e4nzt was. Und da auch. Ich sehe es im Wasser. Bei den M\u00e4chten!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"894e8c7a566167b657c8d95d8dcf55ec\">Die <em>sinora<\/em> kam n\u00e4her an den Brunnen heran. \u201eWas hast du gefunden?&#8221;, rief sie hinab. Ihre leise alte Frauenstimme echote im Brunnenschacht.<\/p>\n<p data-p-id=\"22caa09bb167e75542a33c9eeb870b9b\">\u201eMetall. Es &#8230; ihr m\u00fcsst das mit eigenen Augen sehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c419fd67bb3792bb63592ef614fb711d\">\u201eDann bring es mit hinauf!&#8221; Der <em>sinor<\/em> wandte sich wieder dem Buch zu und wechselte dann einen ratlosen Blick mit der <em>sinora<\/em>. \u201eTeuerste, w\u00fcrdest du bitte willk\u00fcrlich in einer der anderen Kisten nachschauen, ob die B\u00fccher darin \u00e4hnlich zu uns sprechen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"321eafad50b9f6be04684f6a6ded2ba7\">Sie nickte und winkte ihre Magd heran, die neugierig \u00fcber dem Brunnenschacht lehnte. Unten darinnen barg der junge Stadtw\u00e4chter Wasser und seinen Fund.<\/p>\n<p data-p-id=\"201471efaf4cd202d2d3b2c0fd60d426\">Die <em>sinora<\/em> nahm den kleinen Weidenkorb, der ganz oben auf dem Stapel stand herunter. \u201eGreif bitte zwei B\u00fccher aus der Truhe&#8221;, bat sie die junge Dienerin und stutzte im selben Moment. Der Korb war unerwartet leicht, und etwas darin klimperte gl\u00e4sern.<\/p>\n<p data-p-id=\"0c27a395b6a6ab6e7f31d8233e307ab9\">Die M\u00e4nner zogen den mutigen Brunneng\u00e4nger wieder hoch. Einer nahm die gef\u00fcllte Flasche entgegen. Der junge Mann lie\u00df sich auf dem gemauerten Rand nieder und f\u00f6rderte unter seinem Hemd zwei metallische Gegenst\u00e4nde hervor, die er im Bach gefunden hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"6dbc13eec32b0f9095cc2410ff3e153d\">Sah\u00e1al\u00edr lie\u00df sich beides geben und betrachtete es. Dann reichte er den Fund an den \u00e4lteren Wachsoldaten weiter. \u201eWie erkl\u00e4rst du dir das?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9006ec7f654a10721aaf9ac055f9455c\">Die M\u00e4nner be\u00e4ugten das verformte und verbogene Metall. \u201eDas sind Handfesseln, Herr. Aber &#8230; das sieht aus, als h\u00e4tte sich jemand mit gewaltigen Kr\u00e4ften hinaus gewunden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6e3b654b6871dafeef0aefb736efd47e\">\u201eUnd das hier? Ist das das, wozu es bestimmt zu sein scheint?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"aba4619d3c9b47d5312b6a1df9317739\">\u201eBei den M\u00e4chten&#8221;, sagte die <em>sinora<\/em>, indem sie zu den anderen heran trat, ihre Dienerin im Gefolge, die zwei weitere B\u00fccher in unverst\u00e4ndlicher Schrift heranbrachte. \u201eWas f\u00fcr ein scheu\u00dfliches Ger\u00e4t.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9b401e02030b1fdfc61f87cf725a0611\">Sah\u00e1al\u00edr betrachtete das dornenbesetzte Metall von allen Seiten und warf den beiden Stadtw\u00e4chtern einen fragenden Blick zu. \u201eL\u00e4sst sich herausfinden, wer das wo hervorgeholt hat? Meines Wissens hat der Rat von Aur\u00f3p\u00e9a solche Instrumente vor vielen Wintern schon gebannt. Aber sicherlich wird es irgendwo verwaltet.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1f4a3a3f6c2c00f5f26de6b59566cefb\">\u201eIch kann den Zeugmeister fragen, was er dar\u00fcber wei\u00df. Wenn es von hier und offiziell ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b876209680898979c16a60357a3be6ab\">\u201eEs ist aus Gold. Mit Sicherheit wurde es nicht anderswo geschaffen. Nimm es und lass dir best\u00e4tigen, ob es irgendwo fehlt. Ich erwarte hier deinen Bericht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3962fa1dafd34dc2c50122557deb60c9\">Der W\u00e4chter nahm den Knebel an sich. Der junge Mann hatte sich zwischenzeitlich aus dem Geschirr befreit und versuchte, mit ebenso Beifall heischenden wie verlegenem Grinsen die Aufmerksamkeit der Magd zu gewinnen. Die <em>sinora<\/em> bemerkte es.<\/p>\n<p data-p-id=\"4d0f49d80593e1cf98bf05ed5c59402f\">\u201eDanke&#8221;, sagte sie zu dem M\u00e4dchen. \u201eIch komme allein zurecht. Ich erwarte dich erst am Abend. Geh nur.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"108e9d776228352aecb5a152a1641e0d\">Das junge M\u00e4dchen verneigte sich erfreut. Sicher w\u00fcrde sie in der N\u00e4he bleiben, um den jungen Mann im Auge zu behalten.<\/p>\n<p data-p-id=\"346d62539788abab554a84c3529f28ee\">\u201eEs erkl\u00e4rt in gewisser Weise&#8221;, sagte Sah\u00e1al\u00edr und nahm die Flasche an sich, \u201ewarum unser <em>b\u00e1chorkor<\/em> so unversehens die Sprache verloren hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5507bafed9c9c7074a0778c4257c5366\">\u201eDer arme Kerl. Du meinst, jemand hat ihn &#8230; hier im Brunnen? Aber wer mag ihm das angetan haben? Und wie sollte er denn von hier in den Garten &#8230; das ist doch alles gar nicht m\u00f6glich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5b0c89cf4c4e032ce812e67b1e277bc4\">\u201eWie schade, dass wir es nie erfahren werden. Offenbar ist er jemandem geh\u00f6rig in die Quere gekommen. Wer wei\u00df, was er sich alles hat, zuschulden kommen lassen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4831d30c7d7208541310d1e98cc94d0d\">\u201eGar nichts&#8221;, sagte die <em>sinora<\/em> leise. \u201eich wage zu behaupten, dass &#8230; jemand &#8230; dem \u00c4rmsten \u00fcbel mitgespielt hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1256a9a6f69f0712e9e48386e550d108\">\u201eIch wei\u00df, was du meinst&#8221;, sagte Sah\u00e1al\u00edr mit einem wachsamen Seitenblick auf die M\u00e4nner, die ihre G\u00fcrtel wieder auseinanderknoteten. \u201eAber hast du Beweise daf\u00fcr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cd3058ff34ce289a4c924a40fa6d9661\">Sie nickte. Dann stellte sie ihm das K\u00f6rbchen auf den Scho\u00df. Der Stadt\u00e4lteste runzelte erstaunt die Stirn, \u00f6ffnete die Klappe und schaute hinein.<\/p>\n<p data-p-id=\"c770875d598035bbf7100959998476a2\">Ein fast vollst\u00e4ndiger Satz kristallener Figuren f\u00fcr ein kunstvolles Brettspiel lag darin. Figuren, die ihm vor langer, langer Zeit ebenfalls aus der Hand einer wunderbaren Dame \u00fcberreicht worden waren. Nur ein Magier fehlte.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2545","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2545","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2545"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2545\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3824,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2545\/revisions\/3824"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2545"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2545"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2545"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}