{"id":2530,"date":"2025-08-25T12:29:27","date_gmt":"2025-08-25T10:29:27","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2530"},"modified":"2025-09-01T09:19:46","modified_gmt":"2025-09-01T07:19:46","slug":"051-glaubhafte-geschichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/051-glaubhafte-geschichten\/","title":{"rendered":"051: Glaubhafte Geschichten"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"4d3db7d206b440fc54397eefe8a477d0\">Das silbrige Licht glomm um mich herum, es pulsierte, atmete, schoss mich ein. Es war unglaublich sch\u00f6n.<\/p>\n<p data-p-id=\"8dd4307f27d3d0af289123dbf03e1604\">Ich sa\u00df auf dem Thron des Gro\u00dfmeisters, allerdings nicht w\u00fcrdevoll und aufrecht, wie es an diesem Ort angemessen gewesen w\u00e4r. Ich hatte die Beine angezogen und mit den Armen umschlungen, quer zur Sitzfl\u00e4che zwischen R\u00fccken- und Armlehne und hatte den Kopf m\u00fcde angelehnt. W\u00e4ren die Sitzkissen etwas weicher gewesen und ich h\u00e4tte eine Kuscheldecke gehabt, ich w\u00e4re vermutlich eingeschlummert.<\/p>\n<p data-p-id=\"c56cc5bd7ac66056c1fc4f179a489c0f\">Ich f\u00fchlte mich unfassbar m\u00fcde und leer. Aber diesmal was die Leere <em>angenehm<\/em>. Es war eine gro\u00dfe k\u00f6rperlich und geistige Ersch\u00f6pfung, aber sie resultierte daraus, dass ich etwas unfassbar Anstrengendes getan und vollendet hatte. Vielleicht f\u00fchlte sich so ein Athlet, der mit dem letzten Rest seiner Kraft einen Wettkampf gewonnen hatte. Ich wei\u00df es nicht. Ich hatte nie sportliche Ambitionen gehabt.<\/p>\n<p data-p-id=\"2164464e30d7b22e15ebc394a85361bc\">Es war mir <em>gelungen<\/em>. Nun w\u00fcrde alles sich zum Guten werden. Ganz bestimmt.<\/p>\n<p data-p-id=\"ca52419a6eb8cfcf3daa86535b08c659\">Meine l\u00e4cherliche Harfe aus Silber, Holz und magischen Violinsaiten hielt ich immer noch in der Hand. Der Gedanke, dass ich es tats\u00e4chlich geschafft hatte, damit \u00fcber diese gro\u00dfe Entfernung Kontakt zu Yalomiro aufzubauen, erschien mir immer noch unfassbar. Es war so absurd, dass ich es einerseits nicht wirklich glauben konnte, zugleich war ich \u00fcberw\u00e4ltigt, noch nicht bereit zu erfassen,dass ich es vollbracht hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"2527938d83ee00074afab8c2480c8eb7\">Als ich mich in der Halle niedergelassen und mit viel Ernst und Sorgfalt den wackeligem Schutz gezaubert hatte, hatten mich im letzten Moment Zweifel gepackt. W\u00e4hrend ich das Lichtgewebe an die daf\u00fcr vorgesehenen Punkte lenkte, waren mir absurde Gedanken durch den Sinn gezuckt. Was tat ich hier?<\/p>\n<p data-p-id=\"f722ce32382e66ea9444e4b7296e854e\">Meinen urspr\u00fcnglichen, meinen alten Namen, den hatte ich nie vergessen. Ich hatte einst ein langweiliges, missmutiges, deprimierendes Leben gelebt und mich auf eine monotone T\u00e4tigkeit in einem B\u00fcrojob eingestellt.<\/p>\n<p data-p-id=\"cc35b97156d8bfcd2f258d6edea9b435\">Jetzt sa\u00df ich hier mit der Verantwortung \u00fcber das Heiligtum einer mystischen Wesenheit, w\u00e4hrend mein Kind von einem mysteri\u00f6sen Ritter auf einem fliegenden Einhorn entf\u00fchrt war und ein anderer in einem magischen Koma drau\u00dfen im Wald lag. Ich versuchte, mit einer Art Eierschneider einen m\u00e4chtigen Magier zu kontaktieren, als sei es ein Telefon. Bei den M\u00e4chten, das war alles so surreal. So wirr und <em>unglaubw\u00fcrdig<\/em>. Niemals w\u00fcrde mir jemand diese Geschichte abnehmen!<\/p>\n<p data-p-id=\"ab7bbd387626c199ccd2c1df2047fd9e\">Merkw\u00fcrdigerweise gl\u00fcckte mir das Zaubergewebe besser als je zuvor. Es war nicht perfekt, aber es brach auch nicht gleich zusammen. Als das erste Mondlicht durch die Kuppel\u00f6ffnung fiel, hatte ich meine Harfe zur Hand und all meinen Willen zusammengenommen und begonnen, die Saiten zu zupfen. Gro\u00df nachgedacht hatte ich nicht, dazu kam ich gar nicht. Alles ging pl\u00f6tzlich wie von selbst. Zu viele Details h\u00e4tten abgelenkt. Damit es funktionierte, musste es massiv sein. Und so fokussierte ich nur diesen einen Gedanken und r\u00fcckte ihn in den Fluss dessen, was ich mir als Magie vorstellen wollte. <em>D\u00fdamir\u00e9e<\/em> &#8230;<\/p>\n<p data-p-id=\"7650f09caeb5c66d72b89b212ab92d62\">Und die Saiten antworteten. Ganz pl\u00f6tzlich. Etwas anderes, etwas von au\u00dferhalb des Eta\u00edmalon nahm eine Verbindung auf. Und dann h\u00f6rte ich ihn. Ich h\u00f6rte ihn auf seiner magischen Geige spielen, so als st\u00fcnde er neben mir. Die l\u00e4cherliche Mogel-Harfe ver\u00e4nderte ihren Klang. Aus dem dissonanten Plinken und Schnarren wurden strukturierte T\u00f6ne, eine Melodie, volle, warme, streichende Kl\u00e4nge.<\/p>\n<p data-p-id=\"fa7d666ecde879af5c7171f2a10b219a\">Er war bei mir.<\/p>\n<p data-p-id=\"ca30247bc6c7ad07cfde11569c315de7\">Und dann ver\u00e4nderte sich mit dem Klang auch das Schutzgewebe. Was vorher noch kraftlos und nachl\u00e4ssig ausgesehen hatte, wie ein durchh\u00e4ngendes Netz, straffte sich, wurde stabil, geometrisch, eine Gitterstruktur um mich und den Thron herum. Wo sich Magie kreuzte, pulsierte sie im Rhythmus, anfangs hektisch und schnell. Aber je l\u00e4nger ich hinschaute, desto ruhiger und gleichm\u00e4\u00dfiger wurde das Blinken, wurde von offensichtlichen Entladungen von Magie zu einem milden, organischen Schimmern.<\/p>\n<p data-p-id=\"683681daae5637c12bf3c79a5f2409ef\">Ich ber\u00fchrte die Saiten. Sie waren nun trocken und kalt. Aber ganz offensichtlich war von ihnen Magie auf den Schutz \u00fcbergesprungen. Yalomiro war bei mir. Bald w\u00fcrde er tats\u00e4chlich vor mir stehen.<\/p>\n<p data-p-id=\"4753a98e2efed018805d0bdd933a0f85\">Ich schloss die Augen und schmiegte mich an die Lehne. Wie lange w\u00fcrde er brauchen, bis er hier war? Er w\u00fcrde sich nicht herbeizaubern k\u00f6nnen, das stand fest. Vor langer, langer Zeit, als diese ganze Welt noch so neu und fremd f\u00fcr mich gewesen war, hatte ich ihn einmal gefragt, ob Magier nicht teleportieren, sich also von einem Ort zum anderen zaubern k\u00f6nnen. Ob das nicht ein bisschen <em>zu<\/em> einfach w\u00e4re, hatte er gefragt und allein die Vorstellung recht am\u00fcsant gefunden.<\/p>\n<p data-p-id=\"cd169045b682470a5f16f3c3a4d29da3\">Schade.<\/p>\n<p data-p-id=\"f95c6554f90e191512140147bb80b035\">Wahrscheinlich w\u00fcrde er durch die Schatten gehen. In Nokt\u00e1mas Dom\u00e4ne konnten Schattens\u00e4nger sich ungehindert an der Wirklichkeit vorbeibewegen und auf diese Weise lange Wege erheblich abk\u00fcrzen. Die Dunkelheit hob r\u00e4umliche Entfernungen jedoch nicht g\u00e4nzlich auf, und so w\u00fcrde ich eine Weile auf ihn warten m\u00fcssen.<\/p>\n<p data-p-id=\"be400ae6d476270e66746287d1bedad7\">Zehn Tage? F\u00fcnf? Drei?<\/p>\n<p data-p-id=\"aebc8b111c3b769cf3cbdd4fe6c61df7\">Als wir damals von Wijdlant aus durch die Schatten direkt zum Boscarg\u00e9n gelaufen waren, hatte ich keine Zeit empfunden. Zeit verging in Nokt\u00e1mas Dom\u00e4ne auf eine andere Weise als in der Wirklichkeit. M\u00f6glicherweise waren Tage verstrichen und meinem inneren Zeitempfinden wie wenige Stunden vorgekommen. Das alles war sehr verwirrend.<\/p>\n<p data-p-id=\"a51114dd2e2eb784ab68fb7e1231f282\">Aber wie lange ich auch auf ihn warten musste \u2013 er w\u00fcrde kommen. So schnell wie m\u00f6glich w\u00fcrde er wieder hier in der Halle stehen. Dann w\u00fcrde ich ihm beichten m\u00fcssen, was geschehen war. Dass ich es zugelassen hatte, dass D\u00fdamir\u00e9e entf\u00fchrt worden war. W\u00fcrde er mir deswegen Vorw\u00fcrfe machen?<\/p>\n<p data-p-id=\"dce4a1c3d05670bd74ea7e31ee7deaea\">Und wenn schon. Geschah mir das etwas nicht recht? H\u00e4tte ich nicht noch besser auf D\u00fdamir\u00e9e aufpassen, meine Pflichten noch ernster nehmen m\u00fcssen? H\u00e4tte ich sie nicht <em>verteidigen <\/em>k\u00f6nnen?<\/p>\n<p data-p-id=\"7ce2214768e8d1509cb4ba78897d48e7\">Ich drehte die Saitenharfe in den H\u00e4nden. Ich musste mir nichts vormachen. Mit meinen Gewissensbissen lag ich richtig. Sicher, ich w\u00fcrde es kaum ertragen k\u00f6nnen, wenn er w\u00fctend auf mich war. Yalomiro war <em>niemals<\/em> ver\u00e4rgert oder ungehalten, nicht mir gegen\u00fcber. In all den Jahren, die wir nun miteinander verbracht hatten, hatten wir nicht ein einziges Mal ernsthaft miteinander gestritten. Wir waren nat\u00fcrlich nicht immer einer Meinung, aber dennoch war es mir immer so vorgekommen, als herrsche zwischen uns eine emotionale Einheit, \u00fcber jede Verunsicherung, \u00fcber jede Eintr\u00fcbung erhaben. Ich hatte bislang nie Angst gehabt, dass Yalomiro zornig auf mich sein k\u00f6nnte. Das war etwas, was ich niemals h\u00e4tte ertragen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"4db2f12ca0fd03c65a0f75ecbe07e199\">Aber selbst, wenn er seine berechtige Wut f\u00fcr den Moment beherrschte \u2013 was sollte dann werden? Der Regenbogenritter hatte gesagt, er w\u00fcrde D\u00fdamir\u00e9e nach Aur\u00f3p\u00e9a bringen, dort, wo sie ihr Heiligtum hatten. Wie wollte Yalomiro sie von dort zur\u00fcckholen? Aur\u00f3p\u00e9a war am anderen Ende der Welt! Vermutlich war der Ciel\u00e1stel ebenso gut gesch\u00fctzt gegen Eindringlinge, wie der Eta\u00edmalon. Es war nicht zu erwarten, dass dort im S\u00fcden ebenfalls jemand Unf\u00e4higes wie ich herumpfuschte.<\/p>\n<p data-p-id=\"10a73eba4c740a3970b2963d25a35dc1\">Und: Die <em>arcaval&#8217;ay<\/em> waren in der \u00dcberzahl. Yalomiro m\u00fcsste allein einer \u00dcbermacht von Magiern gegen\u00fcbertreten, \u00fcber deren Kr\u00e4fte und F\u00e4higkeiten ich praktisch nichts wusste und somit nicht einsch\u00e4tzen konnte. Welche M\u00f6glichkeiten hatte er, gegen sie zu k\u00e4mpfen?<\/p>\n<p data-p-id=\"b69d69796791625638810d182a181764\">K\u00e4mpfen? Wer sagte, dass er k\u00e4mpfen musste? Ich rief mir den Anblick des <em>arcaval&#8217;ay<\/em> wieder ins Ged\u00e4chtnis. Dachte man sich das furchterregend gef\u00e4hrlich-sch\u00f6ne Einhorn weg, blieb ein Mann in einer Goldr\u00fcstung, der sicherlich mit seinem Schwert gut umgehen konnte. Ein Krieger.<\/p>\n<p data-p-id=\"423159cd97c72e80810842e3ee1aba7e\">Schattens\u00e4nger k\u00e4mpften unbewaffnet. Ich war mir ziemlich sicher, dass Yalomiro gar nicht gewusst hatte, wie man halbwegs professionell mit einem Schwert k\u00e4mpfte. Wozu auch? Das war im Weltenspiel die Aufgabe anderer Leute.<\/p>\n<p data-p-id=\"72a2a142a94657d83d23325adbb55e80\">Hatte er eine Chance gegen die <em>arcaval&#8217;ay<\/em>, wenn sie es darauf anlegten, ihn herauszufordern? Die Verachtung, die Feindseligkeit in den Worten des Regenbogenritters war offensichtlich gewesen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ecdf716c039d0896743f75e0b8fc14c4\">Einmal hatte ich mitansehen m\u00fcssen, wie ein Magier von einer \u00dcberzahl an K\u00e4mpfern niedergemetzelt wurde. Einer \u00dcbermacht unkundiger Menschen, wohlgemerkt. Noch heute w\u00fcnschte ich mir, niemals Zeugin des blutigen Endes von Gor Lucegath gewesen zu sein.<\/p>\n<p data-p-id=\"05016daf11e031f6805189c35e928c4d\">Wie ich es auch drehte und \u00fcberdachte: Yalomiro w\u00e4re chancenlos, wenn er einfach am Ciel\u00e1stel auftauchte und die Herausgabe seiner Tochter verlangte. Andererseits &#8230; offensichtlich war der Regenbogenritter bereit, zu verhandeln und D\u00fdamir\u00e9e gegen irgendetwas auszul\u00f6sen. Was konnte das sein? Was gab es im Eta\u00edmalon, das diesen merkw\u00fcrdigen C\u00fdel\u00fa Ir\u00edsolor urspr\u00fcnglich hierher gef\u00fchrt hatte? Und warum jetzt erst? Angenommen, die <em>arcaval&#8217;ay<\/em> h\u00e4tten damals bemerkt, dass die <em>camat&#8217;ay<\/em> verschwunden waren. Sicher w\u00e4re ihnen das gelegen gekommen. Aber sie konnten nicht \u00fcbersehen haben, dass der Boscarg\u00e9n wieder zum Leben erwacht, dass mindestens ein <em>camat&#8217;ay<\/em> zur\u00fcckgekehrt war. Wieso hatten sie sich so lange Zeit gelassen, um ihn, aus welchem Beweggrund auch immer, herauszufordern?<\/p>\n<p data-p-id=\"d88ea77a3fa33053f29448052a89ee82\">Und wieso geschah es, so kurz nachdem jenseits des Montaz\u00edel die <em>teiranda<\/em> w\u00e4hnte, eine Regung des Widerwesens gesp\u00fcrt zu haben? Gab es eine Verbindung zwischen alledem, oder sah ich Gespenster?<\/p>\n<p data-p-id=\"669c9d79f64fd1cba3f39815a2ae496b\">Ich streichelte die Saiten, die nun verstummt waren. Die Magie war aus ihnen herausgesprungen und sa\u00df nun im Gespinst um mich herum. Es pulste und glomm, etwa als s\u00e4he ich einen Herzschlag und beobachtete einen Kreislauf um mich herum, nicht wie Blut, sondern wie Magie, die in Adern floss. Yalomiros <em>maghiscal<\/em> war nun so nahe bei mir, wie es unter den gegebenen Umst\u00e4nden nur ging. Ich kauerte mich zusammen und umschlang die Harfe fest mit beiden Armen.<\/p>\n<p data-p-id=\"60112dddfff6cd19aa619a7e3a9c4dca\">Es war fast, als hielte er mich im Arm.<\/p>\n<p data-p-id=\"514faf5a71b4f0f67374c388f37aa0d7\">**<\/p>\n<p data-p-id=\"a68747bac1a1402e9453d02af2ace11a\">Die hoch lodernden Flammen erhellten die zwischenzeitlich tiefdunkle Nacht, das trockene Holz knisterte und prasselte beeindruckend laut. Die panischen Rufe der Tiere, die in dem verlassenen Obsthain gelebt hatten, waren einer gespenstischen Stille gewichen. Haupts\u00e4chlich waren es V\u00f6gel gewesen, die in Panik aufgeflattert waren und sich rasch in Sicherheit gebracht hatten. Ein einzelner Prachtvogel war noch einige Zeit \u00fcber dem Feuer am Nachthimmel gekreist und hatte seine dr\u00f6hnenden Fanfarenrufe triumphierend in die Dunkelheit getr\u00f6tet.<\/p>\n<p data-p-id=\"0d256b91896d6eaf1570ea3fbeb50e36\">\u00daldaise war nicht mehr allein. Nat\u00fcrlich hatten das Feuer, das zwischenzeitlich den ganzen H\u00fcgel ergriffen hatte, die Obstbauern und andere Menschen angelockt, die in der N\u00e4he in ihren kleinen H\u00e4usern am Rande der G\u00e4rten lebten, etwa zwei Dutzend M\u00e4nner, Frauen und eine Handvoll Kinder. Tuschelnd standen sie in Gr\u00fcppchen zusammen und beobachteten argw\u00f6hnisch die Zerst\u00f6rung, die sich da vor ihren Augen abspielte. Den M\u00e4chten sei Dank, so drang es ab und zu aus ihren Worten heraus, kam in dieser Nacht wenig Wind aus der W\u00fcste, sodass kein weiter Funkenflug zu erwarten war. Abgesehen davon w\u00fcrde es bald vorbei sein und sie w\u00fcrden wieder in ihre H\u00e4user zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen. Die Kinder waren fasziniert von dem lodernden Feuer.<\/p>\n<p data-p-id=\"9efbfbd16a3fca4a177f70d86f69a761\">\u00daldaise hatte noch \u00fcberlegt, ob er an Ort und Stelle oder besser im Verborgenen warten sollte. Er hatte sich zum Bleiben entschieden. Es w\u00e4re besser, im Auge zu behalten, was nun geschah.<\/p>\n<p data-p-id=\"3e814554445bbfccd562c006e4e3a82d\">Wie hatte er nur auf den Gedanken kommen k\u00f6nnen, die beiden Idioten w\u00fcrden ein einziges Mal etwas schnell, diskret und richtig machen? Gut, im Prinzip hatten sie Erfolg gehabt und den <em>b\u00e1chorkor<\/em> mit dem Feuer aus seinem Versteck gescheucht. Nun aber blieb ihm nichts anderes \u00fcbrig, als zu gew\u00e4hrleisten, dass hier alles seine Ordnung hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"4f849713f1d126b05570c4a4ef15079d\">Die Obstbauern hatten \u00daldaise erkannt, wunderten sich sichtlich \u00fcber seine Anwesenheit zu dieser Zeit, aber niemand wagte es, ihn darauf anzusprechen, Dagegen schmeichelten sie sich an, bekundeten in gro\u00dfen Worten ihr Erschrecken und Bedauern \u00fcber das gro\u00dfe Ungl\u00fcck. Es war kein Geheimnis, dass ihm der H\u00fcgel geh\u00f6rte und er ihn hatte verwahrlosen lassen. Aber nie hatte einer von ihnen laut ein kritisches Wort dazu gesagt.<\/p>\n<p data-p-id=\"2d0b7a332a7ee7e078b876a8b52d41d3\">\u00daldaise bem\u00fchte sich, angemessen zu antworten. Was k\u00fcmmerten ihn die paar B\u00e4ume und B\u00fcsche, die da ein Raub der Flammen wurden? Das war ein kleiner Preis angesichts dessen, dass der <em>b\u00e1chorkor<\/em> nicht nur wieder in seiner Gewalt war, sondern auch alles best\u00e4tigt hatte, was \u00daldaise dem Geist des jungen Mannes nicht hatte entrei\u00dfen k\u00f6nnen. Ganz einfach deswegen, weil sein Opfer keine Vorstellung davon hatte, was er tats\u00e4chlich war. Nun &#8230; vielleicht war er dem R\u00e4tsel zwischenzeitlich etwas n\u00e4her gekommen.<\/p>\n<p data-p-id=\"597441939406cc05f86e93c547c27f68\">Ja, ein gro\u00dfes Ungl\u00fcck sei es, best\u00e4tigte er den kriecherischen Obstp\u00e4chtern. Gerade am Vorabend habe er mit seinen Knechten seinen Garten besichtigt. Gro\u00dfe Pl\u00e4ne hatte er gehabt, wollte den Garten aufr\u00e4umen und endlich wieder angemessen pflegen und bepflanzen, vielleicht mit s\u00fc\u00dfen Samt\u00e4pfeln; er habe von einer neuen Sorte geh\u00f6rt, die G\u00e4rtner in Iva\u00e1l gez\u00fcchtet hatten und die resistenter gegen die Trockenheit waren.<\/p>\n<p data-p-id=\"3b3d5476d527e1db5143831638dc5729\">Das zu behaupten hatte die Leute schnell auf andere Gedanken gebracht. Samt\u00e4pfel waren in Aur\u00f3p\u00e9a sehr teuer und begehrt, da sie hier kaum gediehen und sich praktisch nicht importieren lie\u00dfen, da sie schnell verdarben, sobald sie gepfl\u00fcckt wurden. \u00daldaise konnte das edle Obst nicht ausstehen. Die blassgr\u00fcne, leicht pelzige Schale, die k\u00f6stlichstes, saftiges Fruchtfleisch sch\u00fctzte, sah stets aus wie verschimmelt.<\/p>\n<p data-p-id=\"ad3d26c736b5b5d94807fbda45be4054\">Die ersten Obstbauern jedenfalls interessierten sich bald schon nicht mehr f\u00fcr das Feuer, sondern zogen in Erw\u00e4gung, ebenfalls ins Samtapfelgesch\u00e4ft einzusteigen.<\/p>\n<p data-p-id=\"4d02e46d5c3488504017cbf598e0a82a\">Ein einziger wunderte sich, warum der Greis ganz allein war. Seinen Knechte, fachte \u00daldaise die Phantasie der Leute an, war es gelungen, eine zwielichtige Gestalt zu \u00fcberw\u00e4ltigen, die sich im Garten umhergeschlichen und sicher etwas mit dem Feuer zu tun hatte. Sie brachten den Mann gerade nach Aur\u00f3p\u00e9a, wo man ihn verh\u00f6ren und sicher Einzelheiten \u00fcber den Vorfall herausfinden w\u00fcrde. Und dann, setzte der Alte bedeutungsvoll hinzu, mochten die M\u00e4chte dem Kerl gn\u00e4dig sein, denn er selber w\u00e4re es nicht.<\/p>\n<p data-p-id=\"d13ceb6d5e1698ec8c28f61cb40aa682\">Es war besser, sehr dicht bei der Wahrheit zu blieben. Das, was er den Bauern erz\u00e4hlte, durfte dem, was morgen in Aur\u00f3p\u00e9a geschehen w\u00fcrde, nicht allzu sehr widersprechen. Niemand von ihnen w\u00fcrde die <em>ganze<\/em> Wahrheit und alle Details erfahren, aber am Ende musste sich das, was die Uneingeweihten zusammenreimten, zu einer gro\u00dfen, schl\u00fcssigen Geschichte vermengen.<\/p>\n<p data-p-id=\"2295d4ef5fd5c1bf99c4ea42d5d7ab79\">Die <em>arcaval&#8217;ay<\/em> wurden zu misstrauisch. Wenn Elos\u00e1l ihn danach fragte, musste er etwas erz\u00e4hlen, was zu dem passte, was in der Stadt daraus gemacht wurde.<\/p>\n<p data-p-id=\"6eba965e6357875c26e0ed311e323137\">\u00daldaise seufzte. L\u00e4stigerweise war da auch noch Sah\u00e1al\u00edr. Dem musste er den <em>b\u00e1chorkor<\/em> vorf\u00fchren, um die Sache zu einem sauberen Ende zu bringen. Wenn der \u00c4lteste des <em>konsej<\/em> auf Umwegen erfuhr, was geschehen war, w\u00fcrde es nur l\u00e4stige Nachfragen, Vorw\u00fcrfe, vielleicht auch Misstrauen geben, das die Sache nur unn\u00f6tig verkomplizieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-p-id=\"e89b82a608b9ef41f6acbf6a879e6f8b\">Dass der <em>b\u00e1chorkor<\/em> den beiden Trotteln aus den Fesseln entkam, war diesmal ausgeschlossen. Unter den Augen der Stadtwache, in der Zelle mitten auf dem Marktplatz, konnte der junge Mann nicht entkommen. Der Stachelknebel, den er ihm gestern Vormittag eigenh\u00e4ndig angelegt hatte, urspr\u00fcnglich in einem puren Anflug von boshaftem Humor, hatte den Kerl auf Tage hinaus wirkungsvoll zum Schweigen gebracht. Ganz offensichtlich waren die M\u00e4chte mit ihm, dachte \u00daldaise grimmig. Um dem Geschichtenerz\u00e4hler vorsorglich offiziell die Zunge ausbrennen zu lassen, h\u00e4tte er eine sehr gute Begr\u00fcndung gebraucht.<\/p>\n<p data-p-id=\"c9a08db2d48d381784a9c9b80ead5074\">\u00daldaise schaute gedankenlos auf seinen brennenden Obstgarten. Das trockene Holz loderte hei\u00df und ausdauernd, kein Wunder, denn auch wenn sie kaum noch fruchteten, enthielten die, die \u00d6lobst getragen hatten, in ihrem Holz Substanzen, die es lange und gehaltvoll lodern lie\u00dfen. Der alte Mann betrachtete gedankenverloren einen Olivenbaum, klein, knorrig und l\u00e4cherlich gegen\u00fcber denen dort, wo einst sei Zuhause gewesen war. Das Gew\u00e4chs stand nahe am Rand des Gartens. Sein Stamm verkohlte im Feuer langsam, w\u00e4hrend die Krone knisternd zusammenschrumpfte. \u00daldaise l\u00e4chelte und hing einen Augenblick seinen Gedanken nach.<\/p>\n<p data-p-id=\"d08c1d26c0ebd6937b4014d4ccbef1cd\">Keiner der Anwesenden versuchte, zu l\u00f6schen, die Flammen zu ersticken, irgendetwas zu tun, um Teile des Gartens noch zu retten. Das war nicht n\u00f6tig. Sie mussten nur einen Moment warten, dann w\u00fcrden andere das Problem l\u00f6sen. So eine Feuersbrunst ereignete sich schlie\u00dflich nicht zum ersten Mal.<\/p>\n<p data-p-id=\"20d3be1860cd8898aa74a56476e2277e\">Und tats\u00e4chlich dauerte es nicht lange und von Westen rauschten schwere Fl\u00fcgelschl\u00e4ge heran. Die Menschen schauten hin, zeigten auf die dunklen Flecken am Nachthimmel. Je n\u00e4her sie dem Feuerschein kamen, blitzte ab und zu ein goldener Lichtreflex auf, der ein Metallteil des R\u00fcstzeugs traf. Dann landeten die Regenbogenritter ihre geh\u00f6rnten R\u00f6sser in angemessener Entfernung von den versammelten Menschen und sa\u00dfen ab. Vier waren gekommen, der Blaue, der Gr\u00fcne, der Violette und der Orangenfarbene.<\/p>\n<p data-p-id=\"6bc3ba9ae786e653bed32458788db3ad\">Warum bei den M\u00e4chten hatten sie das Kind dabei?<\/p>\n<p data-p-id=\"029e795b777ffb5ccd1ce639001c8b72\">Advon Ir\u00edsolor war im Sattel des Orangenen mitgeritten und so nachl\u00e4ssig gekleidet, als habe er sich nur rasch eine Hose angezogen und sein Nachthemd unter der Saum gestopft. Die Augen der Knaben spiegelten eine wunderliche Mischung aus Erregung \u00fcber die Naturgewalt der Flammen und entsetztem Bedauern angesichts der Zerst\u00f6rung.<\/p>\n<p data-p-id=\"8184b22b1db54e78dabbd87969bbda7b\">Der violette <em>arcaval&#8217;ay<\/em> schien in dieser Nacht der Anf\u00fchrer zu sein, denn w\u00e4hrend die drei anderen ohne weiteres Z\u00f6gern in den brennenden Garten hinein gingen, wandte der Ritter sich mit fragendem Blick an die nun schweigende Menge. Da viele \u00daldaise zugewandt waren, beschloss der <em>arcaval&#8217;ay<\/em>, der Alte sei wohl der am meisten Betroffene des Ungl\u00fccks und ging zielstrebig auf ihn zu. Der Junge schloss sich ihm an, obwohl ihm anzusehen war, wie dringend ihn das Feuer interessierte.<\/p>\n<p data-p-id=\"69b605974eba6631d4aa56de45992241\">\u201eIst das Euer Garten?&#8221;, fragte der Violette und nickte \u00daldaise gr\u00fc\u00dfend zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"9377fd865319a0926d2f43b7b4323aba\">\u201eJa, ich bin der Besitzer&#8221;, entgegnete \u00daldaise und versuchte, den \u00fcberraschten Blick des Knabes, am besten das ganze Kind zu ignorieren. Offenbar erinnerte das Balg sich an die Begegnung vom Nachmittag.<\/p>\n<p data-p-id=\"27f5e21a0528003f63f2c4d5db9fe130\">\u201eWas ist passiert?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e44a2a8cd2e665fca9410747e1b7f778\">\u201eIch wei\u00df es noch nicht. Es wurde eine verd\u00e4chtige Person ergriffen, die m\u00f6glicherweise den Brand gelegt hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4938e12c4149e78ede0001dea697af5e\">\u201eGut.&#8221; Der Violette legte Advon die Hand auf die Schulter. \u201eWir werden uns um das \u00dcbrige k\u00fcmmern.&#8221; Und zu den Umstehenden: \u201eGeht zur\u00fcck in eure H\u00e4user. Es gibt nichts, wobei ihr uns helfen k\u00f6nntet.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0e8bf5f067878c0e5cd4682946d70c69\">Die Menge zerstreute sich. Mehr Ermahnung war nicht n\u00f6tig. Mit den Regenbogenrittern zu reden oder allzu nahe bei ihnen zu sein war nichts, worauf die Leute Wert legten. Au\u00dferdem w\u00fcrde es hier bald nichts Aufregendes mehr zu sehen geben. Sie trollten sich unter Gemurmel, in dem sich Erleichterung und Missfallen die Waage hielten.<\/p>\n<p data-p-id=\"3dd5af9a29910c7d6dbd50c85e3a0e81\">\u201eIhr bleibt hier?&#8221;, fragte der Ritter.<\/p>\n<p data-p-id=\"f7615bbc336b58c9038ece12d0a92f84\">\u201eIch warte auf meine Diener. Sie bringen den Verd\u00e4chtigen nach Aur\u00f3p\u00e9a und kommen danach mit meiner S\u00e4nfte oder einem Pferd zur\u00fcck.&#8221; Auf den fragenden Blick des <em>arcaval&#8217;ay<\/em> f\u00fcgte er hinzu: \u201eIch bin <em>sinor<\/em> \u00daldaise Ti\u00e1ramal\u00e9, J\u00fcngster des <em>konsej<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"228db7c9333ddda1d319906302e38b69\">\u201eIch verstehe&#8221;, sagte er <em>arcaval&#8217;ay<\/em> reserviert. \u201eNun, <em>sinor<\/em> \u00daldaise, wenn Ihr einige Augenblicke Geduld habt, werden wir Euch verraten k\u00f6nnen, was diese Feuersbrunst entfacht hat. Das mag Euren Verd\u00e4chtigen entlasten oder sein Zutun beweisen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4eca8ed57c1e98c486e8aba62bdbac30\">\u201eIch denke, die Sachlage ist klar.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c89de92a64225a39bc3b0c1b431321f5\">\u201eWartet trotzdem, was wir finden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fa2483f9a1d1e5d646dde3a8e54532e5\">\u201eNat\u00fcrlich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6d92438b47e400bcefb3326cc9cd376f\">Dem Jungen brannte eine Frage auf der Zunge, und er zwar nicht aus oberfl\u00e4chlicher Neugier.<\/p>\n<p data-p-id=\"fb0ac58ff03c8552675d07c14f3470a2\">\u201eWenn der Mann das Feuer gelegt hat&#8221;, fragte er mit un\u00fcberh\u00f6rbarer Harmlosigkeit, \u201ewas passiert dann mit ihm?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0395ee5814b24901b87d3b72f45bc987\">\u201eNun, mein Kleiner&#8221;, antwortete \u00daldaise freundlich, \u201edann bringen wir ihn ganz weit fort, an einen Ort, von dem aus er redlichen und rechtschaffenen Menschen nicht mehr schaden kann.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"51b7c27a47f1b03ff003a5e9550cea01\">\u201eIn die W\u00fcste?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d58942937ade7846d47e08db31f19253\">\u201eAdvon!&#8221;, mahnte der Ritter ruhig.<\/p>\n<p data-p-id=\"59336e7533c137a1780481cc3e4527e9\">\u201eIn die W\u00fcste&#8221;, best\u00e4tigte der <em>sinor<\/em> zuckers\u00fc\u00df. \u201eF\u00fcr den <em>Rest<\/em> seines Lebens.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f7c5a38f10c247caa6923c040f2fc472\">\u201eNun, vielleicht kl\u00e4rte sich die Sache auf und der Mann ist nur am falschen Ort zur falschen Zeit gewesen. Wir werden nicht lange brauchen. Komm mit, Advon, aber bleib nahe bei mir, solange es noch brennt. Feuer ist hei\u00df.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"33b4300058a9f2a234929bd0b8acb108\">\u201eNat\u00fcrlich&#8221;, sagte der Junge ungeduldig. \u201eSchnell, bevor es vorbei ist!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0a7de93bde326b470b1dc9be5e8ecf26\">\u201eWarum bringt ihr ein Kind mit?&#8221;, fragte \u00daldaise, als der Ritter sich abwenden wollte.<\/p>\n<p data-p-id=\"4f780b4a460bcbebadb75f185f502be3\">\u201eWarum nicht? Es gibt Dinge, die er zumindest in der Theorie kennengelernt haben sollte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"996229e248c9f9f7da9db4548cc2a6f0\">\u201eSo&#8221;, sagte \u00daldaise sp\u00f6ttisch. \u201e<em>Theorie<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"faf6af7f3fbb63dcdc720bfa78699f35\">\u201eKomm schon&#8221;, quengelte Advon. \u201eSonst ist das Feuer aus!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e8adf8777082a3363b37e359e36f5663\">Der Regenbogenritter l\u00e4chelte entschuldigend, wieder dieses unertr\u00e4gliche, arrogante L\u00e4cheln auf einem viel zu ebenm\u00e4\u00dfigen Gesicht ohne Alter und Geschlecht, das in \u00daldaise dieses Unbehagen weckte. Die <em>arcaval&#8217;ay<\/em> waren keine Menschen, genauso wenig wie die <em>faj\u00edae<\/em> es gewesen waren. Was nur hatte Patagh\u00edu sich dabei gedacht, solche Wesen zu seinen Geweihten zu machen?<\/p>\n<p data-p-id=\"0f194959e5f6a069e7d49954dd6ee185\">Der Ritter folgte Advon, der ungeduldig in den brennenden Garten voranlief. Allzu viel Eile hatte er dabei nicht. Der <em>sinor<\/em> runzelte missbilligend die Stirn. Gern w\u00e4re er den Magiern in geb\u00fchrendem Abstand nachgegangen, nur zur Sicherheit.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2530","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2530","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2530"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2530\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3800,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2530\/revisions\/3800"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2530"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2530"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2530"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}