{"id":2508,"date":"2025-08-25T12:20:34","date_gmt":"2025-08-25T10:20:34","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2508"},"modified":"2025-09-01T09:23:19","modified_gmt":"2025-09-01T07:23:19","slug":"041-yalomiro-und-die-puppen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/041-yalomiro-und-die-puppen\/","title":{"rendered":"041: Yalomiro und die Puppen"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"7eb81dbbced48c7b9eec85e0f50417f3\">Yalomiro hatte den erschrockenen Ausdruck auf dem Gesicht der <em>teirandanja<\/em> wohl bemerkt und fragte sich einen Augenblick lang, ob er tats\u00e4chlich besser so h\u00e4tte so sprechen sollen, dass das Kind es nicht geh\u00f6rt h\u00e4tte.<\/p>\n<p data-p-id=\"c4aec9e7e790b29d192c37810b012741\">Nein, entschied er dann. Mochte sie eine kurze Weile allein mit dem sein, was ihr Verstand und die erdr\u00fcckende Schwere des schuldbewussten Gewissens daraus machten, die er an ihr wahrnehmen konnte. Manj\u00e9v von Wijdlant war ein unschuldiges Kind mit klarem Verstand und einem g\u00fctigen, gerechten Herzen. Von allen Kindern hier in der Burg war sie dasjenige, das es gerade am meisten zu besch\u00fctzen galt. Der Schattens\u00e4nger zweifelte nicht mehr daran, dass jene furchtbare Wesenheit, die er immer wieder erkennen w\u00fcrde, seit er sie damals in sich selbst getragen hatte, ihr Gl\u00fcck versuchte.<\/p>\n<p data-p-id=\"92205e7874ce4ea3a2aa32562998b68c\">Nein. Nicht, wenn er es verhindern konnte. Und nicht jetzt. Diesmal war er gewarnt, und er war hier, um dem Spielverderber das Spiel zu verderben.<\/p>\n<p data-p-id=\"83df62aaf8cd55b21326261780966b60\">Vorerst schloss und versiegelte er mit einem Wink die T\u00fcr zwischen ihr und dem Audienzzimmer. Dann besann er sich und tat das Gleiche mit dem Fenster und der kleinen Nebent\u00fcr. Weglaufen durfte die Kleine ihm nicht.<\/p>\n<p data-p-id=\"e64f204123fa28069b537b6c4354f35c\">\u201eRedet Ihr im Ernst, Meister Yalomiro?&#8221;, fragte K\u00edan\u00e1 von Wijdlant erschrocken. \u201eIhr meint, das &#8230; das Widerwesen &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d067b0b9bbbdf2081640f3fe0789a923\">\u201eDas <em>Widerwesen<\/em>?&#8221;, rief Asga\u00fd von Spagor entgeistert. Sein Gesicht war kreidebleich vor Entsetzen. \u201eSeid Ihr bei Sinnen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"38421d30260ebf603f2045dea831a746\">\u201eMajest\u00e4t, \u00fcber Derartiges w\u00fcrde ich niemals scherzen. Aber macht Euch keine Sorgen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d432b60800e205fed7b9f32ed7d394b2\">\u201eMeister, Ihr k\u00f6nnt mir nicht zugleich sagen, das &#8230; ich mag es nicht aussprechen &#8230; und zugleich zu raten, mir <em>keine Sorgen zu machen<\/em>!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fe9f1131e9dbe413c684eb997f9f00a7\">\u201eDoch, das kann ich. Vergesst bei alledem nicht, dass das, was Ihr nicht auszusprechen m\u00f6gt, nichts gegen den Willen ausrichten kann, den die M\u00e4chte den Menschen geschenkt haben. Es war gut und richtig, dass Ihr mich hergerufen habt. So konnte ich mir einen Eindruck von dem machen, was in der Zukunft geschehen <em>k\u00f6nnte<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3bc23ecde1e588af59de5878203ee0de\">\u201eWieso denkt Ihr, dass Manj\u00e9v &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"50074752dd3c7e236444d48106e57080\">\u201eLasst mich mit dem Kind allein sprechen. Und zugleich bitte ich Euch, auch wenn mir klar ist, wie schwer Euch das fallen wird, es nicht hernach sofort nach dem auszufragen, was zwischen ihr und mir geredet wurde. Es sei denn, sie erz\u00e4hlt es Euch von sich aus. Das m\u00fcsste ich respektieren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3155a1622dc8033dd95a414ac1354cbe\">\u201eIch wei\u00df nicht, was ich davon halten soll&#8221;, sagte Asga\u00fd von Spagor unbehaglich. \u201eEs macht mir Angst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f40c09ef9e94a1cb34af71437ca2008b\">\u201eIch will nichts entgegen Eurem Vertrauen tun. Wenn Ihr es w\u00fcnscht, belasse ich es dabei, meine bescheidene Vorahnung ge\u00e4u\u00dfert zu haben und kehre dann wieder zu meiner Familie zur\u00fcck.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"74a502ddd4ecb72d057826874ea7b305\">K\u00edan\u00e1 von Wijdlant legte die Hand auf den Arm ihres <em>h\u00fdardor<\/em>. Sie schaute zu Yalomiro hin\u00fcber, vermied zwar Blickkontakt, aber sie nickte still. Die <em>teiranda<\/em> wusste, wovon er sprach. Sie hatte es miterlebt, und ihr hatte er die Erinnerung nicht nehmen k\u00f6nnen, um sie zu entlasten.<\/p>\n<p data-p-id=\"9b32c53925648c2116c8701004091119\">\u201eWas k\u00f6nnen <em>wir<\/em> tun?&#8221;, fragte sie.<\/p>\n<p data-p-id=\"9342d82133d030c3fb6f053ccbfffa8e\">\u201eGenau das, was Ihr bisher tut. Seid dem Kind liebevolle Eltern. H\u00f6rt der <em>teirandanja<\/em> gut zu, wenn sie Euch ihre Freuden und N\u00f6te erz\u00e4hlt. Bedr\u00e4ngt sie nicht und lasst sie ihren eigenen Weg finden. Vorerst sind es nur Kinder, die <em>teirandanja<\/em> und jene, die sie durch das Weltenspiel begleiten. Noch hat das &#8230; nicht Genannte keinen Zug getan. Es scheint noch &#8230; zu pr\u00fcfen. Es betrachtet. Vielleicht gibt es sein Spiel auch wieder auf und wendet sich Dingen an anderen Orten zu, von denen wir nichts ahnen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5f32cf2326ee8403f0251d19531bb235\">\u201eWas wollt Ihr uns damit sagen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6e2f610e1b19c371f334daa17a9524ec\">\u201eSeid wachsam. Aber bewahrt die Ruhe. Und nun entschuldigt mich f\u00fcr den Moment. Die <em>teirandanja<\/em> erwartet mich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5f09e6255116ebfb1c6638ca07d146df\">Er verneigte sich und f\u00fcgte hinzu: \u201e\u00dcbrigens k\u00f6nnten der arme <em>yarl <\/em>Althopian und die anderen Herren wirklich jede verf\u00fcgbare Hilfe bei der Suche nach den Kindern ben\u00f6tigen. Auch die Eure, edle <em>teiranda<\/em>, denn es geziemt sich f\u00fcr die Herren wirklich nicht, in den Damenunterk\u00fcnften unter Betten und in Truhen zu schauen. Wirklich bemerkenswerte <em>yarlandoray<\/em>, die beiden Knaben. Ein beherzter und ein kluger Junge. Welche M\u00f6glichkeiten, was f\u00fcr eine St\u00fctze und St\u00e4rke, wenn es gel\u00e4nge, diese beiden f\u00fcr die Zukunft zu gewinnen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7f1e09777e7f5e17bb8b30b4cd458c5b\">\u201eIch werde mit Herrn Alsg\u00f6r dar\u00fcber reden. Meister.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"46396e02469f31403aa0aea73d4b5e80\">\u201eTut das, Majest\u00e4t. Ihr findet den <em>yarl<\/em> vielleicht noch auf dem Au\u00dfenwall, falls er sich nicht der Suche bereits angeschlossen hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"409eb5d9c3be03017531d5f7959e8252\">K\u00edan\u00e1 von Wijdlant erhob sich. Asga\u00fd von Spagor z\u00f6gerte noch, dann aber stellte er seinen Becher beiseite und folgte ihr eilig. Als sie das Audienzzimmer verlie\u00dfen, h\u00f6rte Yalomiro die <em>opayra<\/em> aufgeregt auf die beiden einfl\u00fcstern. Offenbar hatte die gestrenge Edeldame geduldig vor der T\u00fcr gelauert. Der Magier wartete noch einen Moment, bis die Gruppe sich entfernte und \u00f6ffnete die T\u00fcr zum Nebenzimmer. Wie er erwartet hatte, hatte Manj\u00e9v gelauscht und wich hastig zur\u00fcck, als er still eintrat. Ihre kostbaren Spielsachen lagen unbeachtet am Boden.<\/p>\n<p data-p-id=\"6568ef25ab849b3ff4e2cfac1537e7f3\">Yalomiro zauberte die T\u00fcr wieder zu. Er rechnete nicht damit, dass das Kind fliehen w\u00fcrde, aber <em>falls<\/em> es das versuchte, w\u00fcrde es ihn mehr M\u00fche kosten, ihr Vertrauen wiederherzustellen, als wenn er sie einfach einen Moment gegen ihren Willen festhielt. Er war schlie\u00dflich nicht hier, um sie zu belehren oder zu schelten. Doch den ersten Schritt musste sie tun.<\/p>\n<p data-p-id=\"b4a6f6e274edf23028a5883edde9d1b5\">Er ignorierte ihren verst\u00f6rten Blick, ging gelassen an dem M\u00e4dchen vorbei und lie\u00df sich auf dem Teppich neben der Spielzeugburg nieder. Interessiert hob er eines der h\u00f6lzernen P\u00fcppchen auf und betrachtete es. Wie es sich f\u00fcr herrschaftliches Spielzeug anschickte, handelte es sich um eine erlesene Handarbeit mit erstaunlich detailliert geschnitzten Figuren in winzigen Kleidungsst\u00fccken. Der kunterbunt gewandete <em>b\u00e1chorkor<\/em> in seiner Hand hatte sogar eine winzige Laute bei sich. Ob D\u00fdamir\u00e9e an regnerischen Tagen an so etwas Freude h\u00e4tte? Oder war sie dazu bereits zu alt? W\u00e4re es ihr zu fern? Er entsann sich an das Lieblingsspielzeug seiner Tochter, dieses bizarre Ding aus Wolle und Filz, das Salghi\u00e1ra gebastelt hatte. D\u00fdamir\u00e9e spielte schon lange nicht mehr damit. Aber es musste immer noch in ihrem Bett schlafen, wie ein unbelebter kleiner Besch\u00fctzer aus etwas Stoff und ganz viel Liebe. Yalomiro erinnerte sich nicht, als Kind jemals ein Spielzeug besessen zu haben. Schattens\u00e4ngerkinder hatten so etwas nie gebraucht.<\/p>\n<p data-p-id=\"44b3b3f3a82ecfd33e3eda8fc4b8fe60\">So sann er einen Moment nach, bist die <em>teirandanja<\/em> zu ihm kam und sich ebenfalls wieder setzte. \u00dcber die h\u00f6lzerne Burgattrappe hinweg schaute sie ihn schuldbewusst an.<\/p>\n<p data-p-id=\"43c9c03cd19f9cc45bc238611857c353\">\u201eIhr wisst, was ich gemacht habe, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0b7c01ae1d4df311f2dc921dc66d442c\">\u201eNicht in allen Einzelheiten. Aber ich wei\u00df davon, ja.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"434635b6147c7baed847b5bd0851af69\">\u201eIch h\u00e4tte das wohl nicht tun sollen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b3db938b74bb9a44dd8721e104f28108\">\u201eWenn Ihr wisst, dass es Unrecht war, warum habt Ihr es getan?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4ffba9943717bdfb3beb549a22bbb2ee\">Sie griff verlegen nach einem P\u00fcppchen, das eine vornehme Dame darstellen sollte, um etwas anderes zum ansehen zu haben als ihn.<\/p>\n<p data-p-id=\"a533908504737ff2570ebc68fe3f366f\">\u201eIch kann ihn nicht ausstehen. Ich will ihn nicht hier haben. Er soll verschwinden. Ganz weit weg.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"112c2c2fb48512e7a9f35221ec09c675\">\u201eIhr habt noch kein einziges Wort mit ihm gewechselt, soweit ich das wei\u00df.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fcee5d8bedde7034cdd520ce87a2ab35\">Sie nickte. Yalomiro sp\u00fcrte, wie eine tiefe Ersch\u00f6pfung sie ergriff. Das war seltsam.<\/p>\n<p data-p-id=\"8aa9ffbfb6b5aadf28c65ab739592ba5\">\u201eK\u00f6nnt Ihr den <em>yarl<\/em> Althopian leiden, Majest\u00e4t?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bdf24a01e737a01988447717e2b3b4b7\">\u201eJa, sehr! Herrn Wa\u00fdreth habe ich sehr gern! Er ist nett und klug und passt gut auf Papas <em>teirandon<\/em> auf.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5f3497f52f614ac3328db83f38a46d84\">\u201eUnd wenn ich Euch sagte, dass Merrit Althopian seinem Vater in so vielen Dingen gleicht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"559b9966868a7522ee9da1d6b04dad26\">Sie seufzte unwillig.<\/p>\n<p data-p-id=\"bf60e6a03600489e2054c21152025ded\">\u201eEr ist f\u00fcr einen Knaben in seinem Alter ganz bemerkenswert gut erzogen und ohne D\u00fcnkel.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7f6fb3f019b651205c718d5bf7a9e519\">\u201eEr war heute Nacht beinahe in meinem Zimmer drin!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"146716ee4a1c16cc6836fec60e49b1e8\">\u201eW\u00fcrdet Ihr mir glauben, wenn ich Euch sagte, dass er dar\u00fcber erschrockener war als Ihr? Es war ein Versehen, das seiner Ortsunkenntnis geschuldet war. Ganz sicher wollte er Euch nicht bel\u00e4stigen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c05f6e378bb98018e6677af4017340df\">\u201eIch kann ihn trotzdem nicht leiden, Meister. Es &#8230; er &#8230; er ist <em>abscheulich<\/em>!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"305976f7db7106fde98c86228447e734\">\u201eAbscheulich?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"678a10bcfaa34fd2bdda4a8f0ac744f1\">\u201eIch ertrage es einfach nicht, wenn er in den N\u00e4he ist. Er &#8230; <em>es <\/em>f\u00fchlt sich schlimm an.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8660da9a0d14f10a5af28bc54b5f95cf\">Yalomiro betrachtete geistesabwesend das Fig\u00fcrchen, das er in der Hand hielt. Was das M\u00e4dchen sagte war &#8230; <em>interessant<\/em>. \u201eInwiefern ist es Euch unangenehm?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d4227aca1945b5ac467b94a840142029\">\u201eIch wei\u00df nicht. Ich w\u00fcrde es Euch gern erkl\u00e4ren, aber ich wei\u00df gar keine Worte daf\u00fcr, wie es sich anf\u00fchlt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"56f37cd40a07a89946ab3c96a1b87445\">\u201eNun &#8230; ich habe vorhin mit ihm reden k\u00f6nnen. Ich habe an ihm absolut nichts Bedrohliches gesp\u00fcrt, dass mir Sorgen bereitet h\u00e4tte. Ihr wisst, dass ich mich in solchen Dingen auf meine Sinne verlassen kann.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1d550955eba85abbf06a0ec7b90111dc\">\u201eHei\u00dft das, Ihr glaubt mir nicht?, fragte sie mutlos.<\/p>\n<p data-p-id=\"5255496c3e8f63cd25afa696bf214038\">\u201eNein. Es hei\u00dft, dass es wohl etwas sein muss, das ich mit meinen magischen Sinnen nicht wahrnehmen kann.&#8221; <em>Oder mit meinen menschlichen,<\/em> f\u00fcgte er in Gedanken hinzu und seine Besorgnis wuchs.<\/p>\n<p data-p-id=\"8bd77c04eced46673b4101570420e43b\">Sie konzentrierte sich auf das Damenp\u00fcppchen in ihrer Hand, nun ohne es wirklich anzuschauen.<\/p>\n<p data-p-id=\"da20e4ad63c780c70abe7bfd66efe2e5\">\u201eK\u00f6nnt Ihr nichts machen, dass er von mir fortbleibt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3ae0ee3fa80bd510f98224122b4b1fe9\">\u201eWie stellt Ihr Euch das vor? Er hat seine Bestimmung im Weltenspiel zu erf\u00fcllen wie Ihr die Eure. Wie sollte ich mich da einmischen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e5c35f5bcd9975703a3af321038b070f\">Nun schaute sie ihn direkt an. In ihren gro\u00dfen blauen Kinderaugen las er etwas, das an Verzweiflung grenzte.<\/p>\n<p data-p-id=\"cbac6e1ebf87beb300c3fd89e84d371c\">\u201eWisst Ihr, was gestern Abend nach dem Essen geschehen ist?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"98db30be68529b07b90f054d02f9c0ce\">\u201eIch habe es beobachtet, ja.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7dc9179e4a283b9a53c6c7484cfaa587\">\u201eIhr wart anwesend?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9c06421389ba78bced54f48df3ae66e7\">Er l\u00e4chelte. Offenbar hatte ihn tats\u00e4chlich niemand bemerkt.<\/p>\n<p data-p-id=\"a586c3d6b9888b92325a187dc18c71a4\">\u201eJedenfalls &#8230; Papa und Mama sagen, die beiden seien nun sozusagen f\u00fcr immer meine Dienstleute. Das hei\u00dft, dieser Junge &#8230; ich mag das nicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a6140b0cc1bdf97eeeef2dcb2a4491ae\">\u201eVersp\u00fcrt Ihr dieselbe Abneigung gegen Osse Emberbey?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8c764c8e6fada37232b28bc5d8dab5b6\">Mit dieser Frage hatte sie wohl nicht gerechnet. \u201eNein&#8221;, antwortete sie, ohne zu z\u00f6gern. \u201eIch glaube, der ist einfach nur <em>langweilig<\/em>. Er tut mir leid, weil seine Augen kaputt sind. Aber er scheint ziemlich schlau zu sein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9c2c05b1a7c3c8451bab9a8f2bc8b74b\">\u201eWas genau habt Ihr getan, Majest\u00e4t?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ec5ae3c610c49f8dbfcd8917791fea2b\">\u201eDas wisst Ihr nicht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3deca760fa184c139f72353e46fff971\">\u201eNein. Ich hatte mit einer Reihe anderer Leute zu tun und kann meine Blicke nicht \u00fcberall zugleich haben. Ich sp\u00fcre nur, dass Ihr beginnt dar\u00fcber nachzudenken, dass Ihr gestern um diese Zeit noch f\u00fcr ausgeschlossen gehalten habt, Befehle zu erteilen, die anderen schaden k\u00f6nnten. Das l\u00e4sst mich Schlimmes ahnen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"38acd6752d805931889fcb95a78814ea\">\u201eDa wusste ich noch nicht, wie unangenehm &#8230; ich &#8230;&#8221; Sie seufzte j\u00e4merlich. \u201eich habe L\u00e1as und J\u00e1ndris befohlen, daf\u00fcr zu sorgen, dass er mich in Ruhe l\u00e4sst,&#8221; gestand sie dann.<\/p>\n<p data-p-id=\"33ded247b2a75c56c9a9c6e55be1b824\">\u201eKurz nachdem die beiden die gr\u00f6\u00dfte Schmach ihres noch so jungen Lebens erlebt haben und gewisse Vergeltungsgel\u00fcste noch nicht abgek\u00fchlt sind?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"edc21a6f3f6d26ed2b29d97a4690794b\">Sie nickte schuldbewusst. Yalomiro wartete.<\/p>\n<p data-p-id=\"86a082ae489aee18f91d1ef8bfef330f\">\u201eDas war den M\u00e4chten ungef\u00e4llig, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"988e9209386b765329a9ff74b4cbcc64\">\u201eNun, es war nicht besonders nett.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3ef93460e5cff4a5bd842c3e9073f0d9\">\u201eIhr habt gerade zu meinen Eltern gesagt, dass &#8230; ich hab das nicht verstanden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1722a2ff803954a85ae286d05289fa7e\">\u201eAber Ihr versteht, dass was immer Ihr den beiden S\u00f6hnen Eurer <em>yarlay<\/em> aufgetragen habt, unrecht ist?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"97f87c8032183f300dfa4d110d353c96\">Sie nickte.<\/p>\n<p data-p-id=\"e2f9a0fbd3ab79e74d2b7260dbe05c74\">\u201eUnd das sagt Ihr nicht nur jetzt, nachdem Ihr Euch ertappt f\u00fchlt, weil ich davon wei\u00df? Weil ich der Erwachsene bin und ihr das Kind?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"15a302650a54a32a2d00e50044dfa586\">Nun z\u00f6gerte sie etwas l\u00e4nger. Er lie\u00df ihr die Zeit, konzentrierte sich auf ihre wirren Gedanken. Das war besser, als auf ihre kindlichen Worte zu h\u00f6ren. Ihr Gewissen stritt mit einem Impuls, der sie aus dem Nichts getroffen hatte. Das Gewissen war stark. Aber ihr Missbehagen war es auch.<\/p>\n<p data-p-id=\"455a6016343330c6568e638e56267fde\">\u201eIch glaube&#8221;, sagte sie endlich leise, \u201eich hab es vorher schon gewusst und nicht dar\u00fcber nachgedacht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"15afb13680d2a3c8da31ec7c18e069a8\">\u201eSehr gut, Majest\u00e4t.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"476012a88848088a4c8e6ae941fc87af\">\u201eK\u00f6nnt Ihr mir helfen, es ungeschehen zu machen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4da742401cf046d3de31505637295486\">\u201eWarum sollte ich? Es ist Eure Verantwortung. Und noch, Majest\u00e4t, habt Ihr die Gelegenheit, Eure ungest\u00fcmen Dienstm\u00e4nner zur\u00fcckzurufen, bevor noch ein Unheil passiert, das mehr zertr\u00fcmmert als Euer r\u00e4tselhafter Widerwillen gegen Merrit Althopian rechtfertigt. Es ist Eure Verantwortung, Majest\u00e4t. Und Eure Einsicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"adc91eac8f192cf93e9e422cf25cc640\">\u201eWerdet Ihr meinen Eltern davon erz\u00e4hlen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e0c54a0f62b19ea5c30e9488ef0553f0\">Nun lachte er. \u201eHabt Ihr nicht vorhin noch selbst erlauscht, dass ich unser Gespr\u00e4ch vor Euren Eltern zum Geheimnis bestimmt habe? Und sehe ich aus wie ein Zutr\u00e4ger?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ba41853754507591ec49737d4813aa57\">\u201eNein. Nat\u00fcrlich nicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"59044378cd395fbdb41a3fda73090d69\">\u201eDann habt das Vertrauen und versucht, die Sache selbst ungeschehen zu machen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"12c291d060a9b08f088c81f3173c05c2\">Sie seufzte. Er sp\u00fcrte vorsichtig in ihre kindliche Seele hinein. Was mochte das nur f\u00fcr ein Ding sein, das ihr die Gegenwart von Merrit Althopian verleidete? Das passte nicht zu dem, was seine Intuition ihm \u00fcber die Bestimmung der Kinder sagte. Yalomiro \u00fcberlegte, ob es taktvoll w\u00e4re, auch den Jungen nach seinen Gef\u00fchlen zu befragen. Wahrscheinlich kam er nicht darum herum.<\/p>\n<p data-p-id=\"e8282be13c85b7d3eae3e56fe719ad16\">\u201eDann will ich nun gehen und L\u00e1as und J\u00e1ndris suchen. Vielleicht sind sie noch nicht fertig mit ihrer Aufgabe, und &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"14fd21d9973ec0fc6f3887afd7247481\">\u201eAuf ein Wort noch, Majest\u00e4t. Zuf\u00e4lligerweise wei\u00df ich, dass Merrit Althopian derzeit, sagen wir, <em>unauffindbar <\/em>ist. Es gibt also keinen Grund zur Eile. Bitte leistet mir einen Moment Gesellschaft und kommt zu mir.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f0bfe7a12902e89110d0b9c9e677f815\">Sie setzte das Fig\u00fcrchen der Dame achtlos auf dem Turm ab und ging dann z\u00f6gerlich um das Spielzeug herum auf seine Seite. Er stellte seine Figur achtsam neben die ihre auf die Puppenburg und bot ihr dann seine H\u00e4nde an. Sie z\u00f6gerte kurz und befangen. Dann kniete sie sich zu ihm und legte die ihren hinein.<\/p>\n<p data-p-id=\"f1b21261983429a6a89e80f9b4ffe6cb\">Yalomiro schloss die Augen. Kein Zweifel. Dieses Kind hatte eine wichtige Bestimmung, Wenn die M\u00e4chte doch nur etwas deutlicher w\u00e4ren mit dem, was sie f\u00fcr das Weltenspiel planten. Wessen Strategie w\u00fcrde die <em>teiranda<\/em> von Wijdlant und Spagor einst vertreten?<\/p>\n<p data-p-id=\"a056f16283d7773f3585d7d52ad5c6b4\">\u201eMajest\u00e4t &#8230; meine <em>h\u00fdardora<\/em> hat von dem fernen Ort, von dem sie einst gekommen ist, viele Geschichten mitgebracht, die man dort den Kindern erz\u00e4hlt. Ich h\u00f6re ihr gern und aufmerksam zu, wenn sie unserer Tochter solche Geschichten vortr\u00e4gt. Viele davon sind albern und am\u00fcsant, andere abenteuerlich und verwirrend. Eines haben sie gemeinsam: Am Ende ist es meist der Schwache, Lautere und Aufrechte, der heil und gl\u00fccklich daraus hervorgeht. Das, Majest\u00e4t, macht diese Geschichten phantastisch. Es sind M\u00e4rchen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"56d467a40e78123166ef8007db7d6002\">\u201eJa&#8221;, sagte Manj\u00e9v. \u201eIch wei\u00df. So kann es nicht immer sein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dcc27063bf5a2ac750472990be8d683e\">\u201eMit einer geradezu erstaunlichen H\u00e4ufigkeit kommen in diesen Geschichten arglistige und neiderf\u00fcllte <em>teiranda\u00e9<\/em> vor, die aus Grausamkeit und Selbstsucht den M\u00e4chten ungef\u00e4llige Dinge tun und Menschen Leid zuf\u00fcgen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a879055db1eec1207e49e83188671ffd\">Sie schlug den Blick nieder. Sie sch\u00e4mte sich.<\/p>\n<p data-p-id=\"0f02e69beb6ac603e8eeb313b2cdd809\">\u201eSo eine <em>teiranda<\/em> will ich nicht sein&#8221;, sagte sie leise.<\/p>\n<p data-p-id=\"d5d31a940a3c2548088e2155bd20b3d0\">\u201eIch wei\u00df. Und ich gehe nicht davon aus, dass Ihr Eure k\u00fcnftigen Ritter dazu ausgeschickt habt, Euch Merrit Althopians Lunge und Nieren zum Abendessen zu bringen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"32bdf167dc0515a1181c824740e4abf7\">\u201eWas?&#8221;, entfuhr es Manj\u00e9v entsetzt und voller Ekel. Yalomiro entsann sich, dass es ihm und D\u00fdamir\u00e9e ganz \u00e4hnlich gegangen war, als Salghi\u00e1ra einst dieses seltsame M\u00e4rchen von der sch\u00f6nen, aber t\u00f6richten <em>teirandanja<\/em>, ihrer eifers\u00fcchtigen Stiefmutter und den klein gewachsenen Bergleuten erz\u00e4hlt hatte. D\u00fdamir\u00e9e hatte Salghi\u00e1ra anschlie\u00dfend best\u00e4ndig gefragt, warum die kleinen M\u00e4nner nicht einfach einen der ihren abgestellt hatten, der das offensichtlich <em>wirklich dumme<\/em> M\u00e4dchen daran hinderte, fortw\u00e4hrend \u00fcbel gesonnene Kr\u00e4merinnen einzulassen, nachdem sich die Mordanschl\u00e4ge h\u00e4uften.<\/p>\n<p data-p-id=\"779f4cc90e29204a1fabc11c932a893e\">\u201eIch verspreche Euch, dass ich ergr\u00fcnden will, was Euch an Merrit Althopian so abst\u00f6\u00dft und ob sich <em>dagegen <\/em>etwas tun l\u00e4sst. Ich gebe Euch derweil mein Wort, dass Ihr vor dem Jungen nichts zu bef\u00fcrchten habt. Im Gegenteil. Versprecht Ihr mir nur, in allem, was Ihr tut, zu bedenken welche gro\u00dfen Folgen ein kleines Wort aus dem Mund einer <em>teiranda<\/em> haben kann. Ich m\u00f6chte nicht, dass Euch <em>etwas <\/em>dazu verlockt, eine <em>teiranda<\/em> zu werden, die in die M\u00e4rchen meiner <em>h\u00fdardora<\/em> passt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0634afa646e4668424b46efc8b44cc8d\">Er \u00f6ffnete mit einem Wink T\u00fcren und der Vollst\u00e4ndigkeit halber auch das Fenster wieder. Dann bemerkte er, dass ihre kleinen Kinderfinger immer noch vertrauensvoll in seiner anderen Hand lagen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ad65545d2bef5ae42d1aea03ce40cb0d\">\u201eSeid Ihr b\u00f6se mit mir?&#8221;, fragte sie leise.<\/p>\n<p data-p-id=\"4982d5a854d3fefade8be33067ef389d\">\u201eF\u00fcrchtet Ihr den Zorn eines Magiers?&#8221;, entgegnete er belustigt.<\/p>\n<p data-p-id=\"ebd47eadab87f3b6c499c7469d09e647\">\u201eIch will eine gute und gerechte <em>teiranda<\/em> sein. Aber nun, nun habe ich Angst, dass ich dazu nicht tauge.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a82c8f8550083c2929463c07821bd967\">\u201eIhr seid nicht allein auf Eurem Weg, eine gro\u00dfe <em>teiranda<\/em> zu werden. So viele wohlmeinende Menschen sind um Euch, Manj\u00e9v von Wijdlant und Spagor, so viel Liebe und Freundschaft schirmt Euch gegen das ab, wovor Eure Eltern sich f\u00fcrchten. Vertraut auf all jene, die Euch Gutes wollen. Aber werdet dar\u00fcber nicht unachtsam und hochm\u00fctig. Und wenn Ihr einmal zornig seid oder verletzt oder Begierde Euch erfasst &#8230; z\u00fcgelt Euch. Besinnt und beratet Euch. Niemals, nie im Leben, tut etwas aus Zorn oder Erregung heraus. Gesprochene Worte, Majest\u00e4t, lassen sich schwerer einfangen als heimliche Brieflein. Versucht es nur.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"aadcd5c452f60b8a14402d39f974755a\">Sie nickte betr\u00fcbt und immer noch voller Besch\u00e4mung. Das tat ihm leid. Sie nahm sich die Angelegenheit so sehr zu Herzen. Es war besser, sie abzulenken.<\/p>\n<p data-p-id=\"f295f2d922736c3a96562382bee21d08\">\u201eMajest\u00e4t, eine Sache noch. Dieses Spielzeug hier &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8c77f26dd65eb1f467572429a0ff27d4\">\u201eDie Burg? Ein Geschenk der <em>teiranday<\/em> von For\u00e9tern.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5e647b425dee568c706eff8ed6a7ce60\">\u201eEs ist h\u00fcbsch. Aber habt Ihr noch Freude daran? Besch\u00e4ftigt Ihr Euch gern damit?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"220f00e332cee54ac39ef2fff71e9ad0\">\u201eNicht mehr&#8221; gestand sie z\u00f6gerlich. \u201eAber T\u00edjnje ist ganz verr\u00fcckt danach. Ich wollte es ihr demn\u00e4chst weiterschenken. Ich bin l\u00e4ngst zu alt daf\u00fcr.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3254e24578e831e41829750e86a35599\">\u201eDanke, Majest\u00e4t. So werde ich f\u00fcr meine Tochter nach etwas anderem Ausschau halten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a236863a738e767e714be069249f8d72\">\u201eSie ist so alt wie ich, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5bd9ace7e38994b69310e383bc0e95f0\">\u201eIch glaube, Ihr und sie seid nur einige Monde auseinander.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"668fe8e6551c4b960ccefeb7182fd453\">\u201eIch mag Brettspiele. Beim Steinespiel bin ich schon besser als L\u00e1as. Versucht es mit so etwas.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"58654b45fb2aec3d76d70b570b53378c\">\u201eSie hat keine anderen Kinder, mit denen sie sich messen k\u00f6nnte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c5b171619326200082851731c7ca3f8d\">Manj\u00e9v l\u00e4chelte zaghaft. \u201eDas ist traurig. Aber dann m\u00fcsst Ihr mit ihr spielen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"af293c5cf79cc1ace5e2b42a08a46a67\">\u201eIch w\u00fcrde immer gewinnen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"368c27a5030fa3ec33d44bd41e4debb0\">\u201eOhne Magie. Das w\u00e4re gemogelt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4c4b75376ae054d215276f58ab7a2b13\">Er l\u00e4chelte. \u201eIch denke dar\u00fcber nach.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f42f23006520749b0f0211ebab7b4ee3\">Sie verneigte sich. Dann ging sie zur T\u00fcr, sp\u00e4hte vorsichtig hindurch, fand das Audienzzimmer wohl leer und schl\u00fcpfte hinaus.<\/p>\n<p data-p-id=\"292e0cf94c5bb7ef12358bcfaa92fda6\">Yalomiro schaute ihr nachdenklich hinterher. Wie gut w\u00fcrden die beiden M\u00e4dchen sich verstehen! Sie waren einander so \u00e4hnlich!<\/p>\n<p data-p-id=\"02df61a8a382edfb7c57113ec5c4dd09\">Aber dar\u00fcber konnte er sich sp\u00e4ter bedenken. Nun galt es herauszufinden, was f\u00fcr ein seltsamer Fluch an dem ungl\u00fccklichen Merrit Althopian haftete.<\/p>\n<p data-p-id=\"8a7ab20ec0ab3262ce329c7dcb399a4e\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"9ed5da97505b1c0a16e166fdc3c19fb3\">\u201eErz\u00e4hl mir mehr von deinem Sohn,&#8221; bat D\u00fdamir\u00e9e.<\/p>\n<p data-p-id=\"b9de1ef408f76f3bb636b4df9505f7bc\">Hoch oben in der Luft lie\u00df sich erahnen, wie die Nacht langsam im S\u00fcden aufzog. Am Horizont war sie bereits als lavendelfarbener schmaler Streifen zu erkennen.<\/p>\n<p data-p-id=\"3d15c24bcce3ba1bb995cc38d9499ca1\">Perlenglanz war wieder wach und galoppierte kraftvoll und mit ruhigem Schwingenschlag. Das M\u00e4dchen staunte, wie unerm\u00fcdlich das Einhorn war. C\u00fdel\u00fa hatte aber bereits angek\u00fcndigt, dass sie die Nacht am Boden rasten w\u00fcrden. <em>Arcaval&#8217;ay<\/em> fl\u00f6gen nur ungern im Dunklen, hatte er erkl\u00e4rt. Und auch ein Einhorn ben\u00f6tigte ein paar Stunden Entspannung f\u00fcr seine Fl\u00fcgel.<\/p>\n<p data-p-id=\"f24e99a390a80df61d30d98771649895\">Am n\u00e4chsten Tag um die Mittagszeit, hatte der Regenbogenritter weiter geplaudert, w\u00fcrden sie Aur\u00f3p\u00e9a dann erreichen. Er hatte ihr buchst\u00e4blich in schillernden Farben die Sch\u00f6nheit von Patagh\u00edus Heiligtum, dem Ciel\u00e1stel geschildert. D\u00fdamir\u00e9e hatte interessiert zugeh\u00f6rt. Demnach war der der Ciel\u00e1stel wohl ganz \u00e4hnlich wie der Eta\u00edmalon, nur eben gro\u00df und hell und bunt und burgf\u00f6rmig. Regenbogenritter hatten es nicht n\u00f6tig, die Pracht des Hellen Tages in bescheidenen W\u00e4nden zu verstecken, so wie Nokt\u00e1mas Halle in dem kleinen H\u00e4uschen im Boscarg\u00e9n die Dunkelheit barg.<\/p>\n<p data-p-id=\"53cfb3e090cd5263e45ea64b84fd8c27\">D\u00fdamir\u00e9e hatte in ihrem Leben noch nie ein gr\u00f6\u00dferes Geb\u00e4ude gesehen, es sei denn in den Erinnerungen, die ihre Eltern mit ihr geteilt hatten. Schade, dass sie auch das sicherlich beeindruckende Bauwerk und die gro\u00dfe Stadt nicht zu Gesicht bekommen w\u00fcrde. Denn am Morgen w\u00fcrde C\u00fdel\u00fa alleine weiterfliegen m\u00fcssen. Sie hatte nicht vor, sich noch einmal einfangen zu lassen.<\/p>\n<p data-p-id=\"216194cbf9ed743f22159b90b44683c3\">Andererseits besch\u00e4ftigte sie der Gedanke, dass der Regenbogenritter selbst ein Vater war, der seinem Kind M\u00e4rchen erz\u00e4hlte, wenn auch reichlich seltsame, in denen Wildw\u00f6lfe versuchten, die H\u00e4user von kleinen Waldschweinchen umzupusten. Ob der Junge im Ciel\u00e1stel sich auch fragte, warum M\u00e4rchen immer so unglaubw\u00fcrdig sein mussten?<\/p>\n<p data-p-id=\"150f4dcba1efe273161c20220af9b0de\">\u201eWas willst du denn wissen? Bist du neugierig darauf, ihn kennenzulernen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8b539b3217b78f0ef4ffe7b5b1f6da4c\">\u201eEin wenig&#8221;, antwortete D\u00fdamir\u00e9e unverbindlich. \u201eWas macht er den ganzen Tag, wenn er nicht wie ich einen gro\u00dfen Wald zum darin spielen hat? L\u00e4uft er stattdessen durch die W\u00fcste?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9fcd4582607caec706fd5729a49d9cd2\">\u201eBei den M\u00e4chten! Die W\u00fcste ist viel zu gef\u00e4hrlich, um darin zu spielen. Dorthin darf er nur unter Aufsicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"88b4e9dd53e5963341e3326b1acc38db\">\u201eWie langweilig. Ich darf im Wald \u00fcberall hin.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c59d03b49424d88b81e74601cc076e4e\">\u201eNa ja&#8221;, gab der Ritter zu. \u201eManchmal versucht er es trotzdem.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5f5c70c4da6928893535926d55b88180\">\u201eIst er dann die ganze Zeit in eurer Burg?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"01ec4e636bdf1cfc4b023722816bbcbc\">\u201eDort, oder in den G\u00e4rten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e57f8e06cf0909b4f74830044262ef67\">\u201eUnd in der Stadt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"42894f07e36b0c066e9942ce8b09dbf0\">\u201eNein. In die Stadt &#8230; nun, wir gehen nicht dorthin.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"097d097121a27d5f2929ac4925924d6b\">\u201eIhr geht nicht in die Stadt gleich neben Eurer Burg?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"005d04249ed3c189e646977d06ce39f3\">\u201eWir haben es den Unkundigen versprochen. Wir mischen uns nicht in ihre Angelegenheiten ein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cb4bdbd0bbb17654a28eacb6ee9caf07\">\u201eWarum? Also, warum musstet ihr denen das versprochen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"79a6962a68efd148439d5cfe064b1370\">C\u00fdel\u00fa z\u00f6gerte.<\/p>\n<p data-p-id=\"40a7e3b6686530100dac85b9dfff084a\">\u201eWas wei\u00dft du \u00fcber die Chaoskriege?&#8221;, fragte er.<\/p>\n<p data-p-id=\"a3e751cd21e5c59f6cb8b34b2899784a\">\u201eNicht so viel. Mein Papa meint, ich bin noch zu jung daf\u00fcr.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bc8cabc289fa9ea5ad5660f535a9c48d\">\u201eDas habe ich mir gedacht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a8d3d393137363f6c1234635735a6c57\">Sie schaute \u00fcber die Schulter zur\u00fcck. \u201eEr sagt, wir haben das <em>schlimme Ding<\/em> unsch\u00e4dlich gemacht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a153a72616c51d6a36f1c0037489cad4\">C\u00fdel\u00fa lachte bitter auf. D\u00fdamir\u00e9e schaute ihn fragend an. Aber er erkl\u00e4rte sich nicht.<\/p>\n<p data-p-id=\"8d13262df8bf5d243390dda18454a123\">\u201eWas haben die Chaoskriege damit zu tun, dass ihr nicht nach Aur\u00f3p\u00e9a geht? Die <em>arcaval&#8217;ay<\/em> haben die Unkundigen doch besch\u00fctzt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e9219d14b403e4c87796456f64aee414\">\u201eDie Unkundigen w\u00e4ren gar nicht erst in Gefahr geraten, wenn wir nicht dort gewesen w\u00e4ren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"42e716fdacc2c03087b9003eae9e46a1\">\u201eWart ihr vor den Unkundigen da?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c196317c35f7228a7f136b309d1a1fb9\">\u201eJa. Der Ciel\u00e1stel war lange vor Aur\u00f3p\u00e9a am Rand der W\u00fcste. Die Unkundigen sind dorthin gezogen, weil sie dachten, wir besch\u00fctzen sie.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"35e9c9ce48ffeeca87384cf485aca061\">\u201eDas habt ihr doch getan?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d1d5a83ddacbff8a07a0c320582280eb\">\u201eJa.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e89aa638a714e09ce6bdac80f160fce8\">\u201eAber warum &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"968ce7eb970c06309d7e5e55201e8172\">C\u00fdel\u00fa l\u00e4chelte m\u00fcde. \u201eVielleicht bist du tats\u00e4chlich noch zu klein daf\u00fcr.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4a31e69f41cd39955f1b563b1e31767d\">\u201eNun gut. Dein Sohn ist also nie in der Stadt. Langweilt er sich nicht den ganzen Tag in der Burg?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7784cfcfc8934dd4d290aae1f988193c\">\u201eIch hoffe nicht. Seine Mutter und ich, wir besch\u00e4ftigen und so oft es geht mit ihm. Und au\u00dferdem ist Sileda\u00fa da.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bbbdf01fb5451de062bada217fc26063\">\u201eWer ist Sileda\u00fa?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1cf980742e093a552945b71f3e7f668e\">\u201eSileda\u00fa ist eine alte unkundige Frau, ein gro\u00dfe Gelehrte. Sie ist Advons <em>mestara<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"41ec75abd23013c86bf825f01552a989\">\u201eWieso hat Advon eine unkundige <em>mestara?<\/em>&#8220;<\/p>\n<p data-p-id=\"e560bc66540bab4d4467ff0e187f3abb\">\u201eNun, er muss doch auch Dinge lernen, die er sp\u00e4ter einmal f\u00fcr sein Leben brauchen kann. Lesen und rechnen und all diese Sachen. Kannst du lesen und schreiben?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7e745e8fe620e548a260128227c84938\">\u201eNat\u00fcrlich&#8221;, gab sie zur\u00fcck, fast etwas emp\u00f6rt dar\u00fcber, dass C\u00fdel\u00fa das anzweifeln konnte. \u201eAber das hab ich von Papa und Mama gelernt. Ich brauche keine <em>mestara<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"99c7209e8687d64b90b59d7f4d80fd4b\">\u201eWir waren Sileda\u00fa etwas schuldig. Wir sind dankbar, dass sie Advon in Unkundigendingen unterweist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5364894f755c962cf9b5c2983473d64e\">\u201eMacht ihm das Freude?&#8221;, zweifelte D\u00fdamir\u00e9e.<\/p>\n<p data-p-id=\"5e66180ae4f5d91806415c2d6c4deb48\">\u201eNein&#8221;, gestand C\u00fdel\u00fa nach kurzem Schweigen. \u201eAber wer w\u00fcrde ihm das verdenken. Er ist ein Kind, er hat andere Vorlieben und all das ist ihm zu langweilig.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"63f6189741fbb7747ae4bae084a7aa28\">\u201eSicher zaubert er schon viel besser als du&#8221;, sagte D\u00fdamir\u00e9e ernsthaft.<\/p>\n<p data-p-id=\"10bb49d288d4996b43e57d840c55ce21\">\u201eEr zaubert \u00fcberhaupt nicht&#8221;, antwortete der Ritter und erschrak ertappt.<\/p>\n<p data-p-id=\"756a1dd1d878ac84e2f256bbcaaee149\">D\u00fdamir\u00e9e horchte auf und wartete.<\/p>\n<p data-p-id=\"50dd00d1d95bec33bb9dae0ff5c53f79\">\u201eEr kann nicht zaubern&#8221;, sagte C\u00fdel\u00fa beil\u00e4ufig.<\/p>\n<p data-p-id=\"61a82686fe9633b6de8e4cc23427cf00\">\u201eSo wie ich?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8d5aa0cf9c4eba2ea75c51505ba405dd\">Er nickte. \u201eAber er versucht es wieder und wieder.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"db461ac4011ae9e2a9e5d09cde67c9bc\">\u201eSo wie ich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"da9e5e1000c8647739bc4e0b98759874\">\u201eJa, so wie du. Aber Patagh\u00edu hat ihm die Gabe vorenthalten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3c52e78bdadb325c34d25962e2eb9f07\">Sie dachte dar\u00fcber nach. Eine Weile war au\u00dfer Perlenglanz&#8217; Fl\u00fcgelschlag und entspanntem Schnaufen nichts zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p data-p-id=\"0d9a65d8450263498ee56a679f708d20\">\u201eWieso haben die M\u00e4chte deinem Sohn auch keine Magie gegeben?&#8221;, wollte sie wissen.<\/p>\n<p data-p-id=\"bea3ea7175cb98954ce7d0c0786b23d4\">\u201eIch wei\u00df es nicht, Kleines.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9a94251370b399897c2529c6d6d3bc18\">D\u00fdamir\u00e9e schaute schweigend hinab. Der Schatten des Einhorns auf den Wiesen unter ihnen war mit der sinkenden Sonne in ihrem R\u00fccken gr\u00f6\u00dfer geworden.<\/p>\n<p data-p-id=\"c34015495f6c067efd31f2577d64f431\">Irgendwie war es tr\u00f6stend zu wissen, dass es an einem anderen Ort ein Kind gab, dem es ebenso ging wie ihr.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2508","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2508","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2508"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2508\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3812,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2508\/revisions\/3812"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2508"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2508"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2508"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}