{"id":2500,"date":"2025-08-25T12:24:44","date_gmt":"2025-08-25T10:24:44","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2500"},"modified":"2025-09-01T09:20:21","modified_gmt":"2025-09-01T07:20:21","slug":"049-die-geige-erklingt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/049-die-geige-erklingt\/","title":{"rendered":"049: Die Geige erklingt"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"48e6d4f0e5c799a76db78eca88d6c6b9\">Der Honigkuchen und die Kekse waren nicht verdorben gewesen, ganz bestimmt nicht. Die B\u00e4ckerin, die das Naschwerk Tag um Tag vor den Toren von Aur\u00f3p\u00e9a feilbot, achtete auf ausgezeichnete Qualit\u00e4t. Der Honig stammte von Bienenv\u00f6lkern aus einem Landstrich nord\u00f6stlich von Aur\u00f3p\u00e9a, wo ungeachtet des trockenen Bodens weite Teppiche von robusten Stauden wuchsen, die fast das ganze Jahr hindurch verschwenderisch bl\u00fchten. Die Familie der B\u00e4ckerin kaufte seit Generationen bei Imkern, die ihrerseits seit Generationen dort ihre Bienen h\u00fcteten. Der Honigkuchen aus Aur\u00f3p\u00e9a war ein Traditionsprodukt.<\/p>\n<p data-p-id=\"08b68f8f58d31afaf50adb6be9caeef1\">\u00daldaises Knechte waren dennoch davon \u00fcberzeugt, jeden Moment hinter die Tr\u00e4ume zu gehen. Der <em>sinor<\/em> bezahlte sie nicht schlecht, sodass die beiden beileibe nicht hungern mussten, aber sie hatten nur selten Geld f\u00fcr Naschwerk \u00fcbrig. Somit waren die beiden es nicht gewohnt, in kurzer Zeit so eine gro\u00dfe Menge S\u00fc\u00dfigkeiten zu verzehren. Die unb\u00e4ndige Gier, mit der sie sich \u00fcber den Korb hergemacht hatten, verursachte nun Aufruhr in ihren Ged\u00e4rmen und lie\u00df sie zwischen qu\u00e4lenden Kr\u00e4mpfen, kaum auszuhaltender Nervosit\u00e4t und \u00fcberm\u00e4chtiger M\u00fcdigkeit hin und her taumeln.<\/p>\n<p data-p-id=\"f9cd0fb592e2426d528587af44b88e18\">Gal\u00e9on hatte ein Ziel vor Augen. Auch bei Nacht war der Ciel\u00e1stel im Westen deutlich vor der Dunkelheit zu erkennen. Er fluoreszierte unwirklich wie ein Leuchtpilz in den W\u00e4ldern von For\u00e9tern, nur vielfarbig. Wenn es ihm nur gelang, den H\u00fcgel unbemerkt zu verlassen, konnte er es bis zum Sonnenaufgang dorthin schaffen. Nun, er ben\u00f6tigte noch die Worte, um seinen zerlumpten Anblick plausibel zu erkl\u00e4ren, aber wozu war er ein <em>b\u00e1chorkor<\/em>? Die Worte w\u00fcrden ihm zufliegen, sobald er endlich Zeit hatte, sich darauf zu konzentrieren.<\/p>\n<p data-p-id=\"7867b00b6f45521cff2619bc4f15ff33\">Mit dem Baumst\u00e4mmchen als Wanderstab kam er \u00fcberraschend schnell voran. Es war eine gute Idee gewesen, es mitzunehmen, denn in der Dunkelheit wurden Steine und Unebenheiten im Boden zu Stolperfallen. Leider lie\u00df sich der Abstieg nicht ganz lautlos bewerkstelligen, aber solange es ihm gelang, es bei leisen Ger\u00e4uschen zu belassen, hielten die beiden ihn vielleicht f\u00fcr ein kleines Wildtier &#8230; wenn sie ihn \u00fcberhaupt bemerkten, unter ihrem St\u00f6hnen und Jammern. F\u00fcr den L\u00e4rm sorgten sie schon selbst.<\/p>\n<p data-p-id=\"adeff0127a96822558b14d5b94d2e90b\">Gal\u00e9on schlich in geb\u00fchrendem Abstand an ihnen vorbei. Waren die M\u00e4nner am Nachmittag noch bedacht gewesen, den Auftrag ihres Herrn gewissenhaft zu handeln, waren sie nun so auf sich selbst fixiert, dass sie vielleicht nicht einmal reagiert h\u00e4tten, w\u00e4re er zwischen ihnen hindurch spaziert und h\u00e4tte sie dabei gegr\u00fc\u00dft. Und obwohl er nat\u00fcrlich Abstand hielt, r\u00fchrte ihr Klagen ihn an. Ein ganz klein wenig.<\/p>\n<p data-p-id=\"8f4c71340049abb8c1c895e0653cd4b9\">\u201eDa ist was&#8221;, sagte der eine pl\u00f6tzlich ganz pl\u00f6tzlich.<\/p>\n<p data-p-id=\"cbcd07132cc5f36657c999e499652b30\">Gal\u00e9on erstarrte.<\/p>\n<p data-p-id=\"46169e284d1ecc230b9466c76a379619\">\u201eIst mir egal&#8221;, klang es j\u00e4mmerlich aus dem Geb\u00fcsch, wo es auch gar nicht gut roch.<\/p>\n<p data-p-id=\"e8fa7ff8fb01036622d8d260e59e754a\">\u201eIch guck nach&#8221;, lie\u00df der eine seinen Kameraden wissen. \u201eDa ist was, ganz bestimmt!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b935f9282959d2735fb09da07ef2c11f\">\u201eWird &#8216;n Viech sein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"729b642dc35b756edcf03419db13b34c\">\u201eHast Recht.&#8221; Der erste setzte sich ger\u00e4uschvoll wieder hin, offenbar froh darum, eine Ausrede zu haben. \u201eIch bin so schlapp. Kann mich gar nicht aufraffen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ec0f7e846b9be5e3f2a7fa9d2a50ad22\">Der im Busch gab ein paar geradezu unmenschliche \u00e4chzende Laute und Flatulenzen von sich. \u201eWas, wenn der Alte pl\u00f6tzlich auftaucht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"07e058b12f034bb76828b07ce0feacc5\">\u201eBei den M\u00e4chten, der bringt uns um.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b5c897c16e57ce9749e8a1742ffb7656\">\u201eDas w\u00e4re auch nicht mehr schlimmer als das hier!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8588900182bc3a70c3708a5c197ac175\">Der andere sprang urpl\u00f6tzlich wieder auf und begann, einige Schritte hin und her zu eilen. \u201eDieses verfluchte Kribbeln und Jucken &#8230;.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8b630f6b79c2a2a1486cddc9a9f2fe7b\">\u201eVielleicht sind&#8217;s Ameisen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1c480a7231ecb7bb785f6254cfe848a8\">\u201eIch k\u00f6nnte mir die Haut abrei\u00dfen, nur damit das aufh\u00f6rt!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d7731958bf2de5f2cf7197ea0e162e21\">Zur Antwort bekam er nur ein schmerzhaftes St\u00f6hnen. Den im Busch hatte es tats\u00e4chlich schwer erwischt.<\/p>\n<p data-p-id=\"a259e6eda576b62afd4f735943b1bae9\">\u201eIch geh mal ein paar Schritte. Solltest du vielleicht auch machen, dann l\u00f6st sich was.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f06947f9f36c2485c0affef8fd271f21\">\u201eEher sterb ich! Ich pass hier auf!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0787d88bae579478c23ff28dc867c315\">Der <em>b\u00e1chorkor<\/em> setzte sich langsam wieder in Bewegung. Der, der seine Ged\u00e4rme verfluchte, der war ungef\u00e4hrlich. Der hatte genug damit zu tun, seine qu\u00e4lenden Beschwerden durchzustehen. Aber vor dem anderen, den, den der Honig aufgeputscht und unruhig gemacht hatte, vor dem musste Gal\u00e9on sich in acht nehmen. Der war aufgeschreckt wie ein orientierungsloser Vogel bei Nacht und konnte im n\u00e4chsten Augenblick unvermittelt in seinen Weg laufen.<\/p>\n<p data-p-id=\"dac9f66082d7719c7ab16ca907a1e1d1\">Gal\u00e9on horchte und fragte sich, wie unsichtbar er im Schatten der d\u00fcrren B\u00e4ume und unter Nokt\u00e1mas sch\u00fctzenden dunklen Mantel tats\u00e4chlich war. Das Feuerchen, das die beiden bei Einbruch der Dunkelheit angefacht hatten, knisterte und zeigte ihm genau an, wo er tunlichst nicht zu nahe heran durfte. \u00daldaise w\u00fcrde bestimmt nicht erfreut dar\u00fcber sein, daas die zwei so deutliche Signale setzten.<\/p>\n<p data-p-id=\"4c03e430666b51234bee6020a08160fd\">Er setzte sich wieder in Bewegung und schlich weiter. Sobald er das Lagenfeuer hinter sich hatte, konnte er schneller gehen. Noch war er zu nahe zumindest an dem Nerv\u00f6sen. Schritt f\u00fcr Schritt tastete der junge Mann sich voran, wie ein Blinder mit dem Stab den Grund vor sich erkundend. Die F\u00fc\u00dfe hob er kaum an, lie\u00df Halme und bodennahe \u00c4stchen an seinen Beinen vorbeiflie\u00dfen, ohne dass etwas raschelte. Durch das zerschlissene d\u00fcnne Leder seiner Schuhe versuchte er, totes Holz rechtzeitig zu ertasten, bevor es unter seinem Fu\u00df zerbrechen konnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"0007bb36f4b8a9c0db42f57bc65aa4cb\">Schritt f\u00fcr Schritt kam es so voran, ging ruhig und mit verhaltenem Atem an \u00daldaises Handlangern vorbei.<\/p>\n<p data-p-id=\"98db7f6bda7183c9ad27411fbbe579b2\">Wenn er ausreichend Abstand hatte, dann konnte er sich im normalen Tempo bewegen. Sobald sie seine Schritte nicht mehr h\u00f6rten, konnte er rennen. Abstand zwischen sich und die beiden bringen, und dann scharf nach Westen abbiegen. Sobald er die befestigte Stra\u00dfe erreichte, die am Rand der W\u00fcste durch die H\u00fcgel mit ihren G\u00e4rten und Obsthainen f\u00fchrte, war er in Sicherheit. Auf der Stra\u00dfe w\u00fcrde er Verfolger bemerken. Ringsum gab es M\u00f6glichkeiten, sich zu verstecken. Den Ciel\u00e1stel konnte er in der Dunkelheit sehen, auf dem Weg ungehindert ausschreiten. Patagh\u00edus Heiligtum w\u00fcrde ihn leiten wie ein Leuchtturm.<\/p>\n<p data-p-id=\"f3a77bb7add468ecabbfd9472e08f30e\">Gal\u00e9on tastete mit dem Stab voran, strich lautlos Zweige aus seinem Weg, versuchte, eines mit dem Schatten zu werden. Hinter ihm machte der eine Knecht ziemlich viel L\u00e4rm, als er um das Feuer herum lief und jede einzelne Honigbiene f\u00fcr das s\u00fc\u00dfe Gift verfluchte, das ihn so sehr leiden lie\u00df. Der andere st\u00f6hnte nur noch und gab ekelige Ger\u00e4usche anderer Art von sich.<\/p>\n<p data-p-id=\"1c6351a6c363b1d5197c6519c1a918c0\">Der <em>b\u00e1chorkor<\/em> l\u00e4chelte grimmig. Gal\u00e9on war immer ein mitf\u00fchlender Mann gewesen, aber dass die zwei, die ihm so \u00fcbel mitgespielt hatten \u2013 wenn auch nur auf Befehl ihres Herrn \u2013 auf diese Weise ausgeschaltet waren, erf\u00fcllte ihn mit einer gewissen Genugtuung. Einmal war nun nicht er derjenige, der litt.<\/p>\n<p data-p-id=\"de9138da49cf10b829bc396bd0e8a97a\">Kaum hatte er das gedacht, traf er mit seinem Stab auf etwas gro\u00dfes, weiches im hohen struppigen Gras vor sich, das seinerseits zusammengekauert versucht hatte, sich unsichtbar zu machen.<\/p>\n<p data-p-id=\"761ef57dddd0829e40d8f271c85997ed\">Mit einem ohrenbet\u00e4ubenden Trompeten schoss der Prachtvogel aus seinem Versteck.<\/p>\n<p data-p-id=\"8a7ab20ec0ab3262ce329c7dcb399a4e\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"0ce5bc44119898d4fc3e2442407679da\">Die Sonne sank im Norden hinter den Horizont. Patagh\u00edus Glanz, der feurige Ball, den er vor sich her trug, war f\u00fcr den Tag verschwunden, und nur ein Rest von nun schweren, dunklen Farben deutete noch an, wo er zuvor noch gewesen war. Im S\u00fcden prangte nun Nokt\u00e1mas Juwel am Himmel und erhellte die Schw\u00e4rze zu einem tiefen Blau.<\/p>\n<p data-p-id=\"005b375f2571a97e514b1f1005070f93\">Die <em>teiranday<\/em> waren angekommen. Scheu durchschritt K\u00edan\u00e1 von Wijdlant die T\u00fcr des Turmzimmers. Ihr <em>h\u00fdardor<\/em> folgte ich und schaute sich neugierig um. Er hatte dieses Zimmer nie zuvor betreten. Sie hingegen hatte hier schicksalhafte Stunden erlebt.<\/p>\n<p data-p-id=\"92761d768de2c705185a07a6820b5c8b\">\u201eEr ist nicht hier, Majest\u00e4t&#8221;, sagte Yalomiro und erhellte den Raum mit sanftem silbernen Licht. Es schwebte \u00fcber dem Tisch und lie\u00df die M\u00f6bel und Regale, aber auch sein eigenes Gesicht, im Schatten. Der Magier erhob sich und r\u00fcckte ihr den Sessel zurecht. \u201eBitte, setzt euch.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e515ed97fa6edcdea5a12a6fb5185257\">Sie kam seiner Aufforderung nach, wenn auch z\u00f6gernd. Der alte, geschnitzte Sessel war niemals etwas anderes gewesen als ein altes M\u00f6belst\u00fcck, das wahrscheinlich immer in Wijdlant gestanden hatte. Asga\u00fd von Spagor bediente sich selbst und lie\u00df sich auf dem einfachen Stuhl auf der anderen Seite nieder. Yalomiro trat in den Schatten.<\/p>\n<p data-p-id=\"c4695b4ecfd15c8cee5a742d9a60491c\">\u201eWas ist mit diesem Tisch passiert?&#8221;, fragte der <em>teirand<\/em> neugierig und tippte mit der Fingerspitze auf die silbernen Spuren im durchlochten Holz.<\/p>\n<p data-p-id=\"265f74422d442b73d89b63b13f4f9461\">\u201eEr ist etwas &#8230; ramponiert&#8221;, antwortete Yalomiro.<\/p>\n<p data-p-id=\"6044e58323b3c025f5caab27e9455462\">\u201eWie konnte er durch diese kleine T\u00fcr &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2df70a492257c989c80d539d823a1ad0\">\u201eLiebster&#8221;, mahnte die <em>teiranda<\/em>, \u201ewir sind nicht hier, um \u00fcber M\u00f6bel zu reden. Nicht wahr, Meister Yalomiro?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"31ec012575640a98318c1696555b9e61\">\u201eZu einem anderen Zeitpunkt w\u00fcrde ich tats\u00e4chlich gern mit Euch \u00fcber das reden, was sich in diesem Zimmer noch an Inventar befindet. Sobald Ihr diese Kammer wieder verlasst und die T\u00fcr hinter Euch schlie\u00dft, wird sie wieder versiegelt sein. Aber f\u00fcr den Moment wollte ich Euch hier sehen, um Euch etwas zu erkl\u00e4ren. Ihr werdet gleich verstehen, worauf ich hinaus will. Doch zuvor: Hattet Ihr Gelegenheit, mit den beiden Jungen zu reden?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"96215d7b88566a0b7b0b248e17bc0355\">\u201eNein. Nur mit dem jungen Emberbey.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"62675081b7abd35ba820b1ea8b347613\">\u201eUnd?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e9131439e416e7b1b362fdba1bbbe7eb\">\u201eWenn die M\u00e4chte es w\u00fcnschen&#8221;, sagte K\u00edan\u00e1 von Wijdlant, \u201ewird er ein guter <em>maedlor<\/em> werden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dd0337bd991ae85a6dba577e8c4dd2c0\">\u201e<em>Mynstir<\/em>, wolltet Ihr sagen, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"23016555b54e2c617f54ba422d114b15\">\u201eDar\u00fcber&#8221;, sagte der <em>teirand<\/em>, \u201ewird zu reden sein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"19df06bd42d341c73c9b8138298a332f\">\u201eSein Vater, Asga\u00fd von Spagor, ist Euer <em>mynstir<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fcb0efa4f3edee6814a07ea1296f5563\">\u201eJa, aber &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"439c3c7a8aee56f0d77aa52f34240ab4\">\u201eMajest\u00e4t, edle <em>teiranda<\/em> &#8230; Eure Tochter wird weit mehr brauchen als einen Gefolgsmann, der ihr die Last langweiliger Dokumente abnimmt. Das bringt mich zum N\u00e4chsten. Das Widerwesen ist dabei, das Weltenspiel erneut zu st\u00f6ren. Ich sehe keinen Zufall. Aber es ist f\u00fcr mich unbegreiflich, weshalb es sich unkundige Menschen mit solcher Voraussicht erw\u00e4hlt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1773df058d3bd002b933b429d635e8d2\">\u201eBitte, Meister Yalomiro &#8230; was ist mit Manj\u00e9v? Was k\u00f6nnen wir tun?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f0f081db20068beb8ff2f49d17d5e755\">\u201eNichts.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e19feeae86879b9223e40578557a0265\">\u201eWie \u2013 nichts?&#8221;, fragte Asga\u00fd von Spagor verbl\u00fcfft.<\/p>\n<p data-p-id=\"535e4a4daf66b17f0b236cef23384324\">\u201eEs gibt nichts, was Unkundige gegen das Widerwesen tun k\u00f6nnen, es sei denn, ihm zu widerstehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2761e8753be0b465953eeb3c70e33646\">\u201eDann tut Ihr etwas dagegen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"434927f4bc4c52e241e065f0547d9efd\">\u201eDas kann ich nicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3a17f2547563a38466c81c3726eff7c4\">Asga\u00fd von Spagor sprang auf. Unverhohlener \u00c4rger stand in seinem Gesicht und passte nicht dorthin. \u201eIhr k\u00f6nnt nicht? Was seid Ihr denn f\u00fcr ein Zauberer?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e7a7e6700d895cb4f5d6d0b33fb1c2db\">\u201eAsga\u00fd!&#8221;, mahnte die teiranda erschrocken.<\/p>\n<p data-p-id=\"729037c7c4fc754665dc883dc8289668\">\u201eIch werde versuchen, es Euch mit Geduld zu erkl\u00e4ren, Majest\u00e4t. Aber zun\u00e4chst setzt Euch bitte wieder. Und h\u00f6rt mir gut zu. Ich werde Euch darlegen, was meiner Meinung nach hier zu geschehen beginnt. Aber ich will nicht, dass das, was zwischen uns geredet wird, Euch in Eurem Handeln dirigiert, ganz besonders, was Eure Tochter betrifft. Sobald Ihr dieses Gemach wieder verlasst, werdet Ihr Euch nicht an meine Worte erinnern, wohl aber an mein Versprechen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1999ba34bdc0a787c1248cd3e1662ad7\">\u201eWas machen wir dann hier?&#8221;, schnaubte Asga\u00fd von Spagor.<\/p>\n<p data-p-id=\"e4fb70505488835a2aaeb0ed7f733ed0\">\u201eZuh\u00f6ren, Majest\u00e4t. Und nun bezwingt Eure Wut. Ich verstehe, welche Sorge Euch antreibt, und w\u00fcsste ich meine Tochter auch nur im Ansatz in \u00e4hnlicher Gefahr, ich w\u00e4re au\u00dfer mir und vermutlich um einiges unvern\u00fcnftiger. Was ich will, ist, dass Ihr die Ruhe bewahrt, bis ich klarer sehe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"01591cc15408e2c2e4ae3ea2b22337b9\">Der <em>teirand<\/em> setzte sich wieder. Wirklich bes\u00e4nftigt war er nicht, das konnte Yalomiro sehr deutlich sp\u00fcren. Aber das war nun nicht zu \u00e4ndern. Au\u00dferdem &#8230; es konnte nicht schaden, wenn der <em>teirand <\/em>etwas engagierter w\u00e4re in dem, was er tat und angesichts dessen, was kommen w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-p-id=\"8aacbb1df8c89a6d46d4a094121a9d36\">\u201e<em>Teiranda<\/em>, Ihr habt mich hergerufen, weil Ihr Euch aus altem Wissen und Eurem Instinkt gesorgt habt, nachdem die <em>yarlara\u00e9<\/em> aus dem Weltenspiel gerissen wurden. Ihr habt es richtig erkannt. Aber es gibt eine Schwierigkeit bei der Sache. Die Zeit.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5d6b2668219fbd596c2c94a4646ea155\">\u201eZeit?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0e0780929764fac79cd4e21ef7d973e1\">\u201eDas Leben eines unkundigen Menschen, Majest\u00e4t, ist &#8230; kurz. Viel zu kurz, als dass das Widerwesen gezielt und planvoll etwas tun k\u00f6nnte, um etwas damit anzufangen.&#8221; Er wandte sich dem <em>teirand<\/em> zu. \u201eStellt Euch vor, ihr st\u00fcndet auf der Spitze des Montaz\u00edel, einen Bogen in der Hand, wie ein J\u00e4ger ihn verwendet. Der ganze Himmel \u00fcber Euch, von Soldes\u00e9r bis zu den Gestaden des Meeres, ist Eure Zielscheibe. Aber das Ziel, das Ihr treffen wollt, ist nicht gr\u00f6\u00dfer als ein Fingerring, und der schie\u00dft schnell und kreuz und quer wie eine Fledermaus \u00fcber Euch hinweg. Inmitten eines gewaltigen Schwarmes, und nur f\u00fcr einen halben Atemzug, bevor er verschwindet.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ca57ff3c654cba2359b2a4044a4b80d9\">\u201eWas?&#8221;, fragte der <em>teirand<\/em>, der nie versucht hatte, auf irgendetwas zu schie\u00dfen, verwirrt \u00fcber diese ausschweifende Rede.<\/p>\n<p data-p-id=\"7090d78f34b24e4eda0ea6ece77f8553\">\u201eDer Meister sagt, es sei dem Widerwesen unm\u00f6glich, einen einzelnen Menschen zu ergreifen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"816572fad02a7b29b93c8b3653beb25c\">Yalomiro nickte. \u201eSehr gut, Majest\u00e4t. Ihr m\u00fcsst also keine Furcht haben, dass Eure Tochter sich <em>unmittelbar<\/em> in den F\u00e4ngen des Widerwesens befindet.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"775427b2987142879bce23bf79c803fa\">\u201eUnd was ist stattdessen geschehen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d262b89882b155ce98a367ceee775561\">\u201eMajest\u00e4t &#8230; stellt Ihr Euch vor, ihr habt ein feines Gestrick vor Euch und es bleibt an etwas scharfem h\u00e4ngen, das den Faden zertrennt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4a813dd5c24e664d07afdbbf6e05c038\">\u201eEs l\u00f6st sich auf&#8221;, sagte K\u00edan\u00e1 von Wijdlant.<\/p>\n<p data-p-id=\"aef7bdc465c09ecf52c611293b430c23\">\u201eSo kann es sich hier zugetragen haben. Und es muss nicht einmal die <em>teirandanja<\/em> zum Ziel haben. Es mag etwas vorhaben, das sich au\u00dferhalb unserer &#8230;&#8221; Er z\u00f6gerte. Wenn sich Gor Lucegaths verlorener Sch\u00fcler nicht offenbarte, stand die Wahrscheinlichkeit nicht schlecht, dass sie und er zu jenen geh\u00f6ren w\u00fcrde, die tats\u00e4chlich <em>miterleben<\/em> w\u00fcrden, was geschah. \u201eNun, etwas, das erst in einigen Generationen geschehen wird. Es hat einen Faden zertrennt und l\u00f6st nun die Maschen auf, sodass das Gestrick, das die M\u00e4chte weben, seine Form verliert.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cb5ea431a9e95b604108d957f644de77\">\u201eK\u00f6nnen wir die Maschen irgendwie reparieren?&#8221;, fragte die <em>teirandanja<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"d1777913c609598aec1a8b9244938732\">\u201eIhr habt gerade gefragt, was ich denn f\u00fcr ein Zauberer sei, Asga\u00fd von Spagor.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3c442dbf00401f601713957b75d1a7ff\">\u201eIch war unbeherrscht&#8221;, sagte der <em>teirand<\/em> zerknirscht.<\/p>\n<p data-p-id=\"169892de5bdb5b16667d666eab7331e7\">\u201eIch habe mir ein Bild von dem gemacht, was hier geschehen ist und zu geschehen droht. Mehr dazu werde ich Euch nicht sagen. Aber ich werde mich bem\u00fchen, herauszufinden, was geschehen <em>wird<\/em>. Dazu habe ich Mittel, die ich nutzen werde. Aber nicht hier. Und dazu brauche ich Zeit.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3da72106c056661ada89c41fd2a6b8a4\">\u201eWie viel?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"02ef6e02d41ea50b6b519b30678077f4\">\u201eVielleicht mehr, als wir haben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c600d5dcee62409d54fe3f94e02d810c\">K\u00edan\u00e1 von Wijdlant senkte den Blick. Der <em>teirand<\/em> seufzte und ballte nerv\u00f6s die F\u00e4uste.<\/p>\n<p data-p-id=\"54796580961c537c9a54072e756b1235\">\u201eEs ist eine sehr irref\u00fchrende und naive Vorstellung, anzunehmen dass ein Magier Probleme einfach wegzaubern k\u00f6nnte&#8221;, f\u00fcgte Yalomiro sanft hinzu. \u201eWir sind hier schlie\u00dflich nicht in einem M\u00e4rchen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b12a4ab8b6034d1347094a807789332e\">\u201eUnd was sollen wir tun?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5eaa9458c9f638a3945401d788e9182b\">\u201eSorgt Ihr daf\u00fcr, dass Manj\u00e9v von Wijdlant und Spagor eine gute <em>teiranda<\/em> wird. Ich denke, dass ich gerade noch ein paar Maschen sichern konnte, zumindest f\u00fcr den Moment. Aber es ist nicht abzusehen, in welcher Richtung sich das Gewebe trennt. Ein achtsamer Blick in Richtung Rodekliv ist vielleicht nicht von \u00dcbel. Irgendwie wurde schlie\u00dflich Herrn Alsg\u00f6rs verlorene Familie in die Sache hineingezogen, und das sicher nicht so zuf\u00e4llig, wie es scheinen mag.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"938727d156fcc2efd848021cfb6111e8\">\u201eIch werde mir diesen sonderbaren Jungen aufmerksam anschauen&#8221;, sagte Asga\u00fd von Spagor.<\/p>\n<p data-p-id=\"6a66b24a8a1bc0a12c444d7ce97f8224\">\u201eDas wird nicht schaden. Aber, Majest\u00e4t, bedenkt: Auch dieser Junge geh\u00f6rt zu dem gro\u00dfen Geflecht. Begegnet ihm nicht mit Vorbehalten, ohne dass er sich vor Euch beweisen konnte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"82505e26b3a7719ba8f0ea1c5bc0ad29\">\u201eNat\u00fcrlich nicht&#8221;, sagte der <em>teirand<\/em>. \u201eIch habe keine Vorurteile.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4c48d545204459e3936957175130e8fb\">\u201eDas w\u00fcrde mich \u00fcberraschen.&#8221; Yalomiro war belustigt. \u201eMenschen haben immer Vorurteile, ob sie wollen oder nicht..&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e606d64afc1e773d4b6aabf393664a07\">\u201eMeister&#8221;, fragte K\u00edan\u00e1 von Wijdlant, \u201eist Manj\u00e9v in Gefahr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d26f5dad1f7456f4636148ac1346732a\">\u201eNein. Ich denke, ich habe die Angelschnur, von der ich heute Mittag sprach, gel\u00f6st. Eine Angelschnur \u00fcbrigens, die das Widerwesen m\u00f6glicherweise ebenso ziellos in den Himmel geworfen hat wie einen einsamen Pfeil, abgefeuert vom Montaz\u00edel.&#8221; Von dem <em>Angelhaken<\/em>, n\u00e4mlich Manj\u00e9vs Unbehagen gegen\u00fcber Merrit Althopian, schwieg Yalomiro. Das mussten die Majest\u00e4ten nicht wissen, bevor er mehr dar\u00fcber in Erfahrung gebracht hatte. Nicht auszudenken, wenn sie in elterlicher Besorgnis und Unverst\u00e4ndnis die Weltenspielz\u00fcge des Jungen blockierten. Merrit Althopian und Osse Emberbey, Herz und Verstand, ihnen durfte sich nichts in den Weg stellen. Das hatten die M\u00e4chte in dem Moment bekr\u00e4ftigt, als das Brot ins Spiel kam. Ein Zeichen oder ein Zufall, das war v\u00f6llig egal. Er hatte das Signal verstanden. Den Haken, den w\u00fcrde er ganz vorsichtig aus dem Herz der <em>teirandanja <\/em>l\u00f6sen. Er wusste nur noch nicht, wie.<\/p>\n<p data-p-id=\"70f80b7716e0d7ce1fbbb37d3d64542a\">\u201eMeister&#8221;, sagte K\u00edan\u00e1 von Wijdlant, \u201ewarum hier. Warum an diesem verschlossenen Ort?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"86dd55865a217486475a0267f8a35f28\">\u201eWeil ich das, was an alter Magie in diesen W\u00e4nden verschlossen ist, nutzen kann, um diese Worte geheim zu halten. Hier sind keine Kinder, die lauschen und davon ver\u00e4ngstigt werden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e82bc1f147e0ba0a7c10a0d3573f523e\">Sie nickte bedr\u00fcckt. Asga\u00fd von Spagor schaute sie fragend an.<\/p>\n<p data-p-id=\"89e85461f440b597dbf749f50bdcbba3\">\u201eLiebste&#8221;, fragte er dann leise, \u201ewas hat es damit auf sich?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"989ee0f3e5fcbfc87531edcdbc8e21c5\">\u201eLass es mich dir sp\u00e4ter erkl\u00e4ren&#8221;, sagte sie. \u201eEs ist kompliziert.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e74c7ad22b5220678109c74d94214766\">Yalomiro hatte nichts dagegen einzuwenden. Sobald sie den Turm verlassen hatten, w\u00fcrden sie beide sich ohnehin nicht mehr daran erinnern, was sie hier getan hatten.<\/p>\n<p data-p-id=\"1d9ff677dbdbf04210d030dae251b9d9\">\u201eMajest\u00e4t&#8221;, sagte er, \u201eIch m\u00f6chte- &#8220;<\/p>\n<p data-p-id=\"73cfef4a9a3412dafe07c46f6e610573\">Ein hoher, vibrierender Klang, laut und zugleich sonderbar muffig, ged\u00e4mpft, unterbrach ihn.<\/p>\n<p data-p-id=\"c3574ce9aa3abe97b0d3d167d97c68bf\">Asga\u00fd von Spagor schaute sich irritiert um. \u201eWas war das?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d71b620d6e474faa15151a7488f2af0b\">Ein weiterer Ton, eine andere Tonlage, noch lauter und immer noch so seltsam dumpf.<\/p>\n<p data-p-id=\"52b4b6dbdf844e433c230f016182d0a3\">\u201eWo kommt das her?&#8221;, fragte die <em>teiranda<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"21124e768ed1ad9d4e08c9dc602eac9f\">Pl\u00f6tzlich, eine ganze Serie von T\u00f6nen, krumm und schief und dissonant. Yalomiro raffte seine Tasche an sich und zog hastig die Schnalle auf, die die Deckklappe hielt. Kaum hatte er sie ge\u00f6ffnet, wurden die T\u00f6ne lauter, deutlicher und immer noch wirr, so als hacke ein Huhn auf die Saiten einer Laute ein.<\/p>\n<p data-p-id=\"cf8fd9d68bcea4b95d2c05d710ef38e3\">Die Geige gl\u00fchte in kaltem Silberschimmer. Licht zuckte wild \u00fcber den Saiten hin und her. Jemand spielte darauf! Jemand benutzte <em>seine<\/em> Geige!<\/p>\n<p data-p-id=\"996ca900735fb7737b9784344a966b41\">Der Schattens\u00e4nger starrte sein Werkzeug verwirrt an. Es <em>klang<\/em> nicht einmal wie eine Geige. Aber das war nicht das, was ihn erschreckte. Wer spielte darauf? Wer hatte <em>Kontrolle<\/em> \u00fcber das Instrument \u00fcbernommen?<\/p>\n<p data-p-id=\"84e6f99fd14ce9f5ec71cea617fb8adb\">\u201eSalghi\u00e1ra?&#8221;, fl\u00fcsterte er.<\/p>\n<p data-p-id=\"778288ec0bd9b48b167d95548d48a440\">\u201eMeister?&#8221; Asga\u00fd von Spagor starrte mit gro\u00dfen Augen die selbstspielende Violine an. Solche Misst\u00f6ne hatte nicht einmal er selbst je einem Instrument entlockt. Die Kl\u00e4nge wurden immer schriller, h\u00e4rter, immer mehr von zaghaften einzelnen Noten zu eindringlichem L\u00e4rm. \u201eMeister, was passiert da?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0c7f14d2ad214b5b377a58f4152d1eab\">Sie rief nach ihm. Sie hatte es irgendwie fertig gebracht, \u00fcber die Entfernung, \u00fcber den Montaz\u00edel und durch die Nacht hinweg, eine Verbindung mit der Geige aufzubauen. Sie tat es unbeholfen, ohne Struktur oder Kunstfertigkeit, aber aus jedem misst\u00f6nenden Zupfen, das sie irgendwie bewerkstelligte, klang schiere Verzweiflung.<\/p>\n<p data-p-id=\"09d4b11aa93870ffb4c1727feb260d69\">Sie <em>zauberte<\/em>. Sie benutzte ihre Intuition, ihre Emotion, ihr Vertrauen. Sie rief um Hilfe. Es war, so befremdlich es wirkte, einer der st\u00e4rksten und reinsten Zauber, die er jemals von <em>camat&#8217;ay <\/em>gewirkt gesehen hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"ad952029dee6efc4d449a17928fdb7ce\">W\u00e4re die Panik in ihrem Tun nicht gewesen, er w\u00e4re entz\u00fcckt gewesen \u00fcber diesen gewaltigen Schritt, den sie vollbracht hatte. Aber das hier war kein Lehrst\u00fcck. Sie flehte darum, dass er sie h\u00f6ren konnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"9c8c48a4ea1b7ffba31f6b6b71bcad95\">\u201eBei den M\u00e4chten, bei Nokt\u00e1ma! Ich &#8230; entschuldigt bitte&#8221;, sagte er. \u201eDas hier kann nicht warten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2fad59ecab29071624b36bd6423b43c6\">Er griff in die Tasche, ohne hinzusehen und zog den Bogen hervor. Als er ihn auf die Saiten setzte, spr\u00fchten Funken davon weg wie Mondlicht, das einen Diamanten zum Funkeln brachte. Die T\u00f6ne prallten zusammen und schrillten gegeneinander an. K\u00edan\u00e1 von Wijdlant hielt sich mit einem Wehlaut die Ohren zu. Asga\u00fd von Spagor wich mit weit aufgerissenen Augen zur\u00fcck. Er hatte nicht geahnt, wie <em>schrecklich <\/em>eine Geige klingen konnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"d20e14c243361fe1780cc4cc223dd246\">Yalomiro sp\u00fcrte ihre Magie von den Saiten \u00fcber den Bogen auf seine Hand \u00fcbergehen. Sie zitterte. Sie war in Not. Er horchte, aber er konnte sie nicht verstehen. Da war keine Botschaft, keine Information. Nur Dringlichkeit. Und ein Gedanke. <em>D\u00fdamir\u00e9e<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"8a5996bac312d42e40724f35669e2b8a\">Ihm wurde kalt.<\/p>\n<p data-p-id=\"19bcb33e7fc41713cabdc8283ae6eb88\">Er ging am <em>teirand<\/em> vorbei, zog mit dem Fu\u00df dessen Stuhl n\u00e4her an den Tisch. Ohne den Bogen von den Saiten zu nehmen, stieg er auf den Tisch. Wenn es einen m\u00e4chtigen Platz gab, der seine Magie nun <em>verst\u00e4rken<\/em> konnte, dann war es dieser Tisch. Hier hatten sie miteinander gestanden, als sie gemeinsam das Widerwesen zur\u00fcck ins Chaos gedr\u00e4ngt haben.<\/p>\n<p data-p-id=\"185436345bcbf470b20bd213735b4418\">Er begann, zu spielen. Unbeirrt \u00fcber die T\u00f6ne hinweg, die derweil von dem Instrument ausgingen, begann er seinerseits ein neues Lied.<\/p>\n<p data-p-id=\"cae7e9c7e3a0c4c1a76c2a45258938d8\"><em>Ich bin da! Ich bin da!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"34079a6ec36b6854cf36bf1c98f00df3\">Die Saiten widersetzten sich f\u00fcr einen Lidschlag der Unm\u00f6glichkeit, zwei unterschiedliche T\u00f6ne zugleich zu erzeugen. Die kollidierende Magie war so m\u00e4chtig, dass die Unkundigen sie <em>sehen<\/em> konnten. K\u00edan\u00e1 von Wijdlant griff hilfesuchend nach Asga\u00fd von Spagors Hand. Der <em>teirand<\/em> stellte sich hinter sie und umarmte sie, ohne den Blick von dem Magier zu wenden.<\/p>\n<p data-p-id=\"7ce092be2f3737e7b30d493fb325844f\"><em>Ich bin da! Ich h\u00f6re dich. Hab keine Angst! Ich bin bei dir!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"f02f3dc8fc40eb30657698a618872ed4\">Er schloss die Augen und spielte weiter. Es kostete enorme Kraft, die Kontrolle \u00fcber die Saiten zur\u00fcckzuerlangen.<\/p>\n<p data-p-id=\"f5acff65fb66d2d5ac210598aaba6a27\"><em>Il ay&#8217;ra! Hab keine Angst. Ich h\u00f6re dich. Ich sp\u00fcre dich. Was ist geschehen?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"ad13b5a9b883355c5cbe7afd88d7a55f\">Er spielte. Seine Melodie, sanft, m\u00e4chtig, tr\u00f6stend, legte sich mit jedem Ton mehr und mehr wie eine Umarmung um jene, die Salghi\u00e1ra spielte, auf der anderen Seite des Montaz\u00edel.<\/p>\n<p data-p-id=\"dbad044ca1db1a1593aff586c88f1be2\">Die Unkundigen schwiegen. Die Musik machte sie ehrf\u00fcrchtig, still und and\u00e4chtig. Sie begriffen ebenso wenig wie er, was passierte, aber er r\u00fchrte sie an.<\/p>\n<p data-p-id=\"02bcad41b8d3da983870969d63f85c2d\"><em>Ich bin da! Ich bin bei dir! Was ist passiert?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"f853a065abafa588dd41e598ed061219\">Er barg ihren dissonanten Aufschrei, zog ihn an sich, spielte und begann, sie mit seinen Bogenstreichen zu liebkosen. Eine Weile stritt sein Spiel gegen ihren Jammer an. Dann ver\u00e4nderte es sich. Wie auch immer sie die T\u00f6ne erzeugte, sie begann, seiner Melodie zu folgen. Sein Spiel wurde zu einem merkw\u00fcrdigen Duett aus flie\u00dfendem Streichen und tickenden Anschl\u00e4gen. Sie beruhigte sich.<\/p>\n<p data-p-id=\"82685a41a2a55c3e1796252f46f4d602\"><em>Was ist passiert?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"e53086d3094294119be5fcdaac5d4694\">Er konnte sie nicht verstehen. Es war, als versuche er, mit ihr zu reden, w\u00e4hrend Sie hilflos verwirrt war.<\/p>\n<p data-p-id=\"2703c075268056715fa78727565866ed\">D\u00fdamir\u00e9e &#8230;<\/p>\n<p data-p-id=\"95e470e87152f735ffa5224e39c5a280\">Er spielte und versuchte, ihre Emotionen zu sp\u00fcren. War D\u00fdamir\u00e9e etwas zugesto\u00dfen? Hatte es ein Ungl\u00fcck gegeben?<\/p>\n<p data-p-id=\"dcc33a27d0010601f92098a3d320222d\">D\u00fdamir\u00e9e &#8230;<\/p>\n<p data-p-id=\"2b06b38f6859cf2a9b05a5c7b9081faf\">Mehr bekam er nicht heraus. Er spielte und atmete leise.<\/p>\n<p data-p-id=\"120fc9c8bd7d801cf46819d4d376f439\">Nein. Es war nicht das Schlimmste passiert. In Salghi\u00e1ras Magie war Angst und Dringlichkeit, sogar wirres Schuldbewusstsein, aber keine Trauer. Das war beruhigend. D\u00fdamir\u00e9e war nichts zugesto\u00dfen, was sie hinter die Tr\u00e4ume gezogen h\u00e4tte.<\/p>\n<p data-p-id=\"03d377ddcfe75b049ac13776ef84580a\"><em>Ich komme, <\/em>spielte er. <em>Ich bin unterwegs. Ich komme!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"e7cc0a0e9b1df105354824426c3979f4\">Er spielte so lange weiter, seine liebkosende, beschwichtigende Melodie, bis sie sich g\u00e4nzlich mit den fremden T\u00f6nen synchronisiert hatte und diese schlie\u00dflich verklangen. Er spielte noch einen Moment allein weiter und kam dann sanft zum Ende.<\/p>\n<p data-p-id=\"f0e5b9287d5b25efbe9ee1daabacc152\">Einen Moment lang verharrte er schweigend auf dem Tisch. Dann lie\u00df er Geige und Bogen sinken und stieg den Tisch hinab.<\/p>\n<p data-p-id=\"ad99cf9672ea3ff03f132c4fc74d38d2\">\u201eMeister&#8221;, fl\u00fcsterte K\u00edan\u00e1 von Wijdlant, \u201ewas war das?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0b91c3eb0b76e0a9235bcc359645b124\">\u201eEntschuldigt mich. Ich muss weg.&#8221; Er legte das Instrument zur\u00fcck in seine Tasche und nahm sie auf die Schulter.<\/p>\n<p data-p-id=\"3f2fa76386dbb8f658b6c09634649391\">\u201eWas hei\u00dft das \u2013 weg? Ihr k\u00f6nnt doch nicht einfach &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f83895a59b2b186f89a397d364f6f956\">\u201eNat\u00fcrlich kann ich das. Meine <em>h\u00fdardora<\/em> ruft nach mir.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d35e93e34fdca1cfb6be9e965af6c442\">\u201eAber &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bbc4bcaf9f901523e85d8cd14bffaa6f\">Yalomiro warf ihm einen ungeduldigen Blick zu. Asga\u00fd von Spagor wich zur\u00fcck. M\u00f6glicherweise sch\u00fcchterte ihn der Widerschein der <em>maghiscal<\/em> in den Augen des Schattens\u00e4ngers ein.<\/p>\n<p data-p-id=\"7b3d1454dff06bf91f93749c49fa4cfb\">\u201eMeister&#8221;, sagte K\u00edan\u00e1 von Wijdlant flehend.<\/p>\n<p data-p-id=\"2a6020af0075ae892775e30392e475bc\">Er seufzte. \u201eIch komme wieder&#8221;, versprach er. \u201eAber nun lasst mich unbehelligt. Ich bin in \u00fcbergro\u00dfer Eile.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"48f57892e4dc6a3baa3d3caff5e287c9\">Er verneigte sich. Dann stie\u00df er die T\u00fcr des Turmgemachs auf und verschwand.<\/p>\n<p data-p-id=\"c9c53c777ec2103bf4e0c11a35b10b5b\">\u201eMoment mal!&#8221;, rief der <em>teirand<\/em> fassungslos aus und eilte ihm nach. Aber kaum stand Asga\u00fd von Spagor auf der Treppe, hatte er vergessen, was er dort wollte. K\u00edan\u00e1 von Wijdlant folgte ihm nach. Kaum hatte sie die Schwelle \u00fcbertreten, verlosch auch ihre Erinnerung an die letzten Momente.<\/p>\n<p data-p-id=\"e46320d6272bed71fa0daf83ab6b5b03\">Die Treppe war leer. Au\u00dfer ihnen beiden war niemand mehr im Turm. Ratlos standen beide einen Moment beieinander.<\/p>\n<p data-p-id=\"f4e07a64ad5afd887bfee38970229955\">\u201eKomm&#8221;, sagte die <em>teiranda<\/em> endlich. \u201eIn der Halle warten sie sicher auf uns.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ce653ab882aafce29158a63863af1665\">\u201eWarum sind wir hier oben?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a7ed6baeb0c0bc4a92ff958410a6ff2b\">Sie wandte sich um. Das ge\u00f6ffnete Turmzimmer lag nun im Dunklen hinter ihnen. K\u00edan\u00e1 von Wijdlant schauderte. \u201eIch denke, hier ist Magie im Spiel. Lass uns sp\u00e4ter dar\u00fcber nachdenken.&#8221;<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2500","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2500","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2500"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2500\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3802,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2500\/revisions\/3802"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2500"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2500"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2500"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}