{"id":2486,"date":"2025-08-25T12:08:21","date_gmt":"2025-08-25T10:08:21","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2486"},"modified":"2025-09-01T08:59:32","modified_gmt":"2025-09-01T06:59:32","slug":"031-ueber-dem-tisch-geredet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/031-ueber-dem-tisch-geredet\/","title":{"rendered":"031: \u00dcber dem Tisch geredet"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"aebd2aee38ddfe66e167a7eedbade4e1\">Merrit Althopian reagierte geistesgegenw\u00e4rtig. Seine Hand fuhr nach vorn, packte Osse Emberbey beim Hemd und zog den entgeisterten Jungen mit einem Ruck unter den Tisch. Osse tat einen \u00fcberraschten Laut, aber der andere hielt ihm hastig den Mund zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"78aba192e61c6650b82b200c1f02d02a\">Die Stimmen der M\u00e4nner n\u00e4herten sich auf dem Flur.<\/p>\n<p data-p-id=\"45d3d5e62c2ff8f238e6569f5d7de7ca\">Der blonde Junge mit der blauen Tunika legte mahnend den Finger an die Lippen. Osse verstand und nickte stumm, woraufhin Merrit Althopian seine andere Hand von Osses Gesicht nahm. Er strich die fast bodenlange Tischdecke glatt und gestikulierte dem Gleichaltrigen behutsam, sich ruhig zu verhalten.<\/p>\n<p data-p-id=\"19576e58c5c2341afa33d40350143551\">Aber Osse h\u00e4tte ohnehin nicht gewagt, sich zu r\u00fchren. Die drei M\u00e4nner hatten das Amtsszimmer des <em>teirand<\/em> beinahe erreicht. Ein Ausweichen war nicht m\u00f6glich \u2013 aber was mochte ihnen bl\u00fchen, wenn man sie hier entdeckte?<\/p>\n<p data-p-id=\"f88fc9d60ff30f558a600f810515b756\">Das Tuch verdeckte an den langen Seiten des Tisches die Sicht, nicht an den Enden. Dazu war es war aus einem hellen Stoff gefertigt, der Licht zu ihnen hindurch lie\u00df. So konnte Osse erkennen, dass sein Gegen\u00fcber ganz j\u00e4mmerlich aussah. Die eisblauen Augen des anderen Jungen waren verquollen und ger\u00f6tet, so als habe er die ganze Nacht geweint. Im Gesicht hatte er eine frische Schramme wie von einer Schl\u00e4gerei. Seine Gew\u00e4nder waren verknittert und sa\u00dfen ihm verzogen am Leib, als habe er in ihnen geschlafen.<\/p>\n<p data-p-id=\"dbd124f8ff5882c98fed114ac4f3451c\">Merrit Althopian musterte ihn seinerseits auf ganz merkw\u00fcrdige Weise. Sicherlich hatte er nicht damit gerechnet, dass ihm jemand sein Versteck streitig machen w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-p-id=\"5e0d821c29660427c004b6f6dba5601b\">Streitig? Osse w\u00e4re im Leben nicht eingefallen, dem anderen gegen\u00fcber Anspr\u00fcche anzumelden. Und Merrit Althopian &#8230; der hatte gar nicht erst versucht, ihn abzuwehren. Bereitwillig teilte der Knabe den Unterschlupf mit ihm, obwohl die Gefahr, entdeckt zu werden, nun erheblich gewachsen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"90e6462483a3f2eede015fed5b1f0e12\">Die beiden Jungen schauten einander an. Osse Emberbey ahnte, dass sie <em>beide<\/em> den Drang versp\u00fcrten, miteinander zu reden. Aber ausgerechnet jetzt blieb ihnen nichts anderes \u00fcbrig, als gemeinsam zu schweigen. Und dann war da noch ein ganz anderes Gef\u00fchl, ein irritierendes, das ihn verlegen machte. Es sah Merrit Althopian, der so ganz anders war als er selbst, vor sich. Und doch hatte er dabei das Gef\u00fchl, in einen <em>Spiegel<\/em> zu schauen. Seinem Gegen\u00fcber schien es \u00e4hnlich zu gehen.<\/p>\n<p data-p-id=\"8ff2c7b15314f7033c7fbe7e123db923\">\u201e &#8230; nat\u00fcrlich war sie so aufgeregt, dass sie erst sehr sp\u00e4t eingeschlafen ist&#8221;, plauderte Asga\u00fd von Spagor. \u201eNormalerweise verschl\u00e4ft sie nicht so weit \u00fcber die Zeit und l\u00e4sst ihre kleine Gef\u00e4hrtin warten. Bitte, tretet ein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6f1fc42c2c6ba3ec9d9e43aaabb0f0e3\">Die Jungen horchten. Die Ritter betraten den Raum, blieben aber offenbar stehen, kaum dass sie die T\u00fcr passiert hatten.<\/p>\n<p data-p-id=\"ebe17fae029ff84583d7ec82e131285c\">\u201eGuten Morgen&#8221;, gr\u00fc\u00dfte eine M\u00e4nnerstimme, die Osse nicht kannte.<\/p>\n<p data-p-id=\"5a389b2306153a894210c1643eac501b\">\u201eMeister Yalomiro?&#8221;, fragte Wa\u00fdreth Althopian \u00fcberrascht, <em>freudig<\/em> \u00fcberrascht.<\/p>\n<p data-p-id=\"496251e3fbe9e828b44ccd12be94ed26\">\u201eHerr Wa\u00fdreth. Ich freue mich, Euch nach all der Zeit wieder vor mir zu sehen. Herr Alsg\u00f6r? Majest\u00e4t?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f91217d3c6abb345290896464f718cf5\">\u201eWillkommen, Meister&#8221;, sagte der <em>teirand<\/em>. Er klang verwirrt, wenn auch sicher nicht \u00fcber die respektlose Reihenfolge. Dass der Fremde die <em>yarlay<\/em> vor dem <em>teirand<\/em> ansprach, war genaugenommen eine Ungezogenheit. \u201eWo kommt Ihr her?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3c38a17564fb54f7250f386eb7ee7346\">\u201eIch hatte hier geschlafen&#8221;, erkl\u00e4rte der fremde Mann leichthin. Er hatte eine klangvolle, freundliche Stimme. Osse sah in der Miene des anderen, dass Merrit Althopian genau dasselbe dachte wie er: Wann war der Fremde ins Zimmer gekommen? Wieso hatten sie ihn nicht bemerkt?<\/p>\n<p data-p-id=\"af246bbb0d45b21557bfe251cf957db6\">\u201eVergebt mir&#8221;, lie\u00df sich Alsg\u00f6r Emberbey h\u00f6ren. \u201eIch will nicht unh\u00f6flich sein. Aber es war nie die Rede davon, dass ein <em>Magier<\/em> bei dieser Sache mitzureden hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"92957782ccc13f477d7fd0cd8e9e33f5\">\u201eIch rede nicht mit, Herr Alsg\u00f6r. Ich bin nur hier, um zuzuh\u00f6ren. Auf ausdr\u00fccklichen Wunsch der <em>teiranda<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c512ef7068f6e04e5c3be938d9a44273\">\u201eK\u00edan\u00e1 w\u00fcnscht es so&#8221;, sagte der <em>teirand<\/em>. \u201eSie ist aus &#8230; bekannten Gr\u00fcnden nicht im Raum. Ihr werdet sp\u00e4ter Gelegenheit haben, Sie danach zu fragen. Meister Yalomiro ist mit meinem Wissen und meiner Billigung hier. Und mit meinem Dank.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"df8877d3bc34b3d575507487fe8b6512\">Schritte n\u00e4herten sich, ein Sessel wurde ger\u00fcckt. Dann schoben sich die Beine von Asga\u00fd von Spagor in der Mitte der langen Seite ein St\u00fcck weit unter den Tisch. Der <em>teirand<\/em> hatte Platz genommen, deutlich zu erkennen an seinen Schuhen aus weichem Leder und den l\u00e4ssigen weiten Hosenbeinen, Samt mit exotischen Blumenstickereien, wie sie in For\u00e9tern in Mode waren. Beinahe w\u00e4re er Osse auf die Hand getreten. Der Junge zog sich sacht einen Deut zur\u00fcck.<\/p>\n<p data-p-id=\"c0b80c9be21b293851573039972de200\">\u201eWorauf wartet Ihr?&#8221;, fragte der <em>teirand<\/em>, als sich niemand sonst r\u00fchrte. \u201eSetzt Euch! Ihr auch, Meister Yalomiro. Althopian, macht Ihr bitte noch die T\u00fcr zu. Ich w\u00fcnsche, hier ganz in Ruhe und vertraut zu reden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c4aa2cacb915b416032ada8d1162e0b4\">Die T\u00fcr wurde geschlossen. Dann lie\u00dfen die <em>yarlay <\/em>sich steif ihrem Herrn gegen\u00fcber nieder. Weitere F\u00fc\u00dfe n\u00e4herten sich bedrohlich den Jungen in ihrem Versteck. Herr Alsg\u00f6r hatte sogar die Beschl\u00e4ge von seinen Stiefeln abgenommen, so klein machte er sich vor seinem Herrn. Osse seufzte und stellte dann zu seiner \u00dcberraschung fest, dass <em>yarl<\/em> Althopian dasselbe getan hatte. Merrit betrachtete die F\u00fc\u00dfe seines Vaters ganz best\u00fcrzt.<\/p>\n<p data-p-id=\"cdb0c4a56ed775e9b93c5a2a0aa58217\">Zuletzt sa\u00df der Unbekannte, in etwas Abstand an der schmalen Seite des Tisches. Er trug unauff\u00e4lliges, kn\u00f6chelhohes Schuhwerk und eine schlichte leinene M\u00e4nnerhose, beides tiefschwarz gef\u00e4rbt.<\/p>\n<p data-p-id=\"e1805ec844f19e5d89e716f8f9615367\">\u201eWas in diesem Raum gesprochen wird&#8221;, sagte Asga\u00fd von Spagor, \u201esoll nicht \u00fcber die Schwelle und nicht \u00fcber Eure Lippen, es sei denn zu den Ohren meiner <em>h\u00fdardora<\/em>. Bis Ihr es anders von mir h\u00f6rt. Dass gelobt mir, edle Herren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"675e62e5163a8c5f90bdbe1687efcfa6\">Althopian und Emberbey murmelten die zeremonielle Best\u00e4tigung. Beide klangen etwas kleinlaut dabei.<\/p>\n<p data-p-id=\"4840d94961de4725b7e9b6b5784737af\">\u201eWas Euch betrifft, Meister &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c91551954dd19ca410844ab743832165\">\u201eOh, bitte, beachtet mich nicht weiter, Majest\u00e4t. Ich werde mich in nichts einmischen, bevor ich nicht alles Wichtige geh\u00f6rt habe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7669eee3e58c1e4785db86012d290692\">Osse schaute fragend zu Merrit hin\u00fcber. Ob der wusste, wer dieser andere Mann war?<\/p>\n<p data-p-id=\"ed6c540ea9a038ab50d6277327690de6\">\u201eNun gut &#8230; Althopian, habt Ihr Euren Sohn in der Nacht wiedergefunden?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"34138333100d2e76865d63b1b6d62ece\">\u201eNein. Aber sein Pferd ist im Stall. Er kann also nicht weit fort sein. Er &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"461247eb5278b59c68025dc6cb216be9\">\u201eEr versteckt sich oft in letzter Zeit, nicht wahr?&#8221;, fragte der Fremde, der sich gerade eben noch nicht einmischen wollte.<\/p>\n<p data-p-id=\"c082b1713f6fdc930c81d5fd3eb61083\">\u201eJa. Ich &#8230; ich wei\u00df nicht mehr weiter mit ihm, Meister Yalomiro. Habt Ihr Kenntnis davon, was er heute Nacht angestellt hat?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1e1c15997b7026b1fcee4cc3789155f0\">\u201eSelbstverst\u00e4ndlich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"160586eb6472fbb33bed466c2adca03b\">\u201eEs &#8230;&#8221; Wa\u00fdreth Althopian unterbrach sich. \u201eVerzeiht, Majest\u00e4t. Es geh\u00f6rt nicht hierher.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"908ca3536c5790c9ac7f82f0944330f4\">\u201eEs ist gut. Der Junge kann unm\u00f6glich den ganzen Tag \u00fcber unentdeckt bleiben. Die Torwachen sind angewiesen, ihn nicht ins Freie zu lassen. Wir finden ihn. Und dann w\u00fcnscht die <em>teiranda<\/em> mit ihm zu reden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fc81500e09fe8c1c94099aa9486f5f17\">\u201eWarum?&#8221;, entfuhr es dem <em>yarl<\/em>, halb entsetzt.<\/p>\n<p data-p-id=\"96f2cff8779d028588667094a3cd8d29\">\u201eNa ja. Sie sagte mir, es t\u00e4te dem Knaben vielleicht nicht schlecht, einmal mit einer Frau zu reden. Sie meint, nachdem &#8230;&#8221; Der <em>teirand<\/em> verhaspelte sich. Vielleicht hatte er das Thema nicht anr\u00fchren wollen, zumindest nicht so. Merrit Althopian biss sich fest auf die Lippen, Osse f\u00fchlte seine Anspannung. Ohne zu wissen, weshalb er es tat, streckte er lautlos seine Hand nach dem Jungen aus und ber\u00fchrte tr\u00f6stend dessen Knie. Weiter langte er nicht an ihn heran. Der Fu\u00df von Alsg\u00f6r Emberbey war zwischen ihnen. Merrit Althopian zuckte zusammen und erstarrte, als er Osses Hand sp\u00fcrte.<\/p>\n<p data-p-id=\"d72fb119e884b12464ad3e139c089c12\">\u201eMajest\u00e4t, ich wei\u00df nicht, ob es so richtig w\u00e4re. Es &#8230; es ist mir so furchtbar unangenehm, was gegen\u00fcber der <em>teirandanja<\/em> und den S\u00f6hnen von Grootplen und Altabete geschehen ist. Bei den M\u00e4chten, dass der Junge keinen besseren Einstand wusste, als die beiden zu verpr\u00fcgeln und zu dem\u00fctigen &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"35a43aa186a079023e6d2aa9058eaba3\">Aha. Nun wusste Osse also, was in der Nacht geschehen war. Er musterte den anderen Jungen beeindruckt. Er hatte L\u00e1as Grootplen und J\u00e1ndris Altabete am Abend in der Halle gesehen und war fast etwas eingesch\u00fcchtert von den \u00e4lteren Jungen gewesen. Die beiden waren ihm vorgekommen wie verkleinerte Ausgaben ihrer V\u00e4ter, die beide beeindruckende Recken waren.<\/p>\n<p data-p-id=\"09310f4348c0cc162345ed3909dcff4e\">Merrit Althopian err\u00f6tete. Vielleicht war es ihm unangenehm, dass der andere auf diese Weise von dem peinlichen Vorfall erfuhr.<\/p>\n<p data-p-id=\"dc8a71b00e71d32dc578af9c933e5ce6\">\u201eAlthopian! Es ist keine Schande dabei! Im Gegenteil! Altabete und Grootplen haben erkannt, wo sie ihren S\u00f6hnen noch Neues beibringen k\u00f6nnen. Ich sah die vier gerade auf die Wiesen gehen, und ich denke, am Abend haben wir genug Kleinholz f\u00fcr das Herdfeuer. Es war &#8230; inspirierend f\u00fcr die Herren. Es ..&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c86c786c9fde24c581d863b659f68055\">\u201e<em>Inspirierend<\/em>?&#8221; Wa\u00fdreth Althopian schrie beinahe, so aufgebracht brach es aus ihm heraus, ein Ton, den er sich bei Strafe nicht gegen\u00fcber seinem Herrn h\u00e4tte erlauben d\u00fcrfen. Die Kinder unter und die Erwachsenen am Tisch zuckten zusammen ob des unverhofften Ausrufs. \u201eHerr, Ihr m\u00fcsst mich nicht tr\u00f6sten! Ihr m\u00fcsst nichts sch\u00f6nreden! Mein Sohn scheint mir ein unberechenbarer Raufbold zu werden. Es ist, als sei mit seiner Mutter all das in ihm verloschen, mit dem die M\u00e4chte ihn beschenkt hatten!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d1b727addfa5c66a98ee3f0fbf1e0723\">\u201eEr ist ein gro\u00dfartiger K\u00e4mpfer, Herr Wa\u00fdreth&#8221;, sagte <em>yarl<\/em> Emberbey beschwichtigend, mit einer Einf\u00fchlsamkeit, die Osse seinem Vater nie zugetraut h\u00e4tte. \u201eIch erinnere mich nicht, jemals einen Knaben in seinem Alter mit so einer Bef\u00e4higung gesehen zu haben. Und Ihr wisst, dass ich einige Jungen anleitet habe, als ich j\u00fcnger war.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e79ec9842861b4e4e620b960ef82c32c\">\u201eIch will aber keinen unbezwingbaren K\u00e4mpfer&#8221;, kam es matt, m\u00fchsam beherrscht von Wa\u00fdreth Althopian. \u201eIch will meinen Sohn zur\u00fcck!&#8221; Und dann brach seine Stimme, und deutlich, viel zu deutlich war sein Schluchzen unter dem Tisch zu h\u00f6ren. \u201eDie M\u00e4chte haben mir meine <em>h\u00fdardora<\/em> genommen. Und jetzt nimmt mir &#8230; irgendwas &#8230; meinen Sohn. Irgendetwas macht mir meinen Sohn zuschanden, und ich wei\u00df nicht, wie ich ihm beistehen kann.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2d28cd03bc4ef6a226e80dafa4fd8501\">Er <em>weinte<\/em>. Einen Augenblick lang herrschte oben am Tisch betretenes Schweigen. Unter dem Tisch starrte Merrit die F\u00fc\u00dfe seines Vaters an, als k\u00f6nne er nicht fassen, dass der gro\u00dfe, der heldenhafte Wa\u00fdreth Althopian vor seinem Herrn in Tr\u00e4nen ausgebrochen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"b8c9b6496deddba25407c814d58706ae\">\u201eZumindest&#8221;, sagte pl\u00f6tzlich Alsg\u00f6r Emberbey bitter, \u201ehat Euer Sohn noch nicht den <em>Verstand<\/em> verloren wie der meine.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e749fefc8b566cc80ee49bca05e6f39d\">\u201eDer Brotschwur?&#8221;, erkundigte der Mann, den sie als Meister angesprochen hatte, sich anteilnehmend.<\/p>\n<p data-p-id=\"70668ff6ef1b48dfe1b23f450c2cee62\">\u201eDavon wisst Ihr auch schon?&#8221;, fragte Asga\u00fd von Spagor \u00fcberrascht.<\/p>\n<p data-p-id=\"a19fbe417ee5ac20f8ed556940a333dd\">\u201eMajest\u00e4t, wenn ich mir alles im Einzelnen erkl\u00e4ren lassen m\u00fcsste, dann w\u00fcrden wir viel Zeit verlieren. Aber was, Herr Alsg\u00f6r, l\u00e4sst Euch an dem <em>Verstand<\/em> des Jungen zweifeln? Zugegeben, der Zeitpunkt war etwas hastig gew\u00e4hlt, aber ein gewisser \u00dcbereifer liegt in der Natur Eurer Familie und hat mehr als einmal gro\u00dfes Unheil verhindert. Es gibt eine Menge Geschichten dar\u00fcber, die <em>b\u00e1chorkoray<\/em> weitertragen. Was also hat der Junge falsch gemacht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7ca1443df590500d42043ae11f492d45\">\u201eMeister &#8230; ich wei\u00df wirklich nicht, ob Euresgleichen mit den Regeln und Riten vertraut ist, dass Ihr das wirklich versteht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fc43888029d3be041de6a4c0edbc62d3\">\u201eEmberbey!&#8221;, tadelte der <em>teirand<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"144ae98f572aa68e7e97ee5c734ee30d\">\u201eIch muss nicht jedes Detail verstehen, Herr Alsg\u00f6r, aber hier scheinen mir die Prinzipien zu gen\u00fcgen, die auch ein Bauer verst\u00fcnde, der noch nie sein Feld verlassen hat. Euer Sohn, Euer Nachfolger, will voller Eifer und Pflichtgef\u00fchl Eure Nachfolge antreten. Andere V\u00e4ter w\u00fcrde das freuen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6b215949fbdda34c0bf9dc23ddbf39f6\">\u201eAndere V\u00e4ter, Meister, haben S\u00f6hne, die der Nachfolge w\u00fcrdig sind. Das ist bei Osse nicht der Fall!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bcf0bb7d27b5d16670ced1d13a42c8e3\">Osse seufzte lautlos. Nun war der Moment wohl gekommen. Der Vater w\u00fcrde seinen Treuschwur vom <em>teirand<\/em> f\u00fcr nichtig erkl\u00e4ren lassen und alles w\u00e4re aus.<\/p>\n<p data-p-id=\"80c32bab6ac136c8bd8b14d625db0486\">Nun aber ber\u00fchrte ihn eine Hand, griff an dem M\u00e4nnerknie des still weinenden Ritters vorbei zu ihm hin. Merrit Althopian schaute ihn fragend an.<\/p>\n<p data-p-id=\"f96d4aacc4d30eefaa5067451980812e\">\u201eWoher wollt Ihr das jetzt schon wissen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"eda842da759ad843a317fb437c6b8fe5\">\u201eBei den M\u00e4chten! Meister, wenn Euch das selbst nicht auff\u00e4llt! Mein Sohn ist <em>verkr\u00fcppelt<\/em>! Niemals wird er in der Lage sein, sein <em>yarlm\u00e1lon<\/em> zu verteidigen, und das <em>teirandon<\/em>, seine k\u00fcnftige <em>teiranda<\/em> schon gar nicht!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"79856ffee69c73ebe41b69a399f58bf2\">\u201eEmberbey! M\u00e4\u00dfigt Euch!&#8221; Der <em>teirand<\/em> versuchte, den alten Ritter zur Ordnung zu rufen, aber Osse wusste, dass sein Vater nun nichts auf Autorit\u00e4t gab. Im Gegenteil. Auch mit dem sonst so k\u00fchlen und beherrschten Ritter gingen die Emotionen durch und rissen seine Unnahbarkeit hinfort.<\/p>\n<p data-p-id=\"57755b3d15e8a541285c498b5bc88e58\">\u201eEs ist allein meine Schuld! Die M\u00e4chte haben mich gestraft! Zu Recht! Zu lange habe ich die Gelegenheit verstreichen lassen, und nun, da ich mich im letzten Moment besonnen habe, da konnte es nicht mehr gl\u00fccken. Zwei M\u00e4dchen und ein unbrauchbarer Sohn &#8230; ich habe die ehrbare und uralte Familie Emberbey ausgerottet mit meiner Tr\u00e4gheit! Zu nichts bin ich nutze, nicht einmal dazu, mein Amt ehrenvoll weiterzugeben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"be9df163c405fdacd27acd73d5c00de2\">Nun war das Schweigen um einiges l\u00e4nger. Sogar Wa\u00fdreth Althopian schien sich wieder unter Kontrolle zu haben.<\/p>\n<p data-p-id=\"59eef5898285dfd9aba52ff1d03ac410\">\u201eWarum, Herr Alsg\u00f6r&#8221;, sprach der Fremde schlie\u00dflich als erster wieder, \u201elehnt Ihr Euren Sohn so ab? Hat er denn ein schlechteres Herz als Ihr? Weniger Ehrbarkeit und G\u00fcte? Weniger Liebe in sich als Ihr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"37a7538df94cb544f349e17d57e61a5c\">\u201eLiebe? Ich? Ich meine &#8230; wieso &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c6eef0d62a5cef1606000164a5e23c8b\">\u201eHerr Alsg\u00f6r. Ich verstehe nichts von menschlichen Regeln und Riten, damit habt Ihr schon recht. Aber wenn es etwas gibt, wor\u00fcber sich meinesgleichen nicht t\u00e4uschen l\u00e4sst, dann ist es die Beschaffenheit eines Herzens. Das Eure mag fest verschlossen sein unter einer allzu harten Schale, aber ich kann es trotzdem ersp\u00fcren. Also?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a92c88002817db4aded8bf270c28fc2f\">Emberbey erhob sich und entfernte sich vom Tisch. Osse kannte das. Wenn ihn etwas aufw\u00fchlte, konnte sein Vater nicht still sitzen. Getrieben ging er dann im Raum herum.<\/p>\n<p data-p-id=\"e4d68ff7da3adc95b5218dc6c8ff24d7\">\u201eMein Sohn, Meister, wird niemals f\u00fcr <em>irgendjemanden<\/em> k\u00e4mpfen k\u00f6nnen. Seine Augen sind so schlecht, dass er selbst eine Turnierlanze erst erkennen w\u00fcrde, wenn sie ihm schon in die Brust gefahren ist. Er wird niemals an der Seite anderer <em>yarlay<\/em> etwas ausrichten k\u00f6nnen, wenn dem <em>yarlm\u00e1lon<\/em> und dem <em>teirandon<\/em> Gefahr droht. Jemand <em>anderes<\/em> muss und wird es f\u00fcr ihn tun.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a9e4db2cf6ae0fa6f28f197f35a28fa8\">\u201eJemand anderes?&#8221;, fragte Asga\u00fd von Spagor verwirrt.<\/p>\n<p data-p-id=\"d1d5a83ddacbff8a07a0c320582280eb\">\u201eJa.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"56078f7bd3c08b63d2c0884b4f5ee171\">\u201eBei den M\u00e4chten&#8221;, kam es entgeistertvon Wa\u00fdreth Althopian. \u201eIhr habt es getan, nicht wahr? Isan hatte etwas angedeutet, aber ich h\u00e4tte nicht gedacht &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bf5a0eac249ab57b0f5c27194fe3975c\">\u201eWas? Die <em>doayra<\/em> hat &#8230; dieses naseweise Weibsbild! Das&#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"455fa3927022c3c19f6ad1af5e47ac79\">\u201eEmberbey! Was geht hier vor? Wor\u00fcber redet Ihr?&#8221;, unterbrach der <em>teirand<\/em>, alarmiert.<\/p>\n<p data-p-id=\"dae2bc9c6132442bb0ab56a6f632cbb6\">Alsg\u00f6r Emberbey setzte sich wieder. Osse musste sich verrenken, um dem Bein auszuweichen. Merrit wich ebenfalls zur\u00fcck, denn die F\u00fc\u00dfe seines Vaters bewegten sich ebenfalls, nerv\u00f6s.<\/p>\n<p data-p-id=\"3ecc8d216979112e6b2038deaf5e2c84\">\u201eHerr&#8221;, gestand Emberbey. \u201eIch h\u00e4tte es Euch in einem anderen Rahmen sagen wollen, aber da es die <em>doayra<\/em> vermutlich schon im ganzen <em>teirandon<\/em> herum geschwatzt hat &#8230; nachdem meine <em>h\u00fdardora<\/em> hinter die Tr\u00e4ume gegangen ist und die M\u00e4chte mir damit die Chance auf einen &#8230; f\u00e4higen Nachkommen verschlossen haben, habe ich mich auf meine Pflicht besonnen, einen &#8230; Ersatz zu finden. So, wie es meine Pflicht gewesen w\u00e4re, w\u00e4re unsere Verbindung kinderlos geblieben. Ihr kennt die Gesetze.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ae7acc632d4f55771ebe1039efc3cfc0\">\u201eDas m\u00fcsste dann ein Sohn eines Blutsverwandten von Euch sein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"99bec8dc3aa26875182866e8bf2eef89\">Das war korrekt. Osse kannte die Regeln ganz genau. Und <em>blitzartig<\/em> begriff er, was der Vater damals im Regen auf dem Turm erwartet hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"6a12e2e07a45dc50877e813eb8474f3c\">\u201eIhr habt noch Verwandte?&#8221;, staunte der <em>teirand<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"21bca797f4a6964024f7915620253605\">\u201eIch habe &#8230; hatte eine \u00e4ltere Schwester. Sie ging im Streit mit jemandem fort, den sie f\u00fcr ihren <em>h\u00fdardor<\/em> hielt. Es war eine unsch\u00f6ne Geschichte, ein Zerw\u00fcrfnis. Mir ist bekannt, dass Eure Eltern den meinen die Schmach ersparen wollten und nie dar\u00fcber gesprochen wurde. Schlie\u00dflich hat sie willentlich und mutwillig Stand und Familie aufgek\u00fcndigt und meinen Eltern damit die Herzen gebrochen. Jedenfalls &#8230; ich, beziehungsweise meine <em>maedloray<\/em>, hatten ihre Spur gefunden. M\u00f6ge sie hinter den Tr\u00e4umen endlich gl\u00fccklich sein. Sie ist seit f\u00fcnfzehn Wintern tot.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f034440c54bf72178d517babbbc29597\">\u201eJa \u2013 und?&#8221;, fragte Wa\u00fdreth Althopian.<\/p>\n<p data-p-id=\"f4022debdc6b4abfd28ff302ec9799a1\">\u201eEs ist peinlich und schmachvoll. Sie ist damals an den Hof eines anderen <em>yarl<\/em> geraten, mitsamt Tochter, aber ohne ihren vermeintlichen <em>h\u00fdardor<\/em>. Mein Vater hatte gewusst, dass der Verruchte damals unlauteres im Sinn hatte, aber &#8230; Nun &#8230; es gibt eine Tochter dieser Tochter. Und die hat einen Sohn. Einen &#8230; brauchbaren Sohn, drei Sommer \u00e4lter als der meine. Er lernt bei den Waffenleuten seines <em>yarl<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dc03ad6d0e328d0b72dbf38b73874af8\">Osse erstarrte. Dann krampfte sich sein Herz so schmerzhaft zusammen, dass es eine Qual war, nicht aufst\u00f6hnen zu k\u00f6nnen. Der andere Junge bemerkte es, seine Hand dr\u00fcckte ermahnend zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"1fdf01d38a0df04246c00b937e84a0bb\">\u201eIhr wollt also Euren Sohn mit Eurem Gro\u00dfneffen ersetzen, von dem ihr erst seit kurzem wisst?&#8221;, fragte der Schwarzgewandete. Nicht vorwurfvoll, nicht emp\u00f6rt. Er fragte einfach, ganz ruhig.<\/p>\n<p data-p-id=\"4df60d81d60cbe083f97b813419454b5\">\u201eNat\u00fcrlich nicht unbesehen.&#8221;, wandte Alsg\u00f6r Emberbey hastig ein. \u201eAber wenn er sich gut macht und in der Lage ist, f\u00fcr das <em>teirandon<\/em> ein Schwert zu f\u00fchren, dann &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"732ffd16f8dca856dfbb54aaaa16aae9\">\u201eAlsg\u00f6r&#8221;, sagte Wa\u00fdreth Althopian, \u201eder Knabe hat also eine Ausbildung als Waffenknecht begonnen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5ed938d0a4bc653c3ba7b6d8530d683f\">\u201eJa. Sie schrieb, sie habe ihn daf\u00fcr fortgegeben. Es bietet ihm ein gutes Leben, ein Auskommen und Unterkunft im Haushalt seines <em>yarl<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e05a2c29f83d4e1adf7fb4812b060c97\">\u201eEin Knabe von zw\u00f6lf Sommern unter Waffenknechten? Was soll aus dem Kind werden?&#8221;, sagte der <em>teirand<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"7c46097d87bafa9fc1bbd2bfb1ec1085\">\u201eEs ist eine gute Grundlage. Er ist immerhin dem Stande nach kein <em>yarl<\/em>, nicht ohne &#8230; die formelle Zustimmung der <em>teiranday<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2212f113505ea3b1a2484735f45bc9c4\">\u201e<em>Wessen<\/em> Waffenknechte?&#8221;, fragte der Schwarzgewandete beil\u00e4ufig.<\/p>\n<p data-p-id=\"0ca944cddce0a83476dc02af30fd109b\">\u201eJa, Emberbey, das w\u00fcrde mich auch interessieren.&#8221; Die F\u00fc\u00dfe des <em>teirand<\/em> bewegten sich unruhig. Den Jungen blieb kaum Platz, auszuweichen, immer wieder mussten sie H\u00e4nde und Beine versetzen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ea927e9935206e9e334fcbaae51bd592\">Alsg\u00f6r Emberbey z\u00f6gerte. Das war wohl der heikelste Punkt an der ganzen Sache. Dies, und nicht der Umstand, dass es Osse Emberbey seinen Platz unter den Dienstm\u00e4nnern der <em>teiranda<\/em> kosten w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-p-id=\"6689f6b8ed90b0ff6e996beacc3fcde0\">\u201eEr steht \u2013 derzeit \u2013 im Dienst der <em>yarlay<\/em> von Rodekliv&#8221;, gestand er dann.<\/p>\n<p data-p-id=\"9c411d67fc73d474cf092248baf66df8\">Einen Moment lang war es so still im Raum, dass man eine Stecknadel auf die kostbaren Steinfliesen h\u00e4tte fallen h\u00f6ren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p data-p-id=\"f0a71c1b007e7b39e7060ff6cebe7ec7\">Dann brach der Tumult aus.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2486","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2486","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2486"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2486\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3744,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2486\/revisions\/3744"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2486"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2486"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2486"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}