{"id":2479,"date":"2025-08-25T12:12:07","date_gmt":"2025-08-25T10:12:07","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2479"},"modified":"2025-09-01T08:56:27","modified_gmt":"2025-09-01T06:56:27","slug":"038-manjev-schreibt-briefchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/038-manjev-schreibt-briefchen\/","title":{"rendered":"038: Manj\u00e9v schreibt Briefchen"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"89062dd4630a5da8e3261c4da0ded27e\">Alsg\u00f6r Emberbey hatte geh\u00f6rt, das die M\u00e4nner versucht hatten, die T\u00fcr zu \u00f6ffnen. Der alte Ritter legte schweigend den Kopf in seine H\u00e4nde. Er konnte sich denken, warum es ihnen nicht gelang.<\/p>\n<p data-p-id=\"5e5f7d0025d363ada73d893c8b4dd399\">Der Schattens\u00e4nger hatte sich ungefragt neben ihm niedergelassen. Schweigend sa\u00dfen die beiden M\u00e4nner an der Mauer, an der kleinen B\u00f6schung, die von hier in den Graben absank. Eine Entenfamilie zog gesch\u00e4ftig vorbei, und an seichteren Stellen bl\u00fchten zartblaue und wei\u00dfe Seerosen. Am jenseitigen Ufer des Grabens wuchsen hohe Binsen. Libellen schwirrten in halsbrecherischer Manier \u00fcber dem Wasser hin und her.<\/p>\n<p data-p-id=\"3013cea989c89ae860b6fbeb07c61c4b\">Nachdem die anderen Ritter sich entschieden hatten, von der T\u00fcr abzulassen, war das Pl\u00e4tschern und Vogelgezwitscher lauter als die Burgger\u00e4usche hinter der Mauer. Es war so friedlich.<\/p>\n<p data-p-id=\"9253b1e1f7c71c50221c099890717cb9\">Der Magier schwieg und schaute den alten <em>yarl<\/em> auch nicht an. Seine Aufmerksamkeit schien ganz und gar den flauschigen K\u00fcken zu gelten, die nun versuchten, gegen\u00fcber die B\u00f6schung zu erklimmen.<\/p>\n<p data-p-id=\"0f8423a7c2c08ac8de8ee5fd791e3b76\">\u201eEs gibt nichts, was ich Euch zu sagen h\u00e4tte&#8221;, sagte Emberbey schlie\u00dflich. \u201eIhr verschwendet Eure Zeit, indem Ihr hier neben mir hockt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b58117143d80f5f996702242622a234f\">\u201eM\u00f6glich. Aber mir war nicht wohl dabei, Euch allein mit Euren schweren Gedanken zu wissen, Herr Alsg\u00f6r.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5031714781eb4effd21937cec7bbd72c\">\u201eUnd wenn ich allein sein m\u00f6chte?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f13e39552358a1d74eb006725f409fa6\">\u201eDann h\u00e4ttet Ihr mich schon fortgejagt, in dem Moment als ich mich zu Euch setzte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dacc2a6a9fd74028a6dd6f62caa1d0b2\">\u201eUnd doch bringt es gar nicht, mir nicht und Euch schon gar nicht. Ich will nur meinen Frieden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9834091e9dd3df89bc341d5a45859e7d\">Nun schaute der Schattens\u00e4nger doch zu ihm hin\u00fcber. Hier, bei Tageslicht, war der Silberglanz in seinen Augen kaum wahrnehmbar.<\/p>\n<p data-p-id=\"0d8edd217c2824ef0f543cf3e2498fd8\">\u201eErz\u00e4hlt mir von Eurer <em>h\u00fdardora<\/em>&#8220;, verlangte er. Er bat nicht darum, er schlug es nicht vor \u2013 er forderte es ein, so sanft und doch bestimmt, dass Alsg\u00f6r Emberbey nicht anders konnte, als ihm zu antworten.<\/p>\n<p data-p-id=\"afbf82988f265e669e7131dc2c58be93\">\u201eSie ist &#8230; sie war die dritte Tochter einer <em>yarlara<\/em> aus dem <em>teirandon<\/em> Ov\u00e9stola, f\u00fcr die es vor Ort keinen passenden <em>h\u00fdardor<\/em> gab. Ihrer Mutter war es ein Anliegen, sie gut versorgt zu wissen. Ich warb um eine Dame, die meine Familie st\u00e4rken w\u00fcrde. Mehr gibt es nicht zu sagen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c5249e4f543bf20b7d6be31612750e79\">\u201eWie traurig.&#8221; Yalomiro Lagoscyre lehnte sich mit dem R\u00fccken an die Mauer. \u201eIch wei\u00df, dass Euer Freund, <em>yarl<\/em> Althopian sich die Mutter seines Sohnes in gl\u00fchender Liebe erw\u00e4hlt und erstritten hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f6741dcade76199ee16e59bbdfa2ccca\">\u201eHat es ihm mehr genutzt als mir?&#8221;, fragte Emberbey bitter. \u201eHerr Wa\u00fdreth hatte schon immer einen Hang zu verquerer Romantik. Und er ist ein gutes St\u00fcck j\u00fcnger als ich. Denkt Ihr, mir w\u00e4re entgangen, wie die Damen und die <em>fanjula\u00e9<\/em> unter den Schutzbefohlenen ihn angeschw\u00e4rmt haben, in welches <em>yarlm\u00e1lon<\/em> ihn seine Wege auch gef\u00fchrt haben?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bd74ee802d3c97b44d4f14b8b9baff86\">\u201eHerr Alsg\u00f6r, wir k\u00f6nnen die Sache abk\u00fcrzen. Ihr k\u00f6nnt mich nicht t\u00e4uschen und braucht nicht abzulenken. Ihr habt die Dame, m\u00f6ge sie hinter den Tr\u00e4umen ohne Leid seid, von Herzen lieb gewonnen, sobald Ihr sie bei Euch hattet. W\u00e4re dem nicht so, es w\u00e4re mir die M\u00fche nicht wert, mit Euch zu reden, denn dann spr\u00e4che ich mit einem Felsbrocken.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ce2338f623aa0c8fbe5e8f2cfc539565\">\u201eEs war keine Liebe&#8221;, behauptete der Ritter. \u201eDas muss ich mir nicht einreden. Sie h\u00e4tte meine Tochter sein k\u00f6nnen. Sie hat ihrer Familie zuliebe einen alten Mann akzeptiert.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d5e059e5e6f03d7cadec436f1231001f\">\u201eGefallt Ihr Euch eigentlich, indem Ihr Euch in Strenge und H\u00e4rte wappnet wie in Euer Eisenzeug?&#8221;, fragte der Magier. \u201eVor was habt Ihr Angst, dass es eines solchen Schutzes bedarf?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"40d4be49ad474c4c71be427f21f8dc7f\">\u201eSchw\u00e4che zu zeigen&#8221;, konterte der Ritter, \u201eist eines <em>yarl<\/em> von Emberbey nicht wert.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ce0f00b7842d8d1e15be9cd4bc88df5b\">\u201eWieso habt Ihr Euch so sp\u00e4t eine Gef\u00e4hrtin erw\u00e4hlt? Ich wei\u00df von dem verh\u00e4ngnisvollen Schwur, den Ihr den Eltern von Asga\u00fd von Spagor leisten musstet. Aber haben die M\u00e4chte Euch in all dieser Zeit niemals den Weg einer <em>h\u00fdardora<\/em> kreuzen lassen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"10eb18cb4a37f3f5e8d1ef26837607dd\">\u201eNein. Ich &#8230; nein. Frauen waren niemals &#8230; es hatte einfach keinen Belang. Nicht, solange wir den <em>teirandanjor<\/em> h\u00fcten und uns mit seinem mangelnden Pflichtbewusstsein abm\u00fchen mussten.&#8221; Er lachte kurz und freudlos auf. \u201eBis mir klar wurde, dass es mit mir enden w\u00fcrde. Bei ihm selber ist es ja gerade noch gelungen, den M\u00e4chten sei es gedankt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b32e0e61bd94d522a4fe462d505a0c02\">\u201eW\u00e4re es anders gewesen, w\u00e4re Eure Schwester damals nicht mit diesem Mann aus Rodekliv davongelaufen?&#8221;&#8216;<\/p>\n<p data-p-id=\"f1e9c62e1e502277f3f43babe586c518\">\u201eWenn sie noch mit ihm <em>davongelaufen<\/em> w\u00e4re! Wenn er wenigstens die Ehre gehabt hatte, meinen Vater, meine Mutter um ihre Gunst zu bitten. Es ist Unheil \u00fcber mein Haus gekommen, damals, aus Rodekliv.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3f182b2efb0e3c7ab6480bdd89495fb5\">\u201eUnd doch wollt Ihr ausgerechnet den Jungen von dort auf den Platz Eures Sohnes setzen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"83260307d6261fbc4322b866b9a8985f\">\u201eDas versteht Ihr nicht. Es &#8230; \u201e<\/p>\n<p data-p-id=\"2d75ac55b9164facd49e81255043c052\">\u201eEs w\u00e4re eine Spur Eurer Schwester, die auf Umwegen so wieder zu Euch zur\u00fcckkehrte. Meint Ihr das?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"404a00d68d7bc982977af1cfdabf140d\">Was sollte er darauf antworten? Der Schwarzgewandete las in ihm wie in einem offenen Buch. Einem mit sehr gro\u00dfer Schrift. Und Illustrationen. Er f\u00fchlte sich wehrlos und auf sonderbare Weise doch nicht besch\u00e4mt. Es tat gut, zu reden, ohne sich anstrengen zu m\u00fcssen, sich zu verbergen.<\/p>\n<p data-p-id=\"33bf7d4ea70005137ad264a63475d486\">\u201eVielleicht kann ich den Jungen auf den richtigen Weg zur\u00fcckf\u00fchren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7041f1a72c2ef7100f285bc451dcc569\">\u201eDas ist die eine Sache&#8221;, sagte der Magier sanft. \u201eEine, die Euch hoch zu Ehren ist. Die andere ist aber Euer leiblicher Sohn. Den, den die Dame aus Ov\u00e9stola euch geschenkt hat. Wie denkt ihr, w\u00fcrde er dar\u00fcber denken, wenn er davon w\u00fcsste?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c3ac0c47ca2df083421a60ecf8413026\">\u201eDas ist unerheblich. Der Junge hasst mich ohnedies. Es wird nichts \u00e4ndern zwischen ihm und mir.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"135221d16f3ba8b758ddad67236887d6\">Nun schaute der Magier regelrecht best\u00fcrzt. Er wandte sich dem Ritter zu und neigte sich vor.<\/p>\n<p data-p-id=\"31e2fefa768a9bb250630db5755c7ce5\">\u201eBei den M\u00e4chten, Herr Alsg\u00f6r! Wie kommt Ihr dazu Euch einzureden, dass der Junge Euch hasst?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"048f80410edafe607fe1c6b511fe78b3\">\u201eWeil ich es ihm nicht verdenken kann. Und weil ich es an seiner Stelle wohl t\u00e4te. Ich bin kein liebensw\u00fcrdiger, empfindsamer Mann wie Althopian es ist. Und ich musste es nie sein, nicht ihm gegen\u00fcber. Das hat seine Mutter getan. Sie &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c482b75ebc469b74f56428bf8188cdc7\">Nun stockte der alte Ritter in seiner Erz\u00e4hlung. Ganz, ganz nahe dran war er an einer Tr\u00e4ne. Der Magier wartete geduldig.<\/p>\n<p data-p-id=\"057ad3ebd0e54bf7e1eb563fb59b4d54\">\u201eSie hat ihn f\u00fcr uns beide geliebt, Meister. Und als sich herausstellte, dass er diese schadhaften Augen hat, da hat sie ihn umsorgt und bewacht wie eine Glucke, damit ihm nur nichts zustie\u00df, wenn er Treppen stieg oder \u00fcber den Hof lief. Und nun &#8230; nun bin ich allein mit ihm und wei\u00df nicht, wie ich sie ersetzen soll.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e69af47f73147f9e28982436972497a8\">\u201eIhr k\u00f6nnt nichts ersetzen, woran es Euch selbst mangelt. Denkt Ihr, mir entginge die Leere in Eurem Herzen, dort wo Eure <em>h\u00fdardora<\/em> war? Wo sie Dinge in Euch anger\u00fchrt und erweckt habt, so gut ihr es versteckt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7414c113390cab3997a9c882bdaabe4c\">Er hob verwirrt den Blick. Der Schattens\u00e4nger schaute nun sehr ernst. \u201eIhr k\u00f6nnt die Tr\u00e4nen, die Ihr um sie geweint habt, vielleicht vor Eurem Sohn und Eurem Gesinde verbergen, aber nicht vor mir. Zwischen Euch und ihr, das war weit mehr als kalte Notwendigkeit, und in Euch ist es nicht erloschen. Warum gebt ihr ihm mehr nicht davon ab?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0e91efd748a8412416bf5f94ffbd521a\">Alsg\u00f6r Emberbey seufzte. \u201eIch wei\u00df nicht, wie das geht, Meister. Ich wei\u00df nicht, was ich tun soll!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"12aa52a19f894fc1d6547073f5fb67be\">\u201eIhr seid ein ehrenhafter und kluger Mann, Herr Alsg\u00f6r. Ich werde Euch in die Dinge, die Euren Gro\u00dfneffen betreffen, nicht hineinreden, die geh\u00f6ren in diesem Moment nicht hierher. Aber ich will von Euch ein Versprechen, was Euren Sohn betrifft.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0ff26f3663beb67b1b43086d52590d20\">\u201eWas ginge Euch das an?&#8221;, fragte Emberbey hart. \u201eMuss ich nicht allein damit zurechtkommen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"20c8a08858831eace22c4a41d4b474c7\">\u201eWenn es Eurem verstockten Wesen entgegenkommt, dann lasst es mich anders formulieren. Euer Sohn, Alsg\u00f6r Emberbey, steht unter dem wohlwollenden Schutz der Dunkelheit. Ich mische mich nicht in Eure Angelegenheiten ein. Aber ich kann es nicht guthei\u00dfen, wenn Ihr in Eurer Verbitterung dem Jungen das zerst\u00f6rt, was die M\u00e4chte ihm meiner Ansicht nach bestimmt haben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"25c6eecd67f98ebf7669242f87a0b181\">\u201eIhr ma\u00dft Euch an, den Willen der M\u00e4chte zu kennen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3681c9abf860e53f385a452a59d31b10\">\u201eIch ma\u00dfe mir an, die Zeichen zu deuten, die ich \u00fcberdeutlich sehe. Lasst uns \u00fcber Brot reden. \u00dcber ein winzigkleines Br\u00f6ckchen Brot. Dunkles Roggenmehl war es, denke ich. Noch fast warm vom Ofen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bac3976b43daa881fb0ffa43d7e80646\">\u201eM\u00fcsst Ihr denn nun auch noch mit dieser ungl\u00fcckseligen Sache anfangen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e9fa6d75e9eafbc8f1095fcb5bf1a5e0\">\u201eIch habe nicht damit angefangen. Euer Sohn hat seinen Platz im Weltenspiel gew\u00e4hlt, und den Sohn von Althopian hat er gleich mitgenommen dabei. Es ist nicht recht, wenn mitten im Spiel die Figuren getauscht waren, nur wei\u00df Euch eine eiserne besser gef\u00e4llt als eine aus Holz.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4c14cb2d95bbb9ad43999c3045076de3\">\u201eWas redet Ihr da?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"48ae5937eee0ec7d1fa68ff9db9a7120\">\u201eDie gr\u00f6\u00dfte Torheit, die Ihr begehen k\u00f6nnt, Alsg\u00f6r Emberbey, w\u00e4re es, Asga\u00fd von Spagor zu n\u00f6tigen, diesen anderen Jungen, dessen Seele und Sinn noch niemand kennt, unbew\u00e4hrt auf den Platz des Euren zu setzen, nur weil er mit einem St\u00fcck scharfem Eisen umgehen kann. Ich rede von dem, was f\u00fcr Unkundige einen so sonderbar hohen Stellenwert hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4100526a140929930a6630f25b972bbc\">\u201eEin <em>yarl<\/em> muss &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ead1a745defdd099792930d970b91c11\">\u201eHabt Ihr meine Rede verstanden? Ich kann und werde Euch an nichts hindern, und es w\u00e4re mir gelegen, wenn Ihr Eure Standesgenossen ebenfalls befragt. Mir ist klar, dass niemand, dem es in den Sinn k\u00e4me, Euer <em>yarlm\u00e1lon<\/em> oder eines der <em>teirandon<\/em> anzugreifen, sich von Eurem Sohn stoppen lie\u00dfe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f03fe89f5c92c17a3baa4de8ade83884\">\u201eDa seht Ihr es! Meister, all unser Leben, unsere Gesetze, das ganze Gef\u00fcge ankert an den K\u00e4mpfern, die es besch\u00fctzen und stabilisieren! Ist nur ein Stein in der Mauer zu m\u00fcrbe, alles br\u00e4che zusammen! Vielleicht ist Euch in Eurer wunderlichen Welt das nicht klar, aber ..&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0a67c8cd26687285ab591775b8a4ce07\">\u201eWenn der Junge aus Rodekliv des Schwert bekommt&#8221;, unterbrach Yalomiro Lagoscyre, \u201edann gebt Eurem Jungen eine Waffe, die ihm besser in der Hand liegt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bd1664e065ff296901a3a063b346b220\">\u201eUnd das w\u00e4re?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"58dd7b7e69d9b3d0a7390ac672fa2346\">Yalomiro Lagoscyre l\u00e4chelte. \u201eLasst uns \u00fcber den Verstand reden und womit er sich sch\u00e4rfen l\u00e4sst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8a7ab20ec0ab3262ce329c7dcb399a4e\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"2b4aa988cb69894e419c280cecd6b98b\">Als L\u00e1as und J\u00e1ndris, nach einer Katzenw\u00e4sche am Brunnen, aber immerhin mit frischen Gew\u00e4ndern im Schulzimmer ankamen, sa\u00dfen Manj\u00e9v und T\u00edjnje sittsam am Tisch und lernten. Die <em>opayra<\/em> sa\u00df auf einem Sessel in der Ecke des Zimmers und hatte ein Stickzeug in der Hand, aber sie f\u00fchrte die Nadel, ohne hinzuschauen. Sie hatte die M\u00e4dchen so fest im Blick, als bef\u00fcrchte sie, die beiden k\u00f6nnten entwischen, sobald sie sich abwandte.<\/p>\n<p data-p-id=\"0ca81ea38bacc171b9ec93be36fa24a1\">Der <em>mestar<\/em> stand an seinem Pult und fixierte die Kinder von dort mit ganz \u00e4hnlicher Miene.<\/p>\n<p data-p-id=\"f4b5a2fdfa0a558a1594ab74a9028b84\">\u201eWo kommt Ihr her?&#8221;, fragte der Gelehrte, als die beiden Jungen eintraten, aus alter Gewohnheit, ohne angeklopft zu haben. \u201eIhr wart doch von euren V\u00e4tern beurlaubt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a880eeb66230856cdea73d37bf99b5e6\">\u201eWir waren schneller fertig als gedacht&#8221;, erkl\u00e4rte J\u00e1ndris und verneigte sich fl\u00fcchtig. \u201eWir wollten keinen Moment vers\u00e4umen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"86393e2a940c78bff9846c70061a0db8\">Manj\u00e9v blickte verbl\u00fcfft auf. Sie war dabei, mit Feder und Tinte in Sch\u00f6nschrift auf einem alten St\u00fcck Papier Zeile um Zeile niederzuschreiben. Nat\u00fcrlich war die <em>teirandanja<\/em> schon l\u00e4ngst des Lesens und Schreibens m\u00e4chtig, aber wie alle Kinder hatte sie bisher mit einem Griffel auf Wachs gekritzelt. Eine Feder zu f\u00fchren, ohne dabei mit Tinte um sich zu spritzen, war eine Herausforderung, die sie meistern musste, wenn sie einmal wichtige Dokumente zeichnen sollte.<\/p>\n<p data-p-id=\"72f58340bf52754bb34ed558b3de43ad\">\u201eWer hat denn gewonnen?&#8221;, fragte T\u00edjnje geistesabwesend. Sie hatte einen Stapel kleiner Kl\u00f6tzchen in verschiedenen Farben und Formen vor sich und ordnete sie gerade nach der Gr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<p data-p-id=\"e435753a1b96618e61becf759c1f42f7\">\u201eIch&#8221;, behauptete L\u00e1as. Er hatte keine Lust, lange zu erz\u00e4hlen, wie anstrengend und frustrierend das Training gewesen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"e61a68ce83fb42a6343bbc7132db3a31\">Seine kleine Nichte musterte ihn kurz. \u201eDu flunkerst&#8221;, sagte sie ihm dann auf den Kopf zu. \u201eMan darf doch nicht schwindeln, oder?&#8221;, fragte sie zur <em>opayra<\/em> hin\u00fcber.<\/p>\n<p data-p-id=\"7fcee870b12545274c5f7679f9243d87\">Die \u00e4ltere Edeldame err\u00f6tete. Sie konnte schlecht dem Kind zustimmen und damit den <em>yarlandor<\/em> von Grootplen zurechtweisen. In die Erziehung der Jungen hatte sie sich nicht einzumischen. Das war Sache des <em>mestar<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"c22ca96b4581a5afa9baa506281b212d\">\u201eEs ist eine ritterliche Tugend, bei der Wahrheit zu bleiben&#8221;, kam der ihr zur Hilfe.<\/p>\n<p data-p-id=\"68da8889301a584b2cb3dbbabe4fc919\">\u201eNat\u00fcrlich&#8221;, sagte L\u00e1as mit gro\u00dfem Ernst. \u201eAber sie l\u00e4sst sich ohnehin nicht t\u00e4uschen. Scharfsinn und Unbestechlichkeit zeichnen eine Dame aus, mehr als jegliches Geschmeide, schreibt der gro\u00dfe Mystiker aus Iva\u00e1l. Auch wenn sie erst f\u00fcnf Sommer alt ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ada75f9739065a59d080b6c8faa12b08\">Manj\u00e9v gab ein kurzes Schnauben von sich und tunkte ihre Feder wieder in das Tintenfass. Das Schreibwerkzeug sah bereits ein wenig ramponiert aus.<\/p>\n<p data-p-id=\"33b498b770ada339f7e1670e1300fd81\">T\u00edjnje freute sich \u00fcber die Bemerkung, aber der <em>mestar<\/em> hob skeptisch die Brauen. Dieses Zitat des gro\u00dfen Gelehrten kannte er nicht. J\u00e1ndris w\u00e4re bereit gewesen zu wetten, dass er bei n\u00e4chster Gelegenheit nachschlagen w\u00fcrde. Vorerst nahm der <em>mestar <\/em>eine der pr\u00e4chtig illustrierten Karten aus einem der K\u00f6rbe in der Ecke, legte sie auf den zweiten Tisch nahe dem Fenster und breitete sie aus. Die Jungen kamen n\u00e4her.<\/p>\n<p data-p-id=\"8f2507148db3d8736be3a3a69de02a31\">\u201eDas,&#8221; sagte der <em>mestar<\/em>, \u201eist eine \u00dcbersicht der Grenzen aller <em>yarlm\u00e1lon<\/em> und <em>teirandon<\/em> s\u00fcdlich des Montaz\u00edel bis zur W\u00fcste, aus der Zeit vor den gro\u00dfen B\u00fcndnissen. Schaut sie euch gut an. Ich m\u00f6chte sp\u00e4ter von Euch wissen, wo die Grenzen jetzt verlaufen und welche Gebiete heute vereint sind.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"30df82c06ce1c4ed5078ccf31a74aa3e\">L\u00e1as st\u00f6hnte lautlos auf, aber dem <em>mestar<\/em> entging das nicht. \u201eGibt es ein Problem, junger Herr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"eddc50358b7aca4f78aaa339af210788\">\u201eNein, nat\u00fcrlich nicht. Es ist nur &#8230; das sind so viele. Und es ist so lange her &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e7fd8e08a92267cccf8d6ae2fac63dfc\">\u201eUnd es sind jetzt viel weniger&#8221;, erg\u00e4nzte J\u00e1ndris mit einem Blick \u00fcber L\u00e1as Schulter,<\/p>\n<p data-p-id=\"83ac465bea9ef86fa2d97c312e7562f3\">\u201eDie Dinge \u00e4ndern sich&#8221;, sagte der <em>mestar<\/em>. \u201eUmso einfacher ist es f\u00fcr Euch.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"28c5b26e2471c0d04302a21aa1fe4fb0\">Die Jungen f\u00fcgten sich und gingen an die Arbeit. L\u00e1as griff zu einem Wachsstift und einem Blatt Papier, um sich Notizen zu machen, w\u00e4hrend J\u00e1ndris mit dem Finger die Grenzen nachfuhr und die Namen der <em>yarlm\u00e1lon<\/em> murmelte, von denen er noch nie geh\u00f6rt hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"f545d1a1049a887ff233d3dddc7ce041\">Der Grund, weshalb ein <em>yarlm\u00e1lon<\/em> verschwand, das wussten die Jungen bereits, war entweder erfreulicher Art \u2013 wenn Nachkommen benachbarter <em>yarlm\u00e1lon<\/em> als <em>h\u00fdardoray<\/em> zusammenfanden \u2013 oder beunruhigend. Wenn ein Nachbar einen <em>yarl<\/em> im Kampf hinter die Tr\u00e4ume stie\u00df, unerheblich, ob als Angreifer oder in Wehr.<\/p>\n<p data-p-id=\"6a2cd052004a7c52955e02cf6f55b9fb\">T\u00edjnje sortierte ihre Kl\u00f6tzchen. Der <em>mestar<\/em> hatte sie aufgefordert, nun Farbe zu Farbe zu legen und danach Form zu Form und dann beides voneinander zu scheiden. T\u00edjnje gehorchte, einerseits, weil sie lieb und artig war, andererseits, weil sie damit um langweiligere Dinge herum kam. F\u00fcr die Kl\u00f6tzchen war sie l\u00e4ngst zu alt. L\u00e1as wusste, dass sie sich heimlich ein wenig das rechnen beigebracht hatte, indem sie bei Manj\u00e9vs Lektionen mith\u00f6rte, ohne abgefragt zu werden.<\/p>\n<p data-p-id=\"9698c535dfe29ef2204cc760183452b0\">Manj\u00e9v beobachtete die beiden eine Weile und kaute dabei geistesabwesend an der Feder herum, bis die <em>opayra<\/em> sie ermahnte, dass das unfein sei. Dann griff die <em>teirandanja<\/em> nach einem neuen Papierrest und begann, zu schreiben.<\/p>\n<p data-p-id=\"354a152ff4734acec855f8098ab0b185\">Eine lange Zeit war es still im Schulzimmer, abgesehen von dem Klackern der Kl\u00f6tzchen und Schaben der Feder. L\u00e1as und J\u00e1ndris verst\u00e4ndigten sich ohne Worte. Die Aufgabe, die der <em>mestar<\/em> ihnen gestellt hatte, erwies sich als \u00e4u\u00dferst kniffelig. So waren die Jungen ganz in die vergangenen Grenzen versunken und schreckten auf, als unvermittelt ein zusammengekn\u00fclltes St\u00fcck Papier zwischen ihnen auf der Karte einschlug.<\/p>\n<p data-p-id=\"8e93bddba8e68d6d4ef20cc46bd3d3e7\">\u201eHerrin!&#8221;, emp\u00f6rte sich die <em>opayra<\/em>. \u201eWas ist das f\u00fcr ein Betragen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9f144c1a40bfc3c5e491c97b3efd5514\">\u201eIch mag nicht mehr!&#8221;, behauptete Manj\u00e9v. \u201eMeine Finger tun weh. Ich mache nur noch Flecken!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"138f09e4da545860fcb0cda5741c88c9\">\u201eIst Euch nach einer Pause, Majest\u00e4t?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8a02669acec0389f6bb4a0b983ae3b75\">\u201eIch will zu meiner Mutter. Bring mich hin&#8221;, forderte sie energisch von der <em>opayra<\/em>. \u201eSofort.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ceb9c4b504143d15c4e33698fb8cbfd4\">\u201eAber Majest\u00e4t! Eure Mutter ist mit Amtsgesch\u00e4ften besch\u00e4ftigt! Wenn ich noch wartet, bis ..&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5f0bd303c2a83fa60a98d3995b344e67\">\u201eSofort! Ich habe meiner Mutter etwas Wichtiges zu sagen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0c49421ba7af8a14d5e7ac4fdfee7487\">Die <em>opayra<\/em> schaute hilfesuchend zum <em>mestar<\/em> hin\u00fcber, aber der zuckte die Achseln. \u201eWenn die <em>teirandanja<\/em> den Wunsch hat, die <em>teiranda<\/em> zu sehen, solltet Ihr schauen, ob sich das einrichten l\u00e4sst&#8221;, sagte er. Es war ihm anzusehen, dass ihm das Betragen der <em>teirandanja<\/em> ebenfalls missfiel, aber was h\u00e4tte er gegen einen hoheitlichen Wunsch ausrichten sollen? H\u00e4tte Manj\u00e9v gefordert, den Unterricht zu beenden und zum Spiel zu gehen, das w\u00e4re etwas gewesen, das abzulehnen er und die <em>opayra<\/em> befugt waren. Aber den Wunsch nach der Mutter durften sie nicht verweigern.<\/p>\n<p data-p-id=\"8cdb100f5f9dc946c5d68959d2df4b39\">J\u00e1ndris schaute L\u00e1as aus den Augenwinkeln an. Der \u00e4ltere Junge nickte. Dann lie\u00df er das zerkn\u00fcllte Papier unauff\u00e4llig zun\u00e4chst unter seiner Hand und dann im \u00c4rmel verschwinden.<\/p>\n<p data-p-id=\"aa7582e31168d6721299981df44119ca\">\u201eDarf ich mitkommen?&#8221;, fragte T\u00edjnje.<\/p>\n<p data-p-id=\"19b0b6a7519bf4fef0e917f08d92c485\">Manj\u00e9v erhob sich. \u201eNein. Das ist eine Sache zwischen meiner Mutter und mir. Mach du weiter mit deinem Zeug.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f269ff9c0410d09c617038fe868dbc73\">\u201eIn Ordnung&#8221;, sagte T\u00edjnje gleichm\u00fctig und begann, aus den Kl\u00f6tzchen ein T\u00fcrmchen zu bauen.<\/p>\n<p data-p-id=\"c6f598e29b61d84b46eab62c0f800179\">\u201eAch&#8221;, seufzte die <em>opayra<\/em>, legte ihr Stickzeug beiseite und erhob sich. \u201eMajest\u00e4t, warum nehmt ihr Euch nicht ein Beispiel an der <em>yarlaranda<\/em>. Mein Leben w\u00fcrde so viel einfacher dadurch.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"da402d78488e828b774682aa16792351\">Manj\u00e9v sagte nichts dazu, aber als sie mit hoheitlich erhobenem Haupt der Edeldame voraus am Tisch der Jungen vorbei ging, nickte J\u00e1ndris ihr kaum merklich zu. Manj\u00e9v l\u00e4chelte zufrieden. Dann war sie fort. Und der Rest des Unterrichts zog sich qu\u00e4lend lang dahin.<\/p>\n<p data-p-id=\"66f5bb4c16beb0dd21896047ccdb8d9d\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"12885d380a9e0f953c51cc9070d3e64b\">\u201eWo habt ihr eigentlich den Kuchen her?&#8221;, fragte \u00daldaise ungehalten. Seine Knechte tr\u00f6delten hinter seinem Pferd her und knabberten so unauff\u00e4llig, wie sie es verstanden \u2013 also gar nicht \u2013 an der Nascherei, die sie in ihrem Korb mit sich trugen. Sie taten so ausgehungert, als w\u00fcrde er sie Hunger leiden lassen. Der <em>sinor<\/em> \u00e4rgerte sich dar\u00fcber, dass sie nicht wenigstens warten konnten, bis sie am Ziel waren.<\/p>\n<p data-p-id=\"c1941df27c4848d3c06be38506b48327\">\u201eVon dem kleinen Jungen aus Foret\u00e9rn&#8221;, nuschelte der eine.<\/p>\n<p data-p-id=\"1d305ae9ddbbdc382d8b2b0e49741986\">\u201eVon wem?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dfa5c1facc346eb33ac43f9adf36a927\">\u201e Dem, der mit seinem <em>mestar<\/em> schon wieder weitergereist ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"87c0ebdbc56c40c69d1482f9d1b3f11d\">\u201eDer kleine Blonde, der vorhin bei euch stand?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e5ff2f6c0e190ca0c4a5d29a3b265852\">Der andere Knecht nickte mit vollen Backen. Sprechen konnte er nicht.<\/p>\n<p data-p-id=\"db495ec0b96ad68fc43055ca8aafb1ce\">\u201eWas wollte der Knabe von Euch?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f4c5cac78e643a89efbfe5ed02877301\">\u201eKeine Ahnung.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"777051dafcd80b1ab7dcad7f48994607\">\u00daldaise runzelte die Stirn. Seine M\u00e4nner belogen ihn nicht, daf\u00fcr waren sie zu dumm. Aber irgendetwas f\u00fchrte der Junge im Schilde. Das beunruhigte ihn.<\/p>\n<p data-p-id=\"858eb65b83afa57e99dfc6b17999db81\">\u201eWollt Ihr auch ein St\u00fcck?&#8221; Der eine hielt ihm eine saftige Scheibe Backwerk hin. Der <em>sinor<\/em> schnaubte abf\u00e4llig, woraufhin sein Knecht die Achseln zuckte und selbst hineinbiss.<\/p>\n<p data-p-id=\"cf65e16cfae18997b59956cdc01bebab\">\u201eWohin f\u00fchrt Ihr uns?&#8221;, fragte der andere, dem wohl doch einfiel, dass sie wohl kaum zu einer Lustbarkeit unterwegs waren.<\/p>\n<p data-p-id=\"a5f8dfee35bef7c7f35b89dd1d5d40dd\">\u201eIn die H\u00fcgel im S\u00fcden. Sp\u00e4testens heute Nacht wird dort etwas hervorkommen, das wir aufhalten m\u00fcssen. Ihr werdet dort auf mich warten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e29bb02e632ee88817a5f5616abdbbf0\">\u201eBleibt Ihr nicht bei uns?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f14c2c713ce9ba6050f5411164aab215\">\u201eIch bringe euch an den Ort und muss dann noch einmal dringlich zur\u00fcck in die Stadt. Ich werde zur rechten Stunde wieder bei euch sein. Aber f\u00fcr den Fall, dass es schneller geschieht als erwartet &#8230; ihr wisst, was ihr zu tun habt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f8984e45566d29d1e1cfdca47fbb7333\">\u201eNein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d4b2fe4dca87977fa0e599df78da18fb\">\u00daldaise verdrehte die Augen. Wie oft hatte er daran gedacht, sich etwas gewitztere Knechte zuzulegen, war aber stets im letzten Moment zur\u00fcckgescheut. Ein kl\u00fcgerer Diener w\u00fcrde fr\u00fcher oder sp\u00e4ter anfangen, nachzudenken. Fragen zu stellen. L\u00e4stig zu werden.<\/p>\n<p data-p-id=\"8b804426c0dc3544b91999f76662e98b\">\u201eWir sind auf der Jagd. Wenn es dunkel wird, kommt unsere Beute hervor. Ich will sie lebend, merkt euch das.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"edfacfe7ceaf5e0097f9ccfe85bd6bb2\">\u201eUnd was jagen wir?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d421139618d66f299f410bcb189c93f1\">Der <em>sinor<\/em> l\u00e4chelte finster.<\/p>\n<p data-p-id=\"11366a8cac80e18995c0dd59628e8281\">\u201eEinen roten Fuchs, der den Bau verl\u00e4sst.&#8221;<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2479","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2479","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2479"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2479\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3735,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2479\/revisions\/3735"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2479"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2479"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2479"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}