{"id":2458,"date":"2025-08-25T12:00:08","date_gmt":"2025-08-25T10:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2458"},"modified":"2025-09-01T09:00:26","modified_gmt":"2025-09-01T07:00:26","slug":"028-brunnen-schlaegt-stein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/25\/028-brunnen-schlaegt-stein\/","title":{"rendered":"028: Brunnen schl\u00e4gt Stein"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"MK_Thiumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1987\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/MK_Thiumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"ab77277e9ae98e3aec048a392578035f\">Das Wasser war so gut &#8230;<\/p>\n<p data-p-id=\"5faa13247feae0857501c42f4eb1de3c\">Als Gal\u00e9on wieder zu sich kam, lag er im sandigen Schlick am Grund des Brunnens, genau so, wie der es ihm versprochen hatte. Er schmiegte sich in den feuchten Sand und genoss es, wie seine Schmerzen langsam verblassten, nun, da seine Arme nicht mehr unertr\u00e4glich verdreht und endlich entlastet waren. Es k\u00fcmmerte ihn nicht, dass er dabei klatschnass wurde. Das rinnende Wasser am Grunde des Brunnens, der nasse feine Sand war wie ein angenehm weiches Bett. Dazu war es hier unten herrlich k\u00fchl. Auch das bet\u00e4ubte den Schmerz.<\/p>\n<p data-p-id=\"e8748c59217f520acbd3088ee1a46ff8\">Er wartete, bis er sich wieder halbwegs bewegen konnte und befreite sich dann von dem Metallknebel. Der Dorn darauf hatte sich beim Sturz tief in seine Zunge gebohrt; er schmeckte das Blut, aber das war nicht schlimm. Das w\u00fcrde heilen, und er w\u00fcrde in der n\u00e4chsten Zeit ohnehin nicht sprechen.<\/p>\n<p data-p-id=\"75ec1aeeac6e19883c83a6f80ec5f19b\">Der <em>b\u00e1chorkor<\/em> \u00fcberlegte kurz, ob er sich den Spa\u00df erlauben sollte, den Knebel an den nun nutzlosen Handschellen zu befestigen, aber diese Frechheit er\u00fcbrigte sich. Das Ende des Seils befand sich \u00fcber ihm weit au\u00dferhalb seiner Reichweite. Au\u00dferdem war es albern, \u00daldaise zu provozieren. Viel dringlicher war es, dass er sich so schnell wie m\u00f6glich von diesem Ort entfernte.<\/p>\n<p data-p-id=\"3be026259a5727bdd2ed63ddfb02dfe8\">Gleich. Nur noch einen Moment ausruhen &#8230;<\/p>\n<p data-p-id=\"ecde728e11f37f86b7dc021423929178\">Tats\u00e4chlich fiel er f\u00fcr eine Weile in einen tiefen Schlaf, w\u00e4hrend das Wasser ihn umsp\u00fclte und auch den Rest der Schmerzen wegwusch. Als der <em>b\u00e1chorkor<\/em> wieder zu sich kam, wusste er nicht zu sagen, wie viel Zeit vergangen war. Sicherlich mehr, als er sich erlauben konnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"3fdda248a936c8a2081150cdf0460832\">Gal\u00e9on dachte nach. Wenn er hier wartete, bis \u00daldaise oder seine Schergen die Abdeckung vom Brunnen nahmen und ihn hier unten erblickten, fanden sie vielleicht doch eine M\u00f6glichkeit, ihn wieder heraufzuholen. Hier am Grund des Brunnens zu bleiben, war also leichtsinnig. Er musste heraus, ins Freie. Nicht zu weit fort, denn nun musste er erst recht herausfinden, was es mit den Dingen in der W\u00fcste auf sich hatte und davon den Regenbogenrittern berichten. Aber sicher konnte nicht zur\u00fcck in die Stadt.<\/p>\n<p data-p-id=\"8511a1d2931e52916aaf444066789726\">Gal\u00e9on setzte sich auf und dachte nach. Nach links oder nach rechts? Welche Richtung konnte er einschlagen? Nur der Umstand, dass das Wasser floss, bedeutete nicht, dass der Zufluss gro\u00df genug war, um ihn hindurch zu lassen. Es konnte sich um eine Quelle handeln, die irgendwo in der Tiefe und weiter Ferne entsprang und der W\u00fcste zustrebte, ohne mit dem Fluss verbunden zu sein. Das war sogar wahrscheinlicher, als dass es sich um einen Abzweig des gro\u00dfen Stromes handelte. Der floss abseits der Stadt gen W\u00fcste und versickerte in unbekannte Tiefen, m\u00f6glicherweise in ein unterirdisches Meer, tief unterhalb von Soldes\u00e9r.<\/p>\n<p data-p-id=\"9a011e5d1988d91e08c33bd1333bd71e\">Er hielt seine Hand ins Wasser, ertastete, in welche Richtung es sich bewegte. Wenn auch er in die W\u00fcste wollte, dann musste er nach S\u00fcden, also entlang der Str\u00f6mung. Dabei w\u00fcrde sich zeigen, ob dieser kleine Bach hier in der Finsternis doch ein Wasserlauf war, der sich vom Fluss getrennt hatte oder ein eigenst\u00e4ndiges Gew\u00e4sser.<\/p>\n<p data-p-id=\"a05ccae5b77c75a4a7081cf1d9dfe0c9\">Gal\u00e9ons Augen waren zwar nicht nachtsichtig, aber das hatte ihn noch nie behindert. Seit er ein Kind gewesen war, verf\u00fcgte er \u00fcber au\u00dfergew\u00f6hnlich scharfe Sinne, sodass er sich selbst im Finstern sicher bewegen konnte. Der <em>b\u00e1chorkor<\/em> erhob sich und begann, s\u00fcdw\u00e4rts dem Wasserlauf hinterher zu stapfen, weg von dem Brunnenschacht, hinein in die Kaverne, die das Wasser in uralten Zeiten und \u00fcber tausende von Sommern hinweg in den Stein geschliffen hatte, noch bevor im Weltenspiel Magier oder Menschen gewandelt waren.<\/p>\n<p data-p-id=\"89a3131686c3d76c9e9a88ec26a4b0dd\">Einige Dutzend Schritte gelang das, aber dann senkte sich die Decke der H\u00f6hle ab, sodass er erst geb\u00fcckt gehen musste und dann nicht mehr aufrecht voran kam. Schlie\u00dflich lie\u00df er sich auf alle Viere nieder und kroch dem Bachbett folgend voran. Hatte es einen Sinn, was er hier anstellte? Wenn der Gang immer niedriger w\u00fcrde, w\u00e4re bald ein Punkt erreicht, an dem er nicht mehr hindurch passte.<\/p>\n<p data-p-id=\"a974922a28e218ae78928132f935e88a\">M\u00f6glich, dachte Gal\u00e9on. Das Wasser hatte einst Kraft gehabt, die gro\u00dfe H\u00f6hle zu formen, indem es sich gestaut hatte und dabei den Brunnen schuf. Kein Felsen war im Weltenspiel, der auf Dauer dem Wasser standhalten konnte, aber Gestein war keine gleichf\u00f6rmige Masse. Vielleicht war das Wasser auf Widerstand gesto\u00dfen. Das Wasser musste sich in der Kaverne lange Zeit mit gro\u00dfem Druck gesammelt und sich dann seinen Weg durch m\u00fcrberes Gestein gewaschen haben, bevor es den H\u00fcgel zersprengen konnte. Dazu hatte es genug Zeit gehabt. Wenn er nun jedoch Pech hatte, gelangte er an eine Stelle, in der das Wasser in kleinen G\u00e4ngen abfloss, wie durch ein Sieb.<\/p>\n<p data-p-id=\"68b7d0ce93fe9cb179ff8d7a5bfba8c6\">Eine Weile jedoch blieb der Gang so bemessen, dass er sich zuerst krabbelnd, dann auf dem Bauch kriechend voran bewegen konnte. Der <em>b\u00e1chorkor <\/em>versuchte abzusch\u00e4tzen, welche Entfernung er zwischenzeitlich zur\u00fcckgelegt hatte. Wenn der Brunnenschacht senkrecht vom zentralen H\u00fcgel herabteufte, dann mochte es so sein, dass er die Oberstadt bereits hinter sich gelassen hatte und sich nun irgendwo unterhalb des s\u00fcdlichen Bereichs der Unterstadt befand, aber sicherlich noch nicht jenseits der \u00e4u\u00dferen Stadtmauer. L\u00e4ngst war der Gang so eng, dass das murmelnde, immer noch erstaunlich schnell flie\u00dfende Wasser auf dem sandigen Boden nicht mehr schallte und echote.<\/p>\n<p data-p-id=\"d6354ad726ecc236f8341f2cea7a62bf\">Gal\u00e9on streckte sich f\u00fcr einen Moment lang aus und trank im Liegen. Das Wasser war so s\u00fc\u00df, so k\u00f6stlich und klar, eine Wohltat f\u00fcr seine zerstochene, Zunge, die ihm schwer und lahm im Mund lag. Er ignorierte das. Wunden ben\u00f6tigten ihre Zeit, um zu heilen, das war nichts Neues.<\/p>\n<p data-p-id=\"e1817ea204bd04d839525d6ae5753c93\">Sicher war es eine machtvolle Quelle irgendwo n\u00f6rdlich von Aur\u00f3p\u00e9a, die den Bach speiste. Eine Weile lag er in v\u00f6lliger Finsternis und genoss Nokt\u00e1mas Frischung in der Finsternis, denn Wasser geh\u00f6rte zur Nacht. Im Augenblick war es also die Dunkelheit, die ihn beh\u00fctete, und er vertraute sich ihr an und dachte dabei weiter nach.<\/p>\n<p data-p-id=\"a8e04428a21653523e562b14de7ea25f\">Was, wenn sie seine Flucht schon bemerkt hatten? Was, wenn sie, so absurd es sein mochte, ihn verfolgen w\u00fcrden? Wenn \u00daldaise so wahnsinnig war, dass er ihm einen seiner tumben Knechte hinterher schickte? Gal\u00e9on schauderte. Der Gang war so eng, dass er sich nicht darin h\u00e4tte umdrehen k\u00f6nnen. Man w\u00fcrde ihn bei den F\u00fc\u00dfen packen und herausziehen m\u00fcssen.<\/p>\n<p data-p-id=\"f825be2c06d83e5d36c794d65b793bd0\">Er beschwichtigte sich selbst mit dem Wissen, dass die Handlanger des <em>sinor<\/em> gro\u00dfe M\u00e4nner mit breitem R\u00fccken und beeindruckenden Muskeln waren. Die w\u00fcrden ihm nicht weit folgen k\u00f6nnen. Allerdings: Wenn es nicht mehr weiter ging in dieser Richtung, w\u00fcrde er die ganze Strecke r\u00fcckw\u00e4rts kriechen m\u00fcssen, \u00daldaise hin oder her.<\/p>\n<p data-p-id=\"e0468bf1bf82d2330469502a0bf3810e\">Wie tief mochte er unter der Erde sein? Welche gigantische Last von Gestein mochte um ihn herum liegen? Der junge Mann schauderte. F\u00fcr einen winzigen Moment drohte unversehens Panik in ihm aufzuwallen. Wie erschreckend, wie unnat\u00fcrlich und be\u00e4ngstigend war es, in der Enge, in der Erde eingezw\u00e4ngt zu sein.<\/p>\n<p data-p-id=\"952e21f3158c0639defeb535bbdf9050\">Gal\u00e9on erkannte den unguten Gedanken, stie\u00df ihn beiseite und schalt sich f\u00fcr seine Verzagtheit. Es gab genug Orte im Weltenspiel, an denen Menschen dies freiwillig erduldeten, unter der W\u00fcste ebenso wie beiderseits am Fu\u00df des Montaz\u00edel, wo sie nach Erz und Kohle gruben. Was unkundige Bergleute willentlich bew\u00e4ltigten, das sollte ihn nicht schrecken. Au\u00dferdem machte es, so weit, wie er bereits gekommen war, nun auch keinen Unterschied mehr, ob er noch weiter voran kroch. Solange ihn keine ungeschlachten Menschenfinger und keine glitschigen Gliedma\u00dfen am Kn\u00f6chel fassten, war es egal.<\/p>\n<p data-p-id=\"137b81000cf97bbddc9a7113e5c880fc\">Die M\u00e4chte waren mit ihm. Das Traumphantom war auf irgendeine Weise in seiner N\u00e4he und gab auf ihn acht. Oder nein &#8230; es beobachtete ihn. Auch, wenn er seine Pr\u00e4senz nicht sp\u00fcren konnte, war Gal\u00e9on sich sicher, dass jede seiner Regungen, jeder Gedanke verfolgt und bewertet wurde. So, wie ein Meister sich pr\u00fcfend das Treiben seines Lehrlings anschaute, um dessen Fertigkeiten zu beurteilen.<\/p>\n<p data-p-id=\"383537c8ba9f83195071ad8ac25c985e\">Nein, das Phantom im Licht wollte er nicht entt\u00e4uschen. Alles, was er zu tun hatte, war, dem Wasser zu folgen, nunmehr so tief auf dem Bauch robbend, dass er sich vorkam wie ein Maulwurf, der sich vorw\u00e4rts k\u00e4mpfte, indem er sich halb in den sandigen Schlick halb eingrub und ihn hinter sich warf.<\/p>\n<p data-p-id=\"b7b93b619b316e65968b8dfbe1b97e21\">So ging es, bis Gal\u00e9on der Gedanke kam, ob er wom\u00f6glich w\u00e4hrend seiner Tortur im Brunnenschacht den Verstand verloren hatte. Die meisten Menschen, wie sie Aur\u00f3p\u00e9a bewohnten, hatten sich l\u00e4ngst unrettbar in der harten, feuchten Finsternis verkeilt. Gal\u00e9on fragte sich, ob er mit seinem schlanken Leib sein Gl\u00fcck noch l\u00e4nger herausfordern sollte, da stie\u00dfen seine H\u00e4nde an ein Hindernis. Felsgestein, das ihm den Weg blockierte.<\/p>\n<p data-p-id=\"3d49b729be4988ffe3f8ae4166e93e0d\">Er wollte ver\u00e4rgert fluchen, da bemerkte er, dass das Gestein sich unter seiner tastenden Hand bewegte. Schutt? Gr\u00f6\u00dfere Steintr\u00fcmmer, hier, tief unter dem Erdboden? Ein versch\u00fctteter Durchgang?<\/p>\n<p data-p-id=\"74d610932b58dc810017c65416458883\">Gal\u00e9on hielt \u00fcberrascht inne, schloss die Augen, obwohl er ohnehin nichts sehen konnte und lie\u00df seine Sinne treiben. Die Luft hier in dieser engen nat\u00fcrlichen Wasserr\u00f6hre, die war \u00fcberraschend gut, nat\u00fcrlich feucht und kalt, aber durchaus zu atmen. Es gab also Frischluft, die von irgendwo dort vor ihm durch den Stollen, den das Wasser sich begraben hatte, mindestens bis zum Brunnen, vielleicht noch weiter str\u00f6mte.<\/p>\n<p data-p-id=\"27e70866ab83f412b9f7ad8404e72918\">Er tastete \u00fcber und um sich und dann wieder nach vorn. Ringsum war das Gestein glatt und eben, fast so gleichm\u00e4\u00dfig vom Wasser geschliffen wie Glas oder Edelstein. Das Ger\u00f6ll vor ihm war rau, eckig und an einigen Stellen sogar scharf. Stein, der nicht hierher geh\u00f6rte, nicht zum Fels des Tunnels passte.<\/p>\n<p data-p-id=\"8d72e10ef93700f4e3d3ed4c87eb9cfe\">Hatte jemand einen Durchgang verschlossen? Warum? Wann? Und &#8230; was lag dahinter?<\/p>\n<p data-p-id=\"9593509ad59100de9198ea4bd5a18c6a\">Gal\u00e9on griff nach dem Schutt und hob einen Stein an. Unhandlich, sperrig, aber kaum schwerer als ein Mauerziegel. Wenn es mehr von diesem Format gab, dann w\u00e4re es m\u00f6glich, ihn umzuschichten. Anstrengend, ja. Umst\u00e4ndlich. Zeitraubend. Andererseits &#8230; gelang es ihm, unter dem Ger\u00f6ll hindurch zu schl\u00fcpfen, indem er es Stein f\u00fcr Stein \u00fcber seinen K\u00f6rper hinweg verfrachtete, so lange, bis er diese Barriere \u00fcberwinden konnte &#8230; dann w\u00fcrde es \u00daldaise aufhalten, sollte der \u00fcber irgendeine M\u00f6glichkeit verf\u00fcgen, ihn zu verfolgen.<\/p>\n<p data-p-id=\"4cb07e847c5c769c7215b7d735b0ee51\">Der <em>b\u00e1chorkor<\/em> wog das F\u00fcr und wider ab. Wenn jemand die Steine von anderswo herbeigeschafft hatte, dann von der anderen Seite, und sicher nicht durch k\u00f6rperenge, halbgeflutete Wasseradern hindurch.<\/p>\n<p data-p-id=\"65a174792ed5b122121983a90c819fce\">Er hatte zu trinken. Er hatte Atemluft. Und vielleicht hatte er genug Zeit.<\/p>\n<p data-p-id=\"8a7ab20ec0ab3262ce329c7dcb399a4e\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"d49e3c9fdaca1254d6ff298373454260\">Osse Emberbey beobachtete schweigend, wie sein Vater sich ankleidete, bereit machte f\u00fcr das heikle Gespr\u00e4ch, dass er nun mit dem <em>teirand<\/em> f\u00fchren w\u00fcrde und mit dem er sein Schicksal besiegeln w\u00fcrde. Herr Alsg\u00f6r hatte bescheidene Gew\u00e4nder gew\u00e4hlt, in den Farben des <em>yarlmal\u00f3n<\/em>, dem warmen Ton von Bernstein und Honig, aber er verzichtete auf sein formales Alltagsr\u00fcstzeug. Zwar erwartete niemand mehr ernsthaft von dem alten Ritter, dass der sich ohne Not mit Leder und Metall belastete. Doch der <em>yarl<\/em> hatte es sich nie nehmen lassen, zumindest eine Andeutung von Eisenzeug zu tragen, die ihn an seinen Stand gemahnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"7f99abec2487ae07878ae4537191e8d5\">Der Junge warf ihm verstohlen betr\u00fcbte Blicke zu. In diesem Aufzug sah Alsg\u00f6r Emberbey nun kaum anders aus als ein wohlhabender Greis. Er schien sich sogar geschw\u00e4chter zu bewegen als mit seiner R\u00fcstung. Osse begriff, dass der Vater dem <em>teirand<\/em> auf diese Weise seine Besch\u00e4mung zu demonstrieren versuchte, fragte sich aber, ob Asga\u00fd von Spagor diese subtile Selbstdem\u00fctigung verstehen w\u00fcrde. Lediglich sein Schwert g\u00fcrtete Herr Alsg\u00f6r um. Das war er seinem <em>teirand<\/em> schuldig.<\/p>\n<p data-p-id=\"97111971e08c45bc0731c62c0a4f5fe0\">\u201eIch werde versuchen, die Unterredung mit unserem Herrn so knapp wie m\u00f6glich zu halten&#8221;, sagte er dabei. \u201eIch werde ihn \u00fcber meine Pl\u00e4ne f\u00fcr die n\u00e4chste Zukunft informieren und mir anh\u00f6ren, warum er mich und Althopian zu sprechen w\u00fcnschte. Danach kehren wir umgehend zur\u00fcck.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6767d2897e675902b2c7a60cc56a4346\">\u201eJa, Vater.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ec949ae90bfc4059015a7ab7588d9440\">\u201eEr hatte ausdr\u00fccklich darum gebeten, dass ich dich hierher mitbringen sollte. Er hat dich gesehen, konnte sich gestern einen vorz\u00fcglichen Eindruck von dir machen und sollte damit zufrieden und im Bilde sein. Es ist nicht n\u00f6tig, dass du dieses Gemach verl\u00e4sst. Ich werde dich abholen, sobald alles getan ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"de88556610e5a563ac5b705e9a78cea5\">Osse Emberbey nickte. Dann fragte er: \u201eWas war das in der Nacht f\u00fcr ein L\u00e4rm auf dem Hof?&#8221; Selbst nachzuschauen hatte er nicht gewagt. Dazu h\u00e4tte er neben seinen Vater ans Fenster treten m\u00fcssen, etwas, das der <em>yarl<\/em> in diesem Moment sicherlich nicht gesch\u00e4tzt h\u00e4tte.<\/p>\n<p data-p-id=\"be7b2993edc99cac1e5b1741171c6039\">\u201eNichts von Bedeutung. Althopians Sohn hat mit einer unfassbaren Ungezogenheit f\u00fcr Aufruhr gesorgt.&#8221; Der alte Ritter warf seinem Sohn einen ganz seltsamen Blick zu, eine unentwirrbare Mischung aus Genugtuung, Abgunst und Entt\u00e4uschung. \u201eEs sieht so aus, dass du nicht der einzige bist, der es darauf anlegt, sein Haus zu blamieren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"901f15fbc35b3c0c5865acea8005249c\">\u201eIch wollte nicht &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ba0cc8520f6b796b36aabc7b2d552146\">\u201eWas?&#8221; Nun trat wieder der gewohnte, scharfe Blick in Herrn Alsg\u00f6rs Augen zur\u00fcck.<\/p>\n<p data-p-id=\"66e8dccd13534a1d6fbe191ae4b2c6e4\">\u201eNichts&#8221;, sagte der Junge m\u00fcde.<\/p>\n<p data-p-id=\"437cb6b0974afebceb73a0092758971d\">Herr Alsg\u00f6r r\u00fcckte seinen Schwertg\u00fcrtel zurecht und \u00f6ffnete die T\u00fcr. \u201eEs wird nicht lange dauern. Es gibt nicht viel zu sagen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4da66805793e4add40d36b8155ce2da0\">Mit diesen Worten verschwand er, und das Kind war wieder sich selbst \u00fcberlassen. Seufzend lie\u00df der Junge sich am Tisch nieder und schaute m\u00fcde auf das Muster im Holz.<\/p>\n<p data-p-id=\"cd782e008edf3848e7433babfc2cda47\">Er hatte sich damit abgefunden, dass der Vater den <em>teirand<\/em> davon \u00fcberzeugen w\u00fcrde, es sei nicht der M\u00fche wert, sich mit ihm, Osse Emberbey abzugeben. Mit einem, der sich vielleicht einmal irgendwo als <em>maedlor<\/em> unterbringen lie\u00df, aber ganz sicher nicht als w\u00fcrdiger Nachfolger von Helden wie Thorgar Emberbey und loyalen Dienstleuten wie Herrn Alsg\u00f6r selbst.<\/p>\n<p data-p-id=\"2baf8b5f93bf162f95986791c93acc3c\">Womit mochte der andere, der hochgesch\u00e4tzte Sohn von Herrn Wa\u00fdreth es sich verscherzt haben? Was musste ein Junge, dem bereits jetzt ein Ruf als famoser K\u00e4mpfer vorauseilte, verbrochen haben?<\/p>\n<p data-p-id=\"e3e53ddaaae376a37b3399aa2e008e66\">Osse setzte seine Brille ab. Um die Tischplatte zu betrachten, ben\u00f6tigte er sie nicht, und etwas anderes gab es hier im Raum nicht. Eine Weile blieb er so sitzen, aber dabei wurde er unruhig. Also ging er hin\u00fcber ans Fenster und blickte hinaus. Das gesch\u00e4ftige Treiben auf dem Hof unterschied sich nicht gro\u00dfartig von dem daheim. Die Schutzbefohlenen begannen ihr Tagwerk, das in einem gro\u00dfen Haushalt eben anfiel. Jeder hatte seine Aufgabe, und so wie es schien, waren die Leute am Hof von Wijdlant guter Dinge dabei. Einmal sah er die beiden Ritter der <em>teiranda<\/em> den Hof \u00fcberqueren und zum Tor hinausgehen. Ihre S\u00f6hne trotteten missmutig hinter ihnen her und schleppten jeder ein paar schlanke Holzstangen mit sich. Vielleicht bauten sie drau\u00dfen auf der Planwiese vor dem Tor eine Gestechbahn auf.<\/p>\n<p data-p-id=\"b05f4588818d362f6e7ecd979971d479\">Ob der andere Junge auch Stubenarrest hatte?<\/p>\n<p data-p-id=\"5a149ef3563a46bc67ff32ceced62ae0\">Osse Emberbey dachte nach. Der Vater war auf dem Weg zum <em>teirand<\/em>. Bei der Besprechung, um die es urspr\u00fcnglich gehen sollte, w\u00e4re auch der andere Vater, der <em>yarl<\/em> Althopian dabei. Der Junge, den alle ganz selbstverst\u00e4ndlich als k\u00fcnftigen <em>yarl<\/em> seines Hauses sahen, w\u00e4re doch sicher mit den anderen <em>yarlandoray<\/em> gegangen, wenn man es ihm erlaubt h\u00e4tte.<\/p>\n<p data-p-id=\"a88076a1ad2461e47eabf867df4b66fb\">Je l\u00e4nger Osse dar\u00fcber nachsann, desto mehr wuchs seine \u00dcberzeugung. Es konnte nicht anders sein: Irgendwo hier in der Burg sa\u00df ein anderes Kind, war m\u00f6glicherweise auch ausgeschimpft worden und wartete zerknirscht auf die R\u00fcckkehr seines Vaters. Beide V\u00e4ter waren beieinander \u2013 und f\u00fcr eine Weile besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p data-p-id=\"94627cfb5cc787c73fa1437ed39d3d11\">Der Junge setzte energisch seine Brille wieder auf und schritt entschlossen hin\u00fcber zur T\u00fcr. Mit Sicherheit w\u00fcrde er bestraft werden. Aber das war es wert, bevor er die vielleicht einzige Gelegenheit vers\u00e4umte, den anderen zu finden. Es kam einfach nicht mehr darauf an. Der Vater hatte ihn ohnehin aufgegeben. Kurz erschrak Osse vor seiner eigenen Verwegenheit. Dann trat er hinaus auf den Flur.<\/p>\n<p data-p-id=\"9775448acc06851b5bc977029a8221af\">Ein Halbdutzend Stuben lag hier auf der einen Seite nebeneinander, kleine G\u00e4stequartiere f\u00fcr wichtige Besucher, aber wohl auch einige private R\u00e4ume der Familie. Neben einer davon sa\u00df ein kleines M\u00e4dchen in vornehmem Kleidchen, an die Wand gelehnt und ein abgegriffenes Kuscheltier in der Hand. Das Kind schaute gelangweilt auf die Fensterreihe gegen\u00fcber, in der Au\u00dfenmauer. Dass die Kleine hier sa\u00df, war wohl nicht weiter ungew\u00f6hnlich, denn zwei M\u00e4gde, die den Boden putzten und ein <em>maedlor<\/em> mit einem Arm voller Pergamentrollen, der vorbei eilte, st\u00f6rten sich nicht an ihr.<\/p>\n<p data-p-id=\"7119150457df4e0272fdd44158256c5b\">Der Junge l\u00e4chelte unwillk\u00fcrlich. Das M\u00e4dchen mit den braunen Locken und dem niedlichen runden Gesicht erinnerte ihn an Truda und war sicher \u00e4hnlichen Alters. Neugierig ging er zu ihr. Als sie ihn bemerkte, begann sie, unwillk\u00fcrlich zu kichern.<\/p>\n<p data-p-id=\"e6e3caa881d618a7bcdb79b56bb6e306\">\u201eWarum lachst du?&#8221;, fragte er irritiert und hockte sich neben sie. \u201eWas ist so lustig?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5dee808562a9c13815214f9f701cd6e9\">\u201eNa, du&#8221;, sagte sie. \u201eDie Fenster auf deiner Nase.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"82692bee43edde282f52513a3dc5ed8b\">\u201eAch, das!&#8221; Er nahm die Augengl\u00e4ser ab. \u201eSt\u00f6rt dich das?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ae0a8e5b30e5dc61afef31cf642dcd7b\">\u201eNein, lass es. Und entschuldige, dass ich gelacht habe. Manj\u00e9v sagt, man soll nicht starren oder lachen, wenn Leute komisch aussehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6ca35d58b3c98f0ac17aecea88a32a5c\">Das \u00fcberh\u00f6rte er w\u00fcrdevoll. Es war ihm tats\u00e4chlich lieber, wenn jemand \u00fcber die verfluchte Brille lachte, als ihn deswegen zu bemitleiden. \u201eManj\u00e9v? Die <em>teirandanja<\/em>?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6da806d36498f7d30e7d4f1c0f2c8c3f\">\u201eDie schl\u00e4ft heute ganz sch\u00f6n lange. Mir ist langweilig. Ich will mir endlich meinen Wecken und meine Milch holen und dann endlich wieder mit der sch\u00f6nen Puppenburg spielen. Mama sagt, ich soll hier einfach warten. Sie ist schon zur <em>teiranda<\/em> vorgegangen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7ea3b418436ed8aed4db4ef804c0e948\">\u201eSchl\u00e4ft sie da drin?&#8221;, wunderte Osse sich. \u201eDie <em>teirandanja<\/em>? Hier, und nicht bei den Eltern?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7d9da67e8f8204fa8f16e7683c1e563a\">Das kleine M\u00e4dchen nickte. \u201eSie hat ein eigenes Zimmer nur f\u00fcr sich! Stell dir das vor! Ich muss immer bei meiner Mama schlafen, wenn wir hier sind. Aber wenn wir wieder zuhause sind, dann soll Papa mir auch ein Zimmerchen machen. Ich wei\u00df schon genau, wo.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cd334b48dfad8d9a61e0aebaf627065f\">\u201eWer bist du denn \u00fcberhaupt?&#8221; Osse war belustigt. Die Kleine plauderte genauso wild drauflos wie Truda.<\/p>\n<p data-p-id=\"ad6f2649798fd1750aee30eecf2ee51b\">\u201eT\u00edjnje Mor\u00e9aval. Und ich bin die Freundin von Manj\u00e9v.&#8221;, sagte das kleine M\u00e4dchen stolz. \u201eUnd wenn ich gro\u00df bin, werde ich ihre Hofdame. Dann haben wir beide sch\u00f6ne Kleider und Geschmeide und alles wird ganz toll. Ich will ein Scho\u00dfh\u00fcndchen, ein eigenes. Glaubst du, ich bekomme eines?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6b54aef2ae85daa5201353b81bfaa4cb\">\u201eIch w\u00fcnsche dir, dass das alles so wird, wie du es dir vorstellst&#8221;, sagte er. \u201eAber warum hat die <em>teirandanja<\/em> hier ihr Zimmer und nicht bei der Familie?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ebf56d1f39eed9d33e3609e50ad52ba9\">\u201eSoll ich dir was verraten?&#8221; T\u00edjnje sp\u00e4hte sich verschw\u00f6rerisch um und fl\u00fcsterte dann: \u201eWenn keine G\u00e4ste da sind, dann sind wir hier ganz ungest\u00f6rt. Manchmal machen die Jungs mit. Dann treffen wir uns nachts hier bei Manj\u00e9v und erz\u00e4hlen Geschichten. Aber die von L\u00e1as mag ich nicht. Die sind schauerlich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9664743810776dbde45a30111c06024a\">Osse staunte, lie\u00df es sich aber nicht anmerken. Es erschien ihm ungeheuerlich, das die <em>teirandanja<\/em> insgeheim einen so informellen Umgang mit ihren engen Vertrauten pflegte.<\/p>\n<p data-p-id=\"239bf86d2a2c434d82b8aea2dea6c7bc\">\u201eDu bist der Sohn von Herrn Alsg\u00f6r, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f4b25943026f2da1dfa24a52772357a7\">\u201eJa. Ich bin Osse Emberbey.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a225f7d165793f94202233504caf4732\">\u201eDas ist aber ein ulkiger Name.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f89246841574def6fa451b61188d9992\">\u201eIch wei\u00df. Der Urgro\u00dfvater meiner &#8230; meiner Mutter hie\u00df so. \u2013 Sag, T\u00edjnje &#8230; du wei\u00dft nicht zuf\u00e4llig, wo ich den Sohn von Herrn Wa\u00fdreth finde?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c9ef9db5155c0a269e2300b6e60a1125\">\u201eNein&#8221;, sagte sie schlicht. \u201eIst mir auch egal, Manj\u00e9v mag nicht mit ihm sprechen, sagt sie. Ich glaube, sie findet ihn bl\u00f6d. Aber sie hat von Herrn Wa\u00fdreth ein sch\u00f6nes Pferd geschenkt bekommen, und &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8639fe04fada0e31f268293fb6df0941\">\u201eNun gut. Aber du kannst mir doch sicher sagen wo &#8230; wo das Audienzzimmer der <em>teiranday<\/em> ist?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f3b9c3cb60839e7687644b47345513c7\">\u201eNat\u00fcrlich. Im Geschoss unter diesem, an der Westecke des Geb\u00e4udes. Gleich neben dem Gemach der <em>teiranda<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"246b29e1e13cbd9ab1064cd12b103dc6\">\u201eDanke, T\u00edjnje.&#8221; Er erhob sich. \u201eIch hoffe, du musst nicht mehr allzu lange auf deine Herrin warten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3552731f474f57be855d9dfc23b4d8d9\">Er verneigte sich und wollte sich entfernen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ab860a10f564aa3e4b26f32af01c4f25\">\u201eDas ist aber die falsche Richtung&#8221;, rief sie ihm hinterher. \u201eDie Treppe runter und dann der linke Korridor. Da um die Ecke geht es nicht weiter!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"facdf60c994b8171747e638f1ffed22e\">\u201eIch werde es mir merken.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0266d4302845b08b5cc27b2d2da5db03\">Sie sch\u00fcttelte der Kopf und schaute ihm hinterher, als er den Gang bis zum Ende weiter lief, wo der Korridor auf gleicher H\u00f6he eine Biegung machte.<\/p>\n<p data-p-id=\"92e95c174ad83f5781b0cd8666a1312a\">Dort, so war er sich sicher, w\u00fcrde er den Erwachsenen also nicht in die Arme laufen.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/morgenkind-oder-die-grenzen-des-dunklen-band-2\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-2458","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-02_morgenkind"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2458","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2458"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2458\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3747,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2458\/revisions\/3747"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2458"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2458"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2458"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}