{"id":2242,"date":"2025-08-24T23:54:01","date_gmt":"2025-08-24T21:54:01","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2242"},"modified":"2025-09-01T10:06:17","modified_gmt":"2025-09-01T08:06:17","slug":"104-ujora-spielt-mit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/24\/104-ujora-spielt-mit\/","title":{"rendered":"104: Ujora spielt mit"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SH_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1991\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"fc7148f294f79767b3d8e6817a355ea7\">Das Widerwesen wirbelte um uns herum. Es war \u00fcberall, nicht nur zu unserer Seite, auch \u00fcber unseren K\u00f6pfen und unter uns. Dabei hielt es keinen gleichbleibenden Abstand, es schnellte heran und dehnte sich wieder aus, eine amorphe Sph\u00e4re aus dem seltsamen, nebelartigen, flimmernden Etwas, aus dem Pianmur\u00edt bestand und was wie eine Patina \u00fcber Wijdlant gelegen hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"31df9a8c88b973cd2570f039cccbd2b4\">Yalomiro spielte auf seiner Geige, langgezogene, kraftvolle T\u00f6ne, die er vor sich ausrichtete und die in dem Klirren und Kreischen fast absurd massiv klangen. Er stand dabei nicht still. Er drehte sich t\u00e4nzelnd mit dem Wirbel und schien sich auf einen Fixpunkt in der wabernden Masse zu konzentrieren. Es war, als suche er Deckung hinter einem Schild aus Musik.<\/p>\n<p data-p-id=\"6a75e93fbeb913a3bca8829841fc900b\">Das Lied <em>schimmerte<\/em> &#8211; ich wei\u00df nicht, wie ich es anders beschreiben sollte. Ich konnte den Klang sehen, oder zumindest irgendwie mit anderen Sinnen wahrnehmen als mit dem Geh\u00f6r, ein konfuses und verst\u00f6rendes Durcheinander von Reizen und Reflexen. Es war erstaunlich, dass mein Verstand angesichts dessen nicht aussetzte.<\/p>\n<p data-p-id=\"c160f47e1edf22090a6a0b9f9191e24e\">Das Widerwesen toste umher und griff nach ihm, versuchte, ihn herumzusto\u00dfen. Er stemmte sich dem Druck und Sog entgegen, sein Mantel bauschte sich, sein Haar wehte ihm ins Gesicht, als st\u00fcnde er in einem Sturm. Gegen den vollen, warmen Klang der Geige kreischte das Zetern und Br\u00fcllen des Weltenspielverderbers an wie ein dissonanter Chor riesiger Metallfr\u00e4sen.<\/p>\n<p data-p-id=\"7941938878b1d369a6d6383f3a963812\">Ich hielt Gor Lucegaths Schwert immer noch in der Hand, rappelte mich auf und versuchte, noch ganz benommen von der sonderbaren au\u00dferk\u00f6rperlichen Erfahrung, mich zu orientieren. Das kreiselnde, eiernde Etwas machte mich schwindelig, aber gl\u00fccklicherweise wurde mir nicht schlecht dabei.<\/p>\n<p data-p-id=\"32ca8944a2d5afc58c1574703409c596\">Yalomiros Gesicht war wie erstarrt; in h\u00f6chster Konzentration, seine Augen strahlend silbrig. Er fixierte etwas in dem Wirbel, das mal oben, mal unten war. Vermutlich konnte er etwas erkennen, was der Kern, der Ursprung der Entit\u00e4t sein mochte. Sein Spiel war furios, kraftvoll, es war fast massiv und floss mir durch alle Nervenbahnen. Dort, wo Leimstellen gewesen waren, pulsierte Magie durch das Instrument wie durch Adern. Offenbar hatte Ar\u00e1ma\u00fa sich get\u00e4uscht, als sie behauptete, das Instrument lie\u00dfe sich nicht mehr reparieren.<\/p>\n<p data-p-id=\"8bc09fc4a4541e907c7476c236797c43\">Und Yalomiro selbst &#8230; Er schaute mich nicht an. Er spielte und tanzte und er war &#8230; m\u00e4chtig. Eine entsetzliche, \u00fcbermenschliche Macht strahlte von ihm aus, aber nicht etwa seine hochpotenzierte, magische Kraft. Yalomiro war kein Mensch mehr. Er war &#8230; vermutlich war er in diesem Moment selbst ein Werkzeug der M\u00e4chte, was immer diese M\u00e4chte letztlich tats\u00e4chlich sein mochten. Tats\u00e4chlich &#8230; ich hatte in diesem Moment nicht wirklich Angst vor ihm. Das w\u00e4re das falsche Wort gewesen. Es wareher eine Art von &#8230; Ehrfurcht? Entsetzen?<\/p>\n<p data-p-id=\"4bed7cb15b372599ac2d8241feb10e83\">Yalomiro hatte zwar zu mir gesprochen. Aber das hier war nicht er, nicht nur. Das hier war ein furchtbares, allm\u00e4chtiges Wesen, eines, das dem chaotischen, waberndem Widerwesen Widerstand leisten, es vom Weltenspiel ablenken konnte. Vielleicht in alle Ewigkeit, ohne dass es enden w\u00fcrde. Hatten die M\u00e4chte aus ihm eine Art Gegengewicht gemacht, eine Figur, die sie alle zugleich mit ihren unbegreiflichen Kr\u00e4ften lenkten? Etwas, das dazu bestimmt war, die Aufmerksamkeit des Weltenspielverderbers zu besch\u00e4ftigen, damit die M\u00e4chte in Ruhe weiterspielen konnten? Etwa so (und ich musste fast lachen angesichts der Banalit\u00e4t dieser bizarren Assoziation) wie in einfaches Spielzeug, das man einem nervenden Kleinkind gab, das ein Schachturnier st\u00f6rt?<\/p>\n<p data-p-id=\"c370750d70899ad3fa4c4905d5d4a4cb\">Aber nein &#8230; das w\u00e4re zu einfach. Wenn es so leicht gewesen w\u00e4re, das Widerwesen abzulenken, dann h\u00e4tten die M\u00e4chte es gar nicht so weit kommen lassen. Den M\u00e4chten reichte es nicht, dass das Widerwesen einfach nur Ruhe gab.<\/p>\n<p data-p-id=\"b1c528b4184bbcfe249d62a06340522f\">Sie erwarteten, dass Yalomiro es zur\u00fcck in seine eigenen Gefilde schickte, wo es nicht st\u00f6rte. Zur\u00fcck ins Chaos.<\/p>\n<p data-p-id=\"dca7bc3879768abcfe58d42c612553a6\">Der echte Yalomiro war irgendwo dort drinnen, eingeschlossen in einer H\u00fclse aus unfassbarer Macht. Und doch &#8230; wenn das Widerwesen ihn irgendwie zu Fall brachte, dann w\u00fcrde alles umst\u00fcrzen, wie Dominosteine<\/p>\n<p data-p-id=\"3af824543b6ad84df89a7c5808c9898d\">Ehrfurcht? Nein. Ich versp\u00fcrte blanke Panik. Er war in h\u00f6chster Gefahr! Ich musste ihm helfen!<\/p>\n<p data-p-id=\"4c2c7725d7d8cf9731c3402cb7d7b690\">Das Widerwesen wich nicht zur\u00fcck. Es schien zwar keinen Punkt zu finden, um ihn anzugreifen, aber sehr viel mehr, als es auf Abstand zu halten, konnte er mit seinem Lied auch nicht. Wom\u00f6glich w\u00fcrden sie sich immerfort und in einem unendlichen, absurden Tanz gefangen, umkreisen, w\u00e4hrend die M\u00e4chte abwarteten und das Weltenspiel stillstand.<\/p>\n<p data-p-id=\"e9499316e0bf1273ae1d9ed29de377d3\">Ich schaute ratlos auf das Schwert hinab. Konnte mir Meister Gors magische Waffe in irgendeiner Weise jetzt noch von Nutzen sein? Das schimmernde Metall \u2013 was immer es tats\u00e4chlich sein mochte \u2013 spiegelte matt. Ich erhaschte einen ganz kurzen, verzerrten Blick auf mein eigenes Gesicht. Meine Augen &#8230; <em>leuchteten<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"24137506938719161d5b3db33645dfd2\">Ar\u00e1ma\u00fa? Hatte sie tats\u00e4chlich im Sterben ihre letzte Magie in mich hinein gesungen? Hatte sie es getan, damit ich ihm <em>helfen<\/em>, zu ihm vordringen konnte?<\/p>\n<p data-p-id=\"8db8e2f04257435938230ed0de36d6df\">Ich lie\u00df das Schwert fallen. Es war <em>leer<\/em>. Gor Lucegath selbst hatte das Artefakt mit dem letzten Rest seiner Magie zerschlagen und das Licht befreit. Nun brauchte Yalomiro <em>meine<\/em> Hilfe, nicht die einer verbrauchten Zauberwaffe.<\/p>\n<p data-p-id=\"b37560073229523824aaf2caa993362f\">\u201eYalomiro&#8221;, kam es mir \u00fcber die Lippen, ohne dass ich dar\u00fcber nachgedacht h\u00e4tte. Ich musste ihn festhalten!<\/p>\n<p data-p-id=\"717ba044e3d3b7961c4800c77ad40dd9\">Er hielt das Widerwesen mit seiner Musik auf Distanz. Aber er kam nicht zum Erfolg damit. Gerade kehrte er mir wieder den R\u00fccken zu. Das komplizierte Muster auf seinem Mantel, sicherlich in Tuch und Faden gewobene Magie, das ich so oft gesehen und nie n\u00e4her beachtete hatte, glitzerte vertraut, w\u00e4hrend das Widerwesen um uns herum waberte. Ich richtete mich auf und bereute es augenblicklich. Mein K\u00f6rper war so entsetzlich schwer, als wirke eine viel, viel st\u00e4rkere Anziehungskraft auf ihn ein als gewohnt. Der Druck quetschte mich zusammen und nahm mir den Atem. Hier, im Inneren des Widerwesens, war nicht nur Raum und Zeit aus dem Gef\u00fcge.<\/p>\n<p data-p-id=\"6a66cafa7e63bb18b63aebda0ce22282\">\u201eYalomiro!&#8221; Ich streckte die Hand nach ihm aus. Aber ich verfehlte ihn.<\/p>\n<p data-p-id=\"40c25a7ba1da30eb5a18c16bf36f7c5b\">Doch ich gab nicht auf. Das Atmen wurde immer schwerer, f\u00fchlte sich an, als verkleinerten sich meine Lungen. Mein Brustkorb f\u00fchlte sich an wie eingeschn\u00fcrt.<\/p>\n<p data-p-id=\"9166592f810ed1cf44c12d3a788df30f\">\u201eYalomiro &#8230;&#8221; Ich nahm all das, was ich an Kraft noch hatte, und lie\u00df mich ihm entgegen fallen, auf das schimmernde Ornament zu. Diesmal gelang es. Er zuckte zusammen, und die schwache <em>maghiscal<\/em> um mich herum vermengte sich mit der seinen, wie zusammengegossene Fl\u00fcssigkeiten, verwirbelte mit ihr und wurde zu etwas Neuem.<\/p>\n<p data-p-id=\"c4f2064648c1b786da1bf27942ab9830\">Ich legte meine Arme um ihn. Ich sp\u00fcrte sein Herz unter meiner Hand. Er spielte unbeirrt weiter. Ich schmiegte mein Gesicht an seinen R\u00fccken. Und ich sprach es mit dem letzen Atem in meinen Lungen aus.<\/p>\n<p data-p-id=\"6dfc0d9c80bf1295ec477c26a6ce433a\">\u201eYalomiro &#8230; wir sind <em>f\u00fcreinander<\/em>!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d98adfdef5eb154dc8da26858b7b1326\">Er keuchte auf, als schrecke er aus einem tiefen Schlaf aus. Energie zuckte durch seinen K\u00f6rper, ich konnte es unter meinen Fingern sp\u00fcren. Es griff auf mich \u00fcber, war herrlich und magisch und voller Gl\u00fcck. Wir verschmolzen miteinander, wurden f\u00fcr einen winzigen Moment ein einziger K\u00f6rper. Yalomiro schrie auf, ich schrie, ein Ausruf, orientierungslos irgendwo zwischen Euphorie, Ekstase und Agonie. Das Widerwesen zuckte wie erschrocken weg von uns.<\/p>\n<p data-p-id=\"56fd385e4d0877726472bf164e62edfa\">Dann lie\u00df Yalomiro den Bogen sinken. Einen Moment stand er still, war es still. Ich umklammerte ihn und ich weinte, \u00fcberw\u00e4ltigt von den Emotionen, die uns beide zugleich durchtobten. Ich konnte sp\u00fcren, wie sich etwas in seiner Seele mit der meinen zusammenf\u00fcgte. Der wundersch\u00f6ne Pflanzenduft wurde \u00fcberw\u00e4ltigend intensiv.<\/p>\n<p data-p-id=\"b11d6d574e822fdc7ea66b6c06e87050\">Das Widerwesen wogte heran, heftig, voller Wut. Yalomiro drehte sich zu mir um. Ich konnte sp\u00fcren, wie die Allmacht von ihm abfiel wie eine br\u00f6ckelnde Schale, wie Staub. Da stand er, zerzaust von dem entsetzlichen Gewirbel der Wesenheit, die Narbe \u00fcber seinem Herzen immer noch entbl\u00f6\u00dft, und Tr\u00e4nen, die \u00fcber seine Wangen rannen, so fremd in seinem Gesicht. Hatte ich ihn je zuvor weinen sehen?<\/p>\n<p data-p-id=\"2557e6529a140bb8ade9c0896d4e5baa\">\u201eUjora&#8221;, wisperte er in das unabl\u00e4ssige Schaben und Klirren hinein. \u201e<em>H\u00fdardora<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3e2165947f04664f55a348ae90e13a1c\">\u201e<em>H\u00fdardor<\/em>&#8220;, antwortete ich leise.<\/p>\n<p data-p-id=\"f4bc345f197fceb54551822f70fb2a0b\">Wir standen einander gegen\u00fcber, im Zentrum der Verneinung, des Nichts, es gab nur ihn und mich. Die M\u00e4chte hatten uns an diesem seltsamen Ort, in dieser unbegreiflichen Gefahr, \u00fcber Welten hinweg zusammengef\u00fchrt.<\/p>\n<p data-p-id=\"5200371afc7b6f24f056a860c4839051\">Unsere <em>maghiscal<\/em> war unzerst\u00f6rbar. <em>Geborgenheit<\/em>. Wenn wir beide in diesem Moment gestorben w\u00e4ren, es w\u00e4re mir egal gewesen.<\/p>\n<p data-p-id=\"80fbfe3039e2f55c2a37dc520132cc66\">Aber Yalomiro hatte nicht vor zu sterben. Er hob den Bogen und wandte sich dem Widerwesen zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"60c790cd52aeeb2d38457a13c84150e8\"><em>Was glaubst du zu sein?,<\/em> kreischte seine Stimme, wie zerrei\u00dfendes Eisen. <em>Was hast du mir zu entgegnen?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"a287cb7852c130e5ad408b990b7f6491\">\u201eIch bin Yalomiro Lagoscyre. Ich bin ein Schattens\u00e4nger mit einer <em>vollst\u00e4ndigen<\/em> Seele. <em>F\u00fcrchte<\/em> <em>mich!<\/em>&#8220;<\/p>\n<p data-p-id=\"47abb8467f648908f3b63d2ee75099b4\">Das Widerwesen lachte, wie eine Blechdose, in der Schrauben klimperten. Es klang bei alledem ein wenig erstaunt. Yalomiro l\u00e4chelte finster. Er wirbelte den Bogen spielerisch zwischen seinen Fingern herum und setzte ihn erneut auf die Saiten.<\/p>\n<p data-p-id=\"999a0694097d44950de6ee9287ca8f19\">Und er spielte, warf dem Widerwesen sein Lied entgegen. Aber die Melodie hatte sich nun ver\u00e4ndert. Sie war nicht mehr magisch. Sie war &#8230; <em>lebendig<\/em>. Die T\u00f6ne waren k\u00fcrzer, schneller, heftiger. Ekstatischer. Er sang. Und jeder Ton schien k\u00f6rperlose <em>Dinge<\/em> um uns herum zu treffen wie ein Schwertstreich.<\/p>\n<p data-p-id=\"151c3d0f1b3099a389e17138cae7551d\">Das Widerwesen waberte, es tobte, versuchte, die Melodie zu \u00fcbert\u00f6nen, aber es gelang ihm nicht, in den Kokon aus <em>Leben<\/em> einzudringen, den Yalomiro nun mit seinen Kl\u00e4ngen um sich und mich herum wob. Ich h\u00f6rte, wie die Musik gegen das leere Kreischen anschrie, und ich erkannte in den Melodien und Rhythmen Emotionen. Nicht nur sch\u00f6ne, positive Gef\u00fchle wie Gl\u00fcck und Lebensfreude, oh nein. Yalomiro spielte und sang ebenso von Wut, Entt\u00e4uschung und Trauer, von Neid und Scham. Angst erklang neben Geborgenheit, Langeweile neben \u00dcbermut, Eitelkeit neben Schwermut und Entt\u00e4uschung neben unb\u00e4ndiger Freude.<\/p>\n<p data-p-id=\"9125971d92769f3050a44f9eca2535cf\">Doch all das war kein ungeordnetes Chaos aus Kl\u00e4ngen. Yalomiros Lied verwob alle Facetten mit dem Leitmotiv, das in seiner Seele erwacht war.<\/p>\n<p data-p-id=\"ba2f21d84659629ec401a8eb0ea97292\">Ich kann nicht sagen, wann wir erneut begonnen hatten, zu tanzen. Wie damals, in jener Nacht am Waldrand, tanzte ich mit Yalomiro zu seinem Lied des Lebens. Wir tanzten im Inneren eines unbegreifbaren Wesens, im Herzen der Verneinung.<\/p>\n<p data-p-id=\"c4b58a1791f3360efafb2b4514d4460a\">Es war absurd und wundersch\u00f6n zugleich. Er lachte leise. Mit jedem Atemzug ver\u00e4nderte sich etwas in mir. Mir kam es vor, als k\u00f6nne ich den Fluss meines eigenen Blutes sp\u00fcren, wie ein warmes, sanft rinnendes Gew\u00e4sser. Das war &#8230; sonderbar. Und f\u00fchlte sich phantastisch an. Irgendwann, das bemerkte ich erst, als ich es schon l\u00e4ngst tat, sang auch ich.<\/p>\n<p data-p-id=\"061e51b13309723c8ff1dcecac6dae6c\">Das Widerwesen wand sich und erzitterte.<\/p>\n<p data-p-id=\"3b1f326a1c31f863b8ecf7cb6a794e1c\"><em>Ihr k\u00f6nnt mich nicht zerst\u00f6ren!,<\/em> z\u00fcrnte es.<\/p>\n<p data-p-id=\"863e79efa6f5e28e52f41c67e7b1ab29\">\u201eWir nicht. Die nach uns kommen vielleicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"953a8113ee349bb9834e1d29ca74f1d7\">Hatte Yalomiro das gesagt oder gespielt? Ich wusste es nicht.<\/p>\n<p data-p-id=\"9859877c1bd10d7545c4e6b43d7362f4\">Ihr dummen Sterblichen! Eure Lebenszeit ist nicht mehr ein Wimpernschlag!<\/p>\n<p data-p-id=\"13b3a8021a187ed992854973a0b9f105\">Yalomiro neigte den Kopf. Und dann schmetterte seine Geige dem Widerwesen etwas entgegen, das unaufhaltsam war. \u00dcber alle Takte und durch sie hindurch t\u00f6nte etwas, das nichts anderes war als &#8230; nun ja. Liebe.<\/p>\n<p data-p-id=\"d02df394ea42bdcd68e13cd0826dd7ed\">Das wirbelnde Chaos um uns vibrierte und bl\u00e4hte sich zu etwas Ungeheurem auf. Dann zerbarst es und verschwand, als sei es nie dagewesen.<\/p>\n<p data-p-id=\"06052395fef76ad449eb326fe2a38219\">Ohne einen einzigen Laut<\/p>\n<p data-p-id=\"8a7ab20ec0ab3262ce329c7dcb399a4e\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"a854f664c58da212b37e0ee635e1a59a\">Meister Gors Turmzimmer war wesentlich kleiner, als ich es in Erinnerung hatte. Wir standen beide mitten auf dem grausigen Opfertisch wie auf einer kleinen B\u00fchne. Ich h\u00e4tte die verblichene Deckenmalerei ber\u00fchren k\u00f6nnen, wenn ich die Hand gehoben h\u00e4tte.<\/p>\n<p data-p-id=\"623897d9550288afb7bf246d144a24b9\">Staub tanzte tr\u00e4ge in den Sonnenstrahlen, die durch das n\u00f6rdliche Fenster drangen. Yalomiro lie\u00df die Geige sinken und blinzelte. Mit jedem Lidschlag dimmte das Leuchten seiner Augen ab, bis nur noch seine silbern gesprenkelte, dunkelbraune Iris \u00fcbrig blieb. Zu meinen F\u00fc\u00dfen lag das Schwert und schimmerte wie ein Insektenpanzer.<\/p>\n<p data-p-id=\"0c1ca60a5c922427f77128b0b5004de0\">Einen Moment standen wir stumm da, bis unser Atem sich wieder beruhigte. Dann seufzte er erleichtert und breitete die Arme aus. \u201eUjora!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2b076462e7f04e64cd5cfd6df3d32981\">Ich warf mich an seinen Hals und umklammerte ihn. Eine gewaltige Last fiel mir vom Herzen. Ich zitterte und schluchzte. \u201eYalomiro!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d24ac3b6b6d70dc08adf5a915cccc8a4\">Wir schmiegten uns aneinander. Es war \u00fcberstanden. Er war bei mir. Nun war alles &#8230; es war &#8230; <em>il&#8217;ay-ra<\/em>. Alles war gut.<\/p>\n<p data-p-id=\"3c11a20caef1d86dc1bc59166ff3cf52\">Es tat so gut, zu weinen. Yalomiro versuchte nichts, um mich zu beschwichtigen. Er hielt mich einfach fest und war bei mir. Das tat so gut!<\/p>\n<p data-p-id=\"1f83f8c3c8524abef22b264d679e8b79\">\u201eWas f\u00fcr ein Gl\u00fcck&#8221;, wisperte er schlie\u00dflich, \u201edass du die Geige gerettet hattest.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"92d0195c93ebd83ae4f8c33364174929\">\u201eDu hattest selbst gesagt, dass du Dinge reparieren kannst&#8221;, schniefte ich. \u201eKnochen, Scherben, Holz &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"daacbd9b011da172a91d1f0fbbd164dd\">\u201eErschrick nicht&#8221;, sagte Yalomiro, nachdem wir eine kleine Ewigkeit einfach nur in unserer Umarmung dagestanden hatten. \u201eSie sind hier.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fc009943c4778d5ee39f46c47e7260cd\">Ich nickte und drehte mich um. Ich ahnte, was f\u00fcr ein Anblick mich erwartete.<\/p>\n<p data-p-id=\"793380a4ebdcea1179a4255bcc6e5dff\">Ar\u00e1ma\u00fa sah aus, als schliefe sie und tr\u00e4ume etwas Sch\u00f6nes. Ihr Gesicht war entspannt, ihre Augen geschlossen. Das mondhelle Haar bauschte sich wie ein Kissen unter ihrem Kopf. Sie war wundersch\u00f6n. Kein Wunder, dass J\u00f3ndere Mor\u00e9aval ihr augenblicklich verfallen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"08902f0da3b1a4c900f87c48a63beb2a\">Gor Lucegaths Gesicht war von mir abgewandt, wof\u00fcr ich zutiefst dankbar war. Sein ausgestreckter Arm schien nach der Maske zu langen, die einen Schritt weiter unter dem Fenster lag. Der Rest seines K\u00f6rpers war Fleisch in rohen St\u00fccken und viel rotes Blut, das die Fetzen seiner vornehmen Gew\u00e4nder durchtr\u00e4nkte. Ich presste mir die Hand vor den Mund. \u00dcbelkeit schwallte in mir auf, aber ich konnte mich beherrschen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ef0fc48e1070862016074435aa8aa20f\">Yalomiro stieg vorsichtig vom Tisch herunter, b\u00fcckte sich nach der Maske. Er hob sie auf und betrachtete sie von allen Seiten.<\/p>\n<p data-p-id=\"09aaf4624fd0465c3d36ae76f8674baf\">\u201eHat es ihn damit &#8230; kontrolliert?&#8221;, fragte ich nach einer Weile.<\/p>\n<p data-p-id=\"521955f794f751255361d203346d527d\">\u201eEs scheint so. Die beunruhigende Frage ist, wer das Werkzeug <em>erschaffen<\/em> hat und wie es in seinen Besitz kam. Ich f\u00fcrchte, wir werden es nie erfahren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"985128387eb370062dbecfc614c482cf\">Dann reichte er mir die Hand, um mir vom Tisch herabzuhelfen.<\/p>\n<p data-p-id=\"56edbfe83646eda67a794073c6e8b781\">Ich war benommen und f\u00fchlte mich seltsam schwer, aber diesmal war es eine merkw\u00fcrdig angenehme Schwere, etwa so, wie wenn man nach dem Schwimmen aus dem Wasser steigt.<\/p>\n<p data-p-id=\"665252116d15d8155c62b61669aea87b\">\u201eWas war das alles?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d2bf94f3b8cfdc77ecb88c423dcba019\">Yalomiro legte die Maske neben das Schwert auf den Tisch.<\/p>\n<p data-p-id=\"f5ddac615601fced6bcc7647b97f7aea\">\u201eDu hast es vertrieben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"26140724eb2343835413605a3169026d\">\u201eIch? Wieso ich?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"31cd9a7c142e75171707eed77b062a0e\">\u201eWer, wenn nicht du?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7055f8468366a0586bf00f1fff19c4d1\">\u201e<em>Du<\/em> hast es gebannt!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3fbb528c0892fe62e6c34a65f7787b81\">Er sch\u00fcttelte den Kopf. \u201eNein. Ich habe nur ein wenig musiziert. Die Scherben hast du zusammengef\u00fcgt. Die von meinem Instrument und die in meinem Inneren. Ohne dich, Ujora, w\u00e4re die Geige nie derma\u00dfen m\u00e4chtig geworden. Und ich &#8230; m\u00f6glicherweise w\u00e4re ich ohne dich jetzt nicht mehr als ein wahnsinniger Chaosgeist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d35e93e34fdca1cfb6be9e965af6c442\">\u201eAber &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0f01a950d81ca1d139c0d100a7564da3\">\u201eDer Magier, der es tats\u00e4chlich einmal <em>besiegen<\/em> wird, der ist noch nicht geboren. M\u00f6glicherweise liegt es nicht einmal in den H\u00e4nden eines Magiers, es zu tun. Was hier gerade geschehen ist, das ist nur &#8230; ein Aufschub. Zeit. Ein Wimpernschlag.&#8221; Er st\u00fctzte ersch\u00f6pft die H\u00e4nde auf die Tischkante und betrachtete das Schwert. \u201eAber mit etwas Gl\u00fcck haben wir es verwirrt und verwundbar gemacht.&#8221; Er schaute mir \u00fcber den Tisch, \u00fcber Geige, Schwert und Maske hinweg in die Augen. \u201eDu hast Gor Lucegath eine gro\u00dfe Gnade erwiesen. Durch deine Hand und seine Magie ist nun auch das Licht wieder vollst\u00e4ndig.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d907beb87921c4e705212a1756c8cbdc\">\u201eEigentlich&#8221;, entgegnete ich, \u201ewar das alles nur &#8230; irgendwie passiert.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cf486c7f1d38ef980ef337ed4bcb9858\">\u201eEs konnte passieren, weil er dir vertraut hat. Ich denke, er hat dich respektiert und auf eine wunderliche Art &#8230; gern gehabt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cb6cf67896ca237b484ecc4754dbfe8e\">Ich schaute instinktiv hinauf zu dem Bild, zu der <em>goala&#8217;ayra<\/em> in ihrer W\u00fcrde, Milde und Reinheit.<\/p>\n<p data-p-id=\"4468269e0a2f603ea2f50fa08c37f661\">\u201eEr wusste, was Liebe ist&#8221;, sagte ich leise. \u201eDas da, dieses Bild &#8230; das war das, was er haben wollte. Er wollte keine Macht f\u00fcr sich. Er wollte das <em>ay&#8217;cha&#8217;ree<\/em>, um den M\u00e4chten dienen zu d\u00fcrfen. Wie damals. Er wollte den Frevel gut machen, den seinesgleichen begangen hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9a22ec720f4a7fe2dbe4ae335f7a47a1\">Er betrachtete das Gem\u00e4lde ebenfalls einen Augenblick nachdenklich. \u201eDamit konnte es ihn also tats\u00e4chlich verf\u00fchren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"05a4e20addfdafaea48a1f56ed39cbc1\">Dann hockte er sich neben Ar\u00e1ma\u00fas K\u00f6rper und strich ihr sacht \u00fcber die Stirn. Ich kam n\u00e4her. In meinem Leben hatte ich noch nie einen Leichnam gesehen, und ich denke, ich war in diesem Moment noch nicht dazu in der Lage, zu begreifen, dass sie tats\u00e4chlich tot war, so friedlich, wie sie da lag. Wahrscheinlich h\u00e4tte mich der Anblick einer toten Katze wesentlich mehr schockiert. Trotzdem ergriff mich mit jedem Moment gr\u00f6\u00dfere Traurigkeit. Sie war die beste Freundin gewesen, die ich in meinem Leben gehabt hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"e09ea6cb5545d86f8f292b7abb3a5275\">\u201eIch wusste, dass ich sie verlieren w\u00fcrde,&#8221; sagte Yalomiro mit gefasster Stimme. \u201eIhr war es auch klar. Es musste so geschehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"37cd2fb2aeadb04c2efe051271132fbd\">\u201eSie hat mir ihre Magie \u00fcberlassen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"65614db481afd7e9de9c0559707aad62\">\u201eIch wei\u00df. Auf diese Weise hat sie all das hier erm\u00f6glicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b0d2cf0efb3b855d486ceac447aa5f0c\">\u201eYalomiro?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c510f65eae2f94c077c8f41510ec4cc3\">Er wandte sich mir zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"373ce52d0a4da1907b465febba89e506\">\u201eWer war der Schwarze Meister?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d7133e042e68e8f5453be48cbb31d078\">\u201eAuch <em>camat&#8217;ay<\/em> haben ihre dunklen Geschichten, Ujora. Es ist nicht der passende Ort und Augenblick, die seine zu erz\u00e4hlen. Wir haben noch Dringliches zu tun. Aber du sollst alles erfahren. Reicht dir das f\u00fcr den Moment?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"78fe2cd5800ecb736a9ec270a38d81ca\">Ich nickte.<\/p>\n<p data-p-id=\"bbbb1f4784c61b43d4f3dea9eef5684a\">\u201eDann sollten wir uns nun um die Unkundigen k\u00fcmmern.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"57b6f95e69b447d44cc9c6f4be0d04c5\">Er nahm die Geige an sich und ging ohne ein weiteres Wort hin\u00fcber zur Kammert\u00fcr. Sie f\u00fchrte nun hinaus zu einer schmalen Wendeltreppe, anders, als ich sie in Erinnerung hatte. So normal \u2013 eine Treppe, wie man sie in einem Burgturm erwarten w\u00fcrde. Ich folge ihm, aber er blieb auf dem Absatz stehen.<\/p>\n<p data-p-id=\"73b72db0d17562ba119040ccea01b893\">\u201eDu solltest die T\u00fcr versiegeln&#8221;, sagte er. \u201eEs d\u00fcrfen keine Unkundigen diesen Raum betreten, solange darin noch Unordnung herrscht.<\/p>\n<p data-p-id=\"489e5cbbad6ebe05a44403039c36d50a\">\u201eAber &#8230; das kann ich doch nicht!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4474faaa313cdd8f24871b9d7f259d14\">\u201eNat\u00fcrlich kannst du. Das war Ar\u00e1ma\u00fas leichteste \u00dcbung. Sie sch\u00e4tzte es nicht, \u00fcberrascht zu werden. Denk nicht dar\u00fcber nach. Probier es aus. Ich helfe dir.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c514d44ad3e12f95bdb0a5899c474ca1\">Ratlos legte ich die Hand auf die T\u00fcr. Yalomiro legte seine Fingerspitzen darauf. Das sacht rinnende Gef\u00fchl, das wohl doch nicht mein Blut war, \u00e4nderte seine Richtung. Ein ganz zartes Etwas sprang von meinen Fingerspitzen auf das Holz, wie ein winziger kleiner Funken. Es war ganz und gar unspektakul\u00e4r.<\/p>\n<p data-p-id=\"d46d9c5ea6ec7b9fa1f13f48e6872058\">\u201eSehr gut&#8221;, lobte Yalomiro. \u201eF\u00fcr jemanden, der Magie f\u00fcr Unterhaltung, Betrug und M\u00e4rchen h\u00e4lt.&#8221;<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/schattenherz-oder-die-ergaenzte-seele-band-1\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-2242","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-01_schattenherz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2242","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2242"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2242\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3934,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2242\/revisions\/3934"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2242"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2242"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2242"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}