{"id":2228,"date":"2025-08-24T23:35:47","date_gmt":"2025-08-24T21:35:47","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2228"},"modified":"2025-09-01T09:58:31","modified_gmt":"2025-09-01T07:58:31","slug":"081-althopian-arrangiert-abenteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/24\/081-althopian-arrangiert-abenteuer\/","title":{"rendered":"081: Althopian arrangiert Abenteuer"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SH_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1991\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"87b21681e05a276c227beb02c78e779f\">Ich hatte beschlossen, mich vorerst in der N\u00e4he der <em>teiranda<\/em> aufzuhalten. Immerhin schien Gor Lucegath keine Einw\u00e4nde mehr dagegen zu haben, dass ich mich au\u00dferhalb meines Zimmers aufhielt. Allein darin bleiben wollte ich nicht. Das Einzige, was mir Sorgen bereitete war, dass ich die Geige unbeaufsichtigt lassen musste. Aber vielleicht war es wirklich so, wie Ar\u00e1ma\u00fa gesagt hatte, und das Instrument w\u00fcrde nicht das Interesse des Rotgewandeten wecken, solange es in Tr\u00fcmmern lag.<\/p>\n<p data-p-id=\"456ca7f5e15e2d82ef5b1a7d3249848d\">W\u00e4hrend ich K\u00edan\u00e1 von Wijdlant \u2013 zur gr\u00f6\u00dften Irritation der Kammerzofe \u2013 auf Schritt und Tritt durch die Burg folgte, fiel mir erstmals auf, dass es hier tats\u00e4chlich auch andere kleinere Tiere gab. Einige struppige Katzen versahen ihren Dienst als M\u00e4usej\u00e4ger. Wie sich herausstellte, waren auch einige Scho\u00df- und Jagdhunde vorhanden. Allerdings verhielten s\u00e4mtliche Tiere sich scheu und versuchten, uns aus dem Weg zu gehen. Als ich ein H\u00fcndchen streicheln wollte, knurrte es mich an und schnappte nach mir. Das kr\u00e4nkte mich etwas, denn ich mochte Hunde. Ob Gor Lucegath ach diesen armen kleinen Gesch\u00f6pfen irgendetwas angetan hatte?<\/p>\n<p data-p-id=\"02a5334d7bc2ea483efd8cc7186e814b\">Die <em>teiranda<\/em> plauderte und plapperte ohne Unterlass und kannte nur ein Thema: Jenen geheimnisvollen <em>teirand<\/em>, der kommen w\u00fcrde, um sie zu seiner <em>h\u00fdardora<\/em> zu machen, und das gro\u00dfe Willkommensfest, das sie ausrichten wollte. Ich betrachtete sie in ihrer wahren, ihrer schmalen und kr\u00e4nklichen Gestalt und fragte mich, ob jener Mann wusste, was ihn hier erwarten w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-p-id=\"bc32ff5ea12afd57fc82a78d83d6e8ab\">Ich sagte nichts dazu, bis die drei <em>yarlay<\/em> zur t\u00e4glichen privaten Audienz erschienen. Nach ihrem wilden Kampf wirkten sie alle drei zerzaust und angeschlagen, aber gl\u00fccklicherweise schien war keiner von ihnen ernsthaft verletzt, wenn man davon absah, dass Mor\u00e9aval leicht humpelte und Grootplen einen Verband um sein linkes Handgelenk trug. Altabete schien weder stehen noch sich setzen zu k\u00f6nnen. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob er das in Gegenwart der <em>teiranda<\/em> \u00fcberhaupt gedurft h\u00e4tte. Falls sie bemerkte, wie es um ihre Krieger stand, lie\u00df sie es sich zumindest nicht anmerken.<\/p>\n<p data-p-id=\"013ca054acae9dc7c0a71786a980c1f7\">\u201eIch habe heute eine wichtige Neuigkeit f\u00fcr Euch&#8221;, begann sie. \u201eIn den n\u00e4chsten Tagen erwarte ich hohen Besuch.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"22883fc7550739a616d88be7b523359a\">Das schien die M\u00e4nner nicht sonderlich zu \u00fcberraschen.<\/p>\n<p data-p-id=\"e348c32f4a4578c8e6ad6d4265a45a98\">\u201eIch erwarte, dass der edle Herr und sein Gefolge in angemessener Weise empfangen werden. Das Gl\u00fcck von Wijdlant steht in Frage.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"271b3972a297eded3a85e32bf67cccda\">\u201eD\u00fcrfen wir wissen, auf wen wir uns vorbereiten m\u00fcssen, Herrin&#8221;, fragte Grootplen.<\/p>\n<p data-p-id=\"a9e57e5c12a3fde42b4ce8403f94e5a5\">Sie l\u00e4chelte. \u201eAuf einen m\u00e4chtigen K\u00e4mpfer und gro\u00dfen Helden. Auf einen echten <em>teirand<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5845591eff5bbf7a8d92bd7db569f92d\">\u201eBenjus von Valvivant mit seinen M\u00e4nnern?&#8221;, fragte Mor\u00e9aval verwirrt. Vielleicht konnte er sich nicht vorstellen, dass Gor Lucegath einen anderen <em>teirand<\/em> in seiner N\u00e4he geduldet h\u00e4tte.<\/p>\n<p data-p-id=\"058aed41c07d95f7831382f683dfae1e\">\u201eWie kommt Ihr darauf?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bd3292d903de1f1cd61d410880a2f494\">\u201eDer Meister hat &#8230; ach, nichts.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c096eed01ba0eeb561ed5b56cd11f619\">\u201eWenn es kein Besuch aus Valvivant ist, Herrin, wer kommt stattdessen?&#8221;, fragte Altabete, offenbar, damit Mor\u00e9aval nicht zu viel redete. Das war verd\u00e4chtig.<\/p>\n<p data-p-id=\"998d292dd3a88473874de28ecfa777ef\">Die <em>teiranda<\/em> musterte den Ritter verwirrt. \u201eIch &#8230; ich erwarte, dass Asga\u00fd von Spagor mir seine Aufwartung machen wird.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"94e9f3264f682548f67f042ce2d349aa\">Grootplen machte ein verwirrtes Gesicht. \u201eDer <em>teirand<\/em> von Wa\u00fdreth Althopian?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8c91447acab9114acbc2c2e99b57b411\">Sie \u00fcberlegte. \u201eJa, ich glaube das ist er&#8221;, sagte sie dann geistesabwesend.<\/p>\n<p data-p-id=\"90444302f55cad271e286d84e56b7411\">\u201eWas will dieser &#8230; <em>teirand<\/em> hier?&#8221;, kam es misstrauisch von Altabete. \u201eWas schert er sich <em>jetzt<\/em> so pl\u00f6tzlich &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2815eb0cf7118acb9b029d856599ad11\">\u201eStill!&#8221;, fuhr Grootplen ihm entsetzt ins Wort.<\/p>\n<p data-p-id=\"a37bcf7a8f177d748c31f5d4b882a285\">Die <em>teiranda<\/em> runzelte die Stirn. \u201eWas ist das f\u00fcr ein Ton, Herr Andri\u00e9r?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d32c64a0c8fc9c93d0014658d48539ae\">\u201eNichts. Ich habe nur laut gedacht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"eee219603b78c8e00d8d727eb3dce39d\">\u201eSicherlich wundert es ihn, dass Asga\u00fd von Spagor so &#8230; pl\u00f6tzlich Interesse an seiner Nachbarschaft zeigt&#8221;, kam J\u00f3ndere Mor\u00e9aval ihm zu Hilfe. \u201eSo &#8230; <em>unerwartet<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7a4fe68e473fb7ab18f0a55af1d8f4d0\">\u201eNun&#8221;, sagte sie entspannt, \u201eich denke, Wa\u00fdreth Althopian ist in sein <em>teirandon<\/em> gereist, um seinem edlen Herrn von mir zu berichten. Nun kommt jener, um sich selbst ein Bild zu machen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b2d09b4cea182fec0882c6df2465da19\">\u201eWar es nicht das, was Ihr so lange Zeit erhofft hattet?&#8221;, wagte ich, mich einzumischen. \u201eDass .. jemand herkommt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"93e46a2182326b84ba0df43365dea23e\">Andri\u00e9r Altabete wandte sich mir zu. \u201eDas kommt darauf an, <em>warum<\/em> er sich so pl\u00f6tzlich dazu entschlie\u00dft. Was er im Schilde f\u00fchrt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"782789490eed61e885321181f65f9499\">\u201eAber ist das nicht ganz offensichtlich?&#8221;, fragte die <em>teiranda<\/em> mit entr\u00fccktem Blick. \u201eBald schon werden sich Wijdlant und Spagor in Verbundenheit die H\u00e4nde reichen und gemeinsam werden wir in <em>Pianmur\u00edt<\/em> eingehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f43f38a49979a9c17acaf9926c4176ea\">Hatte sie gerade tats\u00e4chlich selbst <em>Pianmur\u00edt<\/em> gesagt?<\/p>\n<p data-p-id=\"65a09b13f3917d23868e24bd465d72d6\">\u201eWohin, Herrin?&#8221; Der <em>mynstir<\/em> Daap Grootplen hatte es also auch geh\u00f6rt.<\/p>\n<p data-p-id=\"bc5246b27a1445b1fb23fa2e1fe729db\">\u201eAlles wird gut und richtig werden&#8221;, sagte sie geistesabwesend. \u201eUnd wir alle werden einen gro\u00dfen, gl\u00fccklichen Frieden erleben.<\/p>\n<p data-p-id=\"629d718f4f27dfb745cb6cc648a24ace\">Damit erhob sie sich. Die Audienz war beendet, bevor jemand eine R\u00fcckfrage stellen konnte. Sie l\u00e4chelte noch einmal versonnen in die Runde und entfernte sich, dicht gefolgt von der Zofe. Ich lie\u00df die Ritter stehen, um nicht den Anschluss zu verlieren, aber ich sp\u00fcrte drei nachdenkliche Blicke in meinem R\u00fccken.<\/p>\n<p data-p-id=\"8a7ab20ec0ab3262ce329c7dcb399a4e\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"d83a5bca9ed80245fe71752ede08eb9f\">\u201eWas ist hier los?&#8221;, fragte Wa\u00fdreth Althopian, nachdem er das Spektakel auf dem Burghof eine Weile befremdet angeschaut hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"0171a0ac366f09264098b24c13097f69\">\u201eAh, Ihr seid auch wieder unter uns&#8221;, antwortete Alsg\u00f6r Emberbey gereizt. \u201eNun, unser Herr hat sich entschlossen, noch im Laufe des Tages nach Wijdlant aufzubrechen, um sich der Dame vorzustellen. Offenbar hat er in der Nacht einen unverr\u00fcckbaren Entschluss gefasst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"46f75078759a8414b96618289606bc15\">\u201eWas? Heute noch? Aber&#8230; das ist nicht m\u00f6glich!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"04771b77247a59c398e0509fe0ecdbc3\">\u201eDas habe ich ihm auch schon gesagt. Es bedarf schon einer gewissen sorgf\u00e4ltigen Vorbereitung, um eine solche Reise zu organisieren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d1f2c7b6667f619dafdc4960862a1543\">\u201eDas meine ich nicht! Er darf das Ganze nicht \u00fcberst\u00fcrzen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"65abf047df93ddc48db4407fd29424bb\">\u201eIch habe den ganzen Vormittag damit verbracht, ihm auszureden mit einem gro\u00dfen Tross loszuziehen. Ich h\u00e4tte gar nicht gewusst, wo ich die Leute h\u00e4tte hernehmen sollen. Wir reisen mit kleinem Gefolge. F\u00fcnf M\u00e4nner in Waffen sollten reichen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c410322438218ef978878de53bd6f34e\">\u201eAber wir m\u00fcssen noch mindestens zwei Tage warten!&#8221; Althopian machte einem Stalljungen Platz, der eines der Pferde \u00fcber den Hof f\u00fchrte. Dort leistete der Schmied Schwerstarbeit. Ohne anst\u00e4ndige Beschl\u00e4ge konnten die R\u00f6sser nat\u00fcrlich nicht den weiten Weg zur\u00fccklegen. Das metallene H\u00e4mmern auf dem Amboss \u00fcbert\u00f6nte zeitweise ihre Stimmen.<\/p>\n<p data-p-id=\"3ceb65a77bc99a382801f326f387b494\">\u201eSeid Ihr bei Sinnen? Ich will diesen Unfug so schnell es geht hinter mich bringen! Bei den M\u00e4chten, ich habe f\u00fcr alle F\u00e4lle meinen Knappen, den leichtfertigen Bengel, zur\u00fcck zu meiner Burg geschickt, damit wenigstens <em>irgendjemand<\/em> meine &#8230; <em>h\u00fdardora<\/em> in Empfang nimmt, falls das Schiff p\u00fcnktlich ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c0d2d8edcca00dcb3c8388116c25b222\">Althopian lie\u00df die Schultern h\u00e4ngen. Der \u00e4ltere <em>yarl<\/em> hatte das Regiment \u00fcbernommen. Er beaufsichtigte und befehligte das Burgvolk, das aufgescheucht herumrannte, um alles f\u00fcr den Aufbruch des K\u00f6nigs in Ordnung zu bringen; von der Ausstattung der Pferde bis zur Zusammenstellung des Reisegep\u00e4cks. Was sollte nur werden, wenn Emberbey, mochten die M\u00e4chte diesen Tag noch in weiter Ferne liegen lassen, das Weltenspiel verlie\u00df? In der Burg w\u00fcrde ohne seine Autorit\u00e4t und Umsicht augenblicklich blankes Chaos ausbrechen.<\/p>\n<p data-p-id=\"34bc9820ad75edab0413c82539422625\">\u201eRuft die Leute zur\u00fcck&#8221;, bat Althopian eindringlich. \u201eIch gehe <em>allein<\/em> mit ihm nach Wijdlant.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d26c3b5550f0c174301830948e438b55\">\u201eWie bitte?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a8f23b87619e9fa2a2c23a6c47b8cdc2\">\u201eEs sollten nicht mehr Menschen als n\u00f6tig diese Reise antreten. Ich kann es Euch jetzt nicht erkl\u00e4ren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"64ae7cf397057a343278b51cf3cc34be\">\u201eIhr erwartet somit, dass ich ohne eine Begr\u00fcndung der Anordnung des <em>teirand<\/em> wiederspreche?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4318a0a159777be5fcc0945a7429cb95\">\u201eTut es mir zuliebe. Auf meine Verantwortung. Ich gehe und spreche mit ihm.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7bae8033bb40a978861aca82de282fda\">\u201eIhr benehmt Euch mehr als sonderbar, Althopian&#8221;, sagte der andere Ritter misstrauisch. \u201eIst Euch das klar?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"71a88f8b9b5d451eaae24576d0d86370\">\u201eBitte. Gebt mir nur einen Moment Zeit, und Ihr werdet es von ihm selbst h\u00f6ren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"343b2bbe308f72a40bab42b766e52b57\">Er kehrte dem \u00c4lteren den R\u00fccken zu und hastete hin\u00fcber ins Wohnhaus. Sterbenselend war ihm. Als w\u00e4ren die zerbrochenen Krebspanzer nicht schon b\u00f6ses Vorzeichen genug gewesen. Aber er konnte der gutherzigen Fischersfrau keinen Vorwurf machen. Woher sollte das einfache Weib wissen, wie anst\u00f6\u00dfig es war, vor den Augen eines Ritters gepanzerte Krustentiere zu verzehren?<\/p>\n<p data-p-id=\"f9394e0b6390791365f1106106cf5383\">Er fand Asga\u00fd von Spagor in Gesellschaft seines Schneiders in seinen privaten Gem\u00e4chern. Der <em>teirand<\/em> war dabei, vornehme Gew\u00e4nder anzulegen, die einst seinem Vater geh\u00f6rt hatten. Der war ein stattlicher Mann gewesen, so dass die Kleider nat\u00fcrlich nicht an den schlaksigen K\u00f6rper passten. Der Schneider hatte offenbar den Auftrag, die Kleidung abzustecken und zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p data-p-id=\"4556b0c487a4d00ede81cf604ac55815\">\u201eHerr&#8221;, machte der Ritter auf sich aufmerksam. \u201eIch verga\u00df, Euch etwas Elementares mitzuteilen. Unverzeihlich, diese Vers\u00e4umnis!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d35c643d289d6b3f5574e1b07d8672c0\">\u201eSprecht frei heraus, Althopian, Und sagt, steht mir dieser Mantel wohl gut zu Gesicht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f980f11c7281ed8c27b48712fd138b85\">\u201eNat\u00fcrlich, Herr. Aber Ihr solltet wissen, dass Ihr der edlen <em>teiranda<\/em> in aller Heimlichkeit begegnen solltet. Im Versteckten!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"11da0114ed4fa71802b021dcb13f8e12\">Der junge <em>teirand<\/em> wandte sich erstaunt um. \u201eWas sagt Ihr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c40a3e9907dc6fa629f6ddce1f14390d\">\u201eKein gro\u00dfer Tross. Kein Gefolge. Das w\u00e4re nicht gut. Mit Diskretion und Bescheidenheit kommt Ihr zum Ziel.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e260bb42219a59ebdd6566028f8a412a\">Der Schneider z\u00f6gerte, die Nadel in der Hand und schaute von einem zum anderen.<\/p>\n<p data-p-id=\"cea64b9f4d7591c65630d273f589edb7\">\u201eErkl\u00e4rt Euch&#8221;, verlangte Asga\u00fd von Spagor.<\/p>\n<p data-p-id=\"07e894a53bb02de4e0333480c4cc64fb\">Nie k\u00f6nnte ich mir verzeihen, mehr unschuldige Seelen als n\u00f6tig in den Wahnsinn hineinzuziehen, dachte der Ritter. Laut sagte er: \u201eHatte ich Euch nicht gesagt, der Dame sei aus einer misslichen Lage zu helfen? Dass sie auf einen Helden wartet, der ihr seine Hand reicht? Unauff\u00e4llig m\u00fcsst Ihr Euch dorthin begeben. Niemand darf vor der Zeit von Euch wissen. Die <em>teiranda<\/em> hat Grund zur Annahme, dass jemand aus ihrem engsten Umfeld ein doppeltes Spiel spielt. Ihr m\u00fcsst herausfinden, wer der Verr\u00e4ter ist. Zur\u00fcckhaltend und im Geheimen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a23e848d4baa421749384e47d312c777\">\u201eAber wenn es gilt, die Dame aus einer misslichen Lage zu retten, kann ich doch nicht ohne meine Krieger &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"da1288e5fd809c15aa2b8bb7aae4710a\">\u201e<em>Ich<\/em> werde Euch begleiten. Mein Schwert an Eurer Seite muss gen\u00fcgen, wenn Ihr selbst keines f\u00fchren m\u00f6gt. Mich kennt man in Wijdlant bereits und wird keinen Verdacht sch\u00f6pfen. Einen gro\u00dfen Prachttross w\u00fcrde ein Schurke von weitem kommen sehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2367109bae89430893d5f159d978b2cf\">Asga\u00fd von Spagor, der in all den Sommern und Wintern nur sehr wenig Interesse daran gezeigt hatte, auch nur die Grundlagen des Schwertkampfs zu erlernen, seufzte. Vielleicht brachte ihn dieser Einwand zum Nachdenken. Dann erhellte sich sein Gesicht pl\u00f6tzlich.<\/p>\n<p data-p-id=\"1d0491296e5ebea0b64acd93f1c9878d\">\u201eBrauche ich dann vielleicht eine Verkleidung? Wie der Smaragdritter in der Geschichte mit dem schurkischen R\u00e4uber und den f\u00fcnf entf\u00fchrten <em>f\u00e1njula\u00e9<\/em>?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"99cb41726ab03e1c4b1973661b83fd3a\">Althopian war sich sicher, dass er von dieser Erz\u00e4hlung noch nie geh\u00f6rt hatte. Er fragte sich, wie viele Fortsetzungen des Romans es zwischenzeitlich geben mochte und hoffte, es sei nichts allzu Absurdes, womit sich dessen Held maskiert haben mochte.<\/p>\n<p data-p-id=\"2b896460012732d5aaf7bfc722e99683\">\u201e&#8211; &#8230; Ja. Ja, das ist gut. Besorgt Euch etwas in der Art. Aber keine Eile damit. Wir reiten in zwei, nein, besser in drei Tagen los.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d6da607c104997d3dadddbbfce75f2c1\">\u201eWarum so sp\u00e4t?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"990f50b096627d9990f9b5dc8d87703f\"><em>Weil ich eine Queste nach der anderen erledigen muss. Ich kann mich nicht zerteilen!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"c8094c1797ac96ee729cc73e39f47285\">\u201eWeil wir dann zur rechten Zeit dort ankommen. N\u00e4mlich dann, wenn die Umst\u00e4nde g\u00fcnstig sind.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4d55680636ebbda870b69504875c3720\">Asga\u00fd von Spagor warf seinem Schneider einen ratlosen Blick zu. Der Mann gab sich alle M\u00fche, unbeteiligt dreinzuschauen und nicht zu grinsen. Der pl\u00f6tzliche Tatendrang des <em>teirand<\/em> war urkomisch. Althopian h\u00e4tte dem Schneider gern seinen Spa\u00df gelassen, aber selbst fand er die Sache alles andere als lustig.<\/p>\n<p data-p-id=\"a70c2e13c824407254fdc3ee68bdac76\">\u201eWas wisst Ihr, das ich nicht wissen soll?&#8221;, fragte der <em>teirand<\/em> misstrauisch.<\/p>\n<p data-p-id=\"5e9c6cf18d58bdce093d361101273e62\"><em>Zu viel.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"b5fa1d71b8e62627909d8bcbf3a4bbd2\">\u201eIch kenne den richtigen Moment&#8221;, sagte Althopian. \u201eUnd ich bin sicher, dass die Dame sehns\u00fcchtig auf Euch wartet. Glaubt mir. Ich wei\u00df, was Sehnsucht ist und wie sie im Herzen tut. Aber wie Ihr die Dame f\u00fcr Euch gewinnt, das ist allein Eure Sache. Dabei rede ich Euch nicht hinein. Ich bitte Euch nur, es eine vertrauliche Sache zwischen Euch und mir sein zu lassen. Zumindest f\u00fcr den ersten Schritt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a48e389398d680b634fde4caf212a57b\">Asga\u00fd von Spagor musterte seinen <em>yarl<\/em> kritisch. Dann wandte er sich an den Schneider.<\/p>\n<p data-p-id=\"f3f8c7c850fa86c53377ec2c6ea7ac66\">\u201eKannst du mir etwas n\u00e4hen? Unauff\u00e4llig, aber geschmackvoll. Etwas, was mich tarnt, aber trotzdem nicht zu \u00e4rmlich aussieht? Die <em>teiranda<\/em> soll nicht denken, sie habe es mit einem Lumpen zu tun!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7dc11f77dc6666294d63b9a92d25ddaa\">Wa\u00fdreth Althopian fiel ein Stein vom Herzen. Unauff\u00e4llig zog er sich zur\u00fcck und \u00fcberlie\u00df den jungen <em>teirand<\/em> seinen Abenteuerphantasien. Wahrscheinlich hatte sich in den Romanen, die er las, bereits mehr als nur ein fiktiver Held in Verkleidung in eine feindliche Festung oder an eine holde Dame herangeschlichen.<\/p>\n<p data-p-id=\"69900d73f9ae741be1c6c7d24196c21f\">Er legte die Hand dorthin, wo er den Talisman der <em>yarlara<\/em> von Iva\u00e1l sp\u00fcrte.<\/p>\n<p data-p-id=\"4023c8accb53c40f4c378635fb53ab6d\">\u201eEdle Dame&#8221;, wisperte er bei sich, \u201eallein f\u00fcr Euch lasse ich mich zu diesem unw\u00fcrdigen Possenspiel herab. M\u00f6gen die M\u00e4chte geben, dass Ihr sicher in For\u00e9tern angelangt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5c3cb7f2052536bf913c376ae8ea5c71\">Solange er gehorsam war, sollte nichts dagegen sprechen.<\/p>\n<p data-p-id=\"66f5bb4c16beb0dd21896047ccdb8d9d\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"e76f68ae20aca4e3dcd9051724ea25d0\">Yalomiro sa\u00df im Bug und schaute nach Norden. Das Schiff fuhr schnurgerade auf dem Lichtstreif, den der zerrissene Sturmhimmel auf das Meer warf, aber die Wolken faserten bereits auseinander und vergingen. Sie segelten der Sonne entgegen, und zwar schneller als der Wind sie trieb. Nun, er hatte es eilig.<\/p>\n<p data-p-id=\"0f2577f0eee16705a6349cad1ba52a46\">Das <em>ay&#8217;cha&#8217;ree<\/em> trug er nun sicher verborgen am K\u00f6rper. Was immer ihn in der Tiefe angegriffen hatte, es hatte danach gelangt, versucht, es ihm zu entrei\u00dfen.<\/p>\n<p data-p-id=\"33d340688e11d49c2ffe9bb2eb40ee9e\">Bei den M\u00e4chten, was war das gewesen, dieses &#8230; <em>Ding<\/em> im Chaos? Es war m\u00e4chtig gewesen, aber auf eine seltsame Weise, die er nichts von dem zuordnen konnte, das er kannte. War es etwas gewesen, das Nokt\u00e1ma diente? Nein, das war unwahrscheinlich. Sie h\u00e4tte ihm das Artefakt jederzeit verweigern k\u00f6nnen. Warum h\u00e4tte sie ihm geben und ihn gleich darauf daran hindern sollen, es wieder dorthin zu bringen, wohin es geh\u00f6rte?<\/p>\n<p data-p-id=\"44205df04ffa2285e046a427fe6e687b\">Das fremdartige Etwas war &#8230; <em>schlecht<\/em> gewesen. Nicht schlecht im Sinne von gut und b\u00f6se, von den so wandelhaften Perspektiven. Es war gegnerisch, ohne Partei zu ergreifen. Es war &#8230;<\/p>\n<p data-p-id=\"3ac8c2e26dceacfb1b7c274ec36609cc\">\u201eHe, du!&#8221;, sprach Maj\u00e9k ihn an. Yalomiro zuckte zusammen und blickte auf.<\/p>\n<p data-p-id=\"2b5e299b05b644bc6f747b18fd191fd3\">\u201eWas gibt es?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ad51b25708ae0a293d5b1f12a77d080a\">\u201eDas Segel bl\u00e4ht sich gegen den Kurs. Machst du das?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"87bd88d7f593538aed921386639b31a3\">\u201eJa. Ich darf keine Zeit verlieren, wieder an Land zu kommen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"aed0ca6eabbc63aed2bd355cea353e8d\">\u201e&#8217;st \u00fcbel, wenn das eigene Segel nicht spurt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"22a61b4aee67979c49fe95430834e1af\">\u201eAn euer Ruder habe ich keine Magie gelegt. Den Kurs haltet ihr.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f218a2e25d17398cde45ca911597329f\">\u201eWas bin ich froh, wenn wir dich wieder los sind.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"57a30814c9c1b1f8b042d7b9787d8ddd\">\u201eJa. Das kann ich mir denken.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8dbc7b571d1fc7aea34b73aff100a871\">\u201eWarum hast du es so eilig mit deinem Schatz?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5556518d52665ea0aae4746c9eb61510\">\u201eDu hast ein ungesundes Interesse an Sch\u00e4tzen, junger Mann.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"754cb7eef7bb4d6b59a13f304d817ecb\">\u201eLenk nicht ab!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a901caf761874bcfb57c40fe8f8274eb\">\u201eEs wartet jemand auf mich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6a82e8d738287774995dbcd41d7d2eb3\">\u201eTats\u00e4chlich? Ein M\u00e4dchen etwa?&#8221;, fragte Maj\u00e9k und war mit einem Mal ganz interessiert.<\/p>\n<p data-p-id=\"b2c8a9fc5520463098e6e5571a143429\">\u201eMaj\u00e9k, biste bei Verstand?&#8221;. kam es von Egnar. \u201eWas soll <em>er<\/em> denn mit einem Weibsbild anfangen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4f68a0edc5e90615e37a60a369a27f6f\">\u201eAch ja. Stimmt.&#8221; Maj\u00e9k err\u00f6tete. \u201eWie dumm von mir. Ich dachte nur &#8230; also, ich h\u00e4tte es eilig, wenn ich &#8216;nen Schatz gehoben und an Land ein M\u00e4dchen h\u00e4tte &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b1108cadbbfee58ffa4a4ced905b6b2e\">\u201eHast du denn eines?&#8221;, fragte Yalomiro beil\u00e4ufig.<\/p>\n<p data-p-id=\"e6f341f0479c302384d4b93a918cf032\">\u201eJa nat\u00fcrlich! Ich meine &#8230;na ja. Fast. Bald. Ganz sicher.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6373ec5e6ab3af6f195035db69fa0c01\">\u201eDie kleine Elina hat neulich beim Fest mit ihm getanzt.&#8221; Egnar war sichtlich besserer Laune, seit sie wieder Kurs auf die K\u00fcste hielten. Woher der Wind im Segel kam, war dem Fischer nach seinem Abenteuer herzlich egal.<\/p>\n<p data-p-id=\"459de99f756b1a9fc9143f6e06001f73\">\u201eGetanzt &#8230;&#8221;, sagte Yalomiro nachdenklich.<\/p>\n<p data-p-id=\"01784d5f12faa0c09167f5a6714a6e4d\">\u201eJa, bis sie es leid war, dauernd auf die F\u00fc\u00dfe getreten zu werden&#8221;, frotzelte Egnar. Das gefahrvolle Abenteuer begann in seinen Gedanken bereits zu einem aufregenden Spektakel zu verblassen.<\/p>\n<p data-p-id=\"b5ba76804a993dcd65f4140ebfa0c81b\">\u201eGar nicht wahr!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"891e431f5e9095f9d1c0e15c5c887d16\">\u201eIch hab&#8217;s doch gesehen! Und Kelwa sagt &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c3f0f70e44eec124841c9f21a5b1f9bf\">\u201e<em>Liebst<\/em> du dieses M\u00e4dchen?&#8221;, unterbrach Yalomiro.<\/p>\n<p data-p-id=\"487d5af82a8c83199f6030ef3c10419e\">Nun wurde Maj\u00e9k rot wie ein gekochter Krebs. \u201e&#8217; geht dich nichts an&#8221;, murmelte er m\u00fcrrisch.<\/p>\n<p data-p-id=\"bc82c1fe62bf19aaa2ea74b89b77f7e8\">Der Schattens\u00e4nger erhob sich. \u201eAber du, Egnar, du und deine <em>h\u00fdardora<\/em>. Ist das Liebe?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"68230cdff0c14ff051eea3bffe3c9c54\">\u201eWas f\u00fcr eine Frage! Nat\u00fcrlich! <em>Nie<\/em> hab ich eine andere angeschaut. Also, zumindest nicht <em>nachdem<\/em> ich Kelwa gefunden hab&#8217;.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"35813558ad52e156e2f0bd977fe9ea0a\">Yalomiro sp\u00fcrte Egnars z\u00e4rtliche Gedanken. Die M\u00e4chte hatten den Unkundigen dieses heilige Gef\u00fchl nicht ohne Grund anvertraut. Doch warum durfte es in einem Magierherz nicht sein? Warum war es die Pflicht eines Gro\u00dfmeisters, es zusammen mit den Erinnerungen an Familie und Herkunft aus Schattens\u00e4ngerseelen zu entfernen?<\/p>\n<p data-p-id=\"a838325c1cde4a787673bf9a2fdb6333\">Yalomiro f\u00fchlte sich um etwas betrogen, das ihm zugestanden h\u00e4tte, ihm und Ar\u00e1ma\u00fa und all jenen, die vor ihm im Boscarg\u00e9n gelebt hatten. Zugleich fragte er sich, ob der Umstand, dass Ask\u00fdn Lagoscyre das Ritual seinerzeit an ihm nicht sorgf\u00e4ltig ausgef\u00fchrt hatte, ebensolche Unvernunft gewesen war wie sein Ansinnen, mit <em>goala&#8217;ay<\/em> \u00fcber Frieden zu verhandeln.<\/p>\n<p data-p-id=\"441e06fddc460f0fd9aed9256953a8da\">Zugleich \u00fcberkam ihn Unbehagen. W\u00e4re Gor Lucegath nicht erschienen und h\u00e4tte das Spiel um das Artefakt begonnen, dann w\u00e4re es eines sp\u00e4teren Tages an ihm, Yalomiro Lagoscyre gewesen, die Pflichten des Gro\u00dfmeisters zu erf\u00fcllen und auszuf\u00fchren. Es war sein Ansinnen gewesen, der beste, der kunstfertigste, der M\u00e4chtigste aller <em>camat&#8217;ay<\/em> zu werden. Schon allein, um Meister G\u00edonar zu beweisen, dass er nicht der leichtfertige Taugenichts war, f\u00fcr den dieser ihn hielt. Welche Arroganz, dachte Yalomiro Lagoscyre und schauderte. Eines Tages, h\u00e4tte der Rotgewandete ihn nicht aufgehalten, w\u00e4re es an ihm selbst gewesen, auserw\u00e4hlten Kindern die Seele zu verst\u00fcmmeln, damit sie Nokt\u00e1ma gehorsam und ohne Schw\u00e4che in ihrer Magie dienen konnten. Eines dieser Kinder w\u00e4re einmal sein eigner Nachfolger geworden. Bis in alle Ewigkeit. Immerfort- Oder bis die Magie erlosch.<\/p>\n<p data-p-id=\"661a7391b295a44edb6a478667e287cc\">Nein. Wie immer das Spiel zwischen ihm und Gor Lucegath endete. Nein. Nicht mehr nach diesen Regeln.<\/p>\n<p data-p-id=\"5e49eaa279fb8a0a65f396f1e55b5793\">Das Artefakt, er sp\u00fcrte es. Er verstand es nicht. Aber es war ihm anvertraut, um das Richtige damit zu tun. Der Magier konnte kaum die Nacht erwarten, um mit Ar\u00e1ma\u00fa dar\u00fcber zu sprechen. Sacht legte er die H\u00e4nde auf die Reling und sp\u00e4hte am Steven vorbei. Hier auf dem Schiff war er sicher. Einige wertvolle Stunden konnte er hier nich ruhen. Sobald sie den Strand erreichten, w\u00fcrde es vorbei sein. Dann musste er sich beeilen.<\/p>\n<p data-p-id=\"7658c24592025e4af86280c1c92595ca\">Das <em>ay&#8217;cha&#8217;ree<\/em> wog schwer. Und es strahlte so hell, dass es f\u00fcr Augen, die es erkannten, nicht zu \u00fcbersehen war. Gor Lucegath wusste l\u00e4ngst, dass er damit zur\u00fcckkehrte.<\/p>\n<p data-p-id=\"00c48b6cb426199af7d04bb7f8dc8477\"><em>M\u00f6ge das Licht ihn blenden und verbrennen.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"700d51d2ff2f97a5b94ddd01d2fc2a40\">Der Schattens\u00e4nger erschrak \u00fcber diesen giftigen Gedanken. Dann schloss er die Augen und trieb mit seinem Lied die Wellen unter dem Kiel voran.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/schattenherz-oder-die-ergaenzte-seele-band-1\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-2228","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-01_schattenherz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2228","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2228"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2228\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3909,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2228\/revisions\/3909"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2228"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2228"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2228"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}