{"id":2222,"date":"2025-08-24T23:39:08","date_gmt":"2025-08-24T21:39:08","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2222"},"modified":"2025-09-01T10:10:57","modified_gmt":"2025-09-01T08:10:57","slug":"087-der-raubretter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/24\/087-der-raubretter\/","title":{"rendered":"087: Der Raubretter"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SH_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1991\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"e43614c76005a63edfc2c9e397e70f24\">Der kleine Kutter kam sanft auf seinem Ankerplatz zu liegen. Er war nicht das einzige Boot, das mit der Flut an den Strand getragen wurde. Mehrere andere Fischer steuerten ihre Gef\u00e4hrte ebenfalls so geschickt zwischen die Liegesteine am Strand. Aber sie waren weit genug entfernt, sodass niemand in der anbrechenden Dunkelheit zun\u00e4chst Kenntnis davon nahm, dass Egnar einen schwarzgewandeten Passagier an Bord hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"b95e61d76a0355886876d0cb0be3e814\">\u201eSeltsam&#8221;, sagte Maj\u00e9k und sp\u00e4hte angestrengt in Richtung Strand. \u201eKelwa m\u00fcsste doch mit &#8216;nem Boot kommen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"becfcd364f2bc2fd47edf58d557546bc\">\u201eAch, vielleicht wurde sie auf der Burg aufgehalten.&#8221; Egnar wuchtete einen Bottich mit Fischen an Deck. \u201eWir haben doch Zeit.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"53200d955489f9a6c8613a30cb1ce9a3\">Yalomiro h\u00f6rte kaum zu, w\u00e4hrend die beiden sich eine M\u00f6glichkeit \u00fcberlegten, ihren Fang m\u00f6glichst schnell an Land zu bekommen. Es schien darauf hinauszulaufen, dass sie, sofern Kelwa nicht auftauchte, einen Karren organisieren wollten, sobald das Wasser flach genug war, um hindurch zu waten.<\/p>\n<p data-p-id=\"9510704ef1554f9bd02c07095d8cf1c7\">Der Magier dachte nach. Das Artefakt wog schwer. Er durfte nicht zu lange damit warten, es von hier fort zu bringen. Er musste seine Mission so schnell wie m\u00f6glich zu Ende bringen. Aber die Fischer hatten sich ihren Lohn verdient.<\/p>\n<p data-p-id=\"b42987bbb8e27cc80b027f01ada69b66\">Yalomiro griff nach seiner Tasche und st\u00f6berte durch seine magischen Utensilien, H\u00fclsen, D\u00f6schen und kristallene Phiolen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ea4783cd8221610aa8bf711f0722976c\">Phiolen?<\/p>\n<p data-p-id=\"d2847c8947ab61a25ff15d88070914dd\">Ein ungutes Gef\u00fchl \u00fcberkam ihn, w\u00e4hrend er noch einmal die Tasche bis auf den Grund durchsuchte. Tats\u00e4chlich. Die Phiole mit dem t\u00f6dlichen Inhalt war fort. Bei welcher Gelegenheit mochte der Rotgewandete sie herausgenommen haben? Bereits auf dem Montaz\u00edel oder erst, als er in Pianmur\u00edt gefangen gewesen war? Bevor oder nachdem er seine Magie mit der <em>ujora<\/em> getauscht hatte? Nicht, dass das am Resultat etwas ge\u00e4ndert h\u00e4tte, und gen\u00fctzt h\u00e4tte es ihm in beiden F\u00e4llen nichts, diesen kleinen Ausweg aus h\u00f6chster Not in H\u00e4nden zu halten. Aber doch h\u00e4tte es ihn interessiert zu wissen, wann der Rotgewandete sich dazu entschieden hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"65d520b197b5c05f6f50dd0791d9ff26\">Yalomiro seufzte. Viele Schattens\u00e4nger hatten sich zu allen Zeiten dazu entschieden, ein augenblicklich wirksames Gift bei sich zu f\u00fchren, wenn sie den Eta\u00edmalon verlie\u00dfen, eben f\u00fcr den Fall, dass sie den Rotgewandeten rettungslos in die H\u00e4nde fielen. Mehr als einem von ihnen hatte diese Ma\u00dfnahme in fr\u00fcheren, schlechten Zeiten ein grausames Ende erspart.<\/p>\n<p data-p-id=\"843b33f49359164ce8e9c67937bf99da\">Nun, es bieb unerheblich, was mit dem Fl\u00e4schchen geschehen war. In dem Moment, als Gor Lucegath ihn mit dem Schwert markiert hatte, war dieser Ausweg hinter die Tr\u00e4ume ohnehin versch\u00fcttet gewesen.<\/p>\n<p data-p-id=\"cbd94e61e17232edf93de08b84d97faf\">Ob Meister G\u00edonar sich auf diese Weise h\u00e4tte hinter die Tr\u00e4ume fl\u00fcchten k\u00f6nnen? Was hatte ihn davon abgehalten? Zweifellos w\u00e4re er niemals ohne diese Ausstattung aus dem Haus gegangen. Ob es Gor Lucegath gelungen war, jenen, die es versucht hatten, die t\u00f6dliche Rettung irgendwie aus der Hand zu zwingen?<\/p>\n<p data-p-id=\"6a844d9d46a780203d30fc116d395fcc\">Der Schattens\u00e4nger z\u00f6gerte. Ob der Rotgewandete \u00dcbung darin hatte, sich Dinge zu <em>nehmen<\/em>? W\u00e4hrend er dar\u00fcber nachdachte, kam ihm ein Einfall, so \u00fcberraschend und simpel, dass er selbst davor stutzte. Ob er es wagen konnte?<\/p>\n<p data-p-id=\"adbff738aab158061cdacc4ea96c9240\">Endlich fand er fand den kleinen Lederbeutel mit Geld, den Gor Lucegath ihm \u00fcberlassen hatte. Die M\u00fcnzen sch\u00fcttete er in Egnars Holzbecher, der augenblicklich unbeachtet neben dem Steuerrad stand. Dort sollte der brave Mann seinen Lohn wohl finden.<\/p>\n<p data-p-id=\"9acead080cc9200059b605a7591039e3\">Vom Land aus kamen Ruderboote heran, die wohl den anderen Fischern behilflich sein wollten. Egnar besann sich und rief und winkte. Tats\u00e4chlich schien einer der M\u00e4nner in den Booten auf ihn aufmerksam zu werden.<\/p>\n<p data-p-id=\"fa9fd0e8d19da39004839dfe0a4f7d1b\">Yalomiro schaute sich um. Unterhalb der Reling am Heck des Kutters lag ein St\u00fcck d\u00fcnne Schnur, ein Rest des Netzes, das die Fischer hatten zerschneiden m\u00fcssen. Er hob es auf und steckte es zusammen mit dem leeren Beutel ein.<\/p>\n<p data-p-id=\"99c44207c608945b92f4ce956251620a\">Egnar rief die Leute in den Booten. Maj\u00e9k war abgelenkt mit den Fischen, die ihnen so viel Geld bringen w\u00fcrden.<\/p>\n<p data-p-id=\"03f1f135cb6973377abeece17a6df509\">Yalomiro legte sich den Riemen der Tasche um und verlie\u00df die Unkundigen, indem er sich leise in den Schatten gleiten lie\u00df, den das Boot im letzten Licht Patagh\u00edus auf den Grund des Wassers warf. Gor Lucegath hatte ihm verboten, den Schatten zu betreten.<\/p>\n<p data-p-id=\"f9226ab39eac6cc5e4be747f02ab7a2c\">Yalomiro flehte zu den M\u00e4chten, dass der Rotgewandete einen einzigen kurzen Ungehorsam nicht bemerken w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-p-id=\"8a7ab20ec0ab3262ce329c7dcb399a4e\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"10a8b41fa2eef22565c4d28907f28453\">Die Herren hatten sich in der Thronhalle versammelt. Einen Willkommenstrunk hatte man ihnen gereicht, und wie es die Sitte verlangte, hatten Tjiergroen und Lebr\u00e9oka ihre Schwerter Asga\u00fd von Spagor zu F\u00fc\u00dfen gelegt. Der junge <em>teirand<\/em> sa\u00df, etwas zu l\u00e4ssig, auf seinem Thron, argw\u00f6hnisch beobachtet von Alsg\u00f6r Emberbey. Der \u00e4ltere Ritter hatte neben seinem Herrn Stellung bezogen und war bereit, sofort korrigierend einzugreifen, sobald der das Protokoll vernachl\u00e4ssigen oder sich unangemessen \u00e4u\u00dfern sollte.<\/p>\n<p data-p-id=\"13dea89e664cbf1de149bbdd783a3cc0\">Als der Form Gen\u00fcge getan war, war es <em>yarl<\/em> Tjiergroen, der es \u00fcber seine Zunge brachte.<\/p>\n<p data-p-id=\"47373a3ddff0f57f31fa9849b6bd08ac\">\u201eD\u00fcrfen wir unsere Wissbegier gestillt finden, bevor wir zu ernsthaften Gesch\u00e4ften kommen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b0a146234ea552e258e911f451107f7b\">\u201eSo fragt doch einfach zu&#8221;, forderte Asga\u00fd von Spagor sie munter auf.<\/p>\n<p data-p-id=\"38368862d94f6577d840b2d878816e3c\">\u201eWas hat es mit Eurer &#8230; <em>Mode<\/em> auf sich?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"53892a9f8eddf0647e85081727f62ce2\">\u201eK\u00f6nnt Ihr ein Geheimnis f\u00fcr Euch bewahren?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f55874b24a576c5de07eab921868d8a5\">\u201eSelbstverst\u00e4ndlich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bfa5a0d7d20867a3bab44050709b5863\">\u201eIch breche noch heute Nacht auf, um das Herz einer <em>h\u00fdardora<\/em> zu gewinnen.&#8221; Der <em>teirand<\/em> sah ihre verdutzten Gesichter und f\u00fcgte hinzu: \u201eEs darf nicht in aller Offenheit geschehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0d67b8258505a95993ae5b5eb2a2cf35\">\u201eDie hochedle Dame wird sicher angenehm &#8230; \u00fcberrascht sein&#8221;, brachte <em>yarl<\/em> Lebr\u00e9oka mit bem\u00fcht ernsthafter Miene hervor.<\/p>\n<p data-p-id=\"d2915dfbd29d63f4ad1d5c2f8c46c2df\">\u201eDavon ist auszugehen&#8221;, sagte Alsg\u00f6r Emberbey und gab den Herren damit zu verstehen, dass man das Thema nicht vertiefen sollte. Aber Tjiergroen war nicht zufrieden.<\/p>\n<p data-p-id=\"e13b1f1aef90e7c441dc51f8af7eb0b9\">\u201eWem, Majest\u00e4t, wollt ihr auf diese ungew\u00f6hnliche Weise Euer Herz anbieten?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"11927691d51f26af8e8a2f372c8c42dd\">\u201eDer holden und hochedlen <em>teiranda<\/em> K\u00edan\u00e1 von Wijdlant&#8221;, sagte Asga\u00fd von Spagor arglos, besann sich und f\u00fcgte hinzu: \u201eAber das soll niemand vor der Zeit wissen!&#8221; Er dachte kurz nach und f\u00fcgte hinzu: \u201eIhr seid nicht zuf\u00e4llig auf Eurem Weg hierher durch Wijdlant gereist?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"aeb0491167114486e7179e7a5c020836\">\u201eNein. Wir fanden eine zerst\u00f6rte Br\u00fccke und hatten keinen Grund zur Annahme, dass Althopian diesen Weg genommen habe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"db876ae04f26ddff0420bf596780137e\">\u201eSchade&#8221;, sagte der teirand. Er schien sich deutlich mehr f\u00fcr die teiranda zu interessieren als f\u00fcr die Untaten, die man seinem Dienstmann vorhielt.<\/p>\n<p data-p-id=\"118c035d96dd08e799979bd8808fecb6\">Lebr\u00e9okas Neugier war noch nicht gestillt. \u201eWer hat Euch zu dieser Verkleidung geraten?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"410f4664bf922e61178f662b9db74b2a\">\u201e<em>Yarl<\/em> Althopian. Er kam sozusagen als Werber der Dame zu mir.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d6aacf6c72ca0b69e1ba3ef2d3b49978\">L\u00e9ur Tjiergroen sch\u00fcttelte den Kopf. \u201eEs ist schon sehr seltsam, im Auftrag wie vieler Herren und Damen der <em>yarl<\/em> auftritt, um sein sch\u00e4ndliches Werk zu begehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"36eef73abda4c64d2b61bd775a99a9cc\">\u201eUns ist nach wie vor von einem sch\u00e4ndlichen Werk nichts bekannt. Kl\u00e4rt uns auf&#8221;, forderte Emberbey, bevor sein Herr sich in noch mehr Peinlichkeiten hineinreden konnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"a7a048a3f8acc56aa8884815ca162e3e\">Und so erfuhren Asga\u00fd von Spagor und sein <em>yarl<\/em> von den sonderbaren Vorkommnissen im <em>teirandon<\/em> Valvivant, von dem schrecklichen Schattens\u00e4nger und seiner r\u00e4tselhaften Begleiterin, von den sonderbaren Umst\u00e4nden, die Benjus von Valvivant um Haaresbreite hinter die Tr\u00e4ume gebracht h\u00e4tten. Und von dem vereitelten Fluchtversuch und der anschlie\u00dfenden tats\u00e4chlichen Flucht, die den <em>yarl<\/em> \u2013 offensichtlich nach einem eigenm\u00e4chtigen Umweg quer durch das <em>teirandon<\/em> Wijdlant &#8211; nun hierher gebracht hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"f37ea4308bd0bd0b18362de9ebd5342f\">\u201eH\u00e4tten wir unterwegs seine Spur verloren&#8221;, schloss <em>yarl<\/em> Lebr\u00e9oka, \u201eh\u00e4tten wir annehmen k\u00f6nnen, dass er bei seinem Auftrag, den Schattens\u00e4nger zur Strecke zu bringen, gescheitert und als ehrenvoller K\u00e4mpfer gestorben ist. Nun sieht es so aus, als habe er auf seinem Weg noch weitere Wirrnisse in Gang gesetzt. Wir ersuchen Euch, Asga\u00fd von Spagor, daher im Namen unseres Herrn Benjus von Valvivant, uns den Verbrecher auszuliefern.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9e902d236aec456b8571acb8d2af2c13\">Der <em>teirand<\/em> sank im Thron zur\u00fcck. Hilfesuchend schaute er zu Alsg\u00f6r Emberbey hin. Die Geschichte passte ihm nun \u00fcberhaupt nicht in seine Pl\u00e4ne. \u201eWas soll ich sagen?&#8221;, fl\u00fcsterte er.<\/p>\n<p data-p-id=\"1967fdb5c2799ca89e7054ac16795f6f\">\u201eNun, Herr, in dieser Sache kann ich Euch nichts raten. Dies ist ein Ersuchen unter <em>teiranday<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"58133210f67adf62d55b8dd42953881a\">\u201eAber ist es denn m\u00f6glich, dass Althopian all diese Dinge &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"656533c6810636cf96d70dd66b065701\">\u201eNun, es ist zuzugeben, dass er sich ausgesprochen sonderbar benommen hat, seit er hier ist. Aber das allein \u00fcberzeugt mich nicht. Herr Wa\u00fdreth ist ein Abenteurer. Wer kann wissen, welche Umst\u00e4nde hinter seinem Verhalten stecken, ohne sich uns zu erschlie\u00dfen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9dca7d6993d547880c762ff83ae591c6\">Der <em>teirand<\/em> erhob sich. Die beiden weitgereisten <em>yarlay<\/em> musterten ihn erwartungsvoll.<\/p>\n<p data-p-id=\"62c271cf41f344ea0292194578a24e76\">\u201eIch w\u00fcnschte, Ihr w\u00e4ret einen Tag sp\u00e4ter gekommen. Nun ist es eine \u00e4u\u00dferst unangenehme Zeit. Ich bin mit wichtigen eigenen Dingen besch\u00e4ftigt, die keinen Aufschub dulden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f945053a04bef66c71c49ebac32e607a\">\u201eMit Verlaub, Herr, es bringt uns nicht weiter, wenn Ihr Euch der Weisung entzieht, weil Ihr Wichtigeres zu tun habt. Wir ben\u00f6tigen Euer Zustimmen oder Untersagen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"16fd9376320905601e988b016f7a263a\">\u201eUnd wenn ich es untersage?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e51a1edc6b1bbc44704dfd0e2cd03fd5\">\u201eDann wird einer von uns nach Valvivant zur\u00fcckkehren, um dies unserem <em>teirand <\/em>auszurichten. Wie er es beantworten wird, mit Waffen oder Worten, w\u00e4re abzuwarten&#8221;, sagte Tjiergroen f\u00f6rmlich.<\/p>\n<p data-p-id=\"2b8e4a156a568caed47b1868a6a75f3c\">Der junge <em>teirand<\/em> z\u00f6gerte. Die Warnung hatte er verstanden. \u201eIch wei\u00df nicht recht &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e81415d38722838326d126746bcd45ba\">\u201eNun, Majest\u00e4t, es ist in keiner Weise Euer pers\u00f6nliches Handeln notwendig. Gebt uns nur den Halunken heraus und in die Gewalt unseres <em>teirand<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5aa4859d046a412429ff2fdd8a13365d\">\u201eWurde Euch von Eurem Herrn aufgetragen, ihn zu ergreifen, wenn mein Herr Euch auf seinem Land gew\u00e4hren lie\u00dfe?&#8221;, schaltete Alsg\u00f6r Emberbey sich sachlich ein.<\/p>\n<p data-p-id=\"543fea7d00c1cd3f93ef648c315975a1\">\u201eWollt Ihr das Dokument sehen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bcea8f08d826b398ac92ef5bb05d18c3\">\u201eNein. Ich gehe davon aus, dass Euer <em>teirand<\/em> Euch eine Befugnis erteilt hat. Aber Wa\u00fdreth Althopian ist trotzdem nicht hier.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5d3948b1cdaeb9894e336ac4c7aad2a1\">\u201eD\u00fcrfen wir uns davon \u00fcberzeugen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6e2bcb56c6c191a7e335c7c3c0405624\">\u201eSicher.&#8221; Alsg\u00f6r Emberbey nickte, w\u00e4hrend sein Herr ihm \u00fcberrascht zuh\u00f6rte. \u201eSchaut gern hinter jede T\u00fcr, die ihr hier seht. Ihr werdet ihn in diesen Mauern jedoch nicht finden. Und Ihr werdet wertvolle Zeit verlieren, sofern er in der Tat auf der Flucht ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"aeb94a8712a5a5c02faccec4aaf8a9c7\">\u201eGut. Also werden wir uns aufteilen und auf die Suche nach ihm machen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"39ca44f739eed77b1d78b0924ea3c5a1\">\u201eTut das frei heraus. Aber Ihr k\u00f6nntet ebenso gut die Zeit nutzen, bis er selbst zur\u00fcckkehrt. Er hat keinen Grund zur Flucht, sofern er Euch nicht kommen sah. Er will in den Morgenstunden mit auf jene &#8230; sonderbare Brautwerbefahrt mit uns gehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"34c341a56482e2fe236bf21bc1437bb2\"><em>Yarl<\/em> Tjiergroen \u00fcberlegte.<\/p>\n<p data-p-id=\"4588b3aae5e056d22a83b6c38fa4dd38\">\u201eDas ist vielleicht besser&#8221;, gab Lebr\u00e9oka zu bedenken. \u201eBesser, wir stellen ihn hier in den Mauern als auf freiem Feld.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"749d1b0d943fb0c6b6bf05c28a06382d\">\u201eDerweil&#8221;, fuhr <em>yarl<\/em> Emberbey fort, \u201ekann vielleicht das Kind, in dessen Begleitung er hier aufgetaucht ist, etwas zur Kl\u00e4rung der Seltsamkeiten beitragen. Ich nehme weiterhin an, dass sich hier unschuldige Dinge ungl\u00fccklich kreuzen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7a63ae5d72c1a01e2a56cbbc161efe11\">\u201eIsan?&#8221;, fragte Lebr\u00e9oka \u00fcberrascht. \u201eDie kleine freche <em>doayra<\/em>?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c787c78b2f4c1dff881e6f725f4b6687\">\u201eIch glaube, das ist tats\u00e4chlich ihr Name. Wenn Ihr sie kennt, werdet Ihr vielleicht von Ihr erfahren, welche Hintergr\u00fcnde der Ungehorsam des <em>yarl<\/em> gegen Euren <em>teirand<\/em> hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0a3b327913bd6b5f1bff093440b6f83f\">\u201eJa!&#8221;, rief Asga\u00fd von Spagor erleichtert und sprang auf. \u201eLasst uns das M\u00e4dchen ausfragen, bevor ich irgendjemandem einen Freibrief erteile!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b3db8e0fbbc093fa6473725647dba689\">Die <em>yarlay<\/em> aus Valvivant waren einverstanden. Alsg\u00f6r Emberbey verneigte sich. \u201eSoweit ich es mit anh\u00f6ren konnte, hatte <em>yarl<\/em> Althopian sie am Mittag in Gewahrsam nehmen lassen. Vermutlich hatte sie es mit ihrer Keckheit etwas zu weit getrieben. Folgt mir.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ae9e98ef03a2c49a397ef7afa2b11836\">Die drei Ritter und der neugierige <em>teirand<\/em> verlie\u00dfen die Audienzhalle wieder und \u00fcberquerten den Hof. Das Verlies war durch eine kleine Seitent\u00fcr im gegen\u00fcber liegenden Geb\u00e4ude zu erreichen, gelegen hinter einem Wachraum.<\/p>\n<p data-p-id=\"cfa3eef199e7e03099bfad878ee6c1a7\">Der Sohn von Kelwas Nachbarin sa\u00df dort auf einem Stuhl, mit glasigem Blick und einem breiten L\u00e4cheln auf den Lippen. Seine Pike lag vor ihm auf dem Tisch.<\/p>\n<p data-p-id=\"8d82a179269cf969a5c96f221479a236\">Kelwa war gerade dabei gewesen, den Becher, aus dem er wohl getrunken hatte, fortzur\u00e4umen. Als die M\u00e4nner eintraten, erschrak die Fischersfrau so sehr, dass ihr das irdene Gef\u00e4\u00df aus der Hand glitt und auf dem Steinboden zerschellte. Der junge W\u00e4chter schrak auf, erkannte seinen Herrn und versuchte, Haltung anzunehmen. Dabei kippte er mitsamt seinem Stuhl um.<\/p>\n<p data-p-id=\"b86ca8150aa6282c98308da1adac218f\">\u201eM\u00e4chte&#8221;, wisperte Kelwa, w\u00e4hrend Alsg\u00f6r Emberbey den jungen Mann fassungslos anstarrte.<\/p>\n<p data-p-id=\"8b04a77ada18b6b7276f181df691bfd9\">\u201eKerl&#8221;, rief der <em>mynstir<\/em> aus, \u201ebist du betrunken?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"53d28366e5f79b5d322942e2da006b0c\">\u201eN&#8230; nein&#8221;, lallte der junge Mann mit schwere Zunge. \u201eNur &#8230; nur das Honigwasser&#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"93679b3bad3a206ee357b626cc8defb2\">\u201eEr kann nichts daf\u00fcr, Herr&#8221;, rief Kelwa inst\u00e4ndig aus. \u201eSie hat gesagt, es sei nur ein einfaches Mittel gegen &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7c5b7510f7c6792a1c57d02c12790127\">\u201eDann ist sie weg&#8221;, unterbrach<em> yarl<\/em> Tjiergroen. \u201eDieses kleine Biest ist unterwegs, um ihren Herrn zu warnen. Wie viel Beweis braucht Ihr noch, Majest\u00e4t?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ea7d9ba668a8126930b9c5a73d203358\">Asga\u00fd von Spagor schaute von einem zum anderen. Kelwa rang flehend die H\u00e4nde.<\/p>\n<p data-p-id=\"4f54189c5982daa563bde4d5ba55dd4d\">\u201eAuf die Pferde&#8221;, ordnete er an und klang dabei \u00fcberraschend resolut. \u201eWir suchen ihn. Wir <em>alle<\/em>. Ich will wissen, was vor sich geht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"31d3a52d8302bcb2e2ae7512ed8e2193\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"0a5393922b53a4863f3a9b97d8fe2172\">Wa\u00fdreth Althopian sp\u00fcrte die \u00dcbelkeit in sich aufsteigen und schalt sich f\u00fcr seine Nachl\u00e4ssigkeit. Nat\u00fcrlich, es war weit \u00fcber die Zeit. L\u00e4ngst h\u00e4tte die junge <em>doayra<\/em> ihm seine verfluchte Arznei reichen m\u00fcssen, die ihn bei klarem Verstand und Herrn \u00fcber seinen K\u00f6rper hielt.<\/p>\n<p data-p-id=\"ff3549e456ca20fced8039f5b10bb766\">W\u00e4re es nicht l\u00e4cherlich, wenn ihn nun ausgerechnet die magischen Ketten, an denen der Rotgewandete ihn durch diesen Zauber hielt, daran hindern w\u00fcrden, seinen Auftrag zu erf\u00fcllen?<\/p>\n<p data-p-id=\"64ff0ad84878130404ca47c7c3d76d84\">Was ihn selbst betraf, w\u00e4re ihm dies beinahe egal gewesen. Aber es ging nicht um ihn. Es ging um so viel mehr.<\/p>\n<p data-p-id=\"557739fbf0090b9397204c114ddbd105\">Einen Augenblick lang erstarrte er vor Schreck, denn das pochende silberne Licht in dem magischen Kompass verlosch von einem Lidschlag auf den n\u00e4chsten. Dann rappelte er sich auf, klopfte sich den Sand von der Hose und schaute sich verwirrt um. Das Sonnenlicht war nur noch ein schmaler gelber Streifen am Horizont; l\u00e4ngst schon hatte der Turmw\u00e4rter das Leuchtfeuer entz\u00fcndet. Im S\u00fcden waren die ersten Sterne am Himmel zu sehen. Das magische Werkzeug in seiner Hand war dunkel und leer.<\/p>\n<p data-p-id=\"53857992c7e84222d8723d2aace1a588\">Einige schreckliche Momente stand der Ritter so, schwindlig und mit Kr\u00e4mpfen im Magen und zugleich alarmiert und hellwach.<\/p>\n<p data-p-id=\"610b8bd10b8f55a5215b1428751c85dd\">Dann glomm die Scherbe wieder auf, nach und nach, wie ein Docht, der auf einer \u00d6llampe schwamm. Der Schattens\u00e4nger musste irgendwo ganz in der N\u00e4he sein. Wa\u00fdreth Althopian wurde es unheimlich. W\u00e4hrend er dich umschaute, zog er leise sein Schwert.<\/p>\n<p data-p-id=\"7e1631a8d9ee63d106a49f6546a66189\">\u201eWa\u00fdreth Althopian?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7995f6b7dfee5f779c616cd184a35ef5\">Der Ritter schrak herum. Nur wenige Schritte von ihm entfernt stand der Magier auf dem Plankenweg, so pl\u00f6tzlich, als sei er buchst\u00e4blich aus der Nacht aufgetaucht.<\/p>\n<p data-p-id=\"c45e27645eaca14084eeeaa73d3c77be\">Der Ritter antwortete nicht. Das Erscheinen des <em>camat&#8217;ay<\/em> brachte ihn aus der Fassung.<\/p>\n<p data-p-id=\"3c0a1efdb879ab013a3f4b923b8e91dc\">Der Magier f\u00fchrte eine knappe Geste auf der H\u00f6he seiner Schulter aus und lie\u00df ein kleines Licht erscheinen, mild und fahl wie ein winziger Mond. Der schwebte neben ihm, w\u00e4hrend er sich dem Ritter n\u00e4herte. Nass war der Schwarzgewandete, so als sei er soeben aus dem Wasser gestiegen.<\/p>\n<p data-p-id=\"a2cca9e3b194c620d087657fc5430d7a\">\u201eYalomiro Lagoscyre&#8221;, sagte der Ritter tonlos und neigte gr\u00fc\u00dfend den Kopf.<\/p>\n<p data-p-id=\"1a38aa4a62a8c0af3aaa063bde889631\">\u201e<em>Yal ghata&#8217;nai<\/em>, hochedler <em>yarl<\/em>. Darf ich erfahren, was Euch zu dieser Stunde mit gezogener Waffe in die D\u00fcnen f\u00fchrt? Es sieht fast so aus, als erwartetet Ihr etwas. Oder <em>jemanden<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d0bfec83d2152e9623e5dbc0af0792cf\">\u201eIch habe Euch nicht kommen sehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"689e303a98fa9cdec107d83e63dc519a\">\u201eIch hatte nicht vor, mich zu zeigen. Dann f\u00fchlte ich, dass hier Zauberei vorhanden ist. Das machte mich misstrauisch. Ich wei\u00df, dass Ihr etwas Magisches bei Euch f\u00fchrt. Lasst es mich sehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e4345af57149684befca071cb3eefa18\">Wa\u00fdreth Althopian st\u00f6hnte ertappt. Dann warf er dem Schattens\u00e4nger den Kompass zu. Der Magier fing ihn mit einer Hand aus der Luft, ohne hinzuschauen. Sein Blick lag weiterhin fest auf dem Gesicht des Ritters.<\/p>\n<p data-p-id=\"4415148d9a5de599571c07250c51e724\">\u201eIhr wart entgegen meiner Weisung in <em>Pianmur\u00edt<\/em>?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"94979a07df1a68f4694e5fb9614e5c3d\">\u201eIn Wijdlant war ich&#8221;, sagte Wa\u00fdreth Althopian leise. \u201eIch war auf der Suche nach Euch.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a79e77e4c722c81e29e6bbd4c0544bd9\">\u201eIn wessen Auftrag?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2638094f0be133fdbcba5d3fd1199ed0\">\u201eIm Auftrag von Benjus von Valvivant.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8ac3fb7d67238bd530ae62f2185ab9a5\">Der Schattens\u00e4nger warf einen fl\u00fcchtigen Blick auf das magische Utensil in seiner Hand. \u201eNun, ich sp\u00fcre, dass das nicht <em>g\u00e4nzlich<\/em> gelogen ist. Aber damit hier hat Gor Lucegath Euch ausger\u00fcstet, nicht der <em>teirand<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"28afc1acd35f49b93960386a396bd057\">\u201eIch h\u00f6rte, dass Ihr auf einer Art &#8230; Schatzfahrt wart&#8221;, entgegnete der Ritter beherrscht.<\/p>\n<p data-p-id=\"c87ed6bb04b933dfbd42077b1b8f4699\">\u201eEine interessante Wortwahl. Aber ja, wenn der Rotgewandete es Euch so geschildert hat \u2013 so mag es sein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8f76afb363c38a6f6875fc6bec7b29f1\">\u201eWart Ihr erfolgreich?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4e8d7943960550614bd16e78e4c376f1\">\u201eWas k\u00f6nnte Euch das interessieren?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2f1a0c74925000119e823396549fa2e0\">Wa\u00fdreth Althopian schloss f\u00fcr einen Augenblick die Augen. Die Nacht flimmerte um ihn herum.<\/p>\n<p data-p-id=\"649f908a1c5e805482386eaada2f187a\">\u201eEs sind viele Menschen in Gefahr.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3a51889f7da0442528eab6623126833c\">\u201eIch wei\u00df.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"074bbdb4c826e1e91fa247411c382cd8\">\u201eSeid Ihr in der Lage, die Gefahr &#8230; abzuwenden?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5fcafa92435ad1f942fd855e5ad91382\">\u201eDas kommt darauf an, <em>wen<\/em> von all diesen Leuten ich retten soll.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e90dec06338acff8a7734dc57e7b972a\">Der Magier warf dem Ritter den Kompass wieder zu. Althopian schnappte daneben. Als er sich b\u00fcckte, um ihn aus dem Sand wieder aufzuheben, schritt der Magier an ihm vorbei.<\/p>\n<p data-p-id=\"09814d4fe41c51a2cf92bd218ed21c77\">\u201eBegleitet mich, Herr Wa\u00fdreth.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"90602f51842082ef5c0522bc4b31a71c\">Der Ritter stapfte verlegen schweigend durch den lockeren Sand hinter dem hellen Licht her, das den Magier umschwebte.<\/p>\n<p data-p-id=\"9edcd56c7888241d70cd231c09051236\">\u201eRedet derweil zu mir, Herr Wa\u00fdreth. F\u00fcr wen wollt Ihr den Verrat begehen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dcc1533ae2deab3953d9fb82957e417a\">\u201eWovon redet Ihr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5892624f7149d0bd63ba20ac6e490e1b\">\u201eVon dem, worum Eure Gedanken kreisen. Ich vermute, dass der Rotgewandete Euch ausgeschickt hat, um mir das, was ich aus dem Chaos hinaus geholt habe, abzunehmen. Offenbar ist sein Misstrauen gr\u00f6\u00dfer, als ich ahnte. Es entt\u00e4uscht mich, dass der letzte derer von Althopian sich entschieden hat, zum Raubritter zu werden. Und doch glaube ich nicht, dass es Habgier ist, die Euch antreibt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"eb7b5b0bedc0904f70b2ca6152287173\">\u201eDas ist eine Sache, die Ihr wohl nicht verstehen werdet&#8221;, sagte Wa\u00fdreth Althopian flehend.<\/p>\n<p data-p-id=\"c12333186341f8f89adb9349f4ce826b\">\u201eNein, wahrscheinlich nicht. Aber ich verstehe, dass Ihr aus durchaus ehrenhaften Absichten dem Rotgewandeten in die H\u00e4nde gefallen seid.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1637343e11905b4cca353364aad7a453\">Er ging auf Althopians Pferd zu, das geduldig in den D\u00fcnen wartete.<\/p>\n<p data-p-id=\"1c81b61e9595a0ee590fc55789a69571\">\u201eDer Rotgewandte hat Benjus von Valvivant in seiner Hand und erpresst ihn. Der <em>teirand<\/em> ist in Todesangst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8268af10a4c5f6d3a65252b96b0eb2e6\">\u201eVerst\u00e4ndlich, wenn man einen <em>goala&#8217;ay<\/em> zum Feind hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6caec4ead0b00ced8b1cd7c0ac26c925\">\u201eDer <em>teirand<\/em> w\u00e4re um ein Haar hinter die Tr\u00e4ume gegangen. Es hat sich so gewendet, als seiet Ihr der Schuldige, und ich Euer Gehilfe. Oder zumindest Mitwisser.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5dc288f80345ddbc0b338d1b57d0f4d2\">\u201eDas ist vollends l\u00e4cherlich, aber es verwundert mich nicht. Hat Benjus von Valvivant \u00fcberlebt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9e3e6d2a1ff1d4d27b931c96209a63b0\">\u201eJa.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bde435c211f6d8c8e54c0e6b6c887512\">\u201eNun, dann geh\u00f6rt er wohl mit zu den Personen, die wieder auf ihren angemessenen Platz im Weltenspiel zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Ich werde mich zu gegebener Zeit an ihn erinnern. Es ist erstaubnlich, wie viele teiranday offenbar ohne die Anleitung eines Magiers nicht mehr aus eigenen Angelegenheiten herauskommen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"660857e6832361e7d5b6e479e8baef82\">\u201eMan schickte mich aus, meinen Leumund reinzuwaschen, indem ich Euch aufhalte. Bei allem, was Ihr vorhabt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d6d0ee60f9a7a9a29803a20a017124d8\">\u201eAber das habt Ihr nicht wirklich vorgehabt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"02cb2554d40c9b0e5085c03608e99fc7\">\u201eNein. Nat\u00fcrlich nicht. Aber ich hoffte, Ihr h\u00e4ttet &#8230; Antworten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b514c6fa4e80fcba3eaed65de888a2d0\">\u201eIch bef\u00fcrchte, Herr Wa\u00fdreth, dass ich im Grunde dieselben Fragen habe wie Ihr.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"dd81bf16563609f6b490eb7e8f5e80a7\">\u201eIch wusste, dass Ihr nach Wijdlant unterwegs wart.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1fcf6275179844c0281a58b6c6d09493\">\u201eAber Ihr wart zu sp\u00e4t vor Ort.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"731e3d5ee93d3fad0e6d0bdfb7c53115\">\u201eJa.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fa090db891c845f8d8a1701a044021ea\">\u201eUnd nun seid Ihr hier, um mir das Artefakt abzunehmen, bevor ich selbst es nach Wijdlant bringe? Und bevor Ihr Eure Antworten erhaltet?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8da43d95cfd52b788d47c8c7047af3bb\">Wa\u00fdreth Althopian blieb stehen.<\/p>\n<p data-p-id=\"0f52e610199e422780a51410c5f04486\">\u201eEs ist so offensichtlich, dass es mich beinahe <em>beleidigt<\/em>, <em>yarl<\/em> Althopian.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"50bb918a43738f506b220d44f629ba0d\">\u201eIch habe keine andere Wahl&#8221;, brachte der Ritter hervor.<\/p>\n<p data-p-id=\"22e4eaa40cf83f50d2a371893be8119a\">\u201eWisst ihr \u00fcberhaupt, was es ist, das Ihr ihm bringen sollt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"99b3df046b1a740805212a8aa15b9907\">Der<em> camat&#8217;ay<\/em> hob sacht die Hand. Das Licht blieb reglos in der Luft stehen. Die silbrigen Stickereien auf dem Mantel des Schwarzgewandeten glitzerten verschwommen von Wa\u00fdreth Althopians Augen.<\/p>\n<p data-p-id=\"52f3b5ead9952ae53dceb5246b6bf458\">\u201eSeltsam&#8221;, sagte der Magier, \u201edass wir uns an diesem Ort der Wahllosigkeit begegnen. Findet Ihr nicht auch?&#8221; Er l\u00e4chelte und zog einen kleinen Beutel hervor, den er an einer Schnur unter dem Hemd trug. \u201eHier. Das ist das Ding, das Gor Lucegath haben will. L\u00e4cherlich, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0f86123c91929d48c69cf98dd8339c5b\">Der Ritter nahm all seinen Mut zusammen.<\/p>\n<p data-p-id=\"317ee115a5d30ec7c6dcec13a138e3cb\">Dann hob er sein Schwert und hieb zu.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/schattenherz-oder-die-ergaenzte-seele-band-1\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-2222","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-01_schattenherz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2222","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2222"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2222\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3950,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2222\/revisions\/3950"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2222"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2222"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2222"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}