{"id":2156,"date":"2025-08-24T23:09:19","date_gmt":"2025-08-24T21:09:19","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2156"},"modified":"2025-08-24T23:09:19","modified_gmt":"2025-08-24T21:09:19","slug":"060-yalomiro-wird-eingelassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/24\/060-yalomiro-wird-eingelassen\/","title":{"rendered":"060: Yalomiro wird eingelassen"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-image:url(&#039;https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Thumb_Schattenherzschriftzug.png&#039;);--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column fusion-column-has-bg-image\" data-bg-url=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Thumb_Schattenherzschriftzug.png\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SH_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1991\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"239b53ab33273b04fddbe10a0d858957\">Als der Morgen irgendwo im S\u00fcden langsam den Horizont \u00fcberwand, lag noch eine violette Dunkelheit \u00fcber dem Dorf unweit der Burg des jungen <em>teirand<\/em>. Hier, nur einen kurzen Fu\u00dfmarsch hinter den D\u00fcnen, waren ein paar Dutzend H\u00e4uschen errichtet. Sie gruppierten sich rings um einen zentralen Platz mit einem Brunnen, den die Leute tags\u00fcber nutzten, um sich zu versammeln, zu treffen und miteinander zu schwatzen.<\/p>\n<p data-p-id=\"84ed4c15cb30f0ffd4e07b58826741c7\">Die H\u00e4user in der Mitte geh\u00f6rten traditionell den Seefahrern, in diesem Dorf ausschlie\u00dflich Fischer, die mit ihren Kuttern auf Krabben und kleinere Fische aus waren und sich nicht aus Sichtweite der K\u00fcste begaben. Zwei, drei der M\u00e4nner hatten etwas gr\u00f6\u00dfere Boote. Damit fuhren sie weiter hinaus \u2013 zwar lange nicht so weit, wie die gro\u00dfen Mehrmaster der <em>keptyenay<\/em>, wie sie in Virhav\u00e9t und den anderen Hafenst\u00e4dten l\u00e4ngs der K\u00fcste lagen. Aber sie brachten die gro\u00dfen Fische mit, die sie auch dort verkaufen konnten. Den Fischfang leisteten die Menschen in Virhav\u00e9t nicht selbst, daf\u00fcr gab es das Volk au\u00dferhalb der Stadtmauern.. Mit dem kapitalen Fisch von jenseits der Wassergrenze lie\u00df sich dort gutes Geld verdienen.<\/p>\n<p data-p-id=\"db0d37dc1eaf96882389c43a4a4afec6\">Die H\u00e4user in den \u00e4u\u00dferen Kreisen, wo mehr Platz daf\u00fcr war, hatten ger\u00e4umige Gem\u00fcseg\u00e4rten. Landeinw\u00e4rts betrieben die Familien Landwirtschaft, z\u00fcchteten Kleinvieh und bauten Getreide an. Zuweilen war das lukrativer als der bescheidene Fang der Kleinfischer. Manche hatten ihre Boote bereits aufgegeben. Das Leben ver\u00e4nderte sich, langsam, aber unerbittlich. Es war die Stadt. Die Stadt wuchs und r\u00fcckte n\u00e4her. Aber noch war sie weit genug weg, als dass die \u00e4lteren Leute allzu besorgt waren.<\/p>\n<p data-p-id=\"01a232fcadfaaee091d2de2ae1ec28d0\">Auch Egnar hatte einen Garten hinter einem Staketenzaun aus wettergebleichtem Treibholz mit seinem bescheidenen, adretten H\u00e4uschen. An der S\u00fcdseite des Hauses rankten an einem Spalier Bohnen und Erbsen empor. In einem gro\u00dfen Tontopf am Tor wuchs eine dornige Rose tapfer gegen den frischen Seewind an. Die Pflanze war von einem hartn\u00e4ckigen Pilz befallen, der die Bl\u00e4tter vergilben und vor der Zeit fallen lie\u00df. Yalomiro warf einen Blick darauf, heilte die Blume und gab ihr die Kraft f\u00fcr ein Dutzend neuer Bl\u00fcten. Dann pochte er an die T\u00fcr.<\/p>\n<p data-p-id=\"b5dda016ef64f0633c801a195cb7ae32\">Das musste er mehrfach wiederholen, bevor sich im Haus etwas regte. Egnar murrte vor sich hin, schob einen Riegel zur\u00fcck und blinzelte m\u00fcde. Er trug ein knielanges Nachthemd mit bunt bestickten Borten und eine gestreifte Schlafm\u00fctze. Als er den Besucher erkannte, war der Fischer schlagartig hellwach.<\/p>\n<p data-p-id=\"49f6daa9b0bb1dceacf694c1c9831080\">\u201eBei den M\u00e4chten! Ich hatte gehofft, du seist nur ein Traum gewesen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4a30429d8e02fe2279d9db5b7e5537c3\">\u201eGuten Morgen&#8221;, antwortete Yalomiro. \u201eDie Flut steigt. Ich denke, wenn wir noch trockenen Fu\u00dfes dein Schiff erreichen wollen, sollten wir uns nicht mehr allzu viel Zeit lassen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b695c41a8003e640462df2a66ad255fc\">\u201eHatte ich etwa eingewilligt, dir bei deinem schwachsinnigen Plan zu helfen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"12d4ee030effadb24842676f8dd926e7\">\u201eNein, noch nicht. Aber ich gehe davon aus, dass das nur eine Formsache ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"04390e79e2f441cdf83aa63d45957762\">\u201eEgnar?&#8221;, rief eine Frauenstimme aus dem Haus. \u201eWer ist denn da?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"624ffa59f1acc5181cf3f45c58f244f0\">\u201eNur ein &#8230; Kunde, Liebes!&#8221;, rief der Fischer \u00fcber die Schulter. \u201eSchlaf weiter, es ist noch dunkel.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b2ad05a8e1de8d86eb60bbda95aefd1c\">\u201eDie Sonne wird bald \u00fcber den Montaz\u00edel steigen. Im selben Moment greift die Flut nach dem Strand. Also?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ce6b44c18d272108b6e781fc97df9cbc\">Egnar trat einen Schritt ins Freie und zog die T\u00fcr bis auf einen Spalt weit hinter sich zu. \u201eNun h\u00f6r mir mal zu!&#8221;, fl\u00fcsterte er aufgebracht. \u201eIch habe keine Ahnung, was du vorhast und wo du herkommst, aber das ist alles nicht so einfach, wie du dir das vorstellst. Zum einen wei\u00df Maj\u00e9k noch gar nicht Bescheid.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3687be3ae1edc34eb764d1aa41d1a11e\">\u201eDein junger Gehilfe? Den habe ich vorausgeschickt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ab83495498015a07b95e295629f342f8\">\u201eWoher &#8230; ach, egal. Was hei\u00dft das \u2013 vorausgeschickt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a46b4a5f4f26209707d4cea7a8079229\">\u201eIch habe bereits mit ihm geredet. Ein aufgeweckter, abenteuerlustiger Bursche, scheint es mir. Er war Feuer und Flamme, als ich ihm erz\u00e4hlte, dass du den <em>keptyenay<\/em> in Virhav\u00e9t beweisen wirst, dass ein gestandener Seemann wie du es leicht mit den Gro\u00dfseglern aufnehmen kann. Der Junge wird bereits beim Schiff sein und es klarmachen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b55d30411c4b0d1c3832420bae6f141f\">\u201eWas? Aber &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c47cd4aa7fe1f3515e7e7f2448a42201\">\u201eIch bin mir ziemlich sicher, dass uns auf der Fahrt <em>tats\u00e4chlich<\/em> ein Gro\u00dfsegler begegnen wird. Sie werden staunen \u00fcber die K\u00fchnheit der Fischer von Spagor. Der <em>teirand <\/em>kann sich seiner verwegenen Schutzbefohlenen r\u00fchmen, wird es in Virhav\u00e9t hei\u00dfen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"46ac3d6df85a2935c8521221fe359381\">Die T\u00fcr \u00f6ffnete sich. Eine rundliche Frau in ihren mittleren Jahren, auch sie im Nachtgewand und mit einer bestickten R\u00fcschenhaube auf dem graublonden Haar, lugte besorgt ins Freie.<\/p>\n<p data-p-id=\"532371c20957eba57ecdff0e05c70c23\">\u201eMit wem redest du da, Lieber?&#8221;, fragte sie verwirrt.<\/p>\n<p data-p-id=\"03354229005998ebb4f5c1f6af653407\">\u201eNa mit ihm! Dieser komische Vogel glaubt, mich zu Abenteuern \u00fcberreden zu m\u00fcssen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"10d2b3d5253903be536ecf5bba16c502\">Yalomiro war beim Anblick der Frau geistesgegenw\u00e4rtig in den Schatten der Erbsenspaliere zur\u00fcckgewichen und hatte sich die Krempe seines Hutes in die Stirn gezogen. Die Frau schaute verwirrt zu ihm hin\u00fcber.<\/p>\n<p data-p-id=\"df8dc11347445a946376e0808c0f2f97\">\u201eVergib mir, dass ich mich dir nicht offen zeige. Das w\u00e4re f\u00fcr dich gef\u00e4hrlicher als die kleine Fahrt, um die ich deinen <em>h\u00fdardor <\/em>bitte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3150ce8b405e345c4fb010b7e609799c\">\u201eEr ist ein Schwarzmantel&#8221;, erkl\u00e4rte Egnar. \u201eDer Kerl, der das Boot geputzt hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f2f16eec42f3c600de30d24c9deb03fd\">\u201eOh&#8221;, machte die Frau beeindruckt. Dann trat auch sie einen Schritt zur\u00fcck und blickte zu Boden. \u201eGibt es irgendetwas, das ich tun muss?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f967b76b74705cee5f6ef16a9294d7ac\">\u201eDu k\u00f6nntest zur\u00fcck ins Haus gehen&#8221;, schlug Yalomiro vor. \u201eVersteh das bitte nicht falsch. Aber es erscheint mir sicherer, wenn eine Mauer zwischen uns ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"402a50f9881af6c0a06dc825b3055403\">\u201eNein&#8221;, sagte die Frau entschieden. \u201eIch will wissen, was du mit meinem <em>h\u00fdardor<\/em> zu bereden hast. Das geht mich ebenso viel an wie ihn. Vielleicht sogar mehr.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"848be67d0fad2a661726ad9e83833c97\">\u201eDu sorgst dich ohne Grund. Ich habe nicht vor, ihn in Gefahr zu bringen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4141bf248ce35257c07f21cf1d361f37\">\u201eKommt ins Haus. Beide. Es m\u00fcssen nicht alle Nachbarn ein Ohr auf diese geheimen Gespr\u00e4che haben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4431a45f5b19863cecb9c27126a904c4\">\u201eDann w\u00e4re ich mit dir auf derselben Seite der Mauer. Hast du keine Angst um deinen Verstand?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c63c50a1df9bfb22bb56082cca0397eb\">Sie l\u00e4chelte. \u201eNein. Daf\u00fcr bin ich schon zu alt. Solange wir einander nicht in die Augen schauen, wird schon nichts geschehen. Und wenn doch &#8230; nun, dann haben die M\u00e4chte es so gewollt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2d69ea5cee9176f012785b7c24f701d7\">\u201eDu bist sehr mutig. Wenn es dir dabei wohler ist, kann ich mich in ein Tier verwandeln, w\u00e4hrend wir reden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"336f1d057e2bade2f94f42e6e55ba6c0\">\u201eNichts da. Auf meinem sauberen Fu\u00dfboden hat kein Vieh etwas zu suchen. Und nun kommt. Man horcht gewiss schon nebenan.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9f778e0681be40e0af08fb64e7cfec64\">\u201eLiebes&#8221;, protestierte Egnar. \u201eKelwa!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"713d860908b05bbaeb52d7689c2df805\">Aber Kelwa hatte die T\u00fcr bereits einladend ge\u00f6ffnet. Der Fischer seufzte und trat unwillig beiseite.<\/p>\n<p data-p-id=\"426876d2b97275358d086c5001049405\">Die Stube war ebenso bescheiden und schlicht wie die Fassade, aber jedes Detail strahlte W\u00fcrde und Behaglichkeit aus. Im Zentrum des Zimmers gab es unter einem Abzug im Reetdach einen gemauerten Herd, um den herum blank geputzte T\u00f6pfe und Pfannen standen. Die wei\u00df gekalkten W\u00e4nde waren mit bunten, handgemalten Bord\u00fcren mit maritimen Motiven, Muscheln und Seesternen verziert. An einem Tisch standen St\u00fchle aus grobem Holz, gepolstert mit bunten, strohgef\u00fcllten Kissen. Eine T\u00fcr hinter einem Vorhang aus kleinen, im sachten Durchzug klimpernden Muschelschalen f\u00fchrte weiter hinein ins Haus, wahrscheinlich in die Schlafkammer der beiden.<\/p>\n<p data-p-id=\"69168592cbe2fb7d71c5d566dc77abd2\">Yalomiro sah all das mit seinen nachtsichtigen Augen und lie\u00df die Umgebung einen Moment auf sich wirken. In diesen W\u00e4nden lag ein Dunst, eine Absonderung von etwas, das er nicht benennen konnte. Es war ein <em>kostbares<\/em> Gef\u00fchl, das ihn anr\u00fchrte.<\/p>\n<p data-p-id=\"d08079a76c64cb4a898a8bf936992a22\">Kelwa riss ein Z\u00fcndholz an, machte Licht an einer \u00d6lschale auf dem Tisch und holte gesch\u00e4ftig eine irdene Flasche und zwei irdene Becherchen aus einem Schrank. Sie schenkte eine scharf riechende klare Fl\u00fcssigkeit ein und reichte sie den M\u00e4nnern hin\u00fcber.<\/p>\n<p data-p-id=\"3fb1b8b84bdbb5a256b386cf1d82fd49\">Egnar \u00fcberlegte nicht lange und st\u00fcrzte den Schnaps hinunter. Der Magier z\u00f6gerte damit.<\/p>\n<p data-p-id=\"0b1108b4c7f3cac11645a109f7ff95d3\">\u201eIch m\u00f6chte nicht unh\u00f6flich sein&#8221;, sagte er in Kelwas Richtung und betrachtete den Becher unschl\u00fcssig. \u201eAber ich bin solche Dinge nicht gewohnt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"36d62070eef60cc91c376bcd7e27862d\">\u201eDann gib her.&#8221; Egnar pfl\u00fcckte das Pinneken aus Yalomiros Fingern. \u201eIch brauch das jetzt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"830881a39c39a43f8645bc161c77ab1a\">\u201eLieber!&#8221;, mahnte Kelwa, seufzte und wandte sich an dem Magier. \u201eKann ich dir etwas anderes anbieten? Du bist unser Gast, wenn du schon Gesch\u00e4fte mit meinem Gef\u00e4hrten machen willst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4cef35ec3d0ec392b439e836ba873033\">\u201eIch bin bereits beschenkt damit, dass du mich furchtlos in dein Haus gelassen hast. Meinesgleichen erlebt selten solche Freundlichkeit.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"02f8818844624bdf71003295b02206ae\">\u201e<em>Unser<\/em> Haus&#8221;, brummte Egnar und lie\u00df sich am Tisch nieder.<\/p>\n<p data-p-id=\"53321dc1a1f1741ff45b6030773a82ef\">Sie err\u00f6tete. \u201eDu meine G\u00fcte, wie artig du reden kannst&#8221;, kicherte sie. \u201eBitte, setz dich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f5119217f16a7c72e011d3573355cad1\">\u201eDanke&#8221;, sagte Yalomiro und nahm Platz. \u201eIch bin &#8230; <em>\u00fcberrascht<\/em>, wie wenig Misstrauen mir hier entgegenschl\u00e4gt. Ich kenne es von dort, woher ich komme, ganz anders. Meinesgleichen ist nicht \u00fcberall wohlgelitten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4112c6280c795013c162daee2aa4696a\">\u201eKein Wunder&#8221;, murmelte Egnar. \u201eWenn ihr alle so dreist seid&#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"95eaee24b75eaf1d4b1f52a3d7255643\">\u201eAch, h\u00f6r nicht auf den Knurrhahn&#8221;, sagte Kelwa. \u201eSag mir lieber, was du hier willst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bf5afd02be40799095207674e4dc85fc\">\u201eMein Name ist Yalomiro Lagoscyre. Ich komme von jenseits des Montaz\u00edel, aus einer Gegend, die man einst Boscarg\u00e9n nannte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"15b2fc122c1e871027f476cffec6f148\">\u201eDu liebe Zeit! Von da, wo Wald und Erde abgestorben sind? Man h\u00f6rt so schlimme Dinge von dort &#8230; die armen Leute, die da in der N\u00e4he gewohnt haben&#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4af1f4799816b16955050bb4c94693f9\">\u201eMan<em> h\u00f6rt<\/em> Dinge?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"312ec1f06c18c629625f3b566c37a663\">\u201eDie <em>b\u00e1chorkoray<\/em> sagen, die Gegend sei verflucht. Reisende meiden sie.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c998b9c02c325d3f99f98fe9070e27bc\">\u201eWie ich sah, sind dort viele Menschen geflohen und haben, so die M\u00e4chte ihnen wohlgesonnen waren, anderswo eine neue Heimat gefunden. Zwischen dem Boscarg\u00e9n und dem Montaz\u00edel bin ich auf meinen Reisen kaum jemandem begegnet. Nur die Bergleute sind noch da.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b24d903f264e0f328544f5610148d199\">\u201eUnd jetzt stehst du hier am Ende der Welt und erz\u00e4hlst mir etwas vom Ruhm der Fischer von Spagor. F\u00fcr was h\u00e4ltst uns? F\u00fcr Ritter zur See?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"aa71d5d404a5eceb60845b31f3ffb055\">\u201eHat dein <em>h\u00fdardor<\/em> immer so schlechte Laune?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"acda57f6f1dbf36fa0e67d752221da61\">Sie l\u00e4chelte liebevoll. Egnar schnaubte unwillig.<\/p>\n<p data-p-id=\"7ccb893d5f6a148f83bb53a0faf0da7f\">\u201eAlso gut. Bevor wir vor lauter Gerede die Flut verpassen, stechen wir in See. Aber auf meinem Schiff habe ich das Sagen, damit das klar ist. Ich fahre dich bis \u00fcber die Wassergrenze.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"264e9077710347c8190f04df6b9776a6\">\u201eBis in Sichtweite des Chaos.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"30fd7793ae3acea09559ef006a3c6554\">\u201eDas fehlte mir noch.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"da1626ce833a2634b1b47779293d5a2e\">\u201eBis zum <em>Chaos<\/em>?&#8221;, fragte Kelwa erschrocken.<\/p>\n<p data-p-id=\"73663aba8e1ad368591ebeebe5243ff9\">\u201eGerade soweit, dass weder dem Schiff noch seiner Besatzung eine Gefahr droht. Obwohl ich davon \u00fcberzeugt bin, dass dein <em>h\u00fdardor <\/em>den Mut h\u00e4tte, am Rand des Chaos entlang zu segeln. Glaub mir, wenn ich daran zweifeln w\u00fcrde, h\u00e4tte ich jemand anderen gefragt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"97183c4cfabcd6d784dd3471d04d1ba9\">Egnar brummte vor sich hin. Aber es klang ein klein wenig geschmeichelt.<\/p>\n<p data-p-id=\"6e8c253397f34aca93c6e81e0a93f816\">\u201eIch versichere euch bei den M\u00e4chten, dass ich nicht beabsichtige, irgendjemanden in Gefahr zu bringen. Im Gegenteil. Ich habe diese Reise begonnen, um an deren Ziel zu verhindern, dass etwas &#8230; etwas undenkbar Schlimmes geschieht. Es ist keine Vergn\u00fcgungsfahrt. Es geht um etwas sehr Wichtiges.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ee1adb9864006b97b3dd7a76cd7d89f9\">Die beiden wechselten beunruhigte Blicke miteinander.<\/p>\n<p data-p-id=\"089db766f31edb6895a6a50802d67671\">\u201eTats\u00e4chlich ist es so, dass das, was m\u00f6glicherweise geschieht, wenn ich erfolglos bin, weit schrecklicher w\u00e4re als eine kleine Seereise.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0161e604c2d629885f7e411c5274f2bd\">\u201eAber was willst du beim Chaos?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ee47b0daef3c8a6bc5a55943d20ea45d\">\u201eIch &#8230; nun, ich muss etwas aus dem Chaos herausholen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"824acb69fd78286a8a7bbf86679ceeec\">\u201e<em>Herausholen<\/em>!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d1d5a83ddacbff8a07a0c320582280eb\">\u201eJa.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b07ea29ad78a52de07c661b8b95903cb\">\u201eWie ist es <em>hereingekommen<\/em>?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"978c9dac347cd9bbea50b4ad01e404c6\">\u201eW\u00e4re es dir recht, wenn ich dir das auf See erkl\u00e4re? Die Flut kommt immer n\u00e4her&#8221;.<\/p>\n<p data-p-id=\"5370f705d0d05e59ac78a34c98619f44\">\u201eDas Chaos&#8221;, sagte Egnar eindringlich, \u201eist un\u00fcberwindlich. Es ist das Ende der Welt. Du kannst da nicht so einfach <em>reingehen<\/em>. Da drin lauern die Chaosgeister!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b39558b5978b0f6dfee7e3dc879f9937\">\u201eIch bin ein Magier.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"95e64bbb8edc66cdc7c540f2f2842986\">\u201eDu bist wahnsinnig!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"83ed4ce7ddcb9e0549db51065efed7ee\">\u201eM\u00f6glich. Aber halten wir uns damit nicht auf. Wenn das Chaos mich wirklich verschlingen sollte, wirst du keinen Nachteil daraus haben. Du drehst einfach bei und f\u00e4hrst wieder hierher zur\u00fcck, als seien wir einander nie begegnet.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b80f8e7eaabfe9c07694ae93c07d510f\">Der Fischer seufzte und wollte sich einen dritten Schnaps einschenken, aber Kelwa nahm ihm beil\u00e4ufig die Flasche weg. \u201eUnd wenn du erfolgreich bist? Was dann?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cb8c979be186fe19e7b7982aadd7c55a\">\u201eWenn ich Erfolg habe&#8221;, sagte er, \u201ekann die Erde vom Boscarg\u00e9n wieder zum Leben erwachen. Und ich werde mich eures <em>teirand<\/em> annehmen. Vielleicht gelingt mir, was seine <em>yarlay<\/em> vergeblich versuchen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6329f1df77958c8515a4bb59ec72a794\">\u201eWer&#8217;s glaubt &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0d9d2c1c73bac3055a051a8abc02da6e\">\u201eUnd wenn all das euch noch nicht \u00fcberzeugt \u2013 so habt ihr wenigstens das <em>Geld<\/em> f\u00fcr euch, das ich f\u00fcr die Fahrt bezahlen werde.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3da72106c056661ada89c41fd2a6b8a4\">\u201eWie viel?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"11df2313e6b226ae063e5cad6e4ab94d\">\u201eEtwa drei Goldm\u00fcnzen in Silber und Kupfer.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e2a817a45a948fafaad286ba1d6441a5\">Egnar starrte einen Moment die Maserung der h\u00f6lzernen Tischplatte an. Dann gab er sich einen Ruck und erhob sich. \u201eSchon gut. Ich zieh mich an. Anders werden wir dich doch nicht los. Aber ich sag es dir: Sobald mir das Wasser nicht mehr geheuer ist, drehe ich bei.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4608ddbd29a228fb20e51aac20755418\">Er schlurfte brummelnd und schimpfend davon. Kelwa blieb allein mit Yalomiro am Tisch zur\u00fcck.<\/p>\n<p data-p-id=\"2975b7b72bc1cea6ff5dc5ee8c476a43\">\u201eIch lasse nicht zu, dass ihm etwas geschieht&#8221;, versicherte der Magier. \u201eVon all den Menschen, die mir auf meiner Reise begegnet sind, wird er derjenige sein, der sich in die geringste Gefahr begibt. In vier oder f\u00fcnf Tagen ist er wieder hier, mit oder ohne mich, aber mit einem Netz voller Fische und einer ordentlichen Entlohnung in der Tasche.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5d90e091e99dbbe4fe3fb060d35f8315\">\u201eWie kannst du mir das versprechen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"426a30901ab8fb13396982b072821e7a\">\u201eDu musst mir vertrauen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d71a368c6b9001e5c4ea4c0e1094630b\">\u201eSo wie die <em>yarlay<\/em> von Althopian den Schwarzm\u00e4nteln vertraut haben?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5d020df97f2903f36fb8edca265ec0d7\">Yalomiro l\u00e4chelte. \u201eBei den M\u00e4chten, einer der unseren muss tats\u00e4chlich einen bleibenden Eindruck bei diesen <em>yarlay<\/em> hinterlassen haben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0441382ced088ef12e7fdc5d32391246\">Sie ging nicht darauf ein. Er tastete nach ihren Gedanken, fand aber nur eine seltsame Mischung aus Besorgnis und Vertrauen, und ein \u00dcberma\u00df an f\u00fcrsorglicher G\u00fcte.<\/p>\n<p data-p-id=\"5a581edb619831234a0ee6b249d6d820\">\u201eWas ist es, das euch an eurem <em>teirand<\/em> so anr\u00fchrt?&#8221;, fragte er. \u201eWarum ist dein <em>h\u00fdardor<\/em> mehr an Asga\u00fd Spagors Gl\u00fcck interessiert als an eigenem Verdienst?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9827d4f0ee95edfa547356c2839156d5\">\u201eDas kann dir Egnar besser erz\u00e4hlen als ich. Ich verstehe nicht viel von diesen Dingen. Der <em>teirand<\/em> &#8230; nun, er ist ein lieber, weichherziger Junge. Ich glaube, wir haben Mitleid mit ihm. Und zugleich sind wir beunruhigt. Seine <em>yarlay<\/em> verlieren die Geduld mit ihm, und er versteht nicht, wie ernst es ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"232659e4aefa690853d8fdcf7c5d8964\">\u201eSollten Schutzbefohlene Mitleid mit ihrem Schutzherrn haben?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"af98c9f60e063cf20bb5160d95925ddd\">\u201eNein. Aber das \u00e4ndert nichts daran, dass sich nichts \u00e4ndern wird, solange er sich darauf verl\u00e4sst, dass seine yarlay ihm alle Verantwortung abnehmen. M\u00f6glicherweise braucht er einfach einen Grund daf\u00fcr, selbst <em>teirand<\/em> sein zu <em>wollen<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1878f6cc3cc83fb0e18763914d50b79e\">Dar\u00fcber dachte der Schattens\u00e4nger einen Augenblick nach. Kelwa schaute ihn nicht an, aber er sp\u00fcrte ihre Erwartung.<\/p>\n<p data-p-id=\"af37b6e959d27466c61986a3e1350fd3\">\u201eIch werde einen Grund finden.&#8221;<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/schattenherz-oder-die-ergaenzte-seele-band-1\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2156","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2156","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2156"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2156\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2157,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2156\/revisions\/2157"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2156"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2156"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2156"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}