{"id":2141,"date":"2025-08-24T23:04:13","date_gmt":"2025-08-24T21:04:13","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2141"},"modified":"2025-09-01T09:55:02","modified_gmt":"2025-09-01T07:55:02","slug":"054-lose-enden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/24\/054-lose-enden\/","title":{"rendered":"054: Lose Enden"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SH_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1991\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"096c0bbe78392a2f9c9ad8be9ec3dc80\">Der gr\u00f6\u00dfte Spiegel, den Gor Lucegath auf die Schnelle in der Burg auftreiben konnte, stammte aus der Schneiderstube und war immerhin noch so sperrig wie ein Fensterladen, sehr schlicht und zweckm\u00e4\u00dfig in minderwertiges Holz gerahmt. Das musste vorerst reichen. Wer h\u00e4tte gedacht, dass die <em>teiranda<\/em> derma\u00dfen heftig auf den Verlust ihres Fensters nach <em>Pianmur\u00edt<\/em> reagieren w\u00fcrde? Dass sogar ihr Wunsch nach Gesellschaft f\u00fcr einen Moment ihre alten Sehns\u00fcchte in einer solchen Verzweiflung hervorbrechen lie\u00df, sobald er ihr diese ausdr\u00fccklich verbot, hatte er in dieser Intensit\u00e4t nicht kommen sehen. Was war das gewesen? Trotz? Ein Aufbegehren? Verzweiflung? Widerstand, wenn auch ziemlich l\u00e4cherlicher? Er konnte es sich nicht recht erkl\u00e4ren und hoffte, das neue Werkzeug w\u00fcrde seinen Dienst lange genug tun.<\/p>\n<p data-p-id=\"518eb758651f8c70ae08e4aba6237f28\"><em>Was, wenn du scheiterst? Was, wenn du selbst das Ziel nicht mehr erreichst? Was w\u00e4re dann der Gewinn?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"f58ed446b96eb6b92c482510dd6e8d4e\">&#8211; Ich habe alles unter Kontrolle.<\/p>\n<p data-p-id=\"bb374938970deefecf59a0e69fd0cd9c\"><em>Was, wenn du dich selbst bel\u00fcgst? Wenn du am Ende doch zu erb\u00e4rmlich bist, es zu vollenden?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"42ed27b95fbed88c5947ca8c3039e45e\">Gor Lucegath seufzte. Auf dem Weg zur <em>teiranda<\/em> warf er einen Blick in dir Stube der Unkundigen. Da lagen sie beieinander auf einem mit Salbe, Blut und Wasser genetzten Laken und hielten sich gegenseitig eng umschlungen in einem ihm unzug\u00e4nglichen, magischen Schlaf, der er scharf w\u00fcrde beobachten m\u00fcssen. F\u00fcr den Moment indes war es in Ordnung. Genauso hatte er es gewollt, und im Grunde genommen war es traurig, wie sehr er die Unkundige zu allem hinf\u00fchren musste, was n\u00f6tig war, um die Dinge geschehen zu lassen.<\/p>\n<p data-p-id=\"0a733fa7a039ba92f854b90ea7e9d6c4\">Der Rotgewandete stellte den Spiegel kurz ab und betrachtete die <em>ujora<\/em>. Er fragte sich, wie das Weltenspiel, aus dem sie hinaus und in die Arme des Schattens\u00e4ngers gefallen waren, ihren Willen und ihre Tatkraft so schwach, blind und m\u00fcde hatte werden lassen \u2013 und warum. Wann immer er ihren Geist betrachtet hatte, vorsichtig, diskret, so sanft, dass sie es vermutlich nie bemerkt hatte, hatte er <em>Potenzial<\/em> darin vorgefunden, allerdings so verk\u00fcmmert und vernachl\u00e4ssigt, fast verleugnet, dass die Verschwendung ihn geradezu \u00e4rgerte. Es war, als habe jemand einen kostbaren Baum gepflanzt und dann einen winzigen Kasten darum herum gebaut, auf dass niemals Licht herankam und seine \u00c4ste in die Enge wuchsen, bis sie verkr\u00fcppelten. Oder hatte sie selbst das getan? Ein Kasten, der Schutz, Versteck und Gef\u00e4ngnis zugleich war? Und aus dem nun ein kleines \u00c4stchen hervorgebrochen war und sich verzweifelt dem Schattens\u00e4nger, dem G\u00e4rtner entgegenstreckte?<\/p>\n<p data-p-id=\"0f2a86c4be107120b46d2d01746b68ca\">Es war f\u00f6rmlich zu sp\u00fcren, wie der Schattens\u00e4nger sich im Fluss der Magie regenerierte, Kraft sch\u00f6pfte wie eine fast verdorrte Pflanze, auf die nach langer Zeit endlich wieder Regen fiel. Aber diesem Wasser war nun etwas beigemengt. Etwas <em>verunreinigte<\/em> die Energie, die den <em>camat&#8217;ay<\/em> n\u00e4hrte, und st\u00e4rkte sie zugleich auf eine beunruhigende Weise.<\/p>\n<p data-p-id=\"dc71e3e4afdf62eefb923d51ae4c7d98\">Eine <em>ujora<\/em>, die sich verzweifelt danach sehnte, geliebt zu werden. Ein Magier, dem seinesgleichen die Liebe h\u00e4tte <em>ausmerzen<\/em> m\u00fcssen. Was f\u00fcr ein geradezu l\u00e4cherlicher Zufall! Nein. Kein Zufall.<\/p>\n<p data-p-id=\"066ad1397f3276a6fd7e6da68c34f2d9\">\u201eWas hast du vor mit den beiden, Nokt\u00e1ma?&#8221;, murmelte der Rotgewandete. \u201eUnd warum so umst\u00e4ndlich?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"79839789a8601fc95e61262e1b3ebc95\"><em>Liebe &#8230;<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"82cbcdc3a13a0e2cd675af9d4dc3990f\">Er blickte eine Weile sinnend auf das in tiefstem Schlaf vereinte Paar. Die Magie strebte zu dem Schattens\u00e4nger zur\u00fcck, seine Ersch\u00f6pfung nahm die Unkundige im Tausch daf\u00fcr auf wie ein Schwamm. Gut. Das w\u00fcrde es einfach machen, morgen, sp\u00e4testens \u00fcbermorgen Nacht.<\/p>\n<p data-p-id=\"268de6c716eb4692912aeab88731603a\">\u00dcber ihn hatte damals <em>niemand<\/em> gewacht, als er entkr\u00e4ftet gewesen war. Niemand hatte ihn umarmt. Niemand hatte sich um ihn gesorgt, um ihn geweint, f\u00fcr ihn gebeten. Niemand hatte ihn getr\u00f6stet. Er war allein gewesen, damals.<\/p>\n<p data-p-id=\"e495aa61413ddc56efa2dad31d0d4e44\"><em>Du bist nicht allein!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"b3f6b8c19d3ac0f4f69b2874dee1e286\">Gor Lucegath schauderte. Dann lie\u00df er den Magier und seine Unkundige wieder allein. Eines nach dem anderen. Der Spiegel. Der <em>yarl<\/em>. Und dann &#8230; das <em>Werkzeug<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"1c5a7696e2443238efe4aa6544e85e1b\">W\u00e4re er nicht so voller tr\u00fcber Gedanken und Eifer gewesen, vielleicht h\u00e4tte er der Katze mehr Beachtung geschenkt, die unter dem unter dem Bett kauerte.<\/p>\n<p data-p-id=\"8a7ab20ec0ab3262ce329c7dcb399a4e\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"5d5cb7a2df8cedc6fb1a74cccc2222b3\">Ar\u00e1ma\u00fa wagte sich aus ihrem Versteck, tigerte um die Schlafenden herum und war zutiefst verst\u00f6rt. Was immer zwischen den beiden geschah, es war ihr nicht zug\u00e4nglich. Sooft sie versuchte, Yalomiros Geist zu erreichen, in seinen Gedanken zu ihm zu sprechen, sooft prallte sie daran ab.<\/p>\n<p data-p-id=\"b04a09738c2ba027f08ba75767548665\">Er <em>versiegelte<\/em> seine Seele vor ihr? Warum tat er das? Nie hatte er ein Geheimnis vor ihr gehabt! Und die Art, wie der Rotgewandete einfach nur an der T\u00fcr gestanden und still geschaut hatte, unbeweglich, wie entr\u00fcckt \u2013 das war furchteinfl\u00f6\u00dfend gewesen.<\/p>\n<p data-p-id=\"64511185c5daccd426f8a73d582ecee8\">Die Katze sprang auf die Matratze, be\u00e4ugte verwirrt die innige Umarmung und den Fluss der Energie. Tats\u00e4chlich, offenbar war es ihm gelungen, Zugang zu Magie zu finden, die die Unkundige f\u00fcr ihn bewahrt hatte. Wie <em>umst\u00e4ndlich<\/em>. Sie selbst h\u00e4tte es so viel schneller tun k\u00f6nnen, mit einem ganz einfachen Zauber.<\/p>\n<p data-p-id=\"0343e89e5a29b40f7c1e52d8051a720b\">Aber sie <em>hatte<\/em> es <em>nicht<\/em> getan. Augenblicklich h\u00e4tte der Rotgewandete ihre Anwesenheit bemerkt, h\u00e4tte sie die Katzengestalt aufgegeben, die ihre <em>maghiscal<\/em> band. W\u00e4re das ein Risiko gewesen, das ihm und ihr gen\u00fctzt hatte? Wahrscheinlich war es tats\u00e4chlich ein Segen, dass die <em>ujora<\/em> keine Ahnung hatte, <em>was<\/em> sie da tat.<\/p>\n<p data-p-id=\"022a96a7caecb91b32097359944d7e56\">War Yalomiro <em>allein<\/em> in seiner Seele? Was, bei Nokt\u00e1ma, ging hier vor? Was war das f\u00fcr ein seltsamer Beiklang, der die flie\u00dfende Magie durchdrang? Der sie ver\u00e4nderte, auf eine subtile, unverst\u00e4ndliche und ganz und gar unaufl\u00f6sbare Weise, wie Salz, das sich in Wasser l\u00f6ste?<\/p>\n<p data-p-id=\"4992eec1fb1fbb7dc559923710279bdf\">Ar\u00e1ma\u00fa schaute zu und dachte nach. Yalomiro wurde wieder <em>m\u00e4chtig<\/em>. Was immer geschah, Nokt\u00e1ma hie\u00df es gut. Nokt\u00e1ma war am Zug. Bald w\u00fcrde der Magier sich im Weltenspiel nach ihrem Willen bewegen und wirken.<\/p>\n<p data-p-id=\"229317c379159f6dc11d9aa3c652eac0\">Die <em>camat&#8217;ayra<\/em> seufzte, kletterte \u00fcber die beiden hinweg. Sie sah erleichtert, wie die Wunden auf seinem K\u00f6rper nach und nach verblassten, das verletzte Fleisch sich schloss, mit Ausnahme jeder furchtbaren Narbe \u00fcber seinem Herzen, die dadurch nur noch schrecklicher hervorstach. Bald w\u00fcrde er in der Lage sein, dem Rotgewandeten gegen\u00fcberzutreten. Aber was w\u00fcrde dann werden?<\/p>\n<p data-p-id=\"55d1f43b5da80ee7ecbd6fa2ec4d2508\">Ar\u00e1ma\u00fa seufzte und rollte sich auf dem Kissen zusammen, oberhalb ihrer H\u00e4upter.<\/p>\n<p data-p-id=\"90784c5bb32c5f3f08e9e1fc600ffaab\"><em>Ich bin bei euch<\/em>, dachte sie. <em>Ich passe auf, dass euch niemand st\u00f6rt, was auch immer gerade an Magie zwischen euch wirkt.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"66f5bb4c16beb0dd21896047ccdb8d9d\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"104ffce838a1726cecd047c744c8e364\">Als Gor Lucegath die R\u00e4ume der <em>teiranda<\/em> betrat, wollte eine der Dienerinnen an ihm vorbeihuschen. Er vereitelte das, indem er den Spiegel in ihren Weg schwenkte und sie damit zur\u00fcck in das Zimmer trieb. Das M\u00e4dchen wich in den hintersten Winkel der Kemenate aus, wo bereits ihre \u00e4ltere Kameradin stand und beim Anblick des Rotgewandeten zitterte.<\/p>\n<p data-p-id=\"a0050fcbc4ed95b60ea030aa1f491eda\">Die <em>teiranda<\/em> bemerkte es nicht. Sie sa\u00df vor dem Spiegelrahmen und schaute ins Leere.<\/p>\n<p data-p-id=\"cab0a19b5d0dfbaa66bdc9f0ec90ea81\">\u201eIch bin erstaunt \u00fcber Eure Un\u00fcberlegtheit, Majest\u00e4t&#8221;, sagte er und lehnte den neuen Spiegel an die Reste des alten. \u201eWas habt Ihr Euch dabei gedacht? K\u00f6nnt Ihr Eurer Verlangen tats\u00e4chlich nicht mehr z\u00fcgeln?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"65513c8ad22d47da719c2b8c95ef6f78\">\u201eIch hatte gehofft, diesmal w\u00e4re es so weit &#8230;&#8221;, murmelte sie.<\/p>\n<p data-p-id=\"acb1a5f091acbc871a55bf2b6671dd99\">\u201eUnd ich hatte Euch gesagt, dass ich es Euch nicht erlauben kann, diesen Mann zu behelligen, bevor ich mit ihm zu einem Ende gekommen bin. Ganz abgesehen davon, dass der <em>yarl<\/em> offenbar schon seine Aufmerksamkeit f\u00fcr eine andere Dame reserviert hat. Dagegen kann nicht einmal ich etwas ausrichten. Die M\u00e4chte haben nicht schlicht nicht ihn zu Eurem <em>h\u00fdardor<\/em> bestimmt. Ihr macht Euch ohne Not ungl\u00fccklich, zumal Ihr nur noch ein klein wenig Geduld haben m\u00fcsst, bis Euer Gl\u00fcck erwacht. Verderbt doch nun nicht Eure Zukunft mit kopfloser Eile.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b75dc93deb4ba99f26fa2e98da358d54\">Sie schaute ihn ausdruckslos an. \u201eAch, ich wei\u00df nicht&#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a123d067a7f8bafadffe191ffe6c143b\">\u201eIhr denkt \u00fcber zu viele ungute Dinge nach, Majest\u00e4t. Aber sorgt Euch nicht. Bald wird wieder alles seinen Lauf gehen. Bis dahin, macht Euch mit Eurem neuen Spiegel vertraut. Und lasst irgendwo einen Gr\u00f6\u00dferen anfertigen. Den hier hat mir vorerst der Schneider \u00fcberlassen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"eebd552f98b79c5843d2b48d6195c5be\">Die junge Kammerfrau gab ein erschrockenes Wimmern von sich. Gor Lucegath hatte am Rande seiner Wahrnehmung der unwichtigen <em>ujoray<\/em> auf der Burg durchaus bemerkt, dass K\u00edan\u00e1s Dienerin eine zarte Liebelei zu dem Kleidermacher pflegte. Vermutlich bef\u00fcrchtete sie nun, er habe sich den Spiegel mit Gewalt genommen. Nun, mochte sie das eine Weile annehmen und dem\u00fctig sein.<\/p>\n<p data-p-id=\"e255ed32f45d72de358070dc24b58d67\">\u201eUnd was euch beide betrifft&#8221;, wandte er sich warnend an die Kammerm\u00e4gde, \u201eso w\u00fcnsche ich, dass ihr eure Herrin die n\u00e4chsten beiden Tage keinen Moment lang aus den Augen lasst. Wenn sie schl\u00e4ft, werdet ihr beide wachen. Wenn sie diesen Raum verl\u00e4sst, werdet ihr nicht von ihrer Seite weichen. Wenn eine von euch etwas zu besorgen hat, m\u00f6ge die andere sich einen Gehilfen zur Verst\u00e4rkung holen. Sollte so etwas wie vorhin noch einmal geschehen, werde ich es zu bestrafen wissen. Habt ihr das verstanden? An euch selbst oder jemandem, der an eurer Stelle meinen Unmut zu sp\u00fcren bekommt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ec6a2e2550dec9b6b9ceaf38d26778a8\">Die Frauen erschauderten vor ihm. Eine Antwort wagten beide nicht. Sie duckten sich vor seinem Blick und wagten kaum, zu atmen.<\/p>\n<p data-p-id=\"62ab08768557f4f1b09d896ce99caa44\">\u201eDas gilt auch f\u00fcr Besuche. Die <em>yarlay<\/em> oder M\u00e4gde und Knechte zu ihrer Bedienung m\u00f6gen zu ihr kommen, aber ich w\u00fcnsche nicht, das die Anwesenheit der fremden <em>f\u00e1njula<\/em> die <em>teiranda<\/em> \u00fcber die Ma\u00dfen aufregt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d59c1d3504d4663c011a240bbce76a59\">Nun hob K\u00edan\u00e1 von Wijdlant den Kopf. \u201eSie auch nicht? Warum?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"79263a9b0b5e24f058cf5d7ed0132ae2\">\u201eWeil die Unkundige noch nicht dazu bereit ist, Euch zu begleiten. Noch nicht. Geduldet Euch nur noch eine kleine Weile, Herrin. Bald wird sie Euch angemessene Gesellschaft leisten. Dann seid Ihr nicht mehr so einsam, wenn die verzagten Gedanken \u00fcber Euch kommen. Schaut nun in den Spiegel.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4cdfaf54feafa32bf5482f7f35820d06\">Er zog einen Stuhl heran und stellte den Spiegel darauf, sodass die <em>teiranda<\/em> von ihrem Sitzplatz am Frisiertisch hineinschauen konnte. Sie blickte hinein, mit leeren hellen Augen \u00fcber hohlen Wangen und einem missmutigen Mund. Dann begann sie unwillk\u00fcrlich, ihr str\u00e4hniges Haar zurechtzuzupfen.<\/p>\n<p data-p-id=\"6fa8ce9d208216718b0df8aec079b5d7\">Das Spiegelglas erblindete. Alles, was in ihm widergeschienen war, das Zimmer, die beiden Dienerinnen und er selbst, verzog sich innerhalb des Rahmens wie verfliegender Dunst. Die Frauen grausten sich. Der Magier war zufrieden. F\u00fcr den Moment war dieser lose Faden gesichert.<\/p>\n<p data-p-id=\"0c5a71622661d38ff693f0b49da236ba\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"7ba2c5ae3c3d60f2d0116401df782732\">Er wartete noch eine Weile, am\u00fcsierte sich im Stillen \u00fcber das Entsetzen der Zofen und machte sich dann auf die Suche nach den <em>yarlay<\/em>. Er fand die Herren versammelt im Amtszimmer des <em>mynstir<\/em> Daap Grootplen. Die drei Ritter waren verd\u00e4chtig gefasst, als er den Raum betrat.<\/p>\n<p data-p-id=\"9e56cea7390c9321d04ae271a1383e90\">\u201eWieso seid Ihr noch hier, Altabete?&#8221;, fragte Gor Lucegath und lie\u00df sich ungefragt in einem der Sessel nieder, die dort um das Schreibpult des <em>mynstir<\/em> herum standen. \u201eIch hatte angenommen, Ihr h\u00e4ttet nichts Eiligeres zu tun, als euren alten Freund Althopian aus Wijdlant heraus zu eskortieren, wie ich Euch gebeten habe?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c119427842c92bd46c1f8cf028d09705\">\u201eIch hoffe, zuvor noch einige Worte mit Euch wechseln zu k\u00f6nnen&#8221;, gab der Ritter zu. Er war reisefertig gekleidet. Seinen Helm hielt er unter dem Arm.<\/p>\n<p data-p-id=\"6d55d1f910d8f830c8fb39e9476592d0\">\u201eSo sprecht. Noch habe ich einen Augenblick Zeit.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1a498c04be321433387f515b7beeb9f1\">\u201eMeister &#8230; ich musste erfahren, dass meine <em>h\u00fdardora<\/em> einen Sohn geboren hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c5e6bcc5100c91898057f12f7a4b6fea\">\u201eVor einem Winter und dem halben Sommer, das ist richtig.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"46e2030b78e232a4c042ca78831d32f2\">Andri\u00e9r Altabete schwieg. In den Augen des Ritters standen viele unbehagliche Gedanken.<\/p>\n<p data-p-id=\"646291b5b2899428a8c41c9989819c1b\">\u201eFalls das Eure n\u00e4chste Frage sein sollte, edler <em>yarl<\/em>: Ja, Ihr seid in der Tat der Vater.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d8fa5f3b0931db7b92633e1ae8e4b7fb\">\u201eWoher &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"af4c17ef26157aac192b66195df95e12\">\u201eIch muss nicht pers\u00f6nlich neben Eurem Lager stehen, um zu wissen, was Ihr in Eurem Haus treibt. Wenn Ihr dennoch Zweifel an der Treue der Dame habt, ist das Eure Sache.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"beff05470ae753d7e0fe80cf4b841d51\">\u201eNie w\u00fcrde ich meiner Dame Untreue unterstellen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0a1cb69245927d0de91d08729b9d5ff2\">\u201eWas treibt Euch dann um?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a33abb6deb966c542a70c5cb73b54019\">\u201eWarum hat mir niemand davon berichtet?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ea42c0cc03c1961c05c99d7becccddbc\">\u201eIst das etwa meine Aufgabe oder die der <em>teiranda<\/em>? Man sollte meinen, die Mutter selbst habe nichts Eiligeres zu tun, als andere an ihrem Gl\u00fcck teilhaben zu lassen. Eure Dame wird einen Grund daf\u00fcr gehabt haben, Euch nicht in Kenntnis zu setzen. Vermutlich wollte sie Euch nicht beunruhigen. Wie oft nehmen die M\u00e4chte die Kindlein aus dem Weltenspiel, bevor sie auf ihren Beinen stehen k\u00f6nnen. W\u00e4re das nicht traurig, w\u00e4ret Ihr dorthin geeilt, nur um einen kleinen kalten K\u00f6rper zu finden?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"afd43192bab9a71fdbb60a87538c367b\">\u201eBei den M\u00e4chten&#8221;, wisperte <em>yarl<\/em> Altabete erschrocken.<\/p>\n<p data-p-id=\"0bba8564da18e17768f03deb046d8ae0\">Der Rotgewandete l\u00e4chelte aufmunternd. \u201eIhr m\u00f6gt es mir glauben oder nicht, edle Herren, aber in all den Sommern und Wintern, die die M\u00e4chte mir bislang zugemessen haben, habe ich niemals ein Kind mit meinem Tun behelligt. <em>Bislang<\/em>. Also, Herr Andri\u00e9r, was habt Ihr auf dem Herzen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"60170972170e49bececd4bb984bbdfdc\">Der Ritter ben\u00f6tigte mehrere Anl\u00e4ufe, bevor er wieder frei sprechen konnte. \u201eMeister, ich erbitte von Euch, meine Dame und meinen Nachkommen sehen zu d\u00fcrfen. Lasst mich in mein Haus reisen und nach dem Rechten sehen. Selbstverst\u00e4ndlich, nachdem ich Althopian zur Grenze gebracht habe&#8221;, beeilte er sich, hinzuzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p data-p-id=\"b2f75e16ee18da73e8ee544b6c75ddd1\">\u201eNein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"80c1b8c3793d9f018a75c02831654bd5\">Altabete regte sich impulsiv. Grootplen legte ihm rasch beschwichtigend die Hand auf die Schulter.<\/p>\n<p data-p-id=\"849ec58bb84d7fbcc8a3ba373d4e60c9\">\u201eWarum nicht, Meister?&#8221;, fragte der <em>mynstir<\/em>. \u201eSelbst ich hatte vor einigen Tagen die Gunst, in Eurer Begleitung nach meinen Lieben schauen zu d\u00fcrfen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fedfbf114462c267fc5086536c2b6205\">\u201eIch muss mich vor Euch nicht erkl\u00e4ren. Lasst es genug sein, zu wissen, dass ich auf Eure Anwesenheit in der n\u00e4chsten Zeit nicht verzichten will und kann.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"05b83cffee2cabde5f13e7ed3ad0b6bb\">\u201eAber &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d233b29d7c4ef44014b9576cfac8555e\">\u201eEure Burg, <em>yarl<\/em> Altabete liegt, wie Euch allen bekannt ist, in einer g\u00e4nzlich anderen Himmelsrichtung als die Nordgrenze von Wijdlant. Eine anschlie\u00dfende Reise dorthin w\u00fcrde \u00fcber die Geb\u00fchr Zeit verschlingen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2356933040ef9454ce932d3d79579a56\">\u201eWarum schickt Ihr dann nicht einfach mich?&#8221;, schaltete J\u00f3ndere Mor\u00e9aval sich ein. \u201eMein <em>yarlmal\u00f3n<\/em> liegt auf dem Weg. W\u00e4re das nicht viel sinnvoller, um <em>yarl<\/em> Althopian zu geleiten?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5c755beb61c1ad487dd135e79f13df05\">\u201eWeil, Herr J\u00f3ndere, ich mir in Eurem Fall alles andere als sicher w\u00e4re, dass Ihr anschlie\u00dfend mit der gebotenen Eile wieder zur\u00fcckkehrtet. Ihr w\u00fcrdet Euch als braver Sohn wohl kaum freiwillig wieder von Eurer Frau Mutter trennen k\u00f6nnen. M\u00f6glicherweise w\u00fcrde die Dame sogar um ihr Leben versuchen, Euch von Euren Pflichten abzuhalten, vielleicht dazu dr\u00e4ngen, mit Althopian nach Norden zu ziehen. Wollt Ihr riskieren, dass der hochedlen <em>eld-yarlara<\/em> das Herz dar\u00fcber bricht? Der Norden bekommt Eurer Familie nicht, das solltet Ihr begriffen haben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3a066a3f1259b974ccf9545a06fc0d14\">Der junge Ritter strich sich in sachter Verzweiflung \u00fcber die Augen.<\/p>\n<p data-p-id=\"e79c46b418074e5af20d4b88b637cd06\">\u201eAlso, Herr Andri\u00e9r, was h\u00e4lt Euch jetzt noch zur\u00fcck? <em>Yarl <\/em>Althopian ist sicher l\u00e4ngst zum Aufbruch bereit.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e366f585b01457ba31523f5c90925021\">\u201eMeister &#8230; was soll ich tun, wenn er mir <em>Fragen<\/em> stellt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"56b71b930a32c1a5aab2236a8ea35565\">\u201eFragen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c92a19260437ddfc3f1d24cbff883d12\">\u201eFragen \u00fcber die <em>teiranda<\/em> und \u00fcber &#8230; \u00fcber die Dinge, die uns an Wijdlant binden? Was, wenn er fragt, warum ich ihn nicht noch weiter begleite?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cd62b926d2ba490a1ea571d0b83f5187\">\u201eNun, sagt ihm die Wahrheit. Dass es die Treue zu Eurer <em>teiranda<\/em> ist, die Euch an diesem Ort unabk\u00f6mmlich macht. Oder meinetwegen auch die Sorge darum, dass Euer Ungehorsam jemandem, der Euch lieb und wert ist, nicht bekommen wird. Aber strenggenommen braucht ihr ihm das nicht noch einmal zu erz\u00e4hlen. Er wei\u00df es bereits von mir, in etwas gew\u00e4hlteren Worten. Wa\u00fdreth Althopian ist ein scharfsinniger Mann. Er wird Euch nicht mit peinlichen Fragen in Verlegenheit bringen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"19de863589e051c24f41ae8705e923a9\">\u201eIch verstehe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0d1f67ff1be442cf164a41f0e018cd65\">\u201eUnd schlagt Euch den Gedanken aus dem Kopf, er k\u00f6nne in irgendeiner Weise etwas an den Dingen ver\u00e4ndern, wie sie sind. \u00c4ndern werden die Dinge sich erst, wenn sich alles <em>zusammengef\u00fcgt<\/em> hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9080e7f1103f3da97a9d5c7fb4815e49\">\u201eWas hat es mit dem Schwarzmantel in der Kemenate der fremden <em>f\u00e1njula<\/em> auf sich?&#8221;, fragte <em>yarl <\/em>Mor\u00e9aval. \u201eWarum lasst Ihr den am Leben? Wo kommt er \u00fcberhaupt her?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b52030701e0e3732987053056c11fa06\">\u201eIch w\u00e4re \u00fcberrascht, wenn einer von Euch mir zu bestimmen h\u00e4tte, wen ich hinter die Tr\u00e4ume bringe und wen nicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fba8d3e2b67c9336a93f580c57fc455f\">\u201eUnd wenn Althopian <em>danach<\/em> fragt? Seine junge Dienerin hat den Mann doch gesehen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d1cd11ea093c35b934cf15ccca1506f7\">\u201eUnd wenn dem so w\u00e4re? Ich habe keine Geheimnisse vor <em>yarl<\/em> Althopian, was das betrifft. Ihr seht, edle Herren, es gibt keinen Ansatz zu denken, es g\u00e4be irgendetwas, was man mir als Schw\u00e4che auslegen k\u00f6nnte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d832f6a75dd9b1a1cf59a7bc41ccf261\">Die M\u00e4nner wechselten Blicke miteinander, die er nicht deuten konnte. Das <em>beunruhigte<\/em> ihn.<\/p>\n<p data-p-id=\"9b9202a8a7cbfa08550198e393de4cd3\">\u201eDann lauft nun zu, <em>yarl<\/em> Altabete. Bringt Althopian zur Grenzstra\u00dfe am Nordrand von Wijdlant und kehrt anschlie\u00dfend hierher zur\u00fcck. Eine \u00dcbernachtung im Haus von Herrn J\u00f3ndere sei Euch, um der H\u00f6flichkeit willen, zugestanden. Redet so viel, wie Ihr m\u00fcsst, aber sorgt daf\u00fcr, dass Euch nichts Unn\u00f6tiges \u00fcber die Zunge kommt. Ihr wisst, dass mir nichts entgeht, was auf dem Grund der <em>teiranda<\/em> gesprochen wird. Weder private L\u00fcsternheiten noch unbedachte Rede.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"23215db7b42a05d82e1cf5928fe7a65d\">Der Ritter setzte seinen Helm auf, ein Missgriff angesichts dessen, dass er sich in einem Zimmer aufhielt. Vermutlich sah er diese l\u00e4cherlichen Geste als einzige M\u00f6glichkeit, den Zorn in seinem Gesicht verbergen. Er verneigte sich wortlos und wollte den Raum verlassen.<\/p>\n<p data-p-id=\"78ea42434709340f50ad75f575773681\">\u201eEin Wort noch, <em>yarl<\/em> Altabete. Sagt es mir im Aufrichtigen: Ehrt und sch\u00e4tzt Ihr die <em>teiranda<\/em>? Seid Ihr der Dame treu ergeben und w\u00fcrdet, ohne zu z\u00f6gern, f\u00fcr sie sterben?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"13ba5efbb4236260f0c7aefbe7844346\">Er blieb stehen, ohne sich umzuwenden.<\/p>\n<p data-p-id=\"1f4e372e564d06b7136801449838fedc\">\u201eOh, das ist keine Fangfrage. Ich frage es rundheraus, weil es mich interessiert, in diesen seltsamen Tagen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3db70e44ad5cd9b31e4e25b938b86adb\">\u201eWir alle haben der <em>teiranda<\/em> geschworen, sie zu verteidigen und ihr zu dienen, egal, was kommen m\u00f6ge&#8221;, klang es dumpf unter dem Helm hervor.<\/p>\n<p data-p-id=\"94d17e23e9e4af71a7fb15954e7397be\">\u201eSo, wie es alle <em>yarlay<\/em> ihren <em>teiranday<\/em> schw\u00f6ren&#8221;, setzte Mor\u00e9aval hinzu. \u201eIhr kennt das Gebot.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"161ddc7d383d3f3fef64f9bacc2cebf2\">\u201eDas ist letztlich der Grund, weswegen wir alle noch hier sind.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"56e942d52cdbe3c218369bd332b56409\">\u201eEgal, <em>wer<\/em> ihr Gl\u00fcck und ihr Leben bedrohen mag?&#8221;, hakte der Rotgewandete nach.<\/p>\n<p data-p-id=\"8befb042743f7b79040de445b56aa0c8\">Nun schwiegen die drei. Er wusste, was sie sich dachten.<\/p>\n<p data-p-id=\"83d31a6e1f43b0445ef9e9ec1607572d\">\u201eNun?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f71c13dab6123092c8ead7d5a09b789c\">\u201eWenn Ihr unserer <em>teiranda<\/em> etwas B\u00f6ses antut&#8221;, sagte Daap Grootplen bedacht, \u201ewerden wir unsere Schwerter gegen Euch erheben, und wenn wir im selben Moment daf\u00fcr sterben m\u00fcssten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"88a0f47ee402a7f0eab85197d56ac821\">\u201eDas wollte ich h\u00f6ren. Es ist gut, zu wissen Euch Herren im gegebenen Moment auf <em>meiner<\/em> Seite zu haben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b088b1e7ed54387037afa4f6fdc08af4\">Andri\u00e9r Altabete gab sich einen Ruck und schritt wortlos aus dem Raum. J\u00f3ndere Mor\u00e9aval eilte ihm nach. Zweifellos hatte der junge Mann einiges auf dem Herzen, was er seiner Mutter ausgerichtet wissen wollte. Daap Grootplen z\u00f6gerte einen Moment, unschl\u00fcssig, ob er seine eigene Amtsstube verlassen und den Magier darin zur\u00fccklassen sollte.<\/p>\n<p data-p-id=\"edac7cf49b285be4e8bf9e8b51996b39\">\u201eGeht nur&#8221;, sagte der Rotgewandete freundlich, und der <em>mynstir<\/em> fl\u00fcchtete aus seinem Blickfeld.<\/p>\n<p data-p-id=\"db1ebad1700fa22c851b1bc51ef616b6\">Gut liefen die Dinge. Sehr gut sogar.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/schattenherz-oder-die-ergaenzte-seele-band-1\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-2141","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-01_schattenherz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2141"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2141\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3898,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2141\/revisions\/3898"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}