{"id":2137,"date":"2025-08-24T23:06:59","date_gmt":"2025-08-24T21:06:59","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2137"},"modified":"2025-09-01T09:55:49","modified_gmt":"2025-09-01T07:55:49","slug":"057-yalomiro-sucht-ein-schiff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/24\/057-yalomiro-sucht-ein-schiff\/","title":{"rendered":"057: Yalomiro sucht ein Schiff"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SH_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1991\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"88fc7d291327fb87c804cfdb72a584c8\">Der Spachtel fuhr knirschend zwischen Kalk und weiches Fleisch. Egnar bef\u00f6rderte den Brocken, den er gerade vom Rumpf seines Bootes abgekratzt hatte, mit weitem Schwung hinaus auf den Strand, wo sich die geduldig wartende Schar von Wattv\u00f6geln schnatternd auf die Mahlzeit st\u00fcrzte.<\/p>\n<p data-p-id=\"2afd373ad728f5dc42fd447d965bfc67\">Der Fischer wischte sich den Schwei\u00df von der Stirn und stemmte die H\u00e4nde in den R\u00fccken. Die Seepocken vom Holz zu kratzen war eine m\u00fchselige Angelegenheit, aber ab und zu musste es getan werden. In diesem Sommer waren die Biester ausgesprochen fruchtbar und hartn\u00e4ckig gewesen. In den vierzig Sommern, die er nun schon ausfuhr, hatte er selten etwas Vergleichbares gesehen. Mochten die M\u00e4chte wissen, wie sie es innerhalb von so kurzer Zeit fertig brachten, einen kleinen Kutter wie den seinen zu besiedeln.<\/p>\n<p data-p-id=\"4aa8bbcd1c101c07010147b2622b4f4c\">Ob die gro\u00dfen P\u00f6tte aus Virhav\u00e9t ebenfalls von dieser Plage getroffen waren? Wie l\u00f6sten die <em>keptyenay<\/em> [~ Kapit\u00e4ne, Schiffsf\u00fchrer] das Problem? Hatten sie auch die M\u00f6glichkeit, ihre riesigen Dreimaster irgendwie auf einen Trockenplatz aufzubocken, wie es die Fischer des <em>teirandon<\/em> Spagor machten?<\/p>\n<p data-p-id=\"7ae5e94922e389e62ea68537e99816c1\">Und wo steckte \u00fcberhaupt Maj\u00e9k, der faule Bengel, schon wieder? Sollte er etwa die ganze Arbeit heute allein machen? Bis zur Flut war es es nicht mehr allzu lange hin, und sp\u00e4testens \u00fcbermorgen wollte er ausfahren. Schlie\u00dflich w\u00fcrden die Krabbenschw\u00e4rme nicht warten, bis der Kahn endlich seet\u00fcchtig war.<\/p>\n<p data-p-id=\"ebd0f1b968776af24be5a0731acfe86e\">Egnar sch\u00fcttelte den Kopf, ging um sein Schiffchen herum und schaute zum Horizont hin. Dort, ganz weit hinten, wo das Wasser noch tief genug war, lie\u00dfen sich gerade so eben die Umrisse von zwei Gro\u00dfseglern erkennen. Eines der stolzen Schiffe fuhr parallel zur K\u00fcste nach Osten, das andere hielt offenbar Kurs auf Ov\u00e9stola. Derart weit heraus w\u00fcrde er wohl nie kommen. Aber was sollte es schon?<\/p>\n<p data-p-id=\"0745c439b2983d7869eb67e2fe69f275\">Der Fischer atmete tief durch, ging hin\u00fcber auf die andere Seite des Kutters. Das Boot lag sicher vert\u00e4ut auf mit Netzen voll Tang und Seegras weich gepolsterten, fast mannshohen Felsbrocken, so dass er sich unter dem Rumpf hindurch b\u00fccken konnte. Bald w\u00fcrde das Meer zur\u00fcck an den Strand r\u00fccken und er w\u00fcrde die Arbeit unterbrechen m\u00fcssen. Zw\u00f6lf dieser Ankerpl\u00e4tze f\u00fcr die Fischer des Dorfes gab es entlang dieses Strandabschnitts. Au\u00dfer dem seinen waren derzeit jedoch nur zwei weitere Boote vert\u00e4ut. Alle anderen M\u00e4nner waren auf Fang aus.<\/p>\n<p data-p-id=\"eb7e83907da8bedd2a89efee952fe7e3\">Egnar r\u00fcckte den Seepocken mit seinem Spachtel zu Leibe und hing einer Weile seinen Gedanken nach. Die drehten sich nicht nur um die Ausfahrt und den Fang. Das war Routine, Alltag, nichts Besonderes. Zumindest, wenn dr\u00fcben in der Burg wieder Ruhe einkehren w\u00fcrde.<\/p>\n<p data-p-id=\"21f579f5f253e603c1e3971e19f2a89a\">Die V\u00f6gel freuten sich \u00fcber die einfach erbeutete Mahlzeit und erfreuten ihn mit ihrem pl\u00e4rrenden Gesang. So lange, bis einer von ihnen einen schrillen Warnruf ausstie\u00df und die ganze Schar eilig davonstob. Sogar die Gro\u00dfm\u00f6wen flatterten mit knatterndem Fl\u00fcgelschlag auf.<\/p>\n<p data-p-id=\"abfece03b1a76459f60fd76afcdd246d\">Egnar wandte sich \u00fcberrascht um und schaute dem Schwarm hinterher. Die Tiere schwirrten eine Weile durcheinander und lie\u00dfen sich dann in geb\u00fchrendem Abstand beim benachbarten Dock nieder.<\/p>\n<p data-p-id=\"7d3d35bc77ecf71a828dd64fbe7c899c\">Dann entdeckte er die Ursache f\u00fcr den Tumult. Oben am Mast, auf der Rah, war ein gro\u00dfer schwarzer Vogel gelandet und balancierte dort mit ausgebreiteten Schwingen.<\/p>\n<p data-p-id=\"13ebbc1159dce8ccd537fc2c59756640\">\u201ePack dich, Drecksvieh!&#8221;, schimpfte der Fischer und schleuderte die gerade gel\u00f6sten Seepocken in Richtung Tieres, verfehlte es aber. \u201eFlieg r\u00fcber in die Stadt!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"15c7f91c861a091320f600092a76908a\">Der Rabe lie\u00df sich nicht st\u00f6ren. Er legte seine Fl\u00fcgel zusammen, warf dem Fischer einen unbeeindruckten Blick zu und schien dann den Kutter eingehender zu begutachten.<\/p>\n<p data-p-id=\"015e4f2dccfb64145d3a46037b4403c7\">Egnar runzelte die Stirn. Raben sah man hier in der Gegend weit seltener als die majest\u00e4tischen schneewei\u00dfen M\u00f6wen. Gegen den strahlendblauen Himmel wirkte der Vogel dort oben auf dem Mast d\u00fcster und unheilvoll. Der Fischer hob eine Handvoll Schlick auf und versuchte noch einmal sein Gl\u00fcck, aber der nasse Sand prasselte auf dem Deck nieder, ohne sein Ziel zu treffen.<\/p>\n<p data-p-id=\"2eaef72da2bb47a08625b7f922384707\">Ach, das Vogelviech w\u00fcrde wohl selbst das Interesse verlieren und fortfliegen. Hier gab es nichts, was es sich holen konnte. Egnar zuckte die Achseln und widmete sich wieder der Kruste aus Seegetier.<\/p>\n<p data-p-id=\"0eaff5d3fcd86aa9bad0474e8de6d920\">\u201eIst das dein Schiff?&#8221;, fragte jemand nach einer Weile. Von oben.<\/p>\n<p data-p-id=\"e4f647fd8858efcba35920cf6d9f02ad\">Egnar blickte auf und wich erschrocken zur\u00fcck. Oben am Mast stand ein Mann mit schwarzen Gew\u00e4ndern, hielt sich an der Rahstange fest und hatte einen Fu\u00df in der schmalen Strickleiter, die hinauff\u00fchrte. Er blickte aufs Meer hinaus.<\/p>\n<p data-p-id=\"458e47ae7e050c723d4b4e82e49dd6ea\">\u201eBei den M\u00e4chten!&#8221; Egnar presste erschrocken eine Hand auf sein Herz. \u201eWo kommst du denn her?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bc52aa5becb8f31e22542ebc0fb83b7f\">\u201eVon S\u00fcden. Ich bin auf der Suche nach einem <em>keptyen<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7abbd5db227e834b84eaa78bc7de514f\">\u201eNach einem <em>keptyen<\/em>? Hier? Nach welchem denn?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"be42d64a55419874ac912b44f5748858\">\u201eDas ist mir verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig egal. Nach einem, der einen Passagier bef\u00f6rdern w\u00fcrde.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cdc77e3daebf7d4dc4b60ad68bb17225\">\u201eAber das &#8230; komm augenblicklich runter von meinem Mast! Was f\u00e4llt dir eigentlich ein?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8e1a4e54b1c0856bf7b79e4df5bc7ee9\">Der Schwarzgewandete kletterte hinab, schlenderte hin\u00fcber zu Reling und beugte sich dar\u00fcber. Von dort schaute er ruhig zu Egnar hinab. Sein Gesicht lag im Schatten seines Hutes verborgen.<\/p>\n<p data-p-id=\"eb674ff88e9b575cfdbde1f25fe0aa58\">\u201eWelchen Preis w\u00fcrdest du verlangen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5c2904f3e01771ed57361cd952685815\">\u201eAber wof\u00fcr denn?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"06746a598be20a5618f339d262a7c642\">\u201eDaf\u00fcr, mich mit deinem Schiff hinaus aufs Meer zu bringen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cc8db81864df66f724ef7017e979c75b\">\u201eHinaus aufs&#8230; mir scheint, du bist nicht hier aus der Gegend. Wenn du eine Reisepassage brauchst, warum suchst du dir nicht eine Mitfahrgelegenheit in Virhav\u00e9t, wie alle anderen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4316c6b27eb209673ed88bdbb2531c75\">\u201eWeil mir ein kleines Schiff wie deines reichen w\u00fcrde. Also, kommen wir ins Gesch\u00e4ft?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c5f1abe57d1b9efe8faa15fc270b1144\">Egnar z\u00f6gerte. Um Zeit zu gewinnen, steckte er seinen Spachtel umst\u00e4ndlich unter seinen G\u00fcrtel. Vielleicht hatte dieser seltsame Kerl, wie auch immer er es geschafft haben mochte, sich unbemerkt anzuschleichen, etwas Lohnendes zu bieten. \u201eKommt drauf an. Wo willst du denn hin? R\u00fcber zur Bucht, nach Emberbey?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4b8a3ca8848bb88a5a17734c21ac4508\">\u201eNein. Ich muss so nahe ans Chaos hinan wie m\u00f6glich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"319468f8e7fb86cbad6c56113e05ba4e\">\u201eWas? Wieso?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d464e97b459e478b5fd298df179b6210\">\u201eDas spielt keine Rolle.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"618478cebf888fd1af5475e820c9915f\">Der Fischer lachte sp\u00f6ttisch auf. \u201eBis zum Rand des <em>Chaos<\/em>? Und da kommst du zu <em>mir<\/em>? Versuch dein Gl\u00fcck in der Stadt, da gibt es genug Verr\u00fcckte, die sich auf so einen Irrwitz einlassen w\u00fcrden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8e4bde0a4d91f24c640a80c644136dbb\">\u201eTats\u00e4chlich?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e42ecf3fee06d3fabbde38f82309817a\">\u201eNat\u00fcrlich! Du brauchst nur ein einer der Spelunken in der Nordstadt ein paar M\u00fcnzen springen lassen und schon hast du ein Dutzend <em>keptyenay<\/em>, die dich an Bord nehmen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"af9cbd217eab1938891e4b72f749cba7\">\u201eIch glaube, ich w\u00fcrde mich lieber dir und deinem Boot anvertrauen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"907bdbc87e8ac44b2db11c33142bfdf2\">Der Fischer seufzte.<\/p>\n<p data-p-id=\"2c988b6b58f77f9460e36ae3cdafd29f\">\u201eH\u00f6r mal zu. Ich wei\u00df nicht, wer du bist und woher du kommst und was du im Schilde f\u00fchrst. Aber mit mir machst du keine Gesch\u00e4fte. Zum einen ist das hier nur ein bescheidener kleiner Krabbenf\u00e4nger. Damit fahre ich nicht weiter als knapp \u00fcber die Wassergrenze. Und zum anderen bin ich hier noch mindestens zwei Tage mit den Seepocken besch\u00e4ftigt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b0e34fc0ff522278a34754e32bd506d0\">Der Fremde legte seine H\u00e4nde auf die Reling. Egnar glaubte, einen perlmuttfarbenen Schimmer \u00fcber den Rumpf huschen zu sehen, sicher ein zwischen den Wolken verirrter Sonnenstrahl. Die Seepocken fielen mit einem satten Klatschen in den Schlick. Die Seev\u00f6gel schossen herbei und feierten ein z\u00fcgelloses Gelage unter dem Kutter.<\/p>\n<p data-p-id=\"a4b358308e124273eb2a0e5937e41791\">Egnar blickte auf. Der Fremde verschr\u00e4nkte die Arme und neigte sich wieder hinab.<\/p>\n<p data-p-id=\"2db704f37a3c92c99fba0ece59d42257\">\u201eUnd was die Wassergrenze betrifft, &#8221; sagte er, \u201ebesteht weder f\u00fcr dich noch dein h\u00fcbsches Schiffchen Gefahr. Ich werde dich auch nicht von deiner Arbeit abhalten. Ganz im Gegenteil. Auf dem Weg werden dir &#8211; m\u00f6glicherweise &#8211; genug Seefische f\u00fcr den Winter ins Netz gehen. Wer kann das schon sagen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c16575c436b029f598aef59b43e1f546\">\u201eWer oder was bist du?&#8221;, wisperte der Fischer.<\/p>\n<p data-p-id=\"c002770c6b51765825a4773db0c7914b\">\u201eJemand, vor dem du und deinesgleichen sich nicht f\u00fcrchten muss. Im Gegenteil.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"45a8078b8a6380c7dbb421a8c1111ff2\">\u201eDu bist ein Schwarzmantel, nicht wahr? Bei den M\u00e4chten! Ich dachte, die Zeiten seien ein f\u00fcr allemal vergangen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1eea34c238bad2a5129a9e0f22e7ff98\">\u201eIch bin in erster Linie jemand, der Hilfe erbittet. Und du scheinst mir eine vertrauensw\u00fcrdigere Wahl zu sein als irgendein <em>keptyen<\/em> aus einer verrufenen Spelunke, der versuchen w\u00fcrde, mich um ein paar Geldst\u00fccke willen auf offenem Meer \u00fcber Bord zu werfen. Ich bin mir einigerma\u00dfen sicher, dass dir so eine Unvernunft nicht einfiele.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"63eb6de1ef4d0962baef47c995dd124a\">\u201eAber was bei den M\u00e4chten willst du an der Wassergrenze? Was gibt es da f\u00fcr dich zu schaffen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a85f468a75c2fcca4e6401b3c3e518fa\">\u201eDas, mein Freund, ist etwas, was du nicht zu wissen brauchst. Aber du musst es ebenso wenig f\u00fcrchten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"469f22a288575cc0072d6864561472fd\">\u201eUnd wenn ich mich weigere?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"38d07a2f0b245316db3f7a11e5297078\">\u201eIch kann dich nicht zwingen. Es w\u00e4re lediglich schade, wenn ich anderswo fragen m\u00fcsste. \u00dcbrigens, wo finde ich die Besitzer der Boote dort dr\u00fcben? Ich habe nicht wirklich Verwendung f\u00fcr Geld, und ich w\u00fcrde es gern jemanden anvertrauen, der etwas damit anzufangen wei\u00df.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e62e3a7732f97752cfaab2132f5a9e58\">\u201eOh, Ilf ist vermutlich auf seinem Feld hinter den D\u00fcnen, und Pjerga ist&#8230;&#8221; Egnar begriff, unterbrach und besann sich. \u201eAch, den M\u00e4chten m\u00f6ge es egal sein,&#8221; seufzte er.<\/p>\n<p data-p-id=\"dd5908a9520e27170d63f5e910ca90db\">\u201eSehr sch\u00f6n. Was ist dein Preis?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4c588d5fc862cba9d9834b9db2d6e0e5\">\u201eWas kannst du mir anbieten?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"273a1346c90d72ad464491c5bbea6a44\">\u201eIch habe Silber und Kupfer im Wert von drei Goldm\u00fcnzen bei mir. Wenn das nicht reicht, kann ich dir vielleicht zus\u00e4tzlich einen Wunsch erf\u00fcllen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"edb530a3ec69b6982046911d04c775d3\">\u201eEinen Wunsch erf\u00fcllen? Seit wann erf\u00fcllen Schwarzm\u00e4ntel W\u00fcnsche?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b2a1a0b5ac1666191385c6833287729f\">\u201eDu hast recht. Das liegt nicht in unserer Natur. Also, was willst du? Ein volles Netz? Irgendwelche anderen Dinge?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3797a5ada964ef94eedb0ddb5ea80690\">Der Fischer schaute zwischen seinem Schiff, den D\u00fcnen und der Burg hin und her.<\/p>\n<p data-p-id=\"35552dbb4de5530c4c01b54c2659e9d7\">\u201eDu meinst das alles wirklich ernst? Da ist kein \u00fcbler Trick dabei?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b2f75e16ee18da73e8ee544b6c75ddd1\">\u201eNein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a3031e48fd83ac8be6be4e26e53106f9\">\u201eAuch, wenn es ein &#8230; ungew\u00f6hnlicher Wunsch w\u00e4re?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"824138d6a32204148c8bc83862a10712\">Der Fremde wirkte belustigt. \u201eWarum nicht? Lass h\u00f6ren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"defc93c5bca612f9df13c88a2262b6e3\">\u201eAlso, wir haben da diesen <em>teirand<\/em>, Asga\u00fd von Spagor &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"563397169a1b5085445d914c01521988\">\u201eVon dem h\u00f6rte ich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f00f468ba5dcd5c7e9fd9e8678a1b5d3\">\u201eHast du auch schon geh\u00f6rt, wie es mit uns hier steht, seit der alte <em>teirand<\/em> hinter den Tr\u00e4umen ist?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2910e67fead3a6c70ad652db50da22cd\">\u201eMir kam zu Ohren, dass der junge <em>teirand<\/em> euch etwas &#8230; vernachl\u00e4ssigt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"841fc1c21edd5daf3f632a6ee87f8367\">\u201eMeine <em>h\u00fdardora<\/em> arbeitet als W\u00e4schemagd in der Burg. Gestern hat sie erz\u00e4hlt, der <em>teirand<\/em> und <em>yarl<\/em> Emberbey h\u00e4tten einen heftigen Streit gehabt. Und wenn der <em>yarl<\/em> schon das Wort gegen seinen<em> teirand<\/em> erhebt &#8230; m\u00fcssen wir uns dann nicht Sorgen machen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f681d539b7a8a03688559230e4cbdaa9\">\u201eSorgen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cebcac1437bf274a2a3416b2c35af360\">Egnar zuckte die Achseln. \u201eNa ja. Sieh mal &#8230; wir haben hier ein sehr friedliches Leben. Bescheiden, aber friedlich. Mir gef\u00e4llt&#8217;s hier. Mein Vater und mein Gro\u00dfvater sind schon von hier aus ausgefahren, als die Familie Spagor das <em>teirandon<\/em> \u00fcbernahm. Es hie\u00df, solange das Haus derer von Spagor \u00fcber uns wacht, w\u00fcrde kein Unheil geschehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4eec50ffdd904c0aa551d5dc78a62e9b\">\u201eIch verstehe. Du willst, dass jemand deinen <em>teirand<\/em> an seine Pflichten gemahnt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"05e6be1b4b39f122c394473fd9697af2\">\u201eIn den M\u00e4rchen, die meine Gro\u00dfmutter fr\u00fcher erz\u00e4hlt hat, hie\u00df es, dass in alten Zeiten die <em>teiranday<\/em> viel auf den Rat von weisen Schwarzm\u00e4nteln gegeben haben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7e84cd30184343a0fc396868405e9ace\">\u201eSo. In M\u00e4rchen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"22e474b9fbce9bfae2517ed7f6356e6c\">\u201eStimmt&#8217;s etwa nicht so?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fb67084690fa8b9455254320b6357a2b\">\u201eWie k\u00e4me ich dazu, eine ehrw\u00fcrdige Gro\u00dfmutter einer L\u00fcge bezichtigen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d0d53abb879b06d9490537a15bd061da\">\u201eNa ja &#8230; es ist lange her.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"aafebd2ba1a637a4c2f80a83f939def0\">Der Schwarzgewandete schien einen Moment nachzudenken.<\/p>\n<p data-p-id=\"5ca6555396167588d0f5e68541d48266\">\u201eIch schaue mir deinen <em>teirand<\/em> an und schaue, was ich tun kann.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1dc0dfc3beaa738517171ed12efdbae4\">\u201eWenn du das machst&#8221;, sagte Egnar, \u201efahr ich dich mitten ins Chaos hinein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5f20917220c808efb1d09765f946fb39\">Der Fremde senkte das Haupt und trat von der Reling zur\u00fcck. Nur einen Lidschlag sp\u00e4ter flatterte der Rabe kr\u00e4chzend davon und schreckte erneut die Wattv\u00f6gel auf, sodass Egnar inmitten eines Geflirrs von Fl\u00fcgeln und Schn\u00e4beln verst\u00f6rt stehen blieb. Als sich der Wirbel nach einigen Augenblicken legte, fragte Egnar sich, ob er all das eben nur getr\u00e4umt hatte. Aber der blanke Rumpf des Kutters belehrte ihn eines Besseren. Der Fischer schauderte und rieb sich die Augen. Aber das Boot blieb sauber und tadellos, wie an dem Tag, an dem sein Vater es vom Stapel gelassen hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"7d7c227cf9e3bc3da7999f39b6107eae\">***<\/p>\n<p data-p-id=\"9b12fe56e2a3d140e06d06c14a35d5a1\">Am zweiten Abend, nachdem sie sich von <em>yarl<\/em> Altabete verabschiedet und den Weg zum Meer eingeschlagen hatten, war es Wa\u00fdreth Althopian schlecht gegangen. Sehr schlecht.<\/p>\n<p data-p-id=\"07d331978dffda5bbf23b712b8ac0bb0\">Sie waren nur eine kurze Weile von der n\u00e4chsten Herberge entlang der Hauptstra\u00dfe gen Virhav\u00e9t entfernt, als es Isan auffiel, dass ihr Herr zun\u00e4chst noch wortkarger wurde, als er sich ohnehin gab, und schlie\u00dflich ganz verstummte. Zuerst nahm sie an, er wolle mit seinen Gedanken f\u00fcr sich sein und lie\u00df ihn vorausreiten. Das war zur Stunde der einsetzenden Abendd\u00e4mmerung. Dann bemerkte sie, wie sich seine Haltung ver\u00e4nderte. Mehr und mehr sank er im Sattel zusammen, begann zu schwanken und zuckte immer wieder auf.<\/p>\n<p data-p-id=\"d7874b43409e854f3c23a26b6effb6ab\">\u201eHerr!&#8221;, rief Isan geistesgegenw\u00e4rtig aus. \u201eDie F\u00fc\u00dfe aus den Steigb\u00fcgeln! Lasst die Z\u00fcgel los!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5bf71ad6ea3a1939c1a02e8054ed21a9\">Er hatte ihre Stimme wohl gerade eben noch geh\u00f6rt. Dann erschlafften all seine Muskeln. Er rutschte aus dem Sattel und schlug hart zu Boden, den M\u00e4chten sei es gedankt, am Rande einer weichen, \u00fcppigen Wiese. Das Pferd scheute und galoppierte, seines Gewichtes unvermutet entledigt, einige Spr\u00fcnge weit fort; gl\u00fccklicherweise, ohne dass der Ritter an Sattel oder Zaum verheddert, mitgeschleift wurde.<\/p>\n<p data-p-id=\"19e70953ca947df9ae7cf5a1607a2f1c\">Isan z\u00fcgelte ihr Maultier, stieg ab und war rasch an seiner Seite.<\/p>\n<p data-p-id=\"3bc579db3a9bba857679ad496922699e\">\u201eBei den M\u00e4chten, Herr!&#8221;, rief Isan aus. \u201eWas ist mit Euch?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ad2fbef8329606cf74fad8f99806ff14\">\u201eIch denke, ich sterbe&#8221; kam es \u00fcber seine Lippen. Die waren so spr\u00f6de und trocken, dass sie bereits blutig aufsprangen. Sein Gesicht war blass wie frischer K\u00e4se, seine Augen rot unterlaufen. Isan erschrak.<\/p>\n<p data-p-id=\"33829c6dabdb28833db84a22940a230e\">Dann w\u00fcrgte er. Es gelang Isan gerade noch, ihn beiseite zu drehen und seinen Oberk\u00f6rper auf ihr Knie zu lagern, damit er sich nicht wieder selbst besudelte.<\/p>\n<p data-p-id=\"b5d6fe535339eb5d161a0eef90cfefdd\">Als der erste Anfall \u00fcberstanden war, schloss er die Augen und schluchzte lautlos.<\/p>\n<p data-p-id=\"acf84acd7fa27f645b147acec7bcea3e\">\u201eEs ist alles in Ordnung, Herr. Ihr m\u00fcsst Euch vor mir nicht genieren. Ich habe nach Zechgelagen in Valvivant schon erheblich peinlichere Dinge gesehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3eced0f15ab4e226c50ede39043c76ca\">\u201eEs ist so <em>dem\u00fctigend<\/em>&#8220;, brachte er hervor. \u201eNie zuvor habe ich mich besoffen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"809db2c81603a2501618c39e31e48960\">\u201eIch bin nicht Eure <em>yarlara<\/em>. Niemand sieht uns zu. Was wollt Ihr? Wonach ist Eurem K\u00f6rper?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0d58084d5be48a07ae24fca7d2a9e1f6\">\u201eMir ist so hei\u00df. Ich verdurste&#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a2d52c25289df2c35aeda43f9373846b\">\u201eNein, tut Ihr nicht. Wir hatten am letzten Brunnen getrunken und die Tiere getr\u00e4nkt. Aber ich hole Euch Wasser. Bleibt liegen und versucht, Euch nicht zu \u00fcbergeben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0c339c78cf0dee41c7db1554cf1b804c\">Sie erhob sich und holte ihren Trinkschlauch vom Sattel ihres Maultieres. Auch das Pferd war zwischenzeitlich zur\u00fcckgekehrt. Isan war froh, dass die Ritter ihre Pferde dahingehend ausbildeten, gest\u00fcrzte Reiter nicht im Stich zu lassen. Jetzt auch noch den Gaul einfangen zu m\u00fcssen, h\u00e4tte ihr nicht gepasst.<\/p>\n<p data-p-id=\"fa82dc5d3f0019d9e56acd5b95c6197f\">Althopian trank, als sei er tats\u00e4chlich v\u00f6llig ausgetrocknet. Aber er konnte das Wasser nicht bei sich behalten. Obwohl er \u00fcber die Hitze jammerte, war der Schwei\u00df auf seiner Stirn eiskalt.<\/p>\n<p data-p-id=\"f8c0f31316e4e52f4c09f8a71e0f9eb6\">Isan probierte bis zum Einbruch der Dunkelheit alles aus, was ihr an schnell wirkenden Mitteln einfiel, aber keine ihrer Tinkturen und Pulver kam lange genug \u00fcber Althopians Zunge, um irgendeine Wirkung zu zeigen.<\/p>\n<p data-p-id=\"cdba6cb0453e067ba83f53ae2b593afe\">Es blieb ihr wohl nichts anderes \u00fcbrig. Sie hatte gehofft, es zu vermeiden, aber es war mehr als offensichtlich, dass der wehrlose Zustand des Ritters eine Sp\u00e4tfolge dessen war, was der Rotgewandete ihm in Valvivant kredenzt hatte. Die junge <em>doayra<\/em> f\u00f6rderte die kleine Kalebasse und ein Tonbecherchen aus ihrer Tasche zutage. Die Fl\u00fcssigkeit war rubinrot und duftete tats\u00e4chlich wie ein s\u00fc\u00dfer, schwerer Wein. Sie roch keine auff\u00e4lligen Aromen, die auf wirksame Zus\u00e4tze hindeuteten.<\/p>\n<p data-p-id=\"cdf7a23706a9a09640efeee6bf44ddf5\">Sie fl\u00f6\u00dfte ihm davon ein und beobachtete dann interessiert, wie die Farbe in sein Gesicht zur\u00fcckkehrte. Nach einer Weile war er wieder in der Lage, sich aufzusetzen und schlie\u00dflich aufzustehen.<\/p>\n<p data-p-id=\"01a82e9af069e061a4e5964ae7975216\">Schweigend verkorkte sie die Kalebasse wieder. Sie mussten nicht dar\u00fcber reden. Ihnen beiden war klar, was der Rotgewandete ihnen zu verstehen gegeben hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"3ed35db45f903d87c09d2f9151a89c67\">\u201eVielleicht&#8221;, sagte er schlie\u00dflich, als sie wieder auf dem Weg waren und auf die letzten Strahlen der Abendsonne zuhielten, \u201ewar es etwas \u00c4hnliches, was die ersten Ritter der verwaisten <em>teiranda<\/em> gef\u00fcgig machte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1d6192a80e829342c9d9c1d982a983d4\">\u201eUnd nun?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"40451abba3ed40c3ddf3d1b7ad5873e7\">\u201eIch bin ersch\u00f6pft. Lass uns in der n\u00e4chsten Herberge einkehren. Ich muss schlafen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fac9f25ead58be21395422f83bd1660b\">\u201eNat\u00fcrlich, Herr. Aber was tun wir f\u00fcr den Rest des Weges? Es ist nicht gut, wenn Euch dies fortan immer wieder qu\u00e4lt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6f138cf05aa6a43ef42e9dc4ab317c5f\">\u201eIch werde ab heute jeden Tag davon trinken. Einen halben Becher vielleicht. So lange, bis ich meinen Pakt eingel\u00f6st habe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"eca2a67e78c090cd3bba1b4735fcd4ae\">\u201eDas gef\u00e4llt mir nicht, Herr.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"37c3166125606e817bf24eeffcaecd55\">\u201eEs muss dir nicht gefallen. Aber mir bleibt wohl keine Wahl, wenn ich das hier in W\u00fcrde und Ordnung beenden soll &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cbfbe0d2cafefa0aed69283a92c4741b\">\u201eSagt mir, Herr &#8230; ist es das wert? Was habt ihr mit dem Lichtw\u00e4chter ausgehandelt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e35c3a19c92c86c844149697dc3841a1\">\u201eEs wird die Sache wert sein. Mehr darfst du mich nicht fragen. Ich darf es nicht sagen und es k\u00f6nnte dir schaden, es zu wissen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"eb7530b29fdf37fac29cad70b0adcf52\">Sie senkte den Blick. \u201eIch verstehe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1152dbaa98551dbd2a40dbd47a329453\">\u201eBis nach Spagor sind es vier Tagesreisen ab morgen. Noch kannst du dich entscheiden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"04531e9f5ebe6d5efa753f0efb9cf3f5\">\u201eIch brauche keine Entscheidung, Herr. Ich lasse Euch nicht allein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"72492d77581997dbd8f16a1842fcbeab\">Wieder schwiegen sie eine Weile. Dann sagte er: \u201eIch wei\u00df nicht, wie ich dir deine Treue vergelten kann. Ich bin weit davon entfernt, sie zu verdienen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"294a1ca98ab5e2d465f9e0b8c50762ad\">Sie err\u00f6tete. Er ritt wieder voraus.<\/p>\n<p data-p-id=\"bc46d17ab805a8c7dc52fcb0a356868c\">Wie er es sich zur Gewohnheit gemacht hatte, nahm er dabei den sonderbaren Kompass zur Hand, den der Rotgewandete ihm gegeben hatte und war einen Blick darauf. In den vergangenen Tagen hatte sich dabei nichts Besonderes gezeigt. Das war nun anders.<\/p>\n<p data-p-id=\"df4de8ccafff204bc0c4c6541d4220cb\">Die Scherbe zeigte gen Norden.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/schattenherz-oder-die-ergaenzte-seele-band-1\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-2137","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-01_schattenherz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2137","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2137"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2137\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3902,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2137\/revisions\/3902"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2137"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2137"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2137"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}