{"id":2136,"date":"2025-08-24T23:07:39","date_gmt":"2025-08-24T21:07:39","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2136"},"modified":"2025-09-01T09:56:04","modified_gmt":"2025-09-01T07:56:04","slug":"058-emberbey-ist-besorgt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/24\/058-emberbey-ist-besorgt\/","title":{"rendered":"058: Emberbey ist besorgt"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SH_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1991\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"ebe87b564e92e8bd9452c23c6adf2971\">Die Burg, auf der der <em>teirand<\/em> Asga\u00fd Spagor residierte, wirkte auf den ersten Blick uninteressant. Auf den zweiten Blick bemerkte man, dass dem tats\u00e4chlich so war. Das Geb\u00e4ude in den D\u00fcnen lag nur einen halben Tagesritt von der Hafenstadt Virhav\u00e9t entfernt. Es bestand im Wesentlichen aus einem dreigeschossigen Wohngeb\u00e4ude mit aufgesetzten, zus\u00e4tzlichen T\u00fcrmchen an den Ecken, an das im spitzen Winkel Stallungen und ein Wirtschaftsgeb\u00e4ude angebaut waren. Alle diese Bauten waren schlicht und zweckm\u00e4\u00dfig, ohne Prunk. Die Geb\u00e4ude mit den dicken Au\u00dfenw\u00e4nden aus verputztem Ziegelstein waren zugleich ihre eigenen Burgmauern, den Innenhof erreichte man durch ein Tor an der Landseite.<\/p>\n<p data-p-id=\"8f71674e9ca81a1f426d1a6d29839a7f\">Dennoch bot der Herrschersitz einiges mehr an Wohnkomfort als so mancher Palast. Das hatte einen simplen Grund: Die Festung derer von Spagor war ein Neubau, der aus den Ruinen der urspr\u00fcnglichen Bastion entstanden war, die in den Chaoskriegen ein Raub der Flammen geworden war. Das hatte zur Folge, dass die <em>yarlay<\/em> des <em>teirand<\/em> wesentlich imposantere und trutzigere, aber veraltete Burgen bewohnten. Die Herren von Spagor waren \u2013 in Generationen betrachtet \u2013 noch nicht lange an der Macht. In den Kriegswirren war damals der junge <em>yarl<\/em> Spagor, <em>mynstir<\/em> des verstorbenen alten <em>teirand<\/em>, dem der Krieg s\u00e4mtliche Nachkommen auf einen Streich geraubt hatte, auf dessen Thron nachger\u00fcckt. Irgendjemand musste die undankbare Aufgabe bew\u00e4ltigen, in jenen schrecklichen Zeiten den Schutzbefohlenen einen Halt zu geben. <em>Yarl<\/em> Spagor machte seine Sache gut.<\/p>\n<p data-p-id=\"63e87e577934a0df48f3125ef7f29834\">Den M\u00e4chten gedankt, war der ehemalige <em>mynstir<\/em> ein gerechter, kluger und diplomatisch handelnder Herr gewesen, unter dessen Hand wieder Stabilit\u00e4t und Frieden am Meer einkehrten. Der alte Wohlstand und Reichtum hingegen waren in dem <em>teirandon<\/em> im Norden nicht wieder in vollem Ma\u00dfe geg\u00f6nnt. Einen Gro\u00dfteil davon hatte die florierende Stadt Virhav\u00e9t abgefangen, die in kurzer Frist zu einem bedeutenden Hafen- und Handelszentrum geworden war. Virhav\u00e9t war nicht so riesig und reich wie Aur\u00f3p\u00e9a am anderen Ende der Welt. Aber das, so waren die Bewohner und <em>vendyray<\/em> von Virhav\u00e9t \u00fcberzeugt, w\u00e4re nur eine Frage der Zeit. Einige <em>yarlm\u00e1lon<\/em> im Westen, die nach den Kriegen in Tr\u00fcmmern gelegen hatten (darunter das damalige <em>yarlm\u00e1lon<\/em> Spagor), hatte die Stadt bereits verschlungen. Alles andere w\u00fcrden die M\u00e4chte regeln. Der junge <em>teirand<\/em>, so glaubte man in den Ratsstuben der Stadt, w\u00fcrde fr\u00fcher oder sp\u00e4ter den Anspruch auf sein Land gegen irgendetwas N\u00fctzliches tauschen. Es galt nur, den richtigen Moment abzupassen.<\/p>\n<p data-p-id=\"26e14f78e77485375d899d8383d95f42\">Besagter <em>teirand<\/em>, Asga\u00fd Spagor sa\u00df zwischen den Zinnen des zweckm\u00e4\u00dfigen Wehrgangs auf dem Dach des Palastgeb\u00e4udes, blickte auf die untergehende Sonne im Nordosten und f\u00fchlte sich poetisch. Er hatte eine Laute auf den Knien und zupfte befl\u00fcgelt an den Saiten herum.<\/p>\n<p data-p-id=\"612a0a7b3d19e62843779f2fe4f162f0\"><em>Yarl <\/em>Alsg\u00f6r Emberbey konnte das kaum mit ansehen, so sehr missfiel ihm der Anblick des jungen <em>teirand<\/em>. Seinen eigenen S\u00f6hnen, so die M\u00e4chte ihm in ihrer Gnade bald welche schenken sollten, w\u00fcrde er eine solche Nachl\u00e4ssigkeit nie und nimmer durchgehen lassen. Es war eine Schande!<\/p>\n<p data-p-id=\"40f2bb9ac17dcef776d8e3b22c5ceb61\">Der <em>mynstir<\/em> wandte sich von seinem Herrn ab und schaute der Sonne hinterher. Von seiner eigenen Burg aus h\u00e4tte er nun den Blick auf einen herrlichen Sonnenuntergang, auf das Wasser der Bucht, in diesen letzten Stunden des Lichtes klar wie goldener Honig.<\/p>\n<p data-p-id=\"f3bf0301700fb9870dcb7a7872999985\">Nicht, dass er nach all dieser Zeit davon noch still \u00fcberw\u00e4ltigt gewesen w\u00e4re. Doch es war ihm zu Ohren gekommen, dass <em>b\u00e1chorkoray<\/em> ausgerechnet sein <em>yarlm\u00e1lon<\/em> aufgrund dieses Naturschauspiels als eines der sch\u00f6nsten an der K\u00fcste besangen. Aber spielte das eine Rolle, wenn die Ordnung der Dinge sich durch das Lotterleben der <em>teirand<\/em> so zu verschlechtern drohten? Dass man sich in den \u00f6stlich gelegenen <em>teirandon<\/em> \u00fcber seinen Herrn Gedanken machte, war bekannt. Die Mehrheit der <em>teiranday<\/em> und <em>yarlay<\/em> bel\u00e4chelte den jungen Regenten. Andere, auch wenn sie es nicht laut aussprachen, mochten &#8230; Gelegenheiten erkennen und nur noch nicht wissen, wie sich diese anpacken lie\u00dfen.<\/p>\n<p data-p-id=\"6aa9a14f6ec95c878ba9c78b572061f7\">Wie lange brauchte Althopian wohl noch, um seine Reise zu beenden? Die Zeit wurde knapp!<\/p>\n<p data-p-id=\"b5675787f4be64f200da2e75356969ed\">Alsg\u00f6r Emberbey kannte nicht alle Details, die sich hinter der Abenteuerfahrt des j\u00fcngeren <em>yarl<\/em> verbargen. Er wusste, dass die <em>yarlay<\/em> von Wijdlant Bedarf an einer Zusammenkunft angemeldet hatten, offenbar an ihrer <em>teiranda<\/em> vorbei. Das war suspekt, denn Wijdlant galt seit langem als wunderlich isoliertes <em>teirandon<\/em>. Man h\u00f6rte, dass es mehr und mehr verwahrloste und gerade noch im Stande war, seine Bewohner zu ern\u00e4hren; andererseits auch zu vermeiden wusste, dass sich jemand in die Geschicke einmischte. Was f\u00fcr ein Gedanke, wenn die <em>yarlay<\/em> von Wijdlant ein ganz \u00e4hnliches Problem mit ihrer Herrin h\u00e4tten wie er und Althopian mit dem ihren! Wenn sogar ihr <em>mynstir<\/em> bei der Sache mitmischte!<\/p>\n<p data-p-id=\"7d46aba0a00e471816dd0658cc1aff04\">Alsg\u00f6r Emberbey seufzte. Wie gut w\u00fcrde es ihm gefallen, sich einer Allianz mit den <em>yarlay<\/em> von Wijdlant anzuschlie\u00dfen. Die Herren von Emberbey hatten schlie\u00dflich nicht \u00fcber Generationen ihr Blut und Gl\u00fcck f\u00fcr ihre <em>teiranday<\/em> geopfert und schweres Leid und Unrecht daf\u00fcr erdulden m\u00fcssen, nur damit sich jetzt der amtierende Herrscher als verantwortungsloser Tunichtgut erwies.<\/p>\n<p data-p-id=\"bbe32ba432f1180467f2b0edc8476529\">Asga\u00fd Spagor lie\u00df sich die Brise durch seine blonden, zum Zopf gebundenen Haare wehen und schien von der resignierten Miene seines Gefolgsmanns g\u00e4nzlich unbeeindruckt. Seit dem gro\u00dfen Wortgefecht, das Emberbey mit ihm ausgetragen hatte, hatte der junge <em>teirand<\/em> nicht mehr mit dem \u00e4lteren Ritter gesprochen.<\/p>\n<p data-p-id=\"7b76140cc883337d1a7a43da5e080496\">Im Nachhinein, so dachte Emberbey, h\u00e4tte ihn sein unbeherrschtes Auftreten vor einem echten <em>teirand<\/em> umgehend den Kopf gekostet. Aber der junge Mann hier &#8230; der hatte lediglich verst\u00f6rt dreingeschaut und sich dann, die T\u00fcr hinter sich zuschlagend, in seine Gem\u00e4cher verzogen, wie ein bockiger Knabe. Und er, der angesehene und respektierte <em>yarl<\/em> Emberbey hatte da gestanden, unter den peinlich ber\u00fchrten Blicken des Hausgesindes. Es war dem\u00fctigend gewesen.<\/p>\n<p data-p-id=\"e1602ef7979c7dc3fa0d46e1dca09bbe\">Bei den M\u00e4chten, sollten er und Althopian etwa ausbaden, was der alte <em>teirand<\/em>, m\u00f6ge er hinter den Tr\u00e4umen seinen Frieden finden, an seinem Sohn vers\u00e4umt hatte, ihm einzubl\u00e4uen?<\/p>\n<p data-p-id=\"4b64ad66c34d549765b194e37c5c2fce\">Der <em>yarl<\/em> kam n\u00e4her. Nein. Er wollte nicht ungerecht sein. Asga\u00fd Spagor war kein schlechter Mensch, das ganz gewiss nicht. Aber ein <em>teirand<\/em> &#8230; nein, das war er auch nicht. Der junge Mann war gut erzogen und intelligent. Einen zuverl\u00e4ssigen Dienstmann, einen <em>mynstir<\/em> oder vielleicht Amtmann w\u00fcrde er abgeben. M\u00f6glicherweise auch einen passablen Musiker, wenn auch das Geklimper f\u00fcr Emberbeys Geschmack recht dissonant klang. Aber ein <em>teirand<\/em> &#8230; nein. Das war er nicht. Wenn er und Althopian sich noch so anstrengten \u2013 aus zartem Glas lie\u00df sich kein Schwert schmieden.<\/p>\n<p data-p-id=\"abf358d95fdf2ad150b8a5683000db67\">\u201eKommt Ihr, um Euch zu entschuldigen, Emberbey?&#8221;, fragte Asga\u00fd Spagor, ohne von seinem Instrument aufzublicken.<\/p>\n<p data-p-id=\"e89ea94d96776b6ef57070e9e45e39f5\">\u201eEs war unbeherrscht von mir, Euch vor all den Leuten Vorhaltungen zu machen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4d820a464297962654ad3e1f1a391cbf\">\u201eOh. Gut. Ich verzeihe Euch den Auftritt. Und jetzt k\u00f6nnen wir die Sache wieder vergessen, ja?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5d4cdecc4d523b0d78af25161a66f89c\">\u201eVergessen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4b9388d91a16d2a3b64f91afe4d01d0a\">\u201eIch vergesse, dass Ihr mich getadelt habt, und Ihr erinnert Euch daran, dass ich nie wieder davon h\u00f6ren will. Ich bin nicht mein Vater!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"82ebda662362c4b6184aab0276c75012\">\u201eDas habe ich zu keiner Zeit behaupten wollen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a01da4a3c4b832a3dc0237c09195691a\">\u201eDann ist es ja gut.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"33deabfc90e31e96dd7e57e94734c431\">Er klimperte weiter. Der <em>yarl<\/em> blieb ratlos eine Weile neben ihm stehen. Gedankenverloren betrachtete er den schwarzen Vogel, der sich auf dem Dach des Eckt\u00fcrmchens niedergelassen hatte und den Schnabel unter den Fl\u00fcgel bettete. Bald w\u00e4re es zu dunkel zum Fliegen. Emberbey h\u00e4tte sich auch gern bald schlafen gelegt. Aber diese Sache hier musste er heute noch regeln.<\/p>\n<p data-p-id=\"563038fbc319ffc0c3faa677cee8026d\">\u201eHerr, ich m\u00f6chte Euch um Urlaub ersuchen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"79bc44d0f855430803fbd043fa925b5c\">\u201eDen sollt Ihr haben, sobald Herr Wa\u00fdreth wieder zur\u00fcckgekehrt ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ab0da74b94fad8bd7a174ee98614d569\">\u201eHerr, darauf kann ich nicht warten. Wenn alles wie verabredet geschehen ist, wird zur Mitte des n\u00e4chsten Mondes das Schiff aus Ov\u00e9stola die Bucht passieren und die Dame absetzen. Der Anstand gebietet es, dass ich sie nach der weiten Reise selbst begr\u00fc\u00dfe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ab7183946ad9c4e8937542d3f5ac5ae6\">\u201eAch, deswegen!&#8221; Das Gesicht des jungen <em>teirand<\/em> erhellte sich. \u201eIch hatte schon fast wieder vergessen, dass die Dame eingewilligt hatte, zu Euch zu kommen. Ihr solltet \u00f6fter \u00fcber solche Herzensdinge reden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"761e246ee4ffd21f2ac0b3846381b3ad\">\u201eIch w\u00fcsste nicht, was ich dar\u00fcber zu sagen h\u00e4tte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4f0c8f33c72046b02aff92328e3e3ce0\">\u201eAlso&#8221;, plauderte der <em>teirand<\/em>, \u201ewenn ich meine <em>h\u00fdardora<\/em> erwarten w\u00fcrde, mir wurde das Herz \u00fcbergehen vor Worten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"44e99bbfaf890a0fab241275e4177d1f\">\u201eWenn Ihr Euch hier und da ein wenig engagieren und Euch den Damen pr\u00e4sentieren w\u00fcrdet, dann w\u00fcrde ich Euch mit Freuden dabei zuh\u00f6ren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a415bafc11aa651d84ab9e57835f327b\">Der <em>teirand<\/em> err\u00f6tete. \u201eIch wei\u00df nicht recht &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"940cd8608ccb14b7c68e36cc89b7ab78\">Alsg\u00f6r Emberbey sah seine Chance. \u201eHerr, es w\u00e4re Althopian und mir selbst eine Herzensfreude, Euch bei einem <em>v\u00e1sposar<\/em> zu begleiten &#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ae21908e586848a30edf4ff71ef798dc\">\u201eAch, h\u00f6rt auf, Emberbey. Bei welchem Turnier habt Ihr Eure Dame denn beeindruckt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2fef6a30e04c808c024ac85612b222a0\">\u201eDas ist etwas anderes. F\u00fcr solche Dinge bin ich nicht mehr jung genug.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c935dc8aa3bad765c41743e1cb30c76e\">\u201eUnd was hat Euch in Eurer Jugend gehindert?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ffe23247e4a660c6af8f9dad47417236\"><em>Der bl\u00f6dsinnige Schwur, den dein Vater uns abgenommen hat, B\u00fcrschchen,<\/em> zuckte es durch Emberbeys Gedanken. <em>Und das wei\u00dft du ganz genau!<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"90e7f3965dc76959beffced0f9daa1d8\">\u201eEs ist, wie es nun einmal steht. Aber es \u00e4ndert nichts daran, dass ich der Dame H\u00f6flichkeit schulde. Ich habe nicht mehr so viel Zeit wie Althopian f\u00fcr solche &#8230; abenteuerlichen Dinge \u00fcbrig.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"191c7f773cb4434be1a0447c40f111c9\">\u201eUm der M\u00e4chte willen, meinetwegen. Dann packt Eure Sachen und bereitet der Dame ein herzliches Willkommen. Ich komme hier schon alleine zurecht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f2b43d94e5e2b148704f21d817a580c5\">Das bezweifelte der <em>yarl<\/em>. Aber er verbiss sich einen Kommentar.<\/p>\n<p data-p-id=\"28691ff5ddc5d07dad362cd924bec7ff\">\u201eWie ist sie?&#8221;, fragte der <em>teirand<\/em>. \u201eSo unter uns?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fc02acbb2a4e1758937ce454f4b3737a\">\u201eWer?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"011025489842bafc708081dab3a4df98\">\u201eDie Dame, Emberbey. Eure k\u00fcnftige <em>yarlara<\/em>!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c8c1a062aa34b306b1fadf92595a55ae\">\u201eIhre Mutter beschreibt sie mir als bescheiden, dem\u00fctig und artig. Sie hat eine ausgezeichnete Erziehung und Bildung genossen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7f706993f236e8e1f83106584665bf60\">\u201eIst sie h\u00fcbsch?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5d9a7a7a2a4906fd75b32c44846e541e\">\u201eDem Bild nach zu urteilen, das man mir zukommen lie\u00df, haben die M\u00e4chte sie reichlich mit Liebreiz beschenkt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8713bed8d0b6d169a254d54c64b661da\">Der <em>teirand<\/em> wandte sich wieder dem Sonnenuntergang und der Romantik zu. \u201eIch glaube, ich k\u00f6nnte das nicht. Ich glaube, Liebe sollte anders aussehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e54145cb4c62f86316b2f060f93171b1\">\u201eEs ist keine Liebe&#8221;, sagte der <em>yarl<\/em> gleichm\u00fctig. \u201eM\u00f6glicherweise wird daraus welche. F\u00fcr den Moment ist es ein Arrangement, das mich und meinen <em>maedlor <\/em>viel Zeit und Diplomatie gekostet haben. Und der Dame wird es den Wohlstand und den Respekt bringen, den ich ihr bieten kann.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"132af6286e50c84e449c56df375c44bf\">Der junge <em>teirand<\/em> schwieg.<\/p>\n<p data-p-id=\"9964ffe76e517ef7ab14e2af94e030d7\">\u201eDas Leben ist nicht so, wie es in &#8230; Romanen &#8230; beschrieben wird. Es gibt keinen fehl- und tadellosen Smaragdritter, keine vollkommene Rosendame. Keine von den M\u00e4chten bestimmte unsterbliche Liebe. Ich hoffe, diese Erkenntnis kommt Euch, bevor auch Euch nur noch diplomatische Korrespondenz \u00fcbrig bleibt, um Euer Haus zu erhalten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a3c5836898919dbfb3108ad6a4e39467\">\u201eNun haltet Ihr mir doch wieder einen Vortrag. Ich wette, Althopian w\u00fcrde anders dar\u00fcber denken.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f766aa2a1760dbf3b6673d7aa3ccc2df\">\u201eNicht mehr. Ich war dabei, als er Euch mit flammender Rede \u00fcberzeugen wollte, auf ein <em>v\u00e1sposar<\/em> zu gehen und auf taube Ohren stie\u00df. Ich wei\u00df, dass er eine Liste derartiger &#8230; Lustbarkeiten f\u00fchrt und von jedem <em>b\u00e1chorkor <\/em>aufdatieren l\u00e4sst, den er findet; alles f\u00fcr den Fall, dass Ihr zur Besinnung kommt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7af0184032020340b14f89cfef4eab51\">\u201eWas wollt Ihr beide eigentlich von mir? Ich bin kein Krieger! Und meine <em>h\u00fdardora<\/em> finde ich wohl selbst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"647e28d1b188fd5a63b8cc5e8410458d\">\u201eAber ihr seid unser <em>teirand<\/em>! Bei den M\u00e4chten, begreift doch endlich, dass das auch ein klein wenig Verantwortlichkeit mit sich bringt! Und Ihr dazu beitragen solltet, dass man Euch kennen und <em>ernst zu nehmen<\/em> lernt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"07814bd588924f640bdba58205cfd378\">\u201eEmberbey, Ihr fangt schon wieder Streit mit mir an!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0fe4beca83f5954b8f793c3b41c1537c\">\u201eSolange ich es bin, der sich streitet&#8221;, brach es aus dem <em>mynst\u00edr<\/em> heraus, \u201esoll es gut sein. Aber wollt ihr warten, bis Rodekliv oder Ferocriv\u00e9 mit ihren Leuten hier vor den Mauern auftauchen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c95b34d0fdcf3a295cf265813d5f6536\">\u201eIhr seht Gespenster! Warum sollten die Herren das tun?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"508919caf97a91dd8f8e387717d9e5d5\">\u201eWeil ich nicht immer hier sein werde, Majest\u00e4t! Und Althopian, so er von seine Reise zur\u00fcckkehrt, auch nicht. Wer wird f\u00fcr Euch einst die Kastanien aus dem Feuer holen, das andere entz\u00fcnden m\u00f6gen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2c8410700630b729c26a37b42b397d14\">Asga\u00fd Spagor erhob sich. \u201eIch habe niemanden darum gebeten, der <em>teirand<\/em> zu sein. Wenn es m\u00f6glich w\u00e4re, k\u00f6nnte diese Ehre von mir aus haben, wer will. Ihr vielleicht? Althopian? Nur zu! Vielleicht h\u00e4tte ich dann endlich meine Ruhe vor euch!&#8221; Er packte seine Laute und schritt an dem <em>yarl<\/em>, ohne ihn noch eines Blickes zu w\u00fcrdigen. \u201eGute Reise, Emberbey. Gr\u00fc\u00dft die Dame von mir.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d5829e8ab7e7b53e38b75b5684858121\">Er verschwand im Turmeingang und schlug die T\u00fcr hinter sich zu. <em>Yarl<\/em> Emberbey brauchte einen Augenblick, um sich zu sammeln. Dann nahm er den Weg durch den gegen\u00fcberliegenden Turm und lie\u00df den schlafenden Raben auf dem Dach allein zur\u00fcck.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/schattenherz-oder-die-ergaenzte-seele-band-1\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-2136","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-01_schattenherz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2136","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2136"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2136\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3903,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2136\/revisions\/3903"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2136"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2136"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}