{"id":2097,"date":"2025-08-24T22:03:20","date_gmt":"2025-08-24T20:03:20","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2097"},"modified":"2025-09-01T09:46:16","modified_gmt":"2025-09-01T07:46:16","slug":"037-von-dunkler-begierde-und-strahlendem-ruhm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/24\/037-von-dunkler-begierde-und-strahlendem-ruhm\/","title":{"rendered":"037: Von dunkler Begierde und strahlendem Ruhm"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SH_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1991\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"715482bf9af666092f1d9c8fc93850ed\">Wa\u00fdreth Althopian hatte f\u00fcr seine Reise einen anderen Weg gew\u00e4hlt als der Schattens\u00e4nger und seine Begleiterin, nat\u00fcrlich ohne es zu ahnen. Um das <i>teirandon<\/i> Valvivant zu verlassen, hielt er nicht geradewegs und querfeldein auf die Burg von Wijdlant zu, sondern w\u00e4hlte die offiziellen, befestigten Stra\u00dfen. Isan ahnte, was er damit bezweckte: Sollte Benjus von Valvivant ihnen jemanden nachschicken, der sich vergewisserte, ob der Ritter tats\u00e4chlich nach Norden unterwegs war, lie\u00df sich seine Spur ausreichend lange verfolgen, ohne dass Verdacht erwachte.<\/p>\n<p data-p-id=\"ff07ad6384b977a46ccc43265d7b3ff4\">Unterwegs lie\u00df der Ritter keine Gelegenheit verstreichen, die Menschen, die ihnen begegneten nach dem <i>camat&#8217;ay<\/i> und der <i>f\u00e1njula<\/i> zu fragen. Aber niemand wollte sie gesehen oder etwas Ungew\u00f6hnliches bemerkt zu haben. Vielen schien allein der Gedanke, ein Schwarzmantel k\u00f6nne durch die Welt streifen, absurd. Isan entging nicht, wie so mancher hinter dessen R\u00fccken den Kopf \u00fcber den Ritter sch\u00fcttelte.<\/p>\n<p data-p-id=\"9100930586bd2fd1615f5f07f81fa55f\">Das M\u00e4dchen dachte dar\u00fcber nach, ob der <i>yarl<\/i> sich m\u00f6glicherweise irrte. Vielleicht war der Schattens\u00e4nger \u00fcberhaupt nicht nordw\u00e4rts gegangen, sondern befand sich schon l\u00e4ngst jenseits des Montaz\u00edel, m\u00f6glicherweise auf dem Weg nach Aurop\u00e9a, um dort das zu beenden, woran vor ihm ein anderer gescheitert war. Das schauderhafte Gem\u00e4lde in der Halle von Valvivant hatte Isan in den vier Sommern, die sie dort verbracht hatte, t\u00e4glich vor Augen gehabt. Ohne Zweifel: Wenn sie die Gelegenheit dazu bek\u00e4men, w\u00fcrden die Schattens\u00e4nger die Regenbogenritter vernichten wollen. Dann w\u00fcrden Patagh\u00edu und Nokt\u00e1ma sich \u00fcber dem Weltenspiel zerstreiten. Und wer w\u00fcrde dann die Chaosgeister in ihren Schranken halten?<\/p>\n<p data-p-id=\"7781a069e98464ebba94adf2f70cafef\">Wa\u00fdreth Althopian w\u00fcrde schon wissen, was er tat. Abgesehen davon war es ganz bestimmt ohnehin das Beste, wenn sie beide am Ende gl\u00fccklich in seinem <i>yarlm\u00e1lon<\/i> anlangten, ohne gef\u00e4hrlichen Widersachern zu begegnen.<\/p>\n<p data-p-id=\"4c07ecb0ace5b93811d566fed086ff8a\">Und doch regte sich ein F\u00fcnkchen Neugier in dem jungen M\u00e4dchen, wann immer es sich ausmalte, was wohl geschehen w\u00fcrde, angenommen, dass der Schattens\u00e4nger pl\u00f6tzlich vor ihnen auftauchen w\u00fcrde. Ohne Zweifel w\u00fcrde der <i>yarl<\/i> \u2013 auf welchem Wege auch immer \u2013 den Sieg davontragen und den Unhold \u00fcberwinden. Andererseits &#8230; einem Schwarzmantel zu begegnen, barg eine gewisse Faszination. Althopian w\u00fcrde eine Dame besch\u00fctzen, selbst wenn es sich nur um ein <i>doayra<\/i>-Lehrm\u00e4dchen vor seinem f\u00fcnfzehnten Sommer handelte.<\/p>\n<p data-p-id=\"3ab3a9f807f749ccf2e08806c0f6b6db\">Weder Isan noch ihre Kameradinnen, nicht in Valvivant und nicht in Isans Heimatdorf h\u00e4tten es jemals zugegeben. Doch wenn sie Legenden \u00fcber Schattens\u00e4nger geh\u00f6rt oder untereinander weitererz\u00e4hlt hatten, waren sie alle auf eine wohlige Weise erregt gewesen.<\/p>\n<p data-p-id=\"881e4fc752bd1e3c4ad3130ae56a43f2\">Fr\u00fcher, daheim, bevor Isan nach Valvivant gegangen war, um zu lernen, hatten die Alten im Dorf an langen Winterabenden schaurige Geschichten von den Schwarzm\u00e4nteln erz\u00e4hlt. Wie sie einst aus heiterem Himmel auf den Schlachtfeldern auftauchten und ebenso schnell wieder verschwanden, scheinbar ohne ein Ziel zu verfolgen. Von den unheimlichen Begebenheiten, die geschahen, sobald einer von ihnen unter den Menschen auftauchte. Vom Unheil, das \u00fcber jene gekommen waren, die mit den Schattens\u00e4ngern einen Pakt eingegangen waren. Und immer wieder davon, dass selbst das keuscheste M\u00e4dchen, der untadeligste junge Mann angesichts ihrer <i>schieren Gegenwart<\/i> von \u00fcberw\u00e4ltigendem Verlangen ergriffen wurde. Wer sich von Schwarzgewandeten verf\u00fchren und sich hinrei\u00dfen lie\u00df, sich ihnen hinzugeben, w\u00fcrde dies mit einem Augenblick h\u00f6chster Begl\u00fcckung und seinem Leben bezahlen. Genaueres hatten die Erwachsenen nicht erkl\u00e4rt. Und gerade dieses Unausgesprochene hatte die Phantasie \u00fcber die Ma\u00dfen befl\u00fcgelt.<\/p>\n<p data-p-id=\"42bafb5845c339811c8c6e33e9dd688b\">Wenn Isan und ihre Freundinnen unter sich waren, hatten sie versch\u00e4mt err\u00f6tend gekichert, versucht, die Angst hinweg zu lachen, wenn das Gespr\u00e4ch darauf gekommen war. Sie hatten ihre <i>Vermutungen<\/i>.<\/p>\n<p data-p-id=\"4c2f0f2a4428368afb5667662648f4ec\">Aber was mochte wirklich daran sein, wenn die r\u00e4tselhafte Fremde sich dem Schwarzmantel unbehelligt n\u00e4hern konnte? Wa\u00fdreth Althopian hatte Isan best\u00e4tigt, die beiden Seite an Seite gesehen zu haben. Wie das seiner Meinung nach wohl zugehen mochte, warum die <i>f\u00e1njula<\/i> nicht augenblicklich vor Verlangen umkam, hatte Isan den Ritter nicht zu fragen gewagt. Das w\u00e4re ihr schamlos erschienen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ffb2b42fd2b03a05a512f64eaa4c3084\">Ob die <i>f\u00e1njula<\/i> das mysteri\u00f6se Entz\u00fccken gesp\u00fcrt und auf wundersame Weise <i>\u00fcberlebt<\/i> hatte?<\/p>\n<p data-p-id=\"413e532d7f52736ab1a5780bf3840280\">In Vertas Schauergeschichten war der fleischliche Fluch der <i>camat&#8217;ay<\/i> nie vorgekommen. Isan hatte den Eindruck gehabt, dass die alte Frau bewusst nicht dar\u00fcber sprach, sicherlich aus einem pr\u00fcden, altmodischen Schamgef\u00fchl heraus. Ein einziges Mal, ganz zu Beginn ihrer Zeit in Valvivant, hatte Isan gefragt, warum sterben musste, wer sich mit Schwarzgewandeten einlie\u00df.<\/p>\n<p data-p-id=\"6ac30f11609eb4a565a5509bbe8b62b8\">Verta hatte sie bedenklich angeschaut. Weil die M\u00e4chte es nicht zulie\u00dfen, dass jemals ein Schwarzmantel Nachkommen zeugte oder gebar, hatte sie dann erkl\u00e4rt. Denn das w\u00e4re mit Sicherheit das Ende des Weltenspiels.<\/p>\n<p data-p-id=\"e4a757373f8387de9ec84f2bd2bf9483\">Und damit war das Thema beendet gewesen. Verta hatte nichts mehr gesagt und Isan hatte sich weiter ihre Gedanken gemacht, immer wenn sie an dem Wandgem\u00e4lde vorbeigegangen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"86bcd4623b2a544b1363f32856f5d2b3\">Sie ritten an nun den Au\u00dfengrenzen zwischen Wijdlant und Valvivant entlang, allerdings auf den Wegen, die die \u00e4u\u00dferen Verbindungen zwischen den <i>yarlm\u00e1lon<\/i> bildeten, nicht unmittelbar durch das<i> <\/i>Grenzgebiet. So kam es, dass Isan nur hin und wieder einen Blick auf Wijdlant erhaschte, als sie zuerst das Gebiet von Tjiergroen und dann das von Vale\u00eds\u00e9 durchquerten. Dieses <i>yarlm\u00e1lon<\/i> erstreckte sich \u00fcber einige H\u00f6henz\u00fcge, von denen einer in das Tal abfiel, wo sich der Fluss in Richtung der Berge schl\u00e4ngelte. Dort verschwand er in einem geheimnisvollen H\u00f6hlensystem und trat erst auf der S\u00fcdseite des Montaz\u00edel wieder hervor, um einen Tagesritt gegen\u00fcber seiner urspr\u00fcnglichen Richtung zur Seite versetzt.<\/p>\n<p data-p-id=\"3abf6647749cbd460ef14848edae51ca\">Isan hatte das alles nicht gewusst, aber Wa\u00fdreth Althopian hatte es ihr unaufgefordert erkl\u00e4rt. Offenbar war dem <i>yarl<\/i> das lange Schweigen auf dem Ritt ebenso unangenehm wie ihr. Doch wor\u00fcber h\u00e4tten sie sich unterhalten sollen? Isan war zufrieden damit, in Begleitung des edlen Herrn zu reisen und einsichtig genug um zu ahnen, dass M\u00e4dchengeplapper ihm vermutlich bald auf die Nerven gegangen w\u00e4re. Sie bedauerte, dass sie den Herrn nicht mit f\u00fcr ihn sicherlich interessanten Dingen unterhalten konnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"6f27387f2119924536383880bb141fe8\">Andererseits hatte der <i>yarl<\/i> sicherlich ernste, schicksalhafte Gedanken im Kopf.<i> <\/i>Selbst als sie jeweils in den Abendstunden eine der Herbergen erreicht hatten, die in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden die Stra\u00dfen s\u00e4umten, war der Ritter schweigsam gewesen. Das war besser so, entschied Isan. Was br\u00e4chte es, wenn sich Unbeteiligte schr\u00e4ge Gedanken dar\u00fcber machten, dass ein Ritter mit einem so jungen M\u00e4dchen umherreiste? Sie erw\u00e4hnte beil\u00e4ufig gegen\u00fcber demjenigen, der ihr in der jeweiligen Abendgesellschaft am geschw\u00e4tzigsten schien, dass sie eine <i>doayra<\/i>-Sch\u00fclerin auf dem Weg zu einer neuen Lehre sei. Es habe sich zuf\u00e4llig ergeben, dass der Ritter einen Teil derselben Wegstrecke hatte. Dann gab sie sich angeregtem Tratsch hin und notierte mit Genugtuung, dass man den schweigsam <i>yarl<\/i> bei seinem Bier und Brot unbehelligt lie\u00df.<\/p>\n<p data-p-id=\"cb73c8ca92f6eeab69ce1e91bbcd3a72\">Wa\u00fdreth Althopian z\u00fcgelte sein Pferd und blickte gedankenversunken in das Tal, \u00fcber den Fluss hinaus und hin\u00fcber zur Ebene, die sich dahinter erstreckte. Es war ein nebliger, k\u00fchler Tag. In der Weite ragten hier und da kr\u00fcpplige B\u00e4ume aus dem Dunst.<\/p>\n<p data-p-id=\"98e4678b94d3188c390955d2f3c40b04\">\u201eVon hier aus w\u00e4ren es zwei nun Tagesritte zur Burg der <i>yarlay<\/i> von Altabete. Wir k\u00f6nnten den Weg abk\u00fcrzen, aber ich halte es f\u00fcr besser den Boden von Wijdlant zu vermeiden, solange es geht und im letzten Moment scharf abzubiegen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3d19674e2ac001a8632428b4c8b245f3\">\u201eWie Ihr denkt, Herr.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d0f09a305737b4f2bbb1ca540e199ddb\">Er wandte sich ihr zu. Sie blickte auf und lie\u00df die H\u00e4nde sinken, mit denen sie ihrem Maultier Z\u00f6pfchen in die M\u00e4hne geflochten hatte, soweit ihre Arme reichten.<\/p>\n<p data-p-id=\"5227a94688b9beab6525a617ed4e825a\">\u201eWillst du mich tats\u00e4chlich weiter begleiten? Von hier aus w\u00fcrdest du ohne Schwierigkeiten deinen Weg finden. Du musst dem Fluss folgen, bei Gelegenheit \u00fcbersetzen und dann immer weiter nach Osten, auf das Hochland zu. Die Stra\u00dfen sind gut beschildert. Ich gebe dir meine Empfehlung und Geld f\u00fcr die Unterk\u00fcnfte, in denen du einkehren musst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"656dc8160c58217ef30f637712969223\">\u201eIch m\u00f6chte Euch nicht in Euer eigenes Haus vorauseilen, Herr&#8221;, sagte Isan munter.<\/p>\n<p data-p-id=\"7f02e4b005b8bc391d76879c3574458b\">\u201eIch wei\u00df nicht, ob ich selbst in mein Haus zur\u00fcckkehre. Ich wei\u00df nicht, was ich in <i>Pianmur\u00edt<\/i> finde.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3d18220269fcbde6c1b308a5aa55083e\">\u201eAber dann ist es doch umso wichtiger, dass jemand Euren Leuten berichtet, was Euch zugesto\u00dfen ist&#8221;, plapperte Isan und verfluchte sich im selben Moment f\u00fcr ihr loses Mundwerk.<\/p>\n<p data-p-id=\"3c7703ac68207d12a33dc9df17452cd0\">\u201eDu bist ein bedachtsames M\u00e4dchen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bb254da804a5be42de72f1067c407d99\">\u201eIhr macht mich verlegen, Herr.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2ce66be920e27bdd1870f0307a7ae9d7\">\u201eIch glaube nicht, dass <i>das<\/i> m\u00f6glich w\u00e4re.&#8221; Er ritt weiter. Sie err\u00f6tete und folgte ihm.<\/p>\n<p data-p-id=\"33e3222f44005070bb523355e674dccb\">\u201eHerr&#8221;, fragte sie, w\u00e4hrend sie einen Pfad hinab ins Tal suchten, \u201eIhr werdet doch der <i>yarlara<\/i> den Ring zur\u00fcckbringen, oder?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c9c0a701a7d741a84812a4021b31596b\">\u201eIch k\u00f6nnte dich nun fragen, wieso du von dem Ring wei\u00dft.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7f95a460e3992278619a19536fd76149\">Sie zuckte die Achseln. \u201eNun ja. Frauendinge.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"af9425226eb09bc5f6a09fce548c54df\">\u201eDann wei\u00dft du auch, dass ich mich selbst in Todesgefahr gebracht habe, um ihr nachzueilen wie ein betrunkener Narr. Und du kannst dir denken, wie belangreich es ist, dass ich nun meine Schuldigkeit rasch zu Ende bringe. Anschlie\u00dfend kann ich mich auf meine privaten Dinge konzentrieren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b0c8c848d87771a1e71c272d50f393f2\">\u201eSagt, Herr&#8230; kanntet Ihr die <i>yarlara<\/i> schon, bevor es Euch nach Valvivant verschlug?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c75d2f8ac3ea8538af5b9cef202ae147\">\u201eNein. Nicht von Angesicht zu Angesicht. Aber nat\u00fcrlich war mir klar, wen ich vor mir hatte. Ich wusste, wer sie ist und war \u00fcber all die ehrsamen Dinge informiert, die man zu ihrem Ruhm erz\u00e4hlt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9e6085e47e0a8303de45f37a4dcc9cb9\">\u201eWas <i>erz\u00e4hlt <\/i>man denn von ihr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7bdf8fb6bafdce2293ca666ee5bea07b\">\u201eM\u00e4nnerdinge.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c3a84f010e9452cf873cc6ccf0155af0\">Isan warf ihm einen verst\u00f6rten Blick zu, aber er lachte. \u201eM\u00e4dchen, du wirst doch wissen, dass die <i>b\u00e1chorkoray<\/i> nicht nur wundersame Geschichten von Burg zu Burg tragen, sondern auch den Lobpreis ihrer gro\u00dfz\u00fcgigen Gastgeber. Das betrifft auch holde Damen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8aa53c03b2479e885f42e73547413f14\">\u201eNa ja. Schon. Aber fahrende <i>b\u00e1chorkoray<\/i> \u00fcbertreiben doch immer ma\u00dflos, und au\u00dferdem singen sie f\u00fcr Geld.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f53298a56b41f74dd74466cf4a33ab3a\">\u201eManchmal bleiben sie bei den Tatsachen. Die <i>yarlara<\/i> ist genau so, wie man sie mir einst geschildert hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"37655f1f55be72c6462a4cd29f9e4ca5\">\u201e<i>B\u00e1chorkoray<\/i> haben Euch die <i>yarlara<\/i> geschildert?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7423b8ef69005a1324d91dec898435b8\">\u201eIn vorz\u00fcglichsten Worten, die ihr doch nicht ann\u00e4hernd gerecht werden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5f1c008205a8a52a1e8bf0d5944b417f\">\u201eSie ist wirklich bildsch\u00f6n. Ich w\u00fcnschte, ich h\u00e4tte nur einen Hauch ihrer Anmut f\u00fcr mich selbst, wenn ich einmal \u00e4lter bin.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"27aad4ff20f77348d2f46cc648c3c39c\">\u201eWarum w\u00fcnschst du dir nicht, einen Hauch der Weisheit und Milde zu haben, f\u00fcr die sie weit \u00fcber Iv\u00e1al hinaus ger\u00fchmt wird?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c82dd3dd2d2e464caadb6b1a01ac6a81\">Das \u00fcberraschte Isan. Aber \u00fcber die Klugheit der sch\u00f6nen Dame konnte sie nicht urteilen.<\/p>\n<p data-p-id=\"df0f4995294e8bae7788f59aa5698a62\">\u201eWie sich herausstellte&#8221;, fuhr Wa\u00fdreth Althopian nach einer Weile fort, \u201ehatte die <i>yarlara<\/i> auch schon von mir geh\u00f6rt, in ihrem so fernen <i>yarlm\u00e1lon<\/i>. Und wenn ich jemals herausfinde, welcher <i>b\u00e1chorkor<\/i> ihr solchen haneb\u00fcchenen Unfug \u00fcber mich ins Ohr gesetzt hat, werde ich den eigenh\u00e4ndig&#8230; nun<i>, <\/i>ich h\u00e4tte mir jedenfalls nicht tr\u00e4umen lassen, dass ausgerechnet <i>mein<\/i> Name ihr im Ged\u00e4chtnis geblieben ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"17fbbde023a325f86585c5a17eac8ebf\">\u201eIhr macht Euch zu klein, Herr. Alle Welt wei\u00df, dass ihr ein tapferer Recke und unbesiegbarer K\u00e4mpfer seid, und wie artig und gebildet Ihr Euch betragt, und&#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"35784e030fbe461dc746ad8b29e2317b\">\u201eSchweig! Du bringst mich in Verlegenheit. Au\u00dferdem ist das lauter Unfug. Als N\u00e4chstes behauptest du noch, dass ich halbwegs wohlgef\u00e4llig aussehe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"770d7c64741a7f0882196877c9b800f7\">\u201eNat\u00fcrlich tut Ihr das&#8221;, rutschte es Isan heraus, bevor sie sich auf die Zunge bei\u00dfen konnte.<\/p>\n<p data-p-id=\"6cf6cbd2c10f687ca6c466e8b8e3b6a5\">Er seufzte, r\u00fcgte sie aber nicht f\u00fcr ihren Vorwitz.<\/p>\n<p data-p-id=\"07e35bd7b870a7bb8dbabb55e7d6d76f\">\u201eIch wei\u00df&#8221;, sagte er, w\u00e4hrend sie dem Pfad abw\u00e4rts folgten, \u201edass die M\u00e4chte mich fernab meiner und ihrer Heimat mit der <i>yarlara<\/i> zusammengef\u00fchrt haben. Ich vermute, du bist bestens dar\u00fcber informiert, dass ich in jener fatalen Nacht &#8230; Zeit mit ihr verbracht habe?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"32124c1b04b5c7b5273fcfe4e90370aa\">Isan nickte. Es erschien ihr aber unn\u00f6tig zu erw\u00e4hnen, dass auch s\u00e4mtliche B\u00fcsche ringsum voller neugieriger Augen und Ohren gewesen waren, als das Paar sich im Rosengarten getroffen hatte. Die Entourage der <i>eld-yarlara <\/i>war <i>bestens<\/i> informiert.<\/p>\n<p data-p-id=\"c158cddfc23294e6d066237c09b5036b\">\u201eSie ist die Dame, die die M\u00e4chte f\u00fcr mich bestimmt haben. Die geheime Botschaft, die du mir zugespielt hast, beweist mir, dass sie das ebenso empfindet. Es gibt nichts, was ich mir mehr w\u00fcnschen w\u00fcrde, als sie als meine <i>h\u00fdardora<\/i> in mein Haus zu f\u00fchren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"727edf84a048b7926a4045317575b636\">\u201eAber dann l\u00e4uft Euch die Zeit davon! Sie sind auf dem Weg nach For\u00e9tern, wo ihre Mutter sie anderen Herren vorstellen will. Was, wenn einer von denen ihr <i>h\u00fdardor<\/i> werden will?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5ab2f580b884884ca035ec0b08c8b1e7\">\u201eWenn ich eigens\u00fcchtig bin, wird es wom\u00f6glich keine Zukunft f\u00fcr uns geben. Ich muss Priorit\u00e4ten setzen, um unser aller und mein pers\u00f6nliches Gl\u00fcck willen. Siehst du dort dr\u00fcben, M\u00e4dchen? Siehst du das <i>teirandon<\/i> Wijdlant hinter dem Fluss?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"01a42b66541c580118734f6261747156\">\u201eNat\u00fcrlich. Es ist ziemlich dunstig in den Auen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"514c9f08cbd01e6c87fb4654fc781f78\">\u201eNein, M\u00e4dchen. Das ist nicht der Dunst. Es ist etwas <i>unter<\/i> dem Dunst, etwas, das aus dem <i>teirandon<\/i> herauszukriechen scheint. Was immer es ist: Ich will verhindern, dass es sich Bahn bricht. Doch dazu brauche ich die Hilfe von Andri\u00e9r Altabete und den anderen<i>yarlay<\/i>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"281437d742ed2f029cd0e4e996729fd0\">\u201eUnd was ist mit dem Schwarzmantel, wenn wir ihn finden?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"642e3dab6412fb05386db34e65d17d1f\">\u201eDer, M\u00e4dchen, mag vielleicht nicht auf unserer Seite sein. Aber ich denke, er hat dasselbe Ziel.&#8221;<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/schattenherz-oder-die-ergaenzte-seele-band-1\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-2097","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-01_schattenherz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2097","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2097"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2097\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3867,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2097\/revisions\/3867"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2097"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2097"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2097"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}