{"id":2078,"date":"2025-08-24T20:32:35","date_gmt":"2025-08-24T18:32:35","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2078"},"modified":"2025-09-01T09:49:56","modified_gmt":"2025-09-01T07:49:56","slug":"022-von-kleinen-tieren-in-wijdlant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/24\/022-von-kleinen-tieren-in-wijdlant\/","title":{"rendered":"022: Von kleinen Tieren in Wijdlant"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SH_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1991\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"f26062980ec1caa06418f7a06d1d7f6c\">Die <em>teiranda<\/em> hielt ihre Morgenaudienz und h\u00f6rte sich an, was die <em>yarlay<\/em> und die <em>spreghenay<\/em> [Dorfvorsteher] ihr vom vergangenen Tag zu berichten hatten. Viel Neues gab es nicht, seit sie aus jenem seltsamen Fiebertraum erwacht war. Darin hatte sie eine Reise mit ihrer Leibeskorte unternommen und auf dem Montaz\u00edel gelagert, wo pl\u00f6tzlich ein Drache erwacht war und unter ihnen gew\u00fctet hatte. Es war nichts Nennenswertes geschehen. Gor Lucegath hatte milde \u00fcber ihren seltsamen Albtraum gelacht und ihr versichert, dass es Drachen nur in den alten M\u00e4rchen gebe. Davon habe man ihr als kleines M\u00e4dchen wohl zu viel erz\u00e4hlt und sie unverantwortlich ver\u00e4ngstigt.<\/p>\n<p data-p-id=\"dc9c58aa0ab2112fa567bbf9c7e4fdd1\">Solange er bei ihr war, sagte er, k\u00f6nnten ihr kein Traummonster und kein Chaosgeist etwas antun.<\/p>\n<p data-p-id=\"cc7073d9be1f3e7a641a8324612f4c57\">Andri\u00e9r Altabete hinkte an einer Kr\u00fccke. Als sie ihn fragte, was ihm denn zugesto\u00dfen sei, hatte der Ritter sie verlegen angeschaut. Er habe wohl gek\u00e4mpft, hatte er gesagt. Aber er entsann sich nicht, welcher seiner Gef\u00e4hrten ihn vom Pferd gesto\u00dfen habe.<\/p>\n<p data-p-id=\"67fde13d146233f01b59dfe5b98a0454\">K\u00edan\u00e1 fragte nicht weiter nach. Vermutlich langweilten sich die Ritter ebenso wie sie selbst und hatten in aller Heimlichkeit ein Kampfspiel abgehalten, um der M\u00fcdigkeit und Schwermut entgegenzuarbeiten.<\/p>\n<p data-p-id=\"e44708bae679c81f4ec3b6600df6a318\">Sie h\u00f6rte sich das immer gleiche Einerlei an und lie\u00df ihre Gedanken schweifen. Sie betrachtete die Bilder an den W\u00e4nden, die sie jeden Tag anschaute. Die edlen, aber wenig originellen Gew\u00e4nder, die ihre beiden Kammerzofen heute trugen, das Scho\u00dfh\u00fcndchen, das um ihre Schutzbefohlen herumschn\u00fcffelte und die Katze, die auf einem der unbesetzten St\u00fchle an der Wand schlief. Der Bericht, den der <em>spreghenen<\/em> des benachbarten Dorfes vortrug, war nichts weiter als ein monotones Murmeln, das sie erm\u00fcdete. Vieh und Felder gediehen zur Zufriedenheit, aber schon lange Zeit nicht mehr zur Freude. Aber was machte das schon aus? In Wijdlant musste niemand hungern. Niemand hatte einen Grund, missvergn\u00fcgt zu sein. Von allem war genug da. Solange sie lebte, solange sie ihre Schutzbefohlenen auf der Burg und den Menschen in den D\u00f6rfern bewachte, war Wijdlant sicher. Das hatte sie dem Rotgewandeten zu verdanken. Er hatte es ihr so versprochen.<\/p>\n<p data-p-id=\"cd1a2e6924eb7d5fbda2c4a43ce0a51d\">Den <em>goala&#8217;ay <\/em>hatte sie <em>j<\/em>edoch seit einer Weile nicht gesehen. Das kam gelegentlich vor, deswegen war sie nicht beunruhigt. Manchmal ging er weg, ohne dass es jemand bemerkte, und kam zur\u00fcck, ohne zu verraten, wo er gewesen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"46742a20679b10f40e8fe0228edc4872\">Hatte sie ihn seit diesem wunderlichen Traum, in dem auch der Schattens\u00e4nger und eine fremde <em>f\u00e1njula<\/em> vorgekommen waren, mit der sie lange Zeit geredet hatte, ohne sich zu entsinnen wor\u00fcber, \u00fcberhaupt gesehen?<\/p>\n<p data-p-id=\"bacad3b54665f940c5e0bb96a6b509c6\">Sicher. Ohne ihn h\u00e4tten sie den Weg doch nicht gefunden. Irgendwie waren sie auf dem Nebelpfad ja wieder hergekommen. Aber &#8230; hatte sie das doch nicht nur getr\u00e4umt?<\/p>\n<p data-p-id=\"31f4fecc7d4f805785f643f08fa00ccf\">K\u00edan\u00e1 von Wijdlant stutzte.<\/p>\n<p data-p-id=\"207211f8a05804e00976b73214463010\">\u201eHerr Daap&#8221;, wandte sie sich an ihren <em>mynstir<\/em>, der dienstfertig, aber etwas geistesabwesend neben ihrem Thronsessel stand, \u201eist der Wagen eigentlich in der Remise oder waren wir damit ausgefahren?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"364954ebc3fbae4696d68b089a8910ef\"><em>Yarl<\/em> Daap Grootplen warf ihr einen Blick zu, den sie nicht zu deuten wusste.<\/p>\n<p data-p-id=\"89759e0d795e705a1a552b90e10d01a9\">\u201eVon welchem Wagen sprecht Ihr, Herrin?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"69021f00ba061f7e94350129ebb93afd\">Sie schaute ihn verwirrt an.<\/p>\n<p data-p-id=\"064915131d6bf3c3bc0f2dbd09c8d51f\">\u201eNa, von meinem Reisewagen&#8221;, entgegnete sie wachsam.<\/p>\n<p data-p-id=\"fab616f0d81aebd0aade7a919254c01e\">\u201eAber Herrin! Entsinnt Ihr Euch nicht? Der ist entzwei. Die Pferde gingen damit durch, drau\u00dfen auf der Ebene. Er st\u00fcrzte um und zerbrach in Tr\u00fcmmer.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c8a0d9a72fd26a156a86d38d1280ae01\">Sie z\u00f6gerte. \u201eAch ja&#8230;&#8221;, sagte sie dann zerstreut. Dass sie sich daran in der Tat nicht erinnerte, mochte sie nicht zugeben.<\/p>\n<p data-p-id=\"3ec28d4f7767bce4c7a842feef9038a3\">\u201eEs wird bereits an einem neuen Wagen gebaut&#8221;, f\u00fcgte Grootplen rasch hinzu.<\/p>\n<p data-p-id=\"6b96fc307a430e8b491f842c7e242eab\">Sie nickte. \u201eIch habe nicht mehr daran gedacht. Ihr d\u00fcrft Euch entfernen, wenn weiter nichts anliegt. Ich m\u00f6chte mich zur\u00fcckziehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"91623abeeb13eb09a9fd55c47c0164dc\">Die Anwesenden verneigten sich vor ihrer Herrin, Altabete sichtlich unter Schmerzen. Die <em>teiranda<\/em> erhob sich und schritt mit gesenkten Schultern aus dem Zimmer. Ihre Kammerzofen eilten ihr nach, nicht ohne den Herren ver\u00e4rgerte Blicke zuzuwerfen. Die Leibdienerinnen der Herrscherin sch\u00e4tzen es nicht, wenn irgendetwas die junge Frau durcheinanderbrachte. Das war nicht gut f\u00fcr ihr fragiles Gem\u00fct.<\/p>\n<p data-p-id=\"e984f24fcb4089e2af812cd445821758\">Auch die <em>spregheney<\/em> und die anwesende Dienerschaft verlie\u00dfen das Audienzzimmer, durch eine andere T\u00fcr. Die Ritter blieben einen Moment schweigend beieinander stehen.<\/p>\n<p data-p-id=\"d39deaf0aa2dfd924b18047eed723935\">\u201eWas ist mit der verfluchten Karre eigentlich wirklich geschehen?&#8221;, fragte <em>yarl<\/em> Mor\u00e9aval leise.<\/p>\n<p data-p-id=\"3cedf946a5ef984ef4b90fd5f612dcaf\">Grootplen zuckte die Achseln. \u201eDie M\u00e4chte m\u00f6gen wissen, was vorletzte Nacht vorgegangen ist! Ich wei\u00df nicht einmal mehr, wo ich war!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e88ed0c5e007687b76925946849549b9\">\u201eIch bilde mir ein, gegen einen Drachen gek\u00e4mpft zu haben&#8221;, kam es kl\u00e4glich von Altabete.<\/p>\n<p data-p-id=\"f69afadda55fd6bbf17344a31a66835d\">\u201eWahrscheinlich haben die Pferde dich \u00fcberrannt, als sie mit dem Karren durchgingen&#8221;, antwortete der <em>mynstir<\/em> mitf\u00fchlend. \u201eDas w\u00fcrde die Prellung an deinem Bein erkl\u00e4ren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"72b97398e20f6c62d11488c40d5a6682\">Die T\u00fcr, durch die die <em>teiranda<\/em> gegangen war, schlug zu wie durch einen heftigen Windsto\u00df. Die Katze auf dem Stuhl schrak aus ihrem Schlaf auf.<\/p>\n<p data-p-id=\"14936d5874f45e444532ca9dd49d6a25\">\u201eEs ist nur zu Eurem Besten, wenn Eure Erinnerungen klein bleiben. Versucht, nicht allzu tief in Eurem Verstand umherzuw\u00fchlen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d3f8ad4ea713adc218a3163be72ecb38\">Der Rotgewandete stand in dem anderen Einlass, die Arme ausgebreitet und die H\u00e4nde an das Mauerwerk gest\u00fctzt. Dieser offene Durchgang hatte keine T\u00fcr, aber solange der <em>goala&#8217;ay<\/em> dort weilte, waren die drei Ritter gefangen. Die Katze nutzte die Gelegenheit, zwischen den F\u00fc\u00dfen des Magiers aus dem Raum zu rennen. Das H\u00fcndchen setzte ihr winselnd nach, klemmte den Schwanz ein, als es an dem Lichtw\u00e4chter vorbei lief. Die <em>yarlay<\/em> schauten den Tieren begehrlich hinterher.<\/p>\n<p data-p-id=\"2a72a9bd7d8f87400555423f9f888eb7\">\u201eMir ist zu Ohren gekommen&#8221;, fuhr Gor Lucegath fort, \u201e dass mindestens eine geheime Botschaft das Reich Eurer <em>teiranda<\/em> verlassen hat. Dass aus Euren Reihen geplant wurde, an Eurer Herrin vorbei Pl\u00e4ne zu schmieden. Dass einer von Euch, wenn nicht Ihr alle gemeinsam, einen <em>Hochverrat<\/em> im Sinn hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bfbacdafbee5adeca2df93cb9dd8bb8a\">\u201eDas ist nicht wahr&#8221;, brachte J\u00f3ndere Mor\u00e9aval hervor. Er war ein schlanker Bursche mit dunklen Locken und bartlosem, jungenhaftem Gesicht. Der Junker war in dem Alter, in dem er von <em>v\u00e1sposar<\/em> zu <em>v\u00e1sposar<\/em> [Turnierveranstaltung vor dem Hintergrund einer &#8220;Kontaktb\u00f6rse&#8221;] reisen, sich mit anderen Rittern messen, Kameradschaften schlie\u00dfen und sich den Damen h\u00e4tte pr\u00e4sentieren sollen. Stattdessen hatte er vorzeitig den fest bestimmten Platz seines Vaters einnehmen m\u00fcssen, der vor Wintern von einem Ausritt nicht mehr in die Burg zur\u00fcckgekehrt war. Unter dem pr\u00fcfenden Blick des <em>goala&#8217;ay<\/em> begann der junge Ritter, nerv\u00f6s an seinem gr\u00fcn-gelben Waffenrock zu zupfen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ca735d2945393245ad40cdbee7ccb7b5\">\u201eDann nennt Ihr den edlen <em>yarl<\/em> Althopian also einen L\u00fcgner?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7062bf0e239038bb303f4a9a0c5cfdbf\">\u201eBei den M\u00e4chten&#8221;, wisperte Altabete. \u201eWa\u00fdreth Althopian?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fdca34d0a4021058108714ea6b28a001\">\u201eDer <em>yarl<\/em> weilt derzeit beim <em>teirand<\/em> von Valvivant und ist mehr als besorgt dar\u00fcber, dass er dort keinen von euch angetroffen hat, so wie es offenbar untereinander verabredet wurde.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b923c26b0beccb52a9d649df175837aa\">Die Ritter standen vor dem Thron wie Kinder, die man bei einer Untat ertappt hatte. Gor Lucegath betrat das Zimmer und musterte unter seiner Maske hervor die drei M\u00e4nner mit pr\u00fcfendem Blick.<\/p>\n<p data-p-id=\"4e78ee33a73266933320836dd38e062b\">\u201eEs ist schon verwunderlich, dass ihr \u00fcberhaupt einen Alleingang plant. Noch erstaunlicher ist es, dass ihr dieses geheime Treffen am Hof eines anderen <em>teirand<\/em> anbahnt. Was habt ihr euch dabei wohl gedacht? Aber nein \u2013 ich kann es mir denken. Nat\u00fcrlich sind noch mehr <em>yarlay<\/em> in Valvivant auf der Burg. Und f\u00fcr Benjus von Valvivant mag es eine lohnende Aussicht sein, sein <em>teirandon<\/em> zu vergr\u00f6\u00dfern. Mit wem wolltet Ihr noch paktieren? Mit Tjiergroen? Oder mit Lebr\u00e9oka?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"496034506209922087383c4a107a0488\">\u201eDas ist ein Missverst\u00e4ndnis!&#8221;, rief Daap Grootplen angstvoll aus.<\/p>\n<p data-p-id=\"f3d822c595be102ddde8ffc4e9ff8a2e\">\u201eNun, ich halte euch zugute, dass ihr nicht wissen konntet, dass Benjus von Valvivant mein Getreuer &#8230; war. Was mich jedoch tats\u00e4chlich interessiert ist, wie ihr es geschafft habt, Althopian eine Botschaft zukommen zu lassen. Und ich frage mich, von wem von Euch Herren ich am schnellsten eine Antwort bekomme.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ed51d108ba0aab2445c9a4e24e80d7d1\">Er wartete einen Augenblick und bel\u00e4chelte die Nervosit\u00e4t der drei M\u00e4nner.<\/p>\n<p data-p-id=\"ff4456fad056f03f28d2cde3029630ac\">\u201eIhr wisst, welche Bestrafung einen Ritter erwartet, der <em>teiranday<\/em> verr\u00e4t&#8221;, f\u00fcgte der <em>goala&#8217;ay<\/em> hinzu.<\/p>\n<p data-p-id=\"b254089d682a133af7f4e17bf9fa5c06\">\u201eWir sind keine Verr\u00e4ter&#8221;, behauptete Andri\u00e9r Altabete mutig. \u201eDass wir Herrn Wa\u00fdreth einen Brief geschrieben und um ein Treffen gebeten haben, hat nichts mit unserer <em>teiranda<\/em> oder dem <em>teirand<\/em> von Valvivant zu tun!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"385db01a83a9fbf2fc53c27e5d4d6305\">\u201eUnd womit bitte dann?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"96e2ac787295bf98196af5f0ce71d11e\">Die Ritter schwiegen, jedoch nicht, weil sie verstockt gewesen w\u00e4ren. Sie hatten tats\u00e4chlich keine Antwort darauf. Hier, in den Burgmauern, innerhalb der Grenzen, die der Rotgewandete gezogen hatte, verwischte ihre Erinnerung bis zum Unkenntlichen. Gor Lucegath wusste sehr wohl, dass die M\u00e4nner sp\u00fcrten, dass etwas mit ihnen geschah, sie es aber nicht benennen konnten. Sie h\u00e4tten aber ebenso wissen m\u00fcssen, dass es ihnen nicht m\u00f6glich war, die Grenzen des <em>teirandon<\/em> zu verlassen. Niemand, der zu K\u00edan\u00e1 von Wijdlants Gefolge geh\u00f6rte, konnte das. F\u00fcr Besucher von anderen Orten, die das <em>teirandon<\/em> betraten, Durchreisende oder Handeltreibende, war das nicht zu erkennen. Allerdings hatte jeder, der die Grenze passierte, nichts Eiligeres zu tun als seine Gesch\u00e4fte zu erledigen und aus dem Land wieder fortzuziehen.<\/p>\n<p data-p-id=\"6a4619451bd80c3efd512929ef032012\">Den Rittern und deren V\u00e4tern hatte er es von Zeit f\u00fcr Zeit erlaubt, nat\u00fcrlich unter seinem wachsamen Blick und \u00e4u\u00dferst effektiver Magie auf ihrem Verstand. Ab und zu hatte er die M\u00e4nner ausgeschickt, um sich au\u00dferhalb von Wijdlant zu zeigen. Das war n\u00f6tig, um ringsum kein Misstrauen zu sch\u00fcren. Es galt, den Schein zu wahren, zumindest die n\u00f6tigsten Verbindungen zwischen Wijdlant und der Welt unangetastet zu lassen, wenn auch unter penibler Kontrolle. Was das gew\u00f6hnliche Volk betraf, war das recht einfach, aber die <em>yarlay<\/em> hatten immer ein Problem dargestellt. Die M\u00e4nner hatten teils Angeh\u00f6rige in anderen <em>teirandon<\/em>. Also mussten sie gelegentlich sichtbar werden. Nicht, dass ambitionierte <em>teiranday<\/em> sich zu Eroberungen angespornt f\u00fchlten, wenn der Eindruck entstand, dass Wijdlants adlige Krieger verschollen seien. Das w\u00e4re &#8230; l\u00e4stig. Aber nur durch dieses notwendige \u00dcbel war es m\u00f6glich gewesen, dass Altabete und Althopian \u00fcberhaupt Bekanntschaft miteinander hatten machen k\u00f6nnen. Eine kleine, aber l\u00e4ssliche Unaufmerksamkeit. Eine, die sich zu seinem Nutzen wenden lie\u00df.<\/p>\n<p data-p-id=\"088697787c4d4ab685063079cca078b3\">Im Grunde hatte sich nichts ge\u00e4ndert. Immerhin war es nicht zu einem Treffen zwischen den Rittern gekommen. Nichtsdestotrotz war es bedauerlich f\u00fcr <em>yarl<\/em> Althopian, dass jemand ihm von Pianmur\u00edt erz\u00e4hlt hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"011bbc3e21460b01080a7a9f981c1162\">\u201eDankt Ihr den M\u00e4chten&#8221;, sagte der Lichtw\u00e4chter, \u201edass Eure t\u00f6richten Pl\u00e4ne im Sande verlaufen sind. Und dankt ihnen auch daf\u00fcr, dass ich zu besch\u00e4ftigt bin, um dem im Detail weiter nachzugehen. F\u00fcr den Moment jedenfalls. Dennoch \u2013 wer hat Eure Botschaft \u00fcberbracht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7ecaad9e384c54964af3b5f3d6d88218\">\u201eIch&#8230; ich wei\u00df es nicht mehr&#8221;, stammelte <em>yarl<\/em> Altabete.<\/p>\n<p data-p-id=\"85e9cc71e529d853320725145ae213a6\">Der Magier seufzte. Dann wandte er sich J\u00f3ndere Mor\u00e9aval zu und hielt beil\u00e4ufig dessen Atem an.<\/p>\n<p data-p-id=\"61a0533ed34b504c8b1651e222646355\">Der junge Ritter keuchte und griff sich an den Hals. Seine sanften Augen weiteten sich vor Entsetzen.<\/p>\n<p data-p-id=\"e3477a4caf84d90851c4ea15126a9410\">\u201eNein!&#8221;, rief Altabete erschrocken auf. \u201eBei den M\u00e4chten, lasst ihn am Leben!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f97eb7f487495126b883f4964dd53aff\">\u201eDas liegt in Eurer Hand, Herr Andri\u00e9r.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e21c5321bd147a514864860093864cbf\"><em>Yarl<\/em> Grootplen versuchte, dem Erstickenden beizustehen, aber es gab nichts, was er tun konnte, keinen Kragen zu lockern, keine Schlinge zu l\u00f6sen. Mor\u00e9avals Gesicht begann, bl\u00e4ulich anzulaufen. Er sank hinab und wand sich in Qualen. Flehend fuchtelte er mit den H\u00e4nden.<\/p>\n<p data-p-id=\"4b9045519ce1fbbd0ce456fce8f7c033\">\u201eHabt Erbarmen!&#8221;, schrie Altabete. \u201eEs war ein Tier! Ich habe den Brief einem Tier gegeben!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"678727e891c330d4eb54bdca036480e0\">Gor Lucegath z\u00f6gerte. Dann l\u00f6ste er den Bann. Luft str\u00f6mte mit Gewalt wieder in Mor\u00e9avals Lungen und lie\u00df ihn qualvoll nach Atem ringen.<\/p>\n<p data-p-id=\"216129a6267eefe9629fb9134bbcdc52\">\u201eWas f\u00fcr ein Tier?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4dec5a3fb927e4b1d6d650b64488c61f\">\u201eIch&#8230; bitte, Ihr m\u00fcsst mir glauben, dass ich es nicht mehr wei\u00df. Ein kleines Tier! Bei den M\u00e4chten, ich w\u00fcnschte, ich h\u00e4tte es nicht getan. Es war wie ein Traum! Nein \u2013 es <em>war<\/em> ein Traum! Ein Tier erschien in meinem Traum und raunte mir zu, ich solle einen Brief schreiben. Ich sollte einen Freund zu einem Treffen rufen, um&#8230; bei den M\u00e4chten, ich erinnere mich nicht mehr, was genau ich geschrieben habe. Als ich erwachte, da war der Brief fort. Ich erwachte am Tisch aus meinem Schlaf und hielt die Feder noch in der Hand.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"65dd640e27ac79d10ab01fd32ee53180\">\u201eWie gespr\u00e4chig Ihr pl\u00f6tzlich seid&#8221;, sagte der <em>goala&#8217;ay<\/em> unger\u00fchrt.<\/p>\n<p data-p-id=\"001cac7a8bba66c94015d328a0d5dc69\">\u201eIch wei\u00df nicht einmal mehr, <em>wann<\/em> sich das zugetragen hat. Ich hatte gar nicht mehr daran gedacht. Wenn all das kein Traum war, dann habe ich es im Schlaf getan! Und dann hat das Tier den Brief genommen und irgendwie fortgebracht!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4b8b5545448c740fe450024c68357e04\">\u201eEuch ist bewusst, dass das alles zutiefst unglaubw\u00fcrdig klingt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"01988bf884f3221af4f0d86f599c2329\">\u201eBitte, Meister &#8230; ich schw\u00f6re bei den M\u00e4chten, dass ich es nicht anders wei\u00df! Ich entsinne mich gerade eben erst selbst wieder daran, und es erscheint mir ganz unwirklich zu sein!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"06b9332d9009da55b281db7a2f537281\">\u201eVielleicht f\u00e4llt Euch auf die Schnelle einfach nichts Besseres als Ausrede ein?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6246d382cc23474da7799b93ad2036c6\">\u201eEr sagt die Wahrheit, Meister&#8221;, schaltete der <em>mynstir<\/em> sich ein. \u201eBei den M\u00e4chten, ich erinnere mich, dass Herr Andri\u00e9r mir von einem solchen wirren Traum berichtete. &#8220;<\/p>\n<p data-p-id=\"b479cc3b37b725be38b5e8d566690d41\">\u201eUnd wann war das, Herr Daap?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"967261af1ebaf3981ed7f621a6d453fc\">\u201eEs ist sicher schon einige Monde her.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"33f1792288c3294b86b036c42e0d3005\">Gor Lucegath schaute sich um. Drau\u00dfen auf dem Flur vor dem Saal standen einige Waffenknechte, ein Page und ein W\u00e4schem\u00e4dchen und starrten entgeistert in den Raum. Nat\u00fcrlich hatte Altabetes Geschrei sie auf den Plan gerufen. Nat\u00fcrlich sahen sie Mor\u00e9aval am Boden.<\/p>\n<p data-p-id=\"e1225cd5a935af9e8a1ce837e13341a9\">Gut. Sie w\u00fcrden \u00fcberall erz\u00e4hlen, dass er den jungen Ritter hatte leiden lassen. Das w\u00fcrde sich schnell im ganzen Umkreis der Burg und in den <em>yarlm\u00e1lon<\/em> herumsprechen.<\/p>\n<p data-p-id=\"bd7319528979273e84c0ea6fb0d1f3e8\">\u201eWas gibt es zu sehen?&#8221;, herrschte er das Burgvolk an, woraufhin die Leute so eilig davonstoben, wie es m\u00f6glich war, ohne zu rennen.<\/p>\n<p data-p-id=\"5b5774b888290a68233a1f4f989a428e\">Er wandte sich wieder den Rittern zu. Altabete und Grootplen bem\u00fchten sich um Mor\u00e9aval, der in Tr\u00e4nen aufgel\u00f6st war und wimmerte.<\/p>\n<p data-p-id=\"68902f899e29001e9f32b9a8faee5083\">\u201eWie bedauerlich&#8221;, sagte Meister Gor, \u201edass der edle <em>yarl<\/em> Althopian seine weite Reise ganz umsonst gemacht hat. M\u00f6gen die M\u00e4chte geben, dass er Euren wohl allzu lebhaft getr\u00e4umten Brief f\u00fcr eine alberne Narretei und einen Streich h\u00e4lt, und m\u00f6gen die M\u00e4chte dar\u00fcber hinaus geben, dass ihm und seinem Gefolge dadurch kein Unheil erw\u00e4chst. Wir werden es wohl bald sehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"75cc8165e1f593a42a1c97277215a9ca\">Er verneigte sich, lie\u00df die drei <em>yarlay<\/em> zur\u00fcck und verlie\u00df den Raum durch die andere T\u00fcr, jene, die zuvor die <em>teiranda<\/em> genommen hatte. Sie reichte auf einen anderen Flur hinaus, der zu ihren privaten Gem\u00e4chern f\u00fchrte. Der Leibw\u00e4chter, der den Durchgang beaufsichtigte und ganz offensichtlich gelauscht hatte, schnellte zur\u00fcck und nahm Haltung an.<\/p>\n<p data-p-id=\"a11853f246e483c74bf6f5f76581d13d\">Gor Lucegath beachtete ihn nicht weiter. Auch der zweite W\u00e4chter vor K\u00edan\u00e1s von Wijdlants T\u00fcr hielt ihn nicht auf, als er anklopfte. Die \u00e4ltere Zofe \u00f6ffnete und duldete unterw\u00fcrfig, dass er eintrat.<\/p>\n<p data-p-id=\"681c6aa3d084eb88bf0c0a940f099302\">Die <em>teiranda<\/em> sa\u00df vor ihrem Spiegel, schaute wie trunken ihr Abbild an und lie\u00df sich dabei von dem anderen M\u00e4dchen frisieren.<\/p>\n<p data-p-id=\"f7e76835fceb8c23039be77c4dfd78e6\">\u201eWo seid Ihr gewesen?&#8221;, fragte sie und schaute dorthin, wo sie sein Abbild im Glas sah.<\/p>\n<p data-p-id=\"3a564bdacf6b94e8bfc066c05a44a99f\">\u201eSchickt Eure M\u00e4gde fort&#8221;, wies er sie an.<\/p>\n<p data-p-id=\"5696d6c3fef8a2587b3cf7d9ad5d5882\">Sie gab den beiden einen Wink. Die Frisierzofe lie\u00df Ihre Herrin mit offenem Haar zur\u00fcck und hastete der anderen hinterher.<\/p>\n<p data-p-id=\"2eea1c98c2ac6d95e57dd01b0dfe8867\">Er schloss die T\u00fcr und trat hinter ihren Sessel. Sie l\u00e4chelte bet\u00f6rt und wandte dabei den Blick nicht von dem Spiegel ab.<\/p>\n<p data-p-id=\"8d04f044268422f05b924edd7de9f7d7\">\u201eEuer Antlitz macht Euch immer noch gl\u00fccklich, nicht wahr?&#8221;, fragte er sanft.<\/p>\n<p data-p-id=\"6d7c0e57de03972b2cd01edacac04046\">\u201eEs gibt mir Kraft&#8221;, antwortete sie. \u201eEs ist wunderbar.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ef466c23c383f07a2fa48a92eb12024b\">\u201eIch habe mich dazu hinrei\u00dfen lassen, <em>yarl<\/em> Mor\u00e9aval f\u00fcr eine Ungezogenheit zu ma\u00dfregeln. Habt keine Sorge, es ist ihm kein Leid geschehen. Ich sage Euch das nur, bevor Ihr von jemand anderem eine unb\u00e4ndige \u00dcbertreibung oder von ihm selbst eine weinerliche Klage h\u00f6rt. Die Herren werden \u00fcberm\u00fctig.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4ec4b721dcef8cbbad81e1a05fa39abe\">\u201eEs ist gut. Ich vertraue Euch.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c21f5b54eaff6cbf3df7fd1b787cea9b\">Er neigte sich zu ihr hinab. \u201eDer <em>camat&#8217;ay<\/em> ist wieder da.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9ddf183120e8c5cdec96ae84cb200445\">Nun wandte sie sich ihm zu. Er l\u00e4chelte.<\/p>\n<p data-p-id=\"dc8261dd18c4f0154f869fc14ca7d9f4\">\u201eWo ist er?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"90ca485b35e388bb5d196243bd7ab74c\">\u201eEr ist in der Tat unversch\u00e4mt und eigensinnig am Hof von Valvivant aufgetaucht. Wie ich es vermutet hatte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"afa9a4a761cf9247ddacc0abcf3797b4\">\u00dcber ihren verschwommenen Blick glitt ein fragender Ausdruck hinweg.<\/p>\n<p data-p-id=\"a3e6c9366a834c7dd7b6a39aebb37e06\">\u201eIhr erinnert euch an das <em>teirandon<\/em> Valvivant?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a0473c9f653665bcb3d34ad7295bfc57\">\u201eValvivant&#8230;&#8221;, murmelte sie.<\/p>\n<p data-p-id=\"e55c2c9d8f0bbf6e7602448bc92a6a2c\">\u201eSoweit ich wei\u00df, war Euer geliebter Vater um einen Bund zwischen Euch und Ben\u00e9ifar Valvivant bem\u00fcht, bevor &#8230; nun, bevor er euch in Eurer Not zur\u00fccklie\u00df.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"08ef056bf52812ee0066d10ffb442d82\">\u201eBen\u00e9ifar Valvivant&#8230; ich glaube, ich sollte diesen Namen kennen&#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"59a89798bb6cb959b3d54b5364f210c4\">\u201eBem\u00fcht Euch nicht um die Erinnerung. Herr Ben\u00e9ifar ist schon seit vielen Wintern hinter den Tr\u00e4umen. Benjus von Valvivant ist sein Sohn.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1de9c53a6ae971e23d11dd9756c477ff\">\u201eAh&#8221;, machte die <em>teiranda<\/em>, ohne gro\u00dfes Interesse.<\/p>\n<p data-p-id=\"3040ce732600b14088189f76de06c5cd\">\u201eIch bin gekommen, um Euch mitzuteilen, dass eben dieser Benjus von Valvivant seit der gestrigen Nacht kein Freund des <em>teirandon<\/em> Wijdlant mehr ist. Er hat sich \u00fcbert\u00f6lpeln und den <em>camat&#8217;ay<\/em> entkommen lassen. Dreist und anma\u00dfend ist der Schattens\u00e4nger mitten in seine Halle stolziert und hat den Schutzbefohlenen dort \u00fcbel zugesetzt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bcb9b1782aa6205a8a7bd8ee669c056f\">\u201eWenn Ihr das wisst, h\u00e4ttet Ihr das nicht verhindern k\u00f6nnen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3f7a17fcaf42f4435dedeb6368cdb718\">\u201eNat\u00fcrlich. Aber ich glaubte, dass es besser sei, den <em>camat&#8217;ay<\/em> f\u00fcr dieses Mal gew\u00e4hren zu lassen. Das wird seine Hoffart anstacheln und ihn zu neuem Leichtsinn verf\u00fchren. Der <em>teirand<\/em> indes hat seine gerechte Strafe f\u00fcr seinen Verrat an uns erhalten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6d6b5bb09045185a0da1860945b56f68\">Sie schaute wieder in den Spiegel. \u201eUnd nun?&#8221;, murmelte sie schl\u00e4frig.<\/p>\n<p data-p-id=\"3d2662d3b11b02e0d85ab62760bffd56\">\u201eNun werden wir warten. Ich habe Vorbereitungen zu treffen. Es ist n\u00f6tig, Herrin, dass Ihr mir Befehlsgewalt \u00fcber Eure Ritter gebt. Ich halte es f\u00fcr angemessen, Euch darum zu bitten, anstatt es aus eigenen St\u00fccken zu tun.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bc21d58b5e2e5571cee852a88dccfe9f\">Sie l\u00e4chelte sanft. \u201eK\u00f6nnte ich Euch einen Wunsch verwehren, Meister?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"12e1eeccbac874ea88d310a32e56fa98\">Er verneigte sich und trat einen Schritt zur\u00fcck.<\/p>\n<p data-p-id=\"be1cfa4dcaf115e7b54107c959c47189\">\u201eIst die <em>f\u00e1njula<\/em> immer noch bei ihm?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"339ce3348a6a80ff246476d87bab6079\">Er z\u00f6gerte verwirrt. Warum wollte sie das in dem Zustand, in dem sie sich befand, wissen?<\/p>\n<p data-p-id=\"e55d331005840f518966096c87c6d167\">\u201eJa. Er hat sie gegen alle Vernunft wieder bei sich. Warum fragt Ihr?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"543664ff98d5ba8ff4ebc22b1649ec3e\">\u201eIch bin &#8230; erleichtert, dass ihr nichts zugesto\u00dfen ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c8f5249fc140e734d7e14a79833656c7\">Gor Lucegath l\u00e4chelte mit leiser Belustigung. \u201eIch denke, das Gift der Unkundigen hat sein Herz bereits erreicht. Meine n\u00e4chste Begegnung mit ihm sollte ein einfaches Spiel sein, um ihn mir gef\u00fcgig zu machen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7a9becbfa6d1a7e20e78024ef5b6a76d\">Sie antwortete ihm nicht mehr, war nun v\u00f6llig in ihr Spiegelbild versunken.<\/p>\n<p data-p-id=\"590fa4dad8cb7f4e21ac1d213a390277\">Der<em> goala&#8217;ay <\/em>seufzte lautlos. Die <em>teiranda<\/em> befand sich schon viel zu lange in Pianmur\u00edt. Vielleicht w\u00fcrde er ihr den Spiegel einige Tage lang wegnehmen m\u00fcssen, bevor sie sich ganz darin verlor. F\u00fcr den Moment aber war es ihm recht, wenn sie sich ruhig verhielt.<\/p>\n<p data-p-id=\"20bba4e6346abb284ee6f341e12889bc\">An der T\u00fcr warf er ihr noch einen pr\u00fcfenden Blick zu, wie sie auf ihrem Stuhl sa\u00df und das bewunderte, was das Glas ihr dartat.<\/p>\n<p data-p-id=\"7cbcaca18a10407b76e80792e9533c70\">Zaghaft hob er die Hand und r\u00fcckte seine Maske zurecht. Dann wandte er sich energisch ab und ging, um seinen Plan weiter zu spinnen.<\/p>\n<p data-p-id=\"4f060c84b9cee563d9f3740d3867d61b\">Ein kleines Tier also. Das war &#8230; interessant.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/schattenherz-oder-die-ergaenzte-seele-band-1\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-2078","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-01_schattenherz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2078","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2078"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2078\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3882,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2078\/revisions\/3882"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2078"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2078"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2078"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}