{"id":2050,"date":"2025-08-24T19:39:04","date_gmt":"2025-08-24T17:39:04","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2050"},"modified":"2025-09-01T09:43:15","modified_gmt":"2025-09-01T07:43:15","slug":"019-spuren-im-schatten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/24\/019-spuren-im-schatten\/","title":{"rendered":"019: Spuren im Schatten"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SH_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1991\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"2ef0b47f61700826d7126c7839ed3587\">Der Zauber hatte den Schattens\u00e4nger ausgelaugt, aber er war ihm gelungen. Yalomiro war zufrieden, als er sein Werk betrachtete. F\u00fcr ein unge\u00fcbtes Auge sah die Geige nicht anders aus als zuvor. Und doch war das schwarze Holz getr\u00e4nkt mit Fasern seiner ganz pers\u00f6nlichen, ureigenen Magie. Sie durchzogen das Instrument wie Ableger, nein: wie Wurzeln. Ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Werkzeug hatte er geschaffen, und es reizte ihn, es auszuprobieren. Aber dazu musste er sich gedulden.<\/p>\n<p data-p-id=\"80ff67926ccde58c81dddf603f876f5d\">Und nun? Wohin sollte er gehen? Die Zeit dr\u00e4ngte. Gor Lucegath war ihm sicher, auf irgendeine Art und Weise, auf der Spur. Mochte der Rotgewandete lange suchen: Hier, im Schatten, war er gut verborgen. Sogar die Unkundige war in der Obhut von <em>yarl<\/em> Althopian auf der Burg des <em>teirand<\/em> sicher. Nichts sprach dagegen, sich f\u00fcr eine Weile hier in der Dunkelheit aufzuhalten, bis seine <em>maghiscal<\/em> sich wieder regeneriert und er einen durchdachten Plan gefasst hatte. Nach alledem, was der Magier in den letzten Tagen und den Stunden vor seiner Versteinerung gelernt hatte, begann er den Sinn weise erwogener Strategien zu sch\u00e4tzen. Er hatte bei allem, was vorgefallen war, entschieden zu viel improvisieren m\u00fcssen. Meister G\u00edonar hatte ihm oft Unbesonnenheit vorgeworfen. Vielleicht hatte der humorlose Schattens\u00e4nger damit die ganze Zeit recht gehabt.<\/p>\n<p data-p-id=\"a37e817297102ec00bb1f6772823c2cb\">Auch der Unkundigen w\u00fcrde es gut tun, beh\u00fctet den Luxus von Valvivant zu genie\u00dfen, unbehelligt von den Gefahren, die zweifelsohne auf ihn warteten. Vielleicht w\u00fcrde es ihr dort so gut gefallen, dass sie den Weltenschl\u00fcssel, mit dem sie sich aus ihrer eigenen Welt ausgesperrt hatte, f\u00fcr eine Weile verga\u00df.<\/p>\n<p data-p-id=\"c2757e8bfe61768f9adad43233db7c67\">Vielleicht wollte sie am Ende gar nicht mehr fort. Vielleicht fand sie neue Freunde in Valvivant, wenn seine Mission zu viel Zeit in Anspruch nahm oder er daran scheiterte. Vielleicht sogar einen <em>h\u00fdardor<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"fe42894a6525378c3c23160d45efa350\">Yalomiro war einen Augenblick selbst irritiert dar\u00fcber, dass ihn letztere Vorstellung nicht so sehr befriedigte, wie es statthaft gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p data-p-id=\"e7cb6858c66e580cb3f03d6cf61d3a15\">Au\u00dferdem gab es da noch etwas, was Yalomiro verunsicherte. Ein Detail, das er zwar schon bemerkt hatte, als er in die Schatten eingetaucht war, dem er aber nun erst Beachtung schenkte, jetzt, da seine Sinne wieder gesch\u00e4rft und auf die Magie fokussiert waren, ohne dass ihn Menschen ablenkten. Etwas Vertrautes, aber Vergangenes, fl\u00fcchtig, eine beinahe entschwundene Erinnerung. Ein Duft.<\/p>\n<p data-p-id=\"da6784b2a231b275e30e79f023d52a44\"><em>Sie waren hier gewesen.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"d3f8b64a2bd42c85565984528a80c4b5\">Yalomiro tastete nach dem zarten Hauch, der sich ringsum aufbaute, kalt und schal, denn er war bereits vor langer Zeit in den Schatten zur\u00fcckgelassen. Nun, da der <em>camat&#8217;ay<\/em> hier in der Dunkelheit mit Nokt\u00e1mas Billigung m\u00e4chtige Magie gewirkt hatte, zogen die lange vergangenen Spuren zu ihm hin, wie Nebel, der sich an einen Luftzug heftete. Yalomiro sp\u00fcrte die Pr\u00e4senz um sich, die ihre Anwesenheit vor vielen Wintern hinterlassen hatte, eine kaum noch wahrnehmbare F\u00e4hrte, die nach all der Zeit m\u00fcrbe und zerbrechlich geworden war wie ein Herbstblatt.<\/p>\n<p data-p-id=\"40d26e92dcfc0d7af397a2b1a68adf4b\">Der Magier folgte der Spur der l\u00e4ngst vergangenen Pr\u00e4senz in N\u00f3ktamas Dom\u00e4ne, wie ein Tier, das eine uralte Witterung aufnimmt. Er w\u00fcrde sie nicht mehr antreffen, das war ihm klar. Aber vielleicht gab es einen Hinweis darauf, wohin sie gegangen waren.<\/p>\n<p data-p-id=\"7950dd7c1a6aa0eba9584963e6242323\">Und \u00fcber alledem lag eine Assoziation, ein Aroma, ein Zeichen, das \u00fcber der Vergangenheit schwebte und noch nicht ganz so &#8230; vorbei war. Yalomiro horchte in die Leere, bewegte sich Schritt f\u00fcr Schritt und folgte dem Duft von <em>vertrocknetem Schnee<\/em>. Er sp\u00fcrte den erloschenen Schatten nach, bis sich auch die Dunkelheit ver\u00e4nderte, bis die geheime Dom\u00e4ne das verwandelte, was sich nur sehr vage mit dem Begriff Konsistenz beschreiben lie\u00df. Das warme, behagliche Dunkel au\u00dferhalb des Weltenspiels erkaltete, wurde z\u00e4h und schlie\u00dflich so undurchdringlich, dass es kein Weiterkommen gab.<\/p>\n<p data-p-id=\"c0480467305199825762d93813805c50\">Eine Wand. Eine Grenze. Etwas, das hier nicht h\u00e4tte sein sollen, undurchdringlich, eine St\u00f6rung der Harmonie in der Dunkelheit, die ihn abstie\u00df. Etwas, das in N\u00f3ktamas Dom\u00e4ne hinein gesunken war und nicht hierher geh\u00f6rte. Er streckte die Hand aus und zog sie rasch wieder zur\u00fcck. Nein. Keine Neugier mehr, kein Leichtsinn. Wo war er angekommen?<\/p>\n<p data-p-id=\"09b0ae3717105f9bd1cec54882a55a2e\">Yalomiro fr\u00f6stelte und tauchte aus den Schatten auf wie ein Fisch aus den Tiefen eines Teiches.<\/p>\n<p data-p-id=\"e2f885b77876ac6c2fea4229598e2eee\">Er stand nun zwischen B\u00e4umen am Rand einer gro\u00dfen Wiese und h\u00f6rte in der Ferne die unbeschwerten Stimmen spielender Kinder.<\/p>\n<p data-p-id=\"6630259cffba09d6af79d5e185ba01a5\">Als seine Augen sich schlie\u00dflich ans Tageslicht gew\u00f6hnt hatten und er seine Umgebung n\u00e4her betrachtete, war sein Erstaunen weniger gro\u00df als sein Entsetzen.<\/p>\n<p data-p-id=\"5e49d2cac1c560b193d1e2e4ff9a82d7\"><em>Hierher<\/em> waren sie gegangen?<\/p>\n<p data-p-id=\"91dcd1a25c49910df2b0bdd3c87deb9f\">Die n\u00e4chsten Stunden verbrachte ich damit, mich im Hof aufzuhalten und dem Treiben des Burgvolkes zuzuschauen. Es gab so viel zu sehen. Ich bem\u00fchte mich, alle Einzelheiten zu betrachten und mir einzupr\u00e4gen. Das sch\u00f6ne neue Kleid war eine hervorragende Tarnung. Niemand schien mich als Au\u00dfenstehende wahrzunehmen.<\/p>\n<p data-p-id=\"fc6cd1aa096bd44729f4909ba7699adf\">Ich gr\u00fcbelte \u00fcber das, was Verta gesagt, oder vielmehr: Nicht gesagt hatte. Ich wurde einfach nicht schlauer aus all den Andeutungen \u00fcber das Verh\u00e4ltnis, das die Menschen zu Schattens\u00e4ngern und Lichtw\u00e4chtern hatten, abgesehen davon, dass die Sympathien offenbar zu Ungunsten von Yalomiros Leuten verteilt waren. Au\u00dferdem versuchte ich, Isan im Auge zu behalten. Zweimal bekam ich sie zu Gesicht. Einmal war sie zu meinem gr\u00f6\u00dften Erstaunen in Begleitung einer der beiden jungen Edeldamen und ihrer Dienerinnen, allerdings nicht bei der, f\u00fcr die Althopian schw\u00e4rmte. Die Frauen standen mit ihr auf einem der Altane am Hauptgeb\u00e4ude und beugten sich interessiert \u00fcber etwas, das Isan in einer flachen Schatulle bei sich hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"7b1a14165fbbd82adcf3d240d04b6c90\">Einige Zeit sp\u00e4ter war sie mit einem der Diener der <em>eld-yarlara<\/em> im Gespr\u00e4ch auf dem Umlauf der Au\u00dfenmauer. Die beiden tauschten kurze Worte miteinander aus, dann wechselte ein kleiner Gegenstand den Besitzer.<\/p>\n<p data-p-id=\"e98dfb17fcedd1629f617b83a8b361df\">Als Isan zu mir kam, grinste sie \u00fcber das ganze Gesicht. Sie schaute sich verstohlen um und l\u00fcftete fl\u00fcchtig eine Falte ihres Obergewandes. Am Unterkleid steckte eine mit bunten Steinen besetzte Haarnadel.<\/p>\n<p data-p-id=\"0ee36ba611ff0a58c0a69e5a45f57991\">\u201eDas geh\u00f6rt der <em>eld<\/em>&#8211;<em>yarlara<\/em> von Iva\u00e1l&#8221;, wisperte sie.<\/p>\n<p data-p-id=\"e64cddfbcd5144132039a9de4b69b029\">\u201eIsan!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"48f658b3b54c946152f7b731ad1bacc9\">\u201eKeine Sorge, die Dame bekommt es ja zur\u00fcck.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b0c3b22fe7e018fd09546155339efd16\">\u201eWo hast du das her?&#8221; Ich war darauf gefasst, eine abenteuerliche Geschichte zu h\u00f6ren zu bekommen, in der Isan die Dame geschickt abgelenkt und ihr das Schmuckst\u00fcck aus der Frisur stibitzt hatte. Ich h\u00e4tte es ihr zugetraut.<\/p>\n<p data-p-id=\"e0bd3f2439b92c828d6004b25962d108\">\u201eIch hab sie eingetauscht. Gegen ein paar bunte Heilsteine, die ich nicht mehr brauchte. Verta sagt, das sei Unfug. Die M\u00e4dchen aus Iva\u00e1l k\u00f6nnen sich eigenes Geschmeide daraus machen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c0c6af84000567ddfcdd319d86c2e2ed\">\u201eDas ist doch bestimmt ein Wertgegenstand, oder?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"490118d72a7000d0d72fad2be6445004\">\u201eKlar. Allein der gr\u00fcne Stein ist mehr wert als eine Kuh. Deshalb wird die <em>eld-yarlara<\/em> sicher zutiefst erleichtert sein, wenn das gute St\u00fcck wieder auftaucht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7f558bdbeb439fac0dbca03b0dff50fe\">\u201eWas hast du vor?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a2f9cdcff1751f5bb85b88adff65ed12\">Isan schmunzelte verschmitzt. \u201eDas Gefolge der <em>yarlara<\/em> ist sich absolut sicher, dass sie den Haarschmuck heute fr\u00fch noch trug, als sie den <em>yarl<\/em> k\u00e4mpfen sah. Sie muss sie wohl verloren haben, just vor Althopians F\u00fc\u00dfen. Was glaubst du, er ist so artig und gibt ihr die Haarnadel zur\u00fcck?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"18fdcfacfcad7ca676ae950bc57af7d6\">Es wurde bereits dunkel, als der <em>teirand<\/em> und die M\u00e4nner, die ihn begleitet hatten, zur Burg zur\u00fcckkehrten. Sie waren rings um die Burg ausgeschw\u00e4rmt und hatten den ganzen Tag nach dem mysteri\u00f6sen Schattens\u00e4nger gefahndet. Erfolg hatten sie allerdings nicht gehabt. Nicht einmal den Anwohnern an jeder St\u00e4tte, wo irgendetwas den Wald verw\u00fcstet hatte, war etwas Ungew\u00f6hnliches aufgefallen, niemandem ein Schwarzgewandeter begegnet.<\/p>\n<p data-p-id=\"ca13a5547c26d26fd6515c8d493c0e87\">All das entnahm ich den Gespr\u00e4chsfetzen, die ich aufschnappte, als nach und nach Berittene wieder im Burghof ankamen. Allzu verwundert oder entt\u00e4uscht schienen die M\u00e4nner nicht zu sein; eher erleichtert dar\u00fcber, dass keiner von ihnen <em>tats\u00e4chlich<\/em> dem Magier begegnet war.<\/p>\n<p data-p-id=\"65b7f54af79f36836923ada69a44b440\">Unzufrieden war allerdings der <em>teirand<\/em>, als er mit den Rittern und einigen Waffenknechten wieder in seinem Haus ankam. Das sah man ihm an, als er von seinem Pferd abstieg, einem herbeieilenden Stallknecht die Z\u00fcgel in die Hand dr\u00fcckte und dann wortlos in die Burg stiefelte. Als er an uns vorbei kam \u2013 Isan und ich sa\u00dfen brav nebeneinander auf einer Bank unter den Arkaden &#8211; warf er mir allerdings einen Blick zu, den ich nicht deuten konnte. Sicherlich bildete ich mir das ein, aber er wirkte <em>beunruhigt<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"cd9bfcf8a4b5c1f28f3f632297804b3d\">Isan hatte den Anstand, zu warten, bis Wa\u00fdreth Althopian sein Reittier an einen Stallknecht \u00fcbergeben hatte. Dann sprang sie auf und rannte zu ihm hin\u00fcber.<\/p>\n<p data-p-id=\"9241d914417e83fb76de2cc481456c5f\">Ich wollte nicht mehr \u00fcber die Sache wissen als n\u00f6tig, also ging ins Geb\u00e4ude. In der Halle waren nun Leute dabei, die h\u00f6lzernen B\u00e4nke und Tische aufzustellen. Aus der K\u00fcche, die ich mir am Tag bereits neugierig angesehen hatte, drangen schon eine ganze Weile appetitliche D\u00fcfte. Von Isan hatte ich erfahren, dass es \u00fcblich war, dass der gesamte Haushalt des <em>teirand<\/em> am Abend gemeinsam in der Halle a\u00df. Sie hatte sich gewundert, dass ich auch solche Selbstverst\u00e4ndlichkeiten vergessen hatte. Heute w\u00fcrde ich jedenfalls erstmals dabei sein.<\/p>\n<p data-p-id=\"b8ea53ded9fc8a33f3146775ef779961\">Dem <em>teirand<\/em> und seinen G\u00e4sten war ein vornehmer ausgestatteter Tisch vorbehalten, der quer an der Stirnseite aufgestellt war und mit Geschirr aus glasiertem Ton und gl\u00e4sernen Trinkkelchen bereits eingedeckt war. Statt B\u00e4nken gab es dort St\u00fchle f\u00fcr die einzelnen Personen, etwa ein Dutzend z\u00e4hlte ich. F\u00fcr alle anderen standen Holzteller und Tonbecher bereit, alles sehr sauber und ordentlich. Abermals staunte ich dar\u00fcber, wie kultiviert es in dieser Welt zuging. Ob das nur damit zusammenhing, dass ich mich in einer herrschaftlichen Umgebung befand?<\/p>\n<p data-p-id=\"b16a8519d01c6189bbe9e5aa3e74a27c\">Eine <em>teiranda<\/em>, auch das hatte ich ebenfalls erfahren, gab es nicht. Benjus von Valvivant hatte niemals eine <em>h\u00fdardora<\/em> erw\u00e4hlt. S\u00f6hne oder T\u00f6chter hatte er demzufolge nicht. Ich fragte mich, wie sich in dieser Welt eine Nachfolgerschaft regelte, wenn so etwas geschah. W\u00fcrde ein entfernterer Verwandter auf den Thron aufr\u00fccken? Oder w\u00e4hlten sich die Leute ihren neuen Regenten? Ich fragte Verta, die bereits eingetroffen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"e6e0dae9625957cbe1ac9dd480b256a3\">\u201eDer <em>teirand<\/em> wird noch zu Lebzeiten, m\u00f6gen ihm die M\u00e4chte noch viele Sommer schenken, einen seiner <em>yarlay<\/em> bestimmen, seinen Platz einzunehmen&#8221;, erkl\u00e4rte die Heilerin. \u201eNiemand rechnet mit jemand anderem als Herrn L\u00e9ur, und es ist unwahrscheinlich, dass die anderen <em>yarlay<\/em> Einspruch dagegen erheben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"503efef1af2c4584fc87cfed39e2a379\">\u201eAber sie k\u00f6nnten es tun?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5e860fda7b25532b1e1e4b571adb9921\">\u201eNat\u00fcrlich. Wie s\u00e4he es denn aus, wenn die Herren kein Vertrauen in ihren Schutzherren h\u00e4tten?&#8221; Sie warf mir einen nachdenklichen Blick zu. \u201eWie kommt es, dass dich das so sehr interessiert \u2013 und du auch dar\u00fcber nichts wei\u00dft?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"560efd8f783767235531605d80fb97b8\">\u201eOh &#8230; einfach so.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1aa0420d5f49a9c436dd09b4abe5ea3c\">\u201eEs kommt sehr selten vor, dass ein <em>teirand<\/em> ohne Nachkommen hinter die Tr\u00e4ume geht. Wenn es bei dem unseren so sein soll, dann ist es Wille der M\u00e4chte, dass eine andere Familie die Geschicke \u00fcbernimmt. Und das Haus Tjiergroen ist wahrlich keine schlechte Wahl.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8a7349d3a7caa213341c7b47f5659a1b\">Ich nickte und beschloss, den hei\u00dfen Boden dieses Themas zu verlassen, bevor es zu heikel wurde.<\/p>\n<p data-p-id=\"f9bb7a8f30f7b749907ed14c6903ea8b\">Nach und nach f\u00fcllte sich der Saal. Auch der starke Mann, der mich gestern in das Krankenzimmer getragen hatte, tauchte auf und winkte mir freundlich zu, nahm aber an einem anderen Tisch Platz, wo offenbar seine Freunde bereits sa\u00dfen.<\/p>\n<p data-p-id=\"5986d8a5efae917e70bf421532a68457\">Schlie\u00dflich tauchte Isan auf. Ihr Gesicht war ger\u00f6tet vor Aufregung.<\/p>\n<p data-p-id=\"fa8acf24003245a9df0443942bc6e0c4\">\u201eUnd?&#8221;, fragte ich, bekam aber keine Antwort. Ich entschloss mich, den beiden einfach alles nachzutun, und setzte mich zu ihnen an eine der B\u00e4nke. Fatalerweise hatten die beiden just einen Sitzplatz nahe des f\u00fcrchterlichen Wandgem\u00e4ldes gew\u00e4hlt, an der Stelle, wo die zentrale Figur des b\u00f6sen Schattens\u00e4ngers sein Gemetzel anrichtete. Ich konnte mich nicht abwenden, mehr noch: Ich f\u00fchlte mich von dem silbrigen Blick des Portr\u00e4ts geradezu angestarrt. Dass das Gesicht der Figur darum herum etwas Fratzenhaftes hatte, fiel \u00fcberhaupt nicht ins Gewicht. Mir war unbehaglich.<\/p>\n<p data-p-id=\"5d7defe9e43c0526940c0ba2dfeafe06\">Dass die <em>doayra<\/em> und das M\u00e4dchen sich anschwiegen, empfand ich noch dazu als unangenehm. Es war etwas Pers\u00f6nliches, Unausgesprochenes zwischen ihnen, das ich nicht einsch\u00e4tzen konnte. Also wartete ich, w\u00e4hrend das Essen auf Servierplatten und gro\u00dfen Schalen aufgefahren wurde. Es waren \u00fcberraschend einfache Speisen, Brot, ein s\u00e4miger Brei aus Gem\u00fcse und Getreide. Obst und rohes Gem\u00fcse mit einer Art Essigsauce. Niemand griff zu. Ganz offensichtlich geduldete man sich, bis der <em>teirand<\/em> erschien.<\/p>\n<p data-p-id=\"938797ba464e7e1bc7b137718362e0ad\">Das dauerte, aber es schien niemanden zu st\u00f6ren. Nat\u00fcrlich mussten die M\u00e4nner sich nach ihrem Ausritt erst ein wenig erfrischen. Die Leute bei Tisch waren nicht ungeduldig. Die Stimmung war entspannt, und \u00fcberall plauderten die Leute. Ich h\u00e4tte mich wohl gef\u00fchlt, w\u00e4ren da nicht so viele kleine Nadelstiche in dem gewesen, das ich seit meiner Ankunft hier erlebt hatte und wor\u00fcber ich nicht sprechen durfte. Ich versuchte, das Wandgem\u00e4lde zu ignorieren.<\/p>\n<p data-p-id=\"e1543157c82c416ac1624ac334290710\">Zwischen Verta und Isan herrschte eisiges Schweigen. M\u00f6glicherweise hatte Verta etwas von Isans Aktion erfahren und lie\u00df sie ihr Missfallen auf diese Weise sp\u00fcren.<\/p>\n<p data-p-id=\"cec5ba538bb1357c318f13e7a6d10f3f\">Schlie\u00dflich erschien der <em>teirand<\/em>. Die <em>yarlara<\/em> von Iva\u00e1l und ihre T\u00f6chter begleiteten ihn und lie\u00dfen sich zu seiner rechten Seite nieder. Links nahm der <em>mynstir<\/em> L\u00e9ur Tjiergroen Platz. Am \u00e4u\u00dferen Ende des Tisches setzte sich der Ritter nieder, der am Morgen seinen Schaukampf mit Althopian ausgefochten hatte. Zu ihm gesellten sich mehrere andere fremde M\u00e4nner, die wahrscheinlich ebenfalls <em>yarlay<\/em> waren, denn ihre Gewandungen \u00e4hnelten sich. Nur Wa\u00fdreth Althopian lie\u00df sich nicht blicken. Ob Isan keinen Erfolg gehabt hatte und deswegen so schweigsam war?<\/p>\n<p data-p-id=\"16e60e237cdcfc499e6f218caebc2ce9\">Offenbar wollte man auch nicht auf ihn warten. Gundald Lebr\u00e9oka erhob sich und sagte einen Spruch auf, von dem ich kein Wort verstand. Die Anwesenden antworteten im Chor. Dann begannen alle, sich an den Schalen zu bedienen. Auch ich griff zaghaft zu. Das Mus war scharf gew\u00fcrzt und schmeckte hervorragend.<\/p>\n<p data-p-id=\"b0a6fb14ed9ab8b5637b6dc48ba2a131\">Die alte <em>yarlara<\/em> plauderte angeregt mit Benjus von Valvivant, aber seiner Miene nach zu urteilen, h\u00f6rte er ihr kaum zu. Die \u00e4ltere der beiden jungen <em>yarlara\u00e9<\/em> schaute immer wieder auf den leeren Stuhl bei den Rittern und tat gleich darauf so, als ginge es sie nichts an. Insgeheim f\u00fchlte ich mit ihr. Sie erinnerte mich an Dinge, die ich selbst erlebt hatte. Sie schw\u00e4rmte heimlich f\u00fcr jemanden und durfte es der Mutter gegen\u00fcber sicherlich nicht zeigen. Ob sie sich Gedanken dar\u00fcber machte, ob Althopian sich f\u00fcr sie interessierte? Oder sich f\u00fcr sie interessieren durfte?<\/p>\n<p data-p-id=\"25d4e7db724082f4d4d0b21fc24d128a\">Auch Isan wurde immer unruhiger, je l\u00e4nger der Ritter auf sich warten lie\u00df. Offenbar passte das ganz und gar nicht zu ihrem Plan.<\/p>\n<p data-p-id=\"02424ff52a9657b46e72af2bfea52332\">Vielleicht hatte Wa\u00fdreth Althopian seine Gr\u00fcnde. M\u00f6glicherweise fehlte ihm das, was er im Kampf gegen andere Ritter oder wilde Tiere aufbrachte, wenn es um pers\u00f6nliche Dinge ging. Vielleicht wollte er auch nicht, dass sein heimliches Werben um die sch\u00f6ne <em>yarlara<\/em> sich durch eine von einem Kind angezettelte Kungelei zu einem Skandal auswuchs. Konnte ich denn wissen, nach welchen Regeln man sich in dieser Welt einander den Hof machte?<\/p>\n<p data-p-id=\"e3e181b12df7d56db4921bdedfc3d7ed\">Verta und Isan hatten immer noch nicht gesprochen, zumindest nicht miteinander. Auf Gespr\u00e4che mit ihren Sitznachbarn gingen beide ein; auf kleinen Smalltalk wie die Bitte, das Salzsch\u00e4lchen anzureichen und Bemerkungen \u00fcber die exotische Garderobe der fremden Damen, die den vollen Beifall der Frauen am Tisch fand.<\/p>\n<p data-p-id=\"750be2f1acdb1b619885d95c1c04d625\">Als sich das gemeinsame Nachtmahl dem Ende zuneigte und die Sch\u00fcsseln und Platten schon fast geleert waren, betrat ein Mann den Saal, wohl einer der Wachposten am Burgtor. Er trat an den <em>mynstir<\/em> heran und wechselte leise ein paar Worte mit ihm. <em>Yarl<\/em> Tjiergroen wandte sich daraufhin an den <em>teirand<\/em> und redete mit ged\u00e4mpfter Stimme.<\/p>\n<p data-p-id=\"e78d76f9491e20a3e852f6c01cf96b8e\">Benjus von Valvivant zuckte die Achseln, ohne vom Teller aufzuschauen. An seinem Tisch waren auch etwas aufw\u00e4ndigere Speisen serviert worden. Ein St\u00fcck Fleisch beanspruchte seine Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p data-p-id=\"6e074420f7dd7a8bc224fdb540230f34\">\u201eBring ihn her&#8221;, wies der <em>mynstir<\/em> den W\u00e4chter dann so laut an, dass alle es h\u00f6ren konnten. \u201eWenn er uns geb\u00fchrend unterh\u00e4lt, mag er die Nacht \u00fcber bleiben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2f47b4b96cf0f66ac5c4ec802d0247ca\">Das versetzte die Anwesenden in gute Stimmung. Offenbar hatte bislang etwas an der \u00fcblichen Szenerie gefehlt.<\/p>\n<p data-p-id=\"f8f0c32744423bc4de69b714e870c607\">\u201eOh, sch\u00f6n&#8221;, brach Isan das Schweigen. \u201eIch hatte schon bef\u00fcrchtet, es gebe heute keine Musik. Wie dumm, dass der <em>teirand<\/em> gestern die <em>b\u00e1chorkoray<\/em> fortgeschickt hatte! Die waren richtig gut!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e6ed38e61ab862e1494773c2678f320b\">\u201eDu gehst schnurstracks zu Bett&#8221;, antwortete Verta streng. \u201eDenkst du, ich h\u00e4tte nicht mitbekommen, was du heute getrieben hast?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bf58285eb6216844a9871a43360edf77\">\u201eAber&#8230;&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bd5394ab63d5abb505bc8133fdc55b83\">\u201eNoch, mein Kind, bin <em>ich<\/em> diejenige, die dir zu befehlen hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"bdfd27131da684dfd25519744fe9eeaa\">Isan warf ihr einen d\u00fcsteren Blick zu. \u201eAber kurz ansehen darf ich mir den <em>b\u00e1chorkor<\/em>, ja?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f4b019b9a7643dc35a4caf6d7316b302\">\u201eMeinetwegen&#8221;, knurrte Verta. \u201eAber dann verschwindest du und denkst \u00fcber dein Benehmen nach.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c5826a6a2fe603d07f226bd2522eeafd\">Wie meine Oma. Ich war am\u00fcsiert. Die alte Frau brachte es sicher nichts \u00fcbers Herz, zu lange zu streng mit Isan zu sein. Sie lie\u00df mit sich handeln.<\/p>\n<p data-p-id=\"23cd22e612e27a80717c092008010390\">Alle Augen wandten sich dem Mann zu, den der W\u00e4chter nun in den Saal hinein winkte. Interessierte Erwartung schlug dem Mann entgegen, der mit gesenktem Haupt und z\u00f6gerlichem Schritt zwischen den Tischen auf den Thron zuging und dort niederkniete.<\/p>\n<p data-p-id=\"bd2409934dfd7a3d222610aa7b3618f1\">\u201eAch, so einer&#8221;, sagte Isan entt\u00e4uscht. \u201eDer ist langweilig. Der hat bestimmt nur erbauliche Geschichten dabei.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"82e12d13a8863e4897f40ff05b95b004\">\u201eDann kannst du ja beruhigt schlafen gehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cb25d0983175f85595fd8177b340152f\">Isan erhob sich, setzte sich aber sogleich wieder nieder. Aus der T\u00fcr an der Kopfseite des Saales, hinter der Tafel des<em> teirand <\/em>war <em>yarl<\/em> Althopian hervorgetreten. Er schaute sich nach der <em>yarlara<\/em> um, folgte ihrem Blick und starrte den Neuank\u00f6mmling dann ebenso entgeistert an, wie ich es bereits tat.<\/p>\n<p data-p-id=\"5cef8141df798b6e0d6de73d7c9bd841\">Der <em>teirand<\/em> w\u00fcrdigte den Besucher kaum eines Blickes und speiste weiter. Der <em>mynstir<\/em> wartete einen Moment und \u00fcbernahm das Wort.<\/p>\n<p data-p-id=\"6244669abe8f6287606b556358a00486\">\u201eWer bist du und wohin f\u00fchrend dich deine Wege?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d05a72cd7b87d4772d3ba34fd1b63756\">\u201eMein Name ist zu bescheiden, um vor den Ohren des <em>teirand<\/em> ausgesprochen zu werden. Ich komme vom Montaz\u00edel und meine Wege f\u00fchren mich schon bald weiter, in das Reich <em>Pianmur\u00edt<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"740f2855998bb581541ebab82d675838\">Benjus von Valvivant erstarrte. Wie in Zeitlupe legte er Messer und Gabel auf den Teller und hob langsam den Kopf.<\/p>\n<p data-p-id=\"f35dc7370d0febc009ef6e83b31065cf\">\u201e<em>Pianmur\u00edt<\/em>?&#8221;, fragte L\u00e9ur Tjiergroen verwirrt. \u201eWo ist das?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2a1b0d6f5b40d023a6cbab4c0f8820b0\">\u201eDas ist eurem <em>teirand<\/em> wohlbekannt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b8df9e41a6a0a12fa9873cba46508135\">Der Monarch blickte auf.<\/p>\n<p data-p-id=\"fbc1d725b1ca150929dd0ae207b1caf9\">\u201eLasst ihn reden&#8221;, sagte er tonlos. \u201eIch will wissen, was er &#8230; dar\u00fcber wei\u00df.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"31f10be3562e048dd92f90d22f3c2c1f\">\u201eWenn Ihr erlaubt&#8221;, sagte der Mann und erhob sich, \u201em\u00f6chte ich mich in dieser Burg mit einem Lied vorstellen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"87926a387be5c783e26dca074a29ebd9\">Hier und da lachte jemand verhalten, wahrscheinlich \u00fcber das unangebrachte Selbstbewusstsein des Musikanten.<\/p>\n<p data-p-id=\"4cd9f9e9526bb990beb00dfc2fa050f7\">Selbst Isan grinste. \u201eIch glaube, der ist doch ganz witzig&#8221;, sagte sie zu mir.<\/p>\n<p data-p-id=\"796fc5ff37d7e61d38cf6b7d9403d5bd\">Mir hingegen wurde angst und bange.<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/schattenherz-oder-die-ergaenzte-seele-band-1\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-2050","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-01_schattenherz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2050","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2050"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2050\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3858,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2050\/revisions\/3858"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2050"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2050"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2050"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}