{"id":2044,"date":"2025-08-24T19:21:51","date_gmt":"2025-08-24T17:21:51","guid":{"rendered":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/?p=2044"},"modified":"2025-09-01T09:40:21","modified_gmt":"2025-09-01T07:40:21","slug":"009-gefahr-und-gefuehl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/2025\/08\/24\/009-gefahr-und-gefuehl\/","title":{"rendered":"009: Gefahr und Gef\u00fchl"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 fusion-flex-container has-pattern-background has-mask-background nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row fusion-flex-align-items-flex-start fusion-flex-content-wrap\" style=\"max-width:1144px;margin-left: calc(-4% \/ 2 );margin-right: calc(-4% \/ 2 );\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_4 1_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-color:#RRGGBBAA;--awb-bg-color-hover:#RRGGBBAA;--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:25%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:7.68%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:7.68%;--awb-width-medium:25%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:7.68%;--awb-spacing-left-medium:7.68%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\" data-scroll-devices=\"small-visibility,medium-visibility,large-visibility\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-image-element \" style=\"--awb-caption-title-font-family:var(--h2_typography-font-family);--awb-caption-title-font-weight:var(--h2_typography-font-weight);--awb-caption-title-font-style:var(--h2_typography-font-style);--awb-caption-title-size:var(--h2_typography-font-size);--awb-caption-title-transform:var(--h2_typography-text-transform);--awb-caption-title-line-height:var(--h2_typography-line-height);--awb-caption-title-letter-spacing:var(--h2_typography-letter-spacing);\"><span class=\" fusion-imageframe imageframe-none imageframe-1 hover-type-none\"><img decoding=\"async\" width=\"384\" height=\"600\" title=\"SH_Thumb\" src=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp\" alt class=\"img-responsive wp-image-1991\" srcset=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-192x300.webp 192w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb-200x313.webp 200w, https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/SH_Thumb.webp 384w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 384px\" \/><\/span><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_3_4 3_4 fusion-flex-column\" style=\"--awb-bg-size:cover;--awb-width-large:75%;--awb-margin-top-large:0px;--awb-spacing-right-large:2.56%;--awb-margin-bottom-large:20px;--awb-spacing-left-large:2.56%;--awb-width-medium:75%;--awb-order-medium:0;--awb-spacing-right-medium:2.56%;--awb-spacing-left-medium:2.56%;--awb-width-small:100%;--awb-order-small:0;--awb-spacing-right-small:1.92%;--awb-spacing-left-small:1.92%;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-column-has-shadow fusion-flex-justify-content-flex-start fusion-content-layout-column\"><div class=\"fusion-text fusion-text-1\" style=\"--awb-text-transform:none;\"><p data-p-id=\"63512ad59b2258c68f69b73d7c0d8e9a\"><em>Es war ein sonniger Tag. Ich sa\u00df am K\u00fcchentisch auf dem viel zu gro\u00dfen Stuhl, lie\u00df die Beine baumeln und horchte. Es gab zwei Ger\u00e4uschquellen: Das undeutliche, verschwommene L\u00e4rmen der anderen Kinder auf dem Spielplatz neben dem Haus und das klare, scharfe Klappern und Klimpern, das Oma verursachte, w\u00e4hrend sie hinter mir herum werkte. Sie kochte ein Mittagessen f\u00fcr mich. Das tat sie oft. Ich war sozusagen bei Oma aufgewachsen. Sie hatte immer Zeit gehabt. Bei ihr war ich ordentlich &#8230; untergebracht. <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"30446a5c8c644a055a54155ed6149536\"><em>Ich konnte sie nicht sehen, aber ich hatte sie genau vor Augen, mit ihrer gemusterten Kittelsch\u00fcrze, der Brille mit dem dicken Gestell und der stets akkurat mit Lockenwicklern in Form gebrachten, ergrauten Frisur. In meiner Erinnerung war sie untrennbar mit dieser ganz speziellen Art von K\u00fcche verbunden, mit M\u00f6beln, die nicht zusammenpassten, Ger\u00e4tschaften, die ohne Strom funktionierten und alten Emaille-Kocht\u00f6pfen mit Zwiebelmuster.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"49631e79249572cf3ba9ecbab03e5571\"><em>Sie sagte nichts. Sie redete nie viel, aber sie versorgte mich auf eine geruhsame Weise. Ihr konnte ich alles erz\u00e4hlen.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"ba82108e0812b30c98872d1ae001284e\"><em>Hier war ich sicher. Hier, in Omas K\u00fcche, konnte mir nichts passieren. <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"4fa71469c556a00fb13496abab4695c0\"><em>Sie war nie eine talentierte K\u00f6chin gewesen. Alles, was sie auf den Tisch brachte, war von \u00e4u\u00dferster Schlichtheit und Improvisation gepr\u00e4gt. Mein Lieblingsgericht, dessen Duft mir auch jetzt in die Nase stieg und Vorfreude weckte, war von dieser Art: Nudeln, viel zu lange gekocht und dabei auf eine ganz eigent\u00fcmliche Konsistenz gebracht, mit deutlich zu viel Butter und Ketchup als So\u00dfe. <\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"eb9697275186406ee0a1eed2e474c6de\"><em>Irgendwann war Oma nicht mehr da gewesen. Mein sicherer Ort war verschlossen.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"d33919aae82fcdd7c38a942ba555770c\"><em>Ich stutzte. Wenn Oma doch fort war \u2013 wo war ich jetzt? Und warum war die K\u00fcche so gro\u00df? War ich etwa so klein? Was war das hier?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"eab29283e8af1da3539bd7d9d92cd191\"><em>Eine Hand stellte den Nudelteller mit dem kitschigen Bl\u00fcmchenmuster am Rand und Omas nicht reproduzierbarem Gericht vor mir ab. Aber es waren nicht ihre runzeligen Finger mit den altmodischen Ringen. Es war eine schlanke M\u00e4nnerhand<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"1358182de90ae4d1499bbdfe255f5b52\"><em>Ujora?<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"25449d95dd654adf666801d08a082c09\">Die K\u00fcchenszene aus meiner fr\u00fchen Kindheit dimmte fort. Die Erinnerung an den Geschmack der k\u00f6stlichen zerkochten Nudeln hatte ich ganz zart auf der Zunge.<\/p>\n<p data-p-id=\"f27a8506a2fb7f427b830bc0a253d23d\">Ich lag lang ausgestreckt vorn\u00fcber auf dem Hals des schwarzen Pferdes, das nun im Schritttempo voran zockelte. Meine Erwartung, in meinem eigenen oder einem Krankenhausbett zu erwachen, verfl\u00fcchtigte sich erneut. Ich schrak hoch und m\u00fchte mich ab, wieder in Sitzposition zu kommen. Meine H\u00e4nde waren noch immer um den Schultergurt der Tasche geschlungen, aber ich konnte ihn nun loslassen.<\/p>\n<p data-p-id=\"20c31cd5ad57ffabd1b8f4680264de27\">Das schwarze Pferd folgte einem schmalen Pfad, der an beiden Seiten von steilen Felsw\u00e4nden ges\u00e4umt war, schwindelerregend hoch aufragend und wie glatt poliert. Es schien, als seien die Berge links und rechts von einem \u00fcberdimensionierten Axthieb gespalten worden. Durch diese d\u00e4mmrige Klamm f\u00fchrte der Weg. Hoch oben war Tageslicht, von dem nur so viel hinab drang, dass ein seltsames Zwielicht uns umgab.<\/p>\n<p data-p-id=\"f056d4d510aa0849740fadf15a23c07f\">\u201eWas ist passiert?&#8221;, fragte ich, mit einem Schlag hellwach.<\/p>\n<p data-p-id=\"620d0a8006e4b3f3204806d2016d1d83\"><em> Ich habe dich geweckt. Ich war beunruhigt.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"5436c06ada377e51a84334b1b57277bd\">\u201eBeunruhigt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"54c27040ad00df5f8127bc0a7bfafcee\"><em> Du warst pl\u00f6tzlich so traurig.<\/em><\/p>\n<p data-p-id=\"2abe7ba4125c1ddc2381714d2e75c1bc\">Er blieb stehen. Ich beeilte mich, von seinem R\u00fccken zu rutschen. W\u00e4hrend ich meine Glieder sortierte dazu, schl\u00fcpfte Yalomiro hinter meinem R\u00fccken wieder in seine Menschengestalt, bevor ich mitbekam, wie er das anstellte. Als ich mich ihm zuwandte, schaute er mich fragend an.<\/p>\n<p data-p-id=\"1e9df39af75e1fdba5ba03b876760635\">\u201eEs ist alles in Ordnung. Ich hab nur &#8230; schlecht getr\u00e4umt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2707dd7425756cc99fb93b18baa556f4\">\u201eKannst du mir nachsehen, dass ich dich nochmals \u00fcberrumpelt habe? Ich h\u00e4tte nicht gewusst, wie ich es mit dir h\u00e4tte ausdiskutieren sollen. Das n\u00e4chste Mal werde ich dich vorwarnen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1440ff523173965648842a87f298f188\">\u201eDu bist mit mir bis in die Berge galoppiert, ohne dass ich runtergefallen bin?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f1e03bdc80033bc854376720b4bb409a\">\u201eIn dem Moment, in dem du meine Tasche ber\u00fchrt hast, bist du sozusagen ein Teil meines Gep\u00e4cks geworden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"90370c07c026da8f2a0db444b3d1b3e5\">\u201eDu veralberst mich doch!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ab2d6b114955412a792a773a177f5eb6\">\u201eWie denkst du, bist du sonst hergekommen? Wir mussten uns beeilen. Die pl\u00f6tzliche K\u00e4lte in der Heide hat mich beunruhigt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b990735e56324fb20953133f646912d8\">\u201eDann hast du sie auch gesp\u00fcrt?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4bf769beade8b04d984fe6600eab3bff\">\u201eJa. Aber ich wei\u00df nicht, was es war. Lass uns \u00fcber etwas anderes reden.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"23277e1c8c6d84890dee41ec5c350e3f\">\u201eWie lange habe ich geschlafen? Du hast mich doch irgendwie wieder bet\u00e4ubt, oder?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d1c2cc0265dce97845cb8fcabaa91620\">\u201eNein. Du hast nicht geschlafen, sondern dich an einen Ort<em> erinnert<\/em>, an dem du dich absolut geborgen gef\u00fchlt hast.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cb87d2ce33c4d594a65494a20d87772f\">Das musste ich eine Weile sacken lassen.<\/p>\n<p data-p-id=\"f4081c37bb3f2bd3bdd7ffe6febd1057\">\u201eWei\u00dft du etwa auch, <em>woran<\/em> ich mich erinnert habe?&#8221;, fragte ich schlie\u00dflich argw\u00f6hnisch. Der Gedanke, dass er nun seinerseits eine Vorstellung davon hatte, wie ich als F\u00fcnfj\u00e4hrige nach matschigen Spaghetti gegiert hatte, war mir auf seltsame Weise peinlich.<\/p>\n<p data-p-id=\"1d3b66c36a8daa4a3c78b91542c9f353\">\u201eNein. Das geht mich nichts an. Ich sp\u00fcre lediglich, dass es dich bewegt hat. Es tut mir leid, wenn ich etwas anger\u00fchrt habe, das dir so wertvoll war. Ich konnte nicht ahnen, dass sch\u00f6ne Gedanken dir nun Traurigkeit bereiten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1f766888ae93a72ba11a7d443c59ed43\">\u201eIch auch nicht&#8221;, murmelte ich. Ich hatte so lange nicht mehr an Oma gedacht.<\/p>\n<p data-p-id=\"069e8c7bebaf4c6ca31b07e260350bc8\">\u201eImmerhin sind wir sehr schnell vorangekommen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d4c59456320366c5975e37fe63fd7903\">Ich folgte ihm und wunderte mich, dass mir von dem Wahnsinnsritt nicht jeder Knochen schmerzte. War er tats\u00e4chlich die ganze Strecke durch diese weitl\u00e4ufige Heidelandschaft galoppiert? Oder hatte er uns wom\u00f6glich irgendwie teleportiert? Ich traute ihm das zwischenzeitlich zu.<\/p>\n<p data-p-id=\"c6135c2758c96c7433ae3e0a79fc38e0\">\u201eVerwandelst du dich h\u00e4ufig in Tiere?&#8221;, versuchte ich mich an Smalltalk.<\/p>\n<p data-p-id=\"4852074db61472fabc178dd992d20c1a\">\u201eNur, wenn es f\u00fcr den Moment n\u00fctzlicher ist als mein eigener K\u00f6rper.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4ae1fcc85d8af9706e1ee6f7946ebe95\">\u201eDarf ich eine dumme Frage stellen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d7169dac528326998bf89e531b444c3c\">\u201eNur zu.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"014cd182fd0cbec098d166c357a6895b\">\u201eWas passiert derweil mit deiner Kleidung?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3e22f1fe9f0706f1418e83e58a0fd998\">Er lachte leise.<\/p>\n<p data-p-id=\"ae5c72c3509895f124ceb51733550246\">\u201eWas ist daran so lustig?&#8221;.<\/p>\n<p data-p-id=\"adb0ae8b0273b91af58ede8d961e3984\">\u201eGen\u00fcgt dir als Erkl\u00e4rung, dass meine Gew\u00e4nder ein wesentlicher Teil meines Zaubers sind?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9e3e6d2a1ff1d4d27b931c96209a63b0\">\u201eJa.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8bb0203eb787c4becb52b726bc92303a\">\u201eGut. Dann komm. Ich werde dich sp\u00e4ter wieder tragen, aber es ist nicht gut, wenn ich allzu lange am St\u00fcck meine Gestalt ver\u00e4ndere. Au\u00dferdem kann ich nicht gleichzeitig ein Pferd sein und anderweitig zaubern.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"19de863589e051c24f41ae8705e923a9\">\u201eIch verstehe.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4c73a8c664675d0dab529750476d7a55\">\u201eWillst du mich denn gar nicht davon \u00fcberzeugen, dass das alles eigentlich unm\u00f6glich und nur ein Traum ist?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"da5470a6846dde6c083fad4bb313e100\">\u201eNein. Ich beginne, mich damit zu arrangieren.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"228a692590a0b40ce4394abbd3553df4\">\u201eWunderbar.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"00280003adba43879cf734b727bb4af8\">In ging ihm auf dem schmalen Pfad nach. \u201eWohin f\u00fchrt dieser Weg?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"16efdfe31a88ceaeef788748653f32c6\">\u201eDirekt nach Valvivant. Dort wirst du auf mich warten. Ich will weiter nach Wijdlant. Das ist das <em>teirandon<\/em>, aus dem Gor Lucegaths Begleiterin stammte. Ich muss herausfinden, was dort zwischenzeitlich geschehen ist. Vielleicht finde ich jemanden, der sich erinnert..&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"82c385f34cbb0647dace21a887f4ace6\">Valvivant. Was f\u00fcr ein ansprechender Name, warm, \u00fcppig. Es klang ein wenig wie ein luxuri\u00f6ser Urlaubsort in einer sonnendurchfluteten Gegend am Meer.<\/p>\n<p data-p-id=\"eb5f9eb073bf1c517a12be3f59cba20e\">Ich wollte nicht dorthin.<\/p>\n<p data-p-id=\"269fe45d83df1763222b0e1cd6614bf2\">K\u00edan\u00e1, <em>teiranda<\/em> von Wijdlant, erwachte aus ihrem schweren Schlaf und richtete sich zerstreut auf. Sie lag angekleidet auf ihrem Bett. Um sie herum war Ruhe, sah man von den ged\u00e4mpften Alltagsger\u00e4uschen der Burg ab, die von Mauern, Fenstern und T\u00fcren ausgesperrt wurden.<\/p>\n<p data-p-id=\"6e20bed22848eae09cb8029e23b50f39\">Ein taubes, freudloses Gef\u00fchl regte sich in ihr, aber sie war zu lustlos und matt, um ihre Ungehaltenheit dar\u00fcber zu zeigen. Die junge Frau erhob sich und tappte aus ihrem Schlafgemach hin\u00fcber in ihr Privatzimmer. Als sie den Vorhang beiseiteschob, der beide Bereiche voneinander trennte, fiel ihr Blick auf den <em>Spiegel<\/em>.<\/p>\n<p data-p-id=\"400769aaf494788fa8ce8b5199adda4c\">Sie l\u00e4chelte sich selbst eine Weile beif\u00e4llig zu und trat dann an das Fenster, das auf den Burghof hinausging. Einen Moment lang beobachtete sie das Treiben ihres Gesindes, sah M\u00e4gde und Knechte ihrem Tagwerk nachgehen, W\u00e4chter auf den Mauern in das Land hinausschauen. <em>Yarl<\/em> Grootplen, der getreue <em>mynstir<\/em> und Erster ihrer <em>yarlay,<\/em> verhandelte etwas mit einem Bauern, der irgendetwas auf einem Fuhrwerk anlieferte. Doch all das wirkte auf sie, als betrachte sie es aus weiter Entfernung. Die Ger\u00e4usche waren matt und wattig.<\/p>\n<p data-p-id=\"2e097c340650425cd5eabea6946ab187\">K\u00edan\u00e1 von Wijdlant seufzte und versuchte, sich zu <em>erinnern<\/em>. Aber die Gedanken entglitten ihr, ohne, dass sie sie packen konnte, und als sie sich umdrehte, schaute ihr wieder ihr Spiegelbild entgegen. Als sie sich nach einer Weile davon abwandte, fiel ihr Blick auf das Bild an der Wand neben ihrem Nachtlager. Die <em>teiranda<\/em> z\u00f6gerte und dachte nach. Aber das tat weh.<\/p>\n<p data-p-id=\"e5f4ce825feb4318ed90ad3e8002eb95\">Schlie\u00dflich wischte sie die letzten Fasern von Erinnerung beiseite, die sie in ihrem Geist festgesetzt hatten wie helle Flusen auf dunklem Samt und beeilte sich, ihre Kemenate zu verlassen. Der <em>goala&#8217;ay<\/em> schlief niemals. Und er h\u00f6rte ihr immer zu. In seiner Gegenwart verschwanden die Schmerzen in ihrem Verstand. Immer.<\/p>\n<p data-p-id=\"c492c9452c4a58fcd266232ada3e5aca\">Gor Lucegath stand seinerseits am nach S\u00fcden ausgerichteten Fenster, das Kinn auf seine gefalteten H\u00e4nde, die Ellenbogen auf den Stein gest\u00fctzt, und beobachtete die tr\u00e4gen grauen Wolken, die wie eine Glocke \u00fcber Wijdlant hingen, als sie sein Gelass betrat. Sie war der einzige Mensch, dem er das unaufgefordert erlaubte.<\/p>\n<p data-p-id=\"6db26149c8ae1b0ceeb17195f758f74b\">Sein Turmzimmer war zweckm\u00e4\u00dfig eingerichtet, vornehmlich mit alten M\u00f6beln, die der Magier in der Burg vorgefunden hatte, als er vor etlichen Sommern hierher gekommen war. Einzig den wuchtigen, mit einem roten Tuch bedeckten Tisch, der das Zimmer beherrschte, hatte er seinerzeit selbst herbeigeschafft. Was er an magischen Utensilien mitgebracht hatte, war ordentlich in Wandregalen einger\u00e4umt. Eines seiner Werkzeuge, ein rubinroter Kristall vom Format eines G\u00e4nseeis, lag neben ihm auf der Fensterbank. Aber er hatte offenbar das Interesse daran verloren. K\u00edan\u00e1 von Wijdlant wusste, dass er damit an andere Orte schauen konnte. Es sei ein Spielzeug, hatte er ihr einmal erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p data-p-id=\"d6ec97c24214a1f1cc517a0e4e870e36\">\u201eLangweilt Ihr Euch?&#8221;, fragte der Magier, ohne sich umzudrehen,<\/p>\n<p data-p-id=\"1dddef55f171b34b64189b7cc57924f4\">\u201eEin wenig. Es ist schon so lange nichts Neues mehr geschehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8f4deaf4ae3ff4fe8c6bd338ae49413c\">Unter seiner kupferfarbenen Maske schienen seine Augen in den Wolken nach etwas Ausschau zu halten.<\/p>\n<p data-p-id=\"37109443a17e7e556967b79a13b9c87a\">\u201eIhr werdet schon sehr bald Zerstreuung bekommen. Der <em>camat&#8217;ay<\/em> ist unterwegs hierher. Und wie ich es voraussah, hat er nichts Eiligeres zu tun, als das <em>ay&#8217;cha&#8217;ree<\/em> an sich zu nehmen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"50a1b40f5dc785d600f554c235ae7bd0\">Die <em>teiranda<\/em> l\u00e4chelte. Diese Neuigkeiten reizten sie. Sie hatte den schwarzgewandeten Magier nie g\u00e4nzlich vergessen. In all der Zeit und nach all dem, was geschehen war, hatte sie immer wieder an ihn gedacht. Ungef\u00e4hr so, wie man sich zuweilen an einen Gegenstand erinnert, der die meiste Zeit in einem Schrank aufbewahrt wird.<\/p>\n<p data-p-id=\"3f4df9d9d9e60e2ec61fae03d2324809\">\u201eWie ist das m\u00f6glich?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c76beec44056a38ed2a949af35b3722a\">\u201eEr wurde erl\u00f6st, von jemandem, der von au\u00dferhalb kam. Und kaum ist er wieder frei, hat er nichts anderes im Sinn als kindische Tricks.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ab3e54e83f624ad8d2b90719eb671b90\">Sie erwachte sichtlich aus ihrer Lethargie.<\/p>\n<p data-p-id=\"693dafb7e8a1528581c43aaae3f0ae91\">\u201eWo ist er jetzt?&#8221;, fragte sie begierig.<\/p>\n<p data-p-id=\"b45649b07fe70ae59e4eeb3e54b65e51\">Der Magier wies in die Ferne, hin zu den Bergen.<\/p>\n<p data-p-id=\"c2e720cdea8fb87e7276f6cc8ebbc89e\">\u201eEr \u00fcberquert den Montaz\u00edel&#8221;, sagte er. \u201eBegleitet mich, Herrin. Wir werden ihn in Empfang nehmen. Das wird sicherlich auch f\u00fcr Euch kurzweilig.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"518b300da3ce1702b510e9037c72d748\">\u201eWir beide allein?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8531b1aaab7c23b1a12c34f49cf7b94f\">Der Rotgewandete sann einen Moment dar\u00fcber nach. \u201eNein&#8221;, entschied er dann. \u201eDiesmal nehmen wir Grootplen und ein kleines Gefolge mit.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c6559bee4107c35c1dbbef218cf92d62\">Der Pfad durch die Schlucht stieg sanft und kerzengerade an. Er vermittelte nicht den Eindruck, dass er ein Gebirge durchschnitt, dessen Gipfel durch die Wolken brachen. Die Umgebung war wundersam, surreal. Sie sah Berggegenden, die ich kannte oder von denen ich einmal Bilder gesehen hatte, \u00fcberhaupt nicht \u00e4hnlich. Es war eher, als gingen wir durch enge H\u00e4userschluchten, die beiderseits aufragten. Es schien wie ein grotesk ins Riesige transformierter Irrgarten, mit W\u00e4nden aus einem Gestein, das wie braun, wei\u00df und grau schimmernder Granit aussah. Streckenweise war der Fels mit Glimmer gemustert und anderenorts wie poliert, mit blanken metallischen Einsch\u00fcssen. Ab und zu gabelte sich der Weg, wurde zu einem Steig entlang eines Abgrunds. Doch solange man nicht in die Tiefe blickte, war das kein Problem. Die Wege waren breit genug, sodass man keinen Sturz f\u00fcrchten musste, vorausgesetzt, dass man halbwegs schwindelfrei war. Anderenorts waren die Durchg\u00e4nge so schmal, dass wir nicht nebeneinander hindurchgehen konnten. Aber das be\u00e4ngstigte mich zu meiner eigenen \u00dcberraschung kaum. Ich war mir insgeheim sicher, dass Yalomiro mich irgendwie festhalten konnte, wenn ich st\u00fcrzte.<\/p>\n<p data-p-id=\"1909d76af6efb99014ffefc1f82ab1df\">Wieso hatte ich nur pl\u00f6tzlich so viel &#8230; Vertrauen?<\/p>\n<p data-p-id=\"ff3ee03a291e22fac2a276dbb244b503\">Er erkl\u00e4rte mir, dass der Montaz\u00edel seine Welt von West nach Ost durchtrennte wie eine zur Mitte hin ansteigende Mauer, aber aufgrund der vielen Durchg\u00e4nge nicht wirklich eine Barriere darstellte. Einige der weiter zu beiden Seiten gelegenen Schluchten waren zu regelrechten Fernreiserouten ausgebaut, es gab sogar in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden Herbergen am Wegesrand. F\u00fcr uns hatte er jedoch bewusst einen Weg daran vorbei gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p data-p-id=\"dba38dff4c62681f6b46a3226a1b9da0\">Ich hatte gehofft, dass es die eine oder andere Gebirgsquelle auf dem Weg gab. Da hatte ich noch nicht begriffen, dass dies hier ganz und gar kein herk\u00f6mmliches Gebirge war, sondern eher eine dicke Wand mit verwirrenden Durchg\u00e4ngen darin. \u00dcber weite Strecken des Weges fehlte jegliche Spur von Vegetation, sah man von Flechten und Moospolstern ab. Es gab, erkl\u00e4rte Yalomiro, hier zu wenig Grundwasser, denn der Morgentau reichte nicht aus, um komplexere Pflanzen zu tr\u00e4nken. Was an Regen fiel, wurde auf dem Weg nach unten von den H\u00f6henpflanzen abgefangen. Es gab hier also wieder kein Wasser, das Yalomiro aus dem Boden h\u00e4tte ziehen k\u00f6nnen. Er war aber zuversichtlich, dass wir unterwegs Quellen oder kleine Wasserf\u00e4lle finden w\u00fcrden, sobald wir einen Weg erreichten, der in h\u00f6heren Regionen der Berge verlief.<\/p>\n<p data-p-id=\"4cac81a2d0ac23ecb80636a895004b0f\">Ob er m\u00f6glicherweise schwindelte, damit ich Ruhe gab?<\/p>\n<p data-p-id=\"7967b2d1458ee73b7a3c322155975d61\">Immerhin machte sich dann und wann ein Vogel bemerkbar, der \u00fcber der Klamm kreiste. Irgendwo weiter oben auf den Plateaus zwischen den Schluchten gab es offenbar kleinere Bergtiere. Die mussten sich schlie\u00dflich von irgendetwas ern\u00e4hren.<\/p>\n<p data-p-id=\"33036f89b57da8f3dab8b96516e19ef4\">W\u00e4hrend wir wanderten, lie\u00df ich meine Gedanken treiben. Durch die Stille war ich zur\u00fcckgeworfen auf das, was ich in den vergangenen vierundzwanzig Stunden erlebt hatte. Ich f\u00fchrte mir vor Augen, was ich bis gestern Vormittag mit meinem Leben gemacht hatte und wie weit weg, wie unwichtig all das pl\u00f6tzlich war. Es war, als w\u00fcrde mein Geist mit jedem Schritt konzentrierter, fokussierter. Das war seltsam. Ich hatte pl\u00f6tzlich Zeit zum Nachdenken. Dort, wo ich bis gestern Vormittag gelebt hatte, war ich dazu immer zu besch\u00e4ftigt gewesen. Abgelenkt von einer Menge Zeug, das mir immer fraglicher erschien.<\/p>\n<p data-p-id=\"3ccee29445e8b59d2e9ddfa0898d55a3\">Dann war da Yalomiro selbst. Seine Gegenwart verwirrte mich. Das lag aber nicht daran, dass er fortw\u00e4hrend Dinge sagte und tat, die meinen Verstand an seine Toleranzgrenze f\u00fchrten. Es hatte vielmehr etwas damit zu tun, was ich f\u00fchlte, wenn ich ihn ansah. Wenn er mit mir sprach, um mir all diese Dinge zu erkl\u00e4ren, die f\u00fcr ihn selbst so banal sein mochten.<\/p>\n<p data-p-id=\"7be600be865ddf22304fabd7982f9fda\">Er kam mir v\u00f6llig anders vor als s\u00e4mtliche M\u00e4nner, denen ich jemals begegnet war. Obwohl er mich mit seinen Aktionen \u00fcberrumpelte, benahm er sich so freundlich und f\u00fcrsorglich. Er hatte <em>Geduld<\/em> mit mir. Ich f\u00fchlte mich wie ein staunendes Kind an der Hand genommen und von einem wohlmeinenden Erwachsenen sicher durch diese merkw\u00fcrdige Welt gef\u00fchrt.<\/p>\n<p data-p-id=\"afcbf7e22c2c8e6833f87a3e6abfc10f\">Ebenso gut h\u00e4tte er mich im Eta\u00edmalon zur\u00fccklassen k\u00f6nnen, das war mir klar. Das h\u00e4tte ihm viele Umst\u00e4nde erspart.<\/p>\n<p data-p-id=\"bcfe09198959ae149830495679887e4a\">Yalomiro forderte nichts von mir. Das war neu. Bisher hatten Leute immer etwas von mir erwartet. Ich hatte meinerseits funktioniert und gehorcht, ohne nachzudenken, ohne zu hinterfragen.<\/p>\n<p data-p-id=\"2cfbe17164504f85d0337cf4cefa3e44\">\u201eValvivant wird dir gefallen. Eine fruchtbare Gegend, viele <em>yarlm\u00e1lon <\/em>mit gebildeten Bewohnern und D\u00f6rfer mit wesentlich freundlicherem Volk als jenem neben dem Wald. Es gibt oft Feiern und Turniere. Du magst doch Turniere? Damen lieben es doch, wenn die <em>yarlay<\/em> sich untereinander messen wie die aufgeplusterten H\u00e4hne?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ea7cc3422c5a3872c71d7786a09d44f0\">\u201eDas ist bestimmt &#8230; interessant.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6674b7a6b4dbe5bfdb9a84ce507bbf47\">\u201eEs ist jedenfalls besser und am\u00fcsanter, als wenn sie im Streit aufeinander losgehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"cbab26ea4be5e6ba9516e15a1f9b4f4e\">\u201eGut. Ich mache es mir also in Valvivant bequem. Aber was wird aus dir?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"58f457b404bbdd89f9bb02d3b5d299ab\">\u201eIch komme zurecht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"7a38021a7f605bac5c7e5ebf014e0606\">\u201eUnd wie soll ich mich verhalten? Worauf muss ich achten?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"303c6455af147d579a4ef975fb975db9\">\u201eIch werde den <em>teirand <\/em>in dein Geheimnis einweihen. Er wird verschwiegen sein. Meister Ask\u00fdn sprach vom Haus Valvivant stets als vertrauensw\u00fcrdigen Herrschern. Man wird dich gut beherbergen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"918c6a0e26bba95420b69e2bfd34b9ca\">\u201eDu meinst, man kann einfach so zu einem K\u00f6n&#8230; &#8211; zu einem <em>teirand<\/em> hingehen und mit ihm sprechen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4cd40210b0ebc68a228b92f25052d3b7\">\u201eSelbstverst\u00e4ndlich. Es ist ihre Aufgabe im Weltenspiel, sich um Schwierigkeiten zu k\u00fcmmern.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"306e3a8040ad6b9e9d189f0719b1355a\">\u201eAh.&#8221; Ich war verbl\u00fcfft. \u201eNun gut. Und was macht dich so sicher, dass es in Valvivant ungef\u00e4hrlich ist?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b811ca75b4409526c63d5da1c1105543\">\u201eGor Lucegath h\u00e4tte keinen Grund gehabt, dort etwas zu verderben.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"50c9e8336fd9a18d3abe3b2b3ceec101\">\u201eOkay.&#8221; Dieses Argument erschien mir etwas d\u00fcrftig. Aber wenn er das annahm, w\u00fcrde das wohl so sein. \u201eUnd wenn du deine Angelegenheiten erledigt hast, kommst du wirklich zur\u00fcck?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d6bef892f2e536a9ef9ffd8f793ee806\">\u201eWarum sollte ich das nicht tun? Wie oft willst du das von mir h\u00f6ren? Traust du mir nicht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c859f638b92518a43ac2452727e5fd12\">\u201eSo habe ich das nicht gemeint.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"2513d96ed4a1128790d49b0b0a7edb46\">\u201eIch werde alles daran setzen, die Dinge wieder ins Lot zu r\u00fccken und dann den Weltenschl\u00fcssel f\u00fcr deine R\u00fcckkehr vorzubereiten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b337fea1df3b6cd729cd9f29320995e1\">\u201eNa ja &#8230; vielleicht <em>vergisst<\/em> du mich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"86c3ea25edb58a23208bc36309c621c3\">\u201eKeine Sorge. Ich habe ein hervorragendes Ged\u00e4chtnis.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"9e9c244e85e38b862685a55dc3a600ed\">\u201eSicher.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"fdf814717eeb1bf8f31ea7fb2453fd31\">\u201eUjora, du hast mich erl\u00f6st. Denkst du nicht, dass du dir damit meinen ewigen Dank verdient hast? Ohne dich w\u00fcrde ich immer noch im Eta\u00edmalon neben meinem toten Meister sitzen und mein Schicksal verfluchen. Wie k\u00f6nnte ich das vergessen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"234fd008768ddd1b63a3f27b69c20c02\">\u201eUnd wenn dir etwas zust\u00f6\u00dft?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5a387e1a3b1b9e962238675f14ab63fc\">Er blieb stehen und schaute mich befremdet an.<\/p>\n<p data-p-id=\"1e7a94cc07c0bf7a64759fad5b736892\">\u201eIch verstehe nicht, worauf du hinaus willst. Ich kann und ich werde alles daf\u00fcr tun, dass du am Ende wieder an den Ort gelangst, an dem du dir w\u00fcnschst, zu sein. Ich halte meine Versprechen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"545fa10875f291ba28d3ef8c6c98f294\">\u201eAber darum geht es doch gar nicht!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"870b56709c7fdef0fa4cb75ccb778e09\">\u201eWorum dann?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"38a2558e040e8a328f94c8712ae69195\">\u201eUm &#8230;&#8221; Ich druckste herum. Wie konnte ich es ihm sagen, ohne dabei unsagbar peinlich zu erscheinen?<\/p>\n<p data-p-id=\"786fcf3080a02258868e8c9aa74085e3\">\u201eUm dich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"546bb5d05123b29e018ffe086657a2b2\">\u201eUm mich?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"48e80ddd6ef3982e17290c4704582539\">\u201eDu hast gesagt, dieser Gor Lucegath wird dich \u00fcberall finden. Ich meine &#8230; der Typ hat deinen Meister umgebracht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0fd5f738e5d876029ce2739ab0e366f6\">\u201eEr hat <em>zahlreiche camat&#8217;ay<\/em> get\u00f6tet. Aber mit einiger Wahrscheinlichkeit habe ich ihn \u00fcberlebt.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"76da333d917bc87b512d8dc7f386eeaa\">\u201eHast du denn gar keine Angst um dein Leben?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3e10dc7d3923a957da13420add097a14\">\u201eW\u00fcrde das eine Rolle spielen?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"20fc3f213392034db658341d49928dbd\">\u201eJa! &#8230; Ich will nicht, dass dir etwas zust\u00f6\u00dft.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"53e494f85f297d1fb8c6ca9e0ceeefdc\">\u201eIch verstehe. Du hast Angst, dass du nicht wieder in deine Dom\u00e4ne zur\u00fcckkehren kannst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"45afdad5f7cbb54750f5269d493986e9\">\u201eNein! Oder &#8230; ja, das auch. Aber &#8230;&#8221; Ich seufzte frustriert. Wie konnte er nur so begriffsstutzig sein. \u201eAber eigentlich &#8230; ich habe Angst, dass du nicht &#8230; zur\u00fcckkommst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"e9d4b262e7ae8276d6cfd66583576fcf\">Er schwieg ein paar Schritte lang.<\/p>\n<p data-p-id=\"4b9ed0a2c0a141d1596f64aaac501483\">\u201eWenn ich nun deine Gedanken h\u00f6ren w\u00fcrde, Ujora, w\u00fcrde ich darin finden, dass in deinem Leben bisher zu oft Leute einfach &#8230; weggegangen sind?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"06f115ebf12733ae09aae568a16911c7\">\u201eTust du das gerade? Meine Gedanken h\u00f6ren?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f711251520e10f01ba1873caa055fdb2\">\u201eNein. Aber offenbar habe ich gut geraten.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b0b95ac42b039f6c03de6975b7e1392c\">Ich konzentrierte mich mit aller Macht auf meine Schuhe, um ihn nicht anschauen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p data-p-id=\"ee544d2db7d7dba00c458193718c903c\">\u201eIch mag nicht dar\u00fcber reden&#8221;, murmelte ich, als auch er weder weiter ging, noch redete.<\/p>\n<p data-p-id=\"dd796fafec5c0169c5ea0c9938bad7d2\">\u201eWeil es mich nichts angeht?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c93114b6b3a41fa6750da9d9fbde3288\">\u201eJa &#8230; nein. Weil &#8230; es ist etwas, das ich mit mir selbst ausmachen muss.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"63ca6584f8bee607efaed2a57e172681\">Er wartete noch einen Moment und setzte seinen Weg dann fort. Ich folgte ihm in einigem Abstand und hoffte, das Thema sei beendet.<\/p>\n<p data-p-id=\"b4211f48082b3a6fa7963a4845004c7f\">\u201eEs ist nicht gut, eine gro\u00dfe Last ganz allein zu tragen&#8221;, sagte er unvermittelt. \u201eWer immer und immer mehr Steine in eine Kiepe l\u00e4dt, verliert irgendwann den Halt und wird zerquetscht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6b8bf70e783193d7880932ba870385a2\">\u201eEs ist aber auch nicht richtig, von anderen zu erwarten, dass sie einem die Steine abnehmen&#8221;, murmelte ich.<\/p>\n<p data-p-id=\"bbce01a3ce7b9299d492ba53c20f89dc\">\u201eM\u00f6glicherweise k\u00f6nnen andere dir dabei helfen, ein paar von den Steinen einfach beiseitezulegen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4c702018024fa705536fbbb1141b73c6\">Ich dachte einen Moment dar\u00fcber nach. Dann schloss ich zu ihm auf.<\/p>\n<p data-p-id=\"61b972981edaaa7bd0e24163d5cfce51\">\u201eSeid ihr alle so? Alle Schattens\u00e4nger, meine ich.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"42bdbeecf0178206e2f2f0014adb8cbd\">\u201eWas meinst du mit <em>so<\/em>?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f87f72d2f020d6cfb681d3ecb2e9d051\">Gute Frage. Was meinte ich eigentlich? Dass sein empathisches Verhalten etwas in mir triggerte, das ich \u00fcberhaupt nicht in Worte fassen konnte? Dass in mir eine Sehnsucht nach Nahesein erwachte, die mir selbst unheimlich wurde?<\/p>\n<p data-p-id=\"d7a92c0e7e973d11d3f12c2498fed2e5\">\u201eIch meine, ich &#8230; ich mag dich eben&#8221;, sagte ich unbeholfen.<\/p>\n<p data-p-id=\"4c7b439c067c898c88c7c752e42a14db\">\u201eDu <em>magst<\/em> mich?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"480143403ed9f1ce440b8c9438129ea8\">\u201eEs f\u00fchlt sich an, als w\u00fcrde ich dich seit Ewigkeiten kennen. Als ob &#8230; du meine G\u00fcte, ich wei\u00df echt nicht, wie ich das sagen soll, ohne mich l\u00e4cherlich zu machen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"a9861ae4eff5fd4d7c136b1c668fd938\">\u201eIst es denn albern?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"731e3d5ee93d3fad0e6d0bdfb7c53115\">\u201eJa.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"d09ed152a9f9cd4b34ca153a689a3fad\">\u201eSchade.&#8221; Er ging weiter. Ich gab mir einen Ruck.<\/p>\n<p data-p-id=\"877849857e2d0a78b17543df6bc03424\">\u201eIch bin wirklich gern mit dir zusammen!&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4577416e25d462403f906355fa8fee33\">Er wandte sich mir zu und hob abwehrend die Hand. \u201eVorsicht, Ujora. Du bist mir gestern Vormittag zum ersten Mal begegnet. Du wei\u00dft nicht, was es mit meinesgleichen auf sich hat und ob es nicht m\u00f6glicherweise eine <em>wirklich schlechte Idee<\/em> ist, meine Gegenwart zu sch\u00e4tzen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"b579975890817c1aeffc1be2b467cd06\">\u201eWas? Oh &#8230; nein! Bitte, versteh mich nicht falsch. Ich will dich nicht &#8230; anmachen oder so. Aber &#8230; auch wenn wir uns erst so kurz kennen &#8230; bist du mir &#8230;&#8221; Ich suchte krampfhaft nach einem unverf\u00e4nglichen Wort. \u201e &#8230; wichtig. Du &#8230; es tut mir gut, bei dir zu sein.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c3740745472ad6b0556393475c6e3971\">So. Jetzt war es heraus.<\/p>\n<p data-p-id=\"9d81a35ffb841b295bb8b234e866b294\">Er schaute mich still an.<\/p>\n<p data-p-id=\"069a785d50aa5a07f57a81dde7b1c00a\">\u201eBitte&#8221;, sagte ich, erschrocken \u00fcber meine eigene Aufdringlichkeit, \u201eich wollte dir nicht zu nahe treten. Es ist nur, du &#8230; selbst wenn ich dich nur tr\u00e4ume, wenn du gar nicht echt bist &#8230; du bist der freundlichste Mensch, der mir jemals begegnet ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"ee52d46e94185721391bbe563f6892be\">\u201eDas ist traurig, Ujora. Es ist nicht gut, wenn ausgerechnet ich es w\u00e4re, dessen Gesellschaft dir am meisten behagt. Vielleicht sch\u00e4tzt du einfach die Wirkung meiner <em>maghiscal<\/em>.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"add73240da0a208c25d6e3e9756e0a4e\">\u201eNein, das ist es nicht.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"f5b9ae639c213c862927da887d2ce207\">\u201eDann rede nicht weiter, Ujora. Das ist <em>gef\u00e4hrlich<\/em>. Du hast keine Ahnung, worauf du dich einl\u00e4sst.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8267f76eebfd887c60912a840ec858fe\">\u201eAuf einen Traum?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"3b1d09ada461572aba216d2a836a4277\">\u201eAuf die <em>Dunkelheit<\/em>&#8220;, sagte er sanft. \u201eDer Schatten ist kein sicherer Ort f\u00fcr deinesgleichen. Und ich bin ganz sicher kein angemessener Begleiter f\u00fcr den Weg, den du in <em>deinem<\/em> Weltenspiel zu gehen hast. Ich kann allenfalls ein paar Schritte mit dir gehen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"13fadcd14b2d4bc6471f289a94407c72\">Eine Erkenntnis zuckte in meinem Bewusstsein hoch, eine schreckliche, zu h\u00e4ufig empfundene Erfahrung, zu hektisch, um sie in diesem Moment in Worte zu fassen. Etwa so, als fiele eine T\u00fcr langsam zu, die einen Schritt zu weit entfernt ist, um sie noch rechtzeitig zu erreichen.<\/p>\n<p data-p-id=\"77a2f8a74cb39bfa8295a0680527941f\">Ich musste unbedingt wenigstens einen Fu\u00df dazwischen bekommen.<\/p>\n<p data-p-id=\"12161516b2b67eb80b079da95fce9d76\">\u201eKann ich nicht &#8230; trotzdem deine <em>Freundin<\/em> sein?&#8221;, fragte ich.<\/p>\n<p data-p-id=\"add921216d3ffd47e00a5f7ec13d69ad\">K\u00edan\u00e1 von Wijdlant betrachtete die Szene im Kristall fasziniert. Gor Lucegath war am\u00fcsiert \u00fcber ihre Verwirrung. Er selbst hatte den <em>camat&#8217;ay<\/em> nicht aus den Augen gelassen, seit der den Boscarg\u00e9n verlassen hatte.<\/p>\n<p data-p-id=\"d2370edca6aeac2639a1295b73296198\">\u201eWo kommt sie her?&#8221;, fragte die <em>teiranda<\/em>. \u201eUnd was tr\u00e4gt sie f\u00fcr seltsame Gew\u00e4nder?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"1c25587200e38ce8ff7e2ddf482a7f6b\">\u201eSie ist eine Unkundige, die sich aus einem Weltenspiel jenseits des Chaos hierher verirrt hat.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"4d0f8b74fcc5dc82082de867e51ef57e\">\u201eAber was geschieht da zwischen ihnen? Und warum erg\u00f6tzt Euch das so?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"0bbf3279a914c444f65c6bae5389b425\">\u201eSie st\u00fcrzt ihn in sein Verderben. Sie ahnt nicht, was sie ihm mit ihrer possierlichen Zutraulichkeit antut; wie sie munter dabei ist, seine <em>maghiscal<\/em> zu ver\u00e4tzen und durchl\u00e4ssig f\u00fcr Dinge zu machen, die ihn schw\u00e4chen.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"8b6a610a6d5a2aa78bebd6dbdc35ed92\">Die <em>teiranda<\/em> schaute verwirrt auf. Er nahm sein Werkzeug wieder an sich. \u201eEs ist unverzeihbarer Leichtsinn.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"6d58b4df888171221587cb18e1dcf6de\">\u201eUnd warum l\u00e4sst er es zu?&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"c0fa4fac949f2e79bb8a41d55b772eeb\">\u201eWeil er genauso leichtfertig ist. Er begreift nicht, was gerade passiert, weil es ihm fremd ist. Seine Gegenwart hat sie nicht umgehend um den Verstand gebracht, und nun mag er denken, dass sie ihm ebenb\u00fcrtig ist.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"01e1eb5af8a03040abb4af07c6733c13\">\u201eHei\u00dft es nicht, Schattens\u00e4nger k\u00f6nnten nicht &#8230; &#8220;<\/p>\n<p data-p-id=\"96c4ab655bc2e7c0b460cbbfa501c1df\">\u201eDas ist wahr. Nokt\u00e1ma hat ihren Dienern nicht ohne Grund die Seele verschnitten, um eben das zu verhindern. Besser k\u00f6nnte es gar nicht stehen. Er kommt gar nicht auf den Gedanken, dass er sich dringlich gegen sie verteidigen sollte.&#8221;<\/p>\n<p data-p-id=\"5fa54d70e57ea607f0302352ff51ed99\">Die <em>teiranda<\/em> schwieg dazu. Was auch immer in ihren Gedanken vorgehen mochte, es grenzte an Mitgef\u00fchl. Das war einerseits albern, zum anderen viel zu weit ab von dem, was gut f\u00fcr sie war. Gor Lucegath sann nach. Es war eine riskante Sache, die sich dort zwischen der Unkundigen und dem Schattens\u00e4nger anbahnte. Der <em>camat&#8217;ay<\/em> war dabei, etwas zu entdecken, was ihm fr\u00fcher oder sp\u00e4ter schreckliche Schmerzen bereiten w\u00fcrde. Sollte der Schattens\u00e4nger diesen Schmerz nutzbar machen, machte ihn das entweder gef\u00e4hrlich oder verwundbar und schwach. Ebenso verwundbar und schwach, wie er selbst es damals gewesen war.<\/p>\n<p data-p-id=\"25f8329e79af1e320750c796d5c87fd8\">Mit dieser M\u00f6glichkeit lie\u00df sich &#8230; arbeiten. Die Gelegenheit musste er nutzen.<\/p>\n<p data-p-id=\"092767b2beb72a7e34d3bce460fd0d42\">\u201eWartet hier mit Eurem Gefolge&#8221;, sagte er. \u201eIch denke, ab jetzt sollte ich in diese Partie wieder einsteigen. Ich werde nicht lange fort sein.&#8221;<\/p>\n<\/div><div ><a class=\"fusion-button button-flat fusion-button-default-size button-default fusion-button-default button-1 fusion-button-default-span fusion-button-default-type\" target=\"_self\" href=\"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/schattenherz-oder-die-ergaenzte-seele-band-1\/\"><span class=\"fusion-button-text awb-button__text awb-button__text--default\">Zur\u00fcck zum Buch<\/span><\/a><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-2044","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-01_schattenherz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2044","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2044"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2044\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3846,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2044\/revisions\/3846"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2044"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2044"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sandra-bloh.de\/lamaga\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2044"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}